Ausgabe 
31.7.1933 Erstes Blatt
 
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Ur. 176 Erstes Blatt

Montag, Zl. 3uW55

185. Jahrgang

Eindrucksvolle Bekenntnisse zum neuen Staat

jchen Kirche die Einheit u n

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DerKamps gegen die kommuMchenSlaaissemde

und der Hitler­

jugend aufmarschiert waren. Polizeipräsident Änofe begrüßte die Gäste in italienischer Sprache als das

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aus einem Fenster der zweiten Etage des Prä- sidiumgebäudes auf den Hof. Er war sofort t o t. Foerding hatte nach seinem eigenen Ge­ständnis sich der DorbereitunazumHoch- v e r»r a t schuldig gemacht und hat wohl aus Furcht vor der zu erwartenden hohen Strafe Selbstmord verübt. Mit einer großen Anzahl ebenfalls festgenommener Kommunisten stand er im Flur des Präsidiums und bot in ruhigem Tone darum, am Fenster frische Luft schöp­fen zu dürfen. Man gewährte ihm dies, und ehe es zu verhindern war, sprang Foerding vor den Augen seiner überraschten und entsetzten Genossen durch das Fenster auf den Hof.

Erfolgreicher Zugriff b'er Leipziger Polizei.

Leipzig, 29. Juli. (WTB) Durch die Politische Abteilung des Polizeipräsidiums war festgestellt wor- den, daß in der Nähe Leipzigs die ver­botene KPD. unter getarntem Namen fortbesteht. Es wurde daraufhin am 15. Juli die Durchsuchung eines Landortes durchgesührt, wo­bei die Kartei, die Mitgliedskarten und die Mit­gliedsbücher der KPD., die erst in der letzten Zeit neu ausgestellt worden waren, gefunden wurden. 20 Personen, unter denen sich Kuriere der KPD. befanden, wurden fest genommen. Daß diese Mitglieder im Besitz von Waffen gewesen waren, wurde festgcstellt, die Waffen bei der Durch­suchung jedoch nicht gefunden. Die Erhebungen ergaben, daß dieWaffennach anderenOr- ten gebracht worden waren, wo sie auch i n Schornsteinen ein $fe mauert gesunden worden sind. Daraufhin konnten iw Stadtgebiet 50 Personen fest genommen werden. Wei­ter befinden sich 12 Personen in Haft, die Mit­glieder einer der KPD. unterstehenden, staats­feindlichen Organisation sind. Alle festgenomme­nen Personen haben restlos gestanden, daß sie sich bis zu ihrer Festnahme am Neuaufbau der KPD. beteiligt haben. Eie haben sich somit des Hochverrats schuldig gemacht und werden dem Neichsanwalt zur Aburteilung zugeführt werden. Am 27. Juli wurden im Stadtgebiet zwei Kuriere der KPD. festgenom- m e n, die Beitragsmarken und Flugschriften bei sich hatten. Bei ihrer Dernehmung ergab sich.

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Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re­klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20", mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lang«: für Feuilleton Or. H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfür denAn- zeigenteil i.D.TH.K2mmel sämtlich m Gießen.

Stuttgart ehrt den Kanzler.

Stuttgart, 30.Juli. (TU.) Nach der Ankunft des Reichskanzlers auf dem Cannstattcr Wasen über­gab beim Aussteigen Oberbürgermeister Dr. S t r ö l i n dem Kanzler den Ehrenbürgerbrief der Stadt Stuttgart mit dem Gelöbnis der Treue. Während der Vorführungen wurde dem Reichskanzler vom Oberbürgermeister Dr. S t r ö l i n und vom Stadtrat Kroll das Goldene Buch der Stadt vorgelegt, in das der Kanzler und die übrigen Ehrengäste sich eintrugen.

Franz Seldte zum SA.-Obergruppen- führer ernannt.

Berlin, 31. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Oberste Stabschef der SA., Ernst Röhm, hat unter dem 26. d. M. folgendes Telegramm an Reichsarbeitsminister Seldte gesandt:3d) freue mich. Ihnen mitteilen zu können, daß der Führer Sie heute mit dem Dienstgrad eines SA. - Obergruppenführers unter Zutei­lung zum Stabe des Obersten SA.-Führers be­lieben hat.

Gleichzeitige Mitgliedschaft verboten.

Eine Anordnung des ReichsjugendführerS

Berlin, 29. Juli. (END.) Der Juyend- führer des Deutschen Reichs gibt be­kannt:

Die gleichzeitige Mitgliedschaft von Hitler- jungen und Mitgliedern des Bundes Deutscher Mädel in konfessionellen Jugendorganisationen führt zu ständi­gen Tlnzuträglichkeiten, da sich die konfessionellen Organisationen nicht auf ihren eigentlichen kirch­lichen Aufgabenkreis beschränken.

Ich verbiete daher mit sofortiger Wirkung die gleichzeitige Mitgliedschaft der Mitglieder der nationalsozialistischen Jugend­organisationen. Ich behalte mir ausdrücklich vor. meine Maßnahmen abHuändern, wenn sich die konfessionellen Jugendorganisationen aus ihren eigentlichen Aufgabenkreis beschränken.

Baldur v. S ch i r a ch, Jugendführer des Deutschen Reichs.

Reichskonkordat

und katholische Organisationen.

Berlin, 29. Juli. (OBSQ3.) Die Reichs- regietung geht bei der Anwendung des Artikels 31 des Reichskonkordats von folgenden Gesichtspunkten aus:

Die katholischen Organisationen und Verbände, die in Absatz 1 aufgeführt sind, sollen ihr Eigenleben völlig in sich leben können. Der Staat hat ihnen gegen­über keine weitergehenden Einmischungsbefugnisse, als sie sich aus der allgemeinen Treuepflicht der Staatsbürger gegenüber dem Staat an sich er­geben.

Die katholischen Organisationen, die in Abs. II aufgeführt sind, können, müssen aber nicht in sämtliche Verbände (Dachorganisationen) ein- geertmet werden. Die Einordnung darf nicht ihr Vereins» und verbandsmäßiges Eigentum und Eigenleben ausschließen. Die Mitglieder der ka­tholischen Organisationen dürfen irgendeinen rechtlichen Nachteil in Schule und Staat aus ihrer Zugehörigkeit nicht erfahren.

Oie italienischen Jung-Faschisten in Leipzig.

Leipzig, 29. Juli. (WTB.) Von München kom­mend, trafen mehr als 400 italienische Avanguar- disten mit ihren Führern am Samstagnachmittag in Leipzig ein. Die offizielle Begrüßung fand am Abend auf dem Handballfeld der Polizcikaserne

schaff.

Dpaffaffeneinlagev Juni.

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igen die Einzahlungen davon aus Äufvcr.

us Zinsgutschristen 8,1? end sich andererseits dir J4 (405,25) Miss. Ml Tiro- und Kontokorrent- Juni 1109,76 Mill. M . M Ende Mai 1931

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T.Äuli. ObnH/ bk 6v > hollöMW SixlUt t ma Itfjr knapp \\\, übe- 7Mch den Bedarf, l-t rienzeit in den Stäbtn auch durch das bewr- merkliche Einschränkunz mg blieb indessen anheb er verlangte man unmn k, während holländisch! um 2 bis 3 Mark höhn aren stark vernachlässigt, eilens des Handels stark nicht annähernd im be­it werden können, wobei dem Lande während der sie.

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2g, Juli. Die Stimmung der näherrückende Ä- aber einen sehr nachteiti- so daß die seither nur it säst zum Erliegen kam, r den nowendigsien M Zufuhren in deuW ir Ausländer waren sie Frischeier verlangte man ch« Landeier etm 8 bis üe Frischeier 8 bis 9,50 Frankfurt a. M.

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Oer Kronprinz über Hitler: Eine Persönlichkeit vom Format

Mussolinis".

London, 31. Juli. (TU.) Der deutscheKron- r r i n 3 kommt im Verlauf seiner imDunday IDispatch" erscheinenden Erinnerungen auf das reue I) e u t s ch l a n d und Hitler zu sprechen. Mach einer kurzen Schilderung Mussolinis schreibt der Kronprinz:Kein Land ist jemals von Ausschüssen, Kommissionen oder Raten gerettet wor­den. Die Hoffnung der Welt liegt bei großen Persönlichkeiten. Anstatt unsere ganze Fin­digkeit auf die Schaffung neuer Maschinen zu len­ken, laßt uns menschliche Motoren suchen, wie Mussolini.

Deutschland ich spreche auf Grund persön­licher Beobachtungen und Eindrücke hat das Glück, am Steuer seiner Regierung in Adolf Hiller eine Persönlichkeit vom Format Mussolinis zu haben. 14 Jahre lang rang Hitler um die Seele Deutschlands, indem er seine ganze und volle geistige, mo­ralische und körperliche Kraft einsehte. Hillers Leistungen sind meiner Meinung nach eine ab­solute Garantie, daß er trotz der großen Schwierigkeiten, die ihm im Wege stehen, das große Ziel erreichen wird, das er sich als Staatsmann gesetzt hat. Hitlers kühner und erbarmungsloser Kampf gegen den Marxismus Hal Deutschland mehr als irgend etwas anderes vom Marxismus gerettet. Venn das Gespenst der roten Gefahr jetzt gebannt ist, dann ist diese Tatsache von der größten Wichtigkeit und Be­deutung für Europa, für Amerika und für die ganze zivilisierte well.

Noch sei Deutschland an den Felsen der Schande ton Versailles geschmiedet, aber Gott habe in Hitler den Führer geschickt, um die N o t zu meistern.

Generalmajor von Amann, der Vertreter les Reichs-Kyffhäuserbundes, hob die enge Verbundenheit des Rei ch s kr ieg e r- tundes mit dem VDSt. hervor und ver­las ein Begrüßungstelegramm des Führers des Kyffhäuserbundes, General der Artillerie von Horn.

Der Reichsstatthalter in Anhalt und Braun­schweig L o e p e r gab ein Bild von der deutschen Entwicklung und betonte, daß das Volk im Dritten Reich in Gehorsam und Disziplin zu seinem Führer stehen müsse. Das deutsche Volk sei bereit, mit Hitler jeden Weg zu gehen, auf den er es führe.

Der Schöpfer des neuen Studentenrechtes. Mi­

dah sie ihren Dienst von einem in der Nähe Leip­zigs liegenden Ort aus durchführten. Durch rasches Zugreifen der Politischen Abteilung war es mög­lich, in dieser Sache sechs Männer und eine Frau festzunehmen, die neue KPD.-Marken bei sich hatten.

Verhaftungen in Schlesien.

Breslau. 30. Juli. (TU.) Der Breslauer Staatspolizei ist es gelungen, eine weitver­zweigte KPD. -'Organisation in und um Breslau auszuheben. Nicht weniger als 14 Rädelsführer wurden verhaftet. Bei fast sämtlichen Festgenommenen wurden Schuß-, Hieb- und Stichwaffen, sowie Munition und zahl­reiches kommunistisches Zersetzungsmaterial vorge­funden und beschlagnahmt. Unter den Festgenom­menen bestand ein reger Waffenhandel. Unter ihnen waren auch Terrorgruppen ge- bildet. Als Leiter dieser staatsfeindlichen Organija- tion konnte ein erst seit dreiviertel Jahren aus Polen nach Breslau eingewanderter Kommunist festgenommen werden.

Das Polizeipräsidium in Beuthen teilt mit: In der Nacht zum Samstag wurden im Polizei­amtsbezirk Beuthen 16 Kommunisten wegen des dringenden Verdachts der Vorbereitung zum Hochverrat in Schutzhaft genommen. Elf der Festgenommenen wurden in der Wohnung eines Kommunisten in Beuchen bei einer Geheimver- [ammlung ertappt und verhaftet. Einige Stun­den später wurden weitere fünf Kommunisten in Miechowitz unter den gleichen Umständen sest- genommen.

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Die deutsche Kirche muß in erster Linie die großen Massen wieder zu erfassen suchen. Geistige Kräfte, resultierend aus dem Vertrauen zu Gottes Wirken in der Zukunft, sie reißen den Menschen aus den irdischen Sorgen heraus und verleihen dem Leben einen mächtigen Auftrieb. Dieses Werk aber können nur Menschen meistern, die innerlich frei, geprüft und diszipliniert den Stampf des Glaubens gerümpft haben. Die Kirche wird den neuen Menschen im neuen Staat wieder geiftig unter­mauern, den Glaubens- und Kampfkameraden im Volk schaffen und das Vaterland wieder zu großen Leistungen befähigen, das mit Gott den Weg in die neue Zeit gehen wird.

Die Hugenotten im neuen Reich.

Frankfurt a. M., 30. Juli. (WSN.) In der hiesigen französisch-reformierten Kirche findet am 30. und 31. Juli die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Hugenottenoereins, sowie eine Tagung der Freien Deutschen Hugenotten-Sy­node statt. Nach einem Festgottesdienst hielt im Rahmen einer Kundgebung der Freien Deutschen Hugenotten-Synode l^nioersitätsprofessor D. Cor­dier-Gießen einen Vortrag überDie Bedeu­tung unserer Hugenotten-Tradition für den Neuauf­bau des deutschen Kirchenwesens". In der Gegen­wart, in der es gelte, Hand anzulegen zum Neu­aufbau der Kirche, seien folgende drei Punkte zu beachten: Der Staat verlangt von der evangeli-

Fast 1OO Verhaftungen in Hamburg.

Hamburg, 29. Juli. (WTB.) Nach wochen­langen Beobachtungen ist der Staatspolizei und dem Kommando z. b. B. ein vernichtender Schlag gegen den Bezirk Wasserkante der Kommunistischen Partei gelungen. Das Kommando z. b. B. war in den Besitz des neuesten kommunistischen Organisationsplanes für diesen Bezirk gekommen. Daraus ging hervor, daß der gesamte Parteiapparat in sehr geschickter Weise neu a u f g b a u t war. Die po­litische Leitung des gesamten Bezirks hatte der ehemalige Landtagsabgeordnete Walter Dud- d i n s, der von dem Zentralkomitee der KPD. in Berlin seit etwa acht Wochen mit der Leitung des Bezirks Wasserkante beauftragt war. Dud- dins wurde fe st genommen. Auf Grund der bei ihm gefundenen Aufzeichnungen gelang es. den größten Teil der politischen Lei­ter der einzelnen Stadtteile ebenfalls ding­fest zu machen. Weiter konnte der Leiter des gesamtenKurierdienstes und der größte Teil der gesamten Kuriere fefigenom- me n werden. Insgesamt sind durch die Fest- nahmen 93 maßgebende Funktionäre der Kommunisten unschädlich gemacht worden.

Aushebung einer Zelle der KpO. in Schwerin.

S ch w e r i n i. TI., 29. Juli. (WTB.) Wie der Po­lizeibericht meldet, ist es der hiesigen Kriminalpolizei gelungen, einer neuen k o m m u n i st i f ch e n Zellenbildung auf die Spur zu kommen, die es sich zum Ziele gesetzt hatte, durch Verteilung kom­munistischer Flugblätter und Sammlung von Geld­mitteln den nationalsozialistischen Staat zu unter­graben. Insgesamt wurden vier Personen ver­haftet, die sich nunmehr wegen hochverräterischer Umtriebe zu verantworten haben. Ob noch weitere Personen hiermit im Zusammenhang stehen, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

Selbstmord eines kommunistischen Funktionärs.

Recklinghausen, 30. Juli. C1B31Q3.) Der 31jährige kommunistische Funktionär Heinrich Foerding aus Coesfeld sprang am Sonntag

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General-Anzeiger für Oberhessen

vnnk tiitö Verlag: vrühl'sche Unwerfikälr vuch- und Steinönidcrei H. Lange in Gießen. §chriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7.

nisterialrat Dr. Haupt vorn preußischen Kultus­ministerium. erklärte, daß die Jugend noch viele Schlachten zu schlagen habe.

Dr Steinacher, der Führer des DDA. betonte, daß

die 30 Millionen Ausländsdeutschen in hikler nicht nur den deutschen Reichskanzler, sondenz den Führer des deutschen Volkstums sähen.

An den Reichspräsidenten und den Reichskanzler wurden Telegramme gesandt. Das Telegramm an den Reichspräsiden- t e n hat folgenden Wortlaut:

Dom Kyfshäuserfest, das wir in treuer Ver­bundenheit mit unseren Kameraden von SA., SS. und Stahlhelm zum ersten Male im neuen Deutschland begehen, entbietet der Kyffhäuser- Verband der Vereinigung Deutscher Studenten seinem greifen Ehrenmitglied das Gelöbnis alter Treu e.

An Reichskanzler Adolf Hitler wurde fol­gendes Telegramm gesandt:

Die Parole des VDSt-, der heute mit SA., SS. und Stahlhelm zu einer gewaltigen Kyff- Häuser-Kundgebung antrat, heißt heute nach einem halben Jahrhundert nationalen, völkischen und sozialen Kampfes nunmehr:

Mil Goll für Adolf Hiller und den deutschen nationalen Sozialismus!"

Die große Kundgebung klang aus in einer Gefallenen-Gedenkfeier für die Toten des großen Krieges und des Dritten Reiches.

Oie Ziele der künftigen Reichskirche.

Die Kirche steht zu Adolf Hitler."

Heidelberg, 29. Juli. (WTB.) Der Verein deutscher Studenten zu Heidelberg beging am Samstag sein 50jähriges Stiftungsfest. Anläß­lich dieses Jubelfestes war als Alter Herr des Ver­eins auch Wehrkreispfarrer Müller, aufs herz­lichste begrüßt, nach Heidelberg gekommen, um in einer akademischen Feier die Festrede zu halten, in der er in eingehenden Darlegungen die Ziele der künftigen Reichskirche umriß.Wir wol­len", so führte der Wehrkreispfarrer ungefähr aus, mit Adolf Hitler keinen Kult treiben, der, i n Kameradschaft mit dem Volk verbun­den, als ein Stück von uns langgehegte Hoffnungen verwirklicht hat. Das Geheimnis feiner Persönlich­keit erklärt sich aus dem großen Gottver­trauen, das nur den Wenigen gegeben ist, die in Wahrheit alle tiefen Probleme geistig durchleben, innerlich geläutert wurden und der unerschütter­lichen Ueberjeugung sind, daß schließlich doch das Erhabene, Reine und Edle obsiegen wird.

Die Kirche stehl zu diesem Führer, und sie wird ihn in seinem Ringen gegen artfremde Rassen vollauf unterstützen.

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Unter diesen Umständen scheint es mir um so be­dauerlicher, daß sogar heute noch weite Kreise der englischen Oessentlichkeit eine ogllkornrnen falsche Auffassung von Hitler, seiner Persönlich­keit, feinen Leistungen und feinen Zielen haben. Ich schreibe dies den falschen Informationen zu, die ab­sichtlich von deutschen Linkskreisen ausgestreut wer­den. Ich hoffe, und ich bin überzeugt, daß in kurzem die übrige Welt ihr Urteil über Hitler revidieren wird im selben Maße, wie sie es von Benito Mus- | o l i n i getan hat."

Gtudenien -Kundgebung auf dem Kyffhauser.

Kelbra, 30. Juli. END.) Der Khsf- häuser-Verband der (Bereinigung Deutscher Studenten hielt am Samstag und Sonntag in der Kysfhäuser-Stadt Kelbra, 52 Jahre nach dem ersten Kyffhäuser-Fest, seine diesjährige große Kyffhäuser-Kundgebung ab. Eemeinsam mit der Vereinigung Deutscher Stu­denten aus allen Teilen des Reiches und des deutschen Volksgebietes marschierten Tausende von SA -Männern und Stahlhelmern. Am Sonn» tagnaebmittag zogen die Kolonnen der SA., der SS. und des Stahlhelms zum Kyfshäuser- Denkmal, um in einer großen Kundgebung

die Verbundenheit aller Volksschichten mit den deutschen Studenten

äii Betonen. Die Kundgebung wurde eröffnet mit einem Feldgottesdienst. Die Predigt hielt Wehrkreispfarrer Müller, der direkt von Besprechungen mit dem Führer kam. Wehrkreis- Pfarrer Müller sagte, der Führer habe ihm über die nationale Erhebung gesagt, daß sie zuletzt doch nichts anderes sei als ein großes Wunder Gottes. An die Kommilitonen rich­tete Wehrkreispfarrer Müller die Mahnung, in der kommenden Zeit sich zu bewähren als fa­natische Kämpfer für Vaterland und Gott.

Als nächster Redner sprach Staatsrat Ober- Präsident K u b c, der Führer des VDSt- Diese Kundgebung, so sagte er, habe einen besonderen Grund. Während die früheren Generationen der VDSt.er sich zum Deutschtum bekannten unter ier Parole ..Wit Gott für Kaiser und Reich!", laute heute die Parole:Mit Gott für Hit­ler und den Nationalsozialismus!".

Ls dürfe für den Studenten keine Trennung von dem Arbeiter der Faust mehr geben. Diese Tagung sei keine akademische, sondern ein volks- bekenntnis. Das deutsche Studententum habe die Aufgabe, der Nation die geistigen Offiziere zu stellen.

heit, die er bisher bei der evangelischen Kirche vermissen mußte. Der Staat fordert, daß er es nicht mit einer Vielheit von Kirchen zu tun hat; er möchte vielmehr einer geschlossenen Einheit gegenüber- stehen. Zweitens taucht in Verbindung damit das Problem des Führers auch für die K i r ch.e auf, das Problem des R e i ch s b i s ch o f s, der die Kirche vertreten soll, und drittens die Frage nach einer Kirche mit Volksverbunden­heit, kurz die Frage nach einer deutschen Kirche. Die neue, die geeinte und gefestigte evan­gelische Kirche mit dem Rcichsbjschof an der Spitze soll dem Staat für sein nationales Wollen gewisser­maßen ihr Sannum geben, sie soll d i e S e e l e a b- geben für b i e große politische Bewe­gung, für das vaterländische Geschehen, das sich abfpielt vor unseren Augen. Die katholische Kirche habe sich durch das Reichskonkordat ihre Rechte sichern lassen.

Der Redner warf dann die Frage auf, ob cs von der Hugenotten gemeinde nicht unbescheiden sei, wenn sie auch tätigen Anteil zu nehmen ver­lange an den Bestrebungen zur Bildung der evan­gelischen Einheitskirche, und verneinte dies. D i e Kirche bedürfe eines gefunden (Eigen­lebens. Immer, wenn man die Kirche uniformie­ren wollte, fei sie erstarrt. Christus selbst stelle die Geschlossenheit der Kirche dar, aus den Menschen habe er aber keine Schablonen gemacht. Man dürfe also keine Kirche bei den Verhandlungen um die Bil­dung der großen geeinten Kirche ausschließen. Der Redner ging bann ausführlich auf die innere Struk­tur der Hugenottengemeinde ein.

statt, wo Ehrenstürme der SA.