Nr.m Srübausgabe
183. Jahrgang
Dienstag, 20.Juni 1933
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwonlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undiürdenAn. geigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (BieQeiL
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Dollfuß verbleiet hie NSDAP., SA. und SS. in Oesterreich.
Gin Anschlag gegen Hilfspolizei.
Wien, 19.3uni. (WTB.) Wie aus ft r e m s (Donau) gemeldet wird, wurden heute nachmittag gegen eine Abteilung Hilfspolizei, die von einer Uebung zurückkehrte, drei Handgranaten geworfen, dop. denen zwei explodierten, während eine unwirksam gemacht werden konnte Bon den Hilfspolizisten sollen zwölf Mann schwer und acht leicht verletzt worden sein. Die Täter entkamen unerkannt in den nahen Wald. Es sollen sofort außerordentliche Polizeimaßnahmen getroffen und aus Wien Militär - und Polizeioer st ärkungen nach Strems beordert worden sein.
Es wird weiter bekannt, daß es sich um eine Kruppe der als Hilfspolizisten in Ausbildung stehenden Ehri st lich Deutschen Turnerschaft handelt, die auf dem Schießplatz im Alauntal eine Uebung abgehalten hatte. Von einem Waldhang herab wurden zwei zusammengebundene Handgranaten auf die Abteilung geworfen. Beide Granaten explodierten. Nach einer amtlichen Feststellung wurden 16 Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert, davon sind drei schwer verletzt.
Ser Beschluß des Mmsterrats.
Wien, 19. 3uni. (WTB) Die Amtliche yiatfy- richtenslelle meldet.
Der Bundeskanzler Dr. Dollfuß ries sofort nach Erhalt der Nachricht von dem Anschlag auf eine Assislenzkompanie in Krems den Älinisterrat zusammen, der bis in die späten Abendstunden tagte. Der Sicherheitsmini st er berichtete, daß die polizeiliche Untersuchung und teilweise Geständnisse der verhafteten bezüglich der letzten Sprengst o f f a I l^n täte in Wien einwandfrei erwiesen haben, daß die Teilnehmer an diesen Attentaten der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und deren Schutzstaffeln (SS.- und SA -Abteilungen) angehoren Aus Grund dieser Tatsachen beschloß der winisterrat, die SA.- und S S. - Abteilungen, sowie den vaterländischen Schutzbund aufzulösen und der österreichischen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (Hitler-Bewegung) jede Betätigung in Oesterreich und insbesondere auch die Bildung irgendwelcher Parteiorganisationen zu verbieten. Damit sind auch alle Abzeichen der Partei verboten. Bezüglich der Vorfälle in Krems sind alle Maßnahmen getroffen worden, um Weiterungen restlos zu verhindern. Die strengste Untersuchung ist eingeleitet.
Wiener amtliche Darstellung des Vorfalls in Krems.
Wien, 19 3uni. (WTB.) Zu den Vorfällen in Krems meldet die Amtliche Nachrichtenstelle: Heute um 17 Uhr marschierten vom Egelsee unweit von Krems, wo eine Schießübung abge- halten worden war, eine Abteilung der Hilfs- Polizei in Stärke von 56 Mann und hinter ihr eine Kompanie des Infanterie-Regiments Ar. 6 nach Krems zurück. Während des Marsches wurden von zwei bisher unbekannten Tätern gegen die Hilfspolizeiabteilung drei Handgranaten geschleudert. Zwei Handgranaten explodierten innerhalb der Abteilung, die dritte wurde von einem Hilkspolizisten aufgefangen und geistesgegenwärtig auf das freie Feld hinausgeworfen, wo sie, ohne Schaden anzurichten, explodierte. Von der Abteilung wurden 3 0 Mann verletzt. Von ihnen mußten 16 ins Spital gebracht werden- Drei davon sind schwer verletzt. Außer den Hilfspolizisten wurde auch ein Zivilist, ein pensionierter Portier der Tabaksabrik in Krems, Mohko, der 'Blumen pflückte, verletzt. Den Tätern, von denen Personenbeschreibungen vorliegen, gelang es. zu flüchten- Ihre Verfolgung durch Gendarmerie und Militär wurde ausgenommen.
Der Vezirkshauptmann von Krems hat für die Gemeinden. Krems, Stein und Mautem zum Schuh von Sicherheit und Eigen- t u m mit sofortiger Wirksamkeit entsprechende Maßnahmen ungeordnet. Die Hausflure muffen um 20 Ahr, die Schanklokale um 21 Ahr geschloffen fein. Ansammlungen und Gruppenbildungen in den Straßen find ver- boten. Zur Verstärkung des Sicherheitsdienstes wurden von Wien die Gendarmerie-Schulabteilung und eine Gruppe der Kriminalbeamtenabteilung entsendet und außerdem wurde die Garnison Krems entsprechend verstärkt.
der Stadt wurde die Ruhe nicht gestört. Die Bevölkerung ist über das Bombenattentat entrüstet.
Die Heimwehren als Scharfmacher?
Wien, 19. Juni. (TU.) Obwohl man seit langem wußte, daß bei der österreichischen Regierung eine starke Strömung bestand, die Nativ- nalsozialistische Partei zu verbieten, kommt der Beschluß des Ministerrats doch überraschend. Noch in den späten Nachmittagsstunden wurde ausdrücklich von einer dem Sicherheits- m i n i ft e r i u m nahestehenden Seite erklärt, daß es nicht beabsichtigt sei, am Montag die Angelegenheit der Anschläge in Wien im Ministerral zu besprechen, da man noch Ergänzungen zu den Erhebungen wünsche Außerdem steht fest, daß der Landbund bis zum letzten Augenblick einen Be-
Ichluß auf Verbot der Nationalsozialistischen Partei Wider st and geleistet hat. Wenn nun trotz, dem dieser Beschluß in aller Schärfe zustandegekom- men ist, so ist a n g e b 11 ch die unmittelbare Ursache für den Beschluß der aus ft r e m s gemeldete Anschlag. Allerdings kann man wohl der Meinung fein, daß auf feiten der Heimwehren alles geschehen ist, um diesen Anlaß zur Durchsetzung der gerade von dieser Seite seit langem geforderten schärfsten Bestimmungen gegen die NSDAP, zu benützen.
Oie Auswirkung des Verbots.
Wien, 19. Juni. (WTB.) Die unmittelbare Wirkung des Verbots der politischen Betätigung Der Nationalsozialistischen Partei erstreckt sich, wie die „Neue Freie Presse" berichtet, auch auf die U n - terlassung jeder parteipolitischen Tätigkeit im nationalsozialistischen Sinne, auf die Auflösung der Parteiorganisationen, auf Unterbindung jeglichen Verkehrs in den Vereinslokalitäten, auf Unterlassung der Verwendung von Papier und Stempeln mit Parteiaufdrucken und auf das Tragen von Parteiabzeichen. Die Parteipresse muß, wenn ihr weiteres Erscheinen überhaupt in Frage kommt, sich vollkommen umstellen und weder hinsichtlich der nach dem Preßgesetz vorgeschriedenen Angaben über Eigentümer, Herausgeber und Druckort, noch auch im Inhalt der Aufsätze die Beziehung zur Partei erkennen lassen.
Eine weitere Frage, die aber im heutigen Ministerrat noch nicht emschieden worden ist, betrifft die Mandate der nationalsozialistischen Abgeordneten in den Landtagen und im Bundesrat. Nach Auffassung maßgebender Stellen können diese Mandate, da sie eine parteipolitische Tätigkeit im verbotenen Sinne ermöglichen, annulliert werden. Die verfassungsrechtliche Frage soll noch geklärt werden. Die Vertreter des L a n b b u n b c s in ber Regierung Haden sich bisher stets gegen eine Maßregelung ber Nationalsozialistischen Partei ausgesprochen unb die Meinung vertreten, daß man nicht d i e Partei als solche verantwortlich machen dürfe. In welcher Form die Landbundminister trotzdem das Zustandekommen des heutigen Ministerrats beschlusses ermöglicht haben, ist noch nicht bekannt. Nach einer Version sollen sie für den Beschluß gestimmt haben, nach der anderen Version hätten sie sich der Stimme enthalten. Sämtliche Gar nisonen Oesterreichs, sowie die Polizei sind seit heute abend in Alarmbereitschaft.
Zuwiderhandlungen gegen die Verordnung werden mit Geldstrafe bis zu 2000 Schilling oder mit Arrest bis zu sechs Monaten oder mit beiden Strafen belegt. Gegenstände, auf die sich die strafbaren Handlungen beziehen, können eingezogen werden. Der Versuch der Zuwiderhandlung gegen die Verordnung ist strafbar. Straffällige, die nicht österreichische Bundesbürger sind, find nach dem Schulgesetz vom 27. Juli 1871 zu behandeln.
Iustizminister Schuschnigg sprach im Wiener Rundfunk über die Beschlüsse des Ministerrats. Er erklärte u. a., die Regierung habe immer wieder betont, daß sie den Frieden wolle. Run seien die Bomben explodiert. Oesterreich fei im Verlauf feiner Geschichte mehr als einmal der Vorwurf gemacht worden, daß es zu spät gekommen fei. Die Bundesregierung habe einen solchen Bortourf nicht auf s i ch und auf Oesterreich laden können. Daher der Beschluß des Ministerrats. -
Das Hauptblatt derNSDAp. verboten
Wien, 20. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die „Deutsch-österreichische Tageszeitung", das Haupt- blatt ber NSDA P., i ft verboten worben. Der in Gang befinbliche Druck ber Morgennummer würbe von ftriminalbeamten angehalten. Dem verantwortlichen Schriftleiter würbe aufgetragen, sich zur Verfügung ber Polizei zu halten.
Oollsuß' „Dank" an einen deutschen Kämpfer. Wien, 19. Juni. (WTB.) Das Mitglied der deutschen Gesandtschaft Heinz E o h r s wurde Montagnachmittag mit dem fahrplanmäßigen Berliner Flugzeug abgeschoben. Eohrs war Dienstagfrüh verhaftet worden, hat also eine Woche im Polizeigefangenen- h a u s in Wien zugebracht. Eohrs ist als Oberleutnant der deutschen Armee an der Is on- zofront mehrfach verwundet worden. Wegen seiner Arbeit in Kärnten war ihm seinerzeit die besondere Anerkennung der Landesregierung ausgesprochen worden. Die Polizei stört ein Lichterfest.
Wien, 19. Juni. (WTB.) Wie alljährlich, sand auch diesmal am Samstag, 17. Juni, das Lichter- f c ft in Melk an der Donau statt, das sich zugleich zu einer nationalsozialistischen Sonnwendfeier gestaltete. Die Teilnehmerzahl war, wie ber „ftampfruf" meldet, infolge ber be- hörblichen Gegenmaßnahmen geringer als sonst, so würben z. B. vier Gesellschastsautos mit Nationalsozialisten von ber Gendarmerie nicht in bie Stabt hineingelassen. Ganz Melk glich einem Heerlager, überall sah man Gendarmerie, die sich auf „Heil - Hitler" - Rufer mit ausaepflanztem Bajonett stürzte. Als sich Nationalsozialisten auf dem Hauptplag sammel
ten, wurde eine regelrechte Attacke gegen sie unternommen.
Auf einen Wiener Autobus wurde bei der Heimkehr ein Anschlag verübt, lieber bie Straße war ein brei Meter langer, einen halben Meter dicker Baumstamm gelegt worden, und nur durch die Geistesgegenwart des Wagenlenkers wurde ein Unglück verhütet.
England und die österreichische Rroge. London, 19. Juni. (TA.) Auf eine Anfrage im Anterhaus gab der englische Anterstaats» sekretär Eden eine Erklärung zur österreichischen Frage ab, die allerdings die Frage nur äußerlich behandelte und am Kern der Dinge vorbeiging. Er erklärte, die englische Regierung verfolge mit Interesse und Sympathie die Anstrengungen, die der österreichische Bundeskanzler nicht nur zur Wiederherstellung der österreichischen Finanzen auf einer gesunden Grundlage, sondern auch zur Aufrechterhaltung des Ansehens und der Anabhängigkeck Oesterreichs mache. Die Abgeordneten hätten wahrscheinlich in der Presse die neuerlichen Zwischenfalle gelesen, die, wie er leider sagen müsse, zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich geführt hätten. Die englische Regierung beobachte die Lage genau und hoffe, daß ein rasches Mit-
B u d a p e ft, 19. Juni. (TU.) Der „Az Est" bringt eine ilnterrebung seines Wiener Berichterstatters mit dem ungarischen Ministerpräsidenten G ö m - bös bei dessen Durchreise in Wien über seine in Deutschland gewonnenen Eindrücke. Gömbös erklärte u. a., daß der Wahlspruch ^Deutschland erwache!" überholt sei, da Deutschland bereits tatsächlich erwacht sei. Er habe Erfurt mit der Aeberzeugung verlassen, daß i n Deutschland eine grenzenlose Begeisterung herrsche. Charakteristisch sei, daß sich die deutsche Arbeiterschaft massenhaft zu Hitler bekenne. Der ,Hitle- rismus" fei eine endgültige Lösung so, wie auch der Faschismus eine endgültige Lösung in Italien sei. Daraus ergebe sich für Ungarn die Folgerung, daß dabei mit einer ständigen politischen Richtung zu rechnen sei. In politischer Hinsicht fei Reichskanzler Hitler derselben Aeberzeugung wie er, Gömbös. Durch den D i e n st am Frieden diene man am besten auch den Interessen seines eigenen Landes. Aeber die d e u t f d) - ungarischen W i r t s ch a f t s f r a g e n erklärte Gömbös, daß die in Ungarn begonnenen Verhandlungen von Sachverständigen weiterfortgeführt würden.
Die erörterten Mrischastsfragen.
Wien, 19. Juni. (WTB. Funkspruch.) Mi- nisterpräsident Gömbös, der heute vormittag hier eingetroffen ist, erklärte einem Pressevertreter über das Ziel seiner Reise, daß die bevorstehende Erntezeit unb die Tatsache, daß der Absatz der ungarischen Bodenprodukte auf den Märkten seiner Rachbarn nicht ausreicht, es angezeigt erschienen ließen, schon jetzt die Gelegenheit einer Aussprache mit dem Reichskanzler zu ergreifen, deren Rotwendigkeit sich in den in Budapest begonnenen Besprechungen mit reichsdeutschen Wirtschaftspolitikern ergeben hatte. reicht mir zur großen Genugtuung", erklärte der Ministerpräsident, „daß ich beim Reichskanzler ein weitgehendes Verständnis für die wirtschaft lichen Bedürfnisse Angarns gefunden habe und zweifle nicht, daß die noch zu treffenden Abmachungen für die gesamte mitteleuropäische Wirtschaf tsregelung von weittragender Bedeutung sein werden. Selbstverständlich haben
t e l gesunden werden möge, um die Arsache zu beseitigen, die zur Reibung zwischen den beiden Ländern geführt habe.
KeineLleberraschung in Berlin.
Ter Eindruck
des Verbots der österreichischen NSTUP.
Berlin, 19. Juni. (ERB.) In Berliner politischen Kreisen hat das Verbot der RSDAP. in Oesterreich keine besondere Acberraschung aus- gelöst. Die Vorgänge dev»lehten Wochen haben bewiesen, daß die Regierung Dollfuß seit langem auf dieses Ziel b i n arbeitete. Ohne Beweise dafür zu erhalten, sind von österreichischer amtlid>er Seite die Anschläge, die sich u. a. in Innsbruck, tn Wien und heute in Krems ereignet haben, denRationalsozia- listen zur Last gelegt worden, um auf diese Weise Maßnahmen gegendiePar- t e i ergreifen zu können. Die österreichischen Ra- tionalsozialisten haben ihrerseits Demgegenüber wiederholt mit aller Entschiedenheit erklärt, daß sie mit den Attentaten nichts zu tun hätten und jede Illegalität auss schärfste mißbilligten. Wenn sich die österreichische Regierung trotzdem dazu entschlossen hat, der RSDAP. jede Betätigung in Oesterreich zu untersagen und die nationalsozialistischen Formationen auszu- lösen, so muß ihr bie Verantwortung für dieses Verbot überlassen bleiben, dessen Folgen noch nicht abzusehen sind. Der Vormarsch ber nationalsozialistischen Bewegung in Oesterreich wirb allerbings auf biefem Wege nicht aufzuhalten fein.
wir bei biefer Gelegenheit alle Fragen durchgesprochen, die die Interessen unserer beiden Länder berühren. Es erübrigt sich, zu betonen, daß Ungarn unverändert an seinen bewährten Freundschaften fest hält, unter denen das Verhältnis zu Oesterreich einen hervorragenden Platz einnimmt.
Oer Eindruck im ungarischen Parlament. Budapest, 19. Juni. (WTB.) Ministerpräsident Gömbös begab sich unmittelbar nach feiner Rückkehr aus Deutschland in die Sitzung des Parlaments. Die Mitglieder der Regierungspartei brachten ihm stürmische Ovationen dar, während die Sozialdemokraten mit Zwischenrusen zu stören versuchten. Der demokratische Abgeordnete R a s s a y kritisierte die Reise Gömbös, und zwar behauptete er u. a., sie hätte dazu beigetragen, das Vorgehen der österreichischen Regierung gegen den Rationalsozialismus zu erschweren.
Der nationalsozialistische Abgeordnete M e s k o gab seiner Befriedigung darüber 'Ausdruck, daß der ungarische Ministerpräsident mit dem mächtigen nationalsozialistischen Deutschland Fühlung genommen habe, zumal ja die RSDAP. zuvor ihre Delegierten zu wirtschaftlichen Studien nach Angarn entsandt habe. Im übrigen werde der Anschluß über kurz oder lang doch erfolgen, und Ungarn tue am besten, wenn es sich zu dieser Frage gänzlich neutral verhalte.
3n parlamentarischen Kreisen rechnet man damit, daß Präsident Gömbös am Dienstag im Parlament ausführlich über seine Reise nach Berlin Bericht erstatten wird.
Französische Gedanken.
Paris, 19. Juni. (WTB.) Mit der Reise des ungarischen Ministerpräsidenten beschäftigt sich heute vormittag eine Anzahl von Blättern, die, wie der „Quotidien", die Frage stellen, ob Ungarn Deutschland die Tür nach dem Osten öffnen wolle. Allgemein wird die Reise Gömbös', die in Budapest erst im letzten Augenblick bekannt geworden sei, politische Bedeutung beigelegt.
Ministerpräsident Gömbös (links), Vizekanzler von Papen (Mitte) und der Reichskanzler bei öei.i großen Reichswehrkonzert im Berliner Deutschen Stadion, an dem 20 Musikkorps teilnabmea.
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Äflerpräfibenl Gömbös über SeuWani).


