Ausgabe 
23.10.1933 Erstes Blatt
 
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Erinnerungsfeier an der Kehtheimer Befreiungshatte

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u n b e n h e i t mit bem eigenen Volk

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unserer Volksgenossen unserem Volke wieber geben, wenn Sie, bie stehen, bie» al» heilige

wieber ihr Brot unb seine Ehre jurürfju- THiHioncn bie zu uns Verpflichtung aus sich

ebe i ch namens ber SA. e n unb verbinbe damit bas (9 e 'reue in guten unb schlech -

beachtlichen Erfolge am 12. Tlooetn- weiter übertreffen wirb. Die kraft- Wirkung dieser frankfurter Tagung heule schon über da» ganze et)ein-"

besonder» ber noch spendende wird sich

bund haben wollt, dann nur bann, wenn Ihr uns als Volk anerkennt. (Stürmischer Beifall.) wir find jeberzeil bereit, Verträge zu unter­zeichnen, wenn sie für uns erfüllbar unb wenn sie für unser Rechtsgefühl erträglich sind. Ver­träge, die weder erfüllbar noch ehrenhaft sind, unterschreiben wir nicht. (Stürmischer Beifall.) Bei Diktaten wirken wir nicht mit. Dafür, daß wir an» unserer Geschichte nicht zu schämen brauchen, ist auch dieser Platz hier ein lebendi­ge» Zeugnis, wir wollen den frieden, aber die Welt muh auch wissen, dah auf die Dauer diese ewige Diskrimiminierung und Entehrung unsere» Volke» von un» nicht ertragen wird. (Beifall.) Denn ebenso wie im willen zum frie-

malnische Gebiet, von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, und dann von hau» zu hau» über­tragen, wird den unbändigen nationalsoziattsti- schen freiheit»willen zum einmütigen verlan­gen de» ganzen geeinten deutschen Volke» machen und der Welt am 12. Jlooember zum ersten Mate da» neue deutsche Volk zeigen, wie e» im neuen Reich zu werden beginnt.

steht in der Entschlossenheit zur Vertretung nationalen Ehre das ganze deutsche Volk hinter seiner Regierung.

Welt soll nicht glauben, daß in Deutschland

Am Nachmittag fand bann eine große Bauern- tunbgebung in der festlich geschmückten Wei- _______ Halle statt, zu ber sich Tausende von Bauern aus ganz Thüringen, vor allem Kreisbauernführer, Ortsgruppcnfachberaler unb Ortsbauernführer ein-

Deutschland zieht sich vom Völkerbund zurück.

Untergeneralsekrctär Trendelenburg zurückgetreten.

Genf, 21. Oft. (TU.) Staatssekretär Iren- belen bürg, ber brutsche Untcrgeneralfefretär im Völkerbund, hat gleichzeitig mit ber beutschen Austrittserklärung dem Generalsekretär des Völker­bundes seinen Rücktritt eingereicht. Vie Reichsregierung Hal dem 3nteroatlonalen Arbeitsamt amtlich milgeleilt, bah Deutschland aus ber am THontag beginnenden Tagung be» ver- wallungsrales des Internationalen Arbeitsamtes weder in der Gruppe der Regierung»- Vertreter, noch der Arbeitgeber und Arbeitnehmer oertreten sein werde.

Gauleiter Sprenger vor seinen Llntersnhrem Heffen-Aassau znr Friedensschlacht bereit.

Gauleiter Sprenger eröffnet die Offensive für Arbeit und Friede im Rhein-Mamgebiet.

Frankfurt a. M., 23. Okt. (WSN.) Das Gaupresseamt ber NSDAP, übergibt ber Presse folgcnben Bericht: Die verantwortlichen Amtswalter unb Unterführer aller Son- bergüeberungen ber gesamten nationalsozialistischen Bewegung bes Gaues Hessen-Nassau waren am Sonntag zu einer einmaligen Arbeits­tagung für ben 12. November zusammenberufen worden. Trotzdem ber Termin nur sehr kurzfristig angesetzt werben konnte, bot diese stolze Tagung ein granbiofes Bilb ber Stärke unb Disziplin bes rhein-mainischen Nationalsozialismus.

Die unermüdlichen Träger der gewaltigen Drga- nifations- und Propagandakraft der NSDAP, im Ryein-Maingebiet empfingen vom Gauleiter Reichs- statthaller Sprenger zunächst eine grundsätzliche Entwicklung der politischen Lage und im Anschluß daran bie entscheidenden Anweisungen für bie Vorbereitungen bes er ft en wieder wahrhaft deutschen Novembers.

Der Gauleiter konnte mit berechtigtem Stolz unb unter lebhaftester Zustimmung auf die vorbildlich geschlossene Verbundenheit der Partei und Ihrer Sonder­gliederungen Hinweisen, die sowohl un­tereinander wie mit der Führung den un­erschütterlichen Kern wahr st er Volksgemeinschaft verkörpere. Seine Worte festigten die in solchen Tagungen immer zu erlebende begeisterte Bereitschaft zu einer harten, bei Tag u n b R a ch t e i n s a h - bereiten Entschlossenheit. Die ver­sammelten Wanner brachten da» ihrem (Bau­leiter einmütig unb spontan zum Ausdruck in einem gemeinsamen feierlichen Ireuege- l ö b n l ».

Deutschlands Sanem in der Fron! des Friedens

Weihe des Oarr6-Hause6 in Weimar.

ber festesten, klarsten unb aufrichtigsten Weise ge­zeigt, daß wir ben Frieden wünschen, aber mit Ehre unb Gerechtigkeit für alle. Der Friebe mit Ehre unb Gerechtigkeit ist ber römische Friebe, ber bie Jahrhunderte das Imperium beherrschte, deren gewaltige Spuren ihr hier um euch seht, ein Friede im Einklang mit dem Charakter und dem Temperament unserer lateinischen unb Mittelmeerrasse, bie ich vor euch verherrlichen will, weil sie ber Welt neben tausend anderen einen Cäsar, Dante, Michelangelo unb Napoleon schenkte.

nehmen, bann wird aus diesem Volke eine Ra­tion unb unsere Hoffnung wird erfüllt werden. Das aber ist uns allen klar: Ein Leben wie In ben letzten 15 Jahren ist auf die Dauer für .mfer Volk genau so wenig erträglich als e» für ein an­deres Volk erträglich wäre. Sie haben viele viele Jahre im Inneren einen sehr harten Entschluß durchhalten müssen, trotz Veriolgung unb Unter- brürfung haben Sie burdjgehalten. Folgen Sie mir in ben nächsten Jahren genau s o treu, genau s o b i szipliniert wie in ben früheren Jahren. Dann wirb bas Rin- ?en um unser Lebensrecht in ber Welt erfolgreich ein. Es wird sich bann in ber Welt immer mehr bie Ueberzeugung durchsetzen, baß hier ein Volk lebt, bas n'chts anderes will als Frieden und Ge­rechtigkeit. (Langanhaltender stürmischer Bei- fall )

Nach dem Deutschlandlied überbrachte Stabschef Röhm dem Führer da» Treuegelöbnis der gefam-

heute noch eine Organisation, irgend eine Partei Verbündete derer sind, die glauben, über die deut­schen Lebensrechte und die deutsche Ehre einfach hinweggehen zu können. Sie werden sehen, daß die Zeit, da das Ausland noch damit rechnete, Deutsche mit Deutschen schlagen zu können, vorbei ist, und daß sie niemals wiederkehrt. Dafür soll diese Bewegung ein ewiger und jahrhunderte wäh­render Garant sein.

Diese Bewegung wird für alle Zeiten Träger des Gei st es und der Willens­einheit der deutschen Nation sein und niemals wird sich in der deutschen Geschichte wieder­holen, was in der Vergangenheit uns so tiefes Leid gebracht hat: daß unselige Verblendete in der Stunde der größten Not dem Gegner mehr glaub­ten als dem eigenen Volke. Daß wir hier zum ersten Male uns treffen vor diesem Tempel der deutschen Einigkeit ist auch dafür symbolisch. Ahnend für die Zukunft wurde er errichtet und, was feiner- zeit vielen Jahrzehnten voraneilte, ist heute Wirk­lichkeit geworden. Das deutsche Volk schloß sich heute zu einer wirklichen Einheit zu­sammen Es ist unsere Lebensaufgabe, eine Dr- Sanifation zu schaffen, die der Garant dafür ist, diese Einheit niemals mehr verloren geht. Indem wir uns dafür mit aller Leidenschaft einfetzen, treten wir am besten ein für ben Frieben ber Welt. Es gibt keinen besseren Garanten für ben Frieben als bie fanatische Einheit ber beutschen Nation.

Was kann ein Millionenoolk, zusammengepreßt auf einer engen Grunbfläche, mit einer zerstörten Wirtschaft, mit Millionen vernichteter Existenzen unb Millionen von Arbeitslosen, was kann ein solches Volk anberes wünschen als arbeiten, um wieber emporzukommen >

Sinb Sie In ben fommenben Monaten unb Jahren hart unb entschlossen, treu unb zugleich diszipliniert, kennen Sie kein andere» Ziel als: Deutschland wieder glücklich und damit frei zu machen, kein andere» Ziel als den Millionen

Oer Führer

Meine SA.! Deutsche Volksgenossen! Wenn wir dieses Fest ber (Erinnerung feiern, bann sinb wir uns bewußt, wieviel Blut einst fließen muhte, wie­viel Leib ertragen wurde, um damals die Vor­aussetzungen zu schaffen für die später voll­zogene (Einigungber deutschen Stämme unb Staaten. Es ist bie Erinnerung an sehr große Opfer, bie uns an einem solchen Tage einer ernsten, würdigen Feier bewußt werden läßt und uns fernhalten muß von einem ober- slächlichen Hurra - Patriotismus. Ge­rade wir, bie wir selbst viereinhalb Jahre lang den Krieg miterlebt, bie wir selbst wissen, wie ent­setzlich und schwer bie Anforderungen sinb, bie er an ein Volk stellt, wir sinb vielleicht am meisten berufen, in ber deutschen Geschichte oberflächlichen Hurra-Patriotismus und wirkliche, tief in-

ten SA. der bayerischen Ostmark Die große Kund­gebung fand bann ihren Abschluß Dem Gelang Des Horst-Wessel-Liebes. Der Reichskanzler fuhr bann mit ben Herren feiner Begleitung nach R e - gensburg zurück, wo ihm im attehrwürbiaen Reichssaal Des Rathauses Oberbürgermeister Dr. Schotrenheim die Ehrenbürgerurkunde ber Stabt sowie bas große golbene Buch bes Rat­hauses überreichte. Im Anschluß an bie Ehrung bes Führers brachten bieRegensburger Domspatzen­einige Lieder zum Vortrag, über bie sich der Reichs­kanzler sehr anerkennend äußerte.

Muffolim für einen Frieden Der Ehre und Gerechtigkeit.

Rom, 22. Okt. (TU.) An die auf der Piazza Venezia in Rom zu einer Huldigung für den Duce versammelten 32 000 Faschisten aus Florenz hielt Mussolini eine Ansprache, in ber er zunächst anfünbigte, daß bie Revolutionsausstellung eine bauernbe Einrichtung bleibe, gleichsam als heiliger Tempel, zu bem bie fommenben Generationen pil­gern Wir sinb immer noch Bewegung, nicht Partei. Die Revolution ist nicht abge­schlossen, weil sie ein Element ihrer Originalität eine fortbauernde Zeugung unseres Geistes und unserer Kampfeslust ist. Die ersten elf Jahre des Regimes sind die Zeit der Werke des Aufbaues. Wird es auch die Zeit des Friedens fein? Das hängt nicht nur von uns ab. Wir haben in

auseinanderzuhalten, tief innere Verbundenheit mit feiner Geschichte, mit feinem Leben unb mit feinem Recht zum Leben. Inbem wir uns fernhalten von biesem oberflächlichen Patriotismus, können wir auf ber anberen Seite um fo mehr für uns in An­spruch nehmen, für bas Lebensrecht unte­re» Volkes einzutreten. Die Welt hat sich infolge löjähriger trauriger Vertretung ber beut- fchen fiebensintcrclfen angewöhnt, bas beutfche Volk nicht richtig zu sehen. Schwache Regierungen ver­wechselte man mit bem deutschen Volke, Unsicher­heit, Halbheit und Unentschlossenheit schienen die Merkmale unseres Volkes zu fein. Wir find uns fest bewußt, daß es nicht leicht ist, dieses falsche Bild wegzunehmen unb ber Welt klarzumachen, baß bas beutsche Volk selbst nicht» gemein hat mit je­nen, bie kein Gefühl für Ehre besaßen. (Stürmischer Beifall.) Daß bas beutsche Volk bieses Gefühl be­sitzt unb baß es sich mit benen oerbunben fühlt, bie in ber Vergangenheit für bie Ehre ber Nation eingetreten sinb.

Da» beutsche Volk Ist nicht kriegslüstern, im Gegenteil, rodl e» ben Frieden liebt, kämpft e» für sein Lebensrecht unb tritt für bie voraus- fehungen ber Existenz unsere» 65-Millloncn- volke» ein. Deutschland und da» deutsche Volk haben keinen Grund, einen Krieg zu reünschen, um die Ehre der Ration, die Ehre seiner Män­ner und seiner Soldaten reiederherzustellen. Unser Ziel ist, unser Volk wieder glücklich zu machen, indem wir ihm da» tägliche Brot sichern, eine ungeheure Arbeit, und die Mett soll un» dabei In Ruhe lassen. (Stürmischer Bei- fall ) wir wollen nicht» al» unsere Ruhe unb unseren Frieden, um arbeiten zu können, und die Welt soll wissen, daß für diese Arbeit die ganze Ration zusammenhält, Mann für Mann und Weib für Weib bi» herunter zur Jugend. Meine SA.-Kameraden! Sie find besonders lebendige Zeugen für diesen Willen, denn Ihr freier Wille schließt Sie zu dieser Gemeinschaft zusammen, in der nicht theoretisch, sondern praktisch die Volksgemein­schaft ihren Ausdruck findet, eine große Gemein- fchast gegenseitiger Hilfe, gegenseitiger Unterstützung. Sie sind die Garanten nicht nur für die Gegen­wart, sondern für die deutsche Zukunst, und nie­mand hat daher auch mehr Recht, vor diesem Tempel aufzutreten, als Sie. Wenn die Geister der Erschlagenen aus den beutschen Freiheits­kämpfen wieder lebendig würden, dann würden sie keine Sekunde schwanken, sondern heute sofort ihren Platz zwischen un» nehmen. Was ihnen vorschwebte, schwebt auch uns vor. Wir wollen verwirklichen, was auch sie wollten: ein Volk und ein Deutsches Reich.

Dir gehen einer schweren Zeit entgegen, unb es w notwendig, daß auch jeder Deutsche sich besten bewußt ist. Wenn wir unser Volk ernähren wollen, bleibt uns kein anderer Weg als der, den wir ein- geschlagen haben. Jemand muß in Deutschland kommen, ber sagt:

Den J rieben wollen wir, aber Entehrung lehnen wir ab. (Starker Beifall.) Wir erklären der Welf eindeutig: Wenn Ihr un» in Euren internationalen Konferenzen sehen wollt, wenn Ihr an» In Eurem Völker-

deutsche Landbevölkerung im letzten Augenblick ge- rettet, indem er auf altes deutsches Bauernrecht zurückgriff.

Das deutsche Landvolk wisse heute, daß e» mit seinem Führer Adolf Hitler steht und fällt Ueberall wage man mit froher Hoffnung in die Zukunft zu schauen. Gerade aus diesem Grund sei der Sinn der deutschen Landbevölkerung auf Frieden zur Sicherung ihrer Arbeit gestellt. Nirgendwo gebe es eine größere Qrie- denssehnsucht als die ber beutschen LanbbevDlke» rung. Das Bekenntnis be» deutschen Bauern zum Frieden sei ebenso ehrlich gemeint, wie ihm sein« Ichicksalsmäßige Verbundenheit mit der Person seine» Bauernkanzler» heute bewußt fei. Da» deut­sch-- Landvolk würde heute keine Kraft unb keine Anstrengung scheuen, es würbe jebe» Leib unb jede Mühe auf sich nehmen, um sich feinen Führer > erhalten.

Reichsstatthalter SauckeI macht bann bekannt, baß al» Zeichen ber Derbunbenheit ber thüringi­schen Regierung mit bem Bauerntum ber langjährige Canbesbauernfiihrcr geufert al» Staatsrat in bie thüringische Regierung berufen würbe. Weiter habe er als Vertreter ber Arbeiterschaft einen ber ältesten Vorkämpfer ber Bewegung, ben Schlosser Wilhelm Busch, unb als Vertreter ber Wissen­schaft ben Rektor ber Thüringischen Landesunioer» fität Professor Dr. Esau, Jena, al» Staatsrat In bie thüringische Regierung berufen.

Den Schluß be» Bauerntage» bildete bie große öffentliche Äunbgebung, auf ber Reichsobmann Staatsrat Meinberg sprach. Die nationalsozia- listifche bäuerliche Gesetzgebung bebeute bie Mobi­lisierung aller Kräfte bes Bauerntums im Dienst bes neuen Staats. Da» Bauerntum fei bereit, a l» letzte große Kampsreferve be» beut­fche n Volk» in oorberfter Front au stehen. E» bedürfe keine» besonderen Appell» in dieser Stunde an den deutschen Bauern. Er kenne ferne Pflicht, jeder Zweifel daran wäre eine Beschimpfung an ihm. Wenn bem Auslanb feine Worte von Ber- ftänbigung ebenso ehrlich seien, wie sie bem beutschen Volk ernst sinb, so prüfe es einmal da» bäuerliche Gesetzgebungswerk bes Nationalsozialis­mus. Dieses werbe getragen von bem festen Dillen, sich so gut wie möglich auf bem engen beutschen ' Raum e I n z u r I ch t e n. Damit bekunde bie natio­nalsozialistische Regierung, baß sie ehrlich gewillt fei, mit ihren Nachbarn In Frieden zu leoen-

t e n Tagen, der Treue bis zum Tob. Das Hell gilt dem Führer bes geeinten Deutschlands. Alle deutschen Volksgenossen unb Kämpfer ber SA. stimmen mit mir em in ber Ruf: Adolf Hitler, unser Führer, Sieg-Heil!

Reichskanzler Adolf Hitler

übernahm das Hoheitszeichen mit folgenden Wor­ten: Mein Stabschef! Meine SA -Männer, deutsche Volksgenossen! Es gibt in Deutschland wohl kaum ein Bauwerk, das mit mehr Recht bas Zeichen ber beutschen Erhebung trägt, alsbasDenfmalber Freiheitskämpfer. Dieses Denkmal der Eini­gung ist für uns ein Symbol dessen, was wir für unseren Kampf anftreben, einDolk, einReich, einen Willen. Was vor vielen Jahrhunderten das Riel des Strebens deutscher Männer und Frauen gewesen ist, scheint seiner endlichen Verwirklichung entgegenzugehen dank dem Kampf, den Opfern und der Arbeit unzähliger Deutscher aus allen Sehens- ständen und Leoensschichten. Das neue Reich i ft geboren worden aus dem Volke f e I b ft, unb fo fall in ber Zukunft biefer Tempel ein Heiligtum des deutschen Volkes fein. Das Hoheitszeichen des neuen Reiches soll sinnbildlich zum Ausdruck bringen, daß es nicht nur ber Vergangenheit, sondern auch der Gegen­wart unb ber beutschen Zukunft geweiht ist. In bie- fern Sinne wollen wir an biefer Stätte gemeinsam Das Hell ausbringen, auf bas, was war, auf das, was ist, unb auf bas, was fein wird, weil fein muß: Auf unser deutsches Volk, unser Deutsches Reich Sieg-Heil!

Das Deutschlandlied klang feierlich über ben Platz unb bann schritt ber Führer in Begleitung von Stabschef Röhm und Reicksstatthalter von Epp in bie Befreiungshalle, wo der Reichskanzler einen großen Lorbeerkranz mit ber Inschrift:Den (Be­fallenen" Inmitten ber Halle nieberlegte, währenb das Lied vom guten Kameraden erklang. Dann schritt ber Führer um ben Rundbau der Halle und hielt von der Plattform aus folgende Rede:

In dieser stolzen Weihestimmung konnten nur die für den Wahlkampf besonder» verantwortlichen Hauptabteilungsleiter des Gaue» ihr» grundsätzlichen Sonderanweisungen geben. So spra­chen zu den Amtswaltern, Unterführern und ben Führerinnen ber Frauenschasten, besRoten Haken- kreuzes" unb bes BbM. (9auorgani,ation»lelter Mehnert, Abjutant Heyse, (Baupropaganba- leiter Müller-Schell) unb Gaupresseamtsleiter Woweries. Nach dem begeisterten Ireuegelöd- nis auf ben Führer Deutschlanbs beschloß ber ge­meinsame Gesang bes Hessen-Nastau-Kamofliebcs biefen machtvollen Auftakt zum großen Volksbe­kenntnis an bie Welt.

Der Elnbruck, ben diese aus einer nüchternen Arbeitstagung zu einem stolzen Appell bes un­bedingten Willen» zur nationalen Ehre gewor­bene Kundgebung bei allen Teilnehmern hinter- lasten hat, berechtigt zu der hostnung, dah der Gau Hesten-Rastau feine schon seither stet»

Weimar, 25. Okt. (TU.) Als Auftakt au der großen Thüringer Bauerntunbgebung fano am oonntaaoormittag in Weimar bie Weihe bes Darre-Hauses statt. Die Namensgebung für bas 1924 vom Thüringer ßanbbunb errichtete Ver- waltungsgebäube soll ber Dank ber Bauernschaft dafür fein, daß Reichsminister Darrö für den Kamvf um die Seele des Bauern feit Jahr und Tag seine Kraft einsetzte. An der Weihefeier vor bem Gebäude nahm Reichsminister D a r r ö persönlich teil. Nach den Begrüßunganfprachen dankte er für die Ehrung unb fchilberte seine besonberen Beziehungen zu Thüringen, wo er vor Jahren den ersten deutschen Bauerntag ber NSDAP, abgehalten habe, als die Oeffentlichkeit noch nicht an bie Macht ber natio­nalsozialistischen Ibee unb ihre Auswirkungen ge­glaubt habe.

gefunben hatten. Auch hier nahm

Reichsmmister Darre

bas Wort. Die Frage des Bauerntum» fei eine antikapitaliftifche, eine soziale. Nicht Wirttchasts- geroinn, nicht Bentablität bes Betriebs, nicht ein Bankguthaben, fonbern Erhaltung unb Pflege ber Scholle im Hinblick auf bie Erhaltung Des Geschlechts fei ber Leitstern aller Bauernarbeit. Der Bauer fei blutsmähig der Garant bes beutschen Volk unb feiner Sitte unb Kultur, bie älter (ei als irgenb eine Stabt in Deutschlanb. Deutsches Bauerntum fei von Urzeiten an immer ber Gegenpol zu jüdischem Nomadentum gewesen, welches in der Weltgeschichte noch niemals Werte zu erarbeiten unb zu gestalten wußte. Der Staat von 1918 habe bas Gesicht ber internatio­nalen jübischen Hochfinanz gehabt unb für ben beutschen Bauern einen Kampf um Leden unb Tod bedeutet Die Rentabilität sei die Zauberformel be» öffentlichen Leben» gewesen, ein Schwammwort, unter bem man sich alles unb nichts habe vor- stellen können. Wenn ein Bauemrecht nicht bestehe unb bie Scholle zur Handelsware herabgewürdigt werde, dann könne auch der fleißigste Bauer schuld- los von seiner Scholle oertrieben werden Das ver- ganaene System sk> ber Feind des Bauern gewesen unb habe im Bauern leinen gefähr­lichsten Feind erkannt. Der Nationalsozialis- mus habe dieses System hinweggefegt und die

K e h l h e i m, 22. Okt. (WTB.) Zur Erinnerung an bie Völkerschlacht bei Leipzig sand an ber Be- freiungshalle bei Kehlheim am Sonntag eine burch herrliches Herbstwetter begünstigte Feier statt. Die festlich geschmückte Befreiungshalle bot schon von weitem einen prächtigen Anblick. Die 18 Nischen zwischen ben 18 Figuren ber beutschen Stämme waren ebenso wie ber obere Säulengang ber Halle mit 13 Meter hohem rotem Tuch ausgeschlagen unb mit Girlanben umsäumt, lieber bem (Eingang zur Halle war ein golbener Kranz mit ber Jahres­zahl 1933 angebracht, unb über dem Kranz ein freischwebenber Abler mit ber Schlange ber Zwie­tracht in ben Krallen. Auf ben hohen Pylonen rund um bie Halle brannten Fackeln.

Kurz nach 11 Uhr künbeten Fanfarenbläser d i e Ankunft be» Führers an. Reichskanzler Abolf Hitler schritt in Begleitung von Stabschef Röhm unb Reichsstatthalter General Ritter von Epp burch bie begeisterte Menge bis vor bie Freitreppe zur Halle. Nach Richarb Wagners Chor Einzig ber Götter in Walhall" übergab

Stabschef Röhm

bem Führer bas an ber Halle angebrachte Hoheits­zeichen mit folgenber Ansprache: Mein Führer! An der Stätte, wo vor 20 Jahren ein wahrhaft deut­scher König, ein weitschauender und hochherziger Fürst dem deutschen Volke ein Wahrzeichen seiner Einigkeit gegeben bat, an der Stätte wo vor 20 Jahren die deutschen Bundesfürsten dem deutschen Volke den Bund der Einigkeit besiegelt haben, stehst Du als (Erfüllet- deutscher Sehnsucht, beutschen Wol­lens unb beutschen Glaubens. Du hast das deutsche Volk, das 15 Jahre schwerster Not und schwersten Leidens geprüft und geläutert haben, wieder zu einem Glauben, zu einer großen Einheit Ausammengeführt. Heute stehen an dieser Stätte Kämpfer Deiner SA. als Vertreter der gesamten SA. Deutschlands, um an diesem geschichtlichen Tage ein Zeichen für die Ewigkeit ihrem Führer zu übergeben, ein Zeichen, bas bem beutschen Volke für alle Zeiten als bas Sinnbilb ber Freiheit, ber Geschlossenheit, ber Treue unb Einigkeit voranleuchten soll. In biesem