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Donnerstag, ?7.April (939

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

98 Zweites Blatt

Feierliche Einweihung des Heeresstandorl-Lazaretts Gießen

dem Gruppenarzt 6,

Generalarzt Dr. N e m u s

t l sollet Tätigkeit, sie beftimmen oen wang ver Mcichinen, sie sorgen dafür, daß die gefesselte Straft

Oberfeldarzt

Lazaretts,

Höchstleistung vollbringt.

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Lied der Arbeit verstummt. Doch dann

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Neu- und Erweiterungsbauten für die U niversität Gießen in Angriff genommen

ihm der Kommandierende General des IX. Armee­korps, General der Ar­tillerie D o l l nt a n n.

Rechts unten: Der Schlüssel für das Laza­rett.

(Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.)

der dos hützt tlech- ist in ]ben.

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iu-r und Verkäuferinnen ihre Kunden bedienen.

>eiL)mnibusführer kann nicht darauf ochthaben, er

In feiner Uebernahme-Anfprache betonte Oberfeld­arzt Dr. Strenger, daß er sich voll dessen be­wußt sei, was diese Uebernahme für ihn selbst und für seine Mitarbeiter bedeute, toie bedeute die heilige Verpflichtung, jederzeit die ganze Kraft und das ganze Können einzusetzcn für das Wohl der anoertautcn, in ihrer Gesundheit geschädigten Kame­raden. Dann sagte er allen denen, die ihre Arbeits­kraft in den Dienst dieses stolzen Werkes stellten, herzlichen Dank. (5r dankte dem Baumeister W i e t h für den Einsatz seiner eisernen Energie und seiner hervorragenden Fachkenntnisse, seinen Mitarbeitern für nimmermüden Eifer, er dankte dem Heercs- verwaltungsamt im Oberkommando des Heeres, der Wehrkreisverwaltung Kassel, dem Heeresbauamt und seinem früheren Leiter Regierungsbaurat E i s e n h a r d t, der Heeresstandortverwaltung, be­sonders auch dem Oberbürgermeister unserer Stadt, den Unternehmerfirmen, den Künstlern und vor allem den Arbeitern der Faust. Er dankte ferner dem Heeres-Sanitäts-Jnspekteur, Generaloberstabs­arzt Professor Dr. Waldmann, für die Möglich­keit. daß er. der Redner, selbst aktiv Jjabe Mit­arbeiten können. In Dankbarkeit und Freude ge­dachte er ferner des Entgegenkommens des Ober-

für das Wirken an dieser modernen und zeit­gemäßen Stätte, schloß Oberstarzt Dr. Wolke- witz seine Ansprache. Mit dem Gedenken des Führers und dem Gesang der Lieder der Nation fand die würdige Feiner ihren Abschluß.

Gang durch das Lazarett.

Im Anschluß an die Feier nahmen sämtliche Gäste an der Führung durch das Lazarett teil und nahmen mit großem Interesse die Fülle der Ein-

Dr. Strenger, mittelbar links

^Herrlich erfrischend

gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend. Sroße Tube 40 21, kleine Tube 25 2/.

Das Modell für den Erweiterungsbau der Msdizinischen Klinik. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

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mann5 Aufgabe fei, die ganze Kraft für das Wohl der anvertrauten kranken Kameraden einzusetzen. Mit Worten des Dankes für bisherige vorbildliche Mitarbeit und mit besten Wünschen für eine zu­künftige segensreiche Tätigkeit, sowie mit einem Ge­denken des Führers schloß er seine Ansprache. So­dann wurde am Eingangstor, wie auch an den Fahnenmasten, auf den Dächern die Reichskriegs- fahne gehißt.

Empfang der Gäste.

Arn frühen Nachmittag und pünktlich zur vorge­sehenen Zeit trafen die zahlreichen Gäste ein, die durch ihr Erscheinen ihr lebhaftes Interesse an die­ser zeitgemäßen und humanen Einrichtung der Wehrmacht bekundeten. Neben den hohen Offizieren der Wehrmacht, neben den Vertretern der Partei und ihrer Gliederungen, fanden sich viele Gäste aus dem Kreise der staatlichen und kommunalen Behör­den ein. Zahlreiche Dozenten aus dem Kreise der Landesuniversität nahmen Anteil. Oberfeldarzt Dr. Strenger, der Chefarzt des Heeresstandortlaza­

retts hieß sie zunächst in der edel gestalteten Ein­gangshalle willkommen.

Oie $eier.

Die Feier der Einweihung des Heeresstandortlaza- retts fand in der prächtig mit frischem Grün und vielen Blumen geschmückten Feierhalle statt, die von den Gästen bis auf den letzten Platz besetzt war. Nach einem feierlichen Musikvortrag des Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 (Leitung: Stabsmusik­meister Krieg) hieß der Chefarzt, Oberfeldarzt Dr. Strenger die Begrüßungsansprache. Sein besonderer Gruß galt dem Kommandierenden Gene­ral des IX. Armeekorps, General der Artillerie D o l l m a n n , dem Korpsarzt des IX. Armeekorps,

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Gmunal im Jahre aber kommt der Tag, an dem tue das Lied der Arbeit verstummt. Doch dann (ittlmgcn die Geigen der Freude, und sie jubeln i ml jauchzen nur deshalb, weil sie dem Lied der Slirli-it zum festlichen Ehrentag singen. H. W. Sch.

gleichen Form er ft e I) en, in der er s i ch im Modell d a r b i e t et. Unser Bild zeigt das Modell! Die Grundsteinlegung für diesen Erweiterungsbau der Medizinischen Klinik wird in feierlicher Form Mitte Mai stattfinden.

Neben den Vorarbeiten für den Erweiterungsbau der Medizinischen Klinik wurden auch die ersten Arbeiten für die Verwirklichung der An-, U m - und Erweiterungsbauten für die Chirurgische Veterinärklinik begonnen. Auch bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein größeres Projekt. Das jetzige Gebäude der Chirurgi­schen Veterinärklinik wird um ein Stockwerk er­höht. Es entstehen ein Hörsaal und mehrere Samm­lungsräume. Außerdem wird im unmittelbaren An­schluß an den Hauptbau ein Stallanbau erstellt, wie er sich noch seinem Umfang ans den gegenwärtigen und zu erwartenden Bedürfnifsen ergibt. Außerdem werden einige Wohnungen erstellt

Die Neubauten, die Um- und Erweiterungsbau­ten, die nun in den nächsten Monaten entstehen, werden sicherlich dazu beitragen, unserer Universität zu weiterem Ansehen weit über den Kreis un­serer hessischen Heimat hinaus zu verhelfen.

Zu unseren Bildern:

Nebenstehend: Die

Gäste besichtigen von einer Terrasse aus die großartigen architektoni­schen Linien des Laza­rettbaues. Im Vorder­grund der Chefarzt des

ln Gefahr, allen nach

lis Lied der Arbeit summt in den gewaltigen Uri ten der Ueberlandleitungen, es singt in dem Grolnbcn Feuer unter großen Kesselanlagen, es cssklngt aus dem eintönigen Lärmen der Feldbe- c icbt tungsmaschinen, und es ist auch dort vernehm- l qi wo in der Stille des Büros die Schreibfeder i b< Mktenbogen gleitet. Es ist ein Lied, das bald l in und anfeuernd klingt, bald leise wie ein gluck- jeuhr Wiesenbach rauscht, und doch plötzlich wieder Lire wollen Akkorde einer lebensfrohen Weise an- jjftyqt. Aber bei aller Vielfältigkeit des Ausdrucks 1 intiber Tonlage bleibt die Grundmelodie dieselbe: (15 it ein ehernes Lied, wie es seinesgleichen nicht II®

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ridjtungen in Augepschein. Man hörte manches Wort der Bewunderung, das nicht nur den Einrich­tungen galt, sondern auch den großartigen architek­tonischen Formen und den künstlerischen Leistungen, denen man auf Schritt und Tritt begegnete.

Das Lazarett.

lieber das Lazarett, seine Gestaltung und seine Einrichtungen hatten wir bereits, in unserer Aus­gabe vorn Donnerstag, 16. März, in Wort und Bild ausführlich berichtet. Im Nachstehenden geben wir einen gedrängten Ucberblid', über das Lazarett und feine Einzelheiten, soweit sie der Ergänzung des damaligen Berick)tes dienen können.

Baugeschichke Architektur.

Im Jahre 1935 wurde mit der Ausarbeitung des Dorentwurfs begonnen. Die (Enteignung des Bau­geländes wurde im November 1936 durch geführt. Wegen der kurzen Bauzeit wurden die Arbeiten des Hauptgebäudes in einzelne Abschnitte zerlegt und vergeben. Am 6. August 1937 fand das Richtfest statt. Die erste Teilbelegung erfolgte im Februar 1939. Die gesamte Bauzeit betrug 2Vs Jahre.

Die Gesamtanlage besteht aus dem Hauptge­bäude mit dem Dorderflügel, Verbindungsbau und Bettenbau, aus dem Wirtschaftsgebäude und der Waschanstalt zu beiden Seiten des Vorderflügels, mit dem sie die Anfahrt rahmen, aus dem Kapel­lenbau, einer Fahrzeughalle und dem projektierten Gewächshaus im westlichen Hintergelände und aus dem Beamtenwohnhaus und einem weiteren pro­jektierten Dienstwohngebäude im östlichen Hinter­gelände. Der breitentwickelte, nach Süden gerichtete Bettenbau nimmt die Hauptmasse des Gebäudes ein. Er ist gegliedert in einen Mittelbau und den bogen- l'örmig geschwungenen vorgelagerten Seitenflügeln. Sonnenterrassen und Balkons stellen die notwendige Verbindung sämtlid)er Geschosse mit Luft und Sonne he»

Die Gartenanlage wird erst in einigen Wochen zur Geltung kommen. Rosen und Koniferen werden die Fläche vor dem Haupteingang beleben. Auf der

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Generalarzt Dr. Meyer, dem Divisionsarzt der 15. Division, Oberstarzt Dr. Blum, dem Vertreter des Reichsstatthalters, Kreisleiter Backhaus, dem Vertreter des Standortältesten, Major B a ch e l in, ( den Kommandeuren des Standorts Gießen, dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen, Ritter, dem Rektor der Universität Gießen, Professor Dr. Seifer und der Professorenschaft der Universität und der benachbarten Universitäten. Sein Gruß galt nicht weniger Herzlid) dem Vertreter des Heeresver­waltungsamtes im Oberkommando des Heeres, Mi­nisterialdirektor Z i e s s e n i s, ferner den Vertre­tern der Wehrkreisverwaltung Kassel, des Heeres- bauamtes Gießen, der staatlichen und städtischen Behörden, des Deutschen Roten Kreuzes, der Aerzte- schaft der Stadt Gießen, den beiden Standort­pfarrern, der Schwesternschaft und der Presse. In Worten der Dankbarkeit sprach er von der lebhaften Unterstützung, die der Bau des Lazaretts durch alle beteiligten Stellen erfahren habe, er sagte beson­deren Dank dem Oberbürgermeister unserer Stadt für tatkräftige Unterstützung und er gab außerdem dem Wunsche Ausdruck, daß die Vertreter der Wis­senschaft in gleicher Weise, wie das bisher der Fall war, die Arbeit des Lazaretts in kameradschaftlicher Verbundenheit unterstützen.

Im weiteren Verlauf der Feier sprad) dann Regierungsbaurat Eifenhardt als ehemaliger Amtsvorstand des Heeresbauamtes Gießen, um im Gefühl der Freude und der Genugtuung das Ge­bäude feiner Bestimmung zu übergeben. In wenigen Sätzen schilderte er die Entwicklungsgeschichte des Lazarettbaues, 'für das in Tag- und Nachtschichten die Pläne gezeichnet wurden, er schilderte die auf- tauchsnden mannigfachen Schwierigkeiten, er sprach vom ersten Spatenstich im November 1936, vom Richtfest im August des Jahres 1937, von der Not­wendigkeit der energischen Bauführung und der möglich gewordenen ersten Belegung im Februar des Jahres 1939. Er sprach ferner von der dank­baren und fdjönen Aufgabe, die Bauten mit künst­lerischem Schmuck zu versehen, und gab schließlich seiner großen Freude über das vollendete Werl Ausdruck. Worte des Dankes galten allen denen, die mithalfen, das Werk zu vollenden, besonders den Kameraden der Faust, den Behörden und Dienststellen, feinen engeren Mitarbeitern, insbeson­dere aber dem Bauleiter Wieth; er gedachte ferner der kameradschaftlichen Zusammenarbeit mit Oberfeldarzt Dr. Strenger und dann des Füh­rers Adolf Hitler, der uns allen das Leben wieder schön und lebenswert gestaltet und uns die Liebe zur Arbeit wiedergegeben habe. Nun träten alle, die an dem Werk mitgearbeitet haben, in das Namenlose zurück. Ihr Wunsd) aber fei es, daß sich alle, die jetzt in den Bauten zu wirken beauftragt feien, Helfer an der Gesundheit unserer Soldaten sein möchten.

Oie Schlüsselübergabe.

Im Ansck)luß an seine Worte übergab Regierungs­baurat Eisenhardt dem Chefarzt des Hauses den schönen, künstlerisd) ausgeführten Schlüssel zum Lazarett, den Oberfeldarzt Dr. Strenger mit herzlichen Worten des Dankes entgegennahm. Der Schlüssel zeigt die .Sinnbilder der Heilkunst, den Aeskulapstab, die Schale und die züngelnde Aesku- lapschlange.

Oie Uebernahme.

Nack) einer langen und schweren, aber mit außer­ordentlicher 'Energie geleisteten und ungemein viel­seitigen Arbeit, konnte gestern nachmittag das neue große Heeresstandort-Lazarett Gießen seiner Be­stimmung übergeben ,werden. Die Ucbergäbe fand in feierlicher Form und in Anwesenheit vieler Gäste statt. Der Feier ging am Vormittag eine

Fiaggeichissung.

voraus, zu der Offiziere unseres Standorts, Aerzte und die Sanitätsstaffel angetreten waren. Oberfeld­arzt Dr. Strenger hielt eine kurze Ansprache, in der er die hohe Bedeutung des Tages würdigte. Er wies darauf hin, daß die Uebernahme des Hau­ses für alle, die darin zu wirken bestimmt seien, eine heilige Verpflichtung bedeute und es jeder­

lei ihm sind Straßenbahnführer und Lokomotiv- . hfrjr pflichtgemäß am Werke. Aber wohin sie ihre ?|ilcti)inen auch führen: überall tönt ihnen das Lieb ^rülrbeit entgegen.

bürgermeifters und der Landesregierung dafür, daß die beiden Z u g a n g s st r a ß e n nach dem Namen zweier hervorragender Persönlich­keiten auf dem Gebiete des Heeres- Sanitätswesens (es sind die Namen Otto von Schjerning, des genialen Organisators des Kriegs-Sanitätswesens, und Karl Franz, des schöpferischen Reorganisators des Heeres-Sani- tätswesens des 100 000 - Mann - Heeres) benannt werden konnten. Abschließend gcbadjte auch Ober­feldarzt Dr. Strenger des Führers Adolf Hitler als des größten Baumeisters oller Zeiten und Volker.

Festansprache.

Die Festansprache hielt der Divisionsarzt der 9. Division Oberstarzt Dr. W o l k e w i tz. Er kenn­zeichnete den Bau und die Vollendung des Heercs- standortlazaretts Gießen als einen Markstein in der Geschichte des Heeres-Sanitätswesens und schilderte es als ein monumentales Bauwerk, das im Geicke des Führers entstanden sei und allein durch ihn entstehen konnte. Sodann gab Oberstarzt Dr. W o 1 k e w i tz einen Rückblick auf die Geschichte des Sanitätswesens. Er führte die Zuhörer im Geiste zurück in die Zeiten des klassischen Altertums, sprach von den Anfängen der Heilkunst in Deutschland, von den ersten Leistungen auf diesem Gebiete und von den folgenden Jahrhunderten des Mittelalters, m denen ausschließlich Bäder und Scherer die Heil­kunst mehr schlecht als recht-ausübten. Mit großem Interesse horte man dann von dem allmählichen Aufbau des Heeres-Sanitätswesens in Preußen und in Helsen, von den Leistungen während des Weltkrieges und von der jüngsten Entwicklung, wie sie sich nun im Heeresstan,dortlazarett Gießen ein­drucksvoll dokumentiere. Mit den besten Wünschen

bereits vor einiger Zeit, damals, als in Frank- fni a. 9)t. die Bau- und Siedlungs-Ausstellung ge- 5ic wurde, hatten wir Gelegenheit, in Wort und N von großen Bauvorhaben zu berichten, die bir-Q das Land Hessen für die Landesuniversität fe(en bzw. für die Gießener Kliniken geschaffen wr.'en sollen. In mehreren sehr exakt ausgearbei- tce- Modellen, die nach Plänen des Hessischen .Fitibauamtcs in Gießen in maßstäblicher Treue etfmnben waren, konnte man einen Einblick gewin­ne von den Bauvorhaben, die für unsere Umver- fiii im Falle der Verwirklichung eine große Be- riraerung bedeuten. Diese Pläne und Projekte gh in nun bereits zu einem großen -teil ihrer Ber- vir lichung entgegen. .

3'i diesen Tagen wurde an der (Erfe 0affto= und Hilikstraße mit umfangreichen A u s s ch a ch - tingsarbeiten begonnen. Die Arbeit gilt der fejtm Vorbereitung für den großzügigen Erwelte- r.i;,5bau der Medizinischen K1 int k. Cm ; fees Backsteingebäude an Der Ecke Kllnikstraße iDiGaffkystraße wird niedergelegt werden, um für bi Meubau Raum zu schaffen. Wie wir auf An- Miy» bei der zuständigen- Stelle hören, wird der I fcjau der Medizinischen Klinik in genau der

Aus der Stadl Gießen.

Oas Lied der Arbeit.

I Nchts ist gewaltiger als das Lied der Arbeit. Es ^überall, wo Menschen, im emsigen Schassen tätig ib Es erklingt an jedem Ort, wo die Arbeit zur ill l)en Notwendigkeit wird. Das Lied der Arbeit l in einziger brausender Chor, der des Lebens ciMphgcsang verkündet.

' 2nf berrt Neubau steht der Maurer und legt Stein Jnf5tein. Von unten herauf tönt das Rattern der Milnmaschine, und seitwärts donnert das Lärmen 1 es uf- und abgleitenden Bauaufzuges. Die Männer i)9l1 Bau sind ein geräuschvolles Schaffen gewohnt. Märend drüben die Dack)decker eifrig ein Dach be­setzen, klopfen im Nachbargebäude die Zimmer- lut und pfeifen im Rhythmus des Hammerschlages t int,zünftige Melodie.

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lirch das enge Gewühl des Straßenverkehrs Dr. fiQns 1 >ii unterdessen der Omnibusfahrer mit sicherer bit «uber^ W seinen riesigen Wagen. Er kommt vorbei an Mlhnriot* i siitiBertitätten, in denen geschickte Hande den Zei- haft: EM l ieiitift führen, vorbei an den Büros, aus denen icuner K.is®e!IaPper der Schreibmaschinen dringt vorbei leiflenleiterc jen prächtigen Läden, in denen gewandte Ver-

yetueuer.. , ......y. nni>n ihre Kunden bedienen.

Döhnend hallt auch bas Lied der Arbeit aus ter Fabrik. Es ist ein gleichmäßiger, herrischer Ge­rn, zu dem die nimmermüden Maschinen den Takt iiyben. Hastig drehen sich die Wellen der Trans- lifl-men, weithin vernehmlich stampfen die Preßen, jhiiinf ächzen die Kräne unter fchwirrenden Lasten. j|or Prüfstand her aber brummt und stöhnt es m (ffosnöer Weise. Alle Kameraden in der Fabrik sind voller Tätigkeit, sie bestimmen den Gang der

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tebS5IßiTri'feine'(4tn"e''unb>uert seine'Fahrgäste °rtw°rtugsbewusst ihren Zielen entgegen. Und

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