Ausgabe 
11.10.1933 Drittes Blatt
 
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des dmWmvolkS

Gebiet erfbnnen worden tft, das geeignet gewesen wäre, dem Nachbarn die Fremden wegzuholen und Iie zu sich heranzuziehen und deren Geldbeutel in einem eigenen ftreife sich entleeren zu lassen. Diese Art Verkehrspolitik Au treiben, hat der Vergangenheit angehört. Daneben weiß ich genau, daß auch zahlreiche Äräfle am Werk waren, die es in diesem Rahmen mit ihrer Arbeit ernst nahmen, die also schon der Hei­mat und mst her Heimat dem Vaterlands dienen wollten und auch den Ausgleich des Verkehrs ge­wünscht haben. 2m Rahmen des Bestehenden konn­ten sich diese wenigen Kräfte nicht durchsetzen. Ls bedurfte eben erst, wie auf allen anderen Gebieten, des Wegweisers in der Politik. So wie wir es auf allen anderen Gebieten, z. B. neulich bei der Gründung des rhein-mainischen Handelstags, erlebt haben, so sehen wir es aud) hier wieder.

Die Politik trägt nicht nur die Flagge der wirt­schaft voran, sondern die Politik trägt die Flagge allen anderen Dingen voran. Sie ist weg- weiserln, muh es sein und bleiben auf allen Gebieten. Nur wenn die Politik so ist, wie sie von Adolf Hitler geführt wird, stark, eine Macht darstellend, einen willen nach innen durch­führend und nach auhen zu erkennen gebend, dann ist auch im Innern die nötige Ruhe ge­schaffen, dah sich alle anderen Dinge so ent­wickeln können, wie es im Interesse von Heimat, Land und Volk liegt.

So soll also in der Zukunft, wenn das Wort Der- kehrsoerband, Derkehrstag, Derkehrsverein fällt, je­her wissen, daß alle die Kräfte, die hier mitwirken, an einem hehren und höheren Ziele Mit­arbeiten. Nicht allein die Erschließung des Rhein-Main-Gebietes»für einen lell des Fremdenzustroms, der den Weg noch nicht hier­her gefunden hat, sondern vor allen Dingen iud) eine Förderung des Verkehrs an sich soll Aufgabe dieses Verkehrs-Verbandes sein. Wir stehen gerade in bezug auf den Verkehr am Beginn einer neuen Zeit. Der Spatenstich zur Auto- bahn zeigt uns ein neues Jahrtausend auf dem Gebiet der Derkehrsentwicklung, auf allen Gedie- kn: Personenverkehr, Fracht und sonstiger Ver­kehr. Das Jahrhundert des Schienen- st r a n g e s ist zu Ende. Die Entwicklung gehört dem Motor in Verbindung mit Straße und Luft. Der Weg in bezug auf die Derkehrsentwick- lung der Straßen ist uns bereits gewiesen dadurch, daß gerade bei uns der Dau der Autostraßen be­gonnen worden ist. Ein Zweites kommt nun hinzu. Denken Sie an die ungeheure Entwicklung des Flug- und Luftverkehrs überhaupt. Wir Deutsche sind leider Gottes gezwungen, alles unter den Knebelungsparagraphen von Versailles zu sehen. Wenn Deutschland in bezug auf die Entwicklung des Flugwesens frei wäre, dann hätte man auch in den breiten Massen einen anderen Blickwinkel zu diesen Dingen.

Genau wie die Autobahnen wird der Flugver­kehr ungeahnte Entwicklung nehmen, und wir wissen, dah gerade unser Gebiet sich hervor­ragend zum Ausgangspunkt eignet.

Die Lage unseres Gebietes ist die günstigste in ganz Deutschland, z. B. zum Aufstieg der Zep­pelin-Luftschiffe. Daran wird niemand vorübergehen können und wollen. Unsere Aufgabe und Pflicht ist es, dieser Entwicklung im Rahmen der gesamten Derkehrsentwicklung Deutsch­lands mit den Weg zu weisen. An uns liegt es, so mitzuwirken, daß jedermann nach außen er­kennt und sieht, daß wir die Aufgaben unse- r c r Zeit in Bezug auf den Verkehr erkannt haben und gewillt sind, sie in die Tat um- z u s e tz e n. Damit tritt ohne weiteres der Sonder- ehrgeiz der einzelnen Stadt, des einzelnen Gebietes zuruck.

Auch auf diesem Gebiet muh der neue verband für alle die Formel finden, dah niemand zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl hat, es werd« ihm genommen. Ich freue mich ganz besonders, dah dieser Verkehrsoerband, der ooifungeheurer Wichtigkeit ist, seinen Sih in Darmstadt hat und seinen Sih in Darmstadt in Zukunst haben wird.

Mehr als alle Zeitungsartikel und mehr als alle Reden, die die Leute in der letzten Zeit zum Teil durch den Datterich bekommen haben, beweist diele Tatsache, daß seitens der politischen Leitung niemals daran gedacht ist, irgend jemand etwas zu nehmen. 2d) sehe es als meine Aufgabe an, die Tat wirken zu lassen. Sie wirkt besseralsallesandere. So übergebe ich denn die Leitung dieses rhein- mainischen Berkehrsoerbandes dem Parteigenossen T r e f z , dem Leiter der Reichspropagandastelle Darmstadt, der in der Vergangenheit bewiesen hat, daß er In der Lage ist, auf diesem Gebiete Hervor­ragendes zu leisten. 2ch verpflichte ihn, in diesem Sinne zum Wohl unserer engeren Heimat, unserer Landschaft, unserem Volk und Daterlande zu wir­ken. Heil Hitler!

Namens der hessischen Regierung sprach dann

(Sfaateminifler Fung, ber die Zusammenfassung der Lande am Rhein und Main begrüßte. Ebenso wie die Zusammenfassung der Wirtschaft im Rhein- Mainischen Wirtschaftstag, so sei auch der Landes- . verkehrsoerband Rhein-Main der Energie und Tat­kraft des Herrn Reichsstatthalters zu verdanken. Gerade der neue Landesverkehrsoerband betreue dos schönste Land im ganzen Reiche. 2ch erinnere nur an mein geliebtes Rheinhessen, an Worms mit seiner tausendjährigen Geschichte am Adeln, an das goldene Mainz mit seiner großen Vergangenheit, Binnen, das uralte Weinnesl am Zusammenfluß von Rhein und Nahe, an den Herr- Nchen Odenwald, an die Bäder im Taunus an Wiesbaden, Soden, Em», an Bad-Nauheim' und die stillen Wälder des Dogelsberges, und nicht zu- letzt an die Stadt, die die Fugend Goethe» sah Wenn ich diese schönen (Baue nenne, bann werden Sie mir zugeben, daß die Arbeit des Landesoer- kehrsoerbandes eine schwere ist. Um so mehr wün- sche ist, daß der heutige Tag von historischer Bedeutung nicht nur für unser engeres Land sein wird, sondern für unser ganzes deutsches Da- terland Staatsminister Fung übergab hierauf dem Führer des Landesverbandes, Trefz, die Be- stallungsurkunde.

Das Derfprechen zu aufrichtiger und restloser Mitarbeit am gemeinsamen Werke im größeren Rahmen de» Landesoerbande» legien sodann hrr Führer de» Nassauischen Verbände- Reg.-Rat 2a- ob» und ber Führer be» Hessischen fierbanbe», . Hann» Fischer, ab.

Der Führer

des LondeSverlehrsverbandes Trefz

umriß seine künftige Arbeit u. a. wie folgt: Durch bie Tatkraft bes Gauleiters sind wir auf dem Wege zur verständnisvollen Zusammenarbeit in dem Rhein-Main-Gebiet wieder einen Schritt weitergekommen. Die Zufälligkeften dynasti­scher Grenzziehung sind Überwunden. Die wirt­schaftspolitischen Erwägungen haben zum Zusam- menschluß der hessischen und nassauischen Handels­kammern zu einem rhein-mainischen Handelstag geführt. Derkehrspolitifche Erwägungen haben nun­mehr zum Zufammenfchluh der beiden bis- her getrennt marschierenden Verbände, dem Hessischen Verkehrsoerband und dem Nassauischen Verkehrsoerband zu einem Landesverkehrsoerband Rhein- Main e. 23. geführt.

Die wirtschaft hat die politischen Grenzen nie gekannt, ebensowenig der Verkehr. Der Zusammen­schluß zu einem rhein-mainischen verkehrs­oerband ist eine den natürlichen Gesehen folgende Maßnahme.

besteht bie Mitgliederversammlung, fn ber 'ämtliche Derkehcsoereine, Gemeinden, Körper- schäften usw. vertreten sind. Die Organisation ist klar und einfach, beweglich und elastisch.

Die Mitglieder des Rhein-rNain-Verkehrstage» sind: Reichsbahnoberrat Dr. Lose pH (Frankfurt am Main); Oberpostrat Lohmeyer (Frankfurt am Main), Dr. Nircz (Frankfurt a. M.), Der- kehrsverein; Heinz Rödding (Frankfurt-Heddern­heim): Erwin Wifsenbach (Frankfurt a. M); Beigeordneter Dr. Heß (Wiesbaden): Landrat a.D. Scheuern (Diez); die Bürgermeister von Bad Homburg, Königstein, Bad Soden, Limburg, Wetzlar, St. Goarshausen, Bad Ems und der Kur­direktor von Bad Ems: Beigeordneter Sauer- mann (Mainz): Derkehrsdirektor Fischer (Darm­stadt): Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen): Dr. 2l- lert (Worms), Derkehrsverein: die Bürgermeister von Bingen, Büdingen, Heppenheim, Michel­stadt, Schotten, Alsfeld: Lehrer Bauer (Auerbach): Generaldirektor Meyer (Bad-Nau­heim): die Dorsitzenden der Derkehrsvereine Mainz, Gießen und Darmstadt: Oberregierungsrat Dr. Krebs (Darmstadt); Reichsbahnpräsident Sou*

Zweckbedingt durch die gemeinsamen 2ntereffen der bisher getrennten Gebiete über die Wirtschaftsbe­deutung des Fremdenverkehrs in diesem Kreise zu sprechen, ist müßig. 2mmerhln bleibt bemerkens­wert, daß allein in dem Gebiet des D o l k s st a a - tes Hessen Im Fahre 1932 rund 15 M i l- lionen Reichsmark nur durch Heber- nachtungen umgesetzt worden sind. Die Für- berung des Fremdenverkehrs war von je eine Auf- gäbe, der sich Männer unterzogen haben, die von echtem, deutschem Heimatgefühl durch­drungen waren. 2n der liberalistischen Epoche wurde die Fremdenwerbung sehr oft reines Ge­schäft. Geldverdienen war Die Hauptsache, Sen­sationen wurden benötigt, um Fremde anzulocken. Demgegenüber hat sich bas nationalsozialistische Deutschland bie Aufgabe gestellt, aus Der Hei- matliebe heraus den Stolz auf das Deutschtum zu wecken. Dadurch bedingt sich von selbst stärkste Berücksichtigung des Fremden­verkehrs und das Hineinrücken dieser Bestrebungen in die öffentliche Aufmerksamkeit und staatliche Förderung. Daß der neugegründete Landesoerkehrs- verband Die volle staatliche Unterstüt­zung genießt, ist Im na t i o n a l s o z i a 1 i st i - I ch.e n Staat eine Selbstverständlich- feit, und daß das nationalsozialistische Deutsch- land alle zur Verfügung stehenden Propagandamit­tel, Presse, Rundfunk, Theater und Film in die Fremdenoerkehrswerbung stellen wird. Ebenso selbst- verständlich ist, um nicht falsch verstanden zu wer­den:

Da» letzte Ziel dieser Frembenverkehrswerbung ist nicht ein mit Zahlen ju errechnender Profit, sondern die Liebe zur Heimat im deutschen Volke zu wecken.

2n Hessen erfolgt der Zusammenschluß in der Erkenntnis, daß zunächst ein Anfang gemacht werden muß, um einmal jene Lösung zu finden, die uns als 2beal ooranschwebl: der Zufarn - menschluß nach landschaftlichen Ge- sichtspunkten innerhalb der geeinten Nation. Die vorläufige Lösung, bei der die bei- ben Verbände zunächst ihre regionale oelbftanbialeit behalten werden dürste zwelsellos in der kommenden Reichsreform überholt werden und ist deshalb nur eine vorläufige (Fs ist unser fester Entschluß, auf dem eingeschlage-' nen Wege wetterzugehen und die mannigfaltig zer­klüfteten Gebiete organisch zusammenzufasfen. Es ist mir eine ganz besondere Freude, daß die Rhein-Main-Gegend gerade in diesen Din­gen wieder führend ist und vielleicht gerade infolge einer früher bestandenen Trennung die Notwendigkeiten de» Zusammenschlusies so klar er- könnt und folgerichtig durchgefuhrt hat.

Die Organisation des Landesoer- kehrsoerbandes ist so, daß die Landesstelle Nassau durch Herrn Regierungsrat Jacobs und bie Landesstelle Hessen durch Herrn öhanns F'scher besetzt wird. Diese bilden mit dem Fuh. rer Rhein-Main zusammen ben Vorstand Die wei­tere Gliederung führt dann zur Bildung des rhein mal ntschen Verkehrstages. Aus den Reihen der Mitglieder be» Verkehrstaaes wer- ben Sa 4) beraten für Spezialfragen hinzu gezogen. 61» letzte» Glied der Organisation

b e f r o y (Mainz); Regierungsrat Jacobs (Wies­baden); Fritz Kölle (Mainz), Zentralhotel; Fritz Rochus (Berlin SW. 11); Oberbürgermeister Dr. Krebs (Frankfurt a. M.) und Oberftaffelführer Keller, NSKK.

Die Betätigung in ber Organisation ist selbsloer- flänblich für sämtliche Mitarbeiter ehrenamtlich. Der Grunbsah des Verbandes muß fein, bie öffentlichen Mistel fo zu verwalten, baß sie ber Oeffenttichkeil bie größte Nuhwirkung ver­schaffen.

Meine Herren vom Vorstand und vom rhein- mainischen Verkehrstag, ich verpflichte Sie, sich mit 2hrem ganzen Können für die Zwecke und Ziele des Landesoerkehrsverbandes Rhein-Main e. 23. mit 2hrer ganzen Kraft einzusetzen und für das gemeinsame 2ntercsse des gesamten Wirtschafts­gebietes zu kämpfen. 2ch fordere Sie auf, dies durch Erheben der rechten Hand zum deutschen Gruß zu bestätigen.

Nachdem diese Verpflichtung erfolgt ist, ernenne ich Herrn Regierungsrat 2 a c o b s zum Leiter der Landesstelle Nassau und Herrn Hanns Fischer zum Leiter der Landesstelle Hessen.

2d) danke nochmals in 2hrcr aller Namen dem Herrn Gauleiter und Reichsstatthalter, der den Zu- sammenschluß der beiden Verbände und dadurch die Bildung des Landesoerkehrsverbandes Rhein- Main e. D. erst ermöglicht hat. Unser Gruß aber gilt dem deutschen Daterlande, seinem Führer Adolf Hitler und seinem Vertreter, dem Reichsstatt­halter in Hessen mit einem dreifachen Sieg-Heil!

Das Drumm-Quartett spielte dann klangschöne Variationen über das Deutschlandlied. Die Ver­sammlung fang hierauf den ersten Der» des Horst- Wessel-Liedes. Anschließend folgte ein gemeinsames Mittagessen.

Kunst und Wissenschaft.

Ein Goethe-Denkmal am Walchensee.

Wie aus Urfeld am Walchensee berichtet wird, ist zur Erinnerung an Goethes Reise über die Kesselbergstraße am 7. September 1786 dem Dichter an der Grcnzscheide zwischen Norden und Süden ein Markstein errichtet. Bildhauer Professor Hans Schwegerle hat die Büste des Dichters, die auf einer hohen Säule steht, geschaffen. Zu der Enthüllungsfeier hatte sich ein größerer Kreis von Ehrengästen eingefunden, Die Staatsminister Esser namens Der bckyerischen Staatsregierung begrüßte. Der Redner bezeichnete es als ein felbftoerftänb- liches Ziel der Bewegung, alle» wahrhaft Große und Echte, was aus Der Vergangenheit in unsere Zeit hinübergerettet würbe. Dankbar anzuerkennen unD nutzbar zu machen. Deshalb sei e» eine vor­nehme Pflicht Der Nation, Des größten deutschen Dichters zu gedenken als Des Rolands De» Deutschen Geistes. Oberregierungsrat Ebner vom Reichs- propaganDaminifterium hielt Dann Den Festvortrag. Staatsminister Esser dankte den Veranstaltern de» Festes, den Stiftern de» Denkmals und seinem Schöpfer. Dabei gab er der Hoffnung Ausdruck, daß bald ähnliche Gedenksäulen 'ur Ludwig Thoma und Ganghofer und auch für Dietrich Eckart errichtet werden möchten.

Vie Gauführung Hessen-Nassau Frankfurt a.Main Eaunusftr. 11i« Zernruf 32288 Postscheck-Konto: Zfm. 28100 Girokonto: Nassauische Landes- banf Zrankfurt-M, Konto 6221

Soll n wir endlich au» dem Sumpf, Leg dein Gelb nicht In ben Strumpf. Denn bie Gelber müssen rollen, wenn bie Hände schaffen sollen.

104 Flugblattverteiler ins Konzen* trationslager gebracht.

WSN. Hanau, 10.Dh. Wie Landrat Löfer im Laufe feiner Ausführungen bei einer großen Ver­sammlung im Saale des Zakob-Sprenger Haufe» mitteilte, find in den letzten drei Wochen 1 0 -1 Per­sonen aus Stadt und Land Hanau, Die verbo­tene Flugschriften verteilt haben, nach Breitenau (Konzentrationslager) gebracht wor­den.

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schmücken es. 2m Verein mst Fritz P u ch st e i n gibt Helene Lange ein reizendes Buch heraus: »Das Erwachen der Seele", über 100 Aufnahmen aus dem Kinderleben der Vier- und Fünfjährigen. Frieda Hauswirth stellt in ihrem Buch Meine indische Ehe" ihre Einblicke in da» groß« Problem 2nDien dar. Ein neuer Roman von Johanna Böhm:Vier Frauen führen Kriegs und eine kleine Schrift des Pädagogen H. Han­se l m a n n :Fröhliche Selbsterziehung" fchließetl die Reihe der Veröffentlichungen.

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Taten für Mittwoch, 11.Eftober.

1531: Der schweizerische Reformator Ulrich Zwingst fällt bei Kappel; 1616: Der Dichter AnDrea» Gry- phius in Glogau geboren; 1795: Sieg Der Oester- reicher über Die Franzosen bei Höchst: 1825: Der Dichter Konrad FerDinanD Meyer in Zürich ge­boren, 1870: General von Der Tann erobert Orleans.

Oie Abgrenzung zwischen Einzelhandel und Handwerk.

Zur Bereinigung der in letzter Zeit aufgetauch­ten Meinungsverschiedenheiten zwischen Organisa­tionen des Handwerks und des Einzelyandels hatten Der ReichsftanD Des Deutschen Handwerks und die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels im August ihren Mitgliedern gemeinsame Richtlinien zur dringenden Beachtung übermittelt, die weit- Sehend zu einer Klärung der Lage beigetragen oben. Gegenüber der Nichtbeachtung dieser Richt- Knien durch einzelne Organisationen (z. B. bei öffentlich erhobenen Forderungen, Behauptungen oder bei ihrer Mitaliedswerbung» weisen die Spitzen- verbände Darauf hin. Daß von ihnen unter keinen UmftänDen ein Vorgehen gestützt oDer auch nur gedeckt würde, das mit den gemeinsamen, von ihnen ausgegebenen Richtlinien nicht vereinbar ist. Durch Derartige Überspitzungen unD Kurzsichtigkeiten mcrDe Der guten gemeinsamen Sache Des Mittelstandes nur geschadet. Der ReichsftanD und die Haupt- gemeinschaft hoben ihre Mitgliedskörperschaften auf­gefordert, etwa auftauchenden Disziplinwidrigkeiten Nachgeordneter Organisationen mit aller Schärfe zu begegnen.

Das Jubiläumspasflonsspiel 1934 In Oberammergcnt.

Am 17. Oktober wird, wie dieMünchner Zeitung" berichtet, in Oberammergau die Wahl der Darsteller für das 2ubiläumspaslions- spiel 1934 oorgenommen Am Tage vorher wird Der Oberammergauer Bürgermeister Lang Die Vertreter Der Presse nach Oberammergau einladen, um ihnen Einzelheiten über Die Durchführung Der 2ubiläumsfeftfptele mitzuteilen. Wie man hort, roirD an Dieser Pressebesprechung auch der bayrische Staatsminister Esser teilnehmen. Das letzte Pas­sionsspiel war im Fahre 1930. Die Zahl Der Mit­wirkenden beträgt 830, dazu kommen noch 250 Kinder. Das erste Spiel soll am Pfingstsonntag, 20. Mai 1934, erfolgen. Die Eintrittspreise werden um 50 v. H herabgesetzt. Auch eine Ermäßigung der Preise für Verpflegung und Unterkunft wird eintreten.

Neuerscheinungen im Rotapfel-Verlag.

Der Rotapfel-Derlag, Erlenbach-Zürich und Leip­zig, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Ernst K r e i d o l f s schönstes Bilderbuch, dieAlpen­blumenmärchen", in einer billigen Ausgabe Dill-' kommen wird auch Leopold Webers frischer Be» ncht sein:Mit Ernst Äreibolf in den bayrischen Bergen". 25 entzückende Zeichnungen Kreidols»

Große Strafkammer Gießen.

Mit einer umfangreichen Diebstahlsaffäre, bei bet" nicht weniger als 15 Personen beteiligt waren, hatte sich das Gericht bis. in die Abendstunden hinein zu beschäftigen. Die Angeklagten, die (Be­treibe, Lebensrnittel, Werkzeuge, Haushaltungsgegen- stände, Futtermittel ufro. entwendeten, riefen mit ihrem unsauberen Treiben bei der Bevölkerung von Staden größte Erregung hervor. 2m wesentlichen waren die Angeklagten in Der heutigen Hauptver- hanDlung geständig. Nachdem Der Vertreter Der Anklage im ganzen fünf 2ahre acht Monate Ge- fängnis beantragte, kam Das Gericht zu folgendem Urteil:

Der Haupttäter Albert M a t f) e f i u s aus Sta­den erhielt eine Gefängnis st rafe von 1 Fahr 6 Monaten, 1 Monat Untersuchungshaft wird ihm angerechnet.

Der Arbeiter August M a 11 h e s i u » aus Ober- Mockstadt erhielt 4 Monate 1 W o ch e , Fried­rich M a 111) e f i u s aus Ranstadt 35 Mark Geld­strafe, evtl. 1 Woche Gefängnis.

Der schon vorbestrafte Schweizer Christian Schmidt von Staden erhielt 1 2 ahr 1 M o - nat, Karl Sturz 3 Monate, Wilhelm Friedel 2 Monate, Karl Schäfer 6 Monate, Heinrich Schult 5 Wochen Gefängnis. Die Angeklagten Hermann 0 e ft r e i cf) und Hermann Haas mür­ben mit je 35 Mark und der Angeklagte Wilhelm Hornung mit 70 Mark Geldstrafe belegt. Die Ehefrau Anna Malthefius , der Landwirt Kon­rad Greulich, Der HänDler Emmanuel Hessen­berger aus StaDen und Der Arbeiter Georg Niederer aus FrieDberg würben freigesprochen.

Amtsgericht Gießen.

Eine Frau aus Reiskirkchen erhielt wegen Pfand­veräußerung einen Strafbefehl, gegen ben sie Ein- fpruch einlegte. Vor Eintritt in die gestrige Haupt- Verhandlung nahm die Angeklagte den Einspruch zurück.

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