Obecheffen
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Daten für Donnerstag, 25. Mai.
1015: Grundsteinlegung des Straßburger Münsters. — 1809: Ferdinand von Schill besetzt Strick- sund. — 1932: Admiral Franz v. Hipper in Altona- Othmarschen gest.
Neue Oberbürgermeister in Darmstadt und Mainz.
D a r m st a d t, 23. Mai. (WSN.) Die Staatspressestelle teilt mit: Der hessische Ministerpräsident und Staatsminister Dr. Werner hat am 23. Mai den Landtagspräsidenten und Stagtsminister a. D. Dr. Heinrich M ü l l e r mit sofortiger Wirkung zum kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt und den bisherigen kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Dr. Barth zum kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt Mainz ernannt.
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brachte den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1932 heraus. Dem Bericht ist zu entnehmen: Die Spareinlagen haben ihren Stand gegen das Vorjahr trotz zahlreicher Abhebungen behauptet. Alle an die Kasse gestellten Ansprüche wurden ohne Schwierigkeit erfüllt. Auch die Einlagen in laufender Rechnung haben sich nur unwesentlich vermindert. Es war möglich, die Darlehns- und Kreditgewährungen wieder aufzunehmen, allerdings nur in kleinem Umfang. Betriebsrücklagen und Reserven haben sich vermehrt. Für etwaige Risiken in den Außenständen ist außerdem in laufende Rechnung eine ansehnliche stille Reserve vorhanden Die Mitgliederzahl betrug am Beginn des Geschäftsjahres 285. Durch einige Sterbefälle und Kündigungen sank sie im Laufe des Jahres auf 269. Die Haftsumme beträgt für jedes Mitglied 2000 Mk., mithin für 269 Mitglieder 538 000 Mark. Es wird angestrebt, die Haftsumme in der diesjährigen Generalversammlung auf 500 Mk. herabzusehen. Die Sollzinsen wurden gegen das Jahr 1931 um 2,50 Prozent gesenkt, die Habenzinsen nach Maßgabe der erlassenen gesetzlichen Bestimmungen. Durch Ablauf ihrer Wahlzeit scheiden aus dem Vorstand die Herren Konrad Becker und Georg Kornmann, aus dem Aufsichtsrat die Herren Adam Reitz II. und August Otto.
Kreis Lauterbach.
A Lauterbach, 23. Mai. Gestern vormittag ereignete sich hier in der Obergasse ein Berke h r s u n f a l l. Ein Radfahrer aus Maar, der die steil abfallende Straße — Cent in ziemlich raschem Tempo hinabfuhr und verkehrswidrig die linke Straßenseite einhielt, fuhr eine die Straße überquerende Frau heftig an, daß diese blutüberströmt auf der Straße liegen blieb. Die bedauernswerte Verunglückte mußte bewußtlos ins Krankenhaus gebracht werden, sie hat einen Schädelbruch und eine Beinverletzung erlitten.
Zum Dank für das Erreichte, so verkündigte Bürgermeister Preis, hat man den Gründer und ständigen Leiter des Vereins, Dekan Gußrnann, zum Ehrenvorsitzenden ernannt und sein vergrößertes Bild in der Kleinkinderschule aufge- hängt. Die noch lebenden Gründer und aktiven Vor- standsmitglieder, Rechner Wilhelm A l b a ch, Arbei- ter Eberhard Kümmel, Bahnarbeiter Mohr III., Wagner L. Dort II. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Am Schlüsse des Abends dankte der Vorsitzende des Vereins mit kurzen herzlichen Worten für die verständnisvolle, treue Mitarbeit, die er in der Gemeinde gefunden und ohne die er nichts hätte schaffen können, und sprach den Wunsch aus, daß die schöne, ideale Volksgemeinschaft, wie sie zum Besten des sozialen Wohlfahrtswerkes seither bestanden habe, auch in Zukunft erhalten bleibe.
Die ernsten Nachtwächterweisen aus dem Mittel- alter und der gemeinsame Schlußgesang von „Ach bleib mit deiner Gnade" ließen die Abendveranstaltung und den ganzen Tag, der allen Beteiliaten unvergeßlich sein wird, ernst und würdig aus- klingen. —
Liederabend und Wertungssingen des Gaues Ohm-Lumda-Tal.
.. D K es s e l b a ch , 23. Mai. Am Sonntag fand hier der L i e d e r t a g und das Wertungssin- g e n des GauesOhm-Lumda-Tal statt. Ein- geleitet wurde der Tag mit einer Morgenan- dacht am Kriegerdenkmal, bei der sämtliche Ser= eine des Bundes mit ihren Fahnen vertreten waren. Pfarrer Buhler- Londorf hielt die Andacht, wobei er auf den hohen kulturellen und seelischen Wert des Liedes und Gesangs einging. Der Gauvorsitzende
mit kurzer Ansprache einen Kranz für die im -Weltkrieg gefallenen Bundessänger nieder. Der Po- saunenchor Londorf verschönte die Feier.
Sodann bewegte sich unter Vorantritt des Posau- nenichors und der sämtlichen Bundesfahnen ein statt- lcher Zug zur Volkshalle Londorf, wo das Kritik- i n gen unter fachmännischer Beurteilung des Mu- 'kdirektors Dr. R. W e r n e r - Frankfurt ä. M. statt- and. Im Anschluß daran fand auf der geräumigen ^.Vvne der Volksholle vor den Dirigenten und den Sangern eine allgemeine Kritik durch den Wertungsrichter statt, wobei er anerkannte, daß die Organisation, Ordnung und Disziplin sehr gut seien. Auch die gesanglichen Leistungen einzelner Vereine seien auf einer sehr beachtlichen Höhe, wenn auch hier und da noch ein Verein mit geringerer Leistung aufge- treten sei. Die Arbeit, die im Gau geleistet worden sei, verdiene alles Lob und alle Anerkennung.
Am Nachmittag trat man zur öffentlichen Kundgebung auf dem Schulhof an. Unter Vorantritt des Posaunenchors Londorf, sämtliche Fahnen des Bundes an der Spitze, ging der Marsch zum Schulhofe. Unter der Stabführung des Bundeschormeisters Lehrer Dönges- Merlau erscholl zunächst der Sängergruß und als erstes Lied „Sonnenaufgang" von Cornelius. Hierauf folgte die Ansprache des Gauoorsitzenden. Er überbrachte dem Jubelver- ein zu seinem 60jährigen Bestehen die Grüße des Gaues, würdigte die Arbeit während dieser Zeit im Interesse des deutschen Liedes und des Volksgesangs, ebenso als Mitgründer die 43jährige Mitarbeit im Bunde und verband damit den Wunsch, daß der Verein auch weiter als ein lebendiges Mitglied der Sängergemeinschaft tätig sein möge. Der Redner gab dann einen kurzen Ueberblick über die Tätigkeit Des Bundes, wobei er betonte, daß des Sängers Streben dem Guten, Wahren und Schönen zu dienen habe. Gerade in der Pflege des Volksliedes würde diese Arbeit des Sängers als Dienst an Volk und Vaterland immer wertvoll sein. Der Redner schloß mit einem Treubekenntnis für die nationale Regierung, einem „Sieg-Heil" auf das deutsches Lied und das Vaterland, auf die Führer Reichspräsident von Hindenburg und Volkskanzler Adolf Hitler, in das die Sänger und Zuhörer begeistert einstimmten. Die Anwesenden fangen sodann unter Begleitung des Posaunenchors Londorf die dritte Strophe des Deutschlandliedes. Mit dem Chor „Deutschland, dir mein Vaterland" fand die Kundgebung ihren Abschluß. Die ganze Veranstaltung nahm einen würdigen und eindrucksvollen Verlaus.
Lanv:reis (Wicken.
* Heuchelheim, 24. Mai. Frau Katharina D o l k m a n n , geb. Gerner, von hier kann am heutigen Mittwoch in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 8. Geburtstag begehen.
CO Klein-Linden, 23. Mai. Am Sonntagabend hielt Professor Schl ar b (Gießen), ehemals an der Universität Petersburg, in unserer Kirche einen Lichtbildervortrag über das Thema: „Rußland einst und jetzt". Der Redner führte in anschaulichen Bildern in die Verhältnisse des früheren Rußland ein und zeigte dann auf Grund zuverlässigen Materials, die Lage im heutigen Rußland. — Die vom hiesigen evangelisch-kirchlichen Frauenver- e i n vorgenommene Geldsammlung in unserer Gemeinde für den Mütterdienst des Reichsverbands der Evangelischen Frauenhilfe ergab den Betrag von 40 Mark. Die Sammlung wurde von den Konfirmandinnen durchgeführt.
* Lang-Göns, 22. Mai. Die 11 Ej r am hiesigen Kirchturm, die aus dem Jahre 1803 stammt, und, wie aus der Inschrift hervorgeht, in Butzbach angefertigt wurde, hat vor einiger Zeit den D i e n st v e r s a g t. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß sich das Werk in denkbar schlechtestem Zustande befand. Das Zifferblatt (1,70 Meter im Durchmesser) mußte abgenommen werden, das Werk selbst war sehr verrostet, die Zeiger zum Teil abgebrochen die Lager waren nicht in Ordnung. Mit den Reparaturarbeiten wurde der hiesige Schlosser- meister Heinrich Boller IV. beauftragt. Die Herrichtung des Zifferblattes wurde dem Weißbindermeister Karl B o l l e r von hier übertragen. Dach dreiwöchiger Reparatur befindet sich nun
Rekioratsübergabe her Frankfurter Universität.
Frankfurt a.M., 23. Mai. (WER.) Die Johann-Wolfgang-Goethe-llniver- s i t ä t veranstaltete heute morgen die Rektoratsübergabe. Ilm der Feier einen ihrer Bedeutung entsprechenden Rahmen zu geben, hatte man sie im Frankfurter Opernhaus angesetzt. Unter den Gästen bemerkte man neben den Spitzen der Frankfurter Behörden und der Bürgerschaft den Obergruppenführer v. 2 a g o w mit seinem Stab, sowie zahlreiche Vertreter der Parteileitung der DSDAP. Auch der Frankfurter Polizeipräsident hatte sich zu dieser Veranstaltung eingefunden. Kurz vor Beginn der Feier erschien der Reichsstatthalter von Hessen, Sprenger, in Begleitung des Beauftragten Oberbürgermeisters Dr. Krebs in der ehemaligen Kaiferloge.
Der scheidende Rektor Professor Dr. Gerlofs bezeichnete in feiner Ansprache die heutige Rektoratsübergabe als einen Wendepunkt in der Geschichte der Frankfurter Universität. Er übergab dann dem neuen Rektor, Professor Dr. Ernst K r i e d, die Amtskette und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der neue Rektor diese Kette tragen werde zum Wohle der Frankfurter Universität und zum Wohle unseres deutschen Vaterlandes.
Der neue Rektor dankte dem scheidenden Rektor für die treue Arbeit, die er im Interesse der Universität geleistet habe. Seinen Amtskollegen drückte er seinen Dank dafür aus, daß sie ihm durch ihre einmütige Wahl zum Rektor ihr Vertrauen bekundet haben und verband damit die Ditte, ihn bei seiner künftigen Arbeit tatkräftig zu unterstützen. Unter Hinweis auf das neue Studentenrecht ging er auf die Aufgaben und Pflichten ein, die sowohl die Studentenschaft, als auch die Dozentenschaft zu erfüllen habe. Der Rektor übergab sodann dem Führer der Frankfurter Studentenschaft, Hochschulgruppenführer Müller, das neue Studentenrecht mit der Aufforderung, es zum Heil des deutschen Volkes und der deutschen Studentenschaft anzuwenden.
Prof. Dr. Krieck sprach Dann über die „Erneuerung Der Universität". Die Aufgabe Der heutigen Universität sei es, Die akademische Jugend wieder einzufügen in die Gesamtheit des schaffenden Volkes, sie wieder hineinzustellen in die Mitarbeit am Staate. Heute müsse pieber die nationalpolitische Erziehung der Jugend in den Vordergrund treten, um die Kluft zu überbrücken, die zwischen dem Aka- demikertum und dem Arbeiter bestehe.
Nack dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes nahm Hochschulgruppenführer Müller Stellung zum neuen Studentenrecht. Er gab bekannt, daß der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund Hoch- chulgruppe Frankfurt zur Stiftung einer national ozialistischen Bibiliothek an der Frankfurter Unioer- ität aufrufe, um die Grundlage zu schaffen für eine gedeihliche Entwicklung der nationalpolitischen Erziehung der Frankfurter Studentenschaft. Diese Stiftung soll den Namen des neuen Rektors der Universität tragen, nämlich Professor-Ernst» Krieck-Stiftung.
Die Feier schloß mit dem Gesang der ersten Strophe des Deutschland-Liedes.
mehr alles wieder in bester Verfassung. Zeiger, sowie Ziffern und Minutenpunkte wurden vergoldet, ferner wurden die Stunden von 13 bis 24 auf dem Zifferblatt angegeben. Die Uhr wurde dem Kirchendiener Konrad Velten zur Bedienung übertragen.
Bg Großen-Buseck, 23. Mai Am Himmel- sahrtstag wird der Kirchenchor aus Düdelsheim, dem früheren Wirkungsort unseres Geistlichen, dem hiesigen Frauenverein einen Besuch abstatten. Er wird vormittags im Gottesdienst mitwirken. Dachmittags ist ein gemütliches Zusammensein auf dem Hohen Berg unter Mitwirkung des Posaunenchors und des hiesigen Kirchenchors vorgesehen.
Kreis Büdingen.
nd. Nidda, 22. Mai. Gestern feierten hier die im Kirchspiel Nidda geborenen 50jährigen gemeinsam ein Wiedersehens- und Erinnerungsfest an ihre Konfirmation. Von den vor 36 Jahren vom verstorbenen Dekan Hof- meyer 43 Eingesegneten waren 30 erschienen. 11 sind bereits verstorben, darunter fünf als Opfer des Krieges. Die beiden fehlenden Kameraden waren durch Krankheit am Erscheinen verhindert. Die Jubilare nahmen geschlossen an dem Hauptgottesdienst teil, in dem Pfarrer Laut in seiner Predigt in herzlichen Worten auf die Festgäste Bezug nahm. Vor dem Altardienst sprach die Schülerin Milli Schneider von hier einen sinnreichen Prolog, und das Streichorchester des Musiklehrers Ackermann verschönte die kirchliche Feier durch mehrere Musikvorträge. Fräulein Werte sang das bekannte F. Rückertsche Lied: „Aus der Jugendzeit". Das gemeinsame Mittagessen und die weitere Feier fand in der „Traube" statt, wozu auch die noch hier lebenden Lehrer D o m m und G a h e r t einer Einladung ihrer ehemaligen Schüler gefolgt waren, um mit ihnen einige frohe Stunden zu verleben.
y Bad Salzhausen, 22.Mai. Hier sind in letzter Zeit mehrere B e s i tz w e ch s e l vorgekommen. Bankdirektor Deutsch in Frankfurt a. M. verkaufte seine hiesige Villa (früher Konsul Engler) nebst mehreren Grundstücken an Rundfunksprecher Paul Laven in Frankfurt a. M. Das ehemalige Gasthaus „Zur Jägersruh" erwarb Lehrer i. P. Otto Lentz in Geiß-Nidda, und Universitätsprofessor Dr. jur. Hallstein in Rockstock kaufte die schöne Villa Hunold hier.
Kreis Alsfeld.
II. Dieder-Ohmen, 23. Mai. Die Sp a r° und D arleh ens kas f e D i e der- O h men
willige Feuerwehr unserer Gemeinde Absperrung und Ordnung in dankenswerter Weise übernommen. Hier erledigten die Kleinen zur Freude der Großen ihre oft mit Humor gewürzten, schönen Spiele. Höhepunkt und Schluß: Brezelverteilung.
Der Festtag schloß mit einem Gemeinde» abend im Saalbau von L. Schäfer, der 500 Sitzplätze enthält, und überfüllt war. Hier bot neben den zwei Gesangvereinen die Schule ihr Bestes. Das einleitende Festgedicht, vorgetragen van Frl. Opper, war van unserer Lehrerin, Fräulein Schminke aedichtet und fand großen Beifall. Das „Klingelhäusl, ein frohes Spiel mit Gesang in 5 Akten, aber mit einem ernsten Hintergründe, nämlich, daß Geld allein nicht glücklich macht, wurde glänzend aufgeführt. Hier hatten Fräulein Iün - g e l, stuck, theol. Opper und Gymnasiast Henkel die Hauptrollen. Sie führten dieselben mit den übrigen Teilnehmern (Schülern) gut durch. Der Sprechchor, die Gedichte zum Muttertage, die Volks- liedszenen, das vaterländische Resgenspiel „Es muß doch Frühling werden" wurden begeistert aufgenom- men. Pie geschmackvollen und billigen Kostüme hatte die Lehrerin, Fräulein Siesers, Gießen, die talentierte und immer hilfsbereite Helferin, angefertigt. Um die ganze, viel Mühe machende Veranstaltung hat sich Lehrer Henkel, der Leiter unserer Schule, das Hauptverdienst erworben.
In einer längeren Ansprache teilte Bürgermeister Preis einiges aus der Geschichte des Vereins Kinderfreunde (E. V.) mit. Er wurde auf Veranlassung von Pfarrer G u ß m a n n , Kirchberg, bereits im Jahre 1900 mit 34 Mitgliedern ins Leben gerufen. Aber erst nach achtjähriger, mühsamer Vorarbeit war man soweit, daß im Sommer 1908 der Kinderhort eröffnet werden konnte. Die Anstalt ist seitdem der Gemeinde ans Herz gewachsen, und nachdem vor drei Jahren der Verein durch Anstellung einer zweiten Schwester die Gemeinde- krankenpflege angegliedert hat, ist die ganze Gemeinde in dem Wohlfahrtsverein organisiert.
y. Daubringen, 21.Mai. Heute fand, von herrlichem Wetter begünstigt, unter Teilnahme der ganzen Gemeinde und vieler Gäste der Umgegend das25jährigeJubiläumunsererKlein- kinderschule statt. Die Häuser im Tannen- und Maiengrün, die vielen Fahnen schwarzweißrot und Hakenkreuzfahnen boten ein herrliches, farbenfrohes Bild. 24 Schwestern des Diakoniffenhaufes Nonnenweier, das unsere Anstalt betreut, fanden sich schon gestern (Samstag) Nachmittag zu gewohnten Schwe- sternkonferenz ein. Sie wurden mit den vielen, übrigen Gästen, die der heutige Festtag herbeiführte, in den gastlichen Familien unserer Gemeinde gerne aufgenommen.
Der heutige Tag wurde mit einem stimmungsvollen Waldgottesdienst, direkt am Ausgang des Ortes, begonnen. Die beiden hiesigen Gesangvereine beteiligten sich, wie am Gemeindeabend, mit sehr schönen, passenden Chören. An Stelle des durch Krankheit verhinderten Festpredigers, Pfarrer B e n d e r, Nonnenweier, hielt Dekan Gußmann, Kirchberg, die Festpredigt. Ein Höhepunkt für die feiernde Gemeinde war es, als am Schlüsse des Gottesdienstes die festlich geschmückten Kleinen unter Führung von Schwester Betty und anderen und unter Klängen des Posaunenchores aus Treis a. d. ßöa. heranmarschierten und im frohen Wechselgesang mit der anwesenden Schwesternschar ihr kindliches Loblied erklingen ließen. Genannter Polaunenchor hat durch reine Begleitung der Gesänge und mittags durch ein Platzkonzert, bei dem auch vaterländische Weisen erschallten, großen, dankbaren Beifall gefunden.
An dem Festzuge nachmittags beteiligten sich außer der Kmderschule aeschlossen die Volksschule, unter Führung ihrer Lehrkräfte, der Vorstand der Kmderschule, der neue Ortsvorstand in SA.-Uni- form, Evang. Frauenoerein und viele Gemeindeglieder. Auf dem sehr großen Hofe der neuen öd)ule, wo ßtnöenbäume Schatten spenden und Banke für die Alten bereitstanden, hatte die Frei
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