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Natmschuhtagung in Wetzlar

den Ehemann.

Erfolgreiche Stenografen

Note

Wirtschaft

Aus der engeren Heimat

bei

Rbein-Mainische Börse.

Aktien meist schwächer.

gut: Margot Drescher, Gießen, E.

Abteilung 240 Silben.

sehr gut: Dora Kern, Gießen, E.

Richtigschreiben.

Tag in der Rhön. 22.30 bis Wochenende.

Note hervorragend: Hedwig Pfeffer, Gießen, E; Karl Heinz Möller, Gießen, E.

Note sehr gut: Minna Sommerlad, Gießen;

Sinnt Derzbach, Gießen.

Note

Note hervorragend: Marie Gümpel, Großen-Linden: Margit Gilbert, Gießen; Ersta Kowalczyk, Gießen; Margot Drescher, Gießen.

Note sehr gut: Konrad Georg Emmerich, Gießen; Hedwig Pfeffer, Gießen; Elsbeth Karn­bach, Gießen; Willy Arnold, Gießen; Ilse Wurm, Gießen; Elisabeth Ganß, Gießen; Inge Möller, Gießen; Minna Sommerlad, Gießen; Ilse Petri, Gießen; Rudolf Wagner, Gießen - Klein-Linden; Hilde Siebert, Gießen; Adelheid Bosold, Gießen; Hanskurt Wittelberger, Gießen; Dora Kern, Gießen; Willy Schäfer, Gießen - Wieseck; Karl Bender, Gießen; Karl Hafner, Gießen; Richard Arnold, Gießen; Frieda Lehrmund, Gießen; Anni Derzbach, Gießen; Gretel Senßfelder, Gießen; Luise Tenniger, Gießen; Karl Heinz Möller, Gießen; Walter Reuter, Gießen-Wieseck; Ludwig Hellmold, Gießen.

Note gut: Heinz Brückmann, Gießen; Willi Adolph. Gießen; Marianne Höhne, Gießen: Else Schember, Gießen; Werner Deibel, Gießen-Wieseck; Erika Hendvkch, Gießen; Heinrich Wenzel, Hörns- heim; Gertrud Ziegler, Gießen; Walter Martin, Hochelheim: Gertrud Kuhl, Gießen; Karl Schiefer­stein, Gießen; Alfred Leyerer, Gießen-Wieseck; Heinrich Kappes, Gießen; Ursel Hartmann, Gießen; Franz Erker, Gießen; Lydia Marx, Gießen; Elfriede Weber, Gießen; Erich Körber, Gießen.

Der weitere Verlauf des Abends war mit froher Geselligkeit bei Musik und Tanz ausgefüllt.

Die Ortsgruppen Wieseck und Großen-Linden ge­hören von jetzt ab zu der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenografenschaft.

Lchweinemarkt in Grünberg. in^n-®.r?rL£)er9, 251 ^ai. Aufgetrieben waren 191 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wo­chen alte Ferkel 25 bis 28 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 30 bis 34 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 34 bis 3?,, Infolge der schlechten Witterungsverhält- msfe war der Marktverkauf schleppend; es verblieb dadurch Ueberstand.

Schweinemorkt in Buhbach.

* B u tz b a ch, 25. Mai. Der heutige Schweine- m a r k t war mit 246 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis 20 RM., 6 bis 7 Wochen alte Tiere 20 bis 25 RM., 7 bis 8 Wochen alte 25 bis 29 RM. pro Stück. Das Ge­schäft verlief flott, es verblieb geringer Ueberstand.

Frankfurter Schlochtviehmarkt.

Frankfurt a. M. , 25. Mai. Auftrieb: 1349 Rinder (gegen 1139 am 17. 5.), davon 236 (198) Ochsen, 262 (184) Bullen, 585 (544) Kühe 266 (213) Färsen ;571 (390) Kälber, 49 (21) Schafe und Hämmel, 439 (1060) Schweine. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 44,50 bis 46,50 (44,50 bis 46,50), b) 40,50 bis 42,50 (39,50 bis 42,50), c) 37,50 (37,50); Bullen a) 43 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (40,50); Kühe a)» 41,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 38 bis 40 50 (38,50 bis 40,50), c) 27 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 17 bis 25 (17 bis 25); Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (41 bis 41,50), c) 33 bis 36,50 (36 bis 36,50); Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40); Hämmel bl) 50 (), b2) 47 bis 49 (), c) 44 (), Schafe a) 40 bis 42 (-), b) 39 (-), c) 2tZ bis 30 (-) Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50 (57,50) 2b)' 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50). d) 49,50 (49,50); S°uen gl) 57,50 (57,50. Marktoerlauf: Rinder, Kalber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

Die nächsten Viehmärkte. finden am 31. Mai und 1. Juni statt.

Nundfunkprogramm

Samstag, 27. Mal.

Abteilung 160 Silben.

Note hervorragend: Karl Schieferstein, Gießen, E.

Note sehr gut: Ludwig Hellmold, Gießen.

Abteilung 180 Silben.

Note sehr gut: Hilde Siebert, Gießen, E; Ilse Wurm, Gießen, E.

Abteilung 200 Silben.

quem die Universitätsstädte Gießen und Marburg sowie deren nähere und weitere Umgebung über diese Strecke erreichen. Auch in landschaftlicher Hin­sicht empfiehlt es sich, die Strecke mehr als bisher zu benutzen. Fährt doch die Eisenbahnlinie durch das herrliche Ohmtal. So ist es auch zu verstehen, daß Wanderlustige und Sommerfrischler alljährlich in großer Zahl von dem reizvollen Ohmtal an- gelockt werden. Geschichtlich ist dieses Tal auch nicht unbekannt. So wurde beispielsweise in dem Städt­chen Amöneburg im Jahre 1762 der Waffenstill­stand nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges zwischen Herzog Ferdinand von Braunschweig und den französischen Marschällen d'Estrells und Sou­bise abgeschlossen. Ein im Hofe der Brücker-Mühle errichteter mächtiger Gedenkstein erinnert noch an die große Vergangenheit.

Seaelfluazeuglandung bei Laubach.

ch L a u b o ch , 26. Mai. Auch bei unserer Stadt landete (ebenso wie gestern imGießener An­zeiger" von Dillingen und Watzenborn-Steinberg berichtet werden konnte) ein Segelflugzeug. Die Landung, die auf einem Acker geschah, vollzog sich glatt. Das Flugzeug war bei einem Wettbewerb der NSFK.-Gruppe 9 (Weser-Elbe) gestartet.

Todessturz mit bem Motorrad.

* Büdinaen, 25. Mai. Der Firmenvertreter Keller aus Frankfurt a. M, der sich für eine Werkzeugfirma geschäftlich mit dem Motorrad unterwegs befand, stürzte auf der Landstraße zwischen Lieblos und Büdingen so unglücklich mit der Maschine, daß er mit einem schweren Schä - delbruch besinnungslos liegen blieb. Straßen­passanten sorgten für seine Ueberführung in das hiesige Krankenhaus, wo er am Abend an seiner schweren Verletzung starb.

Landkreis Gießen.

8 Alten-Buseck, 23. Mai. Die hiesige NS.- Frauenschaft und das Frauenwerk hatten am Mut­tertag ihre Mitglieder und alle Frauen des Ortes über 60 Jahre zu einer schlichten Feier ein- geladen. In dem mit Blumen und Fahnen reich geschmückten Saale von Einhäuser hatten sich über 200 Frauen eingefunden. Ortsgruppenleiter Kahl begrüßt« die Gäste und ehrte in herzlichen Worten die Frau und Mutter im Dritten Reich. Anschlie­ßend überreichte er dann die Chrentreuze an kinder­reiche Mütter über 70 Jahre. Es wurden ausge­zeichnet: mit dem goldenen Ebrenzeichen: Luise Marscheck. Mit dem silbernen Ehrenzeichen: Elise Rau, Christine Hofmann und Elise Becker. Mit dem bronzenen Ehrenzeichen: Marie Kahl, Katha­rine Seuling, Katharine Hahn, Katharine Reuter und Elisabeth Ringel. Die Feier wurde umrahmt von Lied- und Gedichtvorträgen. Nach dem Ge- i denken an unseren Führer beschloß Ortsgruppen- i leiter Kahl die offizielle Feier. Bei Kaffee und Kuchen verlebte man dann noch einige frohe : Stunden,

Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Es handele sich um eine verwerfliche, ruchlose Tat eines jungen Man­nes, der die Not kennen lernte und Hang zu gutem Leben hatte. Das Gericht verneinte das lieber» leoungsmoment. Mildernd kam die Jugend, die offenbare Reue und das Geständnis in Betracht, sttaferschwerend die große Roheit und Energie,' mit der die Tat ausgeführt wurde, bei der es dem Angeklagten nicht darauf ankam, um geringen Wertes willen einen Menschen niederzuschlagen.

60000 Mark Geldstrafe für Steuerbetrug in Großformat.

LPD. Worms, 25. Mai. Der August Stauf in Worms und feine Ehefrau waren vor dem Bezirksschöffengericht wegen umfangreichen Steuerbetrugs angeklagt. Sie hatten in den Jahren 1925 bis 1936 etwa die Hälfte ihres Ver­mögens bzw. ein Mehreinkommen von 150 000 RM.

5 Uhr: Frühmusik. 5,50: Bauer, merk' auf! 6r Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutschland Kmderland:Lauter Pfingströschen".Was Bärbel nicht lernt". 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ausgeführt vom Musikkorps der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig. 9.30: Gaunachrichten. 11.40: Ruf ms Land. 12: Mittagskonzert I. Es spielen die Wiener Sinfoniker. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags-, Konzert IT. Es spielt das Kleine Orchester des Reichs- stnders Wien. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stünd, djen nach Tisch. (Jndustrie-Schallplatten und Eigen« aufnahmen.) 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Pimpf«, wie sie kerner kennt ... Eine lustige Rundfunkfolge. 16: Frohsinn und Rhythmusl 18: Des Abends, wenn kein Dienst mehr drückt ...Deutsche Fliegermusik". 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Bühne und Film int Rundfunk. 20: Nachrichten. 20.15: Tanz im Maien. Es spielt das Große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Segelflugmodelle am ersten

24; Froher Tanz zum

Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Steno- arafengesellschaft vereinigte ihre Mitglieder und Freunde auf derKarlsruhe" zu einem frohen ge­selligen Abend, der, wie immer, zahlreich besucht war. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bekanntgabe der erfolgreichen Wettschreiber, die in dem Frühjahrs-Leistungsschreiben die besten Ergeb­nisse erzielt hatten.

Ortsoereinsführer Werner entbot den Be­suchern den Willkommengruß des Vorstandes und sprach dann den erfolgreichen Stenografen volle Anerkennung aus. Er erwähnte weiter, daß das Kreis-Leistungsschreiben am 10. und 11. Juni in Schotten stattfindet. Hierauf gab er das Ergebnis des Frühjahrs-Leistungsschreibens bekannt. (E = Ehrenpreis):

Schnellschreiben.

Abteilung 60 Silben.

Note hervorragend: Erika Kowalczyk, Gießen, E; Elfriede Weber, Gießen; Marga Mo- Haupt, Gießen; Inge Müller, Gießen, E.

Note sehr gut: Karl Haffner, Gießen.

Note gut: Lydia Reuschling, Gießen; Frieda Lehrmund, Gießen; Else Schember, Gießen.

Abteilung 80 Silben.

Note hervorragend: Elsbeth Karnbach, Gießen, E; Hans Drückmann, Gießen.

Note sehr gut: Margit Gilbert, Gießen, E; Lydia Marx, Gießen; Erich Körber, Gießen.

Note gut: Elisabeth Ganß, Gießen; Gretel Senßselder, Gießen; Ursula Hartmann, Gießen.

Abteilung 100 Silben.

Note hervorragend: Luise Tenniger- Gießen, E; Werner Deibel, Gießen-Wieseck, E.

Note sehr gut: Franz Erker, Gießen; Hans- kurt Wittelsberger, Gießen; Willi Adolph, Gießen.

Abteilung 120 Silben.

Note hervorragend: Ilse Petri, Gießen, E; Willi Schäfer, Gießen-Wieseck, E; Alfred Leyerer, Gießen-Wieseck; Heinrich Kappes, Gießen.

Note sehr gut: Irmgard Zöller, Gießen; Walter Marttn, Hochelheim.

Abteilung 140 Silben.

Note hervorragend: Willi Arnold, Gie­ßen, E; Rudolf Wagner, Gießen-Klein-Linden, E; Walter Reuter, Gießen-Wieseck.

Note sehr gut: Marie Gümbel, Großen- Linden, E; Richard Arnold, Gießen; Adelheid Do­sold, Gießen; Marianne Höhne, Gießen; Gertrud Ziegler, Gießen.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse entbehrte jeder Anregung und nahm einen sehr ruhigen Verlauf. Angebot lag kaum vor, andererseits bestand vor den Feiertagen naturgemäß auch keine Unternehmungslust.

Am Aktienmarkt entwickelten sich die Kurse weiterhin ungleichmäßig bei geringen Veränderun­gen. Montanwerte bröckelten noch vorwiegend ab, ohne aber den schon ermäßigten Berliner Stand zu unterschreiten. Verein. Stahl 100,65 (101), Man­nesmann 105,75 (106), Buderus 98 (98,25), Hoefch 108,25 (108,50), Deutsche Erdöl 122,25 (122,50) dagegen Klöckner 116,75 (116,40), Rheinstahl unv' 130. Von heimischen Werten waren JG.-Farben weiter gehalten mit 149,50, ebenso Scheideanstalt mit 201, Metallgesellschaft mit 113,25 (113) und DDM. mit 172 sowie Holzmann mit 156, aber Adlerwerke 101,50 (101,75). Don Einheitspapieren Zogen Henninger Bräu 1 v. H. an auf 119,50.

Am Rentenmarkt fiefcen 6 v. H. JG.-Farben 0,25 v. H. nach auf 124, Reichst,ahn-DA. 0,13 v. H. hoher mit 121,75. Im Verkehr von Bant zu Bank bröckelten Steuergutscheine I. weiter ab auf 103,45 (103,55), während Serie II. halbamtlich mit 98,75 (98,65) bewertet wurden, ferner Kommunal-Um- schuldung mit unv. 93,70.

Morgen findet keine Abendbörse statt.

des Obstbaues bedeuten, sollen und müssen beseitigt werden. An ihrer Stelle soll man schöne und seltene junge Bäume und Baumgruppen vorsorglich jetzt schon in Schutz nehmen, so daß, wenn die alten ein­mal abgelebt sein werden, die Heimat immer noch andere ehrwürdige Dünkte hat, die dem Auge wohl­tun und im Herzen die Heimatliebe erwachen lassen, als den sichersten Damm gegen Landflucht und an­deres Imstichlassen des angestammten Bodens. So weitet sich der Blick aus der Enge des einzelnen zu einer Gesamtschau; denn Naturschutz ist die Sache des ganzen Volkes. Jedermann, der nicht im Auto oder O-Zug so ohne weiteres in die Ferien fahren kann, sondern in dem Lande, in dem er sein Brot verdient, auch seine Erholung suchen muß, gilt es, die Schönheiten der heimatlichen Landschaft zu er­halten. Keinesfalls sollen die Schuhbestimmungen etwa der Vögel nun geistlos und wirtschaftswidrlg angewandt werden. Man wird die Amseln und Stare, aus scheuen Waldvögeln Dorf- und Stadt­bewohner geworden, durch Entziehung von Nist- Gelegenheit und Abschuß zurückdrängen und statt ihrer die Erdbeerkulturen und Kirschbäume schützen.

Einen besonderen Teil der Tagung nahm der Lichtbildervortrag über die N a t u r'd e n k m a l e des Kreises Wetzlar ein, bis jetzt 118 Ein­tragungen in bas Naturschutzbuch und 102 Ein­zeichnungen in die Landschaftsschutzkarte; darunter derschönste alte Baum Mitteldeutschlands", die tausendjährige Linde zu Bermoll, die in ihrer knorrigen Verwachsenheit das Urbild der vielen einzeln und in Gruppen stehenden ehr- würdigen Daumgestalten des Kreises ist, oder etwa der jungen, unter Schutz gestellten Linde im Talgrund bei Erda. Da steht die Brunnen- linde im Wiesengrunde bei Bellersdorf, mit­ten im schloßbehüteten alten Kleeberg die vom Adelsfräulein von Rabenau gepflanzte Dorflinde, und bei Ebersgöns die Struwwelpeterlinde. Auch Merkwürdigkeiten kommen vor; so heißt ein und derselbe Baum zwischen den beiden Dörfern in Ehringshausen Schusterbuche, in Leun Hoch z e itsbuche. Hier blüht noch der Märzen­becher im Felsgeröll, dort die Akelei oder eine große Kolonie würdevoller Königskerzen. Heimat...

Am Nachmittag fuhren die Tagungsteilnehmer im Autobus zu den verschiedenen Naturschutzdenkmälern des Kreises Wetzlar, um persönlich in Augenschein ZU nehmen, was die Heimat an Schönem und Erhaltenswertem in reicher Fülle zu bieten hat.

Don der Lustschutzarbeii in Lich.

3) Lich, 22. Mai. Im Rahmen der Luft­schutzwerbewoche fanden auch in unserer Stadt zwei Veranstaltungen statt. Luftschutzführer S a m e s hielt vor der NS.-Frauenschaft einen Lichtbildervortrag überDie Frau im Luftschutz". Ferner hatte die Gemeindegruppe Lich des RLB. zu einer Großkundgebung auf dem Adlerplatz auf­gerufen, die von der Einwohnerschaft stark besucht war. Nach einem Musikstück des Musikzuges der Hitler-Jugend zeigte die HI. an praktischen Bei­spielen den Wert und die Notwendigkeit der Gas­maske. Durch Vorführung von Mannschaftskämpfen mit aufgesetzter Gasmaske widerlegten die Jungens gleichzeitig eindeutig die Ansicht von der hemmenden Wirkung der Gasmaske für den Menschen in der Bewegung. Die Luftschutzgemeinschaft zeigte an­schließend das Löschen eines Brandherdes, dis Be- Handlung eines Verunglückten sowie Meldeübungen mit aufgesetzter Gasmaske. Erläutert und geleitet wurden die Vorführungen von Luftschutzführer Hild. Nach den Hebungen sprach Luttschutzober- führer Meckel über Sinn und Zweck der Luft­schutzarbeit und forderte die noch abseits stehenden Volksgenossen zum Eintritt sowie zur tätigen Mit­arbeit im RLB. auf, um so mitzuhelfen, das große Ziel, die vollständige Luftschutzbereitschaft, so rasch wie möglich zu erreichen. Mit dem Treuegelöbnis zum Führer schloß die eindrucksvolle Kundgebung.

Datsherrensihung in Butzbach.

-- B u tz b a ch , 24. Mai. In der gestrigen Rats­herrnsitzung lag eine ausgedehnte Tagesord­nung vor. Zunächst drehte es sich um die Polizei­verordnung über den Fahrzeugverkehr in unserer Stadt. Vorgesehen war, einige Park- und Durch­fahrtsoerbote aufzuheben. Nach eingehender Aus­sprache beschloß man, es bei dem seitherigen Zu­stande zu belassen, wonach das Parkverbot in der Weiseler Straße und Wetzlarer Straße sowie das Halteverbot' in der Kasernenftraße bestehen bleiben soll. Die Professor-Werner-Straße bleibt vor wie nach für den Durchgangsverkehr gesperrt, bis eine neuzeitliche Behandlung der Sttaßenoberfläche statt- gefunden hat. Sodann wurde das Prüfungsergebnis der städtischen Rechnung für das Rechnungsjahr 1936 bekanntgegeben, wonach dem Bürgermeister Ent­lastung erteilt wurde. Zum Schluß wurden zwei Konzessionsgesuche abgelehnt, da die Bedürfnisfrage nicht gegeben ist.

Iahrplonverbefferung auf der Ohmialbahn.

Homberg, 23. Mai. Die Reichsbahn­direktion Frankfurt hat auf die Eingaben des Ver­kehrsamtes Homberg, Oberhessen, den Fahrplan der die Eisenbahnlinien GießenFulda und Frank­furt Gießen Kassel verbindenden Strecke Burg Nieder - Gemünden Kirch­hain verbessert und verdichtet. Man kann nun be-

Frankfurt a. M., 25. Mai. Die Börse blieb, wie vor den Feiertagen kaum anders erwartet außerordentlich still und lustlos. An den Aktien­märkten kam verschiedentlich etwas Ware aus Mattstellungen zum Ultimo heran, während an­dererseits Käufe und Aufnahmen nur zögernd er­folgten. Wenngleich die Entwicklung weiterhin un­einheitlich war überwogen doch eher Rückgänge kleinen Ausmaßes. Teilweise gingen sie allerdings über 1 v. H. hinaus. Von Monranwerten büßten Verein. Stahl 0,40 v. H. ein auf 101, Rheinstahl 0,65 v. H. auf 130,65 und Hoesch 0,25 v. H. auf 108,50, Mannesmann mit 105,75 und Klöckner mit 116 sowie Harpener mit 130,75 lagen behauptet Weiterhin unverändert blieben auch JG.-Farben m'it 149,50, ferner Rütgerswerke mit 132,25 bei 7,2 v. H. Netto-Dividendenabgang. Elektroaktien ka­men überwiegend 0,50 bis 1 v. H. schwächer an, Lahmeycr verloren 1,25 v. H. auf 109,25 und Schuckert 1 v. H. auf 178,50. Maschinenaktien und Bauwerte konnten sich behaupten. Etwas höher waren Adlerwerke mit 101,75 (101) und Conti Gummi mit 214 (213,50).

Arn Rentenmarkt ergaben sich bei kleinem Geschäft nur wenig Abweichungen. Reichsaltbesitz unv. 132,15 Geld, 5 v. H. Gelsenberg 0,40 v. H. erholt auf 99,65. Im Freioerkehr Kommunal-Um- chuldung bei unv. 93,70 eher gefragt, späte Schuld­bücher 0,13 v. H. ermäßigt auf 99,40 und im Tele- onverkehr I. Steuer Gutscheine weiter rückläufig auf 103,55 (103,85). Serie II. blieben halbamtlich bei 98,65. Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. niedriger mit 121,65. Don Industrie-Obligationen 6 v. H. JG.- Farben 124,25 (123,75), die übrigen wenig ab­weichend. Staats- und Stadtanleihen sowie Pfand­briefe lagen sehr still und unverändert.

Im Frei verkehr schwächten sich Rastatter Waggon weiter ab auf 54 bis 56 (57 Brief). Tages- Feld unv. 2,50 v. H.

auf 4 0 0 0 0 RM. Geldstrafe gegen bie Frau und 20 000 RM. Geldst rafe gegen

Albach , 26. Mai. Frau Elisa Gerhard, geb. Arnold, Witwe des Johann Gerhard, kann heute ihren 7 7. Geburtstag feiern. Der Ge- sundheitszustand der Frau ist erträglich. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

s. Lang-Göns, 25. Mai. Am 27. Mai kann unsere Mitbürgerin Anna Elisabeth Wagner Wwe., geb. Velten, Pinggasse, bei guter körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag begehen. Wir wünschen viel Glück für den weiteren Lebensabend.

* L a ng - Göns , 25. Mai. Zu unserem Bericht über die Mütter-Ehrung seien hier die Namen der Geehrten angeführt: Anna Elisabeth Beppler Wwe., Anna Bieker Wwe., Marie Dem, Helene Gatzert, Kath. Herbe! Wwe., Kath. Herbel, Kath.

Heß, Christine Hofmann, Marie Kromp Wwe^ Kath. Müller, Kath. Rudolph, Christine Spelkus, Christine Stoll, Marie Stoll Wwe., Kath. Velten Wwe., Marie Velten, Kath. Velten.

* Hungen, 26. Mai. Der 47 Jahre alte Karl Sch neider von V i l l i n g e n , der hier bei einer Firma beschäftigt ist, die Betonwaren herstellt, stürzte hier bei feiner Arbeit von einem niedrigen Gerüst ab und erlitt eine Gehirnerschütterung, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte.

± Laubach, 26. Mai. Am heutigen Freitag können Friseurmeister Wilhelm Kraus und Frau in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Wir beglückwün­schen das Jubelpaar.

nicht versteuert. Aus diese Weise ist dem Staat und der Volksgemeinschaft für ihre wichtigen Aufgaben eine Summe von 40 000 RM. an Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuern vorenthalten worden. Ein Beamter des Finanzamtes deckte den Betrug auf. Die beiden Angeklagtenfind sich keiner Schuld" bewußt. Während der Ehemann den Unwissenden spielt, gibt die Frau zu, daß siedie Steuer ge­macht habe". Sie erklärt, daß sie einmal 15 000 RM. und dann sogar 20 000 RM. hinter dem Rücken ihres Mannes auf die Seite geschafft habe! Der Vertreter des Finanzamtes warf den Angeklagten krassen Eigennutz vor. Wegen dieses großen Steuer­betrugs beantragte der Staatsanwalt gegen die Ehe­frau eine Geldstrafe von 60 000 RM. und gegen den Ehemann von.20 000 RM., gegen diesen außer- dem drei Monate Gefängnis. Das Urteil lautete

* Wetzlar, 24. Mai. Stehen Wirtschaft und Naturschutz einander feindlich gegenüber oder ergänzen sie fick im höheren Sinne zum Wohle un­seres Volkes? Unter dieser Devise könnte die Ta­gung der Kreis stelle für Naturschutz ZU Wetzlar, einer der ältesten öffentlichen Ein­richtungen dieser Art in unserer Gegend, gestanden haben; denn sämtliche Vorträge und Aussprachen kreisten, ausaesprochen oder unausgesprochen, irgend­wie um diese Kernfrage. Werden die ideellen Be­strebungen einer heimatschützlerischen Bewegung gegenüber den gebieterischen Belangen und Forde­rungen einer mächtigen Wirtschaft zur Geltung kommen oder nicht? Die Handhabe für einen wir­kungsvollen Naturschutz gibt das Reichsnaturschutz­gesetz vom 26.6.1935 mit seinen Durchführungs­bestimmungen, die erstmalige Zusammenfassung aller früheren Einzelbestimmungen auf dem Gebiet. Seine Absicht besteht nicht nur in der Erhaltung einzelner Landschaftsbestandteile, wie alter Bäume, die vor der Fällung und bemerkenswerter Felsgruppen, die vor dem Zugriff von Steinbruchbetrieben gesichert werden müssen, sondern ganze Landschaftsteile sol­len m ihrem ursprünglichen Charakter erhalten bleiben. Wie wir sie von unseren Vorfahren über­nahmen, wollen wir die Heimat unseren Nachkom­men hinterlassen, die nicht nur zwischen Schutthal­ten und ausgebeuteten Erdlöchem wohnen sollen. Nicht einer Entwicklung entgegenstemmen will sich der Naturschutz, sondern sich auf ihre zukünftige Ge- taltung durch Menschenhand im voraus einen Ein- luh sichern, der genügen wird, um eine gewissen- ofe Verschandelung nicht zuzulassen. Zu diesem Zwecke werden besonders schöne und eigenartige Landschaften in ihrer Ganzheit in die Landschafts- schütz karte eingetragen. So das ganze bereits stark übersetzte Gebiet des Mittelrheins. Was vom Spie- gel des Stroms bis hinauf zu den Berglinien bei­der Ufer sichtbar ist, wird dem Zugriff der Natur- schutzbehörde verfallen; das gleiche geschieht mit den landschaftlich schönsten Teilen der Lahn, um den Nuß in feiner reizvollen Eigenart und Ursprüng­lichkeit bet einer zu erwartenden Kanalisierung best­möglich erhalten zu können. '

Weitere Einzelprobleme wirft die Gegenüberstel- lung von Naturschutz und Landwirtschaft auf. Auch da wäre es verkehrt, zu glauben, daß das Geheimnis der Erhaltung des Ueberkommenen nun in der Stützung des Abgelebten bestände. Ganz im Gegenteil: Baumruinen, die nur eine Gefährdung