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Training ausnützten, waren in diesem Treffen durchaus als Favoriten anzusehen. Außerdem stan­den in den Reihen der Männerturner durchweg junge und sehr junge Männer, während sich die Polizisten fast ausnahmslos in höherem Alter be­fanden und an sich berechtigt wären, in einer Altersklasse zu spielen, wenn dafür die Geg­ner da wären. Trotzdem machten die Männer des Polizeisportoereins gute Figur und bewiesen allen Einsatz. Gegen das fortgeschrittene technische Kön­nen, insbesondere über die reifere Technik der Männerturner am Korb konnten sie allerdings nur schwer aufkommen. Das Spiel endete mit 47 :14 Punkten für die Turner.

Das zweite Spiel des Abends sah die Mann­schaften von VfB. - Reichsbahn und die N S K K. - Mannschaft einander gegenüber. Leider konnte die NSKK.-Mannschaft nicht komplett antreten und hatte nicht ihre besten Kräfte zur Ver­fügung (die teilweise für die Vereine kämpften). Da die NSKK.-Mannschajt sowiesoaußer Konkurrenz" mitspielt, wurde das Spiel als Freundschaftsspiel ausgetragen und wird deshalb für die Punktespiele nicht gewertet. Der Kampf war im allgemeinen ziemlich ausgeglichen, wurde aber doch klar zu Gunsten der VfB.er entschieden, die vor dem Korb geschickter waren als ihre Gegner, die einige Male Pech hatten. Das Spiel endete mit 26 :13 Punkten für die Leute vom Waldsportplatz.

Einen sehr spannenden Kampf lieferten sich dann die Mannschaften vom Mtv. Gießen und Heuchelheim. Wenn auch für dieses Spiel den Gästen aus dem Nach­barort keine Siegesaussichten eingeräumt werden konnten, so bewiesen sie doch, daß mit ihnen ge­rechnet werden muß. Zwar ging das Spiel mit 36:16 Punkten klar an die Männerturner, die Heu­chelheimer bewiesen aber, daß sie im Feldspiel sehr gefährlich werden können. Allerdings hätten die Gießener sicherlich klarer gewinnen können, wenn sie an diesem Abend nicht schon das zweite Spiel

hätten bestreiten müssen. Den Gästen aus Heuchel­heim muß demgegenüber zugutegehalten werden, daß sie bisher erst sehr wenig Uebungsmöglichkeit hatten und sich im Kampf gegen eine andere Mann­schaft überhaupt noch nicht erproben konnten. Be­sonders im Korbwurf waren sie noch reichlich un­sicher, während hier gerade die Männerturner eine ganz erstaunliche Ruhe, Sicherheit und Geschicklich- lichkeit an den Tag legten.

Die Vereine, die an diesem Abend die zu werten­den Punktekämpfe bestritten, traten mit folgenden Mannschaften an:

Polizeisportoerein Gießen: Fischer, Weißmantel, Müller, Streu, Gunia, Erlemann, Berken und Rink.

Mtv. Gießen: Krausch K. H., Möckel, Berken- hoff, Rau, Pfeiffer und Engelbach.

T v. Heuchelheim: Rinn W., Stahlhut, Rinn Mi., Müller Fr., Ulm, Köppers und Christ.

Gespielt wurde jeweils mit sechs Mann. Die Ein­setzung von Austauschspielern war möglich. Die Spielzeit. betrug zweimal zwanzig Minuten. Als Schiedsrichter wirkten K. H. Krausch und Gau- fachwart Mohr (Gießen). Der Kampfabend ließ sinnfällig erkennen, daß das Basketballspiel für jeden Sportler (der sich sonst nur auf einer bestimm­ten Sportart betätigt), ein ausgezeichneter Ergän­zungssport ist, der eine sehr glückliche Durcharbei­tung und Inanspruchnahme des ganzen Körpers mit sich bringt. Die Kampfmomente wechseln außer­ordentlich schnell, und jeder einzelne Spieler hat Gelegenheit, viel am Ball zu sein und seine Wen­digkeit, eine blitzschnelle Erfassung der gegebenen Chancen und Körperbeherrschung zu beweisen. Er­freulicherweise wurde sehr ritterlich gespielt, so daß keine Ermahnungen gegeben zu werden brauchten.

In den Verbandsspielen wird jede Mannschaft gegen jede spielen. Im Kampf um die Gaumeister­schaft wird der Sieger der Gruppe Gießen gegen den Sieger der Gruppe Kassel anzutreten haben.

Tag der Werbung für das Frauenturnen.

Volk ist die Gemeinschaft von Männern und Frauen, ein starkes Volk baut sich nur aus starken Männern und Frauen auf. Starke Männer und schwache Frauen geben nie und nimmer ein lei­stungsfähiges Volk. Zum wehrhaften Mann gehört die starke Frau.

Das beste Rüstzeug heißt Leistungswille und Lei­stungsfähigkeit. Beides liegt im rassisch gesunden Menschen als Erbgut. Aber alle natürlichen Anlagen bedürfen der Pflege und der Entwicklung. Mannig­fache Wege sind gangbar, um die charakterlich und körperlich starke Frau zu formen. Einen Weg jedoch dürfen wir nicht unbeschritten lassen, den Weg über die turnerisch-sportliche Leistung. Nur er führt zum Gefühl der Sicherheit und Zuverlässigkeit, selbst bei plötzlich auftretenden Hindernissen.

Ein erfreuliches und anerkennenswertes Vorbild gaben die deutschen Turnerinnen, die am 26. Februar zu Zehntausenden im Vereinsmannschaftskampf an­getreten waren.

Das Fachamt Turnen des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen im Kreis 8 führte diesen Wettkampf in Wetzlar durch. Unter Leitung von Kreisfrauen- turnwart Schneider (Wetzlar) wickelte sich der Kampf flott ab. Don den 23 gemeldeten Mannschaf­ten waren 14 zum Kampf angetreten, davon 4 in der Gauklasse und 10 in der Kreisklasse.

Der Wettkampf hatte folgendes Ergebnis:

Gauklaffe.

1. Mtv. Gießen 100 Punkte

2. To. Dillenburg 1843 97

3. Tv. Heuchelheim I 91

4. Tv. Heuchelheim II 73

Kreisklasse.

1. Tv. Wetzlar I

2. Tv. Dillenburg III

3. Tv. Dillenburg II

4. Tv. Wieseck I

5. To. Wieseck II

6. Tv. Ewersbach

7. To. Herborn

8. Tv. Wetzlar II

9. Tv. Alsfeld

10. To. Burg

96 Punkte .94

90

87

82

82

80

79

75

66

Im Anschluß an die Siegerehrung dankte Kreis­führer Dr. Schäfer den Turnerinnen für ihre guten Leistungen und den Kampfrichtern für ihre nicht leichte Arbeit. Die Turnerinnen bat er um Mithilfe in der Werbung für den NS.-Reichsbund. Der Wett­kampf wurde durch den Kreisführer mit dem Gruß an den Führer geschlossen.

Handball des Sonntags.

Wenn auch das Wetter wieder einmal einen dicken Strich durch die Rechnung machte, so konnten die Spiele trotzdem weiter gefördert werden. In den beiden Staffeln der Bezirksklasse spitzt sich die Sache immer mehr zu einem Endkampf zu, auf dessen Ausgang man gespannt sein kann. Während das Gießener Lokalderby einen Sieg der Barbara ergab, fiel das Treffen Ockershausen Mto. aus, weil der angesetzte Schiri nicht zur Stelle war. Aus der anderen Seite hat Lützellinden trotz Ersatz und ob­wohl die Mannschaft nicht vollzählig war, ihre der­zeitige Stärke erneut durch einen Bombenfieg unter Beweis gestellt.

Tv. Wetzlar To. Lützellinden 3:17 (2:4).

W.-Niedergirmes To. Katzenfurt 5:3 (2:2).

Eine Halbzeit lang hatte Lützellinden notwendig, sich zu sammeln. Dann war es allerdings um die Platzbesitzer geschahen. Mit nur neun Mann spie­lend, liefen die Gäste zu einer wahren Meisterform auf und gewannen wie sie wollten.

Niedergirmes hatte Glück, daß Katzenfurt mit reichlichem Ersatz antreten mußte. Das Ergebnis hätte sonst sehr leicht auch anders lauten können. Denn bei den Platzbesitzern vermißte man auch dies­mal wieder die unbedingt notwendige Einheit, die allein nur zum Erfolg führen kann.

Es hat tatsächlich den Anschein, als sollte es Atz- bach gelingen, zusammen mit Holzheim den Auf­stieg in die Bezirksklasse zu erkämpfen. Denn die Mannschaft war auch diesmal wieder in ausgezeich­neter Verfassung und sicherte sich auf dem gefähr­lichen Dillenburger Platz einen knappen aber ver­dienten Sieg.

Der DsB.-R. Gießen verscherzte sich seine Chancen um den Staffelsieg durch eine neue Niederlage, die ihm die eifrige Mannschaft des To. Lich mit 8:3 (2:2) beibrachte. Londorf benötigt nur noch einen Punkt zum Sieg.

Handball MSV. »Barbara" gegen Luftwaffe 8:7 (4:5).

Das Handballderby auf dem Platz des MSV. brachte einen dramatischen Kampf, in dem es an

Spannung nicht fehlte. Von der ersten Minute an war das Spiel aufregend, und noch in den letzten Minuten war der Ausgang ungewiß. Als die Mann­schaften in stärkster Ausstellung den Platz betraten, umsäumten viele Zuschauer den Platz. Ueberraschend zahlreich war der Anhang der Flieger.

Das Spiel begann unerhört schnell, und schon noch kurzer Zeit hieß es 1:0 für die Artilleristen. Durch einen herrlich geschossenen Strafstoß glich die Luftwaffe aus. Der MSV. ging noch zweimal in Führung, aber die Flieger sorgten jeweils schnell für den Ausgleich. Es waren noch keine 8 Minuten gespielt, da stand es schon 3:3. Die Flieger wurden nun leicht überlegen und drängten die Gegner in die Verteidigung zurück. Durch zwei Deckungsfehler der Barbara-Abwehr kamen sie zu zwei schönen Toren, und erst kurz vor der Pause holten die Ar­tilleristen zum 4:5 auf.

Die zweite Halbzeit brachte dann Kampf auf Biegen oder Brechen. Es wurde hart, oft zu hart gespielt. Der MSV. gestaltete nun das Spiel über­legen. Wohl gelang es der Luftwaffe auf 6:4 da­vonzuziehen, aber dann kam die Zeit der Artillerie. Unaufhörlich rollten ihre Angriffe gegen den geg­nerischen Strafraum. Bald stand es 6:6 und immer noch waren die Flieger stark in die Verteidigung gedrängt. Nach jeweils schöner Kombination schoß der MSV. noch zwei prachtvolle Tore, und jetzt schien der Kampf entschieden. Aber man hatte sich im Lager der Barbara-Jünger zu früh gefreut, man hatte nicht mit den Reserven der Luftwaffe gerech­net. Die Flieger setzten nämlich mit einem unerhör­ten Endspurt ein. Die Artilleristen wurden ganz in die'Verteidigung gedrängt und es sah manchmal kri­tisch vor ihrem Torraum aus. Die Abwehr stand aber jetzt eisern, und nur durch einen Strafwurf tarnen die Flieger auf 8:7 heran. Ein letzter Angriff der Flieger wurde gestoppt, und bann war der Kamps aus. Unter dem' Jubel ihrer Anhänger ver­ließ die Elf des MSV.Barbara" als glücklick)er Sieger den Platz. Die Mannschaft des Siegers trat mit folgender Aufstellung an: Freese; Eckrich, Wei­ler; Marx, Ollhoff, Heimann; Grund, Winden, Rich­ter, Hofmann, Freese.

1900 und M.-R. erneut in Front.

Di« Blau-Weißen auf dem dritten Tabellenplatz

, 4900-Wetzlar 2:0 (0:0).

Der Kampf um die vorderen Plätze in der Ta­belle hat gestern dahingehend eine Klärung gebracht, daß Wetzlar und Naunheim durch die erlittenen Nie­derlagen für die ersten drei Plätze nicht mehr in Frage kommen werden. Um diese Ehre, d. h. um die endgültige Besetzung dieser Stellen wird es vielmehr noch einen harten Kamps zwischen unseren heimi­schen Vertretern geben.

1900 Wetzlar 2:0

Bissenberg VfB.°R. 0:3

Frohnhausen Naunheim 6:2

Burg Ehringshausen 2:1.

Frohnhausen bestätigte seine derzeitige gute Form durch einen hohen Sieg gegen Naunheim.

Burg kam gegen Ehringshausen zu seinem ersten Sieg, der jedoch, um vom Tabellende wegzukommen, nicht ausreicht.

Die Voraussetzung, die von dem Ausgang des Spieles für beide Mannschaften abhing, ließ den Kampf in ein Stadium treten, das das ganze Inter­esse in Anspruch nahm. Der Ausgang hat den Blau- weißen die Hoffnungen erfüllt und für die Wetzlarer den Entscheid, daß in diesem Jahre die Wieder­erringung einer der vorderen drei Plätze wohl nicht mehr möglich sein wird.

Unter der Leitung von Schneider (Großfel- den) formierten sich folgende Vertretungen:

Wetzlar: Dormann, Kratz, Meinhardt, Blech I, Diddlapp, Teske, Zambedrie, Engelmann, Baumann, Zehner, Zidorn.

1900: Herbst (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), Rensing, Quick, Schäfer, Rost (2/116), Krämer, Hormel (2/116), Kraft, Löbsack.

Steckbrief für Flugzeuge und Luftschiffe.

Was bedeuten die Buchstaben-Kennzeichen an den Luftfahrzeugen?

Wenn in Berichten und Meldungen der Zeitungen von aufsehenerregenden Leistungen eines Flug­zeuges die Rede ist, dann kommt es oft vor, daß neben der Typenbezeichnung des Flugzeuges und dem Namen seines Führers auch noch einige auf den ersten Blick völlig unverständlich erscheinende Buchstaben gleichsam als Name des Flugzeuges mit= veröffentlicht werden. So war es beispielsweise, als das Condor-Flugzeug seine großartigen Flüge nach Amerika und zurück sowie seinen Ne- kordflug nach Tokio zurücklegte: das Condor-Flug- zeug D AGON, so hieß es damals, in phan­tastischer Zeit nach Tokio geflogen; die DAGON Gegenstand stürmischer Begeisterung; Japan bestellt mehrere Flugzeuge vom Typ des Condor DAGON. Was aber bedeuten die Buchstaben DAGON, die bald als Zusatzbezeichnung zu dem Typennamen des Flugzeuges, bald aber auch als alleinstehende Be­zeichnung für bas Flugzeug benutzt werden?

Zeichen am Himmel.

Jedes Flugzeug weist solche Namensbuchstaben auf. Sie sind 'zu beiden Seiten des Rumpfes sowie auf den Tragflächen deutlich sichtbar angebracht und stellen eine unaodingliche Voraussetzung für die Zu­lassung des Flugzeuges überhaupt dar. Ganz so geheimnisvoll, wie die Buchstaben auf den ersten Blick erscheinen, sind sie aber nicht. Ohne viel Ueber- legen wird man beispielsweise sehr schnell darauf kommen, daß das D in der Bezeichnung DAGON, bei der wir einmal bleiben wollen, nichts anderes ist als die Abkürzung für Deutschland. Der erste Buchstabe kennzeichnet stets die Nationalität des betreffenden Flugzeugs. Die Franzosen bezeichnen ihre Flugzeuge als Nationalitätkennzeichen mit einem F, die Engländer mit einem G, die Schweiz mit einem HB, Italien mit einem I, Norwegen mit einem LN, Finnland mit einem OH, Belgien mit einem OO und die Niederlande mit einem PH, um nur diese uns am nächsten liegenden Länder anzuführen.

In der Buchstabenkennzeichnung folgen dann jedesmal nach dem oder den beiden ersten die Nationalität anzeigenden Buchstaben ein Gedanken­strich und, wenn wir uns auf die. deutsche Bezeich­nung beschränken, vier weitere Buchstaben, von denen besonders der erste Buchstabe sehr aufschluß­reich ist, weil er ganz eindeutig verrät, zu welcher Klasse das betreffende Flugzeug gehört. Sechs Buch­staben find hier möglich: Y, E, I, O, U und A. Dabei entspricht der Buchstabe Y der Flugzeugklasse Al; er zeigt also an, daß das betreffende Flug­zeug ein einsitziges Flugzeug bis z u 5 0 0 kg Fluggewicht ist. Der Buchstabe E entspricht der Flugzeugklasse A 2 (ein- bis dreisitzige Flugzeuge bis 1000 kg Fluggewicht), der Buch­stabe I der Flugzeugklasse B 1 (ein. bis viersitzige Flugzeuge mit 1000 bis 2500 kg Fluggewicht), der Buchstabe O der Flugzeugklasse B 2 (ein- bis acht- sitzige Flugzeuge mit 2500 bis 5000 kg Fluggewicht), während die beiden Buchstaben U und A der Flug­zeugklasse C entsprechen (Flugzeuge mit über 5000 kg Fluggewicht), und zwar bedeutet das U, daß das Flugzeug einmotorig, und das A, daß es mehr­motorig ist. Das Kennzeichen DAGON besagt also, daß es sich um ein deutsches Flugzeug der Klasse C, und zwar um ein mehrmotoriges, han­delt. Da unsere Sportflugzeuge meist in der Flug­zeugklasse A 2 fallen, zeigt uns die Kennzeichnung

DE... an, daß es sich um ein Sportflugzeug handelt, während die Kennzeichnung mit einem C nach dem Gedankenstrich in der Regel die schweren Derkehrsmaschinen erkennen läßt.

Der zweite, dritte und vierte Buchstabe hinter dem Gedankenstrich also in unserem Beispiel DAGON die Buchstaben GON entsprechen jeweils Zahlenreihen, unter denen das Flugzeug in der Luftfahrzeugrolle eingetragen ist. Wenn man auch für diese Eintragungen Buchstaben gewählt hat, so deshalb, weil das Alphabet mehr Zusammen­stellungen ermöglicht als die Zahlenreihe 0 bis 9. Daß dabei manchmal auch recht schöne Namen männlicher und weiblicher Art Zustandekommen, wie beispielsweise D EMIL oder D ANNA, versteht sich von selbst, doch bedeutet dies keines­wegs, wie einmal ein ganz Tüchtiger annahm, daß etwa der Besitzer des Flugzeuges so mit Vornamen heiße.

Oer Zulaffungsschein.

Wenn die Flugzeuge auch in freier Luft sich be­wegen, so sind sie doch an die Bestimmungen der Erde gebunden. Jedes Luftfahrzeug, ganz gleich, ob es ein Flugzeug, ein Luftschiff, ein Segelflugzeug ober ein Freiballon ist, muß einen Zulassungs- schein besitzen, ohne den es nicht fliegen darf. Der Zulassungsschein ist der eigentliche Steck­brief für das Luftfahrzeug: in ihm ist alles Wissenswerte über das Luftfahrzeug mit peinlicher Genauigkeit eingetragen. Bei Flugzeugen wird da verzeichnet die Verwendungs- und Bean­spruchungsgruppe, die Gattung (ob Land-, Wasser­ader Schneeflugzeug), der Lufttüchtigkeitsschein, die Werknummer und das Baujahr, der Hersteller, Motorenanzahl und -Muster, die Anzahl der Be­hälter für Kraftstoff und für Schmierstoff sowie ihr Gesamtinhalt, die höchstzulässige Geschwindigkeit sowie eine Bemerkung darüber, ob das Flugzeug kunstflugtauglich ist und, gegebenenfalls, in welcher Gruppe. Die Zulassungsscheine für Luftschiffe, Segelflugzeuge und Freiballone sind den Eigen­tümlichkeiten dieser Luftfahrzeuge entsprechend aus­gestaltet. Alle aber enthalten reichlich Raum für Prüfungsvermerke, die in genau festgesetzten Ab­ständen e.ingeholt werden müsse-n.

Sonstige Kennzeichen.

Außer den bereits gekennzeichneten Buchstaben, die Nationalität und Gattung des Flugzeuges aus» drücken, muß jedes Luftfahrzeug die deutsche Flagge führen, und zwar führen die Flugzeuge und die Segelflugzeuge die Flagge aufgemalt zu beiden Seiten des Seitensteuers, die Luftschiffe zu beiden Seiten der vertikalen Dämpfungsflächen, während die Freiballone eine richtige Flagge fetzen. Außer­dem müssen alle Flugzeuge am Rumpf, an den Flügeln und Flügelteilen möglichst auf einem festen Schild Name und Wohnsitz des Herstellers, die Musterbezeichnung, die Werknummer und das Bau­jahr des betreffenden Teils angeben. Ferner ist auf der Unken Seite des Rumpfes noch kenntlich zu machen: Name und Wohnsitz des Eigentümers, das Rüstgewicht, die Zuladung und bas höchstzuläffige Fluggewicht in Kilogramm, die höchstzulässige Per- sonenzahl einschließlich Besatzung, der Zeitpunkt der letzten Prüfung und der nächsten Nachprüfung.

nn.

Der Wille, möglichst schnell eine Entscheidung herbeizuführen, war auf beiden Seiten gleich stark vorhanden, und so kam es dann, daß ein äußerst schnelles Tempo angeschlagen wurde. Hier­durch litt naturgemäß die Spielanlage und damit die Aussicht auf Heranreifen einer klaren Chance. Es konnte also nur dem Zufall überlassen werden, daß hierdurch ein Erfolg zustande kam. Bei der Güte der beiden Hintermannschaften war mit dieser Mög­lichkeit jedoch nur in sehr geringem Maße zu rech­nen. Das Halbzeitresultat beweist dies dann auch, daß sich keiner einer Blöße gab. Nach der Pause trat dann ein schneller Wechsel ein. Die Blauweißen steigerten das Tempo noch. Hierdurch kam eine merkliche Feldüberlegenheit zustande, was auch in der 65. Minute zahlenmäßig zum Ausdruck kam, als Löbsack mit einer Vorlage im Strafraum star­tete und hach ins hintere Eck einschoß. Einige Chancen folgten schnell hintereinander, zur Verwer­tung reichte es jedoch nicht. Erst in der 80. Minute gab es eine Aenderung. Bei einer Abwehr sprang dem hinten aushelfenden Baumann der Ball an die Hand, was den Schiedsrichter veranlaßte, einen Elfmeter zu verhängen, der in diesem Falle sehr hart war. Die Gelegenheit ließ Hormel nicht un­genutzt und verwandelte zum 2:0, das auch das Endergebnis bleiben sollte, da eine Veränderung nicht mehr eintrat.

Bei Wetzlar war eine gewisse Nervosität vorhan­den, die sich besonders bei den jungen Spielern des Sturmes bemerkbar machte. Ihre Besten waren Diddlapp, Blech I, Meinhardt und Dormann. Bei den Blauweißen haverte es in der ersten Hälfte merklich. Nach der Pause besserte sich dies zwar, überzeugend war es jedoch nicht. Hauptsächlich der Sturm ließ das Verständnis fast vollkommen ver­missen.

1900 II Wehlar II 2:2.

Die Reserve der Bauweißen konnte nur zu einem Unentschieden kommen, da die Wetzlarer ihre über­raschend erzielte 2:1-Führung so zahlreich verteidigte, daß nur noch der Ausgleich gelang.

Biffenberg I VfB.N. I 0:3 (0:0).

Die wenigen Schlachtenbummler, die die Fahrt nach Bissenberg mitmachten, erlebten einen ver­

dienten Sieg, der um so höher einzuschätzen ist, als es dem DfB.-R. gelang, den ersten Sieg in Bisfen- berg zu erringten.

Die Grünweißen, die mit Gottschalk, Leutheuser I, Schütter, Krämer, Lukaschewski, Kramer, Berlenbach, Godglück, Drumm, Heß und Gorrissen antraten, waren dem Gegner in technischer Beziehung stark überlegen. Den größten Anteil an dem Sieg hat die Hintermannschaft, die unermüdlich schaffte und die gefährlichen Angriffe des Gegners abstoppte. Die Läuferreihe war sehr gut, nur im Sturm fehlte zu­erst das Verständnis mit den einzelnen Spielern.

Das Spiel begann mit wuchtigen Angriffen des Gastgebers, der auf eine Entscheidung drängte. Die weiten Vorlagen der Läuferreihe wurden van den schnellen Stürmern ausgenommen, und gar manch­mal hatte.Gottschalk Gelegenheit, durch entschlossenes Eingreifen sein Können unter Beweis zu stellen. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte meist mehr vom Spiel, da das typische kurze Paßspiel der Grünweißen auf dem kleinen Platz zur Erfolglosig­keit verurteilt war. Die Drangperiode des Gegners wurde glücklich überwunden, wobei sich besonders Leutheuser auszeichndte. Der Rest der ersten Spiel­hälfte brachte verteiltes Spiel.

Nach dem Wechsel nahmen die Grünweißen God- glück in die Mitte, Berlenbach stürmte auf Halb­rechts, und durch diese Umstellung kam mehr Schwung in die Fünferreihe. Es dauerte aber im­merhin 20 Minuten bis der Führungstreffer für die Grünweißen fiel. Kramer schoß einen Freistoß aus vierzig Meter wuchtig unter die Latte. Nun hatten die Grünweißen das Heft in der Hand und dräng­ten den Gegner in die eigene Spielhälfte zurück, so daß Erfolge nicht ausbleiben konnten. In der 30. Minute erhielt Gorrissen eine Vorlage von Heß und schoß überlegt zum zweiten Tore ein. Wenige Minuten später war es Godglück, der von Krämer gut bedient wurde und durch scharfen Schuß den Sieg sicherstellte. Schiedsrichter Weide (Ober-Mör­len) leitete korrekt.

Biffenberg II DfB.-R. II 1:5 (1:1).

Einen schönen Sieg erspielte sich die Reserve, die, mit nur zehn Mann antretend, den Gegner üben raschend hoch schlagen konnte.

Jugoslawien nur 3:2 geschlagen!

70 000 im Berliner Olympia-Stadion.

Das einzige Fußball-Länderspiel, das unsere Na­tionalvertretung in diesem Jahre in der Heimat bestreiten konnte, hatte am Sonntag 70 000 fußball- begeisterte Menschen ins Berliner Olympia-Stadion gelockt. In einem schnellen, rassigen Kampf siegte unsere Mannschaft nur knapp mit 3:2, nachdem die Jugoslawen bei der Pause noch mit 2:1 geführt hatten. Nur eine ausgezeichnete zweite Spielhälfte sicherte unserer Mannschaft noch den schwer er­kämpften Sieg über einen tapferen Gegner, den wir gern wiedersehen wollen.

Nach einem Vorspiel zweier brandenburgischer Auswahlmannschaften kamen zuerst die Jugoslawen. Herzlich war der Beifall, der sich bann beim Er­scheinen der deutschen Mannschaft noch verstärkte.

Die Spielführer Janes und Vujadinowitsch tauschten Blumensträuße aus.

Deutschland: Klodt; Janes, Streitle; Kupfer. Tibulfki, Kitzinger; Biallas, Stroh, Gauchel, Hahne­mann, Urban.

Jugoslawien: Glazer; Doubatsch, Hügel; Ko- kotowitsch, Stewowitsch, Lechner; Perlitsch, Petro­witsch, Weist, Vujadinowitsch, Sipos.

2:1 für Jugoslawien.

Die deutsche Elf spielt mit dem starken Wind im Rücken, Jugoslawien hat Anstoß. Glazer kommt gleich in schwere Bedrängnis: zwei Meter vor seinem Tor kann er im letzten Augenblick Stroh noch den Ball vom Fuß nehmen. Dann blitzen schnelle jugoi