ihren Ehren hat Cadiz ein Festkleid angelegt. Auf der Straße, die zum Hafen führt und auf der noch einmal die italienischen Freiwilligen vor General Queipo de Llano vorbeimarschieren werden, sind Triumphbögen errichtet und mit Lorbeer ge- schmückt worden. Zusammen mit den Heimkehrern werden sich auch mehrere spanische Verbände als Gäste Italiens nach Rom begeben, um dort an der Siegesparade teilzunehmen.
Die Flaggen der deutschen Legion auf der KdF.-Flotte.
Berlin, 27. Mai. (DNB.) Der Befehlshaber der aus Spanien zurückkehrenden deutschen Legion, Generalmajor von R i ch t h o f e n , hat an Reichsleiter Dr. Ley nachstehendes Telegramm gerichtet: „In Bewunderung der von Ihnen geschaffenen „Kraft-durch-Freude"-Flotte und vor allem Ihres Flaggschiffes hat die deutsche Legion stolz ihre Flaggen für die Heimreise auf den prächtigen Schiffen gesetzt." — Dr. Ley hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Für Ihr Telegramm vom „Kraft-durch-Freude"-Flaggschiff „Robert Ley" danke ich Ihnen. Ich wünsche Ihnen und allen deutschen Kameraden eine glückliche Heimfahrt auf unseren schönen ,Kraft-durch-F re ude"- Schiffen. Diese Fahrt der deutschen Legion auf unseren ,Kraft-durch-Freude"-Schiffen bestätigt aufs neue die enge Verbundenheit von Soldaten und Arbeitern im Deutschland Adolf Hitlers."
Kleine politische Nachrichten.
Um den Führern und Männern des N S K K. nach monatelangem harten und pflichttreuen Einsatz, insbesondere während des Sudetenkampses, eine Zeit der Ruhe und Entspannung zukommen zu las- sen, hat Korpssüdrer Hühnlein für die Zeit vom 1. brtz 21.3uli 1039 einen Urlaub für das gesamte NSKK. angeordnet.
*
Der deutsche und der italienische Regierungsaus- schuß für die deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen haben in Berlin alle Fragen geregelt, die die Einbeziehung des Protektorats Böhmen und Mähre» in die deutsch-italienischen Vereinbarungen über den Handels- und Zahlungsverkehr zwischen den beiden Staaten betreffen. Hierbei ist sichergestellt worden, daß der Handelsverkehr zwischen dem Protektorat und Italien sich in Zukunft wesenllich enger gestalten wird als früher die Wirtsebastsbe- ziehungsn zwischen Italien und der tschecho-slowcrki- schen Republik.
♦
Generalfeldmarschall Goring hat als Präsident der Deutschen Akademie der Lustfahrtforschung den Staatssekretär der italienischen Luftfahrt, General Valle, zum Ehrenmitglied und den General der Flieger, Senator Ferrari, zum außerordentlichen Mitglied der Akademie ernannt. Beide sind aus der Lustfahrttechnik hervorgegangen und besitzen akademische Grade. General Ferrari ist Leiter der Forschungsanstalt Guidonia und Ches des Ingenieur-Ofsizierkorps der italienischen Luftwaffe.
*
Der König und Kaiser Viktor Emanuel III. hat Staatssekretär Generaloberst Milch das G r o ß ° kreuz des Mauritiusordens verliehen. Auch die Offiziere der Begleitung des Staatssekretärs haben hohe Auszeichnungen erhalten.
*
Reichsjustizminister Dr. Gürtner ist in Rom eingetroffen, wo sich der italienische Justizminister S o l m i zur Begrüßung eingefunden hatte. Der Reichsjustizminister wird am Dienstag in italienischer Sprache einen Vortrag über das neue deutsche Strafrecht halten. *
Reichsarbeitsführer Hierl traf in Begleitung von fünf höheren Beamten i n R o m ein. Auf dem Bahnhof wurde er vom Unterstaatssekretär im Landwirtschaftsministerium T a s s i n a r i, dem Kommandanten der Forstmiliz, General A g o st i n i und dem Leiter der Meliorationsarbeiten I a n d o l o empfangen. Die deutsche Botschaft gab ein Essen. Hierl besuchte den Parteisekretär Starace und Außenminister Graf Ciano.
Der König und Kaiser Viktor Emanuel III. hat seine Zustimmung zu der Verlobung des Herzogs von S p o l e t o mit der Prinzessin Irene von Griechenland gegeben. Der Herzog ist ein Vetter des Königs und der zweitälteste Sohn des verstorbenen Feldmarschalls Herzogs von Aosta sowie ein Bruder des Vizekönigs von Abbessinien. Er ist 39 Jahre alt, Konteradmiral der italienischen Flotte und Mitglied des Senats. Prinzessin Irene ist eine Tochter des verstorbenen Königs Konstantin und eine Schwester des jetzigen Königs von Griechenland.
In Medina del Campo veranstaltete die Fra u e n- schaft der Falange eine Kundgebung vor dem Caudillo. 11 000 Frauen aus allen Teilen Spaniens, sämtliche Falange-Führerinnen mit Mar Primo de Rivera an der Spitze, der Leiterin des Sozialen Hilfswerkes Bachiller sowie mehrere ausländische Abordnungen, darunter als Vertreterin der Reichsfrauenschaft Frau Dr. Paul, nahmen teil.
*
Der Wirtschaftsrat des Balkanbundes, der zu seiner 7. Sitzung in Bukarest zusammengetreten war, hat seine Arbeiten nach zehn Tagen abgeschlossen. *
Rach einer Fahrt durch Britisch-Columbia ist das englische Königspaar am Montagnachmü- tag in Vancouver eingetroffen. Der Empfang in diesem k anodischen Industrie-, Handels- und Schisfahrtszentrum vollzog sich in der gewohnten Weise. Rach einer Veranstaltung der Stadtverwaltung fand ein Frühstück statt. In den Abendstunden wurde die Fahrt an Bord der „Princeß Marguerite" nach Victoria auf der Insel Vancouver fortgesetzt. *
Angesichts der Ablehnung ihres Vorschlages auf Revision der Verfasiung hat die dänische R e - g i e r u n q beschlossen, den Reichstag zu Mitt- woch einzuberufen. Staatsminister Stauning wird eine Erklärung über den Ausfall der Volksabstimmung abgeben. Bei der Nachprüfung des Sttmm- ergebnisfes vom 23. Mai hat sich gezeigt, daß über 52 v. H. der Wählerschaft Stimmenthaltung geübt haben.
lieber den neuen holländischen Flöt', tenplan erfährt das „Allgemeen Handelsblad , daß der Bau von d r ei Schlachtschiffen durchgeführt werden soll. Die Schiffe sollen m Holland gebaut werden.
ft:
irischastsfront im"
ft:
esten.
Das Saargebiet seit der Rückgliederung. — Schwierige Umstellung.
Don unserem G. Th.-Korrespondenien.
Saarbrücken, im Mai 1939.
Mehr als 420 Menschen wohnen im Saargebiet auf einem Quadratkilometer. Der Reichsdurchschnitt beträgt 1311 Wenn der Führer in seinen Reden gerade unter Berufung auf die große Bevölkerungsdichte Deutschlands immer wieder dargelegt hat, wie unerläßlich die Erfüllung der Lebensansprüche einer solchen volkreichen Nation auf engem Raume ist, so zeigen die erwähnten Zahlen, wie empfindlich das Saargebiet als Wirtschaftsorganismus sein muß. Seine Schwierigkeiten sind aber von jeher noch durch die politischen Geschicke des Landes vermehrt worden. Seit Jahrhunderten war das Saarland eine Interessensphäre zweier Großmächte. Das hat naturgemäß seiner Entwicklung das Gepräge der Unsicherheit und der Hemmungen gegeben, und besonders in der Nachkriegszeit sind eben wegen der politischen Lage des Landes die beiden Hauptträger seiner Wirtschaft, Bergbau und Schwerindustrie, bis zur Rückgliederryib nicht auf ihre volle Leistung gekommen. Frankreich hat damals nichts für die Stärkung der saarländischen Wirtschaft aufgewendet. Schon aus diesem Grunde war es zu erwarten, daß die Rückgliederung des Gebietes grundlegenden Wandel schaffen mußte.
Mit der Rückkehr des Saargebietes zum Reich wurde die bis dahin offene Grenze zwischen Saarland und Frankreich geschlossen. Die französischen Absatzgebiete fielen mit einem Schlage weg, ohne daß in Deutschland sofort ein entsprechender Abnehmer für die Erzeugnisse des Saarlandes vorhanden gewesen wäre. Es kam hinzu, daß sich die Saar bei der Rückgliederung einer gänzlich neuen Entwicklung gegenüber sah, die sich seit 15 Jahren im Reiche bereits vollzogen hatte, ganz abgesehen von der Eingliederung in die seit 1933 in Deutschland aufgebaute Wirtschafts-, Sozial- und Steuergesetzgebung, die durch gewisse Übergangszeiten allerdings erleichtert wurde. Wenn trotzdem der Ueber- gang rasch und reibungslos vonstatten ging, so lag das hauptsächlich an der schnellen Auf- nahmebere i tsch ast des deutschen Marktes für die saarländischen Erzeugnisse sowie an der Lockerung der französischen Grenzsperre. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Saar mit Lothringen besteht seit der Rückgliederung naturgemäß nicht mehr in der früheren Höhe, aber dafür werden die saarländischen Produkte immer mehr in Deutschland aufgenommen.
Mit der Ueberleitung der Interessen vom französischen zum deutschen Markt traten aber auch noch andere Schwierigkeiten auf. Eine davon war die Kapitalversorgung. Der private Bergbau hatte Verluste an seinen Kohlen-, Kalk- und Erzgruben in Frankreich, die auf etwa 40 Mill. Mark veranschlagt wurden. Der Kapitalbedarf der Wirtschaft steigerte sich ferner dadurch, daß auch der Handel zunächst gewisse Verluste durch Betriebseinschränkungen und Absatzstockungen auf sich nehmen mußte. Die Kleineisenindustrie des Saargebietes verlor über 60 v. H. ihres Absatzes, wahrend die bisherigen Abnehmer der Blechwarenfabrikation fast zu 90 v.H. jenseits der Grenze wohnten. Aehnlich lagen die Dinge für die Möbel-, Emaille- und Schuhwarenfabrikation. In dieser Lage hat das Reich die notwendige Hilfe gebracht. Mit Unterstützung eines 4-Millionen-Kredits ist es gelungen, die gefährdeten Betriebe dieser Wirtschaftszweige
Aus all
Die Aufgaben der deutschen Apotheker.
In Münster begann die Frühjahrstagung der Reichsapothekerkammer, an der auch der Reichsapothekerführer Dr. Schmierer teilnahm. Bei einem Empfang umriß der Reichsapothekerführer die Aufgaben der deutschen Apo- thekerschast. Eine wichtige Funktion habe der Apotheker im Kampf gegen den Mißbrauch der Arzneimittel. Dieser Kampf richte sich gegen solche Hersteller, die mit einem großen Aufwand an Reklame oft schädliche oder untaugliche Mittel vertreiben. Der Redner warnte vor den drei im Dolkskörper vorhandenen Süchten nach Rauschgift, Genußgift und Arzneigift.' Die Rauschgiftsucht sei heute fast verschwunden, die Genußgiftsucht müsse man durch Aufklärung über Tabak, Kaffeegift usw. bekämpfen. Die Bekämpfung der Arzneimittelsucht sei eine der wichtigsten derzeitigen Aufgaben der Gesundheitsführung. Hier sei noch eine gewaltige Erziehungsarbeit zu leisten.
Die Farbenchemiker lagen in Innsbruck.
Vom 23. bis 27. Mai fand in Innsbruck die 22. Tagung des Internationalen Vereins der Farbenchemiker statt. Namhafte Fachleute hielten wisienschaftliche Vorträge. Außer den Teilnehmern aus allen deutschen Gauen waren viele Fachleute aus dem Ausland anwesend.
Tagung der wissenschaftlichen Akademien des NSD.-Dozenlenbundes.
Dom 8. bis 10. Juni findet in München die erste Tagung der wissenschaftlichen Akademien des NSD. - Dozentenbundes statt, auf der namhafte Gelehrte aus dem Reich sprechen werden. Eingeleitet wird die Veranstaltung mit einem Festakt in der Aula und durch eine Begrüßungsansprache des Reichsdozentenführers, ff» Brigadeführer Professor Dr. Schultze, die Festrede hält Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner. Die wissenschaftlichen Vorträge, die von Mitgliedern der wissenschaftlichen Akademien des NSD.- Dozentenbundes in Kiel, Göttingen und Tübingen bestritten werden, sollen einen lieb erblick über die bisherige Arbeit der Akademien geben. Es werden Vortrage gehalten aus den Gebieten der Philosophie, Vorgeschichte, Volkskunde, Volkswirtschaft, Technik, Medisin und Rassenkunde, die den Stand der Forschung in den Akademien darlegen werden.
Goethemedaille für Professor Hermann Jansen.
Der Führer hat dem Städtebauer Professor Dr.- Ing. e.h. Hermann Jansen in Berlin-Grunewald aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Jansen mürbe am 28. Mai 1869 in Aachen geboren, wo er an der Technischen Hochschule Architektur studierte. 1897 siedelte er nach Berlin über, wo er zunächst beim Magistrat tätig war, sich später selbständig machte und (seit 1925) als ordentlicher Professor für Städtebau an der Technischen Hochschule wirkte. Jansen hat sich als Architekt und vor allem als neuzeitlicher Städtebauer einen auch
über Wasser zu halten, aber seit Anfang des Jahres 1938 konnte sich die Saarwirtschaft aus eigener Kraft weiterhelfen. Wenn heute bereits mehr als ein Drittel des erwähnten Kredites amortisiert worden ist, so legt das ein gutes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit der unterstützten Wirtschaftsbetriebe ab.
Trotz aller dieser Uebergangsschwierigkeiten haben die Leistungen der privaten Wirtschaft, insbesondere der Industrie und des Bergbaus, eine stete Aufwärtsentwicklung gezeigt. Der saarländische Bergbau, der größte Arbeitgeber im Revier, hatte im Jahre 1936 eine Steinkohlenförderung von 11,7 Mill. Tonnen, die auf 13,4 Mill. Tonnen im Jahre 1937 und auf 14,4 Mill. Tonnen 1938 angestiegen ist. Der Anteil der Saar an der Steinkohlenförderung des Reiches betrug vor zwei Jahren 7,2 v. H. und 1938 sogar 8 v. H. Die Erzeugung von Roheisen war 1938 um etwa 23 vom Hundert höher als im Jahre 1935. Bei Stahl betrug diese Steigerung etwa 21 v. H. Nun ist zwar die Erzeugung der deutschen Eisenhütten insgesamt in dieser Zeit um etwa 40 v. H. gestiegen, aber angesichts der oben erörterten Hemmungen der Ucbergangszeit ist der Fortschritt der saarländischen Produktion sehr hoch zu bewerten. Die Saarwirtschaft ist der Auffassung, daß das Saarland als Eckpfeiler der westlichen Wirtschaftsfront ganz besonderer Pflege bedarf, und die Fortschritte, die sie bis heute bereits gemacht hat, lassen an einem neuen Aufstieg nicht mehr zweifeln.
Der Heb er gang vom westlichen zum östlichen Absatzgebiet hat für das Saargebiet natürlich wichtige Verkehrs - und Frachtenprobleme auf- geworfen. Es muß vor allem gelingen, eine möglichst kurze Verbindung mit dem neuen Absatzgebiet zu erhalten. Das Projekt eines Kanalweges von der Saar zum Rhein steht dabei im Vordergrund. Es handelt sich nicht nur um einen sehr kurzen, sondern auch sehr billigen Transportweg, der der saarländischen Industrie und dem Bergbau helfen soll, die Märkte in Süddeutschland und den östlichen Nachbarstaaten wiederzugewinnen, die sie in bar Vorkriegszeit einmal hatte. Die geplante Wasserstraße, die für 1200-Tonnen-Schiffe ausgebaut wird, soll von Saarbrücken aus quer durch das Saarland und die Pfalz nach Mannheim führen und durch einige Stichkanäle die in der Nähe liegenden Industrie-Zentren anschließen. Der Meinungsstreit über die Rentabilität einer solchen Wasserstraße und über die Konkurrenz zwischen Kanal und Schienenweg, über Sonder- torife, Anfahrtsstrecken usw. ist überwunden, so daß heute die Ausführung des Planes in den maßgebenden Wirtschaftskreiftn uneingeschränkt gefordert wird. Dabei wird vor allem die Gleichberechtigung mit dem Ruhrbergbau betont, denn die Ruhrkohle verfügt über vorzügliche Wasserwege. Ebenso wird bas Argument der Arbeitsbeschaffung für di-esen Kanalbau, der rund 300 Mill. Mark kosten soll, ins Feld geführt, weil damit die Vollbeschäftigung der saarpfälzischen Wirtschaft auf lange Zeit hinaus gesichert ist. Auch würde dann der für die saarländische Wirtschaft notwendige Frachtvorsprung gewonnen werden, und Industrie und Handel wurden mit neuem Leben erfüllt. Ein großes Ziel deutscher Grenzl-andpolttik wäre dann erreicht: eine starke und widerstandsfähige Wirtschaftsfront im Westen!
er Wett.
im Auslande hochgeschätzten Namen gemacht. Sein Generalbebauungsplan für Groß-Berlin (1910) wirkte bahnbrechend; zahlreiche Stadtbebauungspläne folgten, so für Dresden, Köln, Leipzig, Wies- baden und viele andere Städte. Im Auslande wird seit 1930 der Generalbebauuungsplan für Ankara unter Jansens Leitung durchgeführt; zu nennen sind ferner die mit dem 1. Preise ausgezeichneten Pläne für Madrid (1931) und für Stambul. Grundprinzipien in Jansens Städtebauplänen sind möglichste Auflockerung, Randbebauung mit großen Jnnen- höfen und Schaffung von Kleingärten.
Fernsehsender
in München, Nürnberg, Hamburg und Wien.
Der Präsident der Reichspostforschungsanstatt, Gladenbeck, teilt im Münchner „V. B." mit, daß in München, Hamburg, Nürnberg und Wien Fernsehsender geplant sind, unb daß diese Orte als nächste eine Fernsehkabelverbindung mit Berlin erhalten, wenn die im Bau befindlichen Fernsehsender auf dem Brocken und auf dem Feldberg in Betrieb sind. Sämtliche Fernsehsender werden zu einem Programm zusammengeschaltet, in dem auch wichtige Tagesereignisse als Bildbericht übertragen werden sollen.
Luftschutz für kunsidenkmäler in Italien.
Der Schutz von Baudenkmälern und Kunstschätzen bietet in Italien besondere Schwierigkeiten. Aus diesem Grunde hat der Kriegsminister eine Anordnung veröffentlicht, die den Titel trägt „Istruzioni sulla protezione antiaerea“ (Anweisungen über den Luftschutz). Sie enthält zunächst den Auftrag, eine Zusammenstellung der Kunst- und Kulturschätze in den einzelnen italienischen Provinzen anzulegen, wobei ortsbewegliche und ortsfeste zu unterscheiden sind. Daran anschließend soll eine Untersuchung durchgeführt werden, in welcher Weise am besten ein Schutz der Kunstschätze gegen feindliche Fliegerbomben durchgeführt werden jann.
Fünf deutsche Schüler beim Baden im kattegatt ertrunken.
Im Larchschulheim der deutschen St.-Petri-Schule in Kopenhagen, das bei Lumbsaas auf Sjaellands Odde gelegen ist, hat sich am Sonntag ein schweres Unglück ereignet. Fünf Schüler, die sich während der Pftngstferien mit anderen Kameraden und Lehrern in dem aLndschulheim aufhielten, sind beim Baden im Kattegatt ertrunken. Der Erlaubnis des Auffichtführenden, des Direktors Dr. M a y- w a ld, entsprechend, waren 16 Knaben durch den Sonderupwald zum Kattegatt gegangen, um dort zu baden. Nur elf von ihnen kehrten zurück. Die fünf anderen fielen der starken Strömung zum Opfer. Das Unglück hat alle Deutschen in Dänemark in tiefe trauer versetzt. Die Hitler-Jugend hat ihre Psingstlager abgebrochen. Von den fünf Opfern ist bisher erst eines geborgen worden. Aus den Darstellungen von Augenzeugen geht hervor, daß sich an dem seit Jahren benutzten und nie als gefährlich befundenen Badeplatz plötzlich eine reißend e Strömung zeigte. Daß das Unglück sich nicht noch verheerender auswirkte, ist der treuen Karne-
Letzte Sportnachrichten.
Internationale pfingstregatta
in Ostende.
Die seit nahezu zehn Jahren gepflegte Kameradschaft der westdeutschen Rudervereine mit den belgischen und englischen Regatta-Verbänden fand an den Pfingsttagen mit der großen internationalen Regatta in Ost ende ihre Fortsetzung. Nach den schönen Erfolgen des Kölner Clubs für Wassersport in den Vorjahren gelang es den Kölner Ruderern diesmal nicht, während der zweitägigen Veranstaltung einen Sieg zu erringen. Ihren Höhepunkt erreichte die Regatta ain Montag mit dem Rennen des Senior-Achters, das von dem Boot des Thames Rowing Club London mit -1/* Länge im Endspurt gewonnen wurde. Das Kölner Boot behauptete sich gegen die Engländer bis 200 Meter vor dem Ziel, fiel dann aber dem ungeheuren Tempo zum Opfer.
Hannover 96 in Jugoslawien.
Mit recht gutem Erfolg beteiligte sich der deutsche Fußballmeister Hannover 96 am Turnier des vor 20 Jahren begründeten SC. Jugoslawie Belgrad. Gegen die Elf des Gastgebers verloren die Niedersachsen knapp mit 3:4 (0:0) Toren, nachdem sie Mitte der zweiten Halbzeit noch
WWWMM bringt rasche Hilfe Togatk
^Kopfschmerzen
Schmerzen unb in hartnäckigen Fällen. Keine unangenehmer« Nebenwirkungen! Keine Gewöhnung! In allenApolh.M 1.24.
Cs wirkt prompt schmerzlö- senb, auch bei krampfhafter,
2:1 geführt hatten. Malecki (2) und E. Meng schossen die drei Trester.
Am Meilen tag gelang den Hannoveranern dann vor 20 000 Zuschauern einen 3:2- (2:1)-Sieg über den Landesmeister Belgrader SK. Malecki hatte die beiden ersten Tore geschossen und in der Schlußminute gelang E. Meng der Siegestreffer. Der Turnersieg siel an Jugoslawia, die am letzten Tag den Belgrader ASC. mit 2:1 besiegte.
Metze bester Mann in Braunschweig.
Mit dem Wettmeister Erich Metze am Stört war der Sieger der Braunschweiger Steherrennen um den Großen Maien-Preis auch gegeben. Wegen des regendrohenden Wetters hatten sich nur etwa 2500 Zuschauer ein gesund en. Der erste Lauf mußte beim 46. Kilometer abgebrochen werden, da die Bahn durch den Regen zu glatt geworden war. Dagegen konnte der zweite 50-Kilometer-Lauf durchgefahren werden. Sieger wurde Metze, der auch beim Abbruch des ersten Laufes an der Spitze gelegen hatte und in der Gesamtwertung überlegen mit 96,000 Kilometer vor dem Luxemburger Kraus mit 94,580 Kilometer, Mudau (Braunschweig) mit 93,600 Kilometer, Toni Merkens mit 92,550 Kilometer, Georg Stach mit 92,350 Kilometer und dem Leipziger Troitzsch mit 91,450 Kilometer gewann.
Vorrundenspiele
der Meden-Tenniskämpfe im Veich.
Brandenburg, Bayern, Nordmark und Mttelrhein.
An den Pfingstfeiertagen wurden die Vorrundenspiele der Meden-Tenniskämpfe an vier verschiedenen Orten durchgeführt. Von den sechzehn Gaumannschaften der Männer, die am Pfingstsonntag mit den ersten Begegnungen begannen, qualifizierten sich neben dem Titelverteidiger Brandenburg noch Bayern, Nordmark und Mittelrhein für die Zwischenrunde, die am 16. September durchgeführt wird.
In Frankfurt a. M. trafen die beiden stärksten Mannschaften bereits am ersten Tage zusammen. Etwas überraschend schaltete der Gau Bayern den Gau Südwest mit 5:4-Siegen knapp aus, während sich in der anderen Hälfte Baden mit 6:3 gegen Mitte durchsetzte. Im Endkampf behielten die Bayern dann gegen Baden überlegen mit 9:0-Siegen die Oberhand, und Südwest war mit 8:1 fünften argen Mitte im Kampf um den dritten Platz erfolgreich.
Recht schwer hatte es der Gau Mittelrhein in Stuttgart, der nur durch zwei 5:4-Erfolge zum Endsiege kam. Zunächst schaltete Mittelrhein Westfalen und bann Niederrhein aus. Württemberg unterlag in der ersten Runde 0:9 gegen Niederrhein und bann in der Trostrunde auch mit dem gleichen Ergebnis gegen Westfalen.
In Stettin hatte Schlesien in der Vorrunde schwer zu kämpfen, um Pommern 5:4 auszuschalten, während Nordmark sich 7:2 glatt gegen Ostpreußen durchsetzte. Den Endksmpf gewann Nordmark 6:3 gegen Schlesien. Den dritten Platz sicherte sich Pommern durch einen 6:3-Sieg über Ostpreußen.
Regengüsse unterbrachen die Kämpfe in Dr es • den am ersten Tage. 6:0 führte der Titelverteidi- ber Brandenburg ohne Satzverlust gegen Hessen, als starker Regen zum Abbruch zwang. Die Begegnung wurde dann nicht mehr fortgesetzt. Auch bas Vorrundenspiel Sachsen—Niedersachsen mußte beim Stande von 5:1 für Sachsen abgebrochen werden. Im entscheidenden Kampf setzte sich am Montag Brandenburg 6:3 gegen Sachsen durch, während die Niedersachsen durch einen schwer erkämpften 5:4-Sieg über Hessen auf den dritten Platz gelangten.
radschaft der Jungen zu verdanken: ältere Hitler- jungen retteten unter Aufwand der letzten Kraft ihre bereits ermatteten Kameraden. — Die ungewöhnlichen Stromverhältnisse haben an der dänischen Küste am gleichen Tage noch weitere Opfer unter Kajakfahrern und Badenden gefordert.
Zweifaches Todesurteil wegen Kindesmord.
Aachen, 27. Mai. (DNB.) Das Aachener Schwurgericht verurteilte die 23jährige Ehefrau Rosalie M e e f f e n und den 39 Jahre alten Andreas Elken Hans wegen Mordes in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung zum Tode. Die Angeklagten hatten im November v. I. den Entschluß gefaßt, die beiden Kinder der Eheftau im Alter von 5 und 18 Monaten zu beseitigen. Sie beschlossen, einen Zimmerbrand vorzutäuschen in der Hoffnung, daß dabei durch die Rauchentwicklung die Kinder er- sticken würben. Dieser Plan wurde nach eingehender Ueberlegung auch verwirklicht. Die Frau steckte die Wohnung in Brand, nachdem sie diese vorher noch abgeschlossen hatte. Als später Hausbewohner, durch den Rauch aufmerksam geworden, in die Wohnung einbrangen, waren beide Kinder bereits ersttckt.


