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GießenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Der Führer Adolf Hiller spricht in München.
Eine große Rede des Kanzlers vor der nalionalfoz-alistischen Führerschaft.
München. 22. April. (XU.) Die Reichs-- Pressestelle der RSDAP. teilt mit Am Samstagvormittag versammelten sich sämtliche in München anwesenden Führer der RSDAP., die politischen Leiter, sowie die höheren SA - und SS -Führer im Rohmen der Führertagung der RSDAP. zu einer Sitzung im Festsaal des Münchener Rathauses. Als Vertreter Adolf Hitlers war der Vorsitzende der Politischen Zen- tralkommiision der RSDAP., Amtsleiter Heb, erschienen, cls Vertreter der Reichsleitung die Amtsleiter Dr. Ley, Schwarz, Buhler, Frank, Fiehler, Buch und Grimm.
Der Acichsinspckteur der PO., Wagner, eröffnete die Sitzung mit einem Gedenken an die Toten der Bewegung und mit einem Grub an Öen Führer, dem die Versammelten ein dreifaches Heil darbrachten.
Dann ergriff der Vertreter Hitlers, Hetz, das Wort., Er erinnerte daran, das) feit der letzten in München abgehaltenen Führertagung Ereignisse von einer Bedeutung über die politische Buhne gegangen seien, die man in ihrer vollen Drohe heute vielleicht noch nicht ermessen könne.
Mil hiskorischen Token habe die nationalsoziali- stische Bewegung bereits die Junbamenk eines neuen Staates gebaut. Sie fei mif der deutschen Zukunft untrennbar verbunden. Je mehr die nationalsozialistische Bewegung an Kraft gewinne. desto mehr werde der neue Staat gestärkt. Es folgten Referats über de Gestaltung des 1. Mai zum Tag der Arbeit, sowie über die Aufgaben des Untersuchungs- und Echl'.chtungs- aus'chusses der Partei. Der Leiter dieses Aus- schusurs, D u ch , machte dabei Ausführungen über b:e Schärfe, m.t der gerade jetzt die Siebung der Parte.Mitgliedschaft durchgeführt wird.
Der Slabsleiter der PO.. Dr. Ley, wies dann auf den schweren Kamps hin, der die Bewegung in den letzten 14 Jahren aus kleinsten Anfängen zum Siege geführt hat. Der unbedingte Glaub ean die Idee und dos Vertrauen zu der überragenden Persönlichkeit Hitlers habe die Grundlage dieses Sieges geschaffen. Roch sei das Werk nicht vollendet. Mit demselben unerschütterlichen Kampfgeist müsse weitergekämpft werden. Dann werde Deutschland gerettet sein, wenn das deutsche Volk geeint sei.
2lls Vertreter des Stabschefs der SA. sprach der Re chsführer der SA., Himmler, über die Zusammenarbeit zwischen der politischen Leitung der Bewegung und der SA. und SS. Der Sieg sei erzwungen worden, weil alle Kämpfer sich immer zuerst als Rationalsozialisten gefühlt hätten.
Die SA. und SS. fei das Schwerk der Bewegung, dae die Bewegung flärie und sichere. Gemeinsam würden politische Leitung und SA.
und SS. ihre geschichtliche Ausgabe erfüllen.
Mit einem kurzen Referat des Amtsleiters Rosenberg über die Aufgaben des neu geschaffnen außenpol t schen Amtes der RSDAP. sand d.e Sitz tng am Vormittag ihr Ende.
Die grohi. Führertagung fand am Samstag- nachmittag durch die Anwesenheit Adolf Hitlers ihren Höhepunkt. Rahczu sämtliche Führer der Partei waren in dem ehrwürdigen alten Qllün- chcuer Rathaussaal versammelt, von dessen Wänden zwischen den historischen Fahnen der Zünfte und der Wappen alter Geschlechter die Zeichen des jungen Deutschlands grüßten. Die Versammlung i)er Männer, die an führender Stelle mitgeholsen haben, die deutsche Revolution zu erkämpfen und die nationalsozialistische Bewegung zum tragenden Fundament des neuen Staates zu machen, bot ein eindrucksvolles, unvergeßliches Bild. Während von der Straße herauf die Heilrufe der begeisterten Menge in den Saal drangen, grüßten die alten Kämpfer stumm und in innerer Ergriffenheit mit erhobener Hand den Führer.
Stehend hörte die Versammlung die Degrü- ßungsworte, die der Stellvertreter des Stabsleiters der PO., Robert Wagner, im Romen der versammelten Führerschaft der nationalsozialistischen Bewegung und des gesamten deutschen Volkes an den Führer richtete:
Partei und Volk blicken in tiefer Verehrung zu AdolfHitler empor und seien glücklich, von ihm geführt zu werden.
Ein dreifaches Heil war der Gruß der Versammlung. Dann ergriff
der Führer Adolf Hitler
das Wort zu einer von tiefer, innerer Straft und staatsmännischem Geist getragenen Rede. Er wies einleitend darauf hin, daß es gelungen fei, die nationaleReoolution trog der so durchgreifenden Wirkungen auf allen Gebieten des Lebens und im Gegensatz zu allen früheren Revolutionen diszipliniert in der H a n d z i e l- bewußter Führung zu halten. Der Grund Dafür liege in der Tatsache, daß frühere Revolutionen von indisziplinierten Menschenhaufen ziellos durchgeführt wurden, um dann schließlich in ihr Gegenteil umzuschlagen.
Das Kennzeichen der nationalen Erhebung sei dagegen, daß ihr Träger die in äußerster Disziplin aufgebauke und kampfgesköhlke nafional- soziaklslische Bewegung sei. Wenn ihre Disziplin, ihr Kampfgeist und dos Zielbewußtsein der |
I Führung erhalten blieben, dann würde der Sieg ein vollkommener und dauernder sein. Die Geschehnisse, die sich in Deutschland abgespielt hätten, seien ein einzigartiges, wunderbar elastisches Zusammenspiel zwischen der impulsiven Volksbewegung und der durchdachten Leistung durch die Führung. Dos müsse auch in Zukunft der Fall fein. Adolf Hitler erklärk, er müsse stets dos Bewußtsein haben können, daß bei jeder Maßnahme dos ganze Volk in seiner überwältigenden Mehrheit hinter ihm stehe. Die llnüberwindlichleit unserer Macht müsse darin bestehen, daß sich die ganze Ration uns geistig anschließe. — Der Führer befaßte sich in diesem Zusammenhang in großen Zügen mit den im Vordergrund stehenden politischen Fragen der Gegenwart. Er legte außenpolitisch ein klares Bekenntnis zur Politik des Friedens ab, den Deutschland brauche und erhalten wolle. Deutschland aber könne nichtzueinerRationzwei- ten Ranges weiterhin gestempelt, sondern müsse in der IDelf als gleichberechtigter Faktor anerkannt werden. Der Führer betonte dabei grundsätzlich, daß Außenpolitik nicht gemacht werde mit der Stirne nach außen, sondern mit dem Dillen nach innen.
Innenpolitisch erklärte er, daß derKamps gegen den Marxismus keine Abschwächung erfahren werde. Wenn auch der Marxismus sich h.-ute bereits tot stelle, so schütze ihn das nicht davor, daß ec endgültig vernichtet werde.
Der Führer wies daran, hin, welche große Aufgaben damit gestellt seien, die nationalsozialistische Weltanschauung zum Gemeingut des ganzen Volkes und die na- nationatsozialistische Bewegung immer mehr zur Trägerin des neuen Staates zu machen, den sie aufgebaut hat. Die Führung ginge Schritt für Schritt systematisch weiter auf dem Wege zum neuen Deutschland. Aufgabe der Partei fei, Schritt zu halten und die ganze Ration auch geistig der Führung an» zuschließen.
Die Schlagkraft der Bewegung müsse daher nicht nur erhalten, sondern erhöht werden. Die unzertrennliche Einheit zwischen Führung und Gefolgschaft müsse die Einheit des Handelns für immer gewährleisten. Er sei stolz darauf, Kanzler zu sein, aber stolzer noch sei er, Führer dieser Bewegung zu sein, die den Sieg über die Verderber des deutschen Volles allein ermöglichte.
Er wisse, daß die Bewegung wie bisher sich auch weiterhin ohne Rücksicht auf die kleinen Röte des Alltags vollständig mit seinen höheren Zielen identifiziere. Der Grundsatz der Disziplin sei das Fundament der Bewegung. Als die Aktion zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze besohlen wurde, setzte sie schlagartig ein. Als sie beendigt wurde, brach sie ebenso schlagartig ab.
In klaren Worten umriß der Führer das innige Verhältnis und die einander sich ergänzenden Ausgaben der politischen Leitung und der ER und SS. Die Zusammenarbeit dieser beiden Faktoren der Bewegung habe den Sieg errungen. Sie werde auch der Garant der Zukunft sein.
Roch stünden große und wichtige Aufgaben bevor. Die Revolution fei erst dann beendet, wenn die ganze deutsche welk innerlich und äußerlich völlig neu gesfal- t e f sei. Der Führer erklärte dabei: „Richt die Lauen und Reutraten machen Geschichte, sondern die Menschen, die den Kampf auf sich nehmen. Dadurch, daß unsere Bewegung im Sturmschritt marschiert ist und marschiert, hat sie die Kraft in sich, sich gegen jeden Feind durchzusehen und den Sieg zu erringen. Die Bewegung hat 2000 3afjre deutscher Geschichte und Kultur übernommen. Sie wird die Trägerin der deutschen Geschichte und der deutschen Kultur der Zukunft werden. Sie wird dafür sorgen, daß neue unvergängliche Dokumente geschaffen werden, die unser Volk weiter einreihen in die Zahl der großen Kulturvölker der Weltgeschichte, wir arbeiten nicht für den Augenblick, sondern für das Urteil der Jahrtausende."
Der Führer umriß in seinen Ausführungen auch die großen Ausgaben der Kun st, die gelöst werden müssen, um die Nation aus dem rein wirtschaftlichen Denken herauszuheben und ewige Werte zu schaffen.
Zum Schluß seiner Rede, die immer wieder von begeisterter Zustimmung unterbrochen wurde, erklärte Adolf Hitler: „Ich bitte Sie, meine Führer, I führen Sie Ihren Kamps so, daß die kommenden Generattonen von unserer Bewegung swlz bekennen: Sie war nicht nur groß bis zur E r - reichungder Macht. Sie war noch größer, als sie den Staat in Händen hatte.
Unsere Bewegung ist heule das wunderbarste Beispiel höchster Disziplin, beispklloser Treue, einer einzigen Kameradschaft, wenn sie sich diese Grundlage erhält, bann wird unser Reich bestehen bleiben, bis in fernste Zeiten. Denn wir kämpfen nicht für uns, nicht für unsere parkt, sondern für das deutsche Volk und für seine lln- sterblichkeit."
Gin dreifaches Sieg-Hell als Dank an den Führer snlloß die Tagung, die in der Geschichte der Bc- wegung und damit Deutschlands als ein Markstein verzeichnet sein wird.
Berlin, 22. April. ($H.) Der Reichsminister des Innern hat in einem Rundschreiben an die Obersten Reichsbehörden und die Landesregierungen Richtlinien über die Begehung ,dcs Feiertages der nationalen Arbeit in der öffentlichen Verwaltung erlassen.
Am l.Mai wird im ganzen Reich allgemein geflaggt. Auf den Gebäuden der Rcichsverwaltung werden die schwarzweißrote und die Hakenkrcuzflagge gehißt. Die Landesregierungen werden für ihren Geschäftsbereich Beflaggung anordnen. Die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeindevorsteher werden die Einwohner ihrer Gemeinden aufrufen, sich mitBeflaggungderPrivathäuser dem Riehen der öffentlichen Verwaltung anzu- schltezm, um barmt d:r inneren Verbundenheit von Volk und Staat feierlichen Ausdruck zu verleihen. Die Dienstgebäude werden mit frischem Birkengrün oder sonstigem Grün in einfacher Weise geschmückt. Schon durch das Aufsehen eines Birkenzweiges auf den Flaggenmast, oder an besonders hervorstehenden Gebäudeteilen kann in jeder Form dem Gedanken der erwachten Ratur, des Frühlings und der Hoffnung Ausdruck verliehen werden.
In der Reichshauptstadt werden drei große Feiern abgehalten. Im Lustgarten findet nm 10 30 Ufjr ein feierlicher Staatsakt statt, bei dem der Reichsminister für Volksaufklärung sprechen und bei der eine Botschaft des Reichspräsidenten verkündet werden wird. Um 18 Ufjr werden Abordnungen der Arbeiterschaft aus allen Reichsteilen empfangen. Hm 19.30 Uhr findet eine große Abendfeier auf dem Tempelhofer Feld in Berlin statt. Diese drei Feiern werden durch den Deutschlandsender auf alle deutschen Sender übertragen.
D.e außerpreußischen Landesregierungen werden ihrerseits in der Landeshauptstadt einen feierlichen Staatsakt veranstalten, und Arbeiterabordnungen empfangen.
D.e Schulfeiern werden so eingerichtet,
Paris, 23. April. (TU.) Der französische M'.nrsterpräsident D a l a d i e r hielt am Sonntag in seiner Heimatstadt Orange eine grofje pol.t:sche Rede. Daladier schilderte einleitend die Lage, in der er vor drei Monaten die Regierung übernommen habe, ileberaü habe Beunruhigung und Ungewißheit geherrscht. Zu den Haushaltsschwierigreiten der Regierung hatten sich die berechtigten Forderungen der Landwirtschaft und der Industrie gesellt. „Und zu gleicher Zeit", so fuhr Daladier wörtlich fort, „hörte man außerhalb unserer Grenzen den Ruf zur Gewalt. Es bereiteten sich jene Brutalitäten und jene Terrororganisationen vor, die wieder einmal zeigten, wie gebrechlich unsere moderne Zivilisation ist, die wir so fest im europäischen Boden eingewurzelt glaubten." Daladier kam dann auf die Außenpolitik zu sprechen.
Frankreich habe niemals irgend etwas von feinen lebenswichtigen Interessen aufgegeben. Die Regierung habe beharrlich das Ideal der Organisierung des Friedens unkr den Völkern verteidigt, das nur aus der allmählichen, gleichzeitigen und streng kontrollierten Abrüstung und aus dcn Garantien beruhen könne, die die Achtung des Rechtes aller Völker auf die Freiheit gewährleisten könnten.
Daladier ging dann kurz auf die letzten E r • e i g n i f f e in Amerika ein und betonte in diesem Zusammenhang, daß der französische Franken nichts zu fürchten habe, weil er die stärkste Golddeckung hinter sich habe. So wenig wie man auf die letzten Ereignisse in Amerika vorbereitet gewesen sei, so wenig hätte man daran gedacht, daß in einem gewißen Lande dec s ch l i m m ft e Nationalismus triumphieren würde. Es tauche nunmehr Die Frage auf, ob man jetzt vor einem neuen Währungskrieg und einem Rüstungswettlauf stehe. Er sei Der Ansicht, daß ntr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller
Der Abschluß der Tagung. ^München, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Di. ubrertag^ng der NSDAP, in München beendete am^SonntagabenD eine Festvorstei« lunqim Staatstheater. Auigesührt wurden Richard Wagners ,,Meistersinger von Nürnberg", deren Dritter Akt auch auf den Bayerischen Rundfunk übertragen wurde. Die Karlen für bij Borstellung der ftampibunhbühnc waren schon lange vorher vergriffen. Am Schluß intonierte das Orchester das Deutschlandlied, das die Besucher stehend, mit erhobener Rechte mitfangen.
Vor Dem Nationaltheater Halle sich abends eine große Menschenmenge angesammelt, die Dem Reichskanzler bei seinem Erscheinen zur «xestaufführung zujubeln wollte. Bon SA.-Leuten wurde jedoch mitgeteilt, da Braunen Haus zu a r b e i mehr erscheinen werde.
daß die Schulen mit ihren Leitern und Lehrkräften die Uebcrtragung des großen Staatsaktes im Berliner Lustgarten durch dcn Schulfunk hören. In Den Schulen, in Denen eine Rund- funkcinr.chtung noch nicht besteht, oder bis zum l.Mai sich noch nicht einrichten läßt, werden die Schulfeiern möglichst in Anlehnung an die Feier im Lustgarten gestaltet werden.
An den in Berlin stattfindenden drei Feiern soll Die Bevölkerung im ganzen Reich unmittelbar teilnehmen, indem in allen Orten an geeigneten großen Plätzen von den Gemeindeverwaltungen Lautsprecher ausgestellt werden.
D.e Musikkapellen Der Schutzpolizei, der Feuerwehr, der SA. und <do., des Stahlhelms, Der Kr.egervereine, Des Kyfshäuserbundes und anderer Verbände werden Platzkonzerte veranstalten. Der Reichswehrminister hat angeordnet. daß an allen Standorten mit Musikkapellen Platzkonzerte stattfinden. Soweit besondere örtliche Feiern veranstaltet werden, werden diese so gelegt, daß sie mit den drei Übertragungen aus der Reichshauptstadt auf den Deutschlandsender nicht zusammenfallen.
Auch im Samgebiei ArbeiiSruhe am l.Mai.
Saarbrücken, 22. April. (TU., Die Re- gierungskommissiondesSoargebie- tes wird dem Antrag der Christlichen Gewerkschaften auf Erhebung des 1. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag nicht stattgeben, da es bei der Kürze der Zeit nicht mehr möglich sei. Die für einen solchen Erlaß notwendigen Gutachten des Landesrates einzuholen. Trotzdem wird der 1. M a i im Saargebiet voraussichtlich ein Ta g der allgemeinen Arbeitsruhe sein. Da Die Gruben an Diesem Tag eine Feierschicht einlegen unD InDustrie unD Handel von sich aus eine Arbeitspause durchführen. Die Christlichen Eewerischaften wollen die Bedeutung des 1. Mai durch einen allgemeinen Kirchgang ihrer Mitglieder besonders unterstreichen.
Völker Die Leiden heilen könne, von Denen Die ganze Wett befallen sei.
Frankreich werde sein Programm auf Der Londoner Deltwirlfchaftskonferenz unterbreiten.
Daladier verurteilte schließlich das Abgehen Amerikas vom Goldstandard und erklärte: Frankreich hat Die schmerzhaften Auswirkungen Der Währungsschwierigkeiten zu sehr am eigenen Leibe verspürt, als daß es ihr Wiedererfcheinen ohne weiteres hinnehmen würde. Diejenigen, die über Völker regieren, müßen verstehen, daß die Wiederher st el- lung des internationalen Vertrauens für die Wiederaufrichtung jedes Landes wichtiger ist, als alle mehr oder weniger künstlichen Maßnahmen, von denen man sich eine Rettung verspricht.
Ein Berliner Kommentar.
Berlin, 23. April. (ERB.) Aus die ausdrücklich an Frankreich gerichteten Worte unseres Friedenswillens in des Reichskanzlers Reichstagsrede vorn 21. März, hinter denen das gesamte Deutsche Volk stand, antwortete _ heute der französische Ministerpräsident mit einer Rede, die die Grundlinien der französischen Politik der letzten 14 Iahre mit erschütternder Offenheit darlegt.
Frankreich hat in Dieser Zeit nichts von seinen in Versailles einseitag sich selbst zuerkonnkn Vorrechten und Inkressen aufgegeben und will auch weiter an dieser Grundlinie gegenüber Europa und dem zur gleichen Zeit seiner lebenswichtigsten Interessen beraubten Deutschland feff- halten. Die 14jährigen Bemühungen Europas, von Gewalt und einseitigem Interesfenfiand- punkt zu Recht und Billigkeit zuruckzufinde», bleiben unbeachtet.
Geradezu heraussordernd klingen in diesem Zusammenhang die Worte: „Die Achtung vor dem Recht aller Doller auf Freiheit
Der Feiertag -er nationalen Arbeit.
Richtlinien des Reichsministeriums des Innern.
ß Adolf Hitler im t e n habe und nickt


