Ausgabe 
19.7.1933 Erstes Blatt
 
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trieb kommenden Fabriken mit Rübenverarbeitung 209, während in der vorigen Kampagne 200 Fabri­ken mit Zuckerrübenverarbeitung in Betrieb waren.

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 19. Juli. (WTB. Draht­meldung.) Bei der Dörseneröffnung zeigte das Kursniveau wieder eine uneinheitliche Entwicklung, da vielfach kleinere Realisa­tionen vorgenommen wurden, die bei der zunächst zögernden Haltung der Kurse meist Rückgänge von 0,25 bis 0,75 Prozent verursachten. Schließlich setzte sich die seit Tagen anhaltende Befestigung wieder durch und die Llmsatztätigkeit war auf manchem Marktgebiet etwas lebhafter. Die Ereig­nisse der letzten Zeit wirkten nach. Außerdem lie­gen aus der Wirtschaft neue Belebungs­zeichen vor, wobei IG.-Farben besonders an­regend war, weil man trotz der Erportschwierig- keiten von einer Steigerung der Umsätze berichtet. Die anfänglichen Einbußen wurden daher nach den ersten Rotierungen meist wieder eingeholt und darüber hinaus leichte Besserungen erz-elt. Durch feste Haltung fielen am Kalimarkt Salzdetfurth mit plus 5,5 Proz. auf, ebenso fest lagen Reichs­bahn. Auf den übrigen Marktgebieten bröckelten die Kurse zunächst ab, befestigten sich später aber ebenfalls, wobei IG.-Farben um 1 Proz., Man­nesmann, Phönix und Stohlverein um 0,5 bis 1 Prozent erhöhten. Erhöhtes Interesse bestand auch am Rentenmarkt für Reubesitzanleihe, die von 11,60 auf 11,80 anstieg, auch Altbesih und späte Reichsschuldbuchforderungen waren 0,25 bis 0,75 Prozent gefestigt.

Im Verlaufe machte die Befestigung zwar Fort­schritte, doch verlagerte sich das Interesse speziell auf den Anleihemarkt, an dem die Reubesihan- leihe, die bis auf 12 Prozent anzogen und in spä­ten Reichsschuldbuchforderungen, die 0,50 Prozent gewannen, ziemlich lebhafte Umsätze zu verzeich­nen waren, wobei sich aber in der Hauptsache die Spekulation betätigte. Auch Reichsbahn wurden zu Pari lebhafter umgeseht. Am Aktienmarkt waren außer einigen Montanwerten noch IG.- Farben gefragt. Gold- und Liquidationspfand­briefe sowie Kommunalobligationen blieben ge­sucht und zogen durchschnittlich um 0,75 Prozent an. Stadtanleihen konnten sich nach längerer Ruhepause vielfach bis zu 1 Prozent erhöhen, auch Staatsanleihen zogen etwas an, während Indu­strieobligationen nur wenig Beachtung fanden. Don fremden Werten ließen Türken weiter leicht nach, auch Schweizer Bundesbahnanleihen und die Oesterreichische Goldrente bröckelten bis zu 1 Pro­zent ab. Tagesgeld stellte sich mit 3 Prozent auf unverändert.

tvollte. Dor mehr c im Geschäftsbericht einander, daß die aus der Furcht vo das Wirtschaftslebei Ursache des Kapita sei. Don diesen Gel früher als die mcifa mit dem politischen sozialisnius befaßt i zugestimmt. Äamentli haltenen Reden ilai WaWsche Ideen ai PMMn ümwäizu Echvn vsi fyiUe er i dah der Dienst am wirtschaft leinestvec sundcn Crtverbsftre typ. den Generaldir sich immer als Die des Aufbaus. Die in solcher Gesinnun geübt Hot, wird er Wirtschaftspolitik z les fortsetzen könne

Mit besonderen l schen Sparer und Schmitts entgegensc mit großem Dachdrr und für die Erfüllm Sangenen Derpslicht daher damit gcrcdjn Aeichswirtschastsmini D,e Beziehungen zwis< nrai mit rauher Ha widersprechen wird Mnelcr Derwalter ?ar, wird e> WM deutschen Volk Rju schützen wis M seiner hervorr« tees

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Heute abend 7V2 Uhr wurde unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder und Onkel

Gießen (Bruchstraße 19). Meißen, Groß-Gerau, den 18. Juli 1933.

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Bekanntmachung.

Unsere vom 18. d. M. datierte Bekannt­machung wird auf Anordnung des Lan­deskirchenamtes wie folgt abgeändert.-

1. Die Wahloorschläge sind spätestens am Donnerstag, dem 20. Juli, mittags 12 Uhr, einzureichen.

2. Ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden, so kann bis Freitag, den 21. Juli, ein weiterer Wahloorschiag eingereicht werden. 4634D

Gießen, den 19. Juli 1933.

Für die Wahlkommissionen der Matthäus-, Markus-, Lukas-, Johannes-, Luther und Petrusgemeinde.

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Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Juli, 2% Uhr nachmittags auf dem Neuen Friedhöfe statt.

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Hine Glocke

Symbol für Olympia 1936.

Der Organisations-Ausschuß für bje XI Olympi­schen Spiele in Berlin wählte als Symbol für die Veranstaltung eine Glocke aus, die die Inschrift Ich rufe die Jugend der Welt" tragen wird. Dieses Symbol wird schon bei den Vorarbei­ten als Signum aus Briefköpfen und Drucksachen Verwendung finden. Für die Spiele wird eine wirk­liche Glocke hergestellt werden, die bei der Eröff­nungsfeier am 1. August 1936 und beim Abschluß am 16. August geläutet werden soll Außerdem ist geplant, die einzelnen Entscheidungskämpfe durch einen Glockenschlag ankündigen au lassen Kleine Nachbildungen der Glocke in verschiedenen Größen und Metallen sollen als Erinnerungszeichen gegeben und auch an das Publikum verkauft werden.

Kömgschießen

her Gchühengesellschast 1926 Gießen.

Am vergangenen Sonntag hielt die Schützengesell­schaft 1926 Gießen e. V- ihr diesjähriges König- schießen ab Die Beteiligung war gut. Es wurden insgesamt 443 Schuß abgegeben bis die letzten Reste des Adlers von der Stange fielen Schützenkönig wurde Hermann Gebauer, 1. Ritter: der vorjäh­rige Schützenkönig Karl Schneider und 2. Ritter: Willy Götz. Nachmittags wurde dann im Beisein der Familien auf dem schönen Waldschießstande dem neuen Schützenkönige, sowie den beiden Rittern die Königskette und die Sterne überreicht.

Kurze Sportnotizen.

Die IV. Akademischen Weltwinter- I pi ele 1 9 3 5 werden wiederum in St. Moritz ab­gehalten werden

Jv na th-Berger-Metcalfe, dieses her- oorragende Sprinter-Dreigestirn, wird am 30. Ju i beim internationalen Sportfest in Düsseldorf im 100- Meter-Lauf zusammentreffen.

Deutschlands A m a t e u r - B o x st a f f e I zu dem Länderkamps am 23. Juli in Essen gegen Italien steht wie folgt: Spannagel (Barmen), Beck (Dufsel- dcrf) Otto Kästner (Erfurt) Schmedes (Dortmunb), Kugler (München), Blum (Altena), Kyfuß (Gevels- berg) und Voosen (Köln).

Auf unbestimmte Zeit oerfchoben wurde von der DSB. die Vorschlußrunde um den Adolf-Hitler-Pokal im Handball, die am kommenden Sonntag hätte steigen sollen. Der Grund für diese Maßnahme ist der schlechte Besuch der bisherigen Spiele.

Oesterreich besiegte Spanien im Da- ois-Pokal-Kampf ohne Spieloerlust mit 5:0.

Vizekanzler von Papen nimmt, entgegen einer heute morgen veröffentlichten Meldung, nicht an dem Hindernisrennen in Karlshorst teil. Der Vizekanzler befindet sich zum Zeitpunkt des Rennens nicht in Berlin, sondern in Urlaub.

Das 18. Deutsche Bundeskegeln.

schinen bzw. die Wiederinbetrieb­nahme still gelegter Maschinen ver- boten, die bei der Herstellung von Zigarren, Zigarillos oder Stumpen zur Anfertigung des Wickels oder zum Ueberrollen mit dem Deckblatt verwendet werden können. Nicht von dem Verbot be­troffen sind die Hilfsmaßmafchlnen, wie z. B. die Tabak-Reiß-, die Tabak-Schneide-, d,e En rippungs- mafchinen und die durch menschliche Kraft betriebe­nen Wickeltücher. Ausnahmen von dem Verbot kön­nen für Ersatzbeschaffungen und zur Forderung der Ausfuhr von Maschinen zugelassen werden. Soweit Wickel- und Ueberrollmaschinen beim Inkrafttreten des Gesetzes in Betrieb sind, dürfen sie weiter verwendet werden. Die Betriebe, die solche Maschinen verwenden, dürfen aber im Verlauf eines Rechnungsjahres Zigarren, Zigarillos oder Stum­pen nur bis zu der Gesamtmenge Herstellen, die sie im Rechnungsjahre 1932/33 erzeugt haben.

Die hiernach zulässige Gesamtmenge kann herab- gesetzt oder auf einzelne Monate verteilt werden. In einer Durchführungsverordnung wird bestimmt werden, daß in der nächsten Zeit Zigarren, Zigaril­los und Stumpen bis zu der Gesamtmenge herge- stellt werden dürfen, die in der gleichen Zeit des Vorjahres erzeugt worden ist, wobei die Mehrer­zeugung in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli 1933 gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres ange­rechnet werden wird. Die Betriebe, die noch Wickel­und Ueberrollmaschinen verwenden dürfen, können bis 15. August 1933 dem Hauptzollamt erklären, daß sie vom 16. August ab auf die Maschinenarbeit ver­zichten und zur Handarbeit übergehen. In diesem Falle kommt die Herstellungsbeschränkung rückwir­kend in Fortfall. Wird eine solche Erklärung später abgegeben, so bestimmt der Reichsminister der Fi­nanzen, von welchem Zeitpunkt ab die Herstellungs- beschränkuna entfällt.

Der Reichsminister der Finanzen ist ermächtigt worden, bis zum Gesamtbeträge von 2 M i l l. R M. Unter st ützungen an solche Betriebe zu gewähren, die Wickel - oder Ueberroll­maschinen nicht mehr verwenden oder solche Maschinen Herstellen. Die Festsetzung der Ein­zelheiten für die Gewährung der Unterstützungen bleibt einer Durchführungsverordnung vorbehalten.

*

* Der deutsche Zuckerrübenanbau im Jahre 1933. Nach einer Zusammenstellung des Statistischen Reichsamtes sind im Jahre 1933 im Inland 277 764 Hektar und im Ausland 2082 Hektar mit Zuckerrüben für die Zuckerfabriken des Deut­schen Reiches angebaut worden. Im Jahre 1932 um­faßte die Erntefläche 223 336 bzw. 1695 Hektar. Dies bedeutet also eine Vermehrung um 54 815 Hektar oder 24,4 v. H. gegenüber der Erntefläche 1932. Für 1933/34 beträgt die Zahl der voraussichtlich in Be-

Blick auf die Kegelbahnen während der Wettkämpfe.

Wirtschaft

Oie Beschränkung der Maschinen­arbeit in Zigarrenbetrieben.

Berlin, 17. Iuli. Die Reichsregierung hat, wie bereits gemeldet, ein Gesetz über die Ein­schränkung der Verwendung von Maschinen- in der Zigarrenindustrie beschlossen. Obwohl in grundsätzlicher Hinsicht erhebliche Bedenken be­standen, durch eine gesetzliche Unterbindung der Maschinenarbeit in die freie Wirtschaft einzugrei­fen, hat sich die Reichsregierung doch wegen der ganz besonderen Lage der Zigarrenindustrie zu diesem Schritt entschlossen, der durch die Erwä­gung erleichtert wurde, daß es sich um eine nahe­zu ausschließlich auf den Inlandsmarkt beschränkte Industrie handelt. In dieser Industrie haben in

letzter Zeit Maschinen Eingang gesunden, die schon jetzt zahlreiche Arbeiter freigesetzt haben, und die bei zunehmender Einführung zur weiteren Ent­lassung einer erheblichen Anzahl von Arbeitern führen würden. Damit würde der gesunde Charakter der Zigarrenindustrie als eines mittelständischen Gewerbezweiges zerstört und die Lebensgrundlage der Gebiete, in denen die Zigarrenindustrie heimisch ist, vernichtet werden.

Um eine solche völlige Umgestaltung der Zigarren­industrie zu verhindern, und um die in der Zigar­renindustrie wegen der Verwendung der Maschinen um sich grxifende Arbeitslosigkeit einzudämmen, hat die Reichsregierung als einstweilige Uebergangs- maßnahrne die Neuaufstellung von Ma-

Oberheffen.

Tödlicher Verkehrsunfall bei Okarben.

Okarben, 18. Iuli. Im Laufe des heutigen Rachmittags ereignete sich inmitten des hiesigen Ortes ein schwerer Verkehrsunfall, dem der 56- jährige Gespannführer Gottlob Gutbrod von hier zum Opfer ficL Gutbrod befand sich mit sei­nem Fuhrwerk unterwegs, als sich von rückwärts und von vorne Personenkraftwagen näherten, die sich ungefähr auf der Höhe des Fuhrwerks trafen. Während der von vorne kommende Personenkraft­wagen wie auch der Gespannführer die rechte Straßenseite innehielten, versuchte der Metzger- meister Dorr von Friedberg mit seinem Perso­nenkraftwagen zwischen dem anderen Kraftwagen und dem Fuhrwerk hindurchzufahren. Dabei streifte der rechte Kotflügel des Autos das linke Vorderrad des Pferdefuhrwerks und das Verdeck das Sattelpferd. Die Pferde scheuten und rasten davon. Dabei stürzte der Gespannführer Gut­brod vom Wagen und geriet unter die Räder des Fuhrwerks, die ihm über den Leib gingen. Der bedauernswerte Mann wurde sofort in die Wohnung seines Arbeitgebers gebracht, wo er bereits eine Viertelstunde später den erlit­tenen Verletzungen erlag.

Landkreis Gießen.

* Alten-Buseck, 18. Juli. In der Nacht zum Montag gerieten auf der Straße von Alten-Buseck nach Saubringen zwei junge Männer, die sich mit ihren Fahrrädern begegneten, in Streit, der in Tät­lichkeiten ausartete und in dessen Verlauf der 24jäh- rige Metzger Karl Einhäuser von Alten-Buseck zwei Messerstiche in die Brust davontrug. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht wer­den. Der Täter, ein junger Mann aus Saubringen, ist ermittelt.

* Saubringen, 17. Iuli. Dieser Tage fand hier im Vereinslokal W. Erb die Gleich­schaltung des Sport-Clubs 19 21 Daubringen statt. Nachdem der bisherige Vorstand seine Aemter niedergelegt hatte, er­läuterte Gauführer Henkel, Gießen, Sinn uhd Zweck der Gleichschaltung und übernahm an­schließend nach einstimmiger Wahl das Amt des Versammlungsleiters und Alterspräsiden­ten. /Unter dem Symbol des neuen Deutschlands wurde der neue Vorstand durch Handschlag ver­pflichtet. Als Vereinsführer wurde einstimmig SA.-Mann Ludwig Hofmann gewählt. Er gelobte sein Amt umsichtig und stets zum Wohle des Sportes und der Ertüchtigung der Iugend auszuüben. Rach der Berufung seiner Mitarbei­ter dankte der Führer der Versammlung und for­derte zur Mitarbeit auf. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Reichskanzler Adolf Hitler und mit dem Absingen des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen.

* Kesselbach, 18. Iuli. Frau Oberbahnassi­stent i. R.. Iohanna M e i ß i n g e r, geb. Lober eine gebürtige Gießenerin, begeht am morgigen Donnerstag bei guter Gesundheit ihren 80. Ge­burtstag.

Briefkasten her Rehakiion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Rr. 990. Zahlenmäßig- Grenzen sind bisher noch nicht festgesetzt. Es entscheidet von Fall zu Fall dis zuständige Behörde.

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. Neuner.

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