Ausgabe 
9.12.1933 Drittes Blatt
 
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Aus aller Welt

io bei der

deiht Ehrfurcht und

[einem Teile

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Zeitschriften.

lichen Generaloersammlung die Auflösung des Ver­eins. Die Auflösung wurde notwendig, dl

Oberheffea.

Landkreis Gießen.

X Dieses. 8. Dez. Der hiesige O r t s g e - werbe verein beschloß in seiner außerordent-

°°m. JnhÄt zu ,pre. Zlnn-o-fang-n h->, UN» nach Kamp, 6er Freu»« am L-bendl^«d.i», «,

uberwaltlgt wird. Eine andere Photoerie, deren Religion. Daran will dieses Buch zu se aufnahmetechnische Vollkommenheit erstaunlich ist: mithelfen. 3U

eine aus dem Wasser am Schilfstengel emporkrie- __

ßflroe, aus der sich alsbald eine junge Li- Qfiffrfirifhm

brühten Verbrecher noch größer sei, als in der Reutermeldung angegeben wurde.

Sühne für einen grauenhaften Lustmord.

Das Koblenzer Schwurgericht fällte nach fünfstün­diger Verhandlung gegen den 32 Jahre allen Wohl- fahrtserwerbslosen Joseph Kreyer, der am 14. November d. I. in Plaidt die Ehefrau Frank ermordete, folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Notzucht nach § 176 Ziffer 2 und wegen Diebstahls im Rückfall, begangen durch vier selbständige Hand- lungen. zum Tode und zu einer Gesamtzucht. Hausstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf Lebens- zeit aberkannt. Damit hat ein grauenhafter Lust­mord seine Sühne gefunden.

Line zehnjährige Brandstifterin.

Die Ortschaft Marastorf in Niederbayern wurde hl den letzten Jahren wiederholt von Bränden hermgesucht. Nunmehr stellte sich heraus, daß die 13 Jahre alte Stieftochter des Besitzers, bei dem es zuletzt gebrannt hatte, drei Brände mit einer Kerze gelegt hatte. Das Mädchen hat bereits ein. Geständnis abgelegt. Die junge Verbrecherin wurde verhaftet und in eine Erziehungsanstalt eingeiiesert. Zur Zeit des ersten Brandes, den das Mädchen ge­legt Hot, war die Brandstifterin erst zehn Jahrealt.

Grohfeuer auf einem Rittergut bei Berlin.

Auf dem in der Nähe von Berlin-Zehlendorf ge- legenen Rittergut Düppel brach ein Großfeuer aus. Das Gut gehörte früher dem Prinzen Fried- r i ch Karl und bient heute dem bekannten Turnier­reiter Major B Ü r ck n e r als Tattersall. Der Brand wurde nach mehrstündigen Löscharbeiten einge- dämmt. Das Holzgebäude der Reitbahn, das eine »lache von 1000 Quadratmeter bedeckt, ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. An der Brandstelle waren neun Züge der Berliner Feuerwehr tätig. Em Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten durch einen Unfall eine Gehirnerschütte­rung und mußte ins Krankenhaus gebracht werden.

Lin Texas-Neger endet auf dem Scheiterhaufen.

Wie aus Kountze (Texas) gemeldet wird, wollte dort die Polizei einen Neger verhaften, der bcfd)ul- Diflt war, eine weiße Frau entführt und getötet zu haben. Der Neger fetzte den Beamten hartnäckigen Widerstand entgegen. Es kam zu einem Hand- gemenge, in deren Verlauf die Polizei den Neger tötete. Die Bevölkerung entriß den Beamten den Leichnam und schleifte ihn hinter einem Auto­mobil durch das Negeroiertel. Dann errichtete sie einen Scheiterhaufen und verbrannte den Leichnam.

chen, so wurde vermutlich eine trockene Aufzählung ter hl«r in Bild und Wort geschilderten Tiergat­tungen dem Leser wenig oder gar nichts sagen. Zwar kennt er mehr oder minder gründlich ctu>a Schmetterlinge. Käfer, Spinnen und Würmer. Von einem Seeigel, einer Gottesanbeterin, einem Puppenrauber ober einer Dornwanze wird er da- gegen wenig oder überhaupt nichts wissen. Wenn üb<r m dieses Buch vertieft, dann wird er 1*1.71 nur manches törichte Vorurteil, Gleichgültig­keit ober gar (Helempfinbungen überwinden lernen, bie zuvor vielleicht schon die Nennung des Namens ünrJSüft011* .°ter tes Pferdeeaels in ihm her- vornefen. Er wird die erstaunliche und zunächst

*}te Erfahrung machen, bafc Am mit diesem Buch geht wie mit einem span- Cr f£iröt überrascht, betroffen und f<TLCr0nffnt fein von der Fülle der Ge- §?iKnöntinld) ^cr DorklI)rn auftut: eine in fast allen Teilen völlig neue und unerschlossene Welt tierikhen fein^° n ^elgeftalt.gke.t er zuvor Dermot- **7 fe,n< ®orfteUung harte, zum mindesten nicht Anschauung. D.e Liebe. Geduld und Eingabe an die Sache, welche diese Bilder in einem Zeitraum von 25 Jahren haben entstehen und sich ^L^amschen Einheit fügen lassen, werden 5n ?n LaU'i £2? tunende Bewunderung ab- zwingen, beispielsweise, wenn er auf zwei großen wunderbar klar photographierten Silbtafeln ein ItehM^h?0 'ü|O?"EN filmarttg vor sich abrollen Rnli!*? ??3u W« fnQPPf und mit wissenschaftlicher Sachlichkeit formulierte Ueberschrift lieft. Edclfteinwse

EH,e)*" verschlingen eines ijifdjea. Wem dieser winzige Ausfchnitt aus dem b*,r sich Millionenfach m der Na- tar ab(p»ett zu grausam erscheint, dem wird elliche ^n we.ter e.n Idyll geboten, eine richtige Lie- b"Seschichte. die in einem einzigen Bild unö >wei '<&L<\<r0US Ältisch geschildert wird mrd^die Hochzeit zweier Weinbergschnecken zum Vorwurf hat, worunter oie sich übrigens wahrscheinlich eben- ,oroemg vorstellen können wie unter dem Angriff emes 4^fchuskroken auf eine Strandkrabbe 5mei andere Bilder zeigen eine Meerspinne, die sich mit Tang unb_ Algen bis zur Unkenntlichkeit mokiert T7 «^tz gegen ihre Feinde und zur Täu- fchung ahnungsloser Beutetiere. Haden Sie f*nn Krnnaf etwas vom Umzug des Tinsiedlerkrebles und ei^ befreundeten Seerosen von

einem -Schneckenhaus in em anderes «hört? Hier finten Sie btt sechs Stationen btt'.-r merkwürdigen i^^rNerung ,m Bilde festgehalten Zwei ebenfo teamatifd). bewegte Aufnahmen «eigen

Die Akademien der Künste und der Dichtung zu George» Tod.

Anläßlich des Hinscheidens von Stefan G e o r ge hat die Preußische Akademie der Künste an die Schwester des Verstorbenen, Frau- lein George in Bingen, folgendes Telegramm ge­richtet: Zum Hinscheiden Ihres Herrn Bruders, des wahrhaft deutschen Menschen und großen Dichters, der ein Meister der Sprache, vollendeter künstleri- scher Form und Hüter deutschen Geistes war. spreche ich Ihnen im Namen der Preußischen Akademie der Künste herzliches Beileid aus.

Der stellvertretende Präsident: gez. A. Krauß.

Die Deutsche Akademie der Dichtung sandte folgendes Beileidstelegramm:Froh seiner Einzigkeit, vor Fremden stolz" lebte Ihr Bruder. Der Tod wird dem neuen Reich die Unsterblichkeit seines Lebenswerkes entsiegeln. Im feierlichen Ge­fühl dieser seelischen Mitverantwortung beugt sich vor Ihrem Leid die Deutsche Akademie der Dich­tung. gez. Hanns I o h st, Präsident.

3osef Alleneder, ein Altmeister der Stenographie, gestorben.

Der langjährige Vorstand der Landesanstalt für Kurzschrift in München, des ehemaligen stenogra­phischen Instituts beim Bayerischen Landtag, Ober­regierungsrat a. D. und Bischöflich Geistlicher Rat Josef Alteneder, ist 84 Jahre alt g e ft o r b e n. Als erster Vorsitzender leitete er in der Zeit von 1890 bis 1895 den Deutschen Stenograpyenbund. Ehe Alteneder nach München berufen wurde, wirkte er u. a. als Domoikar in Passau.

Carl Ialho, der erste ZHotorflieger der Welt, gestorben.

In Hannover ist der Altmeister der deutschen Fliegerei Earl Jatho im Alter von 60 Jahren gestorben. Jatho, der das Schicksal der meisten Erfinder geteilt hat und dem erst das Jahr 1933 die verdiente Anerkennung gebracht hatte, kann mit Recht als der erste Motorflieger der W e 11 bezeichnet werden. 1897, ein Jahr nach dem tödlichen Absturz des Ingenieurs Otto Lilien- t h a l, mochte Earl Jatho (einen ersten Versuch mit einer 2Irt Doppeldecker, in dem im Gegensatz 3u den bisher verwendeten Dampfmaschinen zum erstenmal als Antrieb ein Benzinmotor eingebaut war. Nach mühevollen Versuchen gelang es Jatho im August 1903, etwa vier Monate vor dem epochemachenden Flug der Gebrüder Wright, auf einem selbst gebauten Eindecker, dessen Pro­peller durch einen 12-PS-TIotor angetrieben wurde, einen kurzen Flug auszuführen.

Die Mosel bei Lay zugefroren.

Die Eisversetzungen auf ber Mosel Haden bei dem Orte Lay eine natürliche Brücke über den Fluß geschlagen. Der Fährverkehr, der an der Stelle der Vereisung die beiden Ufer verband, ist nunmehr überflüssig geworden. Arn Freitagmittag wogte sich zuerst die Jugend auf das Eis, und im Laufe des Nachmittags setzte ein regelrechter Fuß- ganger oer teljr von Ufer zu Ufer über Jie Eisdecke ein. Die Eisberge, die sich durch die Wucht des nachdrängenden Eises gebildet haben, bieten ein Bild, das an den strengen Eiswinter 1928/29 erinnert.

Sfcäflingemcuterel auf einem französischen Dampfer, vierzig Tote, zahlreiche verwundete.

Die halbamtliche, französische Nachrichtenagentur Hovas verbreitet eine Reutermeldung aus Algier, wonach an Bord des sogenanntenschroimmen- ven Zucht h a u s" des DampfersLa MartiniSre" auf dem fick über 300, nach einer anderen Mel- Dung sogar 670 Schwerverbrecher befinden, die nach er französischen Verbrecherkolonie Eayenne befördert werden sollen, eine Meuterei ausgebrochen (ein, als tes, Schiff kurz vor der Einfaht in den Hafen von Algier stand, wo weitere Sträflinge an Bord ge- nommen werden sollten. Bei der Niederschlagung dieser Meuterei seien 40 Schwerverbrecher getötet und zahlreiche verwundet worden.

Rassenpflege Deutschland» Zukunft: Kin- derrnangel Deutschlands Ende,- Volksgesundheit Deutschland» Glück! Das ist der Leitgedanke der vom Aufklärungsamt für Bevölkerunaspolitik und Rassenpflege herausgegebenen Monatsschrift Neues V o l V. Klar und zielbewußt belehrt auch tes neue Heft (Dezember) wieder über den Werl ber Dianen pflege, über die unbedingte Notwendig- den in Deutschland noch bestehenden Geburten­schwund tatkräftig zu bekämpfen und über die Wege öur Erhaltung der Volksgesundheit. Daneben aber wird der allgemein belehrende und vornehm unter- haltende Teil nicht vernachlässigt: das macht da» Neue Volk" über feine immer im Vordergrund latente Ausgabe der Dolkserziehung zu einer vor- b'ldl'chen izarnllienzettschnft, die durch ihren reichen, neuartigen unb gut ausgewählten Bikderschmuck für Daju kommt als weiterer Vorzug, daß der Dezug»-

£ H* ?!*rteljährlich 75 Pfennig gewiß niedrig ist. DerJBerlagNeues Volk". Berlin W 35, $ot». bamcr Straße 118b, stellt auf Wunsch ein Probeheft kostenlos zur Verfügung.

ro -7 Das Dezemberheft der e i t w e n d e" (L. H. Becksche Verlagsbuchhandlung. München) bringt ß®."Wie kam e» zur Hungerkatastrophe n Rußland ".Der gelbe Handel droht!" Oskar Bruhns zeichnet ein erschütterndes Bild des ver- fehlten, auf wirklichkeitsfremden Ideologien auf­gebauten bolschewistischen Wirtschaftssystem», da» Millionen von Menschen Bauern im reichsten Romlanb der Erde unbarmherzig dem Hunger- tode pre.sgibt. -- Der gelbe Handel ist heute durch die japanische Schleuderkonkurrenz zur schweren Bedrohung der europäischen Wirtschaft geworden. Das zeigt Master Flemming an Hand reichen Tat­sachenmaterial»: er ruft die Völker Europas auf, ^ch Segen diese Bedrohung zur Wehr zu setzen. In seiner Universitätsrede:Die gegenwärtige Lage

U"l?ersität" behandelt Karl Alexander von Muller die neue Stellung der Universität, ihre Ein- flhebenmg in das nationale Erziehunassystem, ihre Bufflabe des Dienste, am Volk, torlf Burfert fondft überNationalsozialistische Erziehung Im Jtaume ber evangelischen Kirche". Der Verlag bat, Öen Beburfnissen der Zeit entsprechend, den Be­zugspreis für den neuen Jahrgang auf 4 Mark l'tatt 5 Mark) im Vierteljahr festgesetzt. Möge ber neue Jahrgang dieser zlelbewußteu Dtonatitodt viele neue Leser an sich fesseln.

Dies war aber nur eine wahllos herausgegriffene ibeme Auswahl aus dem reichen Schatz powgraphi» scher Natururkunden, die sich nicht allein durch ihre wisienschaflliche Korrektheit, ihre technische Voll- kommenheit und ihre bildmäßige Anschaulichkeit auszeichnen, sondern vielfach auch ganz abge­sehen vom sachlichen Inhalt unö vom biologischen Interesse einfach einen ästhetischen Genuß be­deuten. Das ganze Werk ist ja so angelegt, daß die Bilöer den Hauptteil ausmachen: sie wirken in ihrer Plastiks und naturnahen Anschaulichkeit durch sich selbst überzeugend genug. Der anschließende Text- teil gibt zu jedem einzelnen Bild, knapp, klar und überaus fesselnd, ohne jede trockene Lehrhaftigkeit, dem Leser genau das, was der Biologe und der Naturfreund jeweils zu einer Tiergruppe zu jagen bat: wissenschaftlich zuverlässig, dabei lebendig und vielseitig anregend zu eigener Beobachtung. Wer sich darüber hinaus in der einschlägigen Literatur uwtun will, dem gibt ein kleines Verzeichnis emp- fehlenswerten Schrifttums die notwendigen Hin­weise. Inhaltsverzeichnis und Namensregister er- leichtern die Beschäftigung mit dem Buch aufs An­genehmste. Die verlegerische Ausstattung. Druck und Bildwiedergabe dürfen muftergüüig genannt wer- den und machen den stattlichen Band zu einer Z'erde jeder Bibliothek. Der im Hinblick auf die hier gebotene Leistung verblüffend geringe Preis «ft nn heute besonders ins Gewicht fallender Vorzug so kann die Anschaffung des schönen Werkes ^s auch als em Weihnachtsgeschenk von bleibendem Wert hervorragend geeignet erscheint angelegenf- Jul) empfohlen werden. Wir möchten bleie Empsed- lasten nnt den Worten, mit denen oer Serfahcr otnn und Aufgabe ferner 2Irt>eit »u- fammengetafet bat: Aus der Liebe zur Natur im

Verbundenheit mit te® Heimatboden, die Liede zum Vaterlat»; aus

DasPetit Journal" veröffenllicht eine ergän­zende Meldung aus Ölgier, in der gesagt wird, daß der Aufstand auf der Reise von St. Marttn de RL nach Algier ausgebrochen sei. Die Lage der Wach- Mannschaften an Bord des Schiffes fei einen Augenblick sehr kritisch gewesen. Man habe zur Niederwerfung des Aufstandes nicht nur von der Schußwaffe Gebrauch machen müssen, sondern auch die besonderen Einrichtungen in Tätigkeit gesetzt, die sich an Bord des Schiffes für derartige Fälle befinden und die in der A u s st r a h l u n g von heißem Kesseldampf bestehen. Der Kampf zwischen den Meuterern und der Besatzung habe mehrere Stunden gedauert. Die genau Anzahl der Toten und Verletzten sei noch nicht bekannt.La Martiniire" sei am Donnerstag morgen in den Ha­sen von Algier eingelaufen und habe dort einen neuen Schub von Schwerverbrechern übernommen.

Havas veröffentlichte später ein De m e n t i zu den Meldungen über die Meuterei. Zwei oder drei der Schwerverbrecher hätten zwar versucht, eine Meuterei anzuzetteln, sie seien aber sofort über­wältigt und in Ketten gelegt worden. Dieses De­menti stößt in ber französischen Oesfentlichkeit auf eine gewisse Skepsis. Man hält die von Reuter in dieser Angelegenheit verbreitete Meldung für rich­tig und betont in gewissen Kreisen sogar, daß die Zahl der bei der Meuterei erschossenen oder ver-

Belauschtes Leben."

Klein« ffreatar In Wasser, Busch und Holm

!-* Du führst die Reihe der Lebendigen

Bor mir vorbei und lehrst mich, meine Brüder 3m stillen Busch, in Lust und Wasser kennen."

Die Goethe-Derse, welche wir diesem Aufsatz vor- angeftellt haben, stehen als Motto über einem Bud) , das wir ohne Ucbertreibung als eine einzig, artige Neuerscheinung auf dem überaus reichhal- tigen beutln Büchermarkt dieses Winters bezeich- nen dürfen. Um das Buch, das wir meinen, nach 2Befen und Wert vergleichsweise zu charakterisieren, konnten wir allenfalls an das naturkundliche Bill»werkWaldwcben" erinnern, auf das mir frul)er schon mehrfach mit nachdrücklicher Empfeh- 'uust un dieser Stelle aufmerksam gemacht Haden. Wahrend aber imWaldweben" eine weite und vielgestaltige West deutschen Naturlebens erschlosten wurde, die dem durchschnittlichen Leser und Be­trachter wenigstens im Großen und aus einer (wenn auch oft genug flüchtigen und gedankenlosen) eige- nen Anschauung vertraut ist, führt das BuchSe- laufcbteö Leben" mit feinen Bildern und seinem S n cmc wirkliche Wunderwest ein. in einen Mikrokosmos kreatürlichen Lebens, das sich in einer unbegreiflichen Fülle vor dem Auge des Beschauers entfaltet. Die Eindrücke, die man schon beim ersten flu^tigen Durdjblüttern empfängt, sind vielleicht am m ten Empfindungen und Gedanken eines Menschen zu vergleichen, der zum ersten Mal in feinem Leben eines der großen lieffecaquarien in unseren Zoologischen Gärten betritt.

Die für die Würdigung diese» Werke» vielleicht bemerkenswerteste tveftftelluna ergibt sich au» ber Tatsache, daß der Verfasser ein Laie ist: da» Buch welches sich mit dem Leben der Äleintierfauna ber sogenanntenWirbellosen" befaßt, wurde von einem Juristen geschaffen au» reiner Freude an der Sache und au» Liede §u aller Kreatur. Er hat fast ein Menschenalter nnt dieser Arbeit zugebracht, deren Ergebniste nun hier vorliegen: in einer Form' bie bem heutigen Stande ber biologischen Wissen­schaft vollkommen entspricht.

* Belauschte» Leben. Meine Kreatur in Master. Wald und Dusch. Don Karl Otto Bar­tels. 164 photographische Naturbeobachtvngen 5 dem Leben der niederen Tierwelt. Mit einem Ge­leitwort von Dr. P. Dee gen er T'rofck- Zoologie an ber Universität Berlin In steifem Jm schlag 3,90 Mark, in Ganzleinen 4.80 Mark H ipa Bermühler Verlag, Derlin-Lichterfeld«. (617.)

belle entpuppt: sie führt übrigens den hübschen Na- menGroße blaue Wasserjungfer". Eine herrliche Aufnahme von der Zartheit japanischer Holzschnitt- blätter zeigt einen Maikäferschwarm vor Sonnen- aufgang an den Zweigen eines Rosenstrauches, regungslos, ausruhend von der wilden Schwärme­rei am Abend zuvor. Vier Wochen später entstand das Bild ber Apollo Hochzeit an einer blaublühenden Wiesensalbeistaude: bas haben Sie wahrscheinlich noch nie gesehen, und die Raupe eines Nachtpfaiien- auges bei der Herstellung des Puppenkokons wohl auch nicht.

zogen mittags ab 12 Uhr unter Doranreiten do* vier Fanfarenbläsern durch die Orte Kesselbach, Lon­dorf, Nordeck, Winnen, Allendors, Allertshausen. Geilshausen und Odenhausen. Elimbach, Rüddings- Hausen und Wermertshausen konnten wegen Ei» und Glätte nicht besucht werden. Es war ein präch­tiger Zug, die SA.-Reiter, 18 geschmückte Wagen mit schönen Gespannen und ein Diererzug.

Taten für Lamstag, S.Dezember.

1594: Gustav Sldolf geboren; 1641: ber Maler Anrhoni» van Dyck in London gestorben (geboren 1599); 1717: der Altertumsforscher Joh. Winkel­mann in Stendal geboren (gestorben 1768).

Kirchliche Jlod>rid>tcn.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 10. Dezember. 2. Advent.

Slabttiräx. 9.30 Uhr (zugleich Univerjuatsgotte»» dienst); Professor Dr. Haencyen; 11: junbernrdie für die Matthausgemeinde; Pfr. Muhr; 17: Beichte und hl. Abendmahl für die Marrusgemeinde, Pfr. Becker; vorher Drbinahon des Pfarrastistenten Balz durch Dekan Gußmann. I»ohanne»rirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für bie Lucas- gemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 17: Beichte und hl. Abendmahl für die Johannesgemeinde; Pfr. Aus­feld: 20: Bibelbefprechung im Johannesfaal: Pfr. Lenz. Kapelle de» Asten Friedhof». 9.30: Pfr. Lenz, zugleich Beichte und hl. Abendmahl für die Luthergemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Luther- gemeinde: Pfr. Lenz. prtrustapede. 9.45: Pfr. Trapp: 11: ziindercirche für die Petrusgemeinde: Pfr. Trapp: 17: Pfr. Trapp. Saal der Urnen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Pfr. Ausfeld. w.efeck. 9.45: Hauptgottesdienft, 11: Kinderkirche; 17.30 und 1930: Vorweihnachtliche Lichtbildstunden. Allen-Bnseck. 10; 13. Stein- bad). 9.30: Beichte und Abendmahl für die Jugend; 19: Adventsandacht. Albach. 13: Gottesdienst. Heuchelheim. 10: Hauotgotiesdienst, 11.15: l.Kin- beraotte&bienft; 13: 2. Kindergottesdienst. 17: ßituj- gische Adoentsfeier. Kirchberg. 10. Mainzlar. 13.30. Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11. Kinder- gottesbienft wahen^orn-Sleinberg. 10.30: Haupt- gottesbienft; 13.30: Liturgische Adventsandacht; Sprechchor. Hausen. 10: Kirchenoilttation durch Herrn Dekan Gußmann. Garbentelch. 13: Kirchen- Visitation durch Herrn Dekan Gußmann. Llch. 10: Stiftsdechant Kahn; 13: Kindergottesdienst; 19.30: Liturgische Adoentsfeier; Stiftspfarrer Draudt. Langsdorf. 11. Hauptgottesdienst. Bettrahaufen. 13.30: Hauptgottesdienst. Hungen. 9.45. Gottes- dienst; 10.45: Kindergottesdienst. Langd. 13: Got­tesdienst; danach Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls.

Kalholifche Gemeinden.

Samstag, den 9. Dezember.

Gießen. 16.30 und 19 U^r: Deichte.

Sonntag, den 10. Dezember. 2. Adventssonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Deichte; 7: Messe; Kommunion der Jungstauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre- digt; 16.30: Versammlung ber Jungfrauen-Kongre- gation; 17.30: Andacht. ©rün'jerg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. Lich. 730: Hochamt mit Pre­digt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, den 11. Dezember.

caubach. 7.30 Uhr: Messe.

Mittwoch, den 13. Dezember.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe.

Oeffenllicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244 45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bi» 21 Uhr.

c. 6La p 0 fta m t: Für Schließfachabholer 1 bl» 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte . Sanitätsrat Dr. Schllephake, Dr. Neu- mann-Spengel.

Zahnarzt: Dr. med. dent. Haubach.

Apotheke: Hirschapotheke.

Neugliederung zum ständischen Aufbau nach dem Führerprinzip die Vertretung des örttichen Hand- werk» und Gewerbes nur noch in der Hand Des Drtsobmannes, der gleichzeitig Mitglied des Kreis- Jnnungsausschusies ist, liegt. Zum Ortsobmann wurde ber seitheriae erste Vorsitzenbe Sandgruben­besitzer Karl Seibert bestimmt. Das vorhandene Vereinsoermögen wurde laut Generaloersammlungs- beschluß, wofür noch eine Aenderung ber Statuten notwendig war, der zukünftigen gesetzlichen Berufs- Vertretung, dem Kreisausschuß, überwiesen. Orts- obmann Seibert berichtete bann in großen Zügen über den Verlauf und Zweck der bisherigen Schulungskurse und gab bekannt, daß die über das Wesen, die Rechte und Pflichten des Hand- werks im nationalsozialistischen Staat von Kammer- Präsident Muller in den Kursen gehaltenen Dor- traae den Organisationen zugestellt werden und an verschiedenen Winterabenden oorgetragen werden sollen. Gerade die Selbstzucht, bas Jnsichausnehmen des nationalsozialistischen Wollens, so führte Sei­bert aus, ist die Fundamentierung aller geschäft- lichen Handlungen der handwerklichen und gewerb­lichen Unternehmungen im Dritten Reich. Der Handwerker muß, und das ist der Zweck und die Aufgabe der NS.-Hago", erzogen werden zum nattonalsozlalistischen Denken und Handeln. Wenn dann als Bundesgenosse sich die dank der tat- kräftigen Förderung durch die Regierung Adolf Hillers auf dem besten Wege befindende Belebung der Wirtschaft einstellt, wird der Zeitpunkt ge­kommen seist, wo der Handwerker auch wieder seine Existenz in seinem Berufe findet. Sehr viele Behordenstellen haben sich schon in anerkennens­werter Weise auf das berechtigte Verlangen nach Zuteilung ber Arbeiten an vernünftig kalkulierenbe Anbieter umgestellt, währenb andere noch phleg­matisch, dem Wesen de» Nationalsozialismus zu­wider, Die Arbeiten einfach dem Wenigstnehmenben zuteilen. In diesen Fällen gibt es, genau wie gegen öte Preispfuscher, sowie anderseits die Wucherer und Ausbeuter unter den Berufskollegen, im stän­dischen Staat Mittel und Wege zur Abstellung dieses chronischen Liberalismus. Dem selbständigen Handwerker ist in bezug auf feine berechtigten Forderungen seitens der Behörden dieselbe Unter- stutzung zuteil werden zu lassen, wie dem Arbeit- nehmer und Bauer. Das will unser großer Führer Adolf Hitler, dafür kämpft unser Handwerks- kammer-Präsident Müller mit aller Kraft, und wir haben uns mit ehrlichem Wollen und in S-Ibst- Zucht hinter unsere Führer zu stellen und so zu helfen am Aufbau ber nationalsozialistischen Volks­gemeinschaft. Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, nur muß sie von aufrichtigem Au bau- willen getragen fein. Rücksichtslos unterbunden roirö sie^ wenn sie in Nörgeleien ausartet. Mit emem Sieg-Heil auf bas Hanb-in-Hanbarbeiten und die Elmgkett des Wiesecker Handwerks und Gewerbes unter sich, sowie zur gesamten Ein­wohnerschaft, auf unseren tatkräftigen Förderer Handwer^kammer-Präsident Müller und unseren großen Dolkskanzler Adolf Hitler endete die denkwürdige Generalversammlung.

* Großen-Linden, 8. Dez. Die Hitler- lugend bes Standortes Großen-Linben veran- staltete am gestrigen Donnerstag in ben Räumen der schule eine schlichte Adoentsfeier. Pfarrer S ch u ltheiß hatte sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, die Ausgestaltung des Abends zu übernehmen. Nach bem gemeinschaftlichen Lied "Macht hoch bie Tür" sprach Pfarrer Schultheiß zunächst in kurzen Worten über die Bedeutung ber Adventsfeiern, anschließend brachte er eine Ad- ventsgeschichle zum Vortrag, bie bie Jungens un- fesselte und erfreute. Mit einem gemein- schaftllchen Lieb fand die Feier chren Mschluß.

* Londorf, 7.Dez. Der Reitersturm 3 Der Brigade 147 Rabenau beging am 3. Dez. Denlag desPferdes"in würdiger und eindrucksvoller Weise. Die Reiterscharen Londorf, Geilshausen unb Wermertshausen unb bie Reiterreserve ber Rabenau