Oer OFB.-Zugendtag im Gau Gießen-Wehlar.
Alljährlich ist im Sportbetrieb der Fuhball- spieler und der Leichtathleten ein Sonntag der Jugend gewidmet. Der morgige Sonntag gehört dem Rachwuchs. Im Gau Gießen—Wetzlar fand man sich im vorigen Jahre in Braunfels zusammen, in diesem Jahre sind zunächst der Hohe Berg bei Grohen-Duseck und dann Großen-Duseck selbst das Ziel einer Iugendwanderung und aber auch die Schauplätze der Spiele und Wettkämpfe. Der Tag soll daneben in höherem Sinne der Jugend die enge Verbundenheit unter sich und durch den Marsch in der Heimat die Schönheit des hessischen Landes bewußt werden lassen. Mit der Durchführung der geplanten Veranstaltung des Iugendtages ist der Iugend-Fachwart des Gaues Gießen—Wetzlar, Herr Vondran, Gießen, beauftragt.
Die Iugendmannschaften der Vereine des Gau
gebietes sollen, so sieht das Programm des Tages vor, einen 2VZ- bis Zstündigen Marsch machen und gegen 9.30 Mr auf dem Hohen Berg bei Großen-Buseck eintreffen. Der Dezirksführer wird nach dem Antreten eine Ansprache halten und sportliche Hebungen werden eine Stunde des Vormittags ausfüllen. Hm 11.30 Hhr findet ein Gottesdienst im Freien statt. Hm 13.45 Hhr erfolgt der Abmarsch nach Großen-Buseck. Auf dem Marktplatz wird dann eine Kundgebung stattfinden. 2m weiteren Verlauf des Aachmit- tags werden auf dem Sportplatz des FC. Großen-Buseck sportliche Wettkämpfe ausgetragen, deren Leitung in den Händen der Herren Lipp, Schmidt und Richtberg, Gießen, liegt. Die Kämpfe gelten als Leistungsprüfungen. Den Abschluß der Veranstaltung bildet die Siegerehrung. Schüler und Jugendliche, die sich durch besonders gute Führung hervorgetan haben, werden ebenfalls ausgezeichnet.
Das 15. Deutsche Turnfest.
Oie Sieger der Mehrkämpfe.
Fast 10 000 Turner und Turnerinnen beteiligten sich beim 15. Deutschen Turnfest ire Stuttgart an den Mehrkämpfen, den Prüfungen größter und schönster turnerischer Vielseitigkeit, die aber an den einzelnen Teilnehmer auch die, schwersten Anforderungen stellten. Den ganzen Donnerstag über waren die Zelte mit den Geräten, sowie die Kampfplätze für die Freiübungen und die volkstümlichen (leichtathletischen) Hebungen von riesigen Zuschauermassen belagert, die den Kämpfen mit größter Anteilnahme folgten und das, trotzdem keine Teilergebnisse bekannt- gegeben wurden.
Erst nach Mitternacht waren die Wettkampf-Ausschüsse mit der Ausrechnung und Zusammenstellung der vielen Tausenden von Resultaten fertig und erst zu dieser Zeit konnte die. große Spannung der Massen gelöst werden. Die Ergebnisse waren zum großen Teil geradezu verblüffend gut. Trotz der mörderischen Hitze, die vielfach sehr auf das Leistungsvermögen drückte, gab es durchaus hervorragende Leistungen. 3n den volkstümlichen Hebungen übersprangen Dutzende im Hochsprung 1,80 und 1,85 Meter und der Zweite im Fünfkampf, der Greifswalder Student Stöck kam sogar auf 1,90 Meter.
3m Hauptwettbewerb der Mehrkämpfe, dem Zwölfkampf der Klasse I, kam der Leipziger Turner K r ö h s ch zu einem vielbejubelten Sieg. Bei 226 Punkten verwies er seine beiden Hauptrivalen, den frankfurter Ernst w i n - l e r und den Rheinländer S a n d r o ck nur mit einem Punkt Vorsprung auf die Plätze.
Die einzelnen Ergebnisse der Mehrkämpfe waren:
Zwölfkampf der Männer: Klasse I: 1. Emil Kurt Krötsch, Reurossen bei Leipzig 226 Punkte: 2. Ernst Winter, Frankfurt a. M. und Sandrock, Immigrath a. Rh., je 225 P.: 4. Schwarzmann, Tv. 60 Fürth, 220 P.: 5. Deckert, Reustadt, 217 P., und Leupold, München, 217 P. — Klasse Ha: 1. Müller, Allstetten Zürich, 214 P.: 2. Kupke, Görlitz, 213 P.: 3. Grimm, Kornwestheim, 211 P.
Zehnkampf (Geräte): 1. Steinemann, St. Gallen, 192 P.: 2. Bettemann, Leipzig, 189 P.: 3. Behler, Göggingen, 188 P.: 4. Frey, Kreuznach, 187 P.
Reu nkampf für Aeltere: 1. Sachse, Hamburg, Brosch, Hannover, und Jörg, Augsburg, je 165 P.
Volkstümlicher Fünfkampf: 1. Hn- teroff. Leichum, Stettin (früher- Tv. Reu-Isen- burg) 118 P.: 2. Stöck, Greifswald, 115 P.: 3. Singer, Kitzingen, 110 P. — K l a f s e l I : 1. Opitz, Spandau, 109 P.: 2. Block, Ahlen i. W., 105 P.; 3. Dishusen, Ohligs, 103 P. — Kl. l H: 1. Hümmeling, Rheinhausen, 115 P.: 2. Weber, Düsseldorf, 111 P.: 3. Schwaln, Kottern, 110 P.
Siebenkampf der Frauen: 1. Pohlsen, Hamburg, 141 Punkte. 2. Schmitt, München, und Czschorn, Frankenberg i. Sa., je 140 Punkte.
Vierkampf der Frauen: 1. Ilse Rieder- Hoff, Velbert (Rheinl.) 97 Punkte, 2. Mauermeyer, München, 96 Punkte, 3. Grete Melches, Altenessen: Charlotte Bachmann, Wittenberg: Eberhardt, Eislingen, und Hölze, München, je 90 P.
Am Donnerstagabend fand in der Stadthalle noch die
50-3ahrfeier des Akademischen Turner-Bundes.
statt, der viele Tausende von Studenten und Alte Herren des ATV. aus Deutschland, Oesterreich, Danzig und dem Auslande beiwohnten. Bei der Feier ergriff auch der Reichssportführer v. Tschammer und Osten das Wort. Er überbrachte die herzlichen Glückwünsche desReichs- innenministers Dr. Frick.
Oer Freitag .. .
stand im Zeichen des Turnens der Gaue; 4 2 0 0 0 Turnerund 15000 Turnerinnen zeigten auf der großen Festwiese von 6.30 Uhr früh bis abends 19 Uhr Pflicht- und Kürübungen an Geräten, Freiübungen, Gymnastik, Bewegungsübungen, Volks- und Festtänze. Nach Gauen geordnet, besetzten nach feierlichem Einmarsch hinter dem Bundesbanner die weißen Turnerscharen die einzelnen Felder um nach 20 Minuten auf ein anderes Feld überzugehen. Es boten sich eindrucksvolle Bilder von der turnerischen Arbeit, die in der DT. geleistet wird. Die ungezählten Tausende von Zuschauern brachen angesichts der wundervollen Bilder oft in Helle Begeisterung aus. Die Kampfrichter aber hatten es bei der Wertung fast genau so schwer wie am Vortage bei den Mehrkämpfen. Auch hier lagen in den späten Abendstunden noch keine offiziellen Ergebnisse vor.
Zur gleichen Zeit herrschte auch auf allen anderen Kampfbahnen ein äußerst starker Betrieb und überall standen die gleichen großen Zuschauermassen. Die Volksturner trugen ihre Vorprüfungen für die am Samstag fälligen Entscheidungen aus. Es gab hier am Freitag nur eine einzige Entscheidung, und zwar im Diskuswerfen der Frauen: Das Ergebnis lautete: 1. Geiling, Hamburg, 36,36 Meter: 2. Hermann, Köln, 34,67 Meter: 3. Biesenthal, Berlin, 34,54 Meter.
Im Tennis wurden bei den Einzelspielen die „letzten Vier" ermittelt. Es sind dies bei den Männern: Steiner-Berlin, Mertus-Hindenburg, Wille- Stuttgart und Rudolph-Dresden: bei den Frauen: Maria Wacker-Dresden, Martha Degenhardt-Hindenburg, Lotte Wissinghausen-Naumburg und Carmen John-Bernburg.
Bei den Fechtern dauerte es bis zu den Abendstunden, ehe man nach zahllosen schönen Gefechten die „letzten Zehn" im Florettfechten der Turner und Turnerinnen ermittelt hatte.
Zahlreiche Entscheidungen fielen bereits bei den Spielen. Handball-Mei st er der Frauen wurde wieder der NSTV. Breslau, der im Endspiel den Stadt-SV. Frankfurt 3:0 (0:0) schlug. In der Vorschlußrunde hatten die Frankfurterinnen die Hamburger Turnerschaft 6:5 geschlagen. Im H a n d- ball der Männer haben sich ATG. Gera und TSV. Eßlingen für das am Samstag stattfindende Endspiel qualifiziert. In der Vorschlußrunde besiegte Eßlingen nach Spielverlängerung den Titelverteidiger Worms-Herrnsheim mit 9:5, während Gera über den Askanischen TV. Berlin 6:3 siegte. Schlagball-Mei st er der Frauen wurde der TV. Wittgensdorf und im Faustball der Frauen siegte im Endspiel Barmbeck-Uhlenhorst über die TG. Landshut mit 27:15 (16:8).
Hochbetrieb gab es im S ch w i m m st a d i o n zu Untertürkheim, wo nach zahllosen Vorentscheidungen am Vormittag nachmittags bereits eine Anzahl von Entscheidungen fiel. Die wichtigsten Entscheidungen waren hier: 1500 Meter Kraul: Bode, Osnabrück, 23:08,4 Minuten: (neue DT.-Bestleistung, bei 1000 Meter mit 15:02 Minuten ebenfalls neue DT.-Bestleistung), 100 Meter Brust, Turner: Müller, Speyer,
1:33 Minuten; 4 mal 100 Meter Lagen, Turner: Tbd. Cannstatt, 5:13,11 Minuten (3. TGS. Offenbach).-Wasserball (Vorspiele) TG. Mühlhausen gegen To. 73 Nürnberg 9:1.
Die Fußball-Meisterschaft fiel an den Pol.-SV. Kiel, der im Endspiel vor 40 000 Zuschauern den Tv. 48 Saarbrücken überlegen mit 4:0 (3:0) abfertigte. — Auch die Fauftball-Mei- st e r der Klaffen II und III der Männer konnten am
Freitag noch ermittelt werden, während die Ent» scheidung in der Klaffe I erst am Samstag fällt. In der Klasse II (Jahrgänge 1900 bis 94) siegte im Endspiel der IG.-Sportverein Frankfurt über Ium- Hub Hannover mit 30:22, in der Klaffe III (Jahrgänge 93 und früher) war die Studienräte-Mann» schäft des To. 61 Ludwigshafen im Endspiel über Turnklub Hannover mit 25:18 siegreich.
Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Vroduktenmarkt.
Die Getreidebörse verkehrte in der abgelaufenen Woche in überwiegend abgeschwächter Haltung bei zum Teil erheblichen Preisnachlässen. Das überaus günstige Erntewetter hat die Zurückhaltung noch mehr verstärkt, so daß die Märkte nahezu stagnierten. In Verbindung mit etwas größerem Angebot seitens der Landwirtschaft, die ihre Läger für die neue Ernte freimachen will, mußten die Preise stärker weichen.
Der Markt für Jnlandsweizen war sehr ruhig. Das schnelle Heranreifen des neuen Weizens veranlaßte die Mühlen beim Einkauf zu stärkster Zurückhaltung. Bei der Enge des Geschäftes drückte das etwas größere Angebot in alter Ware den Preis um volle 6 Mark auf 197,50 bis 198,50 Mark per Tonne.
Für neuen Roggen wurden aus badischer Gegend für die 100 Kilogramm etwa 17 Mark verlangt, doch ist es kaum au Abschlüssen gekommen. Alter Roggen war in dieser Woche wieder erstmals stärker im Markt und es ergab sich ein Preisrückgang um 5 Mark auf 175 Mark per Tonne.
Wintergerste wurde zum ersten Mal amtlich notiert. Bei sehr kleinem Umsatz stellte sich der Preis auf 155 bis 157,50 Mark per Tonne.
Am H a f e r m a r k t fehlte es an Anregungen von Konfumfeite, fo daß selbst das nur kleine an den Markt kommende Angebot kaum Aufnahme fand. Selbst bei um 5 Mark ermäßigten Forderungen blieb der Absatz schleppend. Die Notiz stellte sich auf 155 bis 160 Mark.
Das Mehlgefchäft stagnierte fast vollkommen die Preise waren sowohl für Weizen-, als nud) für Roggenmehl ermäßigt, und zwar um 75 bzw. 50 Pfg. je 100 Kilogramm Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen kostete 29,75 bis 30,75 Mark, do. ohne Austauschweizen 28,75 bis 29,25, Roggenmehl 0- bis 60prozentige Ausmahlung 24,50 bis 25 Mark und Roggenmehl südd. Spez. 0 25,50 bis 25,75 Mark je 100 Kilogramm.
Von Futtermitteln hatten Mühlennachprodukte infolge des kleinen Angebots stetige Haltung, doch blieben die Umsätze äußerst klein. Für ölhaltige Futtermittel wurden die Preise um etwa 25 Pfg. erhöht, auch Treber waren im gleichen Ausmaß befestigt. Es notierten je 100 Kilogramm in Mark: Weizenkleie 7,80, Roggenkleie 8,50, Soya- schrot ohne Monopolzuschlag 8,85 bis 9,45, Palmkuchen ohne Monopolzuschlag 8,55 bis 8,80, Treber 13,00
Die Lage am K a r t o s f e l m a r k t ist weiterhin ungünstig. Das Angebot ist sehr reichlich. Die Preise ließen um 35 Pfg. je 50 Kilogramm nach. Erstlinge 2,25 bis 2,35 Mark, Böhms allerfrüheste gelbe 1,70 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug einschließlich Sack.
Wochenbericht oom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Die Entwicklung der Preise am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in der abgelaufenen Woche erneut überwiegend nach unten gerichtet, obschon die Austriebe bei den meisten Gattungen nicht unwesentlich geringer waren. Die Märkte konnten relativ gut geräumt werden.
Am Rindermarkt hat sich der- Auftrieb mit 1504 um 75 Stück verringert, trotzdem waren neuerliche durchschnittliche Preiseinbußen von 1 bis 2 Mark für den Zentner Lebendgewicht nicht zu verhindern. Es notierten: Ochsen al) 28 bis 31, a2) 24 bis 27, b) 20 bis 23. Bullen a) 25 bis 28, b) 22 bis 24. Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23, c) 16 bis 19, d) 12 bis 15. Färsen a) 28 dis 32, b) 25 bis 27, c) 20 bis 24.
Das Kälbergeschäft war anfangs der Woche zwar ruhig, aber doch zufriedenstellend, die Preise zeigten trotz erhöhten Zutriebs zunächst merkliche Widerstandskraft. Am Nebenmarkt war die Beschickung so stark, daß nach schleppendem Handel Preisrückgänge von 2 Mark für den Zentner ein- traten. Der Auftrieb stellte sich mit 1584 um 221 Tiere stärker. Kälber a) 34 bis 38, b) 29 bis 33, c) 24 bis 27, d) 18 bis 23.
Arn Schafrnarkt fanden so gut wie keine Umsätze statt. Die Preise ließen um 2 Mark nach und notierten wie folgt: beste Schafe 23 bis 25, mitt
lere Schafe 20 bis 22, geringe Schafe nicht notiert.
Der Schweinemarkt erfuhr anfangs der Woche eine kräftige Belebung, was mit einem Anziehen der Preise um 5 bis 6 Mark verbunden war. Der Auftrieb, der sonst an Hauptmarkttagen meist 4 bis 5000 Stück beträgt, stellte sich nur auf 3094 Stück, zu denen sich am Nebenmarkt jedoch noch 1164 Stück gesellten, so daß die Gesamtbeschickung 4258 Stück betrug. Der Handel war zunächst mittelmäßig bis lebhaft, flaute dann stark ab und gestaltete sich nur schleppend, wobei noch Ueberstand verblieb und die Preiserhöhungen fast verloren gingen. Gegenüber der Vorwoche konnten sie sich jedoch behaupten. Schweine b) 37 bis 40, c) 37 bis 40, d) 34 bis 37.
Frankfurter Abendbörse ruhig.
Frankfurt a. M., 28. Juli. Die Abendbörse zeigte ein Bild sommerlicher Ferienstimmung: die Umsätze hatten einen außerordentlich geringen Umfang, und bis 17.35 Uhr waren JG.-Farben das einzige Papier, das an der Maklertafel erschien. Da auch von den Auslandbörsen keine Anregung ausging, war die Stimmung bei Beginn des Verkehrs eher leicht nachgebend, der Farbenkurv lag 0,25 o. H. unter Berliner Schluß; im übrigen blieben die Schluß kur se ziemlich behauptet. Einiges Geschäft verzeichneten AEG.-Aktien auf Mittagsniveau.
Der Rentenmarkt lag zwar sehr ruhig, Alb besitz lagen aber 0,25 o. H. höher, und auch späte Reichsschuldbuchforderungen zogen im gkidjen Ausmaß an. Der Verlauf brachte zwar kursmäßig nur geringe Veränderungen, die Stimmung war jedoch allgemein etwas gebessert, und die Kurse für JG.- Farben, Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen im freien Markt von 0,13 bis 0,25 v. H. über denen des amtlichen Verkehrs; u. a. notierten: Neubefitz 11,20, Altbefitz 77,75, 6-v. H.-Stahlverein- Bonds 57,75, Schutzgebietsanleihe von 1908/11 6,70, do. von 1913/14 6,85, Reichsbank 151,75, Gelsenkirchen 62,75, Klöcknerwerke 57, Rheinstahl 90,25, Stahlverein 37,75, AEG. 20,13, Conti Gummi 160.
Neuveranlagung der Betriebe zur Heff.-Naff. Landwirtschaftlichen
Berufögenoffenschast
0 Wetzlar, 28. Juli. Durch den Anschluß des Kreises Wetzlar an die Provinz Hessen-Nassau ist die landwirtschaftliche Unfallversicherung des Kreises Wetzlar ab 1. Januar 1933 auf die landwirtschaftliche Berufsgenostenschaft der Provinz Hessen- 9? aff au in Kassel übergegangen. Zur Zeit findet in den Gemeinden die Aufstellung der neuen Unter» nehmeroerzeichnisse der Hessen-Nassauischen Landwirtschaftlichen Berufsgenostenschaft statt, die spätestens bis zum 1. Oktober dieses Jahres beendet sein muß.
Die Hessen - Nassauische Landwirtschaftliche Berufsgenoffenschaft veranlagt die landwirtschaftlichen Betriebe nicht, wie die Rheinprovinz, nach dem Maßstab des Einheitswertes, sondern gemäß § 29 ihrer Satzung nach dem abgeschätzten Durchschnittsmaß der abgeschätzten Arbeit (Arbeitsbedarf) und ihrem Werte unter Mitrechnung der Arbeitsleistung von Unternehmern und deren versicherten Angehörigen, der Entgelte der Angestellten und Versicherten bestimmter Gruppen und nach der Höhe der Unfallgefahr (Gefahrklasse). Sämtliche landwirtschaftliche Betriebe unterliegen nach den reichsrechtlichen Bestimmungen der RVO. kraft Gesetzes der Unfallversicherung, ohne Rücksicht auf die Betriebsgröße. Ausgeschlossen von der Versicherung sind nur kleine Haus- und Ziergärten, sowie die sogenannten Schrebergärten, die unmittelbar beim ober in nächster Nähe des Hauses ober noch im Ortsbereich liegen (917 ber RVO.). Als Unternehmer gilt nach 8 958 ber RVO. berjenige, für besten Rechnung ber Betrieb geht, also bei Verpachtung der Pächter des Grundstücks.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
£). t). Ohne nähere Kenntnis Ihrer Berufsverhältnisse ist Ihre Anfrage nicht zu beantworten. Machen Sie uns entsprechende Angaben7, aber nicht anonym.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2R.
Sraniturt a. 2)1.
Berlin
Schlußkurs
Schluß). Abend- börlc
Schluß« lurs
Schlußk. Minag- börse
Datum
27.7.
28-7.
27.7.
28.7.
■jJZan»telöet Bergbau......
... 0
28
—
27,4
28, !
flofärocrte ...............
... 0
—
—
78,5
79,5
Phönix Bergbau..........
Rheintjche Braunkohlen ..
... c
38.5
——
38,75
38
...10
—
—
202,75
205
iRnelnftahl...........
... o
90
90,25
89,75
90.4
Bereinigte Stahlwerke.....
Otavt Minen ............
... 0
39,13
37,75
38,75
37,75
... 0
14
14,5
14
14,5
Kaliwerke Aicherslcben.....
... 6
125
——
Kaliwerke Westeregeln.....
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... 6
—
—
125
126
170
—
172,5
—
I G. Farben-Industrte ....
130,75
130,75
131,13
131
Scheideanstalt............
...10
170,5
170,5
——
—
Goldschmidt .............
... 0
48,75
49
48,75
48,75
Rütgeröwerke...........
... 0
58
57
57,75
57
MetallgeleUIchast..........
... (
51
50,75
51
51
PHUivv Holzmann........
Zementwerk Heidelberg ...
... 0
51,5
52,5
52
53
... 4
81
80,5
Cemenrwer? Karlstadt......
... 0
77
77
Schultheis Pahenhoser.....
... 0
_
—
118
118
Aku (Allgemeine Kunsfteide)
... 0
34
34
34
34
Bemberg................
... 0
——
—
49,75
51,4
Zellstost Waldhos .........
... 0
44
42,75
44
42.75
Hcllstoss Aschassenbnrg ....
... 0
20,5
21
21,5
Dessauer GaS............
... 7
—
—
112
113,75
Daimler Motoren.........
... 0
28,75
29,5
29
29,75
Deutiche Linoleum .......
... 0
42
43,5
41,5
43,75
Orenstetn L Koppel.......
... 0
—
—
35,65
35
Leonhard Dietz...........
... 6
16
15,5
16,13
15,65
Chade...................
...12
162
163
162
162,75
Gritzner................
... <
21,5
-
-
21,5
Mainkrastwerke Höchst a.M.
... 4
63,5
63
-
Süddeuticher Zucker ......
... P
152
-
152
155
Zranksur
a.M.
Berlin
Franksurt a.M.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börse
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk.
Mittag.
Datum
27./. ,
28.7
27-7- |
28.7.
Datum
27.7.
28-7-
27.7.
28-7.
6% Deutsche Reichsameiye n. 1921 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 5/z% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mb
Auslos.-Rechten ............
82,5
97,4
80,75
77,65
83
98,5
81
77,75
11,2
83 87,3 80,25
77,65 11.25
73,5
68,5
85
85.75 86
0,95
5 4,55 4,75
7,6 4,9
4,8
83.4
98,7
80,25
77,65
11,15
75,5
85,75
68,9
82
85,5
85
86
11,8
5
4,5
4,5
7,3
4,95
4,8
4% vesgl. Serie II ............
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Reniev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
8%% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Pakel .....t
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa Dampfschiff...........0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. sür Verkehrswesen TM. .. 0
Berliner Handelsgeiellschasi.... 4
Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto-
Geselischast................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank .................1
A.E.G......................l
Elektr. LleserungSgefellschast ... 6
Licht und Krast .............6
Felten & Guilleaume ........0
Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ...............4
Rheinische Elektrizität ........6
Schlickert S Co..............0
Siemens & Halske...........v
Lahmeyer &(£o..............10
Buderus ...................।
Deutsche Erdöl .............4
Gelsenkirchener..............0
Harpencr...................0
Voesch Eisen—Söln-Neueften.. 0
Ilse Bergbau ...............7
Ilse Bergbau Genüsse........7
Klöcknerwerke .......... 0
MonneSmann-Röhre«........ 0
5 4,25 8,25 3,9 23,5
14,5
5
4,25
8,25
3,95
24,13
14,75
4,85 4,5
8,2
4
23,4
14,65
4,95
4,25
8
3.9
23,75
14,5
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ebem. 8% Heil. BoUSstaat 1929 trückzahlb. 102%)............
11,3
Oberheften Provinz-Anleihe ml AuSloi.-Rechten ............
6% Heft. Landesbank Darmstadl Gold R. 12.......
6%% Heft. Landes Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......
Deutsche Komm. Sammeiab l.An leihe Genei mit AuSloi.-Rechten
6% ebem. 8% Franks. Hyp.-Ban! Goidpse. 15 unkündbar bis 1935
6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldvse. 16 unkündbar biS 1936
5’/,% ehern. 4*/3% Franks. Hyp. Bank-LIqu.-Psandbriese .....
t>y2% ehern. V/2% Rheinische Hyp.-Ban k-Liqu^Goldpse. ...
6% ehern. 8% Pr. LandeSpsand briesanstalt, Psandbriese R. 19
6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand briesanstali. Pfandbriefe R. V'
Verrechnungskurs
4% Oesterretchifche Goldrente...
4,20% Oesterreichische Eilberrente
4% Ungarische Goldrenle.......
4% Ungarische Staatsrenle v. 1910
<i/±% desgj von 1913..........
80,25
85
69,13
81,5
81,5
85
86,5
85
85
86
11,5
5
4,4
80,5
85
69,25
81,75
81,65
84,9
85,75
85
85
86
11,5
5.1
4,45
15,75
47,5
89
49,75
55,25
45,25
151,25
20,5
96,5
48
81,75
86,5
102
154,5
123
71,5
112,75
62,4
14,65
48,4
88,5
49,75
54,5
45,25 151,75
20,13
98,75
48,75
88
102,75
154
123,25
71
112
62,75
18 19,75 15,75
47
151.25
20,25 84,25
98
48
82
102,75 155
123,75
71,5 113,4 62,65
102.25
64
109,25 56.75 61.75
18,25
18
15,5
48,4
88,25
50
54,5
45,25 151.65
20,25
85,5
98
48,75
79,75
88 102.75 154,75 123,75
71
112
63
102,25
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkftche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l....................
7,5 4,85
4,65
7,4 5
4,8
108,75
61.75
57
62,25
64
109,25
57
62,13
27-3ull
28.3uü
Amtliche Geld
Notierung Brie>
Amtliche
Geld
Notierung I Brie. _
Helsingsors.
6,164
6,176
6,164
6,176
Wien......
46,95
47,05
46,95
47,05
Prag......
12,42
12,44
12,42
12,44
Budapest ...
Sosta.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
Oslo.......
169,18
70,08
169,52
70,22
62,41
169,23
70,18
62,34
169,57
70,32
62,46
Kopenhagen.
62,29
Stockholm...
71,88
72,02
71,98
72,12
London .....
13,93
13,97
13,95
13,99
Buenos Aires
0,928
0,932
0,928
0,932
Reuyork....
3,047
3,053
3,147
3,153
Brüssel.....
58,50
58,62
58,48
58,60
Italien.....
Paris......
Schweiz ...
22,09
22,13
22,11
22,15
16,41
16,45
16,40
16,44
81,17
81,33
81,07
81,23
Spanten....
35,02
35,10
34,96
3o 04
Danzig....
81,57
81,73
81,57
81,73
Japan......
0,869
0,234
0,871
0,236
0,864
0,234
0,866
0,236
(Rto de Jan.
Jugoslawien Lissabon...
5,195
12,69
5,205
12,71
5,195
12,69
5,205
12,71
Berlin, 28. Juli
Geld
Brie,
Amerikanische Noten..............
3,00
3,02
Belgische Noten..................
58,34
58,58
Dänische Noten .................
62,04
62,27
Englische Noten .................
13,89
13,95
Französische Noten...............
16,37
16,43
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
2h97
69,91
22^05
70,19
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling
Rumänische Noten...............
_
Schwedische Noten...............
71,71
71,99
Schweizer Noten.................
80,99
81,31
Spanische Note«.................
34,89
35,03
Unoariicbe Note» ................
des
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„Manchmal selten gescher eignis meine Gebet zum ■ beschließen leuchtender - Große des l aus der M vom 8. Dez- hende W Programm
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