Ausgabe 
20.1.1933 Frühausgabe
 
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SJ.-fpori

Wirtschaft

Ausschreitungen in Mainz.

adel»

im Gange.

Deoifenmacrt Berlin - Frankfurt a M

61.75

62

85.5

Bantnolen.

1.25

1,25

1,25

1,25

87

86,25

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85

60,75

84,75

79.5 I 94,65 78

66.5 8,35

77,5 1

Gebesserte Kreditsicherheit.

Seit Anfang 1932 hat die Zahl der Konkurse und der Vergleichsverfahren rasch abgenommen, die Wechselproteste haben sich stärker vermindert, als der Wechselumlauf. Anderseits scheinen tue angemelde'en Konkurse und Vergleichsverfahren für die Gläubiger mit ungünstigeren Ergebnissen abzuschliestcn. 3m ganzen ist aber, wie im Wochenbericht des Instituts für Kon unkturfor- schung geschrieben wird, in Industrie. Handel und Handwerk doch eine beträchtliche Bes­serung der Kreditsicherheit festzustel­len. Dagegen sind in der Landwirtschaft zwar die finanziellen Schwierigkeiten für viele Betriebe durch gesetzliche Maßnahmen gemildert worden. Die Gläubiger müssen aber nach wie vor damit rechnen, daß große Teile ihrer Forderungen an die Landwirtschaft uneinbringlich sind. Die Zah­lungseinstellungen hatten im Dezember wieder etwas zugenommen, wobei es sich aber wohl um eine saisonmäßige Bewegung handelte. Trotz aller Vorbehalte darf man es als Tatsache betrachten, daß sich die Zahlungseinstellungen in Industrie, Handel und Handwerk vermindert haben.

Die Gestaltung des Setreidemattiö.

WTD. Amtlich wird mitgeteilt: Die Markt- Meinung gewisser an der Gestaltung des Getreide­marktes beteiligter Gruppen ist, wie in Fach­kreisen allgemein bekannt ist, nicht günstig. Man geht dort stets davon aus, daß infolge der be­sonders guten Erträge der letzten Ernte erheb­liche Lieberschüsse vorhanden seien, die innerhalb des laufenden Iahres keinen Absatz finden könnten. Diese Auffassung ist nur bedingt richtig. Gemessen an einigermaßen normalen Ber-

E ine n Außenseitersieg gab es beim Frankfurter Hallen-Handball-Turnier, da die Turn« gemeinde Bodenheim alle favorisierten Mannschaf­ten ausschalten konnte und im Endspiel mit 5:1 über die TG. Sachsenhausen siegreich blieb.

Grttzner ..................

Dlalntraftroerte Höchst a.M. .

Süddeutscher Zucker .......

6,75 4,55

4.75

4,8

6,7

10,75

5,5

23,2

6,5

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4,7

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22.5

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78,25

67

61,5

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85,13

87 4

86,9

85,5

85

Ein S iäbriges Mädchen a's Lebensretterin.

WLA. C o r b a ch , 19. Ian. Der zum Zweck der Regulierung abgedämmte Kuhbachgraben war kurz vor dem errichteten Wehr zugefroren. Auf der Cisdede vergnügten sich mehrere Kinder mit Schleifen. Im Eifer des Spiels näherten sich die Kinder immer mehr dem dünneren Ende der Eis­decke, als plötzlich ein kleiner Iunge einbrach. Da das Wasser an dieser Stelle über 1,5 Meter tief ist, versank das Kind gleich im Wasser. Seine fünfjährige Spielge­fährtin, die Tochter Les Arbeiters Erich Odel, eilte kurz entschlossen dem Eingebrochenen zu Hilfe und zog ihn wieder ans rettende Ufer. Rur der Unerschrockenheit des 5jährigen Mäd­chens ist es zu verdanken, daß der Knabe vor dem Tode des Ertrinkens bewahrt wurde. Erwachsene waren zur Zeit des Unfalls nicht zur Stelle.

Langgesuchter Auto- und Motorraddieb festgenommen.

WSR. F r a n k f u r t a. M., 19. Ian. Gestern konnte der seit langem gesuchte Auto- und Mo­torraddieb Otto D ö d e r, ein 2^jähriger Auto­schlosser, festgenommen werden. Röder wird auch von den Staatsanwaltschaften Gie­ßen und Hanau g"e sucht. Seit längerer Zeit hat er hier unangemeldet gewohnt. Im Okto­ber v. I. hat er in Donhausen ein Auto ge­stohlen und dieses dann in Frankfurt verkauft. Ferner hat er in der Umgebung von Frankfurt am Main Motorräder gestohlen und sie dann ebenfalls in Frankfurt zu Geld gemacht.

Hclstngwrs.

Wien

Prag .....

Budapest ...

Sofia.....

Holland ....

C«lo.......

Kopenhagen. Slockdolm..

London .....

Buenos Aires Neugott...

Brüllet....

Italien.....

Paris

Schweiz ...

Spanien... T anzig....

Japan .....

Rio de Jan.

Jugoslawien Ltstabon ...

6,65

4.45,

4,75

4,7

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5,6 |

22,9 I

4% Ceitenridil)d)v Woiorcmc... 4,20% cellerreichilche Silbe rrente 4% Ungarilche Goldrenir ...

4% Ungarilche Siaoisrenle v. 101o 4'/,% ve«gl von 1913

5% obgell Sioldmextlaner von 90 4% lürtlldir -sollanleche von 1011 4% türtUdji* Bagdadbalm-Anleihe

Serie I

4% veegl. Serie II 6% Runiän. vereint). Renie v. 1003 44%Runiä».vercini).Reniev.lS1g 4% Rumcknstche vereinst. Renio .. ß%% Anatolier ..............

6,5 4.5

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23

sende L,------.

werden neue Verpflichtungen bekannt. Es haben jetzt Rieger-Breslau, Altenburger-Stuttgart und Broccardo-Guimbretiere einen Vertrag erhalten.

Für das vom 3. bis 9. Februar lau- Frankfurter Sechstagerennen

Dalum

Bereinigte Stadlwette........

Oiavl Minen ...............

Kaltwette VlfcherSleben

Kaliwerke Wcstereacln

Kaliwerke Salzdetfurth

6% Deuricht Reichsanlcide v. 1021 6% rstein.7% Ti. Meich-anl. v. 1920 st^-% Doung-Anletl>e von 1930 ..

Teutjche Ant.-Ablüf.-Schuld mb

Auslot.-Rechten ...... .

Lesgl. ohne Anttlol.-Rechte......

6% cbem.8% Heft. Bolksstaat 1920 trückzablb 102%)

Oberl>eHen Provinz-Anleihe mb

Auslol.Rechten

Deutsche Komin. Sainmelab l.An leide Serie 1 mit Auslol.-Rechlen

6% ehern. 8% franst. Hdp.-Bo>st Goldpfe. 15 unkündbar bli 1935

C% fbem. 7% .granll Hyp.-Ban!

Soldvfe in unkündbar bi- 1936 t»Vi% ebem. 4V,% Franks. Hyp.

Bank-Llou.-PIaiidbttese .....

6*4% ehern. 4*4% Rheinilche Hdv. Bank-Lia».-Äoldpsc.

6% ehern. 8% Pr LanbeSpfand bttejonsiali, Pfandbttcfe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landcöpsand bttekansta.'l. Pkandbttele fll V*

79.2 |

14,13

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65,25

8,3

77

SchuNsteis Patzen Hofer.....

Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg..............

ZeUstosl Waldhos.........

Zellstoss Aschassenburg .... Dessauer (staS ............

Daimler Motoren.........

Deutsche Linoleum Orentlcin Si Koppel Leonhard Tietz...........

2hade..................

V. f. Lich.

Zu einem besonderen Ereignis dürfte das am Sonntag auf hiesigem Sportplatz zum Austrag kommende Tresen unserer Ersten mit Steinbachs l. werden. Tressen doch hier zwei Mannschasten zu­sammen, die auf Grund der bisher gezeigten Leistungen ein Anrecht auf die vordersten Plätze ihrer Klasse haben. Für die Rasenspieler wird das Spiel gleichzeitig ein Gradmesser für die derzeitige Form der Mannschaft sein. Ob die Plahbcsiher in der Lage sind, ein ebenso gün­stiges Ergebnis wie im Vorspiel herauszuholen, ist fraglich.

Sandvatt im Lahn-Oünsbera« Gau

Ein weiteres Aufstiegspiel wird am kommen­den Sonntag in Rorded aus getragen. Hier trifft der Favorit Albach mit dem Meister des 2. Be­zirks zusammen. Die Gäste müssen auf der Hut sein, denn daß der Plahbesitzer einen nicht zu unterschätzenden Gegner abgibt, hat am Sonntag Garbenheim auf eigenem Platz erfahren. Man erwartet einen harten Kampf, den die technisch besseren Gäste zu ihren Gunsten entscheiden sollten.

Zu einem Gesellschaftsspiel fährt die 1. Mann­schaft des Tv. Lollar nach Marburg und hat als Gegner die Mannschaft der dortigen Freistuden­ten. Die Freistudenten sind noch in guter Er­innerung aus dem Gesellschaftsspiel im vergan­genen Sommer in Rodheim gegen eine Kombi­nation Rodheim-Kinzenbach. Die Lollarer werden sich anstrengen müssen, wenn sie sich ehrenvoll behaupten wollen.

In einem wei'.eren Gesellschaftsspiel empfängt die 1. Mannschaft und Iugendmannschaft des Tv. Launsbach die 1. und 2. Mannschaft des DHB. Gießen. Das Vorspiel der beiden 1. Mannschaften ging seinerzeit mit 8:5 für Launsbach verloren. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorauszu­sagen.

Neuer deutscher Hochsprung-Rekord.

Die Düsseldorferin Frl. Rotte stellte beim 12 Brandenburgischen Hallensportfest mit 1,55 Me­ter einen deutschen Rekord im Hochsprung der Frauen auf. Den alten Rekord hielt Frl. Rotte selbst mit 1,54 Meter.

Birger Nuud

bei den Deutschen Ski-Meisterschasten.

Wie die sportliche Leitung der Deutschen Ski. Meisterschaften in Freudenstadt-Baiersbronn mit teilt, wird sich der in Johanngeorgenstadt ansässige Norweger Birger Ruud, der am Sonntag mit 76 Meter einen neuen deutschen Rekord aufstellte, an den Titelkämpsen beteiligen.

Rennen so verschärft worden sein, daß sie zum Bruch führen mußte. Mit Ausnahme einer tu.zen Zeit während der Rausch in Amerika weilte, ha­ben die Beiden ständig eine Mannschaft gebildet. Rausch und Hürtgen gewannen zusammen fünf Sechstagerennen und besetzten fast ein duhendmal einen zweiten Platz. Während man über die wei­teren Pläne von Hürtgen noch nichts näheres er­fahren konnte, hört man von Rausch, daß er sich für die nächsten Sechstagerennen nach einem an­deren Partner umsehen und dann im Sommer wieder Dauerfahrer werden will. Gr hat ja bekanntlich in Amerika einen verheißungsvollen Versuch als Dauerfahrer unternommen, den er aber später nicht fortsehte.

Auch Sieronski und Geyer bei derTour".

Neben Stapel und Thierbach, die schon vor eini­ger Zeit für dieTour de Fran:e^ verpflichtet wurden, haben nun auch der Berliner Sieronski und Geyer-Schweinfurt für diese Veranstaltung Verträge erhalten. Mit Geyer stehen die Ver­handlungen vor dem Abschluß.

Kurze Sportnotizen.

Hans Stud von Villie^ wird am 5. Fe­bruar mit seinem Mercedes-SSK. im Rennen auf dem Eibsee an den Start gehen.

In einer von Tilden aufge ft eilten Weltrangliste der Tennisprofis nimmt den ersten Platz Weltmeister Martin P l a a vor Tilden, Nüßlein und Kozeluh ein. Roman Najuch folgt an sechster Stelle.

DerKilometer lanc fe", das bekannte St. Moritzer Ski-Geschwindigkeitsrennen, mußte erneut verlegt werden, und zwar auf den 15. Februar.

Keine besondere Zugkraft haben die deutschen Meisterschaften im Eisschnelläufen, die am Wochenende in Altona ausgetragen werden. Bisher sind erst drei Nennungen eingelaufen.

B e i der diesjährigen Reichsfahrt des ADAC, soll unter die Sonderprüfungen erst- mals auch eine Geschwindigkeitsprüfung aufgenom­men werden. Als Strecke kommt die Avus in Frage.

Handball der E>p.-Dg. 1900.

1900 i Heuchelheim I 9:6 (4:4).

Nachdem das ursprünglich vorgesehene Spiel der 1 Handballmannschaft der Spielvereinigung 1900 flogen die Mannschaft der 3. Kompanie des diesigen Bataillons aussallen mußte, sprang die 1. Els des Sportvereins 1920 Heuchelheim ein und lieferte auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe den 1900ern einen interessanten, spannenden, aber sehr fairen Stampf. Die Gäste stellten eine außerordentlich schnelle Mannschaft, gegen die die 1900er alles auf- bieten mußten. Die Blauweißen gingen auf Grund ihrer etwas besseren technischen Durchbildung gleich zu Beginn In Führung und führten schließlich sogar mit 3:0. Nun aber tauten die Gäste auf, holten Tor auf Tor und vermochten nicht nur ein 3:3 zu er­zielen, sondern sie schossen auch noch ein Führungs­tor für sich. Das Halbzeitergebnis lautete aber doch wieder 4:4. Nach der Pause gaben die 1900er den Ton an; sie spielten überlegen und vermochten in regelmäßigen Abständen fünf weitere Tore zu er­zielen. Die Gäste ließen nach und vermochten nur noch zweimal erfolgreich zu sein.

ZV.Teutonia" Laubach.

TB. Teutonia Laubach I DfR- Butzbach I 0:3 (0:2).

2lm Sonntag trafen sich die beiden Mannschaf­ten auf dem Laubacher Sportplatz zum fälligen Verbandsspiel. In der ersten Halbzeit konnten die Gäste 2 Tore für sich buchen, da sie sich auch im Feldspiel etwas besser als die Einheimischen zeigten. Vom Beginn der zweiten Halste an führte die Platzmannschaft ein überlegenes Spiel vor. konnte aber infolge Schußpech und der starken gegnerischen Abwehr zu keinem Erfolge kommen. Bei einem schnellen Durchbruch der Butzbacher fiel and) noch ein drittes Tor. Das Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf. Den Teutonen blieb das verdiente Ehrentor versagt.

brauchsverhältnissen ist nämlich eine Ueberpro- duktion noch nicht vorhanden. Es bestehen viel­mehr nur Absatzschwierigkeiten, weil infolge der großen ArbeitsloFgleit die Konsumkraft der Be­völkerung stark gesunken ist. Die Getreidemengen, die aus diesem Grund keinen Absatz finden kön­nen, nimmt die Stützungsstelle fort­laufend auf; sie wird dies auch weiterhin tun und die aufgenommene Ware dem Markt zum mindesten für die Dauer dieses Getreide­wirtschaftsjahres fernhalten, es sei denn, daß eine so starke Belebung des Arbeitsmarktes eintritt, daß die Heranziehung der Stühungsmengen für den Verbrauch notwendig oder doch ohne Ge­fährdung der angemefsenen Preisbildung mög­lich ist.

* Reichsbürgschaft für Düngemittel- I i e f e r u n g. Durch Notverordnung des Reichs- Präsidenten vom 19. Januar 1933 ist der Reichs­finanzminister ermächtigt worden, für die Lieferung von Düngemitteln zur Frühjahrsbestellung in ähn­licher Weise wie im letzten Frühjahr eine Reichs­bürgschaft in Gemeinschaft mit den Düngemittel­syndikaten zu übernehmen. Die Einzelheiten der Regelung werden in den nächsten Tagen von den in Frage kommenden Syndikaten bekannt gegeben werden; sie werden voraussichtlich sich im allge­meinen an die letztjährigen Bedingungen anschlie­ßen. Da der Verteilungsschlüssel für etwaige Ver­luste aus der Garantie zwischen Reid; und Syndi­katen gegenüber dem Vorjahr zugunsten des Rei­ches geändert worden ist, war es möglich, die Ga­rantie des Reiches zahlenmäßig wesentlich niedri­ger zu halten als im Vorjahre. Zur Sicherung der Düngemittelforderungen und der Forderungen aus Lieferung von erkanntem Saatgut ist ferner roteber»

AoL-LZeH"-G1äub:ger fordern Begnadigung für Kreß.

Die Gläubiger-Versammlung des mit 23 000 Mark verschuldeten SC. Rot-Weih Frankfurt wählte einen Ausschuß, der aus den Herren Dr. Hahn, Road und Boos besteht. Dieser Aus- schuß ist beauftragt, mit dem derzeitigen Vorstand in Verbindung zu treten, die Bücher zu prüfen und eine Generalversammlung zu beantragen, auf der das Ergebnis der Besprechungen mitgeteilt werden soll. Das wichtigste Ereignis der Gläu­biger-Versammlung war jedoch die Tatsache, daß sämtliche Anwesenden für eine Intervention beim süddeutschen Verband zwecks Begnadigung von Kreß und Genossen und sofortiger Einstellung etwaiger Verfahren gegen Rot-Weiß-Mitglieder stimmten. .

Es wurde der Meinung Ausdrud gegeben, daß nur bei einer Mannschaft mit bekannten und zug­kräftigen Hamen die Steigerung der Einnahmen und damit eine Tilgung der Schulden inöglid) sei. Das vom Verein verlangte Moratorium dürste von den Gläubigern voraussichtlich gegeben werden.

Rausch und ©ürfaen aefrennf.

Das Ende der populärsten Sechstagemannschaft.

Rausch und Hürtgen, die beid.n anschei- neud unz rtiennlichen Kölner Mannschastssahrer. haben fid) getrennt. Das ist eine Nachricht, die in den Radsportkreisen derart sensationell ein» fd)Iägt, daß man ihr einfach mit Unglauben ge­genüber Rebt. Man glaubt es nicht, daß die bei­den Kölner, die im Laufe der Iahre wirklich zu einer Mannschaft zusammengewachsen waren, ent­zweit haben sollten. Aber es ist so. Als in den letzten Tagen die Frankfurter Winterbahn mit Rausch und Hürtgen Verhandlungen führte, um die beiden Fahrer für das bevorstehende Frank­furter Sed)stagerennen zu verpflichten, wurde ihr mi'geteilt, daß Rausch und Hürtgen nicht mehr zusammen fahren würden.

Die Uneinigkeit zwissen den Beiden, die lange Zeit Deutschlands stärkste und vor allem auch po­pulärste Sechstagemannschaft bildeten, soll nicht einmal neuesten Datums sein, aber erst durch das Ausbleiben der erhofften Erfolge in den letzten

um ein Früchtepfanbrecht eingeführt worben, das ähnlich wie im Vorjahre ausgestaltet worben ist.

frankfurter Abendbörte sehr ruhig.

F r a n k f u r t a. M., 19. Jan. Das Geschäft an ber Abenbbörse war wieber sehr ruhig, boch konnten sich bie Kurse auf bern festeren Mittagsschlußniveau gut behaupten. Aud) bie Grunbstimmung schien etwas zuversichtlicher zu sein, wenngleich bie unge­klärte innerpolitische Lage auch weiterhin bei ber Spekulation unb bern Publikum Zurüdhaltung be­stehen läßt. Von ben wenigen Kursen, bie zunächst zur Notiz kamen, waren Bekula unb Mannesmann bis % Prozent höher. Bei letzteren regte eine Mel- bung von besserer Beschäftigung ber Röhreninbustrie burch Russenaufträge an. Gelsenkirchen Bergwerk eröffneten zunächst V» Prozent niebriger, boch konn­ten sie sich im Verlause um % Prozent wieber be­festigen. IG.-Farben unb Rütgerswerke waren bis % Prozent schwächer, Holzmann nannte man un- ueränbert 50 Prozent, auch Reichsbank blieben mit 159 Prozent voll behauptet.

Arn Rentenmarkt würben in Alt- unb Neu­besitzanleihe bei unoeränberten Kursen kleine Um- ätze getätigt. Späte Reichsschulbbuchsorberungcn teilten sich mit 77% Prozent etwas höher, Golb- pfanbbriefe waren unveränbert bei ruhigem (9e- chäft.

Im weiteren Verlaus zogen JG.-Farben um % Prozent an, später bröckelten bie Kurse aber in- olge ber Geschäftsstille eher etwas ab, größere Aus- chlöge waren aber nicht zu beobachten. Holzmann tarnen mit 50 Prozent un,oeränbert gegen ben Mit­tagskurs zur Notiz. Altbesitzanleihe 67% Prozent, Neubesitzanleihe 8,70, Schutzgebietsanleihe 6%, 6 Prozent Hessen Volksstaat von 1928 76, 6 Prozent Stahlocrein 63%, 6 Prozent Franks. Hyp. Bank Golb Reihe6 85%, 6 Prozent Franks. Psanbbrief- bank Golb Reihe 3 bis 17 85%, 6 Prozent Rhein. Hyp. Bank Golb Reihe 18 bis 25 85%, Reichsbank 159, Gelsenkirchen 58%, Harpener 81%, Mannes­mann 60, Rheinstahl 71%, Stahlverein 32%, Aku 37%, AEG. 28%, Bekula 118, Daimler Motoren 20, Scheibeanstalt 147%, JG.-Farben 101% bis 101% bis 101%, Holzmann 50, Rhein. Elektro Mannheim 100, Siemens 122, Reichsbahn-VA. 92%, Hapag 17%. Von fremben Werten lagen Ana­tolier Eisenbahn mit 23% Prozent etwas fester.

Schwedische Eishockey« öste in Berlin

Vor 1500 Zuschauern kam am Mittwoch bas erste Eishodeyspiel im neuen Jahre in ber Reichshaupt- ftabt zur Durchführung. Der Berliner Schlittschuh- Club hatte sich bie Mannschaft von Göta Sto.iholm verpflichtet. Die Schweben, bie bie geschlossenere Mannschaft stellten, siegten mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0).

Bhllivv Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Ecmeniwett Karlstadt.. Watch & streytag ....

MSN. Mainz, 19. Jan. Bei bern gestern abenb aus Anlaß bes Jahrestages ber Reichsgrünbung von ben Nationalsozialisten veranstalteten Fadel- z u g kam es zu wieberholten Störungen ber öffentlichen Ruhe unb Orbnung. Besonbers in ber Binger Straße ereigneten sich tätliche Aus­schreitungen. Mehrere Verletzte würben fest- gestellt unb einer von ihnen mit Hiebverlehungen am Kopf ins stäbtische Krankenhaus eingeliefert. Bei bem Tumult würbe auch bas Tor eines Hau­ses in ber Binger Straße beschäbigt. Die Poli­zei nahm fünf Personen vorläufig f e st. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen sind

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Sjöh« der «fulefjt defchtoffenen Dimdende an. - Reich-bankdi-kon, 4 o.Sy. Lombardzmsfutz 5 o.S).

3 ®. garbcn.Jnvustttc todidbcanflall........

(Yoldfckmidt Rütgerrmerkc Mctallgelelllchaft

Jranklutt o.M.

Berlin

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0

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Norddeutscher Lloyd .........

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0

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81,25

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0

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1

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136.5

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60.25

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59,75

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0

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69,75

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33,5

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Sranrrun a. M.

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18-1.

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19-Januar

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Amtliche Dotierung

Selb | Brie

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51.95

52,05

12,465

12,485

12,465

12,485

3,057

3,063

3.057

3.063

169,18

169,52

169.18

169.52

72,13

72,27

72.23

72,37

70,08

70,22

70,38

70,52

76,67

76.83

76,82

76,98

14,08

14.12

14,09

14,13

0,858

0,862

0,858

0.862

4,209

4.217

4,209

4.217

58,29

58,41

58,29

58,41

21,54

21.58

21,54

21.58

16,43

16,47

16.425

16.465

81 02

81.18

81 .00

81.16

34,37

34.43

34,37

34.43

81.72

81.88

81,77

81.93

0,869

0.871

0.869

0,871

0,239

0,241

0.239

0,241

5,554

5.566

5.554

5.566

12,83

12.85

12,83

12,85

Berlin, 19. Januar

(S*tlb

Brie'

Amettkantiche Noten..............

4.20

4,22

58,13

70,01

70,29

Englifche Noten ...........

14.05

14,11

16,385

16.445

ArJIiinhHrtiP Noten ............

168,81

169,49

Italteniiche Noten................

21.48

21,56

hrorwegiiche Noten .............

72,06

72,34

Deutsch Oesterreich. 6 100 Schilling

Rumanilche Noten .............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

76,65

76,95

Schweizer Noten.................

80,82

81.14

34.23

34,37

Ungarilche Roten ................