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Die Sleuersteiheil für Ersatzbeschaffungen
1.
au dem Taschentuch, das sein Blut auf dem Kapitol । durchtränkte. Man sieht seinen alten Rcdaktions- I
2.
3.
Aus der Provinzialhaupistadi
er und immer
seine Freunde
Schritt weiter
Ernst Bluinschein-
lien);
von den beweglichen Gegenständen des An- laqekapitals die Tiere (lebendes Inventar);
alle Rechte (Patente usw.).
gefangen von etwas verblaßten, doch erstaunlich gut erhaltenen Bildern simpler Dorfphotographen, bis
erfass verübt. Der 3et von feinen Käme. w°r. mürbe während Men unb am Fuß Aus Geislingen ge« ater sind noch unbe« ien ausgenommen.
Cannes zum lobe
* Eine Achtzigjährige. Frau Marie Sommerlab Wwe., Asterweg 25, begeht am morgigen Samstag ihren 80. Geburtstag.
** Eine Zweiundachtzigjährige. Frau Elise ch e n d r i ch, Wwe., Kaiserallee 2, kann am heutigen Freitag ihren 82. Geburtstag feiern.
** Donnerstag der heiße sie Tag feit vier Jahren. Die Hundstage haben uns am Donnerstag den ersten Hitzerekord gebracht: Mit -34,2 Grad im Schatten wurde ein „Gluttag" erreicht, wie er seit 1929 nicht zu verzeichnen gewesen ist. Diese Hitze soll auch noch in den nächsten Tagen anhalten. Glücklicherweise bringen die Nächte Erquickung, denn ie kühlen sich teilweise bis zu 12,8 Grad ab.
** Preußisch-Süddeutsche Klassen- l o t t e r i e. Die Erneuerung der Lose zu dieser Hauptziehung hat planmäßig spätestens bis zum 1. August, 18 Uhr, bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie-Einnahme zu geschehen. Die Beachtung dieser Frist wird besonders in der jetzigen Reisezeit zur Vermeidung von Nachteilen dringend empfohlen.
** Sonntagsrückfahrkarten auf der Butzba ch—L ich e r Eisenbahn nach Bad- Nauheim. Aus Anlaß der in Dad-Nauheim stattfindenden bienenwirtschaftlichen Ausstellung werden von den Bahnhöfen der Strecke Lich-Süd— Steinfurth die bestehenden, sonst nur an Sonntagen gültigen verbilligten Ausflugskarten nach Bad -Nauheim-Nord mit einer verlängerten Geltungsdauer, und zwar vom 29. Juli 0 Uhr bis 31. Juli 24 Uhr, ausgegeben.
Zwei bedeutungsvolle Stätten aus der Lebensgeschichte des Duce. — Oben: Das einfache Haus m Pre- dappio in dem Mussolini am 29. Juli 1883 das Licht der Welt erblickte. — Unten: Der Palazzo Venezia in Rom, von dem aus Mussolini seit zehn Jahren die Geschicke Italiens lenkt.
formt, alle Keime seiner späteren Entwicklung seien schon damals in ihm gelegen.
Nein, ein Musterknabe war er niemals.
Er ist keine Regelnatur, kein Herdenwescn, kein Bürokrat. Er findet die Welt überall schlecht eingerichtet, verbesserungsbedürftig, und sich selber dazu berufen, sie besser zu machen. Das können die andern nicht leiden. Sie sind mit dem Spott schnell zur Hand. Nur beim Erfolgreichen heißt man's eben Selbstbewußtsein, sonst — Einbildung, Größenwahn. Der junge Mussolini muß es als Dorfschullehrer, als Volksredner, als Taglöhner und Student und roter Parteigenosse erfahren. Mit zwanzig macht er schon in hoher Politik, sitzt mit Russen zu«
Eine weitere Verordnung, die sich mit den Gebühren der amtlich anerkannten Sachverständigen im Kraftfahrwesen besaßt, ist in Vorbereitung. Auch diese Gebühren sollen wesentlich gesenkt werden.
’4*ornotnni.
— Tageskalender für Freitag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wege zur guten Ehe".
chi fällte in bem Pro« Dienstknechl Lorenz er im Mm b. Ä. ben mordet hatte, fob gte Lorenz Echriefer ns des Mordes zur ßerbem zu zwei M« Derbrechens her fort« lehung unb Aderten« echte auf Lebensbauer, brach der Angeklagte
i Berlin.
gen Flug, her Gilt) rita führte, kehrte wieder nach Berlin if dem lempeffiorer enge von geladenen gefunden. Den Flug- e LchauMger. Wch renn unter ben Mn- nd des Horst-Mel« ,ab sich zu der Ebren- benten des Aero-Klubs Danach wurde Elli) iphon geführt, wo sie ar Worte sprach. Sie i Berlin verlassen. 2er : in die ehemals deut« )ie sie sagen zu können itschen in Afrika alle Ran werde später au- as sie von ihrem Afrika« Einzelheiten über ihren
Endgültige Wahl der Darmstädter Stadtverwaltung.
Darmstadt, 27.3uü. (WER.) 3n Anwesenheit von 21 Stadtratsmitgliedern, darunter sechs früheren bürgerlichen, wurde heute die kommissarische Stadtverwaltung — Dr. Muller, Haug und Diplomingenieur Kopp - einstimmig und endgültig gewählt. Provinzialdirektor Dr- Gebhardt führte darauf die Herren in ihr Amt ein- Der Führer der ASDAP.-Stadtratsfraktion, Abt, schmückte den neuen Oberbürgermeister Dr- Müller mit der Amtskctte. Die Aeugewählten legten dann in kurzen Worten das Gelöbnis ab, im Sinne des Rationalsozialismus zum Wohle der Stadt zu wirken. Der gemeinsame Gesang des Horst- Wessel-Liedes beschloß den Akt.
Oberbürgermeister Dr. Müller steht im 38. Lebensjahr und kommt aus der höheren Finanzlaufbahn. Er stammt aus Bayern, war Kriegsfreiwilliger und ging als Offizier trotz schwerer Verwundung wieder ins Feld. Aach seinem Studium war er seit 1923 Finanzamts- leiter in verschiedenen hessischen Landstädten, zuletzt Aegierungsrat in Alsfeld. Don dort berief die Reichsregierung den langjährigen Vorkämpfer des Aationalsozialismus in den entscheidenden Märztagen dieses 3ahres zum Träger der vollziehenden Gewalt in Hessen. Kurze Zeit leitete Dr. Müller dann das hessische 3nnenministerium, bis ihm die Verwaltung der Stadt Darmstadt kommissarisch übertragen wurde.
sammen und verzehrt jeden Morgen zum Frühstück einen fetten Bourgeois. Bald findet häufiger Gelegenheit und Muße, an
zu schreiben: „Das Gefängnis ist ein überaus angenehmer Aufenthalt . ."
n steifen FiM des imnisfchvere HeMs met in denen dereinst 1 und Tempel lM«
fchreibtisch, seinen Revolver darauf, fein Wasserglas. Alles wie in einem Garibaldimufeum oder in der Nelsonausstellung. Nur daß der Heros, der Volksheld nicht stückchenweise hinter Glas und Rahmen liegt, sondern frisch und munter davorsteht.
Er wirft einen Blick auf die Kolossalstatue, unter der nur drei überkolossalc Buchstaben stehen: DUX. Dann hält er schweigend die Totenwacht im Rund- raum seiner Gefallenen, hebt den Arm zum römischen Gruß und begibt sich wieder, hinaustretend in die harte Sonne Roms, an die Arbeit. Ein Mann von heute.
In berühmten Ahnengalerien kommt uns manchmal der Wunsch an, der große Feldherr, der legendäre Führer eines Volkes möge, einen Augenblick nur, heraustreten aus dem goldenen Rahmen, damit er in Fleisch und Blut vor unser Auge trete und zeige, ob er dem Bildnis entspricht, das wir von »hm in der Seele tragen. Mussolini kann das. Und es ist sonderbar, zuweilen fühlen wir das, daß wir mit ihm sprechen und die Hand in die seine legen können, ohne durch Jenseitskälte erschüttert zu werden.
Es ist niemand auf dieser Erde, der damals vor fünfzig Jahren, als die Sonne ins Zeichen des Löwen trat und dem Anarchisten Alessandro in dem armseligen Fiebernest der Romagna, in Pre- dappio, ein Sohn geboren wurde, die Gloriole Roms geahnt hätte, die diesem Elendskind von einem unberechenbaren Schicksal vorbehalten war. Ein Kind, wie alle; Makkaroni und Polenta, Malaria und Hunger sein Leben, sein Los. Wer aus einer solchen Volksschicht kam, der blieb auch darin; die vier Kupferstücke, die er mit sechszehnstündiger Arbeit täglich verdiente, reichten nur aus, um den hoffnungslosen Jammer zu vererben. Alle waren Anarchisten, Kommunisten, Sozialisten. Das Leben war nicht wert, gelebt zu werden; die Erde, die es nährte, gebührt ein Fußtritt, nicht mehr. __
Nach der Familienphotographie das übliche Schulbild: fünf oder sechs Reihen von Köpfen, die wie Nummern oder aneinandergereihtc Hüte aussehen, einer wie der andere. Und doch lohnt es sich manchmal, solche Schulbilder genauer anzusehen. In Weiden, von dem auch viele nicht wissen werden, wo es liegt, ist mir einmal eines in die Hand gefallen und ich deutele auf einen Kopf und fragte, was wohl aus dem geworden wäre. Das ist der Reger- max, sagten sie, der Musiker. Aus dem Klassenbild der Ausstellung sticht auch so ein eigensinniger Kops heraus, die Äugen haben jenen herrischen, eingebildeten, sinnlosen Stolz und Trotz, wie man ihn oft bei italienischen Vorstadtjungen findet, und das Kinn ist herausfordernd hochgcworfen. Der kleine Benito! Zum Lächeln.
Am ersten bereit zu lächeln waren Vater und Mutter. Vater Schmied freilich, dem Hand und Hosengurt locker saßen, fing lieber gleichen erziehen an: schon um die Wiege Benitos flogen Funken und Flüche, als der Knirps zu laufen anfing, lehrte man ihn die Vendetta als oberstes Gebot. Nie etwas einstecken, immer gleich Rache nehmen, besser schon vorher zuschlagen! Und als man den Jungen in die Erziehungsanstalt brachte, traf er mit verbundener Hand ein, denn der Äbschiedshieb, den er einem Kameraden geben wollte, war fehl und an die Mauer gegangen. Schwarz wie die Hölle sei sein Gewissen, gab der Rektor bald zu verstehen, auf Steinen und Maiskörnern mußte Der widerspenstige Zögling knien, er war damals schon eine Beute seiner aufrührerischen, dunklen Triebe. Als sie ihn zur Beichte schickten, verweigert er sie. Und wie sogt Musiolini selber von jener düsteren Kindhett und verhangenen Jugendseele? Damals habe er sich ge-
Ein Mann wandert durch feine Geschichte
Zum 50. Geburtstage Mussolinis am 29. Juli.
Don Dr. Gustav W. Eberlein, Rom.
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6. Fernsprechanlagen, Rundfunkapporate, Kla- viere und Spielwerke;
7. alle Einrichtungsgegenstände in Büroräumen, Verkaufsräumen, Lagerräumen und Ausstel- lungsräumen, Z. B.: Schränke, Tische, Stühle und Regale aller Art, Teppiche, Fuhboden- belag, Einrichtungsgegenstände für Unter- kunfts« und Erholungsräume von Angestellten und Arbeitern,
8. alle in ein Schiff eingebauten Maschinen, Ge- rate usw. und alles dem Schiff dienende Inventar. Das Schiff als solches gilt nicht als bewegliches Anlagekapital im Sinn des Gesetzes; es steht den Gebäuden und baulichen Anlagen gleich;
9. Backöfen, Rostöfen, Heizungsanlagen, Entlüf- tungsanlagen und ähnliche Anlagen;
10. Feuerlöfchapparate und ähnliche Einrichtungen.
Die Abgrenzung der Maschinen, Geräte und ähnlichen Gegenständen des beweglichen Anlage- fapitals von den Gebäuden und baulichen Anlagen, die nicht als Ersatzgegenstände im Sinn des Gesetzes in Betracht kommen, wird nicht immer leicht fein. Alles, was das Ergebnis von Hochbauarbeiten und Tiefbauarbeiten ist, wird grundsätzlich nicht als beweglicher Gegenstand des Anlagekapitals anzusehen sein. Hier ist insbesondere an Maschinengebäude, Bürogebäude, Drainageanlagen, 'ffiegeanla- gen u. dgl. gedacht. Alle diese sind nicht Anlage- gegenftänoe im Sinn des Gesetzes. Oft wird ein Gegenstand Des Anlagekapitals zum Teil das Ergebnis von Hochbau und Tiefbau, zum Teil das Ergebnis der Maschinenindustrie oder Dgl. sein, so zum Beispiel bei ortsfesten Maschinen (Dampfkesseln u. Dgl.), bei Personenaufzügen unb bei Last- aufzügen. Die mit Dem GrunD unb BoDen, ober mit bem Gebäube so fest oerbunben sind. Daß sie als wesentliche Bestanbteile Des Grunbstücks anzusehen finb. Hier erstreckt sich bie Steuerfreiheit nur auf bic eigentlichen Maschinen einschließlich etwaiger Montagekosten. Soweit herüber hinaus Hochbauten unb Tiefbauten für die Aufstellung erforber- üch geworben finb, finben bie Vorschriften bes Ge- setzes über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen nicht Anwendung. Die dafür entstandenen Kosten müssen, soweit sie nicht als laufende Betriebsaus- gaben voll abgesetzt werden können, aktiviert und im Abschreibungsoerfahren auf die Jahre der Nutzung verteilt werden. Bei der Gelegenheit fei allerdings auf § 1 des Gesetzes über Steuererleichterungen vorn 15. Juli 1933 (Steuerermäßigung für Instandsetzungen und Ergänzungen an Be- triebsgebäuben) hingewiesen, wonach auch Jnstanb- sctzungen und Ergänzungen an Betriebsgebäuben steuerlich begünstigt finb.
Die Steuerfreiheit nach bem „Gesetz über Steuerfreiheit für Erfatzbefchaffun- « e n" erstreckt sich bem Gesetz gemäß auf „Maschinen, Geräte unb ähnliche Gegenstände des gewerb- lichen ober lanbroirtschastlichen Anlagekapitals". Unter „ähnlichen" ©egenftänben in biefem Sinn iinb „sonstige" Gegenstände bes gewerblichen ober lanbwirtschaftlichen Anlagekapitals gemeint. Die Steuerfreiheit erstreckt sich auf alle beweglichen körperlichen ©egenftänbe (Mobilien) des Anlage- fapitals, einerlei, ob sie felbftänbige Gegenstände ober Teile von selbständigen Gegenständen sind.
Als bewegliche Gegenstände im Sinn des Gesetzes gelten auch alle Maschinen, Geräte usw., bie mit bem Grund unb Boben ober mit Dem Gebäude so fest verbunden sind, daß sie nach ben Vorschriften bes bürgerlichen Rechts als wesentliche Bestanbteile bes Grunbstücks ober des Gebäudes anzusehen sind. Als Gegenstände im Sinn des Gesetzes kommen zum Beispiel Die folgenDen in betracht:
1. Maschinen, Kessel, Apparate, Werkzeuge und mechanische Vorrichtungen ieol^cher Art, ohne Rücksicht Darauf, ob sie bet — Tagung, der Be- arbeitung oder der Verwaltung Dienen. Zu den Gegenständen, die der Erzeugung oder Der Bearbeitung Dienen, gehören nicht nur Fabrika- tionsmafchinen usw, sondern selbstverständlich auch landwirtschaftliche Maschinen und Vor- richtungen, wie z. B. Düngemaschinen, Sämaschinen, Pflanzmaschinen, Erntemaschinen, Dreschmaschinen, Milchentrahmungsmaschinen u. Dgl. Zu ben Maschinen unb mechanischen Vorrichtungen, bic Der Verwaltung Dienen, gehören beispielsweise Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Registrierkassen usw.;
2. beim Druckereigewerbe auch Buchbrucklettern, Messinglinien u. Dgl.;
3. Zugmaschinen, Traktoren einschl. Anhänge- wagen;
4. Fahrzeuge aller Art, zum Fahren auf Schienen ober nicht, in Verbinbung mit Antrieb- Maschinen oder nicht, zum Beispiel Lastkraftwagen, Personenkraftwagen, Krafträber, Fahr- räber u. bgl;
5. Röntgenapparate, Diathermieapparate, Sauerstoffapparate, Anlagen für mebizinische Bäder u. bgl.-
en 'n öer bayrischen
^.s'e begrüßte.- «raunen
eine neue errichten.
So überrascht ihn der Krieg. An dieser Ecke an- gelangt, versuchen faschistische Höflinge immer wieder, Den berühmten Gesinnungswechsel des sozialistischen Parteiführers, Der sich mit Heftigkeit gegen Dir Teilnahme Italiens am Kriege wanDte, durch psychologische Kniffe abzuschwächen unb bic Tatsache, baß er plötzlich stürmisch sorberte, was er gestern oerbammtc, durch bie Unterstellung zu rechtfertigen, er sei Damals im Grunbe eben schon Nationalist gewesen. Das ist unrichtig. Mussolini würbe aus ber roten Partei hinausgeschmissen, weil er bie Jntenvention zugunsten Der Entente verlangte, ja; aber er verlangte sie, weil er im Grunbe revolutionärer war als bie schon verbürgerlichte Sozialdemokratie, weil er hoffte, der Krieg werde den Zusammenbruch herbeiführen und Damit über die Trümmer Der Monarchie hinweg Den Weg frei machen zum sozialistischen Staate.
Er lehnt sich auf gegen Die Regierung, die ihm nicht kriegerisch genug ist. Zur gleichen Zeit, als in Deutschland jene berüchtigte Friedensresolution zusammengebraut wurde, die zur Niederlage führen mußte, schreibt der Mann im Schützengraben nach Rom: „Herr Abgeordneter Orlando, es ist Krieg! Es heißt also siegen um jeden Preis! Es darf kein Mitleid geben für ben, der ber bewaffneten Nation ben Dolch in ben Rücken stoßen möchte!" Unb Italien finbet sich nach der furchtbaren Katastrophe bei Karsreit wieder an der Piave.
Der Duce wandert weiter und kommt in ben Saal bes Nachkrieges. Die fessellose rote Bestie rast durch die Straßen, fällt bie Kriegsoerwundeten an, zerrt bie Fahne bes Vaterlanbes in den Dreck. Handel und Wandel stocken. Streik über Streik. Mussolini, ber seine Kampfgenossen um sich geschart, bie ersten schwarzen Fähnlein gesammelt hat, trifft sich mit d ' Annunzio , der gegen ben Willen ber eigenen Regierung, gegen bie jzriebenskonferenz, gegen alle Verträge Fiume besetzt.
Unb ein neues Jahr geht auf, ein neuer Saal: 1921. Rot und Schwarz prallen zusammen, die Zeiten der Guelfen unb Ghibellinen scheinen roieber» gekehrt. Jeber Sonntag bebedt bie Straßen mit Leichen. Aber Mussolini, ber Führer ber Schwarz- hemben, faßt Fuß, eine rote Gewerkschaft nach ber anberen kracht zusammen, bie Faschisten stoßen zu Strafefpebitionen vor, die Regierung krankt am Parlamentarismus, der sich unfähig zeigt, Haltung einzunehmen.
1922: Musiolini bekommt die Lebensstränge bes' Staates in bie Hanb, bie Eisenbahnen, er setzt Präfekten ein unb ab, wie es ihm gefällt. Er wendet bas Gesicht gegen ben morschen Staat, bie Augen nach Rom. Rom ober ben Tob! Seine Getreuen schreiben es über den grinsenden Totenschädel auf den schwarzen Fez. Die Legionen sammeln sich unter dem Trutzlied ber Giovinezza, der Jugend. „Entweder gibt man uns bie Regierung ober mir nehmen sie uns mit Gewalt!"
Unb Rom fällt, bevor es erobert werden mußte I Der König öffnet ben Freischaren die Tore, l Ewiva il Re! Aus dem Ministerpräsidenten wird
Wenn Mussolini bie Ausstellung der faschistischen Revolution besucht — unb er tut dos öfters — bann wandert er durch seine Geschichte. Er blättert in dem Buche, bas er selbst geschrieben hat; er sieht bie historischen 'Begebenheiten, beren Urheber er war; er geht in feinen eigenen Fußtapfen rückwärts burch fein eigenes Leben. Geschichtliche Größe umwittert ihn, ben Lebenden, den jungen Mann von fünfzig Jahren.
Da ist ein Raum voll Mussolini-Reliquien: an»
Reisende Saaten
lieber ben Felbern flimmert bas Sonnenlicht in unzähligen Spiegelungen. Noch ist saftiges Grün barunter,.das fick) bis zu fahlem Strohgelb stuft. Hier find die Säfte, die aus dem Boden in die Halme strömen, noch in vollem Fluß, um die nährende Kraft der Erbe in ben Aehren unb Körnern zu In- halt unb Kern werben zu lassen, ber unter ben raun- berroirtenben Strahlen der sommerheißen Sonne zur Reife gedeihen soll, wenn er nicht zuvor durch Die Unbill der Witterung in lobreife verkümmert, ober, burch Hagelfchlaa an ben Boben geworfen, ein zweites nutzloses Wachstum beginnt, ©erabe :n ben Tagen ber reifenben Saaten sinb bie Stunben bes Lanbwirts, dem seiner Mühe Lohn schon nahe scheint, von der bangen Sorge erfüllt, die ihn vom Saatkorn bis zum schwankenden Erntewagen wie ein Schatten zur Seite geht.
Dort mögen die Halme im Morgenwind mit prallen Aehrenkolben müde hin und her, wie ein Wcm- berer über bie Lcmbstraße schwankt, besten Rücken ein gewichtiges Bünbel brückt. Ein Knistern ist in biefem Branben, ein Raunen von Stengel zu Stengel, wenn sie sich zuneigen, nicht anbers, als fühlten sie zitternb bas balbige Nahen der züngelnden Messer und Sensen und suchten beieinander Schutz unb Trost vor dem unentrinnbaren Schicksal, bas im täglichen 'Brot auch unser Schicksal rnitbestimmen soll. Blaue Kornblumen, bie weißen Blütensterne ber Margeritten unb Kamillen unb klatschroter Mohn wiegen sich im Tanze mit, ber unter bem Ernte- kranz sein Enbe finben wirb
Reifenbe Saaten finb Sinnbilber auch bes menschlichen Seins, in bem bie Accker der Arbeit von den Halmen ber Hoffnung bestanden sind, an denen die Aehren des Erfolges heranreifen sollen. Mögen auch Mißerfolge Gewordenes eine Weile in Frage stellen und Den Willen zum Ziel für eine kurze Spanne entmutigt beugen, wenn das Saatgut, aus dem der Tätige und die Tat gewachsen sind, einen unverdorbenen Kern hatte, bann wirb sich, wie beim starken Halm, auch ber feste Wille roieber aufrichten unb Den Weizen zur Vollreife bringen, in dessen Aehren fein Mühen goldene Früchte ber Zufriebenheit^birgt.
Anweisung an die post zu strengster Devisenkontrolle
Wie bas Dbz.-Bureau meldet, bringt Der Reichspostminister jetzt seiner 'Berroaltung in einem längeren Erlaß bie postalischenMaßnahmen zur Kenntnis, Die sich aus Der gemelbeten 5. Verorb- nung zur Durchführung ber Verorbnung über bie Devisenbewirtschaftung ergeben. Der Minister betont, baß in 'Anbetracht ber ernsten Devisenlage und der erhöhten Gefahr von unerlaubten Kapital- Verschiebungen ins Ausland ben Postanstalten e r - neut bringenb zur Pflicht gemacht werbe, bevisenrechtlichen Verstoßen im Postverkehr mit bem Ausland größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Amtsoor- sicher und Aufsichtsbeamten haben dauernd bie gewissenhafte Durchführung ber über bie Devisen- bewirtschasiung erlassenen Bestimmungen zu überwachen unb insbesonberc regelmäßig auf bas Personal belehrend einzuwirken.
Senkung der Gebühren im Kraftsahrzeugverkehr.
Der Reichsverkehrs mini st er hat entsprechend seiner Zusage, die Gebühren im Kraftfahrzeug- verkehr zu senken, Dem Reichsrat den Entwurf einer Gebührenordnung für behördliche Maßnahmen im Kraftfahrzeugoerkehr zugehen lassen, hiernach sollen besonders die Sätze für Die Zulastung von Kraftfahrzeugen und für Die Erteilung Des Führerscheins ermäßigt roerDen.
Ausgenommen von Der Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen sinD:
' alle unbeweglichen Gegenstände des Anlagekapitals, also Gebäude, bauliche Anlagen (z. B. Maschinenhallen) unb Grundstücke (Jmmobi-
Der Duce lächelt unb geht einen
auf feiner ausstellungsmäßig dokumentierten Lebensbahn, er sieht sich als Journalist unb Damit am faufenben Webstuhl der Zeit. Warum soll man nicht einmal mit der Faust hineinschlagen? Die Welt muß in Trümmer gehen, nur auf dem Chaos läßt sich


