Ausgabe 
23.10.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

und bei jeiVStti löst- Äe.r be?^^5'

1CQr firiw,

^.«r Ln ist in

£ '." leinet 'm Fnman aeb6r! '9feit ÄÄ«: > $8

ZU

H2:0). WZ ; Sr Lohn blieb M

®Jnute konnte D>A P abgewehrten Lall geller verwandeln. Lom »merte sich der deutsche 'n. Nm-inn R- 4.0 für 2eutschtanü.

Mieter hau-hoch über« n last feinen Lall mehr itlminule brachte bereits 'recht der Torschütze. Lei eine immer größere $e« ch°ne Einzelleistung von 'gold zum sechsten Tor. Qnn M siebten Treuer n noch einmal mit aller erdfern, verMich. Fünf tbe Hohmann von einem e deratt heftig getrosten, n Platz getragen werben er Stürmern blieb untere n. Drei Minuten vor dem 1h das Ergebnis auf 8:0. i den Schlußpfiff, als dem in Durchbruch und damit

t Antik.

gesiegt. Unsere Mannschaft <Jm Zusammenspiel, in her liiing. in der Schnellialeit Die Belgier hatten oem iges entgeoenzusetzen, ihre niiiner um ihr technische genug. Die JDlannffyft f)auptiad)e mit bet 3er« samten haben die d) ,r eroorttL

Der »rbeiter A. Munch olge Bruches der Tadel sei- .ckllch aus die Straße, M erschütterung W1* ein Suto wurde er in seine ){L Der Slettro-^feur iSSSU* 'S« Verlesungen.

j?ei46Parie« r Ätu Nürnberg. DllP- iuÄer Nim eine ntWrf(ien Erlebnisses 6.-5 8'°" hier, Trais- uern, öl? tierbeigeeilt unb ^"b0 impoMen mbruif M ^Begirm '^b<Sut W und 6u-05^W^er 5 e,n v Untergang b<5 ber l- i» -nk°V",».?Äei^bc- den Volkes Jte. SkützpwAhvort und n kurzen

ZW

21. ü1fljetri) *L» oer*

->L,» 5'"! 4 S«*

rtub60-

. 6««:

' »rr

vl w-5d

M |i*

Weitgehender Teilerlaß von Gteuerrückstä'nden in Hessen.

Darmstadt, 21.Okt. Das Staatspresseamt gibt folgende Anordnung des hessischen Staatsministeri­ums bekannt:

In letzter Zeit ist erfreulicherweise eine Besse­rung des Aufkommens an Staats st eu* e r n festzustellen. Dies ist wohl nicht nur eine Wir­kung der verschiedenen Regierungsmaßnahmen, son­dern es darf darin auch ein Zeichen dafür erblickt werden, daß die Bevölkerung mehr und mehr be­reit ist, ihre Steuerverpflichtungen dem neuen Staat gegenüber zu erfüllen. In der Tat muß ge­fordert werden, daß insbesondere die feit der Macht­ergreifung durch die neue Regierung anfallenden Steuern pünktlich entrichtet werden. Die Bevöl­kerung hat nunmehr die Gewähr, daß mit den Steuergeldern auf das Sparsamste gewirtschaftet wird. Dazu muß die Einsicht kommen, daß der Staat die Steuern zur Erfüllung seiner vielfältigen Auf­gaben unbedingt braucht.

Andererseits ist die Regierung gewillt, die Ab­wicklung der Rückstände aus früherer Zeit nach Möglichkeit zu erleichtern. Darüber haben die Fi­nanzämter folgende Anweisung erhalten:

Zahlungen auf Landessleuern sind, wenn der Steuerpflichtige nichts anderes bestimmt, zuerst auf das Soll des laufenden Jahres zu verrechnen. Del pünktlicher Entrichtung der lau­fenden Steuerraten find die Finanzämter er­mächtigt, die vorhandenen Staatsfteuerrück- ftände aus den Vorjahren zinslos zu stunden. Die Abtragung dieser Rückstände soll nach einem festen plan erfol­gen, der unter Beachtung der besonderen Ver­hältnisse des einzelnen Falles und im Einver­nehmen mit dem Steuerpflichtigen vom Finanz­amt auszustellen ist. Die Tilgung kann sich nö­tigenfalls über einen Zeitraum bis zum 1. April 1936 erstrecken. Wenn neben den laufenden Steuern diese Tilgungsraten auf die Rückstände pünktlich geleistet werden, so wird ein Teil der Rückstände niedergeschlagen, und zwar von Rück­ständen aus dem Steuerjahr 1932 ein Viertel, von Rückständen aus dem Steuerjahr 1931 ein

Drittel, von Rückständen aus den Steuerjahren 1930 und früher die Hälfte.

Auf je 100 Mark Rückstand sind also nur zu zah­len für 1932 75 Mark, für 1931 66,66 und für die Jahre 1930 und früher je 50 Mark anders aus­gedrückt: durch die Zahlung von je einer Mark werden getilgt von den Rückständen aus 1932 1,33 Mark, für die Rückstände aus 1931 1,50 Mark und für die Rückstände aus 1930 und früher 2Mk. Zahlungen auf die Rückstände sind zunächst auf die alten Reste zu verrechnen. Die Niederschlagung erfolgt nicht erst nach der Zahlung der gesamten Rückstände, sondern Zug um Zug mit jeder Til­gungsrate, sie kann nur zurückgenommen werden, wenn der Tilgungsplan ohne zwingende Gründe nicht eingehalten wird.

Rückständige Zuschläge und Zinsen wer­den erlassen, sobald die Hauptschuld getilgt ist. Bereits früher erfolgte Erlasse und Niederschlagun­gen werden auf die neu zugebilligten Erleichterun­gen nicht angerechnet. Ein Entgegenkommen hin­sichtlich der Rückstände kann ausnahmsweise abge­lehnt werden, wenn die bisherige Nichtzahlung of­fensichtlich auf bösem Willen und nicht auf wirt­schaftlichen Schwierigkeiten beruhte. Die Niederschla­gung erfolgt unter Vorbehalt des Widerrufs für den Fall, daß die Zwangsversteigerung des Grund­stückes, auf. dem die Steuern lasten, genehmigt oder das Konkursverfahren eröffnet ist.

Diese Anordnungen gelten nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für alle Steuerpflichti­gen in Stadt und Land.

Sie gelten auch hinsichtlich derjenigen Rückstände, die z. B. durch Hypothekenbestellung, Bürgschaft usw. gesichert sind.

Nochmals sei betont, daß diese weitgehende Er­leichterung nur dem gewährt wird, der seine lau­fenden Steuern pünktlich entrichtet und daneben feine Rückstände pünktlich und planmäßig tilgt.

Den Gemeinden und Gemeindever­bänden ist empfohlen worden, bezüglich ihrer Steuerforderungen in gleicher Weise zu verfahren wie der Staat.

Aus der Provinzialhaupistadi.

Louis Frech 75 Jahre alt.

Unter geschätzter Mitbürger Herr Louis Frech begeht am morgigen Dienstag, 24. Oktober, seinen 1b. Geburtstag. Der alte Herr, ein geborener Gie- Ejener, erfreut sich in weiten Kreisen der Bürger- chaft durch seine feinsinnigen und gemütvollen Schil- -erungen der Gießener Lokalgeschichte, wie auch third) seine schönen Lokaldichtungen, aber ebenso infolge seines stets freundlichen und allezeit hilfs­bereiten Wesens mit Recht der besten Wert­schätzung. Herr F re ch wird feinen morgigen Ge­burtstag außerhalb von Gießen begehen.

GegenDerkehrsunfättedurchKadfahrer

Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit- geteilt:

Die in letzter Zeit in Gießen vorgekommenen Ver- kehrsunfälle lassen erkennen, daß an den Unfällen in ganz unverhältnismäßig hohem Maße Radfahrer beteiligt sind. Die Radfahrer werden deshalb noch- nials darauf hingewiesen, folgende Radfahrerunsitten zu unterlassen:

Fahren zu mehreren nebeneinander, anstatt hin­tereinander scharf rechts an der Fahrbahn, Anhängen an Fahrzeuge. Umkreisen von Fahrzeugen und ähn­liche Bewegungen. Wettfahren mit anderen Fahr- zeugen oder Radfahrern. Zickzacksahren unter Bean-

spruchung eines großen Teils der Fahrbahn; Fahren unter Loslassen der Lenkstange. Unvermitteltes lieber- queren der Fahrbahn in der Fahrtrichtung ohne Rücksicht auf herannahende Kraftfahrzeuge. Mit­nahme unooilchriftsmäßig großer Gegenstände. Fah­ren ohne ausreichende Beleuchtung oder Rückstrahler während der Dunkelheit. Mitführen einer zweiten Perston (mit Ausnahme von Kindern unter sechs Jahren, für die eine geeignete Sitzgelegenheit vor­handen ist). (§ 21 der allgemeinen Straßenverkehrs­ordnung.)

Jungvolk sucht Unterkunft!

Ausruf des Iungvolk-StammesWelfen".

An alle Gießener! Unser hiesiger Stamm ist geteilt. Eine ganze Reihe Jungvolk-Iungenschaf- ten stehtobdachlos auf der Straße", das heißt, sie haben kein eigenes Heim. Sollen diese Jungen etwa den Winter über immer draußen spielen, bei Schnee und Regen, Kälte und Tauwetter? Nein! Das darf nicht sein! Deshalb fordern wir alle hiesigen Volks­genossen auf, ihre bekannte Opferfreudigkeit zu zei­gen und uns zu helfen. Sehen Sie bitte einmal xu Hause nach, ob Sie nicht irgendeinen alten Tisch oder Stuhl, der noch einigermaßen zu gebrauchen ist, haben. Und dann, die Hauptsache: Wenn wir nun in einigen Tagen wirklich Einrichtungen für

Was gibt es Neues in Italien?

Don Or. Gustav W. Eberlein, Zftom.

Vogeloasen überall.

Um den Streit über die Nützlichkeit oder Schäd­lichkeit der Zugvögel und Singvögel zu klären, hat nun das italienische Forschungsinstitut für Biologie den praktischen Beschluß gefaßt, nach uni) nach im ganzen Lande Vogelschutzinseln einzurich­ten. In diesenOasen" der Name ist gut ge­wählt, wenn man an die furchtbare Wüste der Vogelvernichtung denkt darf weder geschossen noch mit Leimruten und Netzen gearbeitet werden. Außerdem bringt man Nistkästen an und richtet Futterplätze ein, natürlich ist es nicht so, als ob die ilalienische Wissenschaft im Zweifel wäre über den Wert der Vögel, aber sie muß sich neutral geben, um den vereinzelten Vogelfreunden zum Siege über die Masse der Vogeljäger zu verhelfen. Das kann bei dem Rückhalt, den die letzteren noch vielfach haben, nur glücken, wenn die breitesten Volksschichten, vor allem die Bauern, an Hand von greifbaren Ergebnissen auf dem Gebiete der Land­wirtschaft und Obstkultur überzeugt werden.

Die Schwierigkeiten, geeignetes Gelände für die Oasen zu finden, sind sehr erheblich, herrscht doch im ganzen Königreich noch das System der Patent- jagb, die dem Schießer sogar dieJagd" in Gärten und eingezäunten Kulturen gestattet, wenn die Ein­friedigung nur so hoch ist, daß man hinüberklettern kann. Das heißt, ein Haus- oder Anwesenheits- besitzer muß einen starken Zaun oder eine Mauer von mindestens 1,80 M er Höhe errichten, wenn er vor unliebsamen Feuerbesuchen verschont bleiben will. Daher überall die abweisend hohen Mauern der Villen. Der Gutsbesitzer, der auf seinen Fel­dern nicht jagen lassen will, muß sich erst aus dem Volksgut" der allgemeinen Jagdfreiheit das heißt: der planlosen Vernichtung alles Lebenden loskaufen, bevor er eine besonders zu besteu­ernde Tafel mit demDivieto di caccia «Jagdverbot) anbringen darf, lieber die Massen- rangftätten, wo unsere armen gefieberten Sänger suhrenweise vertilgt werden, ist schon so viel ge- fchrieben und geklagt worden, daß es sich erübrigt, noch einmal darauf einzugehen. Man versteht aber, welch ein erbitterter Widerstand von dieser Gegend her den Schutzbestrebungen entgegengesetzt wird.

Zweckmäßig fängt man also mit den Oasen bei den öffentlichen Parkanlagen der «tadle an, die überdies trefflich zum Anschauungsunterricht für die Jugend geeignet sind. Den rührigen italienischen

Tierschutzvereinen gehört unsere ganze Sympathie. Dieser Tage wurden zum Beispiel auf dem Pincio in Rom in öffentlicher Feier Hunderte von Sing­vögeln der Freiheit zurückgegeben, nachdem sie, weil in der Schonzeit oder mit ungesetzlichen Mitteln gefangen, beschlagnahmt werden konnten. Die Ba- lilla, Mussolinis herrliche Jugendorganisation, stellte den Rahmen. So zieht der neue Geist ein im neuen Geschlecht.

In zweiter Linie sind es. die Jagdschutzgebiete Privater oder die staatlichen Naturparkanlagen, die für die große Ausgabe in Frage kommen. So wurde soeben im Nationalpark von Stra bei Padua, einem zwanzig Hektar großen Gelände, eine Oase mit Hunderten von Nistgelegenheiten und Futterplätzen geschaffen. Die Wunderinsel Capri ist bekanntlich von Mussolini, der dort ein vollkommenes Jagd- unb Fangverbot erließ, erlöst worben. Im Geheimen wird freilich noch viel gewildert, aber wenn jeder Spaziergänger die Fallen und Netze rücksichtslos zerstört, wird den Vogeljägern die Lust allmählich schon vergehen.

An der Tibermündung hat ein bekannter Ade- ligcr Zuneigung zu denStimmen des Himmels gefaßt, doch wird auch dort das Lerchenschießen noch als Sport angesehen. Besser also ist es schon, un­zweifelhaft Oasen zu schaffen, wo sich die Vogel be­dingungslos sicher fühlen.

Die kahle Venus.

Bevor der Oktober zu Ende geht, wird das Ka- pitol befreit sein. Von der Lawine einer zwei e -

den Himmel eines anderen Italien, einer ver- iünaten Roma. Tag und Nacht arbeiten die Spitz­hacken und Loren? um den Schutt abzuraumem Auch das sogenannte goldene Kapitol steht auf dos Campidoglio doro, von dem es bis ms M.tttlatter hinein hieß es berge genau ein Drittel der Schi tz des Erdballs. Später, als die letzten Goldgradtt und Marmorjäger abzogen, verwuchs es mit dem GY zu einem abscheulichen Klumpen.

Wenn die Rede aufs Kapitol kommt, erhebt sich sogleich die alte Streitfrage, ob man die romycye Wölfin und die römischen Adler, die on der grotze Freitreppe hausen wie der kümmerliche Anfang eines zoologischen Gartens, nicht da zupro- vinzlerisch" entfernen solle. Woraus andere erregt und in ihrer römischen Würde verletzt betonen, im Gegenteil, man solle auch die Gänle hinzufugen, die berühmten schnatternden Gänse. Denn sagen öie selbst: Ohne die Gänse kein Kapitol mehr, ohne Ka-

alle Jungenschaften haben, so können wir uns doch nicht in irgendeiner Straße aufpflanzen. Sehen Sie deshalb bitte nach, ob Sie ober Ihre Bekannten nicht ein Dachzimmerchen ober auch eine feste Gar­tenlaube ober einen kleinen Schuppen haben. Um diese Räume zu heizen, wären alte Oefen sehr er­wünscht. Irgendeine Einrichtung haben Sie be­stimmt. Ja, auch Sie können an dem großen Werke der Jugendertüchtigung mithelfen, denn ohne Heime mußte ja der Winterdienst fast völlig ausfallen.

Wenn Sie nun irgendeinen Gegenstand, den Sie entbehren können, aufgetrieben (gefunden) haben, so melden Sie dies bitte auf unserer Geschäftsstelle in der Jugendherberge Ecke Asterweg-Schillerstraße zwischen 15 und 17 Uhr. Also: Auf Wiedersehen bis morgen ober übermorgen auf ber Geschäftsstellei Die Presseabteilung des Stammes Welfen.

Anlagenkonzert

der SA Reserve-Kapelle.

Unter Leitung von Kapellmeister Bruno Her­mann trat gestern die kürzlich auf Anregung und unter tatkräftiger Förderung des SA.-Reserve- Sturmbannführers S o l d a n gegründete S A. - Reserve-Kapelle Gießen mit ihrem ersten Anlagenkonzert vor die breite Oeffentlichkeit. Das Konzert fand am Hindenburgwall gegenüber dem Gymnasium statt und hatte eine sehr große Men­schenmenge als Zuhörer angelockt. Die Kapelle, in deren Reihen sich zahlreiche frühere Militärmusiker befinden, erfreute mit der vortrefflichen Wieder­gabe eines schönen Programms, mit dem sie sich in der besten Weise einführte. Die Darbietungen zeigten das Können der Kapelle in vielseitiger Weise und gaben ihr den berechtigten Anspruch, im Mu­sikleben unserer Stadt als bedeutsamer Faktor ge­wertet zu werden. Die Zuhörer dankten den Mu­sikern und ihrem Leiter für die vortrefflichen künst­lerischen Leistungen mit starkem Beifall. Allgemein hörte man den Wunsch äußern, die Kapelle baldigst wieder musizieren zu hören. Zur Erinnerung an den Tag wurde im Anschluß an das Konzert eine photographische Aufnahme der Kapelle vor der Jo- hanneskirche von dem Photographen Pfaff an­gefertigt. Die Kapelle erbat hierzu ihren Begrün­der und Förderer, Sturmbannführer S o l d a n, in ihre Mitte.

Unkenntnis schühtvorSchaden nicht!

Das, was unsere Väter erhofften und erstrebten, was so oft versucht und niemals gelungen ist, das Deutsche Rationaltheater",

steht heute in greifbarer Nähe. Der Weckruf Adolf Hitlers schafft dem deutschen Theater ein gesin- nungsmäßig geschlossenes nationales Publikum. DieDeutsche Bühne" und das Gießener Stadttheater haben sich zusammengeschlossen in der Erkenntnis, daß es unsere vornehmste Auf­gabe sein muß, in inniger Verbundenheit mit allen theaterliebenden Deutschen eine große Volksgemein­schaft zu fchaffen, die mit uns für die Verwirk­lichung dieses großen IdealsDeutsches National­theater" streitet.

Eine schwere Arbeit liegt vor uns. Jeder Einzelne muß helfen. Der Schwerpunkt des Theaters liegt ja nicht auf der Bühne allein, er liegt auch im Zuschauerraum. Der deutsche Mensch muß wieder aufnahmebereit werden für eine wahrhaft deutsche Kultur. Es ist der Wille unseres großen Volkskanz­lers Adolf Hitler, daß die politischen und wirtschaft­lichen Kämpfe unserer Nation geadelt werden durch die Kunst. Diese Kunst soll allen Volksgenossen zu­gänglich gemacht werden. Dazu verhilftDie deut­sche Bühne"

was muß ich von ihr wissen?

1. Mitglied kann jeder deutsche Bürger werden, dessen monatliches Brutto-Einkommen nicht mehr als 300 Mark beträgt.

2. Der Jahresbeitrag beträgt 1 Mark, für Ehe­leute 1,50 Mark, für Erwerbslose, Wohlfahrts- empfänger, Kriegerhinterbliebene und Kleinrentner 25 Pf.

3. Jedes Mitglied erhält die VereinszeitungDie deutsche Bühne^ monatlich, und zwar ohne zusätz­liche Aufwendung.

4. Jedes Mitglied besucht während der Spielzeit allmonatlich zwei Veranstaltungen zum Preise von 1,40 Mark pro Person; als Unbemittelter sogar nur 1,20 Mark für beide Vorstellungen.

5. Spieltage sind je zweimal im Monat Donners­tag und Samstag.

6. Alle Mitglieder werden hinsichtlich der Güte der Plätze nach dem (ogenanmen Rollsystem voll­kommen gleich behandelt; für Eheleute gibt es zwei nebeneinanderliegende Plätze.

7. Anmeldungen nehmen entgegen: a) Geschäfts­stelle: Dr.Ruckelshausen, Goethestraße 30, b) Theater- kaffe, Johannesstraße.

Sind Sie schon Mitglied derDeutschen Bühne"?

Hitlerjunge Quex" im Lichtspielhaus.

1

Das Gießener Jungvolk, die Hitlerjugend und der BDM. marschieren täglich abends anläßlich der Auf­führungen des FilmsHitlerjunge Quex" im Licht- fpielhaus auf. Unser Bild zeigt das Jungvolk mit feinen Wimpeln, der Hitlerjunge Bötz spricht den

Vorfpruch. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)

Oenwnftrationsabend der Friseure.

In Verbindung mit der Reichshandwerker-Woche veranstaltete die Friseur-Innung am Donnerstag­abend im Gewerkfchaftshaus einen sehr interesian- ten Demonstrationsabend. Der Jnnungsführer, Herr Schäfer, hieß die stattliche Anzahl der Teilneh­mer willkommen und begrüßte besonders den Ver­treter der Handwerkskammer Herr Steinhäu­ser, und die zahlreichen Gäste. In seinen kurzen einleitenden Ausführungen wies er auf die gegen­wärtigen erfreulichen Verhältnisse in unserem Va° terlanoe hin und würdigte die Verdienste des Reichskanzlers um die Einigung des Volkes. Das Friseurhandwerk in feiner Gesamtheit fei vereinigt und stehe geschlossen hinter dem Führer. Sodann kam der Redner auf die Mode im Friseurhandwerk zu sprechen und betonte, daß es nur noch eine Mode, und zwar eine bewußte deutsche Mode geben könne. Vor allem werde mehr Beständigkeit in der Mode angestrebt. Es seien Richtlinien über die Haargestaltung herausgegeben worden, die in Ver­bindung mit dem Schneiderhandwerk, mit dem der Friseur enge zusammenarbeiten solle, geschaffen werden. Unter Berücksichtigung der gegenwärtig getragenen Kleider solle die Haarmode in weib­

pitol kein Rom, ist es nicht so? Und jeder nickt, um zu zeigen, daß er die Geschichte von der Errettung Roms nicht vergessen hat.

Nun kommt noch die Venus dazu, die schaum­geborene. Jeder kennt die kapitolinische Aphrodite aber wo ist die andere, die mit der Glatze?

Venus mit der Glatze? Orrore! Unmöglich!

Und doch war sie seinerzeit hier heimisch, sie kann sich mit den wachsamen Gänsen getrost messen, sie ist ein Vorbild weiblichen Opfermutes, eines Opfer­mutes, der das Vaterland über die Eitelkeit stellt. Schon die ersten christlichen Schriftsteller haben das zugeben müssen, obwohl sie sonst von denHeiden" ja nicht viel hielten und alle sündhaft weißen Sta­tuen dem ftaltofen überantworteten.

Während der Belagerung des Kapitols, so lieft man bei den Alten, wurden die Kriegsmaschinen der tapferen Verteidiger, die Abwehrgeschütze, ausgelei­ert, und es fehlte an Ersatzteilen, die Schleudern und Katapulte zu spannen. Da schnitten fick) die überlebenden Matronen die Zöpfe ab und brachten sie ihren kämpfenden Helden. Die Maschinen ton­ten aufs Neue in die Schlacht eingreifen und der feindliche Sturm wurde abgeschlagen.Lieber woll­ten diese ehrwürdigen Frauen eine Zeitlang ent­stellt an der Seite ihrer Männer leben, als in voller Schönheit als Sklaven unter dem Feind!"

Und da nun die Gallier abzagen, errichteten die Römer der Venus zu Ehren eine Statue auf dem Kapitol und nannten sie die Venere calva, die Ve­nus ohne Haar.

Selbst der heilige Augustin, berühmt durch seine Bekenntnisse, rühmte nach die heroische Tat der Kapitolsverteidigerinnen. Warum sie also nicht heute der Vergessenheit entreißen? Warum die Statue nicht erneuern?

Vielleicht kommen wir also, wenn nicht zu einer glatzköpfigen, fo doch zu einer Venus mit Muschel- topf.

Zeitschriften.

Das Oktoberheft vonVolk und Rasse" (I. F- Lehmanns Verlag München 2 SW., Preis 70 Pf.) bringt u. a. die Festrede, die Professor Dr. Lehmann, Tübingen, anläßlich von Joseph Gottlieb Kölreuthers 200. Geburtstag hielt. Erst feit Kölreuther weiß man, daß die Insekten durch Weitertragen des Blütenstaubes die Samen der Pflanzen zur Fruchtbringung befähigen, er bewies somit die Ge­schlechtlichkeit der Pflanzen. Der von Kölreuther ium ersten Male experimentell betriebenen biolo­gischen Forschungsweise verdanken wir alle wesent­

lichen Erkenntnisse und Erfahrungen der Rassen- hygiene und Erbgesundheitspflege. Dr. S. Ehr­hardt berichtet über dieRassenzusammensetzung des estnischen Volkes" und weist an Hand graphi­scher Darstellungen von statistisch erfaßten Körper­maßen das starke Vorkommen von Merkmalen der nordischen Rasse innerhalb des estnischen Volkes nach. Eine Bilderreihe charakteristischer Köpfe ver- anschaulicht die Ausführungen. In seinem Auf- satzRassenkunde und Volksschule" bespricht Dr. Mierke die Möglichkeiten der rassischen Erziehung des Volkes durch die Schule. Darüber hinaus sollen die Lehrer für den Rassengedanken wirken durch Vorträge unter der Bevölkerung sowie durch Zu­sammentragen und Erforschung von Einzelbeobach­tungen, nach denen die Rassenmerkmale eines Men­schenschlages bestimmt werden können. Ein Aus­zug aus dem im gleichen Verlag erschienenen Werke: Volk in Gefahr" zeigt die erschreckenden Folgen der unterdurchschnittlichen Fruchtbarkeit der Voll­wertigen und der überdurchschnittlichen Fruchtbar­keit der Minderwertigen. Das Heft wird in dankens­werter Weise zur Verbreitung des Rassegedankens beitragen.

Unter dem Titel:4 5 0 Jahre Luther" erschien eine Jubiläums-Sonderausgabe derJllu- ftrirten Zeitung" (Verlag I. I. Weber, Leipzig). Daß diese von Lic. Oskar Thulin, Direktor der Lutherhalle in Wittenberg, herausgegebene Sck)rift besondere Beachtung verdient, wird schon dadurch dokumentiert, daß der neue Reichsbischof Ludwig Müller das Geleitwort dazu schrieb. Berufene Män­ner gestalten in diesem Heft das Bild des Reforma­tors. Den einleitenden AufsatzDer gegenwärtige Luther" schrieb der Herausgeber selbst. Prof. Hahne umreißt die Gestalt Luthers von feiner Abstammung her in dem ArtikelLuther als mitteldeutscher Mensch". .Luthers Gedanken über den Staat" heißt ein Artikel von Prof. F. K. Schumann. Die charak­terlichen Wesenszüge deutschen Volkstums in Luther zeigt der ArtikelLuther der Deutsche" von Prof. G. Ritter auf. Luthers Einfluß weit über das deut­sche Volk hinaus behandelt Prof. H. W. Beyer in dem AufsatzLuthers Weltbedeutung". Prof. D. I. Ficker bringt eine interessante Uebersicht über Luthers Siegel" und Wappen, und Univers.-Musik­direktor G. Kempff läßt aufklingenWelcherlei Mu­sik man einst in Luthers Gottesdienst hörte". Dies ist nur ein Auszug aus dem Inhalt des Heftes, lieber 80, zum Teil farbige Bilder darunter die monumentale erste Wiedergabe des Predella­bildes vom Wittenberger Cranachattar begleiten den Text.