SJl.-tfport
Handball der Zeiertage im ASRL.-Kreis VIII.
Der Spielbetrieb in diesem Jahre an beiden Feiertagen ist nicht allzu stark ausgefallen. Wohl dürfte das Kreisspiel gegen den Kreis Marburg am 2. Feiertag in Allendorf ein Grund für die schwache Beteiligung sein.
1. Feiertag:
Atzbach I — Offenbach I. Atzbach hat sich für den ersten Feiertag einen größeren Gegner verpflichtet. Man wird gespannt sein, wie sich die Atz- bacher gegen diese Mansnchaft halten können. Schon verschiedentlich konnten die Gäste in unserem Kreise weilen und haben auch hier den besten Eindruck hinterlassen.
Niedergirmes I — SV. Rhenania Würselen I. Eine für uns unbekannte Mannschaft weilt in Niedergirmes. Eine Vorhersage für den Ausgang dieses Freundschaftsspieles ist durchaus unmöglich, da man nicht weiß, mit welcher Mannschaft die Gäste auswarten werden.
Dutenhofen I — $) o ch e lheim I. Dutenhofen hat für beide Feiertage Spiele auf eigenem Platze abgeschlossen. Hochelheim konnte erst am vergangenen Sonntage seine derzeitige Spielstärke mit einem Turniersieg unter Beweis stellen und wird auch zweiselos, in Dutenhofen eine gute Figur abgeben. Die Platzmannschaft sollte daher das Treffen nicht zu leicht nehmen.
Münchholzhausen I — Lützellinden I. Dieses Spiel sollte einen spannenden Verlauf nehmen. Schon oft standen sich beide Mannschaften mit abwechselnden Erfolgen gegenüber. Nach langer
Spielpause gelang es Münchholzhausen wieder eine Mannschaft ins Leben zu rufen, die aber trotzdem zweifellos stark genug sein sollte, den Gästen einen ebenbürtigen Gegner abzugeben.
Lang-Göns — Hörnsheim. Auch Lang- Göns hat sehr lange pausiert. Um so mehr ist es für diese Mannschaft anzuerkennen, wenn man sich gleich einen Gegner verpflichtet, dessen Name für Leistungen spricht. Zweifellos werden die Lang- Gönser einen schweren Stand haben.
2. Feiertag:
Dutenhofen I — Offenbach I. Offenbach weilt am 2. Feiertag in Dutenhofen. Man wird gespannt sein, wie die Gäste am Vortage in Atzbach abschneiden werden. Dutenhofen wird zweifellos den Gästen viel zusetzen und bemüht sein, ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen.
Beuern Igd. — 1 9 0 0 I g d. Gießen. Die 1900-Jungens fahren am 2. Feiertag nach Beuern und werden dort ein Freundschaftsspiel austragen. Wir glauben bestimmt, daß den Leistungen entsprechend die größere Spielerfahrung der Gießener für den Ausgang ausschlaggebend sein wird.
Handball: Klein-Linden (3gb.) — Beuern.
Am 1. Pfingstseiertag treffen sich in Klein-Linden beide Mannschaften zum Freundschaftsspiel. Beuern stellt eine spielfrohe Mannschaft, die schon öfters ihr Können bewies. Die Klein-Lindener werden sich gewaltig anstrengen müssen.
Kreis VIII Gießen - Kreis VH Mrburg.
Die Handball gemeinde des Kreises Gießen braucht sich über ein abwechslungsreiches Spielprogramm in diesem Jahre wirklich nicht zu beklagen. Zunächst waren es die Pflichtspiele, die außerordentlich spannend verliefen; daneben hat die erstmalig durchge- ührte Pokalrunde lebhaftes Interesse erweckt; chließlich konnte mit einer Reihe von Auswahl- vielen gegen benachbarte Kreise eine nicht unwesentliche Belebung erzielt werden. Eine Reihe von Werbeturnieren ließ deutlich das gesteigerte Interesse aller Kreise erkennen. — Doch damit noch nicht genug. Auch die verwöhntesten Anhänger sollen noch auf ihre Kosten kommen. Am 25. Juni wird der Gau Hessen gegen den Gau Mittelrhein in Gießen spielen. Zwischendurch gibt es em weiteres Uebungsspiel der Elf des Kreises Gießen, und zwar am 2. Pfingstfeiertaa in Allendorf (Lahn).
Wir haben bisher gegen die eifrigen Marburger von den vielen zum Austrag gekommenen Spielen nur einen kleinen Prozentsatz gewinnen können. Diesmal sollte es, wenn man die zur Aufstellung gekommenen Spieler durchsieht, anders kommen. Denn die Mannschaft des Kreises 'Gießen, in der abermals eine Reihe junger Nachwuchskräfte berücksichtigt wurde, sollte in der Lage sein, die augenblickliche Starke der heimischen Handballer zu repräsentieren.
Da ist zunächst Altmann im Tor, der schon oft seine Klasse unter Beweis stellen konnte. Mit E. Luh und Jung stehen zwei erfahrene Verteidiger zur Verfügung, die in ihren Abwehraktionen sicherlich durch die Läuferreihe, die kaum besser gestellt
werden kann, unterstützt wird (Michel, Allendörfer und Ulm). Das Glanzstück der Elf sollte auch diesmal wieder der Sturm sein, der in der Besetzung Will, Viehmann, Schäfer, Jakobi und Weber für eine Anzahl Tore sicher ist. An der Zusammenarbeit der einzelnen Mannschaststeile ist nicht zu zweifeln, weil es sich zwar um Einzelkönner aus verschiedenen Vereinen handelt, die aber auch in der Mannschaft wissen, worum es geht.
Entscheidung im Aufstieg zur Gauklasse.
Um den Aufstieg in die Gauklasse sollte normalerweise am Sonntag die Entscheidung fallen, wenn nicht die eine oder andere Mannschaft abermals für eine Ueberraschung sorgt. An und für sich ist die Frage nach dem Aufstieg wieder vollkommen offen, nachdem Kirch-Göns am letzten Sonntag verloren hat. Gewinnt diesmal .Hörnsheim und sollte es möglich sein, daß auch Hanau in Kirch-Göns die Oberhand behält, so stehen sich beide Gegner gleich. Das gleiche gilt auch, wenn Hörnsheim mit seiner Anfechtung des Rück|pieles gegen Kirch-Göns Glück hat. Das alles aber sind Vermutungen, die sich zwar anstellen, selten aber verwirklichen lassen.
„Barbara" wird naturgemäß ihren Ehrgeiz darin sehen, nach dem Spitzenreiter nunmehr auch den Tabellenzweiten zu schlagen. Ob damit Hörnsheim allerdings so ohne weiteres zufrieden sein wird, möchten wir bezweifeln, weil ja gerade von diesem Spiel sehr viel abhängen wird. Uebrigens hat Hörnsheim noch einmal seine stärkste Vertretung zur Stelle, so daß es dieses Plus schon auswerten • wird.
Spielen ihre ausgezeichnete Form unter Beweis stellten. Die Einheimischen treten zwar dem großen Gegner mit gemischten Gefühlen gegenüber, da sie Textor, Schäfer und Väth ersetzen müssen. Diese Lücken sind aber sehr gut ausgefullt, so daß man schönen Fußball auf dem Sportplatz an der Rmds- mühle zu sehen bekommen sollte.. Die Spielveremi- gung wird durch folgende Elf. vertreten: Krick; Drücket, Velten; Faber, Brunotte, Spehrer; Martini, Arnold, Häuser, Funk und K. Laux.
Die 2. Mannschaft der Spielvereinigung empfangt vor dem Spiel der „Ersten" die Reserve von Oberursel und hat wohl keine Chance, die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen.
Spiele für den 1. Feiertag stehen vor dem Abschluß.
Heenes — Sportgemeinde Steinbach.
Am 2. Pfingstseiertag fährt die 1. Mannschaft der Sportgemeinde Steinbach zu einem Freundschaftsspiel nach Heenes über Hersfeld. Das Vorspiel in Steinbach konnte der Gastgeber knapp mit 3:1 gewinnen. Da die Elf von Heenes eine gleichwertige Mannschaft ist und den Vorteil des eigenen Platzes hat, wird es Steinbach schwer fallen, einen Sieg mit nach Hause zu nehmen.
eich I. — Burgsolms I. (1. Feiertag)
Für die beiden Feiertage haben sich die Rasen- spieler, nachdem das Rückspiel in Mühlheim (Main) verschoben werden mußte, zwei spielstarke Mannschaften nach Lich verpflichtet. Am ersten Feiertag empfangen die Grün-Weißen Burgsolms I. lieber die Gäste viel zu sagen, erübrigt sich, da die Hiesigen die Gäste schon im letzten Jahr anläßlich der Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse als eine kampfstarke Mannschaft kennen lernten, die beide Male die Grün-Weißen schlagen konnte. Wenn es auch damals den Gästen nicht gelang, die Aufstiegsspiele erfolgreich zu beenden, so gelang der Elf doch dieses Jahr der große Wurf. Die großartigen Leistungen, die die Burgsolmser in diesen Spielen zeigten, lassen für das bevorstehende Freuädschaftstreffen einen großen Kampf erwarten.
Lich I. — Klein-Linden I. (2. Feiertag)
Am zweiten Feiertag erwarten die Rasenspieler die Erste von Klein-Linden, die gleich den Grün- Weißen die Verbandsspiele mit einem vorderen Tabellenplatz beenden konnte. Die von den Gästen in letzter Zeit erzielten Ergebnisse lassen auch hier ein interessantes Treffen voraussagen.
Beide Vereine werden ebenfalls ihre Jugendmannschaften mitbringen, so daß den Jugendlichen der Nasenspieler einmal Gelegenheit gegeben ist, gegen starke Gegner ihr Können unter Beweis zu stellen.
Garbenleich I.—Detriebsmannschaft Voschwerke Frankfurt a. 7N. I.
Für den zweiten Feiertag hat sich die erste Mannschaft der Sportgemeinde Garbenteich die gleiche der Boschwerke Frankfurt a. M. verpflichtet. Der Mannschaft aus Frankfurt geht ein guter Ruf voraus, Unterlagen sie erst vor 14 Tagen gegen die spielstarke Bezirksliga-Elf von Massenheim nur mit 3:2 Toren. Garbenteich hat auch seine stärkste Waffe zur Stelle und wird dem Gegner den Sieg nicht leicht machen. Man rechnet mit einem interessanten Kampf, dessen Ausgang nicht voraus
zusagen ist. Die Mannschaften treten in folgenden Aufstellungen ah: .
Frankfurt: Beckert; Gering, Raufenbarth; Mollock, Kraft, Meier; Ächtender, Kirchheim, Stelzer, Balzer, Strörer.
Garbenteich: Stumpf O.; Stern, Mohr; Stumpf K., Weigel, Stumpf E.; Becker $)., Stumpf W., Kling, Becker L., Panzer.
VfB.-R.-Jugendfuhball.
Die 1. Jugend folgt einer Einladung nach Her-. born-Burg, um dort an einem Jugendturnier teilzu-' nehmen. Dieses Turnier nimmt die beiden Feiertage in Anspruch. Stärkster Gegner ist die 1. Jugend- mannschäft von „Fortuna" Düsseldorf, die auch wahrscheinlich dieses Turnier gewinnen sollte. Wei-
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tere gute Gegner sind: Ballspielclub Köln, Tuspo. 1919 W.-Dohwintel bei Köln, Sportverein Eibelshausen bei Köln, Sinn, und andere Vereine. Die Grünweißen werden sich daher mächtig anstrengen müssen. Die Mannschaft wird in ihrer besten Besetzung antreten. Wenn es auch nicht zu einem Siege reichen sollte, so hofft man doch auf einen guten Platz.
Die 2. Jugend tritt am 1. Feiertag in Göbelnrod an, um dort gegen die 1. Jugend zu spielen. Wenn auch diese Jugendmannschaft am Sonntag auf dem Waldsportplatz von der 1. Jugend mit 8:0 geschlagen wurde, so dürfte es für die 2. Jugend doch kaum zu einem Siege reichen. Die Gastgeber stellen eine körperlich starke Mannschaft ins Feld.
Arn 2. Feiertag trifft die 2. Jugend auf Oppen« rod. Jin Vorspiel blieben die Grünweißen in Gießen nach recht gutem Spiel mit 4:0 Sieger.
Jahreshauptversammlung im Turnverein Wißmar.
Der Turnverein Wißmar hielt im Vereinslvkal Wolf feine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Hermann begrüßte die Mitglieder und gedachte dann der verstorbenen Kameraden des vergangenen Jahres. Der Kassenbericht wies einen kleinen Ueberschuß auf. Die sportliche Tätigkeit war im vergangenen Jahre nicht so lebhaft, wie es wünschenswert wäre. Turnbetrieb wurde nicht aufrechterhalten. Auch das Handballspiel wurde nicht gepflegt. Die Abteilung Fußball entfaltete dafür eine umso regere Tätigkeit. Durch Eintritt neuer Lehrkräfte erhofft man sich nun eine Hebung des Turnbetriebs. Im Verlauf der Versammlung wurde der seitherige Vereinsführer Hermann wiederge- wählt. Kassierer Z o tz m a n n schied aus. Der Vereinsführer dankte ihm für seine Tätigkeit und berief den Kameraden W. Feldmann als Rechner in den Vorstand. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet die jKameraden A. Klinkel, K. Stroh, W. Frey, K. Win- 1 ter, W. Klar, K. Drommershausen und H.'Mandlerv
Berge, Menschen und Wirtschaft der Ostmark.
Eine Ausstellung am Kaiserdamm in Berlin.
Von unserer Berliner Schrifileiiung.
Wdaü an den Pfingst-Feiertagen.
1860 Hanau in Steinberg.
Ein wichtiger Kampf um den Aufstieg zur Gauklasse.
Mit größter Spannung sicht der gesamte Sportkreis Gießen diesem Treffen entgegen. Das Spiel bedeutet eine Vorentscheidung für den Aufstieg. Gewinnt Hanau, dann steht der Meister so gut wie sicher fest Sollte es jedoch den „Teutonen" gelingen, die Oberhand zu behalten, dann ist die Lage noch vollkommen offen.
Die Gäste aus Hanau verfügen über eine erstklassige Elf. Technisches Können, gepaart mit äußerstem Einsatz und Entschlossenheit verleihen der Esf die Kraft, um auch gegen schwerste Gegner mit Erfolg zu bestehen. Glanzpunkte der an sich so einheitlichen Elf sind der linke Verteidiger und der Linksaußen.
Für die „Teutonen" steht also morgen alles auf dem Spiel. Diese Tatsache sollte eigentlich jedem einzelnen die Erkenntnis bringen, alles Können und Körpereinsatz in die Waagschale zu werfen. Es gilt, die letzte Gelegenheit auszunutzen.
Nachdem die Umstellung der Mannschaft sich gegen Worms und in Vilbel so glänzend bewährt hat, hofft man auch, daß dies morgen wieder der Fall ist. Abwehr und Läuferreihe werden wohl die schwerste Arbeit zu verrichten haben. Ein großes Pensum wird wieder Heinzemann zu leisten haben, der den gefährlichen und überhaupt besten Stürmer zu halten hat. Bei der augenblicklichen Form des Steinberger rechten Läufers dürfte dem Gästc- Linksaußen jedoch nicht allzu viel Entfaltungsmöglichkeit geboten werden. Im Sturm der „Teutonen" wird es in der Hauptsache darauf ankommen, wie sich das gegenseitige Verstehen gestaltet. Klappt es, dann dürfte auch die an sich erstklassige Gästeabwehr manchmal vor eine schwere Aufgabe gestellt werden. Der Kampf muß als offen angesehen werden. Die Tagesform wird entscheiden und damit der einen ober anderen Elf den Weg zum Aufstieg ebnen. Der gesamte Sportkreis würde es jedoch begrüßen, wenn endlich einmal ein Vertreter unseres heimischen Bezirkes in die Gauklasse aufrücken würde.
tim die Gebietsmeiskerschost im Fußball
Sv. Langendiebach (Bannmeister Hanau) gegen Spvgg. 1900 Gießen (Bannmeisler Gießen).
Gleich zu Beginn der Spiele um die Gebietsmeisterschaft des Gebietes Hessen-Nassau treffen die Blau-Weißen auf einen der stärksten Gegner. Die Langendiebacher, die Vereinen wie Hanau 93 das Nachsehen gaben, spielen einen sehr schnellen und einen technisch schönen Fußball. Die Blau-Weißen dagegen setzen ihren ungeheuren Kampfgeist und nicht zuletzt setzen auch sie ihre technischen Feinheiten entgegen, die manchen Zuschauer der letzten Spiele begeistern konnten.
Langendiebach hat den Vorteil des eigenen Platzes,
und ihr fußballbegeistertes Publikum wird - ihnen zur Seite stehen, während die Blau-Weißen auf ihre erst kürzlich errungenen Ergebnisse bauen und dadurch mit dem vollsten Einsatz kämpfen werden. Wie der Kampf ausgehen wird, ist nicht voraus- zusagen.
Am ersten Pfingstseiertag tritt die 2. Jugend eine Reise nach Ober-Widdersheim an, um gegen die dortige 1. Jugendmannschaft ein Freundschaftsspiel auszutragen. Die Elf wird alles versuchen, um zu einem Siege zu gelangen, der allerdings bei den körperlich haushohen Gastgebern erst erkämpft werden muß.
Die 3. Jugendmannschaft hat sich für beide Feiertage zwei gute Gegner verpflichtet, Rodheim und Großen-Buseck! Der Zweck beider Spiele ist, den Jüngsten der Blau-Weißen die nötige Spielerfahrung beizubringen. In Rodheim dürfte ein Sieg leichter fallen als in Großen-Buseck, denn Großen- Buseck ist ein Gegner, der bis zur letzten Minute um den Sieg kämpft und die längere Spielerfahrung hat.
„Kewa" Wachenbuchen - 1900.
1900 kommt am 2. Pfingstfeiertag einer Rücksviel- verpflichtung in Wachenbuchen nach. Welche Aufgabe den Blauweißen hier bevorsteht, braucht wohl nicht näher aufgeführt zu werden, denn durch die Zugehörigkeit zur Gauliga ist die Leistungsfähigkeit der Vereinigten klar ausgezeichnet. Der Umstand, daß in diesem Jahre sich der Abstieg eingestellt hat, ist dabei nicht ausschlaggebend, wofür der Beweis spricht, daß sich „Kewa" bis jetzt im Pokalwettbe- merb erfolgreich durchsetzen kannst. Hierzu gehört wohl mehr als eine einmalige Leistung. Die Blau- weißen müssen jedenfalls mit allem Ernst bei der Sache sein. An eine Wiederholung des Vorspielsieges ist dabei nicht zu denken. Die voraussichtliche Mannschaftsaufstellung wird wohl Fischer, Pankok (2/116), Lippert (2/116), Krämer, Quick, Schäfer, Schellhaas 2/116), Rensing, Löbsack, Hormel (2/116), Heuser lauten,
Heuchelheim — Rodheim a. d. B.
Die 1. Mannschaft empfängt Rodheim am ersten Feiertag und wird alles daransetzen, die am Vorsonntage auf dem Rodheimer Waldsportplatz erlittene Niederlage wieder wett zu machen. Die Blauen treten in folgender Aufstellung an: Müller, Schmidt E., Mandler A., Hofmann O., Waldschmidt A., Weller W., Freitag Fr., Schmidt W., Christ A., Henkelmann L., Steine! Hans.
Spvgg. 1926 Leihgestern I — FC. 04 Oberursel Liga.
Für den 2. Feiertag hat sich die Spielvereinigüng die Ligaelf des FC. 04 Oberursel zum fälligen Rückspiel verpflichtet. Das Vorspiel endete unentschieden 1:1. Die Gäste, die an Pfingsten mit ihrem vorzüglichen Mittelstürmer Leipold antreten, spielen einen ausgezeichneten Fußball, müssen sich aber trotzdem anstrengen, wenn sie einen Sieg mit nach Hause nehmen wollen, da die Blau-Weißen in den letzten
Berlin, 26. Mdi. (DNB.) Die Ostmark veranstaltet unter der Schirmherrschaft Hermann Görings eine Schau, die in der Masurenhalle in Anwesenheit der Reichsminister Graf Schwerin von Krosigk und Dr. Seyß- Jnquart, der Staatssekretäre Keppler, Pfundtner, Dr. Syrup und Dr. Stuckart sowie zahlreicher weiterer Ehrengäste eröffnet wurde.
Die große Ausstellung „Berge, Menschen und Wirtschaft der Ostmark" — sie umfaßt einen Raum von 25 000 Quadratmeter in den Ausstellungshallen am Berliner Funkturm — ist entstanden aus einer kleineren Ausstellung, die die bildenden Künstler der Ostmark schon zu den Zeiten des alten Systems geplant hatten. Sie wollten die Werke lebender Künstler in Berlin zeigen und so eine Verbindung wieder anknüpfen, die jahrelang durch eine unnatürliche Politik unterbrochen worden war. Nachdem die Ostmark durch die weltgeschichtliche Tat des Führers wieder zum Reiche heimgekehrt ist, ist diese Kunstausstellung, die eine Demonstration sein sollte, nun der Keim dieser großen und umfassenden Schau geworden, in der die Ostmark ihr Werden und Wesen der Reichshauptstadt darstellt. Wie aber hat man es vermocht, so verschiedenartige Gebiete wie Kultur und Industrie, Landschaft und Forstwirtschaft, Handwerk und Wissenschaft dem Besucher ausstellungsmäßig nahezubringen?
Trachten und Brauchtum haben sich in der Ostmark dank der natürlichen Geschlossenheit der Gebiete ursprünglicher erhalten als ctroa in Norddeutschland; davon kündet ein Saal, dessen Wände mit Darstellungen der Hochzeitsbräuche, der Perchtenumzüge, des Erntesegens bedeckt sind, während daneben die Masken und Trachten aufgestellt sind, die bei diesen Gelegenheiten getragen wurden, und das seltsam geformte Gebäck ausgelegt ist, das man zu solchen Festen herstellt. Eine jahrhundertealte Weinpresse aus altersschwarzem Holz trägt den Duft echter Bodenständigkeit in den Raum.
Wem ist gegenwärtig, welche Erfindungen und Entdeckungen die Welt den Ostmärkern verdankt? Der Baumeister Fischer von Erlach stellte 1723 die erste Dampfmaschine außerhalb Englands auf, Josef Resset erfand die Schiffsschraube, der Tiroler Mitterhofer die Schreibmaschine, Madersperger aus Kufstein die Nähmaschine, Wilhelm Kretz baute eins der ersten Flugzeuge, das Gasglühlicht Auer von Welsbachs ist weltbekannt geworden, und so gibt es noch zahllose Persönlichkeiten, die der Zivilisation um ein Stück vorwärtsgeholfen haben: sie sind alle vertreten durch Bildnisse, durch ihre ersten Maschinen, durch ihre Veröffentlichungen und Manuskripte, also durch solche Dinge, an denen sie selbst gearbeitet haben — man empfindet den starken Reiz des Originalen, wie er auch von den Geräten im Münchener Deutschen Museum ausstrahlt.
Der geographische Raum, der bisher Oesterreich hieß, hat seit dem März 1938 den ehrenvollen Namen Ostmark erhalten, weil mit dem Begriff der „Mark" der des Grenzwalls und Bollwerks verbunden ist. Wie die östliche Mark ihre natürliche Aufgabe, Wall gen Osten zu sein, durch die Jahrhunderte erfüllt hat, zeigt ein Saal, der einem Zeughause gleicht. Wunderschöne Rüstungen und kostbar geschmiedete Renaissance-Panzer erinnern an die großen F e l d h e r r e n, die ihr Leden für die deutsche Sendung der Ostmark einsetzten; erinnern an die Türkenkriege, an deutsche Kolonisten im Donauraum, an den Tiroler Freiheitskampf Andreas Hofers, an die Schlacht von Aspern, an die Kämpfe also, die der südöstliche Raum für das Deutschtum siegreich bestanden hat, und sinngemäß endet diese ruhmvolle geschichtliche Entwicklung mit der Büste des Führers; sie steht in einem tempelartigen Aufbau, dessen Wände mit Panoramen von Braunau und Linz, in Glasmosaik ausgeführt, geschmückt sind.
Alle diese einzelnen Zusammenstellungen, die sich ungezwungen zu einem großen Eindruck verflechten, sind eingebettet in den unendlichen Reichtum der ost märkisch en Landschaft zwischen Bodensee und Neusiedlersee. die hier auf Gemälden oder gewaltigen, die Wände bedeckenden Photomontagen in ihrer ganzen Mannigfaltigkeit sich offenbart und mit immer neuen und überraschenden Erscheinungen an den Besucher herantritt. Zugleich auch entfalten sich die herrlich st en Blüten der Baukunst, die Dome und Kirchen, die Klöster und Stifte, dis Schlösser und Gärten, und zumal der Norddeutsche empfindet neidvoll das Helle, heiße Licht der südlichen Sonne, die auf den weißen Mauern' der Barockbauten liegt, und wird wieder ergriffen vom Zauber dieser Landschaft, deren Wesen Musik ist. Mozart, Haydn, Schubert, Gluck, Strauß, Lanner, Bruckner — daß sie in dieser Landschaft geschaffen haben, davon künden heute wieder ihre Instrumente, Partituren, Theaterzettel. Und was Wien für die deutsche Theatergeschichte bedeutet hat, davon erzählt eine Nische mit Erinnerungen an die alte Wiener Theaterkultur, an Friedrich Hebbel und an Grillparzer, an Nestroy und Ferdinand Raimund.
„Wiener Spezialitäten" enthalten jene Hallen, in denen die Wiener Firmen allerlei kunstgewerbliche und modische Dinge „für d i e Damen" ausgestellt haben. Zu diesen Spezialitäten gehören auch das neue Wiener Caf6 und das Weinschlötzchen am Terrassengarten, auf dessen grüner Fläche Tanzvorführungen und gymnastische Uebungen gezeigt werden. Das alles rundet sich, im Ganzen betrachtet, zu einer Schau, in der sich auf dem breiten Fundamente des Landschaftlichen ein groß geschautes Bild der Ostmark und ihrer Menschen erhebt. Der Besucher wird hier nicht nur „einiges Interessante" zu sehen haben — er wird diese Ausstellung mit einer sehr klaren Erkenntnis der schicksalsvollen Notwendigkeit verlassen, daß das alte Oesterreich, dessen Entwicklung der unseren so oft zuwiderlief, nun endlich für immer seinen Weg mit dem großen deutschen Reich vereinigen mußte.
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