Ausgabe 
20.12.1933 Zweites Blatt
 
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Deutsche hausftauk hast Du Dein weihnachts- Liebesgabenpaket schon abgellesert? vergiß nicht ein Inhaltsverzeichnis darauf anzubringen;

Zerbrichst den Kops Dir hin und her. Grübelst: was zu schenken wär?

Oes Weihnachtsfestes schönste Zier Oie Zwölferkarte" rat' ich Oir!

und der Tisch ist festlich ge­deckt. Aber hast Du t» auch nicht an Geschenken fehlen lassen? Da weiß ich Oir guten Rat: Schenke Lose der -Arbeite- beschaffungs - Geldlotterie^, daS SinzelloS für eine Mark! Da am 29. bis 80. Dezember Ziehung ist, kann btt Lotteriebeteiligten noch In der DeihnachtSwoche ein Gewinn £tber 280000 Gewinne werden ausgelost. Oer 200 000 Mark. Aber ein noch wertvolleres Ge- LoS für deine noch arbeitslosen Kameraden. (S6 Arbeitsmöglichkeit! llnd wenn am Weihnachtsabend kannst Du mit dem frohen Lewußtsein an der 2e- daß Du zu Deines Führers großem Werk der zum Wohle des Vaterlandes beigetragen hast!

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Am Weihnachtsbaum

cilia", geleitet von Lehrer II ge (Oppenrod), und der Rothfche Männerchor, von Lehrer Stein ge­leitet, boten vortrefflich ausgearbeitete Chorlieder dar. Besondere Erwähnung verdienen noch die exakten turnerischen Vorführungen des Turnvereins 1860 Lich. Das Volksstück:Die Alten von Tannen­berg" von Hermann Marcellus warb für den deutschen Gedanken, und das vaterländische Schau­spiel:Und hätte der Liebe nicht..." von Karl Robert Schmidt zeigte den Zuhörern die Pflich­ten der Gegenwart unseren Volksgenossen gegen­über. Die Mitwirkenden waren aus allen Vereinen zusammengestellt und warteten mit guten Leistun­gen auf. Der Abend hielt in allen Teilen das, was man sich versprochen hatte und bedeutete für die Besucher -ein schönes Erlebnis.

)( Lich, 18. Dez. Gestern abend veranstaltete die evangelische Gemeinde im Gemeindesaal einen G e - meindemissionsabend. Missionar Blu­me r - Marburg von der Leipziger Mission hielt einen Vortrag über die Missionsarbeit der Leipziger Mission unter dem Masaivolk Ostafrikas. Einleitend . betonte der Redner die Notwendigkeit der Missions­arbeit gerade in der heutigen Zeit. An Hand von prachtvollen Bildern führte er bann in die Pflan­zen- und Tierwelt der Masaisteppe ein und zeigte zum Schluß Anfänge und Erfolge der Missions­arbeit unter dem Masaivolk. Leider war der Abend nicht so gut besucht, wie er es wegen seiner Dar­bietungen verdient hätte. Am Dor- und Nachmittag des Tages hatte der Missionar in Nieber-Bes- f in gen und in Birklar gepredigt, am Freitag und Montag abend in beiden Gemeinden in Licht­bildervorträgen über die Arbeit der Leipziger Mis­sion in Ostafrika gesprochen.

w. Muschenheim, 19. Dez. Am Samstag wurden von der hiesigen NS. - Winterhilfe die Weihnachtspäckchen gesammelt. Um 20 Uhr versmnmelte sich die Gemeinde auf dem Rathausplatz, wo ein mit Kerzen geschmückter Tan­nenbaum ausgestellt war. hitlerjungens trugen Ge» dichte vor. Lehrer Laun sprach in feiner Weise Über das Weihnachtspäckchen-Sammelwerk. Mit dem LiedeStill« Nacht" klang die Feier aus.

ahrtsdriefmarken sind jetzt auch zwei Narkenheftchenbogen erschienen, die von der Herstellung der Markenhefte in begrenzter An­zahl zur Verfügung stehen. Beide Bogen enthalten Zusammendrucke von zwei Werten und Kehrdrucke, im übrigen aber eine Fülle von Kombinationen, die ür jeden Postwertzeichensammler von besonderem Interesse sind. Alle früheren heftchenbogenmarken ind gut geworden, einzelne Ausgaben davon sind >eute schon gar nicht mehr zu haben und werden

mehrfachem Nennwert gehandelt. Der Der-

kaufsprels für beide Bogen beträgt 20 Mark. Der NS.-Volkswohlfahrt ist eine beschränkte Anzahl die­ser Heftchenbogen zugeteilt worden. An diese wende man sich, wenn Interesse dafür besteht. Bel der sehr regen Nachfrage wird der geringe Bestand allerdings bald vergriffen fein, so daß schnellste Bestellung ratsam erscheint.

** Der Stamm Geusen dankt! Wie der Stammführer des Stammes II der Geusen uns mitteilt, bedankt sich der Stamm Geusen für die gütige Unterstützung, die ihm von Seiten der Eltern­schaft seiner Jungens für die Weihnachtsunter­stützung feiner minderbemittelten Jungoolkbuben zuteil wurde. Nur durch diese Hilfe fei es möglich gewesen, den ärmeren Kameraden eine Weihnachts- sreude zu bereiten.

** Po st Personalien. Dem Postmeister Peter aus Reinheim ist eine Oberpostsekretärstelle in Butzbach übertragen worden. Die Postassistentin­nen Julie Backes von Büdingen und Ella Mör­schel von Schotten wurden nach Stockheim (Ober­hessen) versetzt.

** Dachstuhlbrand. In der vergangenen Nacht gegen 3.30 Uhr brach im Dachstuhl der Schrei- nerroertftätte von E. h. Müller, Schillerstraße Nr. 26, auf bisher noch nicht geklärte Weise Feuer aus. Die Feuerwehr, die sofort zur Stelle war, ging mit einer Schlauchleitung gegen die Flammen vor und konnte in Inständiger Arbeit alle Gefahr be­seitigen. Während der Dachstuhl den Flammen zum Opfer fiel, wurde an der Werkstätte selbst keinerlei Schaden angerichtet, so daß der Betrieb ungehindert fortgeführt werden kann.

** Auf gehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Pronvinzialstraßenstrecke Gießen-Watzenborn, Ortsdurchfahrt (Bahnhofstraße) I Watzenborn, ist seit 15. Dezember aufgehoben worden.

kleines Theaterstück, mehrstimmige Lieder und eine Menge gut crusgewählter Gedichte zur Darbietung. Alle Besucher waren erstaunt über die prächtigen Leistungen der Kinder. Am Schlüsse gab es em« Abschiedsfeier für die Saarferienkinder, die uns am folgenden Tag verlassen haben, bei der der Gesang­verein zwei stimmungsvolle Chöre zu Gehör brachte und Frau Engel, die Führerin des 3rauenD.cr« eins, ihnen Worte des Abschieds widmete. Gleich­zeitig wurde jedem ein schönes Winterkleid über­reicht. Sonntag wurde der Elternabend wieder­holt. Wieder war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Da jedesmal Eintritt erhoben wurde, be­liefen sich die Einnahmen auf 42 Mark, die restlos dem Winterhilfswerk zugeführt werden.

# Lauter, 19. Dez. Die Ortsgruppe der N S. Frauenschaft veranstaltete unter Leitung ihrer Führerin, Frau A. Zimmer, einen wohlgelun­genen Weihnachtsabend. Zur Einführung führte Frau H e n t s ch e l in einer kurzen Ansprache aus, daß die Frauenschaft die Veranstaltung nicht, aus Eigennutz unternommen habe, sondern um allen Kindern wieder einmal das Erlebnis eines schönen deutschen Weihnachtsmärchens zu bieten. Das erste Theaterstück,Die rechte Weihnachts­freude", zeigte, wie Weihnachten heute, im Zeichen des Opfersinns, von Reich und Arm gefeiert wer­den soll. Das zweite zeigte den Struwelpeter im Winterwald, der unter großem Halteh der Kleinen und Großen von dem Christkind gewaschen und gekämmt wurde. Die Pausen wurden durch Lieder der Frauenschaft, sowie Reigen und Tänze der Schulkinder und Jugendlichen ausgefüllt. Den Höhe­punkt des Abends bildete die Bescherung für alle Schulkinder. Das Christkind brachte einen ganzen Schlitten voll Aepfel, Nüsse und Gebäck Burger- meister P i tz schloß die Veranstaltung mit der Bitte, die Einwohner möchten für die Sammlung von Weihnachtsgebäck ebenso reichlich geben, wie sie es bei den seitherigen Sammlungen für das Winter­hilfswerk getan haben, bei denen Lauter immer mit an erster Stelle gestanden habe.

Q Weitershain, 18. Dez. Am Sonntag- abend veranstaltete die hiesig« Schule einen El­te r n a b e n d. Lehrer Fay begrüßte Zue zahlreich erschienenen Eltern und Freunde der Schule und wies besonders darauf hin, daß durch derartige Veranstaltungen das Band zwischen Schule und Elternhaus enger geknüpft werden solle. Nur durch Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus könnten die hohen Ziele der Schule erreicht wer­den. Die Schulklasse von Lehrer Röhrig brachte sodann ein Weihnachtsstück zur Aufführung, das recht wirksam dargestellt wurde. Nach einem Vor- pruch gelangte im weiteren Verlause des Abends das MarchenspielSchneewittchen" durch die Klasse von Lehrer Fay zur Aufführung. Mit großer Be­geisterung spielten die Kinder ihre Rollen. Die Tanzschule Strasser erfreute durch einen schonen Aufmarsch, sowie durch einen reizvollen Reigern Alle Darbietungen sanden großen Beifall. Für die politische Leitung dankte Ortsgruppenleiter Nau der Schule. Lehrer Fay dankte in seinem Schluß­wort allen Mitwirkenden und schloß mit einem drei­fachenSieg-Heil!" auf den Reichskanzler die Ver­anstaltung. .

ch Lich, 19. Dezember. Um dem Wort unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler:In diesem Winter soll niemand hungern und frieren gerecht zu werden, hatten sich auf Veranlassung von Stiftspfarrer D r a u d t, dem Ortsgruppenwart der NS.-Volkswohlfahrt, der Männergesangverem- cilie", der Turnverein 1860, der Krieaerverein, die Freiwillige Feuerwehr und der Rothfche Männer­chor zusammengeschlossen, um am Samstag in der Turnhalle einen Vaterländischen Abend zu veranstalten, der ganz in den Dienst des Win­terhilfswerks gestellt war. Unsere Einwohner­schaft zeigte durch außerordentlich starken Besuch ihre Verbundenheit mit Führer und Volk. Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Herrn Freitag eröffnete mit schneidiger Marschmusik den Abend und trug auch durch ihre weiteren Vorträge wesentlich zum guten Gelingen bei. Ludwig Fischer brachte einen Dorspruch, dem Führer gewidmet, zu Gehör. Stiftspfarrer Draudt schilderte in seiner Ansprache die Be­deutung des Winterhilfswerks für Volk und Vater- land. Er forderte zur tatkräftigen Mithilfe aller Volksgenossen auf. Der Männergefangverein-

schichlsforscher Leopold von Ranke in Wiehe ge­boren (gestorben 1886): 1921: der Generaloberst Hans Hartwig von Beseler in Neubabelsberg bei Lotsdam gestorben (geboren 1850).

Oie Betriebsberichte des Zellenobmanns.

Das Arbeitsgericht in Berlin hatte sich mit der Klage eines Zellenobmannes der NSBO. auf Fort­setzung der Lohnzahlung bis zum ordnungsmäßigen Kündigungstermin zu beschäftigen. Der Zellenob­mann war fristlos entlassen worden, weil er in einem Bericht an die Kreisleitung der NSBO. oer« trauliche Angaben über den Betrieb gemacht hatte, wobei er u. a. auch vonecht jüdischer Frechheit" der Betriebsleiter des Unternehmens sprach.

Das Arbeitsgericht hat der Klage des Zellenod- manns auf Einhaltung der gesetzlichen Künoigungz- frist ftgttgegeben und also Die fristlose Entlassung

Versammlung der Geflügelzüchter im Kreise Gießen.

* Watzenborn-Steinberg, 19. Dez. In Verbindung mit der er ft en Kreisschau für (Beflügel fand hier eine Versammlung öer Geflügelzüchter im Kreise Gießen statt.

Der Kreisvorsitzende Dr. E. Wagner- Gießen begrüßte die Teilnehmer, insbesondere den Gau- sachschastswalter A ck e r m a n n-Sprendlingen. Herr Ackermann hielt einen sehr aufschlußreichen Vortrag über dieRichtige (Beflügelfüt- terung". Er wies darauf hin, daß gerade auch auf dem Lande vorwiegend noch falsch und unsach­gemäß gefüttert wird. Es könne angenommen wer­den, daß täglich je Huhn etwa ein Gramm Futter auf diese Weise verloren gehe, was bei 56 Mil­lionen Hennen das sind 70 v. H. der auf dem Lande gehaltenen Hühner je Tag eine Futter- verschwendung von 1120 Zentner ausmache. Auf das Jahr umgerechnet, ergebe sich demnach eine Futterverschwendung von 403 200 Zentner (Betreibe, oder in Geld umgerechnet von 3 225 600 Mark. In seinen weiteren Ausführungen betonte der Redner, daß auch bei der Fütterung auf eine richtige Ver­teilung der Hauptnährstoife innerhalb der Gesamt­futtermengen gesehen werden müsse, wenn das Huhn optimale Leistungen vollbringen solle. Er forderte die Geflügelzüchter auf, auch den Fragen der Fütterung erhöhte Bedeutung zuzumessen, damit Hand in Hand mit einer besseren Stallhaltung und insbesondere auch Zucht auf Leistung die Nah­rungsfreiheit Deutschlands auf dem Gebiete der Geflügelwirtschaft möglichst bald erzielt werde.

Anschließend sprach der Kreisfachberater für Ge- flügelwirtschaft und Kleintierzucht, Dr. Lang- Gießen, überDie Aufgaben d e r Geflug e l- zuchtvereine und öer Fachberater f u r Geflüchelzucht im nationalsozialisti­schen Staat". Er gab zunächst einen Ueberblirf über die Neuorganisation der deutschen (Beflügel« wirtschaft in den vier Fachschaften und ging in seinen weiteren Ausfübrungen insbesondere auf die Aufgaben der Ortsfachberater ein. Daß dabe, ein einträgliches Zusammenarbeiten mit dem am Ort bestehenden Geflügelzuchtverein selbstverständlich sein müsse sollte nicht besonders betont werden müssen. Dr Lang beschäftigte sich bann mit ben Fragen der richtigen Stallhältung unb ber Pflege ber Tiere, bebanbelte auch kurz bie gerabe auf bem Lande an- zuwendende wirtschaftliche Kartoffel-Magermi ch- Fütterung ber Hübner unb ermahnte bie Züchter, auf bie Leistungsfähigkeit ihrer Tiere befonberen Wert zu legen. ,, ., ...

Beibe Dorträge fanben bei ben zahlreich erschie­nenen Geflügelzüchtern lebhaften Beifall. Nachdem ber geschäftliche Teil der Tagesordnung rasch er­ledigt war, schloß der Kreisvorsitzende die Dersamm- lung mit dreifachemSieg-Heil!" auf den Herrn Reichspräsidenten und unseren Volkskanz­ler Adolf Hitler.

llnterbannaufmorscb der HZ. in Nieder-Ohmen

* Nieder-Ohmen, 19. Dez. Am Sonntag oeranftaltete ber Unterbann V ber Hitler­jugend in Nieder-Ohmen einen Werbeumzug durch das Dorf. Anschließend marschierte der Unter- bann auf dem Brühl auf. Der Unterbannfuhrer hielt eine Ansprache an bie Jungen, in ber er be­sonders bie Disziplin unb Kamerabschaft in ben

1,50 Mark zum ersten Mal das luftige Märchen- viel mit Gesang und Tanz:Schneeweißchen und Rosenrot" von Hermann Steifer unter der Spiel­leitung von Karl Volck: musikalische Leitung Franz Kerzisnik; Kindertanzregie Hannah Spohr. Um 20 Uhr: 11. Vorstellung Im Mittwoch-Abonnement:Minna von Bornheim", Lustspiel von Lessing. Spielleitung Wolfgang Kühne. Gewöhnliche Preise. Ende gegen 22.30 Uhr. Freitag, 22. Dezember, als 12. Vorstellung im Freitag-AbonnementU-Boot 116", Schauspiel von Karl ßerbs; Spielleitung Kurt L ü p k e. Ge­wöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr.

Kamps ber Krankheit." Die Kranken­kasse bes Deutschen Handlungsgehilfenverbandes ver­anstaltet in ben Tagen vom 20. bis 23. Dezember im Heim, Lonystraße 18, unter dem TitelKampf ber Krankheit" eine Gesundheitsschau. Die DHV.» Kasse beabsichtigt damit eine großzügige Aufklärung ihrer Mitglieder über die Fragen der gesunden Le­bensführung. Im Rahmen der Ausstellung finden Vorträge und Lehrgänge statt. Am morgigen Don­nerstag spricht Dr. med. Knaufs überHäus­liche Krankenpflege" undLeistungssteigerung durch gesunde Lebensführung". Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen.

** Von ben neuen beutschen Wohl-

Rechen der Hitlerjugend unb ihrer Führer hervor- hob. Verschiedene neu eingetretene Kameraden wur­den vom Unterbannfuhrer feierlich durch Handschlag verpflichtet. Nach Schluß bes Aufmarsches ging ber Unterbann geschlossen zur Vorführung bes Ton­filmsHitlerjunge Quex", ber allgemein gut gefiel.

Landkreis Gießen.

OOÄlein = ßinben,18. Dez. Am vergangenen Sonntag feierte bie Kleinkinderschule in ber Kirche ihre Weihnachtsbescherung. Unter gemeinsamen Gesang eines Siebes zagen die Klei­nen, geführt von ben Schwestern, in bie gut besuchte Kirche ein. Hier erfreuten sie bie Eltern und Freunde der Kinderschule mit dem Vortrag von Weihnachts- Hebern und Stücken aus der Weihnachtsgeschichte. Mit großem Eifer waren sie bei der Sache, so daß die wochenlangen Arbeiten der Schwester von Erfolg Sekrönt waren. Am Schluß wurde jedem Kind durch eberreichung eines Geschenkes, das von Mitglie­dern der Frauenhilfe gearbeitet worden war, eine besondere Freude bereitet. Anschließend an dies« Feier fand die Christfeier bes Kindergvt- t e s b i e n ft e s statt. In liturgischer Feier mit Ein» zeldarbietungen unb Sprechchören boten die Kinder mit ihren Helferinnen messianische Weissagungen unb bas Weiynachtsevangelium bar. Auch hier wurde jedem ber mehr als 200 Kinder ein kleines Weihnachtsgeschenk überreicht.

* Grohen-Buseck, 18. Dez. Dieser Tage oer- anftaltete bie Werbeleitung ber ßanbesfilmffelle Sübwest ber NSDAP, im Saale ber Gastwirtschaft Wilhelm Wagner eine Filmvorführung. Die ganze Einwohnerschaft, bie SA., SAR. unb bie Hitlerjugend nahmen zahlreich teil. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, ßehrer O r t - wein begrüßte die Teilnehmer und führte sie im Geiste in die Zeit Friedrichs des Großen zurück. Nach einem instruktiven Film, der unsere Reichs­wehr im Wehrsport zeigte, folgte der Hauptfilm des Abends unter dem TitelSchwert und Z o p f", der bie Jugendzeit Friedrichs bes Großen lebendig werden ließ und außerdem den Soldaten- könig Friedrich Wilhelm I. in feiner ganzen Strenge schilderte. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Volkskanzlcr Adolf Hitler wurde der Abend beschlossen. Arn Nachmittag fand eine Vorstellung für die Schuljugend statt, zu der auch die Kinder einiger benachbarter Orte erschienen waren.

* Daubringen, 19. Dez. Jrn neu hergerich­teten Saale von Willi Erb sand dieser Tage ein Heimatabend derFreiwilligen Feuer­wehr statt. Die Ortseinwohner hatten ber Ginla­bung zahlreich Folge geleistet. Der 1. Kommanbcmt Wilhelm Braun III. begrüßte die Teilnehmer. Besonbers hieß er ben Zellenleiter Dr. Bubing unb ben Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier (Gie­ßen) willkommen. Er wies barauf hin, baß ber Reinertrag bes Abenbs an bas Winterhilfswerk ab­geführt werde. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier betonte, baß bie hiesige Freiwillige Feuerwehr in richtigen Führerhänben fei. Sie beweise burch bie Veranstaltung bes Abends, baß sie geschlossen hin­ter unserem großen Führer Abolf Hitler stehe, auf ben er ein breifachesSieg-Heil!" ausbrachte. Ein von Fräulein Schminke verfaßter unb von Fräulei Elisabeth Opper vorgetragener Prolog, sowie ein Theaterstück, fanben allen Anklang. Tanz beschloß ben Abenb.

= Rübbingshausen, 19. Dez. Dieser Tage würbe von ßehrer Flath mit seiner Schulklasse ein Elternabend veranstaltet. Es kamen ein

zurückgewiesen. In dem Urteil (28/31 AC. 362/33), das von grundsätzlicher Bedeutung ist, heißt es u. a.:

Wenn ber Betriebsratsvorsitzenbe und Zellen- obmann auf Anordnung feines Kreises dem zustän­digen Kreisleiter der NSBO. einen vertraulichen Bericht über Vorgänge in seinem Betriebe erstattet, bann kann ber Arbeitgeber ihn nicht fristlos ent­lassen. Dies gelte auch bann, wenn per Zellen- obmann in bem für bie Öffentlichkeit nicht be­stimmten Bericht beleibigenbe Steuerungen gegen Den Arbeitgeber gebraucht habe.

In ben Entscheibungsgrünben wird darauf hinge­wiesen, daß der Zellenobmann auch in einer Be­triebsversammlung sich in ungehöriger Weise ge­äußert habe unb daß dieses Vorgehen des Zellen­obmannes zu beanstanden fei. Der Unternehmer habe aber selbst erklärt, daß er dieses Auftreten nicht als Anlaß der Entlassung genommen habe, sondern lediglich den schriftlichen Bericht des Zel­tenobmanns. Dieser Bericht sei aber unstreitig nicht für bie Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Das mässe berücksichtigt werben. Weiter sei es selbstverstänblich, daß im internen Verkehr ber einfache Arbeiter mit ber NSBO. eine andere Sprache und Ausdrucks­weise anwende, als im öffentlichen Geschäftsverkehr üblich fei. Der Arbeiter spreche naturgemäß in der ihm naheliegenden Sprache, bie er auch sonst im Umgang mit seinen Berufskollegen gebraucht. Da­bei bestehe für ihn kein Anlaß, die drastischen Wendungen und Ausdrucksformen des einfachen Arbeiters zu vermeiden.

Auch im Winter deutsches Gemüse!

Von ber ßandesbauernschaft Hessen- Nassau, Hauptabteilung II, erhalten wir fvl- genbe Zuschrift:

Die Zufuhren von auslänbifdjen Obst- unb Ge­müseerzeugnissen, besonders Blumenkohl, Kopfsalat und Endivien, haben in ben letzten Tagen, beson­ders am Frankfurter Markt, erheblich zugenommen, ohne daß ein Bedürfnis dafür vorliegt. Die heimi­schen Erzeuger können trotz der kalten Witterung ihre Erzeugnisse nicht verkaufen. Wenn es vvr- kommt, daß hiesige Erzeuger in dieser Zeit vom Markte nach Hause gehen, ohne überhaupt für einen Pfennig verkauft zu haben, oder Umsätze von 2 bis 3 Mark tätigen, so ist die Wirtschaftslage genügend gekennzeichnet. .

Deutsche Hausfrauen kauzr deutsche Gemüse, die die heimische Scholle für bie Ver­wertung in biefer Jahreszeit zur Verfügung stellt, wie Wirsing, Weißkraut, Rotkraut, Rosenkohl, Felb- sätet, Endivien, Winterkohl, Schwarzwurzeln, Ka­rotten, Sellerie, Weiße Rüben u. a.! Die Verwen­dung des Weißkohls für Sauerkraut ist in weitem Umfange geboten. Müssen wir ausländischen Kops- sätet ober Blumenkohl essen, wenn wir 25 bzw 50 Pfennig für ein Stück Kopfsalat bzw. Blumenkohl zahlen müssen? Wäre es dann in ber heutigen Zeit, in der Tausende von Volksgenossen kaum das dringend Notwendige zum ßebensunterhalt besitzen, nicht Pflicht jedes Deutschen, das zu essen, was die deutsche Heimat hervorbringt? Zumal die Notlage der heimischen. Gärtner zum großen Teil dadurch bedingt wird, daß große Mengen ihrer Erzeugnis e unverwertet bleiben, so daß nicht nur bie geleitete Arbeit unnütz war, sondern auch bie für bie Er- zeugung nun einmal notroenbigen Ausgaben ver­loren gehen. Daraus ergibt sich bie trostlose ßagc dieses Berufes. .

Deutsche Hausfrauen, o e r l an g t in ben ßäben deutsche Erzeugnisse Ver- langt, daß diese als solche öffentlich.gekennzeichnet werden. Der Reichsnährstand, Abteilung Garten­bau, hat besondere Schilbchen Herstellen lassen, die an den heimischen Erzeugnissen angebracht werden. Jedes Geschäft hat die moralische Pflicht, di« Kenn­zeichnung durchzufähren.

Bekämpfung der Schnakenplage.

Die Polizeibirektion Gießen teilt mit: Die Grund­stückseigentümer werben nochmals auf bie Bekannt- madiuna des Kreisamts Gießen im Amtsverkunbi- aunasblatt Nr. 65 vorn 12. Dezember 1933 hinge- wiesen, wonach jeder Grundstückseigentümer ver- pflichtet ist, in ben Monaten Dezember bis Fe- bruar die auf feinem Grundstück befindlichen, ben Schnaken zur Brut dienenben Gewässer (Master- tümpel), Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauche­gruben, Abortgruben usw. nut einem zur Bertil- gung ber Brut .'eigneten Mittel (Saprok Pe ro- leum usw.) zu üvergießen. Nichtbefolgung hat Le- trafung gemäß §3 der Polizeiverorbnung, betreft fenb bie Bekämpfung ber Schnakenplage vom 28. November 1911 zur Folge.

Bornottzen.

Tages kalenber für Mittwoch: Stabt« theater 15 bis 17.30 Uhr,Schneeweißchen und Rosenrot": 20 bis gegen 22.30 UhrMmna von Selm1. - Lichtspielhaus,

Kuß in ber Sommernacht . Turmhaus am Branb 16 bis 18.30 Uhr, Kunstausstellung. - Verein Rubersport, 20.30 Uhr, Bootshaus, außer- orbentlidje Generalversammlung. Turnverein v. 1846, 19.30 Uhr, Turnhalle, Stemstraße, We h

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