S;| ?r‘250 ^roc^cs ___Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 25. Oktober (959
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Aus dem Reiche der Krau
Die verregnete Kleidung.
schwarzen W o l l j ä ck ch e n mit ebenfalls
siihrung, Frau Dr. Vorwerck, richtet im Zu-
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gearbeitet ist.
klingt.
Kürbiskompott:
links, während das Kleidchen mit bem schwarzen Samtmieder (ganz rechts) aus buntgetupftem Musselin und weißem Mull (Müschen!)
lhelm Sangt :: Ernst Alm uilletonundir t Gießen, Ps Slumschein. & ich für den?) Druck und Jo R. Lange, U »reis 2,05 M mit der H ifspreis 10 \ ustrierten 5 j m 1. Sepien
Gelbe Giganten.
Von M. A v. L.ütqen0orff.
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Man hält es kaum für möglich, daß sie nur dem Boden entstammen, auf dem sie in ihrer gewaltigen
Träten Kleiderschrank. Will es nun der Himmel, daß wir durch und durch naß nach Hause kommens rmpfinden wir dies nicht mehr als Unbequemlich-
preßt ein zur Herstellung von Seifen oder Maschinenfett zweckdienliches Oel liefern; in Steiermark und Ungarn hat man das Kürbisöl auch als Speiseöl verwendet. Es ist ein dunkelgrünes Oel und in d-en Kernen fast bis zur Hälfte ihres Trockengewichtes enthalten. Der Nährwert seines Fleisches übersteigt übrigens den der Gurken um ein Beträchtliches, schon deshalb, weil der Kürbis nicht so wasserreich ist.
Er gehört zu den Früchten, die schon auf alt- ägyptischen Wandgemälden dargestellt sind. Allerdings scheint damals nur der Flaschenkürbis bekannt gewesen zu sein, der vermutlich als Gesäß benützt wurde, wie ja auch die Römer Wein, Wasser, Honig in hohle Flaschenkürbisse zu füllen pflegten. Doch die Römer, die recht gut wußten, was gut schmeckt, verstanden bereits das Kürbisfleisch zu kochen oder zu braten oder es auch ähnlich zu Melonen und Gurken einzumachen.
Im Kräuterbuch von Leonhard Fuchs, das 1543 erschien, wird er „türkisch Cucumer" genannt ober „Meer-Cucumer"; auch „indianisch öpffel" hießen die Kürbisse damals. Die Indianer des mittleren Amerika waren tatsächlich geschickte Kürbiszüchter und zwar lange ehe Kolumbus ihr Land betrat. Wogegen es bei Eingeborenenstämmen Afrikas zu einer richtigen „Kürbiskunst" kam, zur Verwendung der Kürbisse zu schönen Gebrauchsgegenständen. Um nichts zu vergessen, soll auch erwähnt werden, -daß man auch Versuche machte, aus leeren Kürbisschalen, die mit Saiten begannt wurden, Geigen zu fabrizieren.
Die Reife der Kürbisse zieht sich bis in den Herbst hinein. Müssen Kürbisse jedoch wegen Wetterungunst unreif zur Ernte kommen, ist der Schaden auch nicht groß, weil man sie in einem hellen, luftigen Raum nachreifen lassen kann. Dollreif ist der Kürbis, wenn er beim Beklopfen hohl
Der Kürbis wird geschält, in kleine Stücke geschnitten und in etwas Wasser gargekocht. Man gibt Zucker daran und schmeckt mit Zittonensast oder Essig ab. Sehrg ut ist das Kompott, wenn Zwischen oder Brombeeren untergemischt werden.
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Gute Gerichte mit lleberlequng zutemmenoestelli.
übergegangen. Mit den ihr nun zur Verfügung gestellten Nahrungsmitteln müsse die Hausfrau mit Ueberlegung gute Gerichte zusam- men füllen, neue Kompositionen dabei suchen. Sie werde sich Tages- und Wochenfahr- plane für die Ernährung machen. Wenn sie dafür guten Rat brauche, solle sie sich bei den haus- wirtschaftlichen Beratungsstellen des Deutschen Frauenwerks Küchenzettel und Rezepte holen. Das Deutsche Frauenwerk freue sich aber auch umgekehrt über jede vernünftige Anregung, die ihm mitgeteilt wird.
Unter Luftschuhkoffer.
Von H. CH. Hansen
Unser Luftschutzkoffer ist der Liebling der Familie und hat alle Aussicht, einmal der Liebling des Hauses zu werden, wenn er wirklich benötigt wird. Jeder verttaut ihm sein Liebstes an. Vater hat außer einer Tasche mit Urkunden ein Päckchen Spielkarten, das Dominospiel und seine Reiseflasche voll Weinbrand in den Koffer gepackt. Marter brachte eine Flasche mit Kölnisch Wasser und eine Büchse mit Zwieback samt einer Schachtel Pfefferminzplätzchen und zwei Büchern an. Bruder Fritz, der Tertianer, vertraute dem Koffer ein Skizzenbuch und Farbstifte samt einem Geduldspiel an. Helga, die Fünfzehnjährige, hat große Pläne mit Handarbeiten, Tagebuch und Füllhaltern, Laute und Plastilin'block — am liebsten hätte sie chr halbes Zimmer nach unten geschleppt. Nun, sie beschränkte sich dann großmütig auf die Laute, die auf den Koffer gelegt wird, ehe Helga zu Bett geht. Der kleine Walti trat für Mitnahme seiner Schäferei und einer Schachtel Soldaten ein, was ihm auch bewilligt wurde. Da unser Keller elektrische Be- leuchtung hat, verspricht der Inhalt des Koffers nötigenfalls auch den anderen Familien zur Unterhaltung und Abwechslung zu dienen. Und als ob er das wüßte, liegt er freundlich glänzend über seinen schwarzen Wachstuchbezug jederzeit griff- bereit auf dem Schemelchen neben der Flurtürs.
Darin wird unterstrichen, daß alle ausreichend Nahrungsmittel erhalten. Dom gesundheitlichen Standpunkt aus bekomme jeder in ausreichender Menge, was sein Körper zur Erhaltung und zum Wachstum der Kräfte brauche. Die ungesunde Entwicklung der Eßgewohnheiten mancher Familien, besonders beim Fett, werde nun durch die Rationierung automatisch zur gesundheitlich richtigen zurückge- führt. Der Fortschrittler sei längst zu stärkerem Verbrauch von Gemüse und Ob st
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Itanb mit übergelegtem Tuch und heißem Bügeleisen Reicht geplättet. Dann, noch etwas feucht, zurecht- ijebogen. Federchen streicht man über einen Meißen Messerrücken, und sie sind wieder kraus. Länder und Schleifen werden mit feftge- wickelten Papierrollen ausgestopft, Enden geplättet, ^roddeln und Pompons kämmt man leicht durch, lläjyt sie trocknen und faßt sie dann fest zusammen und schneidet mit einer scharfen Schere ein wenig ab. Sie sind wie neu. Besonders Helle Far- ben. Mäntel und Kleider reinigt man mit lauroarmem klaren Wasser, bis der Straßenschmutz isort ist und plättet sie dann von links auf. Beson- . bere Sorgfalt wendet man auf die Nähte, damit ie nicht kraus werden. Das Plätten geschieht über ?in Tuch. Seife darf nicht genommen werden, wenn knan keine Ränder haben will.
Die nassen Schuhe werden erst vom Schmutz, Denn nötig, durch Abwaschen mit einem Läppchen, gefreit, wobei wir sie so wenig wie möglich naß nachen, bann ganz fest mit Papier ausgestopft. ! früher füllten wir sie voll Erbsen, die viele Jahre iür denselben Zweck immer wieder aufgetrocknet vurden. Dann werden sie erst mit einem Leder- lett eingerieben und später geputzt. Neue S o h - ! e n bestreichen mir mit heißem Firnis, lassen sie
guten Durchziehen, ohne zu kochen, stehen. Durchgegossen, wird die Brühe mit Fleischbrühwürfeln abgeschmeckt und mit 15 Gramm weißer Gelatine gesteift. Das Fleisch ist feinwürfelig darunter gemischt. In einer mit kaltem Wasser ausgespülten Form erkalten lassen. Mit Kartoffelsalat und Endivien reichen. Es muß nicht gerade Reh sein, Hasenklein tut's auch.
Kriegsmajonäse.
Verrühre zwei Teelöffel Eierfparpulver mit einem Fünftel Liter Milch, rühre einen Eßlöffel Mehl an, würze mit Pfeffer, Salz, einer Prise Zucker und wenig gutem Weinessig. Rühre alles im Wasserbad, bis es dickt, aber nicht kocht. Rühre alles kalt und gib währenddessen einige Tropfen Salatöl und, wenn man will, auch noch feinen Essig daran. Ein Löffelchen Mostrich verfeinert und würzt. Diese Tunke paßt zu allen Salaten und Gemüse, Pilz- und Fleischsülzen.
’liuS ef)en.
®emüfe wird mit ganz wenig Wasser durch ein Tuch gedrückt; das Zellen- bleibt jurüct. Pilz- und Gemüsesaft wird langsamem Feuer auf die Hälfte ein- £+4«« ' T Leine Flaschen gefüllt und gut ver- cS!,Of

