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Nr. 124 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefien)

Mittwoch, Zl. Mai 1939

Das Prinzregentenpaar von Jugoslawien zum Staatsbesuch in Berlin abgereist.

Abschied von Belgrad.

Belgrad, 30. Mai. (Europapreß.) Prinzregent Paul von Jugoslawien ist am Dienstagabend im einem Sonderzug zu einem Staatsbesuch noch Berlin a b g e r e i st. Zur Verabschiedung hatten sich auf dem Bahnhof Ministerpräsident Zwetko« witsch, die Präsidenten der Skupschtina und des Senats, die Mitglieder der Regierung und andere Würdenträger sowie das Personal der "deutschen Ge- sandtschast eingefunden. Prinzregent Paul wird bis Mittwochnachmittag auf Schloß Brdo in Slo­wenien verbleiben und dann die Weiterreise noch Deutschland antreten. An der deutsch­jugoslawischen Grenze bei Rosenbach wird ihn eine deutsche Sonderabordnung erwarten, an deren Spitze der deutsche Gesandte in Belgrad, von Hee- e n, stehen wird, der bereits von Belgrad abge-

Das Berliner Programm.

Berlin, 30. Mai. (DRB.) Ihre Königliche Ho­heiten, Prinzregent Paul und Prinzes­sin Olga von Jugoslawien, die auf Ein­ladung des Führers zu einem mehrtägigen Staats­besuch nach Deutschland kommen, treffen aus ihrer Reise noch Berlin am Mittwoch um 20 Uhr i n R o s e n b a ch ein, wo sich der jugoslawische Ge­sandte in Berlin, Dr. Andric, der deutsche'Ge­sandte in Beigrab, von Heeren, und der deut­sche Ehrendienst, an der Spitze der Chef des Proto­kolls, Gesandter von Dörnberg, der Chef des Ministeramts des Generalfeldmarschalls Göring, Generalmajor Bodenschatz und der Stabsleiter des Verbindungsstabes des Stellvertreters des Füh­rers, ^-Oberführer Stenger, zur Begrüßung einfinden.

Der Sonderzug trifft am Donnerstag um 15.30 Uhr auf dem Lehrter Bahnhof in Ber- l i n ein. Auf der Fahrt zum neuen Gästehaus des Reiches, im Schloß Bellevue, wo der Prinzregent, die Prinzessin und ihre Begleitung als Gäste des Führers Wohnung nehmen, bildet die Wehrmacht Spalier. Am Freitagvormittag legt der Prinzregent am. Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder und nimmt den Vorbeimarsch der Truppe ab. Um 10.25 Uhr besucht er dann vor der Technischen Hochschule d ie Parade nach einem Frühstück im kleinen Kreise im Schloß Bel­levue. Der Freitagnachmittag ist für Besichti­gungen freigehalten. Am Abend findet in der Staatsoper Unter den Linden eine Festaufführung der Meistersinger statt.

Das neue Gästehaus des Reiches, in dem Prinzregent Paul von Jugoslawien und Prinzessin Olga während ihres Staatsbesuches wohnen werden. (Scherl-M.)

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Am Samstagvormittag empfängt Prinzregent Paul den Stadtpräsidenten Oberbürgermeister Dr. Lippert und trägt sich in das Goldene Buck der Stadt Berlin ein. Dann begeben sich die jugoslawi­schen Gäste zur Garnisonkirche in Pots­dam, wo der Prinzregent am Grabe Friedrichs des Großen einen Kranz nieder legt. Nach einer Be­sichtigung des Schlosses Sanssouci veranstaltet der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop ein Frühstück im Neuen Palais in Pots­dam. Danach begeben sich die jugoslawischen Gäste über die Orangerie, vorbei an der Historischen Mühle und dem Schloß Sanssouci, nach Schwanen- w e r d e r, wo sie zum Tee Gäste von Reichsminister Dr. Goebbels und Frau sind.

Am Abend geben Reichsminister von Ribben­trop und Frau im Hotel Kaiserhof ein Essen. Am Sonntagmittag sind der Prinzregent und Prinzes­sin Olga Gäste von Generalfeldmarschall Göring und Frau bei einem Frühstück in Gatow, an das sich eine Rundfahrt auf den Havel-Seen an­schließt. Generalfeldmarschall Göring und Frau

geben am Abend ein Essen in der Goldenen Galerie des Schlosses C h a r l o 11 e n b u r g. Für Montag­vormittag sind Museumsbesichtigungen vorgesehen. Um 18 Uhr begeben sich Prinzregent Paul und Prinzessin Olga nach Eberswalde und sind bis Donnerstag Privatgäste des Mi­nisterpräsidenten Generalseldmarschall Göring und Frau. Donnerstag Nacht werden sich die jugoslawi­schen Gäste im Sonderzug nach Belgrad zurück­begeben.

In Begleitung des Prinzregenten und der Prin­zessin Olga befinden sich der jugoslawische Minister des Auswärtigen Alexander Cincar-Marko- witsch, Hofminister Milan A n t i c, der erste Ad­jutant Divisionsgeneral Nikola Hristic, die Hof­dame der Prinzessin, Frau Olga M. Lozanic, die Adjutanten, Jnfanterie-Brigadegeneral Linus Dekaneva und Artillerieoberst Slavisa Cesa - r i o , der Kabinettschef des Außenministers Vukasin S e o e r o v i c, der Sekretär des Hosmarschallamtes, Milos S. B o t o r i c, sowie zahlreiche namhafte jugoslawische Journalisten.

sondern in kauip geringerem Maße einen praktischen Wert, und der trat uns auf den Baustellen höchst lebendig vor Augen. Wie vordringlich und lebens­wichtig diese Aufgaben sind, die der RAD. zur Er­weiterung des heimatlichen Lebensraumes unter­nimmt, das muß auch der aufmerksame Urlauber und Ferienreisende schon wissen, der auf seinen Wanderungen die Menschen der Ostmark bei ihrem alltäglichen Schaffen beobachtet ober die entfesselten Gewalten der Hochgebirgsnatur am eigenen Leibe kennengelernt hat.

So sieht in großen Zügen der geographisch-land­wirtschaftliche Raum aus, nach dem sich die Arbeits­vorhaben des Arbeitsdienstes in der Ostmark richten müssen: drei Viertel der Fläche der' Ostmark sind von Gebirgen bedeckt, davon ein Teil mit Hochgebirge. Von der Gesamtfläche entfallen 3 8v.H. auf Wald, 24 v. H. auf Ackerbau, 27 v. H. auf Wiesen und Weiden, während die Restfläche land­wirtschaftlich nicht nutzbar ist und außer den not­wendigen Straßen und Gebäuden die reinen Fels-, Gletscher- und Flußgebiete enthält. Charatteristisch ist die Verteilung dieser nicht nutzbaren Fläche, sie beträgt in Tirol mehr als 25 v. H., in Salzburg mehr als 16 v. H., in Vorarlberg mehr als 13 v. H. der Gesamtfläche. Dagegen herrschen in den beiden südlichen (Bauen die Waldflächen vor, und zwar in der Steiermark mit 51 v. H. und in Kärnten mit 44 v. H. Der Ackerbau, der im Gegensatz zum Altreich, wo er die Hälfte des land­wirtschaftlich genutzten Bodens ausmacht, in der ge­samten Ostmark hinter der W a l d - und Weide­wirtschaft an die zweite Stelle rückt, ist am stärksten im Burgenland, in Niederdonau und Ober­donau, wo er zwischen 35 und 45 v. H. der Kul­turfläche ein nimmt, und er ist am schwächsten aus­gebildet in den westlichen Alpenländern, wo er auf 1 bis 5 v. H. herabsinkt.

Hieraus ergibt sich die besondere Einsatz- a r t des Arbeitsdienstes im Arbeitsgau Alpenlan b", ber im wesentlichen Tirol, Salz­burg, Vorarlberg umfaßt und ber mit 36 Einwoh­nern auf den Quabratkilometer ber dünnbevölkertste Gau Großdeutschlands ist, ber aber zugleich infolge seines Niederschlagsreichtums einer ber größten Wasserüberschußgebiete bes Reiches barstellt. Um ber wachsenben Gefahr der Wiesenoersumpfung in den Haupttälern und ber Almverkrautung auf den Bergen, bamit aber auch ber brohenben Gefahr ber Menschenabwanderung zu begegnen, erscheint hier bie Hilfe bes Reichsarbeitsdienstes als befonbers wichtig. Diese Hilfe hat bereits begonnen, sie ge­schieht in Form von Entwässerungsarbeiten und Dränungen in ben Talmulben, in Form von Wege- bauten für bie Almwirtschaft unb bie Holzabfuhr, so­wie in ber Form von Entsteinungen unb Robungen auf ben Hochalpen, um die nutzbare Fläche möglichst bis an bie Latschenregion bzw. bie Geröllzone hinauf­zutreiben. Alle biese Vorhaben bebeuten zusammen­genommen eine ungeheuren Arbeitsoorrat, ber dem Arbeitsdienst auf unabsehbare Zeit ein dankbare" Feld ber Betätigung bietet.

Schloß Bellevue, das Gästehaus des Führers.

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Sils erste Gaste werden IN dem neuhergerichteten Schloß Bellevue, dem Gästehaus des Führers, der Prinzregent von Jugoslawien unb Prinzessin Olga u)ren Einzug halten. Die Jnnenräume sind geschmackvoll ausgestaltet worben. Links die Bibliothek, rechts das Arbeitszimmer, das Prinzregent Paul während seines Aufenthalts benutzen wird. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Gewaltiger Kraftverkehr zu Pfingsten.

Reue Rekordzahlen im Verkehr auf Reichs­autobahnen und auf den Reichsstratzen.

Arbeitsdienst im Alpenland.

Eindrücke von einer Rundfahrt durch die Ostmark.

Äon unserem H. Ev.-Sonderberichterstatter.

Aus aller Wett, pfingstverkehr fordert mehrere Todesopfer.

Der starke Autoverkehr während der Pfingsttage brachte leider auch eine Steigerung der 33 er» k eh rs un l l e. In Arenberg bei Koblenz wurde eine 72jährige Frau von einem Auto erfaßt und fo schwer verletzt, daß sie kurz nach ihrer Einlieferung ins Koblenzer Krankenhaus verschied Zwischen Arenberg und Neuhäusel wurde ein achtjähriger Junge aus Eitelborn (Westerwald), der die Straße überqueren wollte, von einem Reisewagen erfaßt, eine Strecke weit mitgeschleift und getötet. In Arenberg stieß ein Motorrad mit einem Auto zu- sammen, wobei der Fahrer des Rades lebensge­fährliche Verletzungen baoontrug. Sein Bei­fahrer wurde leicht verletzt.

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Bei Kitzingen am Main forderte ein Verkehrs­unfall zwei Menschenleben. Der Fahrer Fritz Bayer aus Schwäbisch-Gmünd fuhr in einer Kurve gegen einen Baum; er wurde auf ber Stelle getöjet; sein Beifahrer erlitt so schwere Ver­letzungen, daß er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb.

Zwischen Lohr und Lichtenau fuhr der 39 Jahre alte August Werner aus Frankfurt, der sich an ber Spitze einer Radfahrergruppe befand, gegen einen Stein unb stürzte. Werner erlitt einen schweb ren Schäbelbruch sowie sonstige Verletzungen, bencn er nach Verbringung ins Lohrer Krankenhaus er­lag.

Auf ber Straße von Kelsterbach nach Raunheim ereignete sich ein tödlicher Verkehrsunfall. Der 31jährige Kaufmann Willi F e i t h war mit feiner Frau im Kraftwagen auf ber Fahrt nach Raunheim, als plötzlich vom Baugelände der Autobahn ein dort beschäftigter Steinhauer mit seinem Motorrad auf die Hauptverkehrsstraße einbog. Feith bremste so stark, baß er sich zweimal überschlug. Während Feich auf ber Stelle getötet wurde, erlitt seine Frau weniger schwere Verletzungen Der Motorrad­fahrer blieb unverletzt.

Startes Hochwasser in Schlesien.

Berlin, 30. Mai. (DNB.) Trotz des nur mäßig schönen Pfingstwetters war auf den Reichsauto­bahnen und auf vielen Reichs- und Landstraßen im Großdeutschen Reich ein außerordentlich starker Kraftverkehr zu verzeichnen, der die Verkehrsrekorde der Ofterfeiertage durchweg weit übertraf. Auf den meisten Reichsautobahnstrecken wurden in vier Tagen (von Freitagmittag bis Dienstagmittag) 15 2 0 0 0 0 Fahrzeuge gezählt. Noch weit stärker war der Verkehr auf der Autobah n München Salzburg, wo bei Ramersdorf rund 50 000 Fahrzeuge durchpassierten. Zwischen Mannheim unb Heibelberg waren es 52 000 unb zwischen Köln unb Düssel­dorf sogar über 62 000 Fahrzeuge.

Auch auf öen Reichsstraßen herrschte zu Pfingsten ein außergewöhnlich starker Verkehr. Die Reichs­straße zwischen Mainz unb Wiesbaben trug einen Verkehr von 37 000 Fahrzeugen in vier Tagen, bie Kraftwagenstraße Köln Bonn 42 000 Fahrzeuge, unb bie beiben Reichsstraßen beiderseits des Rheins südlich von Bonn zählten zusammen nahezu 70 000 Kraftfahrzeuge. Auf ber Norder-Elbebrücke bei Ham­burg, an bie sich der neueröffnete Reichsauto­bahnabschnitt über bie Süberelbe anschließt, erreichte der Pfingstverkehr sogar mehr als 65 000 Fahrzeuge. Auf den Reichsautobahnen kamen währenb ber Pfingstfeiertage nennenswerte Derkehrsunfälle über­haupt nid)t.DDtv

Auf einer achttägigen Reise durch die gesamte Ostmark haben wir gesehen, was der Reichsarbeits- bienft im Laufe eines Jahres hier an erzieherischen, arbeitsmäßigen unb organisatorischen Leistungen vollbracht hat. Das politische Grunbprinzip, bas einst bei ber Verkünbung ber allgemeinen Arbeits- bienstpflicht im Altreich maßgebenb gewesen ist, nämlich bie Erziehung ber jungen beutschen Mann­schaft . zum praktisch bewährten Nationalsozialis­mus, hat natürlich auch bei ber Errichtung ber vier ostmärkischen Arbeitsgaue Pate geftanben unb be­stimmt bie Arbeit an Mensch unb Heimatboben.

Aber barüber hinaus ergeben sich aus ber ost- märkischen Landschaft, aus der Sitte und Lebens­weise ihrer Bevölkerung gewisse typische Eigenhei­ten, bie bem Arbeitsdienst hier ein befonberes Ge­präge geben. Als eine solche Wechselwirkung zwi­schen ber großen Jbee unb bem engeren Heimat­schicksal muß zunächst bie Tatsache gewertet werden, daß es in der erstaunlich kurzen Frist von einem Jahre gelang, im ganzen hundert vollbelegte Abtei­lungen des männlichen und sechzig Lager des weib­lichen Arbeitsdienstes aufzubauen, was sicherlich nicht möglich gewesen wäre, wenn die im Freiheits­kampf früh gestählte und früh gereifte ostmärkische Jugend nicht von vornherein die innere Be­reitschaft zum gemeinsamen Dienst an Führer unb Volk mit in bie bunten Holzhäuser des RAD. gebracht hätte. Ein Beispiel dafür, wie hier das Ge­bot einer selbswerständlichen Kameradschaft in den

jungen Herzen wohnt, gab uns der Schiweltmeister Bradl, den wir in einer ber Abteilungen trafen unb ber, fern von allen Star-Alüren, seine Pflich­ten an der Baustelle genau so ernst nimmt wie auf ben Schauplätzen ber internationalen Wintersport­kämpfe.

Man könnte noch eine Fülle von besonberen Merkmalen aufzählen, die dem Arbeitsdienst in der Ostmark eigen sind: etwa bie mit Sorgfalt ausge­suchte Lage ber Unterkünfte in der majestätischen Gebirgslandschaft, etwa die vorzugsweise Belegung alter Schlösser und Burgen durch den weiblichen Arbeitsdienst, etwa die Ausschmückung der Gemein­schaftsräume in einigen Abteilungen mit alten Tiro­ler Ochsenjochen, bie hier als Beleuchtungskörper bienen, etwa die Weltabgeschiebenheit ber Unter­künfte am Rande der ungarischen Steppe oder auf ben einsamen Bergeshöhen des Mühlviertels, etwa die außergewöhnliche Dankbarkeit und Freude, mit der bie Bäuerinnen broben auf ben Berghöfen bie Hilfe ber 3000 Arbeitsmaiden be­grüßen, die neben ihren 20 000 männlichen Kame- raben eingesetzt sinb, um unter der Fahne bes Arbeitsdienstes dem jahrhundertelang vernachlässig­ten Land ein neues, schöneres Gesicht zu geben.

In unzähligen Bildern, die uns auf unserer Rund­fahrt begegneten, offenbarte sich der reiche Segen, der von den Fahnenträgern der neuen Zeit auf Land und Menschen ausströmt. Der Arbeitsdienst hat ja nicht nur einen idealen und erzieherischen,

Die unausgesetzten Regenfälle der letzten Zett haben in Schlesien im Gebiet der Oder uns einiger ihrer Nebenflüsse schwere Hochwasser verursacht. Besonders hart wurden die Kreise Strehlen, Mün- fterberg, Guhrau und Militsch betroffen, wo weite Acker- und Waldflächen unter Wasser gesetzt wur­den. Zu einer bedrohlichen Lage kam es während der Pfingstfeiertage bei der Stadt Trachenberg, wo sich ein Dammbruch ereignet. Von den Flulen wur­den an den Frühsaaten und auf den Wegen schwerer Schaden angerichtet. Zur Abdichtung ber Bruch­stellen am Bartsch-Damm und zum Einsatz bei ben Schutzarbeiten bei ben vom Hochwasser bebrohten Ortschaften würben Abteilungen ber Wehrmacht unb der TN. entsandt.

Schwere Unwetter in Oberitalien.

Ganz Oberitalien wurde von schweren Unwettern heimgesuckt. Die mehrere Tage ununterbrochenen Regengüsse haben in der Po-Ebene vielfach ver­heerende Ueberschwemmungen hervorgerusen. In Anwesenheit des Landwirtschaftsministers mürben sofort Maßnahmen zur Rettung ber Bevölkerung und ihrer Habe ergriffen. Die Verkehrswege zwi­schen der Romagna unb Toskana sinb mehiftach unterbrochen. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen, doch werden Sachschaden und Verluste an Vieh als sehr bedeutend angesehen. Die Eisen­bahnbrücke über die Bevanella stürzte ein. Auch in der Gegend von Bologna haben Ueberschwemmungen und Erdrutsche große Verheerungen angerichtet.