Aus der Provinzialhaupistadt
für
Buntes Allerlei
gang von Gronaus.
der durch seine drei ren Dcltslug berühmt gefährlichen Blind« :anlt und muhte sich ion unterziehen. Le«
Oer goldene Hahn aus dem Everest.
Der neue Ansturm auf den höchsten CBcrg der Welt, den jetzt die englische Expedition unter Hugh Rutlledge unternimmt, hat natürlich auch unter der um den Riesengipfel wohnenden tibetanischen Bevölkerung Aufmerksamkeit erregt. Diese schlichten Söhne der Aatur können nicht recht begreifen, warum die Europäer so un° geheure Anstrengungen machen und selbst ihr Leben einsehcn, um jene geheimnisvolle Höhe zu erreichen, in der nach tibetanischem Glauben die Götter wohnen. Sie haben über die ganjc Angelegenheit ihre eigene Meinung, und dieser gab ein hoher tibetanischer" Kirchensürst kürzlich im Gespräch Ausdruct. Es ist der gelehrte Abt Tempe-tse-Ring von dem Tang°tra°Kloster, das 20 Kilometer von Gjangtse entfernt ist, dem Ort an der Straße zwischen Dardschiling und Lhasa. Der Abt, eine hohe magere Gestalt, in ein Mönchsgewand von rauhem rotem Wollstoff gekleidet, plauderte mit dem englischen Reifenden Sir Percival Phillips und teilte ihm allerlei mit, was man so über die Everest-Expedition in seinen Kreisen denkt: „Cs wäre ja seltsam, wenn diese Leute, die auf den Everest klettern wollen, keinen andern Beweggrund hätten als nur den Gipfel zu erreichen. Wir in Tibet können das kaum glauben. Es wird aber allgemein berichtet, daß der Ser°ki°Chapo. der goldene Hahn, fein Heim auf dem Gipfel hat. Meine Leute sagen nun, daß diese Kunde zu den Ohren der Engländer gedrungen ist und das) sie deshalb vor zwei Jahren eine Gesellschaft aussandten, um ihn zu fangen. Es ist bei uns wohlbekannt, daß die Engländer nicht nur Bögel schienen, sondern auch fangen. Die Männer erreichten ihr Ziel nicht und zwei von ihnen sollen ums Leben gekommen sein. Die andern aber haben den Wunsch, den goldenen Hahn zu kriegen. nid)t aufgegeben, und versuchen es jetzt noch einmal." Der Abt machte eine Pause, und als er das ungläubige Gesicht seines Gegenübers sah, erklärte er hastig: „Man sagt so, vielleicht ist es nicht wahr. Aber ich weist, dah es irgendwo in den Schluchten des Riesenberges zwei weiste Löwen gibt. Sie streifen dort herum und find sehr gefährlich. Riemals hat sie ein Menschenauge erblickt, aber von Zeit zu Zeit hört man ihr Gebrüll, und es klingt wie das Anschlägen eines großen Gongs. Cs wird auch berichtet, obwohl ich nicht imstande bin, diese Angaben zu bekräftigen, dah eine Rasse wikder Menschen, die ganz mit Haar bedeckt sind, in den Wäldern hausen, die am Fuß des Berges liegen. Diele Menschen haben Haare auf dem Körper, aber diese sind behaart wie mit einem Fell, und dah es Wilde sind, geht daraus hervor, dah ihre Fühe nach rückwärts gedreht sind." Lieber die Aussichten der neuen Unternehmung denkt der Abt skeptisch, „Man sagt in Gjangtse", meinte er.
Leichtes, wenn sich die vorgesetzte Behörde, wohl das Bauamt, ein wenig darum bemühte, die ^ilzdecke des Rasens abstechen, den Boden aufzulockern und neu einzusäen, ebenso den Teich ausfischen und gründlich reinigen zu lassen. 'Billige Arbeitskräfte • sind doch wohl genug da, denn die Arbeitslosen, welche Unterstützung erhalten, sollte man hier produktiv heranziehen, Heißt es doch im neuen Reich, jeder der bezahlt wird, soll auch Arbeit leisten und hier ist die nötige Arbeit da. Gleichzeitig mochte ich einmal anfragen, wo eigentlich in unseren Anlagen die herrlichen Rosen und andere Blumen und blühende Sträucher, welche in dem städtischen Pflanz- garten an der Marburger Strahe gezogen werden, zu finden find: ich habe voriges Jahr danach gesucht, aber keine gesunden, oder sind solche nur für Gärten und Zimmerschmuck bestimmt? Alle Besucher der Anlagen würden sich sehr freuen, dieselben bei ihrem Ausgang mit Augen und Rasen wahrzu« nehmen. Ein Besucher der Anlagen.
Gramm. Auch mit Edelsteinen und wundervollem Email wurde nicht gespart. Die Männer, die diese Prachtstücke schufen, waren Meister ihrer Kunst, und zweifellos Germanen, die iibcr eine alte Heber» lieferung in der Metall Technik verfügten. Im ganzen tragen sie lcmgobardisches Gepräge, so daß wir langobardische Goldschmiede als Schöpfer anneh- men müssen, und da ein großer Teil der Stocke eng zusammengehört, so dürfte er wohl aus einer einzigen langobardischen Hofwerkstatt stammen.
Die außerordentliche Prachtentfaltung, die dem Germanen eigentlich fremd war, weist nach dem Osten. Wir wissen, daß der Glanz des langobardi sehen Hofes von Pavia weithin bekannt war. Da die Kunst der Germanen von Haus ans rein ornamental war, so mußten für die darstellerischen Aufgaben Barbilder gesucht werden, die man in der b i) * zantinifchen Kunst fand. Auf der Border- platte der großen goldenen Halskette sieht man den thronenden König zwischen zwei bewassneten Kriegern: zu jeder «DCite eilte eine Gestalt heran, die einen Helm bringt, gefolgt von einer geflügelten Figur, die eine Standarte mit der Inschrift „Victoria" trägt. Aehnlichc Darstellungen erscheinen auf dem Goldband eines Helms und auf dem Gold beschlage des Trinkhorns. 'Reben dem König wird auch die Königin wiederholt gezeigt: mit langwnl- lendem Haar, juwelengeschmücktem Diadem und Halskette. Dieser Schimmer östlichen Prunks hat aber das germanische Wesen des ornamentalen Schmuckes nicht berührt: vielmehr tritt dieses nicht nur in der Tierornamentik, sondern auch in der Bandgeflecht Ornamentik hervor, in der man eine Eigenjchöpsung des Germanentums vermutet hat. Wahrscheinlich ist das Flechtband, das später so hohe Bedeutung in der deutschen Schmuck kunst erreichte, bei den Langobarden ausncbilbct morden, und man wird danach die Bedeutung der Langobardenkunst höher anschlagen müssen, als es bisher geschehen ist.
Der Einfluß dieses großartigen Kunstschaffens, wie es sich in dem Grabschatz offenbart, war jeden falls bedeutend. Von der Po-Ebene aus verbreitete sich das neue Ornament des Band-Geflechtes und eine Neigung zu glanzvoller Ausstattung unter den Völkerschaften Süd und West-Deutschlands, mit denen das Langobardenreich durch die bayerische Herkunft der Königin Theudclinde in Verbindung stand, und von dort setzte die neue Geschmacksrich tung ihren Siegeszug fort bis zu den Ostsee-Inseln und nach Skandinavien.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An die Anlagcnoerwallung.
Vor einigen Tagen stand in Ihrem Blatte unter anderem eine Bemerkung über die so schönen Anlagen unserer Stadt. Daß leider für dieses Jahr mit etwas knappen Mitteln zur Pflege derselben gerechnet werden mußte, daß solche aber doch wieder das Auge erfreuen würden, das letztere scheint aber bis jetzt nicht der Fall zu werden, denn cs zeugt von wenig Gartenbau- und Anlagekunst, wenn man diese z. T. sehr vermoosten und verfilzten Rasen- flächen der Süd- und Dftanlagc betrachtet und wenn man den in der Ostanlage befindlichen Weiher mit seinem die Nase beleidigenden fauligen Geruch und den darin befindlichen vielen toten und sterbenden Gold- und Zierfischen ficht. Es wäre doch wohl ein
Oer langobardische Königsschatz
Ein kostbarer $unö aus der Frühzeit germanischer Kultur.
Lese- und Geschichtsbücher und Bücher . Staatsbürgerkunde werden, wie dies der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen unterm 30. März bereits angekündigt hat. im Sinne des neuen Reiches einer Revision unterzogen. Lieber die Abänderung und den künftigen Inhalt der Bücher soll hier nicht gesprochen werden. Das ist Sache der Fachleute und der Fachpresse. 3n aller Öffentlichkeit aber können zwei andere Gesichtspunkte. die auch die Geschäftswelt angehen, hier
verhandelt werden.
1. Wir haben in den Volksschulen unseres ver- hältnismäßig kleinen engeren Vaterlandes gegen- wärtig zwei Lesebücher in Gebrauch. Sind auf so kleinem Gebiet wirklich zwei Lesebücher notig < Kann man auf so kleinem Raum auch in dieser Beziehung nicht einmal Einheit und Einheitlich- keif wahren und erzielen? Daß das eine der Bücher etwas weiter links als das andere emge- stellt ist, ift'in der Lehrerwelt eine bekannte Tat- fache und gewiß auch leicht zu verstehen Es gab ja einmal eine Zeit, in der man s'H bestrebte möglichst weit nach links zu rucken. Wo bleibt aber bei zwei Büchern, die verschieden abgefaßt sind, die Erziehung in einem Geiste? Jedes Buch wurde einige Jahre nach der Staatsumwal- zung von 1918 natürlich da eingesuhrt, wo fein Verfasser Einfluß ausübte Ware es Widers, müßte man sich wundern. Bei einem ®uepe für ein Fach im ganzen Lande ist dieser ^^fstand von vornherein vermieden. 3mmcrl)in soll doch auch anerkannt werden, daß beide Sucher in dem Sinne Heimatbücher waren, dah ihre Verfasse Söhne unseres Hessenlandes waren.
2 Dir beiden Bücher haoen natürlich nicht einen Verleger. Eines ist in Gießen, das andere In Frankfurt (!) verlegt. Muß em hessisches Lesubuch wirklich in Frankfurt erscheinen? ^lnd denn in Hessen keine Verleger, die cm solches Buch, das^sür das ganze Land gilt. herausbrm- gen können? Wir erinnern uns. welch Aufhebens Ein Frankfurter Stadtverordneter schon vor dem Weltkriege aus dem Llmstande machte, daß eine Frankfurter Schulwandkarte in Murzburg gedruckt wurde. (Dabei gab es. nebenbei gesagt, in Frankfurt damals kein Unternehmen welches die Arbeit hätte Herstellen können.) ^atfad)^ daß eines der heutigen hessischen Lesebücher: m Gießen verlegt ist zeigt uns nun. daß m Hess fAcn Städten wohl ein Verlag für oas ntuv hessische Lese- und Heimatbuch gesunden werden kann Wir haben alle Ursache, zunachs das hcimifdbe Gewerbe zu unterstützen. UW uns nÄt Ztadt außerhalb W wenden, die vermöge ihres Llnsehens und^ h ganzen Wirtschaftslebens manches, was 'm He, ^en lande bleiben könnte. Mbit tätig a" Wir wollen also künftig nicht wieder nach srank furt gehen, so lange es m HKn «men Der- leger9 für das Lesebuch der
Oiidit verschwiegen werden soll bei Kkr L-ZL baB oud,9 L-'-büche-bSbercr Schulen Hessens in Fronksurt Derlei sind Es ist also a^ch dort Abstellung emes Mange-sno^ig
Von den neuen Schulbüchern für Hessen muß beÄbalb verlangt werden, daß für ledes Hach nur eins erscheint, und baß dies nur in Hessen verlegt sein kann, wenn es darauf Anspruch erbebt Äeimatbuch zu sein. Sind zwei oder mehr Richtungen unter den Verfassern, so müssen sie Menn nötig in einenc Konklave.aus ei nen («tnff der in dem Buche erscheinen soll, als deutsche Brüder in aller Güte einigem Es nniß Wich fein, diesmal die Fehler früherer Jahre
Aus einem oberitalienifchen Grabe ist ein Fund ans Licht gefördert worden, der alles an Pracht übertrifft, was bisher an germanischer Kultur auf uns gekommen ist und zugleich neue kultur- und kunstgeschichtliche Ausblicke eröffnet. Dieser kostbare Schatz, der sich jetzt im Besitz einer Londoner Kunsthandlung befindet, ist in feiner Bedeutung von hervorragenden Germanisten erkannt worden und wird in der „Deutschen Rundschau" eingehend gewürdigt. Aller Wahrscheinlichkeit nach flammt der schätz aus dem Grabe des 615 verstorbenen Langobarden- t ö n i g s Agilul f und feiner Gemahlin Theu - delindc : es sind Stücke aus dem persönlichen Besitz des Herrjcherpaares, die ihnen ins Grab mitgegeben wurden, denn die Langobarden hielten auch in Italien an dem altgermanischen Brauch fest, ihre Toten in aller Pracht der Erscheinung und Lebensführung beizusetzen. Die langobardischen Eroberer vermieden überhaupt bei ihrer Eroberung Italiens eine Verschmelzung mit den unterworfenen Römern und bewahrten ihr Heidentum, bis die bayrische Prinzessin Theudelinde ihnen schließlich das Christentum brachte.
Der Fund, der im wesentlichen dem Ende des 6. oder dem Anfang des 7. Jahrhunderts zuzuwei- fen ist, weift bereits auf das Christentum des ßanqobarbenfürftcn hin, denn er enthält zwei Goldkreuze ynd auch fönst tritt das Kreuz vielfach auf. Aber trotz dieser christlichen Zeichen und eines gewissen byzantinischen Einflusses, gehören diese Arbeiten ganz dem germanischen Kreise an und zeugen dafür, mit welcher Festigkeit die Langobarden auch nach Annahme des Christentums an ihrem Stammeswesen festhielten. Es ist ein wahrer Mär- chenschatz, der diesem Fürstengrab entfliegen ist: zu ihm gehören u. a. je zwei Diademe und Helme, ein Dutzend Schwerter, Dolche und Messer, darunter besonders herrliche Stücke des sog. Scramasar, des einschneidigen Kurzschwertes mit zweihändigem Griff, wie es z. B. Walthari im „W althari - Lied" an der rechten Hüfte trägt; ferner wurden ein Halsring und ein Trinkhorn, Schildbuckel, Gürtelschnallen, Pferdegeschirr. Sporen und eine beträchtliche Anzahl von Schmuckstücken aufgefunden.
Was an diesem Schatz so überwältigend wirkt, das ist vor allem die außerordentliche K o st b arte i t der Stücke. Die Diademe, Kreuze, Schildbuckel, Schwertgriffe, Sporen usw. sind aus reinem Golde gearbeitet, goldene Beschläge in reichstem Maße angebracht; das eine Diadem hat ein Gewicht von 385, die Sporen haben ein solches von 407
„baß sie im Schnee sterben werden. Böse Geister werden ihnen entgegeiitrcten. aber diese könnten besänftigt werden, wenn die nötigen Vorsichtsmaßregeln angewandt werben. Größere Gefahren werden sie besiegen, beim der Berg ist zu hoch, zu kalt und zu stürmisch. Wieviel besser wäre es. wenn sie anstatt so närrisches Zeug zu versuchen. nach den Klöstern von Tibet pilgerten und dort dem Dalai-Lama Gaben darbrächten; das würbe ihm gefallen und ihm eine gute Meinung von den Engländern beibringen.“ Der Abt trug um seinen Arm ein Stück gelbes Tuch gehüllt, bas sich bei näherer Betrachtung als ber Teil eines alten Trenchcoat heraus- stellte. Er freute sich über bas Interesse und erklärte, bieses Tuch wäre ihm geschenkt worben und von ihm heilig gehalten, weil es bic gelbe Farbe bes Dalai-Lama trage. „Cs ist sehr schmutzig", meinte er, „aber ich werbe es nicht säubern. Schmutz bringt Glück." Wenn bas richtig ist. fügt Phillips hinzu, bann ist ber Abt ber glücklichste Mensch ber Welt.
Malaria.
Die Hygiene-Abteilung bes Völkerbundes hat kürzlich eine Llntersuchung über die Ausbreitung der Malaria und die Chinin-Beschaffung zu ihrer Bekämpfung veröffentlicht. Dabei wirb hervorgehoben, bah biefe Krankheit eine ber größten Geißeln der Menschheit ist. Zwei Millionen Personen sterben jährlich an dieser Seuche. Innerhalb von vier Jahren wurde allein in drei indischen Provinzen der Tob von 1 184 984 Menschen durch Malaria festgestellt. und die durchschnittliche Skerbl'chkeitsziffer in Indien aus dieser Llr- sache wird mit 894 380 Seelen im Jahr angegeben. Der wichtigste Grund für dieses Wüten der Seuche ist wohl darin zu suchen, bah bas Hauptmittel zu ihrer Bekämpfung, bas Chinin, in viel zu geringen Mengen erzeugt wirb. Rach ben Angaben des Berichtes werben jährlich 1387 Tonnen Chinin zur Bekämpfung ber Malaria notwenbig, aber weniger als die Hälfte dieser Menge wird erzeugt. Von der fast eine Milliarde betragenden Zahl der Malaria-Kranken werden noch nicht einmal 19 Millionen wirklich behandelt. „In Indien erstreckt sich", so bemerkt ber Bericht, „bic Behandlung nach einer mäßigen Schätzung höchstens auf 8 bis 10 Millionen von den 100 Millionen Malaria-Fällen, und di» Chinin-Menge, die jährlich auf Öen einzelnen Fall kommt, übersteigt nicht 2 Gramm." Die Rotwendigkeit einer Internationalen Chinin- Konferenz wird daher betont, um Abhilfe zu schaffen. Man hofft, diese in einem billigen Ersatzstoff des Chinin, dem sog. Totaquina gefunden zu haben, das in großen Mengen auf den Markt gebracht werden kann. Cs wird auch gefordert, baß in den malariaverpesteten Gebieten ber Chinin-Preis burch bie Regierungen gesenkt werden soll.
** Sic Auszahlung der Zusatzrenten. Das Äriegerfürforgeamt der Stabt Gießen gibt bekannt, daß die Zusatzrente für Monat April bereits am Gründonnerstag bei der Stadtkasse zur Aus- zahluna gelangt.
•• Einlösung der Gutscheine der Theater-Spielzeit 19323 3. Die Intendanz macht die Abonnenten daraus aufmerksam, daß die Llmtauschgutscheine der Spielzeit 1932 33 für nicht besuchte Abonnements-Vorstellungen bis Ende der Spielzeit eingelöst sein müssen. Eine etwaige Lieberschreibung aus Vorstellungen außerhalb der Winterspielzeit 32 33 kann nicht erfolgen.
♦* Schwerer D e r k e h r s u n f a l l. In der vergangenen Rächt gegen 24 LIHr ereignete sich auf der Landstraße Riederkleen-Dornholzhausen ein schwerer Verkehrsunfall. Der etwa 31jährige Schlosser Stephan Herold aus Frankfurt fuhr mit seinem Personenkraftwagen, anscheinend durch den dichten Rebel in der Sicht behindert, mit einem Motorradfahrer zusammen. Der Lenker des Kraftwagens fließ dabei mit dem Kops gegen die Windschutzscheibe und erlitt eine Gehirnerschütterung. Er mußte durch die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden. Ob eine schwerere Verletzung vorliegt, muß erst die genaue Llntersuchung ergeben. Der Motorradfahrer, der bei dem LInfall ebenfalls zu Schaden kam, erlitt einen Armbruch und wurde in das Wetzlarer Krankenhaus gebracht.
zu vermeiden. E i n Lesebuch für Hessens Schulen von hessischen Dersassern und einem hessischen Verleger!
Oberhessische landwirtschaftliche Genoffenschaststagung.
Man berichtet uns: Cs gebührt der Kreisstellc Gießen im Verband hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften Anerkennung dafür, daß sie in der gegenwärtigen Zeit schwerer wirtschaftlicher Rot des Landvolks alles daran setzt, ihre verantwortlichen örtlichen Führer über die gegebenen gesetzlichen Bestimmungen im Genossenschastswe- fen aufzuklären. Am vorigen Samstag wurde wieder eine große Bezirkstagung in Steins Saalbau in Lich abgehalten, bei der besonders „Grundbuch und Hypothekenfragen" behandelt wurden. Zahlreich hatten sich die Vertreter der örtlichen Kreditgenossenschaften eingefunden. Oberrevisor Hartmann, Gießen, und Revisionsassistent Schaffner. Gießen, sprachen vormittags über die Sicherung der Ausstände, über die Einrichtung des Grundbuches und die verschiedenen Arten der Hypotheken und Grundschulden. An Hand von Grundbuchauszügen wurden wichtige Fälle aus der Praxis behandelt.
Bankrendant Müller, Lich, hatte mit fachkundiger Hand seine Buchführung und Registratur ausgestellt. Die mustergültige Einrichtung wurde allgemein anerkannt. In seinen erläuternden Ausführungen machte Rendant Müller feine Berufskollegen aus die Vorteile einer übersichtlichen und praktischen Registratur aufmerksam.
Am Nachmittag sprach Rechtsanwalt Zimmer- Gießen über das Hypothekenrccht. In längeren Ausführungen beschäftigte er sich mit dem Zweck der Hypothek, Sicherheit für die verschiedensten Forderungen zu gewähren und wies auf die Erfordernisse bei der Bestellung hin. Behandelte bann die einzelnen Arten, wie Sicherungs-, Gesamt-, Zwangshypothek, legte den Unterschied zwischen Brief- und Buchhypothek bar und verwies auf bic im Wirtschaftsleben immer mehr benutzte Grund- schuld. Der Vortragende behandelte dann die Fra gen ber Abtretung, dSr yerpfänbung, sowie ber Erwirkung von Pfandungsbeschlüssen hinsichtlich ber Hypotheken. Im Anschluß hieran legte ber Rebncr noch bic Grundsätze der Notverordnungen über bic Zinssenkung und den Kündigungsschutz, über bie Rechte ber Gläubiger unb die Pflichten ber Schuldner bar. Er schloß mit ber Aufforderung, Vertrauen zur Reichsregierung zu haben, die gewillt sei, die Lebensmöglichkeit ber bcutschen Wirtschaft zu sichern unb damit die Voraussetzungen schaffe für eine vernünftige Kreditpolitik der Genossenschaften, bic biefe in den Stand setzen werde, dem Landwirt und Mittelständler zu helfen, unb die es dem Schuldner ermögliche, seinen Verpflichtungen nach- zukommen. An den mit lebhafter Zustimmung ausgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an.
Die Verbandsleitung war durch Generalsekretär Dr. H i 11 e m a n n = Darmstadt, die Landesgenos- senschastsbank - durch Bankbirektor Ginnow - Darmstadt vertreten. Beide referierten über genossenschaftliche Tagesfragen.
In seinem Schlußwort wies Oberrevisor Hart- m a n n nochmals auf die Neubildung der nationalen Negierung hin unb versicherte, daß auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften gern bereit seien, mit ber Regierung an bem Wieberaufbau unserer Wirtschaft zusammenzuarbeiten. Mit bem Wunsche, daß es gelingen möge, die großen wirtschaftlichen Nöte des Landvolkes zu lindern, wurde die lehrreiche Tagung geschlossen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag: Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Drand- vlatz. 15 bis 17 LIHr, große Frühjahrs-Ausstellung.
— Aus bem ©tabttljcatcrbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 LIHr, 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen dos Schauspiel „Andreas Hollmann" von Kaergel. Spielleitung: W- Kühne. Ende 22 LIHr. — Morgen, Mittwoch. 26. Borstellung im Mittwoch-Abonnement: „Die Räuber" von Schiller. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 19.30 bis 23 LIHr. — Freitag (Karfreitag), 14. April, bleiben das Theater unb bie Theaterkasse geschlossen. — Am 1. Ostcrfeiertag, Sonntag. 16. April, zum letztenmal als Fremden- Vorstellung außer Abonnement zu kleinen Preisen bas Schauspiel „Anbreas Hollmann". Anfang 19 LIHr. Enbe 21 LIHr. — S.gmunb Graffs Dolks- stück „Die vier Musketiere", gelangt am 2. Oster- feiertag, Montag. 17. April, unter Leitung von Oberspielleiter Peter F a f f o 11 als Fremden- Vorstellung zu ermäßigten Preisen um 19 LIHr erstmalig zur Ausführung.
— D i e OrtsgruppenMitte unb Süb der RSDA P. veranstalten am morgigen Mittwoch, 20.30 LIHr, Versammlungen ber Ortsgruppen im Cafe Leib bzw. in ber Reichsbahn- Sporthalle am Aulweg. Es sprechen Herr Bartholomäus im Cafe Leib unb Herr Jung in der Reichsbahn-Sporthalle über bas Thema „Der Kamps geht weiter".
M
tibmkal Hloffcll borgen.
chMs „Tucker;" hot hc Cord geborgen, Däijrenb der ungliicks-
Manteltasche wurden clauf der letzten Fahrt •njo ist die Leiche des rtrunkenen Chefs der t, Admiral Massett, '
rs$rs äs* ZWi ‘tion 1 l.fe den ^MetmJ 11 >'e bezeich.
ine entO unzwei, östlich Drüber bflÄT9un« >cn, bi VMeit en L -mit der
Senjföfranfen, löge.
?°"nischer 2-, ö’e Vertretung
rll$. wie-er der JA n^ionalcn ?cn Deg sür den r SiP\ Cr 5antm' den Verband »'rankenkasi-n versicherten sind bc- gen Erfahrung der zu dienen. Mschlossenen Ersah, to'dtung und ihrer russständische Ätaib aal.
Or. prafd) geht nach Darmstadt.
Die rolr aus dem Slabltßcalerbüro hören, find die Verhandlungen zwischen der hessischen Regierung und dem Intendanten Dr. P r a s ch nunmehr zum Abschluß gekommen. Das Ergebnis ist, daß Intendant Dr. P r a f ch den Posten des Generalintendanten in Darmstadt übernimmt.
Sparen und Bauen.
Jin vergangenen Jahre war in den Zeitungen sehr häufig die Rede von der Zunahme des Geldham- sterns, die als Folge der Zahlungskrije des Jahres 1931 hingeftelli wurde. In den letzten Monaten konnte erfreulicherweise festgestellt werden, daß das Hamstern von Geld so gut wie ganz aufgehört hat, unb daß die früher gehamsterten Beträge sich wieder gelockert haben und in den Geschäftsverkehr gelangt sind. Zn den zurückliegenden Zeiten ist auch gelegentlich in größerem Umfange Geld von den Sparinsti- tuten abgezogen worden, um es in Grund unb Boden, zum Bau eines Eigenheims zu verwenden. Die inzwischen gemachten Erfahrungen haben gezeigt, daß die Anlage auf Sparbuch unbedingt sicher ist, daß dagegen beim Kauf von Parzellen und Grundstücken, wie überhaupt bei einer überstürzten Flucht in die Sachwerte erhebliche Schwierigkeiten unb zum großen Teil auch nicht geringe Gefahren entstehen. Auch wenn man von den offenkundig übertriebenen und leichtfertigen Angeboten abfieht, so muß berücksichtigt werden, daß die in Grund stücken usw. angelegten Gelder aller Voraussicht nach festliegen und im Bedarfsfälle im Gegensatz zur Spareinlage nicht zur Verfügung stehen. Der Bedarfsfall kann aber heute sehr schnell eintreten.
Es soll keineswegs verkannt werden, daß der Gedanke, ein eigenes Haus und einen eigenen Herd zu haben, durchaus begrüßt wird, aber feine Verwirklichung ist von der Erfüllung wichtiger Voraussetzungen abhängig. Vor allem muß sich der Interessent über die Belastung, die seiner wartet, völlig klar sein, er kann an die Ausführung erst dann schreiten, wenn er über genügende Mittel verfügt, d. h. vor allem, baß möglichst viel eigene Mittel vorhanden sein müssen, weil die fremden Mittel verzinst und getilgt werden müßen. Eigene Mittel können nur allmählich burch Sparen, entweder bei der Sparkasse oder bei der öffentlichen Bausparkasse angesammelt werden. Ein überstürzter Kauf von Grund und Boden unb ein überstürzter Baubeginn bringt sehr leicht Mühe und Aerger. Es darf auch nicht übersehen werden, daß die Rentabilität eines Neubaues sehr genau kalkuliert werden muß. Selbst bei verhältnismäßig niedrigen Zinsen bringt bic Spareinlage oft größeren Ertrag als das in Haus ober in Grund und Boden angelegte Kapital. Alle diese Erfahrungen werden hoffentlich dazu beitragen, die Bevölkerung über die Gefahren einer Flucht'in bie Sachwerte aufzuklären. An ber Sicherheit ber Spareinlagen und der Währung besteht kein Zweifel. Der neue Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat erst in ben letzten Tagen erneut erklärt, daß die Währung stabil ist und bleibt.
Schulbücher werden revidiert.
Aus Lehrerkreisen wirb uns geschrieben:
-aflug beende!.
ft früh und außer- Aegenzeit machte ta'ßlugei. der tl Hchvave burch- uo&ftW Dir Aug- ndrs sind butd)' dm ,d)t, so daß der Flic. ■ den Aückflug argu« h Lüden mit dem 2e- fchcn Kolonien abzu- :d voraussichtlich über en.
gefunden.
iSchwabenj gemeldet >1 Jahre alte Maler Ruderatshofen aus der > Auöeratshofen er* - Leiche zeigte an bei- Messerstiche- Der Ta [lelHDcrbci^^^ > Maine EeschiM UechweE rÄ"“ M denen die eine m
?bcn Sergen, in
,n elementarer Leiden •sir- M-s ichnisM fr ichonen
I>«i * mann;e'' rtrflm: ein tm,(en kun- beut^"1 ® Lähltc last ^esien-r Unrecht „n |ieuen, zeckt schienen: i ’SJAe^nJ
--- inWnSe Slui^j EundSedanken
IC noch ' an das Minister b,jsche M- prosr<ung6e6 c Gest«' " t ge< SS&iX
Ach.l^'
in yeschran' sind »AN ,n
riA haben 5 Zach
"veksttUsrenoble


