OCB
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. 66 Zweites Blatt
Aus der Provtnziachauptstad.
itt*
Wirtschaft
f
Ersatz für den Frankfurter„May"-Adler
WSN. Frankfurt a. SOI., 17. März. Wie
werden.
r
6/270
1873V
Krahu & Comp., Gießen. Frankfurter Straße 82. — Wetzlar Lahn, Braunfelser Straße 65/67.
•und iraht
n
tl. u.
wir Er. als ein
rolL Garten- itlidi. Geräte
rrmann
□dlung nu
br A KlarS'
Samstag, 18. Mär; (933
«■ — J
5 c*.
y 9 8
s 0
g 1 ß B
LW
KL
5 neu8eboren o08MMk.2.~
|0Rerie Ul»'
kennbar. Die Interessenverlagerung des Publi« kums setzte s.ch fort, und die als zurückgeblieben erachteten Markte traten weiter in den Vorder« gründ. 3m Anschluß an die Frankfurter Abend« börse waren Hapag und Lloyd besonders stark gefragt und erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Bei einem Umsatz von je 0,5 Million etwa stellte sich die erste Rotiz bei 3,1 Prozent über gestern mittag. Sonst hielten sich die Besserungen inr Rahmen von 1 bis 2 Prozent. Darüber hinaus waren Eintracht Vrauntohle, die Kalinebenwerte, Goldschmidt. Betula, Chadeaktien, Aschaffenburg Zellstoff und 2lllgemcine Lokalbahn bis zu 3 Prozent etwa gebessert. Auffallend schwach lagen mit minus 3,5 Prozent Deutsche Atlanten und mit minus 2,5 Prozent Schubert & Salzer, wobei die Warnungen der Verwaltung hinsichtlich der Bonushosfnungen eine Rolle spielten. Montane waren durch den Tendenzumschwung an der Brüsseler Cisenbörse angeregt, doch kam das Inter* esse des Publikums, beispielsweise bei Hoesch und Phönix, mehr in den Umsätzen als in den Kurs« besserungen zum Ausdruck. Tarifwerte waren aus den bekannten Gründen weiter beachtet und erholt. Eine Anregung hierfür bildete wohl auch die Dividendenerllärung der Stettiner Elektrizitätswerke in Höhe von 10 Prozent nach 8 Prozent im Vorjahre.
Aber auch für Renten hielt die Saufneigung der Kundschaft an. Zum Teil lagen noch Aufträge vor, die gestern nicht mehr zur Ausführung kommen konnten, so daß man am Markte der Goldpfandbriefe mit Kurssteigerungen bis zu 2,50 v. H. rechnet. Auch Deutsche Anleihen waren sehr fest, die Alt- besitzanleihe gewann 1,40 v. S). Reichsschuldbuchsorderungen eröffneten zirka 0,75 v. H. über gestern. Jn- dustrieobligationen waren demgegenüber vernachlässigt, nur Reichsbahnvorzugsaktien setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 98,50 d. f). fort. Im Verlaufe wurde es an diesem Markte etwas ruhiger, ebenso litten Aktien, nach dem sie zunächst weiter bis zu 1 v. 5). anziehen konnten, unter Gewinnmitnabmen zum Wochenschluß. Eine Ausnahme machten Goldschmidt, die ihre Aufwärtsbewegung um 2 v. H. fortsetzten. Schiffahrtsaktien lagen relativ gut gehalten.
Die Sätze am Geldmarkt blieben zwar unverändert, doch war die Situation eher etwas leichter. Das Angebot in Privatdiskonten ist nur noch ganz gering, während die Nachfrage bei weitem überwiegt.
Gießener Frühjahrs-Werbewoche
Der Derkehrsoerein Gießen veranstaltet vom 26 März bis 2. April eine Frühjahrs- Werbewoche, tue durch ihre reichhaltige Aus- ftatlung für weite Bevölkerungskreise ein starker Anziehungspunkt werden dürste. Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden eine Ausstellung „Stabt und Land" und der Frühjahrs- Pf er de markt stehen.
Die Ausstellung wird in der Turnhalle am Oswaldsgarten hergerichtet und soll Erzeugnisse von Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft^ zur Schau bringen. In einet großen Anzahl von standen wird man tue Tätigkeit dieser Wirtschaftszweige an Hand ihrer Erzeugnisse beurteilen und sich dabei von der Güte der heimischen Produktion überzeugen können Die Ausstellung wird während der ganzen Dauer der Werbewoche täglich geöffnet fein, _
Am Mittwoch, 29. März, wird der Früh- iahrspferde markt das Hauptereignis für unsere Stadt bilden. Daneben werden aber auch reitsportliche Darbietungen der Reichswehr und der ländlichen Reitervereine, die bei freiem Eintritt geboten werden, einen Hauptanziehungspunkt dar- ftellen. , .. ...
3m Verlaufe der Werbewoche, die auch die Schau- und Warenmesse einschließt, durften Militärkonzerte der Gießener Reichswehrkapelle und Vergünstigungen beim Besuche des Stadttheaters, wie auch des Lichtspielhauses besondere Aufmerksamkeit der Besucher finden. Die Pferde markt-Lotterie, deren Lose jetzt schon starken Absatz haben, wird wiederum günstige Gewinnchancen bieten. Den Ausklang der Veranstaltungen werden am 2. April in der Ausstellung „Stadt und Land" ein Gewichtsraten bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und die Lösung eines interessanten Preisrätsels bilden.
Die in umfassender Weise vorbereitete Werbewoche wird also den weitesten Bevölkerungskreisen viel Interessantes bieten und sei deshalb der Beachtung aller Mitbürger in Stadt und Land angelegentlich empfohlen. Weiteres ist aus den heutigen Anzeigen des Verkehrsverein und der städtischen Pserdemarkt-Deputation ersichtlich.
Die Landhilfe im Bezirk Hessen.
WSN. Zur Durchführung der Landhilfe sind jetzt den Landesarbeits- und Arbeitsämtern Richtlinien Angegangen. Da der Erfolg der Landhilfe davon abhängt, daß die vorgesehene Hilfe den Betrieben rasch zuteil wird, sind'die Arbeitsämter beauftragt, für möglichst rasche Abwickelung des Verfahrens zu sorgen. Die Vorarbeiten sind im Benehmen mit den berufsständischen Organisationen sofort in Angriff zu nehmen. Die Landhilfe soll, wie den Richtlinien zu entnehmen ist, solchen Betrieben zugute kommen, die sich überwiegend auf die Mitarbeit von Familienangehörigen stützen. Die Förderung im Rahmen der Landhilfe letzt den Abschluß eines Arbeitsoer- । träges auf die Dauer von mindestens sechs Monaten voraus. Eine schlüsselmäßige Verteilung der für die Landhilfe zur Verfügung stehenden Mittel kommt nicht in Frage Immerhin Darf man nach amtlicher Ansicht damit rechnen, daß für Hessen und Hessen- Nassau, d. h. den Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen, einige Tausend Helfer zur Einstellung kommen werden.
Oie Frist für ReichSznschüße zu Znstandsetzunqsarbeiien.
WTB. Nach den Bestimmungen über die Reichszuschüsse für Instandfetzungs- unb Umbauarbeiten mußten die Arbeiten vor dem 1. April 1933 begonnen und spätestens am 1. Juli 1933 vollendet sein. Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr die Fristen dahin geändert, daß die Arbeiten vor dem 1. Juni 1933 begonnen und spätestens am 1. September 1933 vollendet fein müssen. Auch weiterhin sind jedoch in erster Linse Anträge zu berücksichtigen, bei denen sofort ober Innerhalb kürzester Zeit mit den Arbeiten begonnen wird.
Ausstellung des Fröbelfeminarö.
3n diesen Tagen tritt das Frobelseminar wieder mit einer Ausstellung an die Öffentlichkeit. Diese Tusst l ungen erfreuen sich steigender Be- lieocheit. Auch dieser Ausstellung, die gestern aufgebaut wurde, sieht man mit großem Interesse entgegen. Tatsächlich empfiehlt sich der Besuch dieser Schau, denn die vielseitige Ausbildung, die die jungen Mädchen im Fröbel- seminar genießen, bringt es mit sich, daß auch die Ausstellungen von großer Reichhaltigkeit sind.
Mit besonderem Interesse begegnet man den Arbeiten des Werkunterrichts der zukünftigen Kindergärtnerinnen und der Kinderhortnerinnen. Cs ist immer wieder überraschend, was aus an sich völlig wertlosem Material von den jungen Damen dieser Kurse geschaffen wurde. Aus' Streichholzschachteln, aus R"l'en und Kistchen, aus Papier und Stofsabf. llen, aus Brettchen und Pappe wurde mit viel Geichick, mit Geduld,
'* Platzmusik unserer Militärkapelle. Am morgigen Sonntag von 11 bis 12 Ahr wird von unserer Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister K r a u h e Platz- musik auf der Südanlage ausgeführt. Dortrags- folge: 1. Leibgarde-Marsch (Parademarsch des 1. Gren.-Batl. Inf.-Rgts. 15) Landgraf Ludwig VIII. 2. Ouvertüre zur Oper „Der Waffenschmied" von Lorhing. 3. Einleitung zum 3. Akt, Tanz der Lehrbuben und Festwiese a. d. Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Wagner. 4. 2 Stücke aus Sigurd Iorsalsar, a) Rordlands- volk, b) Königslied von Grieg. 5. Was unsere Soldaten fingen! Potpourri von Hanernan. 6. Deutscher Zlaggenmarsch von Thiele.
** Besuchszeiten der Mufeen. Die,Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
** Der n ä ch st e Rindvieh- (Nutzoie h -) Markt findet am Dienstag, 21. März, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 22. März, statt. Auf die heutige Bekanntmachung sei aufmerksam gemacht.
** Die ft ä b t i f d) e n Tennisplätze an der Liebigshöhe und am Schützenhaus sollen für die Spielzeit 1933 vermietet werden. Näheres Darüber ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich.
** Die Technische Nothtlfe benötigt wt Durchführung ihrer zahlreichen Ausgaben, wie ganghaltung lebenswichtiger Betriebe im Falls eines Streikes, Kataftrophenabwehr und Organisation des zivilen Luftschutzes, eine nicht unerheblich« Zahl nationaler, gemeinnützig denkender und opferfreudiger Helfer. Der Werbung solcher Kräfte soll eine öffentliche Kundgebung dienen, welche die Ortsgruppe Gießen der Technischen Nothilfe nm kommenden Donnerstag, 23. Rtärz, 20.15 Uhr im großen Saal des Gießener Studentenheims, Seih- gesterner Weg 16, veranstaltet. Der Hauptredner des Abends, Volkswirt R. d. V. Schreiber- S t o l tz e von der Landesleitung Hessen der Technischen Nothilfe in Frankfurt a. M., wird sprechen über: „Die Technische Notbilfe, ihr Wollen und Wirken" (mit Lichtbildern). Anschließend spricht der Führer der Ortsgruppe Gießen, Herr Schuch arDt über: „Die Aufgaben der Technischen Nothllfe in Gießen". Bei der von allen Reichs-, Landes- und Kommunalbehörben anerkannten Bebeutung ber Technischen Nothilfe ist zu wünschen, baß Die Veranstaltung regem Interesse, auch von selten ber Gießener Bürgerschaft, begegnet. Der Besuch ber Veranstaltung ist kostenlos und jedermann zu empfehlen. Näheres wird am nächsten Dienstag im Anzeigenteil bekanntgegeben.
Kaum, gelildetem Mädchen mit Bar- vermögen mrd gute WM inGeWMausam dem Lande Men. . TchM. Slig. Mit. 01665 a.dG.A;. Herr miltl. Ae, ernft., glaul. Christ, vermög., aiir., gute Ersch.,w.m.i.gläub. fyrl.D.25-$idnbr., oerm., ab. rimt abf. erf., dunkel,g.Ersch.
betr.H4rat bek. zu wen. Brief m. Bild etuiinidit uM49a.dTb.Az.
familien-Dtuksachen Vetiobungsaeeigen Vermählungsnzelgei Geburisanzeien bei BrtHilSWtfil
mit etwas Farbe und Leim Spielzeug angefertigt, das sicherlich allen Kindern viel Freude bereite i würde So wurden aus Filzresten Tiere ge- ch it en, die d e Glieder bewegen können, Tiere wurden aus Holz gesägt und luftig bemalt. Käsige und Ställe aus Kistchen gefügt. Puppen- ft üben und Herrenzimmer wurden eingerichtet, Eisenbahnen, schier unverwüstlich, wurden angefertigt. Kasperletheater-Figuren geschasfen und eine Reuheit — Rollschisschen — in origineller Weise gebaut Diese Arbeit soll die zukünftigen Kindergärtnerinnen in die Lage versetzen, selbst Kinderspielzeug von gutem Geschmack anfertigen zu können. Die Entwürfe zu jedem Spielzeug mußten die Schülerinnen selbst verfertigen.
Besonders beachtenswert sind die Arbeiten der fortgeschrittenen Schülerinnen. Leuchter, Schreibzeuge Brieföffner, Tintenlöscher, Ampeln, große Tischlampen, Buchständer usw. wurden aus Holz künstlerisch angefertigt; daneben hat man sich in glücklicher Weise mit der Herstellung von Briefmappen und Bucheinbänden beschäftigt.
Mit ebenso großem Ernst wurde die Handarbeit gepflegt, die in dieser Ausstellung ebenfalls einen großen Raum einnimmt. Kinder- lleider, Jäckchen. Leibwäsche. Schlafanzüge. Pullover. Hosen. Spielschürzen. Mützen und noch viele andere Dinge sind zu sehen, lleberraschend ist die Sicherheit, mit der man bei den Handarbeiten naturgemäß unter dem leitenden Einfluß einer befähigten Lehrerin mit Farbe, Form und Material zu Werke gegangen ist.
Richt weniger interessant ist die Ausstellung im Erdgeschoß, in der die Arbeiten der Kinderpflegerinnen und des Vorseminars (der, Haus- Haltungskurse) gezeigt werden. Auch dort wurden die Mädchen mit der Anfertigung von Spielzeug und mit praktischen Handarbeiten beschäs» tigt. In den Haushaltungskursen wurden den Mädchen wertvolle Kenntnisse in der Hausarbeit, insbesondere auch im Kochen, vermittelt. In appetitlicher Aufmachung stehen gedeckte Tische für Frühstück, für Mittagsbrot. Rachmittagskaffee und Abendbrot usw. zur Schau, während an den Wänden Kosten- und Rährwertberech- nungen Ausschluß geben. .
Die Ausstellung in ihrer Gesamtheit vermittelt wieder ein übersichtliches Bild von der verantwortungsbewußten Arbeit, die im Fröbelseminar geleistet wird.
Gießener Wochcnmarktpreise.
G i e ß e n, 18. März. Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110. Landbutter 100, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25 Ps. das Pfund. Käse 5 bis 10. Eier, inländische. 7 bis 8 Ps. das Stück, Wirsing, gelb, 10 bis 12, grün 20. Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10. Spinat 20 bis 25, Unter-Kohlrabi 6 bis 8. Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 100. Zwiebeln 10. Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40. Obstmus 40 bis 45, Russe 40, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Ps. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30, Endivien 10 dis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Radieschen 20 Ps. das Bund; Kartoffeln 2,50 Mark per Zentner.
Taten für Sonntag, 19. März.
1849: Großadmiral Alfred o. Tirpitz in Küstrin geboren; — 1873: der Komponist Max Reger zu Brand in Der Oberpfalz geboren, — 1930: Der englische Staatsmann ßorD Arthur Balfour in ßonDon gestorben.
Frankfurt: Grundtendenz fest.
F r a n t f u r t a. !DL, 18. März. (WTB. Drahtmel- Dung.) Wohl infolge Des frühen Börsenbeginns eröffnete Die Wochenschlußbörse zunächst mit kleinem Geschäft, Doch kann man Die GrunDtenDenz als weiter fest bezeichnen. WährenD am Rentenmarkt fast nur SauforDers Vorlagen, erfolgten am Aktienmarkt kleine Realisationen Der Kulisse, so Daß Diese anfangs wieDer ein uneinheitliches Bild bot, ohne Daß aber größere VeränDerungen eingetreten wären. Die Schwäche Der gestrigen Neuyorker Börse blieb fast ohne Einfluß. Dabei machte Der Bericht Des Instituts für Konjunkturforschung, nach Dem eine langsam sortschreitenDe Entspannung festzustellen sei, einen befrieDigenDen EinDruck. Die stärkere Erhöhung Der Eisenpreise an Der gestrigen Brüsseler Eisenbörse kam befonDers im Verlaufe einigen Montanpapieren zugute. Durch weiter feste Hattung zeichneten sich Schiffahrtsaktien, Die bis zu 1,50 v. H. anzogen, aus, nachDem bereits im gestrigen Wendbörsenverkehr auf Die MelDungen von Maßnahmen für Die Schiffahrt eine Aufwärtsbewegung eingetreten war. Fest lagen auch einige Spezialwerte, rote GolDschmiDt mit plus 3 v. H., Zement HetDelberg mit plus 2,50 v. H., sowie Reichsbank unD Schlickert mit plus je 1,50 v. H. Am Montanmarkt lagen Klöckner- werte mit plus 1,50 v.H. fest, währenD Die übrigen Montanroerte zunächst etwas schwächer einsetzten, um aber später allgemein Besserungen bis zu 1 v. H. verbuchen zu können. IG. gaben anfangs 0,90 v. H. nach, zogen aber Dann wieDer um 1 v. H. an. Auf Den übrigen Marktgebieten betrugen bie VeränDerungen etwa 1,50 bis 1 v. H.
Am Rentenmarkt lagen Altbesitz mit plus 1,13 v. H. fest, späte ReichsschulDbuchsorDerungen tenDierten etwas ruhiger, unD Neubesitz bröckelten nach behaupteter Eröffnung etwa 0,40 v.H. ab. Ferner gingen StahlvereinbonDs um 1 v. H. zurück. Dagegen zogen Reichsbahnoorzugsaktien weitere 0,40 v. H. an. GolD- pfanDbriefe lagen erneut von 1 dis 2 v. H., ßiquiDa« tionspfanbbriefe von 1,50 bis 2 v. H. unD Kommunalobligationen 2 bis 3 v. H. fester. Auch Staatsrenten und StaDtanleihen sowie einige InDustrie- obliqationen blieben gesucht unD zogen meist von 1,50 bis 2 v. H. an. Im Verlaufe blieb Die TenDenz fest unD das Geschäft war lebhaft, besonders für Schiffahrts- und Montanroerte. bie 1 o. H. gewannen. Auch an ben übrigen Marktgebieten traten meist Steigerungen von 0 50 bis 1 v. H. ein. Don deutschen Anleihen lagen Altbesitz erneut 0,50 v. H. fester, roährenb Neubesitz eher offeriert waren. Tagesgeld war zu 3,50 v. H. unverändert.
Berlin freundlich.
Berlin, 18. März. (WTB. Funkspruch.) Zu Beginn der heutigen Wochenschluhbörse war trotz einer gewissen Geschäftseinengung und obwohl die Kurse gegen gestern abend nicht immer behauptet lagen, ein freundlicher Grundton unver-
Schultagcn in einem damals mächtigen und ftofr zen Deutschen Reich ins Gedächtnis zurückzurufen. Qtad) herzlichen Worten des Dankes gelobten bie alten Abiturienten — wenn es ihnen vergönnt sei —. in 4 Jahren an der Hundertjahrseier bet Schule teilzunehmen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Iubilare Gelegenheit, mil dem heutigen Direktor ber Schule noch weiters herrliche Erinnerungen aus ber Jugendzeit auszutauschen. Eine wohlgelungene Bildaufncchme des Photographen Zimmer, Gießen, konnte jeder Teilnehmer am Rachmittag zur bleibenden Erinnerung an die schön verlaufene Wiedersehens« feier mitnehmen.
v g.
«f ’/o e, jt
S u d w c st f u n k. Der Südwestsunk teilt mit, daß das Programm am Mittwoch, 22. März, 21.45 U b r, dahingehend geändert wird, daß von 21.45 bis 22.30 Llhr eine Kundgebung „Die geistige Revolution", die von der RSDAP. und dem Kampsbund für Deutsche Kultur gemeinsam auf dem Römerberg durchgesührt wird, vom Südwestfunk übertragen wird. Cs sprechen: Der kommissarische Oberbürgermeister Dr. Krebs, Frankfurt a. 1, der Gau-Propaganda-Leiter der RSDAP., Müller-Scheid, Frankfurt a. M., Pros. K r i e ck , Frankfurt a. M.
** Wiedersehensseier alter Gießener Realgymnasiasten. Man berichtet uns. Die Abiturienten des Realgymnasiums Gießen von 1893, die vor 40 Jahren am 10. März 1893 die mündliche Reifeprüfung abgelegt hatten, trafen sich am Samstag, 11. März d. 3., zu einer zwanglosen Wiedersehensseier in Gießen. Bon Den damaligen 11 Abiturienten waren 7 erschienen, zwei waren krankheitshalber bzw. beruflich verhindert, zwei sind inzwischen gestorben. Rach- bem die alten Abiturienten die Schulpause um 11.30 Uhr mit den heutigen Schülern des Realgymnasiums zugebracht hatten, wurden sie von dem gegenwärtigen Direktor der Schule, Ober- Studiendirektor Angelberger, in seinem Amtszimmer empfangen und mit einer herzlichen Ansprache als 81. Semester begrüßt. Der Direktor sprach zunächst seinen Dank für den Schulbesuch aus, gedachte dann weiter der Verstorbenen und wies schließlich auf den Stolz der Schule hin, die deutsche Männer hervorgebracht habe, die seit Jahren im öffentlichen Leben an leitender und verantwortungsvoller Stelle stehen. Rach einem kurzen Lieberblick über die Entwickelung der Schule in den letzten 40 Jahren verstand es der liebenswürdige und aufmerksame Direktor, in überaus sinniger und humorvoller Weise seinen Gästen beim Rundgang durch die Schulräume in Wort und Bild alte schöne Erinnerungen aus den
IQQOr
— abweiij
-hL-L-E-L verbrauch (ca. 0,0 1 uui iAhre5steuer nur RH 76.-n
^««wöhnüth grober Radsfand von 2.60 ml Jahressfeuer
Ä
erfahren, beabsichtigt Die Stadtverwaltung als satz für den vom früheren Stadtrat May Stadtwappen eingeführten Adler neues Stadtwappen zu schaffen. Zur Erlangung geeigneter Vorlagen soll ein Wettbewerb unter Der Frankfurter Künstlerschaft ausgeschrieben
Stadltitater
GleÖO im°d
w ÄS'
-«L
DO*); o) ienflpfo
l&fe9
/erene
Turnvirein von 1146
Termin BÄ sää Alle Festtemebmer tauch MmüM- öer) rooüer ndibtf 95 4. bei.Nechner q Schneuer, Iu hen und 'M« ■
MM
Sonntag. 9. März Waldivazkrgaug-
I w Im hl w


