Ausgabe 
10.10.1933 Zweites Blatt
 
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S.J.-fpor/

Vogelsbergsahrt der Standarte 254

durchgefü!

Oer Gerätewettkamps Grohen-Linden - Sinn - Klafeld.

Am Sonntag veranstaltete die NSKK.-Staffel der Standarte 254 eine Zuverlässigkests- und Werbe­fahrt rund um den Vogelsberg. Start und Ziel waren in Lauterbach. Die Fahrstrecke führte über Alsfeld, Kirtorf, Homberg a. d. Ohm, Grünberg, Lauter, Laubach, Schotten, Engelrod, Lauterbach. Mit Ausnahme der Kleinkrafträder (bis 200 ccm) mußte die 120 Kilometer lange Strecke zweimal durchfahren werden. Leider waren infolge des Regenwetters einige Stürze nicht zu vermeiden. Die Veranstaltung wurde als Touren- und Pro­pagandafahrt nach folgenden Klaffen gewertet: Klaffe 2 Motorräder bis 200 ccm, Klaffe 3 Motor­räder bis 300 ccm, Klaffe 4 Motorräder bis 500 ccm, Klaffe 5 Motorräder bis 1000 ccm, Klaffe 6 Motorräder mit Beiwagen: Klaffe 7 Personenkraft­wagen bis 1300 ccm, Klaffe 8 Personenkraftwagen über 1300 ccm. Teilnahmeberechtigt war jener deutschstämmige Fahrer. Mannschaften waren nur von den nationalen Verbänden einschließlich Reichs­wehr, Volizei und Fabriken zugelassen. Die vor- geschrieoenen zu durchfahrenden Kilometer pro Stunde mußten von jedem Fahrzeug eingehalten werden, nur ein ganz geringer Zeitunterschied wurde auf den einzelnen Kontrollstationen frei­gelassen. Ueber- oder Unterschreitung der Zeiten wurde mit Strafpunkten belegt. Die Organisation der Veranstaltung lag in Händen des bewährten Staffelführers Nagel, das Wertungsgericht fetzte sich zusammen aus dem Standartenführer Münch, Sturmbannführer R i f f e r und Sturmführer N a - fiel. Für diese Fahrt waren von der Stadt Lckuter- nach, vom Brigadeführer Schmidt und mehreren Firmen zum Teil sehr wertvolle Preise gestiftet worden. Von den insgesamt gemeldeten 6 7 Motorrädern haben nach der ersten Runde 40 die Kontrollstation Lauterbach erreicht, von 2 9 gemeldeten Wagen traten 23 die zweite Rundfahrt an; während der zweiten Runde fielen dann nochmals drei Krafträder und zwei Wagen aus. Gegen 16.20 Uhr trafen die letzten Fahrzeuge

spielten, keinesfalls aber körperlich unterlegen mä­ren. Für die weiteren Derbandsfpiele berechtigt die Leistung der Männerturner zu großen Hoffnungen. Zum Lobe beider Mannschaften sei gesagt, daß das Spiel trotz der hohen Torzahl, in anständiger Weise durchgeführt wurde. Schiedsrichter D r o l s b a ch (Garbenleich) war dem Spiel ein gerechter Leiter.

am Ziel bei der Turnhalle in Lauterbach ein. Am Abend fand dann, nachdem der Standartenführer Münch kurz über Zweck und Ziel einer solchen Veranstaltung gesprochen hatte, die Siegeroerkünbi- gung statt.

Oie Ergebnisse.

Klasse 2: 1. Preis Burschel-Fulda (Standard); 2. Preis Hartmann-Groß-Felda (DKW ); Anerken- nung: Römer-Groß-Felda (DKW.).

Klaffe 3: 1. Preis Ruckelshaus-Alsfeld (DKW); 2. Preis Grün-Gießen (DKW.); Anerkennung: Oeft- reich-Hörgenau (Zündapp).

Klaffe 4: 1. Preis Fronapfel-Fulda (Hörer); 2. Preis Rühl-Maar (Horex); 3. Preis Müller- Homberg (Triumph); Anerkennung: Buchegger- Lauterbach (Hörer) und Weber-Lauterbach (Horex).

K l a s f e 5: 1. Preis Kühne-Lauterbach (BMW.); 2. Preis Sorg-Fulda (Tornax); 3. Preis Becker- Homberg (BMW); Anerkennung: Schlerett-Kissin- gen (BMW.), Krömmelbein-Lauterbach (BMW.), Schuchhardt-Alsfeld (BMW.), Lerch-Alsfeld (WW).

Klaffe 6: 1. Preis Lübke-Gießen (AD.-Puch); 2. Preis Lutz-Alsfeld (BMW ); Anerkennung: Lud- wig-Nauheim (Triumph).

Klaffe 7: 1. Preis Funk-Alsfeld (Opel); 2. Preis Dr. Balz-Friedberg (Opel).

Klaffe 8: 1. Preis Otterbein-Schlitz (Mercedes- Benz); 2. Preis Hamesfuhr-Fulda (Röhr); 3. Preis Weil-Gießen (Opel); 4. Preis Braun-Windhaufen (Opel); Anerkennung: Haas-Giehen (Opel), Heiliger- Lauterbach (Adler), Hill-Alsfeld (NEU.).

In der Klaffe 8, schwere Personenwagen, mußten die vier ersten durch Los entschieden wer­den. Den einzigen Mannschaftspreis, der ausaegeben wurde, errang die Fabrikmannschaft Alsfeld auf NSU. An die Preisverteilung schloß sich noch ein Ball an, zu dem die Standartenkapelle unter der Stabführung des Kapellmeisters Otter- dein (Lauterbach) fleißig auffpielte.

zug aus der Siegerliste. Platzmangels wegen sind immer nur die paar ersten Sieger angegeben:

Sportabteilung A (14 Teilnehmer über 18 Jahre): Fünfkampf: Ehrensieger Walter Klein, 89 P.; 1. Wilhelm Fey, 88; 2. Robert Stein, 82; 3. Rudolf Jung II., 77; 4. Richard Steinmüller, 75; 5. Erwin Stopp, 67 Punkte.

Sportabteilung B (Teilnehmer unter 18 Jahren): Fünfkampf: 1. Hans Faber, 94; 2. Rudolf Holler, 87 Punkte.

Zöglinge: 1. Karl Marten, 146; 2. Walter Schmidt, 133; 3. Walter Weber, 129; 4. Wilh. Zörd, 128, 5. Erich Weigel 117 Punkte.

3ugenbturner-Dberftufe (Achtkampf): 1. Walter Lang, 146; 2. Karl Weber, 128; 3. Hans Weller, 126; 4. K. Eyring, 124; 5. Helmuth Weber, 120 Punkte.

Jugendturner - Unterstufe: 1. Herrn. Jung, 120; 2. Helmuth Hohbach, 108; 3. Hermann Hinterlang, 99 Punkte.

Turnerinnen (Zehnkampf): 1. Emmi Ma- linowski, 172; 2. Hedwig Marten, 149; 3. Ella Kissel, Liese! Steinmüller und Ottilie Frey, je 148; 4. Hilde Weigel 139; 5. Elfriede Brückel, 137 Punkte.

Turnerinnen, (Siebenkampf): 1. Emmi Ma­linowski, 125; 2. Ottilie Frey, Liesel Steinmüller, je 116; 3. Hilde Weigel, 113; 4. Herta Hock, 112; 5. Hedwig Marten, 110 Punkte.

Jugendturnerinnen - Oberstufe: 1.

^Deutscher, fliege!*

Der Werbefilm des Deutschen Lustsport-Derbandes Deutscher, fliege!" zeigt die Entstehung des Flug- zeuges in den Werken des Leichtflugzeugbaues Klemm von der einfachen Spante bis zur Hua* U'gen Maschine. Er fuhrt den Zuschauer in Herr- l'chen Flügen durch die deutschen Lande bis in die Hohen der Alpenwelt, wo Meister Übet seine mag- MBgen Flugkunststückchen zeigt. Elli Beinhorn plauderte von ihren Flugerlebnissen. Das Schluß- wort zu diesem wundervollen Filmwerk, das be- stimmt überall da, wo es gezeigt wird, dem Flug- . ,neue. freunde gewinnen wird, sprach Reichs­luftfahrtminister G o e r i n g, der in eindringlichen Worten die deutsche Jugend ermahnte, das Erbe derjenigen, die mit der Luftwaffe fielen, zu wah­ren und weiter auszubauen. Wir wollen und müssen eine fliegende Nation werden, darum:Deutscher, fliege!".

Schwimmeister als Sportlehrer organisiert.

3m Auftrage der Reichsleitung gebe ich folgende Verfügung des Reichsfportführers bekannt:

Die staatlick geprüften Schwimmeister find im Gegensatz zu den in derReichsarbeitsgemeinschaft der Berufe im sozialen und ärmlichen Dienst" orga­nisierten Bademeistern und Baoewärtern als Sport­lehrer für das Fachgebiet Schwimmen zu betrachten. Als ihre Derbandsorganifation ist daher ausschließ­lich der Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer e. V. (im NS.-Lehrerbund) zu be­trachten

Den für Schwimmsport zuständigen Deutschen Schwimmverband habe ich veranlaßt, künftig nur solche berufsmäßigen Lehrkräfte zu beschäftigen, die Dem Reichsverband angehören.

Gießen, 9. Oktober 1933.

Reichsoerband Deutscher Turn-, Sport, und Gym- naftiklehrer e. V., im NS.-Lehrerbund.

Rudolf Fischer, Bezirksleiter.

100<Öleter-(£ratt>l in 59,8 Sekunden.

Mit einer famosen Leistung wartete am vor­letzten Tage Des Olympia-Lehrganges der junge Schwimmer Fischer (Bremen) auf, der im Spandauer Stadtbad die 100-Meter-Crawl in 59,8 Sek. zurücklegte und damit neben Derichs als zwei­ter Deutscher unter der Einminutengrenze blieb.

Handball im Gau XII der OT.

Mio. Gießen Jugend Io. Klein-Linden Jugend 23:0 (9:0).

Am vergangenen Sonntag trug die Jugend- Mannschaft des Männerturnvereins ihr erstes Ver­bandsspiel aus; Gegner war die Mannschaft des To. Klein-Linden. Die Männerturner waren wie­der in ganz großer Form. Der Mannschaft war ihr eifriges Training in jeder Spielphase anzu­merken. (Konnten doch die Männerturner in den Zwei letzten Spielen ein Torverhältnis von 43:3 buchen!) Sofort nach Beginn entwickelte sich ein schönes, flottes und faires Spiel, in dem die Gie­ßener jederzeit tonangebend waren. Allerdings sei bemerkt, daß Tv. Klein-Linden nur mit 9 Mann

MarHa Rinn, 130; 2. Marie Weigel, 114; 3. Marie Burger, 111; 4. Elisabeth Zörb, 100; 5. Erna Becker, 93 Punkte.

Jugendturnerinnen Unterstufe: 1. Tilli Rinn, 50; 2. Marianne Jung III., Lotte Euler und Irma Eyrina, je 40; 4. Elli Schmidt, 39; 5. Marie Hofmann, 38 Punkte.

Fußball-Ergebnisse im Bezirk Gießen.

Wetzlar Naunheim 3:3; Bad-Nauheim Groß- korben 1:1.

Neuer Schnelligkeitsflugrekord.

Auf einer 100 km langen Strecke zwischen Pisaro und Falconara verbesserte der italienische Flieger­oberst Eastinelli den Geschwindigkeits-Rekord für Wasserflugzeuge auf 629,370 St./km. Der schnelle Flieger benutzte ein Flugzeug der Type Machi C. 72 mit einem Fiat-Motor. Den allen Rekord hielt der englische Lt. Atcherly mit 533,800 St./km, der somit um fast 100 km überboten wurde. Den absoluten Schnelligkeitsrekord hält ebenfalls ein Italiener, der Marineflieger Agello mit der fabelhaften Leistung von 682,403 St./km.

46 Loopings im Segelflugzeug.

Mit einer ausgezeichneten kunstfliegerischen Lei- ftung wartete der amerikanische Segelflieger Jack O'Meara auf. Er ließ sich durch ein Motorflugzeug über dem Roosevelt-Feld in Neuyork in große Höhe schleppen und führte bis zu seiner glücklichen Lan- düng auf dem Flugplatz nicht weniger als 46 Loo- pings aus.

Welcher Beliebtheit sich das deutsche Geräteturnen erfreut, bewies am Sonntag wieder einmal der tarke Besuch des Mannschaftsgerätekampfes in öroßen-Linden. Nicht allein von Großen-Linden, andern auch von Leihgestern, Lützellinden, Hörns­heim ufw. waren viele Turnfreunde erschienen. Die Besucher wurden aber auch nicht enttäuscht, denn einen schöneren und bis zur letzten Hebung span­nenderer Kampf dürfte selten ausgetragen werden. Nach Begrüßungsansprachen des Vereinsführers vom Tv. Großen.Linden Dr. R ö m e r und des Bür- germeiftflcs Cong ergriff noch der 1. Bezirksver- freier Dr. Rau (Butzbach) das Wort zu einer ein- drucksvollen Ansprache. Wie schon berichtet, erreichte Klafeld 470,5 Punkte und wurde damit erster Sie­ger vor Großen-Linden mit 467,5 Punkten und Sinn mit 423,5 Punkten.

Die Ergebnisse an den einzelnen Geräten waren folgende:

Barren: Sinn 127, Klafeld 137,5, Großen- Linden 138,5 Punkte.

Pferd: Sinn 126,5, Klafeld 133, Großen-Linden 132,5 Punkte.

Freiübung (von jeder Mannschaft nur zwei Turner): Sinn 43,5, Klafeld 51,5, Großen-Linden 61 Punkte.

Beck: Sinn 126,5, Klafeld 148,5, Großen-Linden 145,5 Punkte

Die Höch st «Punktzahl (ohne Freiübung) er­reichten: N. Seth, Tv. Großen-Linden, 86,5 P.; A. Gr übe Ibach, To. Klafeld, 85; K. Kehler, Io. Großen-Linden, 71 Punkte.

Den Abschluß bildete eine schlichte Sieger- *ßrung durch den Obmann und Leiter des Kamp- fes, Bezirksoderturnwart Paul (Gießen). Er hob dabei ble hervorragenden Leistungen der drei betei­ligten Mannschasten hervor, die aus Orten mit rein ländlichem Charakter zusammengekommen seien. Seine begeistert oorgetragene Rede klang in einem dreifachenGut Heil!" auf das deutsche Volk, sei­nen Volkvkanzler Adolf Hiller und Reichspräsi- denten v. Hindenburg aus, in das die Menge begeistert einstimmle. Die gewissenhafte und gerechte Wertung des Kampfgerichtes fand allgemeine 8u- ftimmung.

Abturnen im Turnverein Klein-Linden.

Am Sonntag hielt der Turnverein Klein-Linden 1889 lein Abturnen ab. Nach einem Derbeumzug begrüßte der Vereinsführer Karl Weih auf dem Sportplatz die Teilnehmer am Wettkampf, wies auf den hohen Wert der körperlichen Ausbildung hin und rief die noch ableit» stehende Jugend zum Ein- tritt in die DI. auf. SeinSieg-Heil!" galt dem obersten Führer, dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, der Reichsregierung und der DI. Gegen Abend nahm Dietroart Karl Eyring die Sie- geroerlünbigung der Schülerabteilungen vor. Am Abend wurden in einer Feier im Turner- Heim durch Oberturnroart Ernst Pfaff die Sieger der übrigen Gruppen befanntgegeben.

Am härtesten wurde in den Mavnjchaftskämpfen um den Sieg gerungen. Nachstehend folgt ein Aus­

Der Abschluß des Olympia - Kurses.

Fest der Leichtathleten.

Gemeinsam mit den Handballspielern beschlossen auch die Leichtathleten des Olympia-Kursus ihren Lehrgang mit einem Sportfest an der Avus. In Anbetracht der denkbar schlechten Bodenverhältnisse war mit guten Leistungen von vornherein nicht zu rechnen. Die Sprinter tarnen nicht einmal unter die 11-Sekundengrenze. Am besten hielt sich in den sechs Vorgabeläufen noch Hornberger-Pirmasens, der mit 11,2 die schnellste Zeit erzielte. Glänzend verlief die 3X1000-Meter-Staffel, in der bei beste- ren Wetterbedingungen sicher die bestehende Best- zeit unterboten worden wäre. Die Zeit von 7:47,2 der Mannschaft Rothbart-Stetlin, Dr. Dessecker- Stuttgart und Könia-Harnhurg war aber auch so noch hervorragend. Der deutsche 800-Meter.Meister Äönig konnte wenig gefallen, er verlor gegen den jetzt in Berlin weilenden Schilgen fast 50 Meter. In den technischen Hebungen blieben die Leistungen ebenfalls hinter den gewohnten zurück. Hirschfeld stieß die Kugel immerhin noch 15,21 Meter weit, Dagegen erzielten im Mannschafts. Speerwerfen Weimann, Sloeck und Sleingroß nicht ihre Best- leiftungen. Weimann brachte es auf 65,91 Meter.

Die Ergebnisse:

10° Meter Vorgabe ; 1. Lauf: 1. Schellin- Stettin, 3 Meter, 11,1; 2. Bannier-Berlin, 3 Mtr 2. Lauf: Hornberger-Pirmafens, Mal, 11,2; Steiger- Ihal-Hamburg, 3 Mtr., 11,3. 3. Lauf: Scheele-Al- tona, 4 Mtr., 11,3; 2. Reuter-Cottbus, 3 Mtr 113 4 Cauf: Galetzki-Breslau, 3 Mtr, 11,7; 2. Äran'v «idefelb. Mal, 11,7. 5 Lauf: 1. Geißler-Breslau 3 Mtr., 11,3; 2. Leichum-Stettin, Mal, 114 6 Laus' 1. Stein-Halle, Mal, 11,6; 2. Biebach-Halle,' Mal 11,7 oefunben. '

"OS M^er: 1. Rolhbarl-Steltin, Dr. De||cder-Stuttgart, König-Hamburg 7:47,2 2 Gott- jchalk, Gohrt, Schilgen (Berlin) 7:48; 3.' Würker- Magdeburg, Danz-Kaffel, Pochat-Oldesloe 7 50 8

Kugel: 1. Hirschfeld-Allenflein 15,21 Mir' 2 Reymann Rendsburg 14,95 Mir., 3. Scknciber- Darmstadt 14,56 Mir.; 4. Blask-Königsbera 14 48 So? m Sto-ck-Berlin 14,38; 6. Werring.tzron'au 14,21 Meter.

Mannschafts. Speerwerfen. 1. Wei- mann-Leipzig 65,91 Mir., Stoeck-Berlin 65,72 Mtr Stemgroh-Oppeln 62,86Mir., zusammen 194,49 Mtr ' 2- '=tofdjed-9tatibor 61,77 Mir , Hanebut-Stenbäi 17012 meter®Öber,®erÜn flammen

Schwimmen, Hockey, Handball.

Am Samstag halten die Schwimmer im Berliner Wellenbad schon öffentlich Proben ihres «dielte über 100 Meter Straul mH 1101 eine bt*

achtenswerte Zeit. Das Wasserballspiel gewann die Kursislen-Mannschaft gegen Weißensee 96 mit 6:0 (3 : 0) überraschend hock.

Arn Sonntag hatten die Kämpfe im Freien unter der Ungunft der Witterung zu leiden. Der Hockey. Nachwucks mußte bei strömendem Regen spielen, das Hauplspiel zwischen BSV. 92 und einer A- Mannschaft der xurfiften wurde beim Stande von 1 :0 kurz nach der Pause abgebrochen. Die Hand- baller bestritten zwei Spiele gegen Berliner Aus­wahlmannschaften. Beide Treffen beendete Berlin siegreich.

Tag der Leichtathleten in München.

100 X100-ZHcter-Staffel in neuer Bestzeit.

Einen imposanten Ausklang nahm die Leicht­athletiksaison in München mit einem glänzend ge­lungenen Sportfest. Im Vordergrund der Veran- taltung stand die 100X100» Tteter-Staf- ei, an der fünf Mannschaften teilnahmen. Sflad) )em Aufmarsch Des Riesenfeldes der Teilnehmer begrüßte Ritter v o n H a l t, der Führer der DSB., die Wettkämpfer und brachte zum Schluß feiner Rede ein Sieg-Hell auf den Führer aus. Dann be­gannen die Kämpfe selbst. Einen überaus spannen­den Verlauf nahm die Riesenstaffel. Der Turnfest- sieger M t o. 1 879 München stellte auch hier wieder die beste Mannschaft und siegle mit 25Meter Vorsprung in der neuen Bestzeit von 19:45,5. Für die große Leistung der Siegerftaffel spricht der er- zielte Durchschnitt von 11,85 Sekunden. In den übrigen Wettkämpfen gab es recht gute Leistungen, die aber über den Rahmen eines lokalen Sport­festes nicht hinausragten. Nach Verkündung der Er­gebnisse erklärte Ritter Dr. von Hall, daß die 100X100-Meter-Slaslel die, BezeichnungDeut­sche Staffel" finben wird.

SpoftlervonderSaarinZranksuria M.

Die beiden Frankfurter Vereine Eintracht und Fußdallsportverein hatten es sich am Sonntag beim Empfang der Saarvereine Borussia Neunkirchen und Sportfreunde Saarbrücken nicht nehmen lassen, mit der Austragung der beiden Gauliga-Spiele im Frankfurter Stadion eine gewaltige Kundgebung für das Saarland zu oeranftalten. Die Frankfurter Bevölkerung nahm regsten Anteil an den Feiern und bekundete damit ihre treue Verbundenheit mit den Brüdern von der Saar.

Schon am Samstagabend traf der erste Sonber- Zua auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein, dem neben den beiden Mannschaften und ihren Führern einige Hundertschaften Schlachtenbummler entfliegen. Der Fußball-Fachwort des Gaues XIII im DFB., f)err Karl Zimmer, richtete an die Gaste freund- Uche Begrußungswort«. Im festlich geschmückt«

Dachsaal des Frankfurter Feschallengeländes hatten dann die Aktiven und ihre Führer Gelegenheit, alte (Erinnerungen auszutauschen. Gen.-Dir. Schnei­der (FSV.) begrüßte hier die Gäste, woraus Herr Balles (Sportfreunde Saarbrücken) und Herr Dr. B e r n b e ck (Borussia Neunkirchen) ihren Dank für den Herrchen Empfang aussprachen und die Erklärung abgaben, daß die Saar treu zum Reiche stehe, und daß man mit Ungeduld an der Saar den Tag erwarte, an dem man auch äußerlich dieser Zugehörigkeit Ausdruck verleihen könnte. Am Sonn- tagoormittag gab es auf dem Römerberg noch eine großen ftunbgebung, an der fick auch die kurz vorher eingetroffenen 3Ö00 Saarländer beteiligten. Oberbürgermeister Dr. Krebs schilderte in seiner begeistert aufgenommenen Begrüßungsansprache den schweren Kampf, den die Saarländer zu Hause ausjutragen haben. In der anschließenden Dank­rede versprach Dr. Baltes die unbedingte Rück- kehr der Saarländer zum Mutterlande.

Eine Abschlußfeier gab es am Sonntag- nachmittag im Frankfurter Stadion. Nach Beend!- S?ng des ersten Spieles zwischen dem FSV. und Borussia Neunkirchen marschierten die Leichtathleten durch das linke Portal in das weite Rund ein, und narfjbem 600 Mann SA., SS. und Stahlhelm in Der Mitte des Spielfeldes Aufstellung genommen hatten erledigten die Athleten ihre 10 X 250-Meter- Staffel, die von Eintracht in 5:03,6 nach scharfem Kampfe vor BSC. Offenbach, DSC. Saarbnirfen und FSV. gewonnen wurde. In einer flammenden Rede sprach anschließend Staatsrat Spaniol das unverbrüchliche Treuegelöbnis zum Deutschen Reiche aus und betonte, daß das der letzte Herbst sei, den die Saarländer vor (Erringung ihrer Frei­heit erlebten. Gemeinsamer Gesang des Saarliedes, Horst-Wessel- und Deutschlandliedes beendeten die imposante Feier.

Kurze Sportnotizen.

Der internationale Mittel st ürmer Rohr vom FE. Bayern München ift nun trotz aller Warnunaen doch nach Zürich abgereift, um sich dort als Berufsspieler zu betätigen. Da Rohr Deutschland aus Unzufriedenheit mit den neuen Sportverhältnissen verlassen hat, wird ihm der DFB. kaum Spielerlaubnis erteilen.

08A. -Stehermeister wurde der bekannt» Franzose Alfred ßetourneur mit 45 Punkten vor dem Belgier GLrard Debaets, der es auf 43 Punkte brachte. Den dritten Platz belegte der Deutsche Dülberg mit 40 Punkten.

Die italienische Ringermannschaft von Sportioa Bologna gab am Sonntag beim ASV. 03 Kreuznach ihr erstes Gastspiel auf deut­schem Boden. Die gut aufgezogene Veranstaltung war von 1200 Zuschauern besucht, die einen über­legenen Sieg von 10:6 Punkten der Einheimischen erlebten.

Der Große Preis der Matadoren, ein Steherrennen über 100 Kilometer, stand im Mit­telpunkt der Hallenser Radrennen am Montag. Sieger wurde der deutsche Meister Erich Metze vor dem Spanier Prieto und Sawall.

Studenten ehren Horst Wessel.

Frankfurt a. M 9. Okt. (WSN.) In der Sportschule der Frankfurter Universität in Ober­ursel veranstaltete der SS.-Sturm 1/5/2 eine schlichte, aber weihevolle Feier z u Ehren Horst Wessels. In einem Saal der Sport­schule war ein Altar aufgebaut, über dem das mit Eichenlaub umkränzte Bild Horst Wessels und die Hakenkreuzfahne hingen. Sturmführer Fähndrich schilderte Das Leben Horst Wessels und erwähnte vor allem, daß Horst Wessel nicht nur Student und Werkstudent, sondern vor allem S A. - M a n n ge­wesen sei, dessen Sicherheit der Existenz weit hinter der Sicherheit der Eristenz des gesamten deutschen Volkes kam. Die Feier wurde durch einen Treu­schwur und mit dem Horst-Wessel-Lied beendet.

Erste Südwestdeutsche Funkausstellung Frankfurt a. M.

vom 14. bis 18. Oktober 1933.

Die Vorbereitungen für die erste S ü d w e st» deutsche Funkausstellung in Frank­furt a. M. sind in vollem Gange. «Surd) die Be­teiligung aller maßgebenden Rundfunkerzeuger, der Deutschen Reichspost und des Südwestfunks ift die Gewähr geboten, daß eine umfassende Schau zu» stände kommt, die jebem Besucher etwas bietet Die feierliche Eröffnung der Ausstellung wird am 14. Oktober vormittags auf dem Messegelände statt- finden. Für den Sonntag lind Einzeltagun­gen der in der Reichsrundfunkkammer zusammen­geschlossenen Organisationen vorgesehen, bei denen maßgebliche Führer der Spitzenorganisationen das Wort ergreifen werden. Als Vertreter des Der- dandes der Funkindustrie und der Wirufa wirb Arno Moyzisckewitz, geschäftsführenber Dor- ftanb bes Verbandes ber Funkindustrie, bas Wort ergreifen. Außerbem finbet vormittags eine große Kundgebung ber sübwestbeutschen Kreisgruppen be» Reichsverbanbes Deutscher Runbfunkteilnehmer und ber Funkwarte ber NSDAP, statt, bei ber P. L. Werber, geschästsführenbes Dorstanbsmstglied ber Reichsrunbfunkkammer, bas Referat halten wird. Für Montag, 16. Oktober, ift in Frank- furt a. M. aus Anlaß der Funkausstellung eine große Kundgebung der Rundfunkhörer geplant. Nach einem rundfunkpolitischen Vortrag des Pg. Werber von der Reichsrundsunkkammer übernimmt ber Sübwestfunk ble Durchführung eines bunten Runbfunkabenbs. Im bun­ten Teil bes Abenbs wirken bas Rundfunkorchester bes1 Sübweftfunks unter Leitung von Hans R o s b a u b unb Dr. Merten, bas NSDO -Orchester Frankfurt a. M. unter Leitung von Pg. Corne­lius unb ber Frankfurter NS.-Chor unter Leitung oon Pg. Kurt Kretschmar mit. Außerbem sind von hervorragenben Bühnenmitgliedern John GI ä- f e r und Emmy Heinmüller vom Frankfurter Opernhaus unb (Erna Sack vom Lanbestheater in Wiesbaben gewonnen worben. Für ben humoristi­schen Teil zeichnen bie bewährten Pg. Harry Kob- ler unb Reinholb Freiberg vom Sübwestbeut­schen Runbfunk. Außerbem hören wir bie beliebten Saarsänger. Etwas Neues wirb burch ein blinbes Dreigespräch geboten, bas burch ßautfpre darüber» tragung zwischen brei Humoristen aus Köln, Frank­furt unb Stuttgart burckgeführt wirb, so bah bie Hörer hier Gelegenheit naben, bie neueSenber- gruppe West", im Scheinwerfer bes rheinischen, Franksurter unb Württemberger Humors zu be­achten. Im Rahmen ber Ausstellung sollen ferner noch Schulführungen ftattfinben unb Vor­träge über Störungsschutz, Störungsbeseitigung ge- haüen unb über bie Einrichtung ber neuen gtunbi funk'Beratungsstellen gesprochen roerbetk