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m. 244 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Mittwoch, 8. Oktober 1955
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Siegerehrung im Post-Sportverein Gießen.
Anläßlich der Jahresfeier am Samstag wurden folgende Mitglieder des Vereins mit Auszeichnungen bedacht:
Sportkamerad Schnier erhielt als Vereinsmeister im Schießen die „goldene Ehrennadel", die als Wanderpreis gilt und erst nach dreimaligem Siege Eigentum wird. Gleichzeitig bekam Schnier eine Plakette mit dem Bildnis des Reichskanzlers als bleibende Erinnerung an seinen Sieg.
Eine von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Post- Sportvereine für Breitenarbeit §ur Verfügung gestellte Plakette in Bronze erhielt Sportkamerad Otto Munch für den besten Besuch der diesjährigen Uebungsstunden. Auch diese Plakette ist als Wanderpreis für sämtliche Abteilungen des Post- Sportvereins bestimmt.
Eine Anzahl Post-Schützen wurde bei dem Preisschießen mit Gegenständen bedacht: es waren dies die Kameraden Schnier, Willi Wester, Scheller II., K. Hofmann, Seibert, Scheller I., Muhl, Graulich, L. Dehus, Kern, Flach, Strack fr., Mülln, Neeb, Boßler, Queckbörner, Detter und E i - f e n h u t.
Die Kleinkaliber-Abteilung des Post- Sportvereins hat es in diesem Jahre schon zu ganz ansehnlichen Erfolgen gebracht: u. a. erhielt der Schütze Schnier im Juli eine bronzene Medaille im Schießen um die Postmeisterschaft im Reich. Unter 4394 Bewerbern belegte er den 96. Platz mit 147 Ringen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Garbenteich I — Heuchelheim 12:7.
Gleich im ersten Verbandsspiel dieses Jahres konnte der SD. 1920 einen schönen Sieg mit nach
Hause bringen. Garbenteich wurde auf eigenem Platze überraschend hoch mit 7:2 geschlagen. Bis zur Halbzeit, die 2 :2 endete, sah es allerdings nicht nach einem so glatten Sieg der Gäste aus. Obwohl kurz nach Wiederbeginn der Mittelstürmer der Heuchelheimer verletzt ausscheiden mußte, hatten sie mit zehn Mann das Spiel jederzeit in der Hand. Bis auf einige Durchbrüche, die nichts einbrachten, kam Garbenteich aus feiner Hälfte nicht heraus. Bei dem Gastgeber waren der Tormann und Mittelstürmer, der auch die beiden Tore schoß, gut. Bei Heuchelheim merkte man die Ersatzleute kaum. Der Sturm zeigte teilweise ein sehr schönes Zusammenspiel. Der Tormann war wenig beschäftigt.
Die zweite Mannschaft hatte mit ihrem Gegner wenig Mühe. Mit 6:1 ist die Niederlage, die die dritte Mannschaft des VfB. Gießen bezog, verhältnismäßig niedrig ausgefallen. — Die erste Jugend gewann gegen die gleiche des Sportvereins Bieber knapp 4': 3, nachdem die Gäste bei Halbzeit noch 3 : 0 führten. — Die erstmalig spielenden Schüler verloren gegen die gleiche des Sportverein Dau- bringen mit 4 : 0.
Sportverein 1929 Bieber.
Krofdorf I — Bieber 1 1:6 (0:2).
Beide Mannschaften betreten komplett das Spielfeld. Anfangs wurde auf beiden Seiten erbittert um die Führung gekämpft, bis es Bieber gelang, mit zwei Toren in die Führung zu gehen. Bei diesem Stande blieb es bis zur Halbzeit. Nach Halbzeit wurde die Überlegenheit der Bieberer immer drückender, und in regelmäßigen Abständen fielen dann auch noch vier Tore, erst kurz vor Schluß gelang Krofdorf beim Stande von 6:0 das verdiente Ehrentor. Das Spiel wurde fehr fair ausgetragen und stand unter der guten Leitung von Böcher - Gießen.
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20 Veranstaltungen besucht. — 89 erste Siege. - Liste der guten Leistungen.
Die Leichtathletik-Abteilung der Spielvereinigung 1900 beschloß am vergangenen Sonntag mit der Austragung der eigenen leichtathletischen Dereinsmeisterschaften die Leichtathletik-Saison 1933. Der Verein kann mit berechtigtem Stolz auch aus dieses Jahr sportlicher Betätigung zurückblicken. Die Leichtathleten der Spielvereinigung vermochten sich ihre Vormachtstellung in der westdeutschen Leichtathletik zu erhalten: sie erfreuten sich weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus des besten Ansehens in den Kreisen der Leichtathleten und waren ständige Gäste bei- den großen Veranstaltungen in Offenbach, in Frankfurt und in Darmstadt usw. Daß man den Kräften der Spielvereinigung 1900 alle Aufmerk
Leider mußten im vergangenen Jahre die traditionellen nationalen leichtathletischen Wettkämpfe der Spielvereinigung 1 9 0 0 ausfallen. Eine andere große Veranstaltung in Gießen, zum gleichen Zeitpunkt angesetzt, ließ die Abhaltung der „Nationalen" nicht empfehlenswert erscheinen, später aber ergaben sich Terminschwierigkeiten, die schließlich zur Aufgabe der Veranstaltung in diesem Jahre führten. Man hofft, die Wettkämpfe im nächsten Jahre bestimmt durchführen zu können.
Besonders beachtenswert ist die Tatsache, daß die Leichtathleten der Spielvereinigung nicht lediglich Spezialisten sind, sondern die meisten in einer Anzahl Disziplinen gutes Können zeigen. Aus der
Artur Kilo (links) und Unterfeldwebel Gugel (rechts), die beide an dem ersten Olympia- Dorbereitungskurfus in Berlin teilnahmen.
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samkeit entgegenbringt, geht schon daraus hervor, daß zwei 1900er, und zwar Artur Kilo und Unterfeldwebel Gugel (im Bild) zu dem ersten Olympiakursus in Berlin zur Teilnahme berufen wurden. Man hofft, daß entsprechend der Anzahl der errungenen Erfolge, die Spieloereinigung 1900 innerhalb der westdeutschen leichtathletiktreibenden Vereine in der Bestenliste etwa an achter Stelle .rangiert und damit ungefähr die Stellung des Vorjahres hält. Auch in der Reichs-Bestenliste hofft man auf eine ansprechende Position. Die Mannschaften der Spieloereinigung vermochten in der vergangenen Saison
89 erste, 57 zweite und 42 dritte Siege, insgesamt also 188 Siege zu erringen. Die vier ausgewogenen leichtathletischen Klubwettkämpfe, die -?Ue vier von der Spielvereinigung gewonnen werden konnten, sind dabei jeweils nur als ein Sieg gerechnet. Die Leichtathleten der Spielver- einiffung nahmen an insgesamt 20 Veranstal- t u ? g e n teil. Es wurden an amtlichen Veranstaltungen sieben bestritten und zwar die Waldlaufmeisterschaften, die Gaumeisterschaften, die Bezirks-, die Westdeutschen . .'d die Deutschen Meisterschaften, schließlich noch der Anlagenstaffellauf und die Ga'ujugendmeifterschaften.
Außerdem nahm man an neun offenen (nationalen) Wettkämpfen teil, die von folgenden Vereinen veranstaltet roorihm waren: Weilburger FV, Tgm Friedberg, VfB. Diez (Oranienkampfspiele), IG.-Farben-Sportverein (Abendfportfest), Offenbach 99, Darmstadt 98 (Jugendnativnales), JG.-Farben- Sportverein (Jugendnativnales). Eintracht Frankfurt und Hessen-Preußen Kassel. An Klubwett- kämpfen wurden, wie schon erwähnt, vier ausgetragen und zwar gegen die Vereine Wetzlarer Sportverein, VfL. Wetzlar, Weilburger FV. und OSC. Gießen.
nachfolgenden Aufstellung ist ein Uederblick über die im Laufe des Jahres von den aktiven Mannschaften erzielten
Einzel Leistungen.
zu gewinnen.
10 0 Meter: Eidracher 10,9 Sek.; W. Müller 11,3 Sek.: Frz. Koch 11,5 Sekunden.
20 0 Meter: Eidracher 22,6 Sek.: Frz. Koch
23,2 Sekunden. _ „
4 00 Meter: Bepperling 53,3 Sek.: Baumstieger 54,3 Sekunden.
80 0 Meter: Bepperiing 2:04,8 Mm.; Baum- stieger 2:05,5 Min.; S). Peters 2:06 Minutem
1 5 0 0 Meter: Obergrenabier Reitz (3 Komp.
J.-R. 15) 4:30. £
3000 Meter: Gerhard 9:15,6 Min.; Schaaf 9:37,4 Min.: Bäcker 10:00,5 Minuten.
5000 Meter: Schaaf 16:24,4 Mm.: Gerhardt 16:30 Minuten. ,
1 0000 Meter: Gerhardt 34:17,9 Minuten.
Marathonlauf: Gerhardt 3:00:55,1 Std.
400 Meter Hürden: Jung 58,8 Sek.
3 000 Meter Hindernis: Baumstieger 10:26 Minuten. .. -
Hochsprung: Unterfeldwebel Steines (1.Kompanie J.-R. 15) 1,68 Meter: Grenadier Beyer (1. Kompanie J.-R. 15) 1,65 Meter; W. Schlarb 1,63 Meter.
Weitfprung: Felfing 6,44 Meter; Jung 6,33 Meter; W. Müller 6,12 Meter.
Stabhochsprung: Jung 3,52 Meter; Unterfeldwebel Steines 3,35 Meter.
Dreisprung: Jung 12,50 «Dieter
Diskuswerfen: Kilo 42,70 Meter, Unterfeldwebel Gugel (1. Komp. J.-R. 15) 37,45 Meter
Kugelstoßen: Unterfeldwebel Gugel 14,32 Meter; Kilo 13,02 Meter.
DierrachtengruppebeimGießenerSandwerlssest
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Unser Bild zeigt die Doikstrachtengruppe aus E r x d o r f (Kreis Kirchhain), die am Sonntag bei dem Werbeabend des Gießener Handwerks in der Dolkshalle mit außerordentlichem Erfolg Volkstänze aus der Kirchhainer Gegend zeigte. Auf dem Bild links unser Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern), der diese Volkstrachtengruppe in Kassel bei einer Vorführung entdeckte und in anerkennenswerter
Weise auch nach Gießen brachte. Rechts (mit der Geige in der Hand) der Führer der Trachtengruppe, Lehrer Grünewald von Erxdorf, in der Mitte (in Uniform) Buchbindermeister und Tapetenhändler Steinhäuser (Gießen), der Organisator der Handwerks - Werbewoche in Gießen. Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.
S t e i n ft o ß e n : Unterfeldwebel Gugel 8,96 Meter; Grenadier Th. Steines (4. Komp. J.-R. 15) 7,56 Meter.
Schleuderballwurf: Unterfeldwebel Gugel 54,88 Meter.
Speerwerfen: Unterfeldwebel Gugel 49,33 Meter; Hopfenmüller 47,38 Meter.
4 mal 100-Meter-Staffel: 44,7 Sek.
4 mal 400-Meter-Staffel: 3:42,2 Min.
4 mal 1500-Meter-Staffel: 18:26 Min. 3 mal 1000 -Meter-Staf fei: 8:40 Min. Olympische Staffel: 3:49,2 Minuten.
Während bei den Bezirksmeisterschaften im ehemaligen Bezirk Hessen-Hannover 6 erste Siege gegen stärkste Konkurrenz errungen werden konnten, kämpften die 1900er bei den westdeutschen und deutschen Meisterschaften weniger glücklich. Immerhin konnten sie sich einige ehrenvolle Plätze sichern.
Frauen — Mädchen — Jugend.
Etwas anders als bei den Aktiven vollzog sich die Entwicklung in der Frauenklasse. Die Damen konnten sich gegen die starke Konkurrenz insbesondere von Hessen-Preußen-Kassel nicht voll behaupten. Mit guten Leistungen warteten insbesondere die Damen Hublitz, Lippert und Diehl auf. Die Mädchenklasse konnte sich ebenfalls auf einige wertvolle Kräfte stützen. Die Betätigung der männlichen Jugend in den Jugendklassen war in diesem Jahre nicht so sehr rege wie im vergangenen Jahre. Der Verein konnte in diesen Klassen nicht immer auf seine Mitglieder zurückgreifen, da dieselben oftmals durch andere Veranstaltungen in Anspruch waren. Bei den nationalen Jugendwettkämpsen in Darmstadt und in Frankfurt konnten sie sich allerdings mit achtbaren Plätzen recht gut behaupten. Besonders taten sich die Jugendlichen Herrmann, Goß und Kirchner hervor.
Die gesamte Arbeit der Leichtathletik-Abteilung der Spielvereinigung wurde vom Hauptverein nach Kräften unterstützt. Um die Organisation und Leitung innerhalb der Abteilung war Herr Gg. Richtberg wieder mit Erfolg bemüht. Das Training lag in der Hand des bewährten Trainers W. Schmidt, dem nicht unwesentlicher Anteil an den erzielten Erfolgen zugemessen werden darf.
Mit berechtigten besten Hoffnungen sieht der Verein der Saison des Jahres 1934 entgegen.
Kunst und Wistenschast
Neuerscheinungen des Berlages Gerhard Stalling, Oldenburg.
„Schriften an dieNatio n." (Herausgeber: Werner B e u m e l b u r g.) Einzelbände: 1,20 RM., Doppelbände: 1,60 RM. Georg G r a b e n h o r st: „Der ferne Ruf"; „Goebbels spricht". Robert Gärtner: .Nationale Landwirtschaft". Georg v. d. Dring: „Einfache Menschen" Werner Beu- m e l b u r g : „Das jugendliche Reich". Otto G m e • lin: „Frühling in Deutschland" Franz v. P a - p e n : „Appell an das deutsche Gewissen". Gottfried N e e ß e : „Brevier eines jungen Nationalsozialisten". Hermann Köhl: „Volk, flieg du wieder" Edgar I. Jung: „Sinndeutung der deutschen Revolution". Hans Friedr. Blunck: „Deutsche Schicksalsgedichte" Hanns Iahst: „Standpunkt und Fortschritt" Peter Dörfler: „Von Sitte und Sprache". Jesco v. Puttkamer: „Deutschlands Arbeitsdienst". Jesco o. Puttkamer: .Wahr bleibt wahr, deutsch die Saar". Dr. Joseph Goebbels: „Revolution der Deutschen". Goebbels Reden mit einleitenden Zeitbildern von Hein Schlecht. Dr. Otto Meesmann: „Die deutschen Auslandsschulden und ihre Regelung". E O. Volkmann: „Am Tor der neuen Zeit". ***: „10 Jahre unbekannter SA. - Mann". Dr. Hans Achim Thiele / Kurt Goeltzer: „Deutsche Arbeit im Zeichen des Vierjahresplanes". Werner Beumelburg: „Bücher der Zeitwende". 1. „Sperrfeuer um Deutschland", Schul- und Jugendausgabe; 2. „Gruppe Bosemüller"; 3. „Deutschland in Ketten"; 4. „Bismarck gründet das Reich"; 5. „Douaumont"; 6. „Flandern". Bilderbücher und Jugendschriften. Elsa Moeschlin: „Vrenelis Skizzenbuch". Adolf H o l st ' Else Wenz-Vietor: „Grete kocht". E. Beier- L i n d h a r d t: „Das Buch vom Führer".
Neuerscheinungen im Brunnen-Berlag.
Der Brunnen - Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Almanach der nationalsozialistischen Revolution. Herausgegeben von Oberpräsident
Wichelm Kube, Willi Bischoff und Dr. Heinz Weiß. Unter Mitarbeit führender Träger der nationalen Erhebung. Mit zahlreichen vergleichenden Bilddvku- menten der Zeit. — Felix Riem kästen: Weg- getreten. Zeitroman. — Rumpel st ilzchen: Mang uns mang... — Peter Purzelbaum: Neuer Witz vom alten Fritz. — Unsere Marine im Weltkrieg. Herausgegeben von Fritz Otto Busch, Korvettenkapitän a. D., Frhr. von Forstner, Korvetten-Kapitän a. D. Mit 50 Karten im Text und 150 Bildern. — Dr. Rudolf Seiner t: Von Bismarck zu Hitler. Neun Bismarck- reden. — Egon von K a p h e r r : Rotwolf. Roman eines Hundes und feiner Schicksalsgenossen. —Karl 2Inge bauer: Mit der Flimmerkiste ins Affenland. Paul Lieberenz filmt in Afrika. — Orpheus der Zwote: Das sind Sachen. Neue freche Berse. — Rudolf P r e s b e r : Ein delikater Auftrag. Ein lustiges Geschichtenbuch. — Friedrich Arenhövel: Der Habicht und das Mädchen. — Luise Mareile: Die Schwester. Elisabeth Forster-Nietzsche.
preuhen.
Streik Wetzlar.
< Wißmar, 16. Oft. Dieser Tage sprach in Wißmar vor rund 400 Zuhörern der stellvertretende Kreisleiter Pg. Haus über die Fragen: „Was hat die NSDAP, bei ihrem Antritt der Machtübernahme in Deutschland angetroffen? Was ist bis jetzt geschehen? Was soll noch werden?" Der Redner schilderte zunächst die furchtbare Verelendung des deutschen Volkes, an der der Liberalismus und mit ihm der Jude schuld sei. Letzterer habe es verstanden, auf der einen Seite den Kampf gegen das Kapital zu predigen und auf der anderen Seite die größten Kapitalien zusammenzuraffen. Sein letztes Ziel war es, die Massen in das Elend zu treiben und ihnen dasselbe Schicksal zu bereiten, das sich drüben in Rußland vollendet. Die NSDAP, und ihre Führer haben keine großen Versprechungen gemacht, sondern den ehrlichen Willen zur Aufbauarbeit bekundet. Die Schmach vom November 1918 ist durch den Januar 1933 gelöscht worden. Groß ist der Kampf, den der Nationalsozialismus gegen die Arbeitslosigkeit ausgenommen hat. In diesem Winter soll keiner hungern oder frieren, so will es der Führer, der die Not am eigenen Leibe erfahren hat. Sein Programm ist uns heiliges Dogma. Es wird, wenn auch schrittweise, durchgeführt. Der Einzelne gilt nichts, das Volk alles. Wer nicht wahre Volksgemeinschaft bezeugt, wird ausgeschieden. Wir sind keine Kriegshetzer, wir brauchen Frieden zur Aufbauarbeit. Der Ausbau der Scholle steht im Vordergrund. Der Arbeiter soll ein ehrliches Auskommen und der Arbeiterveteran einen sorgenfreien Lebensabend haben Das deutsche Volk ist der Arbeitgeber; darum gibt es in der Zukunft feine Arbeitgeber mehr, sondern nur noch Wirtschaftsführer. Die jetzige Generation wird den Segen des Nationalsozialismus nicht lOOpro- zentig empfangen. Wir wollen kein Muckertum und Gesinnungslumperei, die Kunst, Wissenschaft und Volksbildung muß endgültig frei werden von den Einflüssen der Juden, der Hochfinanz und der Weir- presse. Wir reichen jedem die Hand, der es ehrlich mit uns meint, der seine Pflicht erfüllt als deutscher Volksgenosse. Wir als 60-Millionen-Volk im Herzen Europas müssen einig und stark sein. Aus dem wahrhaft deutschen Menschen, aus deutschem Blut und deutschem Geist erwächst die neue Generation. — Stützpunkleiter Haibach schloß nach einer kurzen Aussprache die eindrucksvollen Ausführungen des stellvertretenden Kreisleiters. Reicher Beifall bezeugte, daß feine Wort auf frudjbaren Boden gefallen waren. Es zeigte sich, daß nun auch die alten und verführten Volksgenossen vom Nationalsozialismus überzeugt werden. Mit dem Gesang des Horft-Wesiel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen.
Kreis Biedenkopf.
<> «Bottenfjorn, 17. Oft. Als der aus Holz- hausen bei Gladenbach stammende Heinrich Herrmann gegen 24 Uhr von der Jahrhundertfeier des Kreises Biedenkopf mit dem Motorrad nach Haufe fuhr, verlor er unterhalb von Biedenkopf auf der glatten Straße die Herrschaft über fein Rav, stürzte und mußte bewußtlos der Klinik in Marburg zugeführt werden.


