Aersrod
er Vermählung
'Dleffenbach
^1933
«Md
kindlicher
•'aee Mit
«■ Hilhbuch zum Rmh..
eflln-Llchterfelde
wenn port- latl? lurch
i
Flasche -.90 Mark
Flasche -.90 Mark
lersucheM «55 a
Drogerie
Krenzplati 10
pn I Detektiv H. Gen, VU Bad-NHbeün. Str-
45Ä7A
bep nie, cm' ntf. 1 er. r'S
leit
tag- arg-' 01309 ien6.
,thi<iw‘S£
7sL°'-«K
UIMMl t neue AruEite, brüte« nunöwasserdichteWagen« en nur im beutidi.en Mit - bei
Pfui, S0,ch® „..F „2hHühneraugenfflee' 14 UnddiW**
Schachte' Lebewohl , 'nur 68 Pf*
<570 V
-sSZ jterbon.j^—
ggg
e, und Deckenhandlung _ Gießener®trrtefflä ucksachen “’**
Briefumschlag« Postkarten wlstraße? eescMtw
(‘orbdjiSS
' «1 SSS&SglS
fbeit
Nr. 175 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen)Samstag, 29. M MZ
so
Was dem Autofahrer in Italien auf fällt Don Dr. Gustav W. Eberlein, ZRom.
der Po-Cbene.
Aachts gar aus einer Großstadt herauszufinden, das erfordert so viel Benzin wie Geduld. Es gibt keine Leuchtschriften.
Die Apenninenpässe haben mit Dielen rhrer Alpenkollegen die Engbrüstigkeit gemein. Es wimmelt natürlich auch von unübersichtlichen Kurven.
litanerin übergeht. Man fönte das auch als ein Grenzzeichen zwischen Römertum und Griechentum ansprechen.
In Sizilien, dem vermeintlichen Reich der Maffia, gibt es fast nur gute Straßen, in Sardinien eine einzige.
Man kann heute schon auf den Vesuv hinausfahren, und im Oktober wird die Straße zum Krater des Aetna eröffnet werden.
_____bearbeitung mit den mooernfien ’jjia|o)inen zu erzielen sei, wurden gewaltige Staatsgüter aus | dem Lande der enteigneten Bauern gebildet oder große „Kollektivwirtschaften", in denen die Bewohner einer Anzahl Dörfer, natürlich ebenfalls nach Fortnahme ihrer Ländereien, als Staatsarbeiter zu arbeiten hatten. Das Experiment, die Bauern zu Proletariern zu machen, ist im großen und ganzen abgeschlossen und muß als vollkommen „gelungen bezeichnet werden. Aber die Ergebnisse der Staatsgüter (Sowchosen) und der Kollektivwirtschasten (Kolchosen) bleiben hinter den Erwartungen weit zuruck. Der russische Bauer versteht, trotz aller Anleitung, mit den modernen Maschinen, die gewiß sehr leistungsfähig, aber auch empfindlich sind, nicht sachgemäß umzugehen, er muß sie ja auch hassen, da er ihnen seine Entwurzelung verdankt. Er ist nichts weiter als ein P l a n t a g e n a r b e 11 e r und hat an dem Erträgnis der „Getreidesabriken" nicht das geringste Interesse. Prämien oder schwere Strafen
Wer Italien richtig kennenlernen will, sollte nur im Auto fahren. Wer den Unterschied zwischen jetzt und einst, zwischen dem Reiche Mussolinis und dem Vorkriegsparabies plastisch und körperlich fühlen will, muß nur sechs Jahre zurückdenken. Damals schwebten wir engelhaft in Wolken — aus Staub, kein Reifen hielt es länger als ein Jahr aus, wo ein Kilometerstein stand, stammte er aus der Römerzeit, und niemand hatte etwas von Straßendienst gehört.
Heute wird die Kurvenbemalerei fast übertrieben, und alle fünf Kilometer steht eine nette casa can- toniera, ein Straßenwärterhaus mit Telefon und Verbandszeug. Vor zwölf Jahren tauchten in Rom die ersten Taxi auf, die nur diavoli rossi genannt wurden, rote Teufel, weil sie sich den Teusel um eine Stundengeschwindigkeit von acht Kilometer scherten, jetzt zählt man in der Hauptstadt über 30 000 Wagen, und selbst der Papst unternimmt den traditionellen „Spaziergang in den vatikanischen Gärten" in einem Achtzylinder.
Italiens erster Automobilist ist der Duce.
6od)fd)ulnad>rid)ten.
Der v. Professor für Astronomie an der Universität Jena, Dr. Heinrich Vogt, ist als Rachfolger des verstorbenen Professors Max Wolf an die Universität Heidelberg berufen worden.
Die nichtplanmätzigen ao. Professoren an der Universität München, Dr. Leo Jordan (Romanische Philologie) und Dr. Friedrich von Hildebrand (Philosophie), sowie der Pr- vatdozent Dr. Hans Bet he (Physik) sind aus dem bayerischen Staatsdienst entlassen worden.
Italien ist ein Steg, man kann daher nicht leicht die Richtung verlieren. Ob links oder rechts, man kommt immer ans Meer, Unö dennoch verfährt sich gern, wer nicht vollkommen ortskundig ist. Denn so trefflich streckenweise die Straßen markiert sind, so wenig es an internationalen cartelli indicatori mangelt, so sicher fehlt es in Städten und Ortschaften an Wegweisern. Man kommt wie von selber in jedes Häusermeer hinein, aber wie findet man heraus? Eine Landstraße mündet zum Beispiel — sagen wir in Castelnuove oder Billafranca — in die langgestreckte, nach beiden Seiten völlig gleichförmige Hauptstraße eines Städtchens und man denkt, mindestens an einer Ecke müsse ein Richtungszeiger sein. Rein. Es bleibt nichts übrig, als zu fragen und immer wieder zu fragen und dann aus den Widerspruchs- vollen Auskünften nach Belieben zu wählen. Lind dann steht man auf einmal an der Etsch, statt am QUincio, nach der Karte zu schließen. Denn auch die Flüsse gleichen einander wie die Städte in
es so, der andere anders. Bei Rebenstraßen in manchen Provinzen gibt es kaum andere — gut die Regel: im Sommer ausgezeichnet, im Winter scheußlich. Denn am 15. Oktober werden die Schot- terhaufen ausgebreitet, am 15. März wieder zusammengescharrt.
Es führen zwar alle Straßen nach Rom, eine durchgehende autostrada aber gibt es noch nicht. Von Bologna führen drei Pässe über die Apew- ninen doch sind sie alle drei noch im Zustand des Ausbaus begriffen. Besser, man schlägt die „porretana“ ein, das ist die über Porrettabad nach Pistoja führende Paßstraße. Dreißig Kilo- meter mehr, aber vorzüglich.
Der direkte Weg von Florenz nach Rom fuhrt über Radicofani, einer geradezu witzigen otet- gung. Das könnte ja nun gerade reizvoll sein, doch ist auch diese Straße in corso di costruzione, wird eben gemacht. Also fünfzig Kilometer zugelegt und über Grosseto, eine Makadamstraße nur, zedoch glänzend gehalten, weil kaum bekannt. Sie fuhrt durch das herrlich einsame Elsatal und mundet in die über alles Lob erhobene Maremmenstrahe.
Richt jede autostrada ist eine Autobahn. Der Italiener nennt bloß jede geteerte Straße so. Die ausgesprochenen Autobahnen, für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, wie wir sie um Mailand herum finden, von Florenz ans Meer (bis Lucca fertig), von Rom ans Meer, von Reapel nach Pompeji, sind alle nach dem gleichen Schema gebaut. Die eine verlangt jedoch Eintrittsgeld, die andere nicht. e
So gut die Landstraßen, die auf der amtlichen Rehkarte schwarz eingezeichnet sind, so mangel- haft vielfach die Sttahen m ben etabten. Denn ihre Unterhaltung obliegt den Gemeinden, und viele Gemeinden glauben vor allem sparen zu müssen, wo der Staat lieber Propaganda treibt. Wegweiserlos rädert man sich also noch dazu über Kopfpflaster, rundgeschliffene Zluhkiesel, sogen. Katzenköpfe. Endlos lang zum Beispiel in Earpi.
fruchten gleich wenig. Die „Kulaken", zu denen auch die deutschen Kolonisten zu rechnen sind, also die intelligenteren und fleißigeren Bauern, die die Regierung besonders fürchtet, sind mit ihren Familien von Haus und Hof gejagt worden. Die Männer wurden in die großen Wälder des Nordens transportiert, um dort als Holzfäller bei ganz menschenunwürdigen Lebensbedingungen die Wälder zu entholzen, wobei die unterernährten und schwächlicheren von ihnen in Massen zugrunde gingen. Die Frauen und Kinder dieser Leute überließ man ihrem Schicksal, sie schleppten sich von Provinz zu Provinz, bis die Kräfte sie verließen. So verenben jährlich auch schon ohne Mißernten Hunderttausende, ja vielleicht Millionen, keine Stattstik meldet die wahren Zahlen, der Staat hat kein Interesse daran. Die Sorge um die Entvölkerung seines Landes bedrückt ihn bei der Fruchtbarkeit der slavischen Völker nicht. Ist doch die Bevölkerung trotz der furchtbaren Ader- lasse durch Hunger und Elend in den letzten zwölf Jahren um schätzungsweise 27 Millionen gestiegen.
Die angeblichen „Erfolge" des Fünsjahresplanes auf industriellem Gebiet werden durch das von Jahr zu Jahr steigende Versagen der Landwirtschaft bei wachsender Bevölkerung reichlich wettgemacht. Das Wort „Hat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt" gilt auch für Rußland, wo der Bauer im besten Fall nur das nackte Leben fristet. Derinnere Markt versiegt. So wird das Schicksal des russischen Bauern zum Schicksal Rußlands werden. Nicht von heute auf morgen. Nicht durch eine Er-
Der folgende Aussatz aus der Sondernummer der „NS.-Frauen-Warte" wurde uns von der Reichsorganisationsleitung der NSDAP., Hauptabteilung VIII (Frauenschaft) in München zum Abdruck zur Verfügung gestellt.
Die NSDAP, ist im allgemeinen verschrien als frauenfeindlich. Das ist eine Legende, der früher vielleicht einmal eine gewisse Berechtigung zukam, und die heute, mit der zähen Lebendigkeit, die Legenden zu haben pflegen, wieder auflebt. Wenn wir uns fragen, wie es gekommen ist, daß die nationalsozialistische Bewegung als frauenfeindlich verschrien wurde, müssen wir uns darüber klar sein, daß Der Nationalsozialismus ein Aufbruch der männlichen Werte, des Soldatischen und Heldischen in unser-m Volke ist. Es bedurfte eines langen Umwandlungsprozesses, ehe die Frau eingegliedert werden konnte. Im Allgemeinen sind wir Frauen später zur Bewegung gekommen als die Männer. So kannte der Mann als politisch tätige Frauen nur die parlamentarischen Abgeordneten der alten Frauenbewegung, und das waren Jüdinnen, Demokratinnen und Bol- schewistinnen.
Es mußte erst aus unseren eigenen Reihen ein neues Frauentum herauswachsen, das nichts mehr mit den alten liberalistischen Grundlagen zu tun hatte. Dieses Frauentum konnte erst jetzt erstehen und heranwachsen. Wir sehen, wir gerade an den führenden Stellen sich die Wertung der Frau auf allen Gebieten des sozialen und charitativen Lebens unbedingt erforderlich ist.
Ls ist wesentlich zu zeigen, daß wir ein neuer Aufbruch sind, daß wir ein ganz anderes Ursprungserlebnis haben, als die alte Frauenbewegung.
Das müssen wir Frauen vor allem zeigen durch unsere Leistungen und durch unser eigenes Leben, und zugleich müssen wir zurückfinden zu unserer tiefsten We ensart. Die Frauenfrage ist letzten Endes eine religiöse Frage. Ich glaube, daß die Frau nicht auf Irrwege gekommen ist, weil sie vermännlichte, sondern weil sie verweltlichte und damit den Boden unter den Füßen verlor. Schon die Germanen glaubten daß die Frau dem Göttlichen näher stünde als der Mann, sie war ihnen Priesterin und Seherin. Als dann später im Mittelalter wieder eine Zeit der besonderen Verehrung der Frau einsetzte, war es wieder bas religiöse Erlebnis, bas im Marienbienst seinen Ausbruck fand. Es entstanden Hymnen auf di« Frau, die ausnahmslos von Männern besungen
gründe geht, und die Geschichte bietet dafür eine Fülle Beweise, so wird auch die Sowjetregierung diese Todsünde bezahlen müssen. Mißernten und Hungersnöte sind auch schon vor dem Kriege in Rußland nichts seltenes gewesen, nach dem Kriege und der Revolution sind sie jeboct\"> einer ständigen Erscheinung geworden. Allein die.^Mahnahmen der Regierung in den ersten fünf Jahren ihrer Macht führten dazu, daß die Saatfläche sich um 34 Millionen Hektar verringerte. 1921 bis 1922 sind nach offiziellen sowjetrussischen Angaben über sechs Millionen Menschen verhungert. Der Plan, die Bauern zu proletarifieren, wird erbarmungslos seit Jahren mit der denkbar größten Brutalität verfolgt und hat dazu geführt, daß die Ern- ten sich von Jahr zu Jahr verringern und der Viehbestand rapid abnimmt. Da das Bahnwesen vollständig zerrüttet ist und auch den bescheidensten Ansprüchen (mit Ausnahme einiger Hauptlinien) nicht genügt, so verfault in Gebieten mit guter Ernte das (betreibe, dessen Fahlen durch Mißernte in benachbarten Provinzen Hungersnot zur Folge hat. Der Bauer, soweit er noch nicht als „Kulak" (Großbauer) von Haus und Hof vertrieben ist, hat an guter Ernte kein Interesse. Sie wird ihm ja doch f a ft ohne (Entgelt weggenommen, entweder vom Staat ober von ben Hungernben, die aus anberen Gegenben kommen unb das Land wie Heuschreckenschwärme überfallen.
Das furchtbarste Martyrium ist über die Bauern erst mit dem F ü n f j a h r e s p l an gekommen — die „Industrialisierung" der Landwirtschaft. Von der Theorie ausgehend, daß der Bauer mit feinen primitiven Arbeitsmethoden den Boden ganz ungenügend ausnutzt und bessere Ernte nur burth eine Bodenbearbeitung mit den modernsten Maschinen
Die AationalsoziaWin in Volk unb Staat
Don Lydia Gottschewsli, Reichsleiterin der NS.-Frauenschaft.
wagen mit Anhängern befahren werden. Ohne Anhänger findet man überhaupt selten so ein Mammut, autotreno genannt, Autozug. Das Mammut toill nicht, der Anhänger farm nicht ausweichen. Und da die Lastwagen in der Mehrheit sind — es scheint, als ob in dieser Gegend feiner mehr die Eisenbahn benützen möchte — kommen die zerbrechlichen Dinger, die wir fahren, arg ins Gedränge.
Was die Mammut für die Pässe, das sind die zanzare für die breiten Straßen der Tiefebene. Zanzare oder Stechmücken, Schnaken oder ©elfen heißt man die Radfahrer. Sie treten dort nur herdenweise auf und es soll nur feiner glauben, ein Höllentempo vorlegen zu tonnen, denn die Schnafenschwärme verändern nur sehr ungern ihre geschlossene, von Straßengraben zu Strahengra- ben reichende Form.
Es gibt reizende Schnafen darunter, fahren doch im Gebiet der Fabrifstädte und der Reisfelder eher noch mehr Mädchen als Mäimer. Südlich von Florenz dagegen würde ein radfahrendes weibliches Wesen wie ein Zeichen, daß der Weltuntergang bevorstehe, angestarrt werden.
Was gehl in Rußland vor?
Don G. Beyer.
Die alarmierenden Nachrichten aus Rußland über die furchtbare Not der deutschen Kolonisten an der Wolga und die inzwischen bekannt gewordenen Maßnahmen der Sowjetregierung gegen die drohende Hungersnot, lenken wieder einmal die Aufmerksamkeit auf bas gewaltige Reich im Osten. Unsere Kennt- nisse über die Vorgänge in Sowjetrußtond sind — trotz aller Literatur — dürftig. Verstand es schon das zaristische Rußland meisterhaft, das Ausland über die wirkliche Lage des Landes zu täuschen, jo trifft das auf die Bolschewiften-Regierung noch viel mehr zu. In der Unterdrückung der Wahrheit und Knebelung der Geistesfreiheit ist dort eine Steigerung nicht mehr möglich. Rußland ist von der übrigen Welt, was Nachrichtenaustausch anbetrifft, fast hermetisch abgeschlossen. Was offiziell durch die Regierungspresse und den Rundfunk bekanntgegeben wird, ist mit der größten Borsichi aus- zunehmen, doch auch die Nachrichten der russischen Emigranten, die von einem Haß gegen das bolschewistische System diktiert sind, können fein einwandfreies Bild von der wirklichen Laae in Rußland aeben. Was aber den nach diesem Lande reisenden Ausländern gezeigt wird, sind Potemkinsche Dörfer.
Trotzdem ist es bis zu einem gewissen Grade möglich, sich über den jetzigen Zustand im Sowjet-Reich au orientieren und zwar auf Grund der Berichte unb Aussagen der dorthin entsandten ausländischen Techniker und Spezialisten, die die Sowjetregierung nun einmal nicht entbehren kann. Wenn es zutrifft, daß der Staat, der fein Bauerntum ruiniert, unweigerlich z u >
In Florenz kostet bas Benzin 1,90 Lire, in Rom 2,11. Ortskundige kriegen es um 2,05, ganz Ein- geweihte um 2 Lire. Niemand kennt sich in diesem Handel aus. Daher ist es gut, auf jeden Fall zu handeln.
Der Autofahrer, der in Rom noch nicht über die Radfahrer gewettert hätte, trete vor! Wenn man denkt, daß in spießbürgerlichen nordischen Gegenden die „Zentauren" Glocke, Bremse und nachts sogar ein Licht haben müssen!
Die Kärrner schlafen immer noch, die Maulesel hingegen haben es nach und nach herausbekommen, bah auf der rechten Seite zu fahren noch nicht so weh tut. Zuweilen weichen sie sogar aus.
Achtung auf die Radachsen! Bei vielen Karren springen sie genügend weit heraus, um ein dicht vorbeistreichendcs Auto in den Graben zu befördern. Eine Eigentümlichkeit, besonders in der Gegend südlich von Rom, wenn der Kupferkessel auf dem Haupte der Römerin in den Tonkrug der Neapo-
wurde. Das ist ein Gesetz, das nicht zu durchbrechen ist. Ich bin überzeugt, daß wenn wir die teliaiofe Einstellung wieder bekommen, die Achtung der Männer wieder zurückkehrt. Wir dürfen nicht fordern, sondern müssen so leben, daß der Mann wieder sagen kann „Deutsche Frauen sind das Höchste", wie es einmal Walter von der Vogelweide sang. In dem, was jede Einzelne von uns salsch macht, wird sie heute nicht als Privatperson beurteilt, sondern als Vertreterin der Frauengeneration überhaupt, denn was heute gestaltet wird, das wird Gewicht bekommen, für die nächsten Jahrhunderte, darüber müssen wir uns jeden Augenblick unseres persönlichen Lebens klar sein.
Es ist ganz selbstverständlich, daß wir Nationa-l- sozialistinnen zu allen Fragen unseres Lebens ein anderes Verhältnis hoben als der Liberalismus, daß wir vor allen Dingen die Bindungen in unserem Volke wieder. Herstellen wollen. Es ist uns allerdings nicht damit gedient, daß man jungen Menschen zu- redet, so rasch wie möglich zu heiraten, es ist uns nicht damit gedient, daß der Gang zum Standesamt eine Art Spaziergang ist, es ist uns allein damit gedient, daß diese Dinge wieder die Würde und Heiligkeit bekommen, die ihnen zustehen, daß die Menschen wissen: auch diese Bindungen können nur nach den Menschen geformt werden, jedes Samenkorn muß erst in die Erde fallen und ersterben, ehe es neue Frucht bringt. Es muß unser Ziel sein, diese letzte Verantwortung in unserem Volke zu wecken. Wir haben es erlebt, daß die heiligsten Güter unseres Volkslebens in Bildern, Kinos, Büchern usw. besudelt werden konnten. Gerade diese Arbeit müssen wir aufnehmen und müssen darauf achten, daß unser Volk nicht weiterhin zerstört wird. Der Staat kann hier nicht allzuviel tun. Er kann die schlimmsten Einflüsse abbauen, aber die Erziehung zu einer neuen Wertung dieser Dinae müssen wir übernehmen. Es muß uns die Macht gegeben werden, überall gegen diese Einflüsse aufzustehen, vor allem aber müssen wir, jede Einzelne von uns, auf das Gift achten, das in kleinen Dosen in das Volk getragen wird. Unsere Arbeit um die Erhaltung unserer Familie muß über den Kreis der Familie hinausgreifen. Wir können uns nicht darauf beschränken, unser Haus sauber und schön zu erhalten und aufzubauen, denn die Kinder aus diesen Häusern gehen über die Straße und tragen die Einflüsse der Straße in die Häuser hinein. Wir müssen dafür sorgen, daß die Straße wieder sauber wird.
lieber unser Volk ist eines der härtesten Schick
hebung des oerzweiselten Volkes, dessen einziger Widersiand nur ein passiver sein kann, cber dieser Passivilät vermag das Sowjetsystem nichts Gleich wertiges gegenüberstellen. Da nutzt keine noch Io raffinierte Bespitzelung, keine GPU., kein Militär, keine Ukase keine Täuschunst durch die Presse und den Rundfunk, — das Volk hat die Natur- Widrigkeit des kollektivistischen Systems unter solchen Schmerzen erfahren, daß esfüralleZeit von ihm kuriert ist. An dieser Naturwibrigkett wird letzten Endes auch die Gottlosenbewegung scheitern. Zwar ist die russische Jugend von ihr erfaßt, aber auch dort bricht sich allen Gegen- bemühunaen der Sowjetbehörden zum Trotz die Erkenntnis Bahn, daß es einen Gott gibt. Der russische Staat befindet sich in einer schweren Krise, er hat außenpolitisch in letzter Zeit Schlappe auf Schlappe erlitten, er braucht wie jede Diktatur seine ganze Macht fürs Innere, er ist gewiß friedliebend, weil ihm zum Kriegführen nicht die Waffen, aber die Kräfte fehlen. Wir Deutschen tun gut daran, zwar mit der Sowjetregierung korrekte Beziehungen zu pflegen, uns jedoch wirtschaftlich nicht zu stark zu engagieren, wozu um so weniger Veranlassung zur Zeit besteht, da unser Erport dahin fast ganz zum Stillstand gekommen ist. Ueberlaffen wir es ruhig anderen Volkern in Rußland Geld anzulegen — sie sehen davon wenig wieder. Vor der Auswanderung dahin kann gar nicht dringend genug gewarnt werden, selbst bei scheinbar glänzenden Angeboten.
sale verhängt worden. Wir, die wir in dieser ewig bedrohten .Ferzlage unseres Erdteils leben, müssen uns die Aktivität immer erhalten. Die Erziehung zum Nationalismus und Sozialismus kann nicht früh genug einsetzen.
Ich mochte hier auch einiges über die berufstätige Frau sagen. Wir wissen, daß grundsätzlich Bereitschaft besteht, die Frauen an allen maßgebenden Stellen auf den ihr wesenseigenen Gebieten heran- zuziehen. Wenn das bisher nicht im großen Maße geschah, so lag das an uns und nicht an der nationalsozialistischen Führung. Die ganze Berusstätig- kett der Frau wird einem anderen Sinn unterstellt werden. Während auch die ^Berufstätigkeit der Frau in der Zeit des Liberalismus nur als Erweiterung der eigenen Persönlichkeit betrachtet wurde, erfährt sie im Nationalsozialismus eine grundsätzlich neue Bewertung, indem sie von dem (Gesichtspunkte des Dienstes am Ganzen bewertet wird. Es wird nicht mehr mr Sinn für die berufstätige Frau sein, ihr eigenes Sein durch Ausübung ihr wesensfremder Berufe zur Darstellung zu bringen. Die Frauen wer- den nicht gewaltsam aus den Berufen herausgedrängt, ich halte das für eine Erziehungsausgabe. Wenn die ganze weibliche Jugend so erzogen wird, daß sie sich nicht mehr aus krankhaftem Ehrgeiz nach ihr wesensfremden Berufen drängt, dann wird aus den Berufen die Berufung. Wenn eine Frau die tiefe Berufung hat, Aerztin zu werden, dann soll sie Aerztin roerben. Es soll jeder Frau die Möglich- feit gegeben werden, das zur Gestaltung zu bringen, was in ihr liegt. Es wird sich da vor allen Dingen um Berufe pflegender, sozialer und erziehender Natur handeln, einschließlich der Berufe, zu denen eine grundsätzliche akademisch» Vorbildung notwendig ist. Es ist oft die Frage an mich gerichtet worden, ob die Frau das Richteramt ausüben soll. Sie wissen, daß von der Partei die Parole ausgegeben worden ist, daß der Mann Richter ist, die Frau Schossin sein rann. Man hat diese Einstellung als unrichtig bezeichnet. Ich habe über diese Dinge viel nachgedacht und habe gesunden, daß diese Lösung durchaus richtig ist. Was wir bisher in Deutschland an weiblicher Richtertätigkeit gehabt haben, hat im allgemeinen au jenem Liberalismus in der Justiz geführt, aus Dem heraus man nicht mehr harte Urteile fällen konnte, und alles mit Komplexen und erblicher Belastung zu erklären suchte. Es wird auch immer wie- der ein Zug der Frau fein, das Persönliche, bas Mitteib in ben Vorbergrunb zu stellen. Aber biescs Mitleib barf für bas Gerichtsurteil nicht ausschlag- gebenb sein. Damit soll die Frau aus dem Justiz- wcsen nicht ausgeschaltet werden, sie hat als Schöffin die Möglichkeit, auch mit ihrer Einstellung an das Ohr des Richters zu gelanqen.
Die soziale Arbeit wurde bisher von einem falschen Gesichtspunkt aus angefaßt. Man hat nur ben einzelnen Kranken gesehen. Man hat auch bei ben Krankenkassen vieles nach der Möglichkeit bes „interessanten Falles" beurteilt. Die ganze soziale Arbeit muß mehr barauf eingestellt werben, Krankheiten zu verhüten. Wir müssen, wenn cs auch manchmal hart ist, roieber bazu kommen, lieber einzelne unheilbare Kranke fallen zu lassen, als au» zugeben, baß bas ganze Volk verseucht wirb. All biefe Ausgaben, bie ich hier kurz skizziert habe, können nur getragen werben von einer neuen Frauenbewegung, beren Ursprungserlebnis der Na- tionalsozialismus ist. Führen können bei uns keine Halbjübinnen unb Demokratinnen, sondern Frauen, bie blutsmäßig und schicksalhaft unter dem Gesetz bes beutschen Volkes stehen. Wir müssen bafür sorgen, daß unsere Bewegung sauber bleibt unb ganz von unserem Geist aus gestaltet wirb. Das bedeutet auch eine Umorientierung der bisherigen „gnädigen Frau", die auf Nachmittagstee über soziale Fragen diskutierte, und zu Hause ihr Dienstmädchen schika- vierte. Es ist eine Tatsache, daß der Klassenkampf nicht von unten, sondern von oben kam. Die neue Frauenbewegung wird von einem Faktor bestimmt werden, den es, soviel ich weiß, bisher nur im geringen Maße gegeben hat, das ist die Kameradschaft untereinander. Ich werde gegen alles rücksichtslos vorgehen, was die Bewegung innerlich schwächt und untergräbt. Wir müssen ganz groß und fest daftehev, um durch unser Sein die anderen mitheranziehen zu können, damit aus der bis jetzt häufig nur formalen Gleichschaltung die innere Gleichgerichtetheit erwächst. Die Aufgabe, die wir haben, ist die Substanz unseres Volkes gesund zu erhalten, und ich will ganz kurz die Arbeitsgebiete skizzieren, die ich noch vor uns sehe. Dor allen Dingen wesentlich ist eine
Wer über den Gotthard einfährt, bleibt immer auf einer autostrada, d. h. einer geteerten ober asphaltierten Straße, die zum Reh der pavimenta- zioni gehört. Wer vom Brenner herunterkommt, glaubt naturgemäß am sichersten zu gehen oder vielmehr zu rasen, wenn er auf der direkten, der Luftlinie entsprechenden Straße bleibt. IrrtumI Man darf nicht über Mantua und von dort nach Modena fahren, sondern muß zuerst nach Verona und dort nach Rogara fragen, das zwischen Mantua und Padua liegt. Dann hat man Die strada asfaltata (es ist zweckmäßig, sich den Ausdruck zu merken). Die änderet! Straßen sind nur geschottert und bei dem Makadamsystem weiß man nie, öl!» I n« Last.


