Ausgabe 
6.9.1933 Frühausgabe
 
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beit, Wochenfeiertagen, Betriebsstörungen, Ar- beitsverhinderungen usw. und durch Verschärfung der Gegensätze zwischen dem Arbeitgeber und sei­nen Arbeitnehmern. Gewiß würden manche ^klei­neren Uebergangs- und Durchführungsschwierigkei- ten zu überwinden sein. Der Arbeitnehmer werde over auf eine kleinliche Arbeitsz^itberechnung und Ueberstundenabrechnung verzichten und der Arbeit­geber von Lohnabzügen für Ausfallstunden Ab­stand nehmen müssen. Sozial-, wirtschafts- und rechtspolitisch dürfte sich der Uebergang vom <5tiau den- zum Wochcnlohn zweifellos sehr günstig a is-- wirken. Die Arbeiter und ihre Familien könnten ihre Haushaltsführung auf ein viel gleich­mäßigeres Niveau abstellen und die Ar­beitsstreitigkeiten würden erheblich abnehmen.

Abbau der kommunalen Zürforgelasten zurEr.e chierun derArbe tsbcfchaf ung

Berlin, 5. Sept. (WTB.) Einen wesentlichen Schritt zum Abbau der kommunalen Fürsorgelasten bedeutet eine vom Reichsarbeitsminister getroffene Maßnahme. Nach den bisher geltenden Bestimmun­

gen waren die bei Notstandsarbeiken gewährten Zuschüsse, die sog.nannte Grundsorderung, für die von Krisenunterstützungsempfängern ge­leisteten Tagewerke zu einem Fünftel von den Gemeinden, für die von Wohlfayrmnter- stützungsempfängern geleisteten Tagewerke völlig aus Mitteln der öffentlichen Für­sorge zu zahlen. Nunmehr ermächtigt ein Erlaß des Reichsarbeitsministers den Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits­losenversicherung, bei allen Notstandsarbeiten die Grundsörderung für die von bisherigen Empfän­gern der Krisen- oder Wohlfahrtsunterstützung nach dem 31. Juli aeleisteten Tagewerke in vollem Umfang auf die Mittel der Reichsan­stalt zu übernehmen. Die Inangriffnahme öffentlicher Notstandsarbeitcn unter Heranziehung aller Arten von Unterstützungsempfängern wird nach dieser Neuregelung erheblich erleich­tert sein, so daß der Erlaß des Rcichsarbeits- ministers auch als wesentlicher Beitrag zur Arbeits- befchafsungspolitik der Reichsregierung zu werten ist.

Ssr ÄeMMer bei den ÄMMchmbnngen in Schwaben. Herz; cher Empfang n U m und im Mar öoerge ände.

Ulm, 5. Sept. (ERB) Reichskanzler Adolf Hitler ist gestern 18.30 Uhr im Fluazeug von Nürnberg kommend auf dem Lerchen­feld bei Ulm eingetroffen, wo er von den Ver­tretern der Stadt, der Po.izei und der Reichswehr begrüßt wurde. Er begab sich sofort nach Ulm, wo er jubelnd empfangen wurde. Der Besuch des Reichskanzlers gilt in erster Linie den würt- tcmbergischenTruppen. Außer dem Reichs­kanzler find Ministerpräsident General Göring, Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg, der Chef der Heeresleitung General v. Hammer­stein, die R e i ch s st a t t h a l t e r Murr (Würt­temberg), Wagner (Baden) und Sprenger (Hessen), die Obergruppenführer Dietrich, v. I a g o w und Prützmann, der Oberprä­sident der Nheinprovinz, Frhr. v. L ü - ninck, fern r mehrere italienische Gäste General Rossi und drei weitere höhere Offiziere in Ulm eingetroffen.

Am frühen Morgen des Dienstag begab sich Reichs­kanzler Hitler ins Uebungsgelände, wo er bis zum späten Nachmittag die Uebungen mit größ­tem Interesse verfolgte und sich die einzelnen Waffen- und Truppengattungen vorführen ließ. Wohin auch immer er kam, hatte sich seine Anwe­senheit mit Blitzesschnelle herumgesprochen. So wurden ihm auf dem Weg, den er im Kraftwagen zurücklegte, sowie in den Dörfern, durch die er Tnit seiner Begleitung kam, stürmische Huldigungen zu Teil. Auch Reichsmini st er Göring in Ge­neralsuniform war Gegenstand lebhaftester Huldigung. Abends traf Reichskanzler Adolf Hitler wieder in Ulm ein, gefeiert und bejubelt von einer Riesenmenge, die sein Hotel umlagerte und nicht eher zufrieden war, als bis sich der Kanzler mehr­mals am Fenster zeigte. Immer wieder erschollen das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied.

Mchsslatthalier SNrenger begrüßt bas Gießener Va aillon.

Frankfurt a. M., 5. Sept. (WSN.) Das Gaupresseamt meldet: Reichsstatthalter Spren­ger traf Montagnacht, von Nürnberg kommend, nach Abwicklung des Rücktransportes der rhein- mainischen Nationalsozialisten vom Reichsparteitag, in Ulm ein, um der Herbstllbung der 5. Division beizuwohnen. Reichsstatthalter Sprenger empfing die heute gegen 4,30 Uhr morgens eintreffenden Truppen des Gießener Infanterie- Bataillons persönlich auf dem Bahnhof Am- stätten. Bon hier wurde der Marsch gegen die aus der Richtung Münsingen kommenden Truppen der anderen Farbe sofort angetreten. Reichsstatthalter Sprenger war der erste von den diesmal besonders zahlreichen Gästen der Uebung und wohnte den Handlungen der Truppenteile den

Erlebnis

mit dem jüngsten Gesellen.

Lon Marianne Lendzian.

Der Jüngste ist fast 19 Jahre alt, mißt 1,80 Meter, hat eine entsprechende Schuh- und Hand­schuhgröße (nur nach Maß zu bekommen) und be­reitet sich zur Gesellenprüfung vor. Außerdem ist er peinlich genau in allen Dingen, verfügt über ein eigenes Dank- und Sparguthaben aus über­schüssigen Wochenlohn-Pfennigen es ist noch nicht ganz heraus: wird s ein Motorrad oder eine Flugrakete, nimmt die schreibende Mutter nicht immer ganz ernst und nennt sie seit einiger Zeit kleine Mama". Er ist überhaupt gegen das Schreiben, zumal bei Frauen, und behauptet, es verdürbe den Charakter und zerstöre andere wert­vollere Begabungen. Das letztere ist ein deutlicher Seitenhieb auf das Nachtmahl. Die leibliche Speise spielt bei dem Jüngsten die entscheidende Nolle, besonders was die Menge anlangt, aber auch sonst. Lind er hat recht; denn es ist zum mindesten fraglich, was mehr Genugtuung und Freude be­reitet: das sonntäglichedie Klöße, einfach un­erhört prachtvoll" oder der Abdruck einer Skizze.

Martin in der Fabrik aliasBude" läßt er sich Fritze nennen, um nicht aufzufallen nimmt früh zur Werkstatt zwölf Scheiben Brot mit, fin­gerdicke, mit rohen Gurken, Tomaten und weißem Käse. Sie werden abends unter seiner Anleitung präpariert, bevor er zur Nacht hinaussteigt in sein Mansardenreich. Manchmal am hellen Sommer­abend geht die Herrichtungszeremonie im Gar­ten vor sich, romantisch, bei Sternenschein. Zwi­schen Brotaufstrich und Nettichpuh spricht man dann dies und jenes. And wird ernsthaft, wenn die feierlichen Belohnungs-Zigaretten glimmen.

Das Ernsthafteste ist zur Zeit die Prüfung. Ein Reißbrett sei fällig, wird erklärt, ein Meter im Quadrat. Der schüchterne Borschlag, es doch mit dem großen Tisch zu versuchen, wird mit einem liebevollen, aber entschiedenen Lachen als unmög­lich abgewiesen. And als Beweis und Grund ein großer blauer Papierbogen vorgelegt mit geheim­nisvollen Strichen, Karos und Kreisen: die Skizze des zukünftigen Gesellenstücks. Es ist schwer, wenn nicht unmöglich, für ein untechnisches Auge, zu verstehen, daß diese Linien einmal greifbare Ge­stalt gewinnen, trotz allerpaß auf" undsieh mal her". Man gibt es auf das Blatt bleibt auf der mondbeschienenen Grasfläche liegen.

ganzen heutigen Tag über mit großer A n - t e i l n a h m e bei. In seiner Begl iiung befand sich Herr Regierungsrat Reiner- Darmstadt. Auch SA.-Obergruppensührer von Iagow und SA.- Oberführer B e ck e r l e aus Frankfurt a. M. waren unter den Gästen der Herbstübung vertreten. Dem R.ichsstattf ilter und seiner Begleitung war Major von Bothmer vom 15. Infanterie-Regiment als Führer zugeordnet. Die Hebungen werden mor­gen und übermorgen fortgesetzt.

Die Lehre von Largemarck.

Ohne Ausbildung kern F. hrernachwuchs.

B e r I i n , 5. S.'pt. (TU.) Reichsminister S e l d t e veröffentlichte anläßlich der Enthüllung des Sange» marck-Ehrenmals zu Naumburg einen Artikel in derKreuzzeitung", in dem er u. a. folgendes sagte:

Wir habm 1914 beim Riesenmaß der uns er­wachsenen Ausgabe der Landesverteidigung zwei schwere organisatorische Fehler gemacht. Das ausgebildete aktive und Reserve-Offizier- k o r p s war ohne Zurückbehaltung einer starken Führerreserve eingesetzt. Der zur Führung befähigte Nachwuchs füllte, in sei­ner Begeisterung nicht zu bändigen, als Mann­schaft die Kriegsfreiwilligenregi­menter. Ende September 1914, nach knapp sie­benwöchiger Ausbildung, sind die ersten, die aus­gesucht besten Kriegsfreiwilligen an der Front. Die aktiven Regimenter waren unübertroffen in ihrer Ausbildung, die Kriegsfreiwilligenregimenter un­übertroffen in ihrem hinreißenden inneren Schwung. Aber was an Ausbildung fehlt, ist durch nichts zu ersetzen. Ein Bolk, das gei­stig nach so stark und geschlossen ist, bleibt wehr­los, wenn es ihm durch Geist oder Diktat versagt ist, seine Jugend im Waffenhandwerk zu schulen. Das sei all den Verleumdern gesagt, die das Zu­sammenwachsen der heutigen deutschen Jugend in Geist und Bund auslegcn wallen als Kriegsrüstung Deutschlands. Wir sind nach tausendmal wehrloser als es jene Jugend war, die den geübten Soldaten der Feinde nichts entgegenzusetzen hatte als die Opferkraft ihrer Liebe zu Deutschland. Gerade darin allerdings beruht auch ihr unvergänglicher Ruhm. *

Reichswehrminister Generaloberst von Blom­berg hat an die Stahlhelm-Langemarck-Feier in Naumburg a. d. Saale folgendes Telegramm ge­richtet:Die Wehrmacht gedenkt am heutigen Tage mit Stolz der Helden von Langemarck, die der deutschen Jugend zu allen Zeiten Vorbild und Urbegriff begeisterter Vaterlandsliebe und opferbereiten Heldentums bleiben werden."

Man redet von den nun beinahe vier Jahren der Schlosserlehre. Bon dem Entschluß zu diesem Beruf und wie er zustande kam. Don dem ersten Monteuranzug, den ersten langen blauen Drillich­hosen, der kleinen blauen Kappe, und wie der schmale Knabenkörper und der Kinderkopf nicht Hineinpossen wollten in die ernste Männerkleidung. Wie es zwar fruchtbar und schön war, aber nicht immer leicht: früh, kurz nach 5 Uhr, aufzustehen, in Kälte und Sturm hinaus, und dann 8 Stunden fei­len und nieten, drehen und bohren. Das Essen in der Kantine wollte nicht schmecken die erste Zeit; die kleinen Hände bekamen Schwielen und Nisse. And wenn man etwasvermauert" hatte, der Mei­ster, der Obergeselle brummten» die Kollegen hän­selten, weil man zu langsam, zu bedächtig war, so tat das weh, und man zog sich verschüchtert zurück.

Das Schwerste war, den rechten Anschluß zu bekommen und den Glauben an sich nicht zu ver­lieren. Man irrte zeitweise viel allein umher, auch daheim, und Sonntags wußte man sich nicht recht zu Hause bei sich. Die Berufsschule war großartig; es hielt einen da noch ein Semester länger, man konnte sich nicht trennen, vom Leh­rer, der Nat wußte in allen Lebenslagen, von Kameraden, die manchmal noch unbeholfener waren als man selbst. Schön waren die wahl­freien Kurse, dreimal wöchentlich, bis 10 Ahr abends.

Nun hat man es doch geschafft, trotz Quarta- jubiläum, hat die mittlere Reife, nachgeholt und seit Ostern den Ausnahmeschein für die höhere Maschinenbauschule in der Tasche. Noch fünf Se­mester, und man ist Ingenieur. Jetzt erst gut die Prüfung 8um Gesellen bestehen, dann in drei Jah­ren eine vernünftige Stellung, und die schöne weite Welt ist offen... weitere Wünsche hat man nicht.

In diese Zukunftsträume braust ein l)°Zug am nahen Dahngelände vorüber, mit einer großen dampfenden Lokomotive. Ob der Junge sie wohl bauen könnte, ganz klein, zum Andenken an die Prüfung, und Heimbringen, bittet man, und da kommt das bewußtekleine Mama" undkomisch, alle Mütter wünschen sich so etwas Törichtes, bei­nahe alle 15 der künftigen Gesellenmütter". And alle wollen wenigstens die Gesellenstücke zur Er­innerung nach Hause bringen, wenn es schon nicht ganze Lokomotiven sein können. Das ginge aber absolut nicht. Jedes Stück würde in eine richtige Lokomotive hineingearbeitet. And man ist ent-

Sie deussche Finanz- und HaudMvlK

Aus aller Wett

Mchiki

gerufen habe, ist, so erklärte Dr. Schacht weiter, für mich neu, wohl habe ich von jüdischen Boykott­drohungen gegen Deutschland gehört. Was diese je­doch mit der Handelspolitik zu tun hat, kann ich

Kredit Deutschlands schaden und nicht vielmehr das Gegenteil bewirken würde.

Daß die deutsche Handelspolitik im Aus­lände Boykotterscheinungen zum Vorschein

und die Ablösung bezahle, während man gleichzeitig stine Waren zurückweise, und die Ausfuhr nach Deutschland vergrößern wolle, sei eine Qua- dratur des Zirkels. Wir sind sicher bereit, von der Verwendung von Transferscrips zur För­derung der deutschen Ausfuhr abzusehen, wenn die

täuscht, ein wenig stolz, und fragt, wo? And ob der Name daran käme, daß man es erkennen könne, wenn man etwa der Lokomotive begegnen sollte. Man wird wieder ausgelacht.

And klammert sich an eine letzte Hoffnung: man käme gern einmal in die Fabrik, spräche mit dem Meister oder Direktor, vielleicht ginge das. Alle 15 Kandidaten würde man dann sehen, alle die 15 Gesellenstücke, und die Stellen an den Loko­motiven fühlen, wo sie aufmontiert würden. Man würde hören, was aus den jungen Burschen wird und anderen Müttern davon erzählen, die auch so dumme Muttersachen träumen. Die Erlaubnis wird vom Jüngsten erteilt. Anter einer Bedin­gung: er wolle dort behandelt werden wie die übrigen 14... Also: Fritze, also keine Ausnah­men, also allenfalls Händedruck, also nichts extra.

ausländischen Gläubiger von der Bezahlung ihrer Zinsscheine absehen wollen. Wenn sie dies jedoch nicht wollen, dann würden sie gut daran tuu, Deutschland z u helfen, damit es durch seine Ausfuhr die ausländischen Devisen her- einbekomme, mit denen stine Zinsoerpflich» tunqen erfüllt werden können. Wir wünschen, das Valutadumping des Auslandes nicht mit den glei­chen Waffen zu bestreiten. Wir werden uns stets bemühen, Fairneß im Handel hochzuhalten, auch wenn diese von anderen nicht mehr angewandt wird. Wir werden daher Scrips nur fürzu­sätzliche" Ausfuhr verwenden, die uns auch Sonderdevifen cinbringen und eine Sonder- zurückbezablung des Kredits an das Ausland mög­lich machen.

Ein portugiesischer Flieger vor 400 Jahren.

Als der erste* Mann, der mit einem Flugzeug sich in die Lüfte erhoben haben soll, wird von dem Portugiesen Joao Torto gefeiert. Ein Lissaboner Blatt erinnert jetzt an die zeitgenössische Schilde­rung, durch die uns das wunderbare Ereignis auf­bewahrt wurde. Donna Marie da Gloria erzählt in ihren Erinnerungen von diesem Bahnbrecher der Fliegerei: am ersten Juni 1540 sandte Torto, ein Lehrer, der zu Bizeu in Portugal lebte, den städti­schen Ausrufer durch die Straßen mit folgender Verkündigung:Hierdurch mache ich, Toao Torto, den Einwohnern dieser Stadt bekannt, daß dieser Monat nicht enden wird, ohne daß das größte aller Wunder zu sehen fein wird, nämlich wie ein Mann

die Fahnengruppen der aoclle der SA.-Siandart Abschluß des Festes. Die hält der 2. Bauführer Ku

Die Reichsbahn wird

Schweres E senöahnunglück imSiaate Aeuyor^. - 23 Tote.

3n Binghampkon (Neuyork) Hal sich ein furchtbares Eisenbahnunglück ereignet. 3n voller Ge­schwindigkeit fuhr ein Güterzug auf einen Personenzug auf. Die letzten beiden wagen des Personenzuges sind vollkommen zer- trümmerl. Soweit man bisher übersehen kann, hat dieses Unglück 23 Tote und weil über 10 0 Derlehle gekostet.

Absturz eines russischen Bombenflugzeugs. Acht Sowjetfunktionäre getötet.

Bei Moskau stürzte ein schweres Bomben­flugzeug ab, in dem sich der stellvertretende Kommissar für Schwerindustrie, Baranow, der außerordentliche Kommissar für den Ausbau des Flugzeugwescns, G o l c m a n n, der Generaldirek­tor der russischen staatlichen Flugzeugwerke, Gor­bunow, das Mitglied des Staatsplankomitees der Sowjetunion, S a r ( a r und vier Begleiter befan­den. Alle 8 Insassen sind t o t. Sie spielten in der Verwaltung des Flugwesens eine große Rolle. Baranow war früher Chef der russischen Militär­fliegerei, Sarsar befehligte das russische Flug­geschwader bei seinem Flug Moskau Peking Moskau. Amtlich wird als Grund des Unglücks ein Fehler am Motor angegeben.

Verheerender Orkan über Texas.

Die Küstenplätze des Staates Texas haben durch den O r k a n, der die Wogen des Golfes von Mexiko haushoch aufwühlte und weit in das Land hinein­trug, stark gelitten. Viele Schiffe wurden auf den Strand geworfen und zahlreiche Ortschaften über­schwemmt. Die Einwohner ergriffen in Eile die

Zu ihrem letzten P Saison standen pch am einigung 1900 und der Q über. Bei sehr ansprecher gen entwickelten /ich jur in welchen bie 1900er jebo tarnen. Die ßlaumei&en gu/?r Derjalfuna, ba& sich racher,W. Müller unk n e 5 taum bemerkbar ma 10 644,89 ihre b\Ma t Olympische Sportklub, der breachte, schlug sich zwar nie Gewinnchancen.

Nachstehend die Wettbk

100 Meter: 1. 5 2. Jung, 1900, 11,7 S 11,8 Sek. 4. Siegmund, l 50 Meter führte Fische beiden 1900er auf und i

800 Meter: 1.-Bep 2. Baumstieger, 1900, 2 VTC., 2:26,2 Min. 3. § Die 1900er machten hier üng und Baumslieger ti "He. Bestleistung heran stark abstelen.

3000 Meter: 1 ( 2-Schaaf, 1900,9:37 4 3 Min. 4. Sobezack 0S( war in tadelloser Form

Schaaf konnte erst ^^ansprechend lau vorbeigehen.

Weitsprung: 1. [ 2 *IL 1900, 5,93 3 R DSU. 4,96. Lub ? S'eg für den ZT

Mfprung; i.

and das Ausland.

Eine neue Unterredung mit Keichsöankpräsident £)r. Schacht.

Flucht. Besonders groß ist der Schaden in Rockport. In Antonio sind zwei Todesopfer zu bekla­gen. Bronsville ist von der Außenwelt abgeschnitten. Raymondville, das 2500 Einwohner hat, soll ver­wüstet sein. Es wird berichtet, daß dort Hunderte kein Dach mehr über dem Kopf haben. Im Umkreis von 120 Kilometer feien alle Wege zerstört. Die Zahl der Toten in den Städten des Rio Grande- Tales soll beträchtlich sein. Hunderte ifaben' Ver­legungen erlitten.

Rechnungscal ftlumpp in Straßburg verhaftet.

DerFührer" berichtet aus Kehl, daß der nach Frankreich geflüchtete Rechnungsrat Klumpp, gegen den, wie seinerzeit gemeldet, wegen B e trüge, Untreue und Bestechung zum Nach­teil der Badischen Versicherungsanstalt für Ge­meinde- und Körperschaftsbeamte Haftbefehl erlass fen wurde, am 2. September in Straßburg ver­haftet worden ist. Die deutschen Behörden haben ein Auslieferungsverfahren eingeleitet. Wie das Blatt meldet, hatte Klumpp vor einigen Tagen die unerhörte Frechheit besessen, an die Versicherungs­anstalt zu telephonieren und die mit der Aufklä­rung der Betrugsaffäre befaßten Personen in ge­meinster Weise zu beschimpfen. Der Verhaftete ist der ehemalige Matrose Heinrich Klumpp, der bei der Novemberrevolte den Sturm auf das Karls­ruher Schloß vollführte.

Graf Zeppelin" wieder unterwegs.

Wie die Deutsche Seewarte in Hamburg mitteilt, befand sich das LuftschiffG r a f Z e p p e l i n" am Dienstag um 10 Uhr (MEZ.) etwa 330 Kilometer nördlich der brasilianischen Insel Fernando Noronha. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt etwa 89 Stundenkilometer; es ging ein erheblicher Gegen­wind.

Amsterdam, 5. Sept. (TU.)Allgemeen Han­delsblad" veröffentlicht eine zweite Unterredung feines Berliner Korrespondenten mit dem Reichs- bankprästdenten Dr. Schacht. Dr. Schacht wendet sich zunächst gegen die Unterstellung, daß Mrttel der Konversionskasse zur Finanzierung des deutschen wirtschaftlichen Wiederaufbaues, d. h. für Arbeitsbeschaisungspläne verwendet werden sollten. Welche Mittel der Reichsregierung zur Finanzierung der deutschen Wirtschastsbelebung zur Verfügung st.hen, ergab sich aus den mehrfach ver­öffentlichten Ausstellungen. Aus den Wochenbilanzen der Reichsbank könne man sehen, daß dieNoten­presse bisher für diese Ausgaben noch nicht in starkem Maße benutzt wor­den ist. Die Frage, welche Beträge für die Finan­zierung der Wirtschaftsbelebung notwendig find, könne kaum beantwortet werden. Die Wirtschasts­belebung werde sich notwendigerweise nach den eigenen Mitteln und Kräften zu richten haben, soweit sie nicht durch eine internationale Besserung der Konjunktur unterstützt wird.

Die Auffassung, als sollte das Transfer- moratorium dem deutschen Kredit schaden kön­nen oder bereits geschädigt haben, müsse als sehr oberflächlich und kurz^chtig bezeichnet werden. Der Umstand, daß Deutschland rechtzeitig Maß­nahmen ergriffen habe, um durch eine zeit­weilige Aufschiebung des Transfers zu verhindern, daß bei Fortdauer der fälligen Schuldenzahlungen das Land sich in Kürze vor die Tatsache einer vollkommenen Einstellung der Zahlungen gestellt sehe, müsse jedem, der sehen und begreifen wolle, zeigen, daß Deutschland die Wirtschaftsprobleme, die eine sinnlose internationale Wirtschaftspolitik dem Lande aufgedrungen habe, nicht tatenlos an­schau», sondern zweckbewußte Lösungen mit Kraft zur Hand nehme. Es würde doch sehr merkwürdig sein, wenn eine solche Haltung dem

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nicht verstehen. Wenn je die Auffassung im Aus- tl ^taniiWni

lande bestehen dürfte, daß Deutschland durch seine ^r. Handelspolitik selbst die deutsche Ausfuhr erschwert, gjlit bem so könne darauf hingewiesen werden, daß andere I, ;(re W"' , n b e r viel früher als Deutschland begonnen 4 ,1yipfel gerben, o' hätten, ihre Einfuhr einzuschränken. Ferner werde >|aB fl?^aJLben 3c*lel\

stets übersehen, daß der deutsche Außenhandel aufs :cft in wert

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landsschulden verknüpft ist. Von Deutschland , ^r all« , ftattfanöei ZU fordern, daß es seine Zinsen für die Schulden ,zau descrL)Ortplafo, t> und die Ablöluna bexahfp mnhronh ninrt nf^irfnnifin IVr neue , t n

Der niVa«SPortP lipPM lenWe unb Sonntag lene6nn nermnen IW v^übu (19 Meldunaen) und

äs u;« bische Kundgebung .... /nh Turner anaer

Gut. versprochen.

Man versinkt in Träume: das ist noch wie vor­gestern, da lag der große blonde Mensch, der dort gelassen sitzt und raucht, im Körbchen, steckte die Zehe in den Mund und krähte die Sonne an... Unb wie gestern ist's, da besorgte der kleine Schulbub auf dem Heimweg Haushaltseinkäufe für dicke Pakete Billionenscheine, und nur ein Weil­chen weiter wollte er die guten ehrlichen Groschen nicht annehmen:Gib' erst richtiges Geld, Mut­ter". Lind dann die tränenreiche Dreijahre- Quarta und der Krebsgang zur Volksschule. Und dann Sonnenschein und Regen, so durchwachsen, mit Pfadfinderreisen, guten und weniger guten Büchern, Tanzversuchen, blonden und braunen Ellis und Ursels, die man Mutter brachte zu Kaffee, Kuchen und Anschauen, ob wohl die rechte darunter wäre; manchmal bissel Her^weh. meist Lachen, Musik und kleines Glück... Man spinnt sich ein in ferne hübsche Geschichten, der Spruch in einem Poesiealbum taucht auf... Ob er wohl noch existiert?...Bleib' mir immer treu und redlich, bis an mein kühles Lebensende, das wünscht Dir Dein Freund Martin..."

Können kleine verspielte Buben so rasch heran­wachsen zu starken gelassenen Männern? Der blonde Mann streicht über das Haar, die große Hand ist sanft; und als man fragt, ob Wohl der Lokomotivführer, dessen Sirene eben erklang, seine Frau und Kinder zur Nacht grüßen wollte, er­hebt er sich und meint:'s ist Zeit zu Bett für dich, Mutter; du träumst ja schon! Das war ja nur das Signal fürs Stellwerk, kleine Mama..."

mit Zauberflugeln von dem Glockenturm der Et. Matthäus-Kathedrale durch die Luft fliegt." Donna Gloria beschreibt auch die Maschine, deren Antriebs­kraft in der Muskelstärke des Fliegers lag, die Ma­schine hatte vier Flügel aus Kaliko, für die unteren Gliedmaßen kleiner als für die oberen; sie waren durch eiserne, mit Lumpen umwickelte Reifen mit­einander verbunden Durch diese Reifen ftecite der unerschrockene Flieger seine Arme und Füße; er trug das Gestell auf seinem Rücken. Am 20. Juni legte er diesesFlug-Kleid" an, das besonders ma­lerisch wurde durch eine Kopfbedeckung, die den Kovf eines Adlers mit offenem hocherhobenem Schna­bel darstellte. Der seltsame Apparat wurde auf die Spitze des Glockenturmes gebracht. Uni en auf dem Marktplatz standen dicht gedrängt die Bewohner der Stadt und aus der ganzen Umgebung herbei- geströmtes Volk, und zwar war die Menge so dicht, daßnicht ein Tiopsen Wasser zwischen ihnen hin­durch hätte aus den Boden fallen können." Um 5 Uhrstartete" Torto in dieser Fluamaschine und schwebte in der Luft, hoch über den Köpfen der Zu­schauer, dis alle ihre Köpfe nach oben gewendet hatten.Wie wenn wirklich ein Wunder vor sich ginge, so heißt es in dem Bericht der Donna, bahnte sich Meister Torto seinen Weg durch die gewichtlose Luft." Aber unglücklicherweise fiel in diesem kritischen Moment der Adlerkopf der sein Haupt krönte, über seine Augen herunter. Dadurch verwirrt und am Sehen gehindert, ruderte er einige Sekunden verzweifelt mit seinen Armen und Beinen, d mn stürzte et mit dem Adlerschnabel zuerst auf ein Dach, kam jedoch mit dem Leben davon. Ein Bericht über einen zweiten Versuch Tortos, die Luft zu erobern, ist nicht erhalten.

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