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vereinbart:
Artikel IV.
Gefallene Grenze
Deutschlands Recht aus seinen Lebensraum
Sucht England nach Lorwänden für eine neue Einkreisungspolitik?
Politik stets im engen mit der deutschen Regierung führen.
Berlin, 23. März. (DNB.) In Erfüllung der Bitte der slowakischen Regierung an den Führer, den Schutz des slowakischen Staates gu übernehmen, wurde am Donnerstag im Auswärtigen Amt in Berlin nachstehender Vertrag
abgeschlossen:
Die deutsche Regierung und die slowakische Regierung sind, nachdem sich der Slowakische Staat unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt hat, übereingekommen, die sich hieraus ergebenden Fol-
Entsprechend dem vereinbarten Schutzverhältnis wird die slowakische Regierung ihre Außen- invernehmen
haben die unterzeichneten Bevollmächtigten der beiden Regierungen folgende Bestimmungen
Artikel V.
Dieser Vertrag tritt sofort mit der Unterzeichnung in Kraft und gilt für eine Zeit von 25 Jahren. Die beiden Regierungen werden sich vor Ablauf dieser Frist rechtzeitig über eine Verlängerung des Vertrages verständigen.
Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Be. vollmächtigten diesen Vertrag in doppelter Aus. fertigung unterzeichnet.
Wien, den 18. März 1939.
Berlin, den 23. März 1923 ,
. Für die deutsche Regierung:
gez.: v. Ribbentrop.
Für die slowakische Regierung: gez.: Dr. Ti so gez.: Dr. T u k a gez.: Dr. Durcansky.
Befriedigung in Kowno.
Die litauische Delegation hat Berlin verlassen.
Berlin, 23. März. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab am Donnerstagmittag z u Ehren der litauischen Delegation, die sich unter Führung des litauischen Außenministers Urbsys aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch-litauischen Vertrages über die Wiedervereinigung des Memellandes mit dem Deutschen Reich in Berlin befindet, ein Frühstück im Hotel Adlon. Von deutscher Seite nahmen die Mitglieder der deutschen Verhandlungsdelegation teil. Gegen 23 Uhr verließ die litauische Delegation die Reichshauptstadt, um sich nach Kowno zurückzubegeben. Zur Verabschiedung hatten sich Staatssekretär von Weizsäcker und der Chef des Protokolls Gesandter von Doernberg emgefunben.
Der Besuch des Führers und die rasche und reibungslose Uebemahme des Memelgebietes hat
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Auf die Kunde der Heimkehr des Memellandes sammelten sich Hunderte vor der Königin- Luisen-Brücke in Tilsit, um als erste den Brüdern und Schwestern des Memellandes die Hand zum Gruß reichen zu können. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
in Kowno stärksten Eindruck gemacht. Es wird« heroorgehoben, daß die Ansprache des Führers an die Memeldeutschen keine Spitze gegen £i" tauen enthielt, und mit Zuversicht sieht man in politischen Kreisen der künftigen Gestaltung da- deutsch-litauischen Verhältnisses entgegen. Man sied'' in dem Vertrag den Weg für eine Umstellung, milder die jetzige Struktur des staatlichen Lebens nicht' erschüttert werde. Dor allem aber wird auf die in" Vertrag enthaltene Richtangriffsvereinba" rung’ hingewiesen, die für Litauen ooo: höchstem Wert sei. In wirtschaftlichen Kreise» • stellt man mit Genugtuung fest, daß der ZU" gang zur See und damit die Ausfuhr auch fj die Zukunft gesichert sei. Auch die Grundlage litauischen Wirtschaft, d i e Lan dw ir tschau. bleibe unberührt, zumal durch die Schaffung ein**' stabileren Verhältnisses zu Deutschland, das stet*' der beste Abnehmer l a n d w i r t s ch aU" licher Erzeugnisse Litauens geweseni F• die Möglichkeiten für einen erweiterten Ao - sa tz gegeben seien. In ihren Kommentaren jJJ- Rückkehr Memels zum Deutschen Reich enthält H“• die Presse aller gehässigen Aeußerungen.
zwischen zwei Staaten vereinbart worden ist. Deutschland sagt Rumänien umfassendste Unterstützung bei dem Ausbau seiner Wirtschaft zu. Es wird in Aussicht genommen, insbesondere die Industrialisierung Rumäniens unter deutscher Mitarbeit weiter zu fördern. Diese Vereinbarung wird abgeschlossen, während noch in der Weltpresse die aus England stammenden Behauptungen verbreitet werhen, Deutschland hätte von Rumänien in ultimativer Form jeden Verzicht auf Industrialisierung und die Beseitigung der bestehenden Industrien 'verlangt! Die deutsche Mitarbeit an der Erschließung d e r rumänischen Bodenschätze soll gleichzeitig den Wohlstand Rumäniens erhöhen und darüber hinaus die deutschen Bezugsmöglichkeiten in Rumänien verstärken. Auch die rumänische Landwirtschaft soll im gemeinsamen Zusammenwirken der beiden Länder in der Richtung einer Entwicklung ihrer Produktion auf den deutschen Bedarf hin ausgebaut werden. Be
rn ä n i s ch e Armee und Luftfahrt belie- e r e, sei füx Frankreich besonders bitter, da es zur Stunde nicht einmal die vor einem Jahr Rumänien versprochenen Kriegsmateriallieferungen habe durchführen können.
Sogar die Außenpolitikerin des „Oeuvre" berichtet: Die Kreisender Londoner City seien durch das deutsch-rumänische Uebereintommen ganz besonders niedergeschlagen, denn die englische Wirtschaftsmission sollte morgen oder übermorgen in Bukarest eintreffen. Das sei ein phantastischer R e - kord Deutschlands. Der „Petit Parisien" stellt fest, daß die Rüstungsanstrengungen der Demokratien das nationalsozialistische Deutschland veranlasse, durch energische Maßnahmen seine Handlungsfreiheit zu sichern. Es werde noch in diesem Jahre eine strategische und wirtschaftliche Position erreichen, die das Reich endgültig unangreifbar mache. Der „Jour" schlägt in dieselbe Kerbe, wenn er nicht ohne Enttäuschung über die Unwirksamkeit der französisch-englischen Manöver erklärt: Alle Widerstände brechen vor Hitler zusammen.
Amerika erhöht Zoll aus zoll- vslrchtige deutsche Waren.
Amerikas Geschäftswelt protestiert gegen die Zollmatznahmen gegen Deutschland.
Washington, 23. März. (DRB.) Das amerikanische Schatzamt gab in diesen Tagen bekannt, daß auf Grund des Arttkels 303 des Zollgesetzes mit Wirkung vom 23. April 1939 a u f alle zollpflichtigen deutschen Waren, und zwar sowohl aus Importen als für solche, die aus Zollverschlüssen kommen, außer den üblichen Zöllen e i n zusätzlicher Ausgleichszoll von 25 Prozent des Fakturenwertes in bar zu erheben ist.
Zeichnung. Links von ihm der stellvertretende slowakische Ministerpräsident Tuka und der slowakische Außenminister Durcansky. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
entschiedenen Wider st and Englands um anderer Länder stoßen würde. Demgegenüber ha England nicht den Wunsch, angemessenen o " mühungen Deutschlands, seinen Außenhandel zu e" weitern, entgegenzutreten, wenn auch die ent|Pr chenden Unterhaltungen interessierter Äreffe 3 Zeit unterbrochen seien. Zum Schluß wiederya er die These der englischen Regierung, et 1 weltanschaulichen Blocks gegeneina aufstellen zu wollen und unterstrich erneut i ' Entschlossenheit, mit allen Mitteln Versuch«*
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bauarbeit zu stören.
Der rumänische Ministerrat billigt das Wirtschaftsabkommen.
Bukarest, 24. Marz. (DNB.) Am Donnerstag, abend fand ein IN in i st errat statt, in dem der Außenminister und der Wirtschaflsminister über den Abschluß des deutsch-rumänischen Wirtschaftsabkommens berichteten. Der Winisterrat billigte einmütig das Abkommen.
London und das deutsch- rumänischeWtrlschafksabkommen
London, 24. März. (Europapreß.) In der Londoner Morgenpresse kommt die Ansicht zum Ausdruck, daß 'Deutschland mit diesem Vertrag einen Sieg erfochten habe. „Daily Telegraph" kann es sich nicht verkneifen, das Zustandekommen des Handelsvertrages als „unangenehmes Ergebnis" der Zauderpolitik der Mächte'gegenüber der von England betriebenen Allianzpolitik hinstellen zu müssen. Der „Daily Expreß" erklärt, der Ehe Chamberlain-Stalin stellten sich Schwierigkeiten in den Weg, das Blatt fordert jedoch beschleunigteres Tempo. Die weitere Erklärung Chamberlains, die englische Regierung beabsichtige nicht, die Errichtung eines ideologischen Blocks in Europa, wird vom „Daily Telegraph" als Versuch einer englischen Einwirkung auf Italien ausgelegt, sich bet den Auseinandersetzungen keiner gewaltsamen Mittel zu bedienen.
Ar Eindruck in Parts.
Ein schwarzer,Tag für die Demokratien.
Paris, 24. März. (DRB. Funkspruch.) Die in den letzten 24 Stunden von Deutschland abgeschlossenen politischen und wirtschaftlichen Verträge sowie die Rückkehr des Memellandes ins Großdeutsche Reich und der Einzug des Führers in Memel haben auf die französische Presse einen außerordentlich starken Eindruck gemacht. Sogar das sowjethörige „Ordre" gesteht ein: Man muß die Dinge sagen, wie sie sind, der gestrige Tag war für Deutschland gut und ... schlecht für die Demokratien, die fort« fahren, Winkelzüge zu machen. Die Tage gehen dahin und weit davon entfernt, eine Verhaltungs- und Widerstandslinie zu sehen, hat man unglücklicherweise den Eindruck, daß alles unklarer wird und sich auflöst .. Gut für Deutschland, weil es handelt, während wir schwatzen
Das Journal" erklärt, daß Deutschland seine Offensive auf allen Gebieten mit einer erhöhten Energie fortsetzt und daß es unter Ausnutzung der erreichten Geschwindigkeit neue Erfolge baoonträgt und weitgehend feine politischen, wirtschaftlichen und strategischen Positionen festlegt. Das Abkommen mit Rumänien sei ein sehr großer E r - folg Deutschlands. Es gebe wohl niemanden in Frankreich und England, der nicht die wirkliche Tragweite dieses Abkommens, das überall Sensation mache, einschätze. Der „Excelsior" erklärt- Dis Vereinbarung, daß Deutschland in Zukunft die r u -
Oie Slowakei unter dem Schuh Großdeutschlands.
Das Recht zu militärischen Anlagen -er deutschen Wehrmacht. — Oie slowakische Außen Politik im engen Einvernehmen mit dem Reich.
In einer von der Deutschen Handelskammer in Reuyork veranstalteten und von mehreren hundert Importeuren, Bankverttetern sowie Exporteuren von Baumwolle, Kupfer und anderen Waren besuchten P r o t e st v e r s a m m l u n g wurde nachdrücklich g egen die zollmäßige Neubelastung der deutsche Einfuhr Stellung genommen und ein einstimmig gefaßter scharfer Protest an das Schatzamt abgesandt. In der Entschließung wird der Erlaß als unnötige und obendrein verlustbringende Maßnahme mit geradezu vernichtenden Folgen für zahlreiche Firmen des amerikanischen Ein- und Ausfuhrhandels, des Kredit -und Ver- lehrsgewerbes sowie der amerikanischen A r - beiter gebranbmarft. Weiter wird darauf bin« gewiesen, daß nicht nur der amerikanische Handel mit dem Deutschen Reich bisherigen Umfangs, sondern auch derjenige mit der bisherigen Tsche- cho-Slowakei entscheidend bedroht werde und daß der Erlaß insbesondere auch für die amerikanischen Farmer höchst nachteilige Folgen haben müsse.
Bei Beurteilung der deutschen Handelsmethoden, auf die sich der Erlaß mit dem Vorwurf des deutschen „Dumpings" formell stützt, müsse die willkürliche Abwertung des Dollars berücksichtigt werden, die sich gegenüber den Nichtabwertungsländern als primäre amerikanische Dumpingmaßnahme auswirke und den Handel dieser Länder mit den Vereinigten Staaten entsprechend einenge. Unter der Wirkung der amerikanischen Maßnahmen auf Handels« und währungspolitischem Gebiet sei insbesondere Deutschland gegen seinen Willen zu seinem gegenwärtigen Handels« und Tauschsystem gezwungen worden.
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auch die deutsche Mitwirkung bei d e m Ausbau der rumänischen Armee, Marine, Luftwaffe und Rüstungsindustrie vorgesehen ist. Die Tatsache, daß Deutschland seine Hilfe für den Ausbau der rumänischen Wehrhaftigkeit zur Verfügung stellt, ist ein weiterer schlagender Beweis dafür,' daß es nicht daran denkt, dieses Land militärisch anzugreifen! Mit der Veröffentlichung des Vertrages ist wieder einmal eine politische Pressehetze gegen Deutschland endgültig zusammengebrochen. Der rumänische Gesandte in London, auf den diese Pressehetze anscheinend zuruck- zuführen ist, wird sich nach dieser Lektion woh überlegen, ob er weiter derartige aus der Lust gegriffene' Sensationen in die Welt setzen kann.
So aktuell der deutsch-rumänische Vertrag auch gerade im gegenwärtigen Augenblick im Hinblick aus die politische Lage sein mag, seine eigentliche Bedeutung für die Zukunft liegt a u f wirtschaftlichem Gebiet. Es hat sich wieder einmal gezeigt, daß die natürliche wirtschaftliche und geographische Verbundenheit Großdeutschlands mit den Ländern des europäischen Südostens und vor allem mit Rumänien stärker ist als alle politischen Gegen- tonftruftionen. Die Wirtschaften Deutschlands und Rumäniens ergänzen sich in idealer Weise. Deutschland ist in der Lage, fast alle rumänischen Ausfuhrerzeugnisse auf lange Sicht und zu guten Preisen aufzunehmen, umgekehrt kann die deutsche Industrie Rumänien alles liefern, was dieses reiche Land mit großen Zukunftsaussichten für den Aufbau feiner Wirtschaft und die gesunde und glückliche Entwicklung seines Volkes braucht. Gegenüber diesen naturgegebenen Tatsachen müssen alle Versuche anderer Länder, die aus politischen Gründen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Rumänien stärken möchten, ohne daß reale Grundlagen vorhanden wären, scheitern.
Der Einkauf von Luxuswaren setzt Rumänien nicht in den Stand, eine Industrie aufzubauen und Länder, die nicht in der Lage sind, die rumänischen Erzeugnisse abzunehmen, können auch nicht an Rumänien liefern, weil sie Rumänien keine Zahlungsmöglichkeiten geben können. Dies gilt insbesondere für England, das alle Ausfuhrgüter Rumäniens in erster Linie aus dem eigenen Empire beziehen kann und zur Vermeidung ernster Unzufriedenheiten in den Dominions auch beziehen muß. Deutschland geht im Südosten unbeirrt von allen politischen Quertreibereien zum Segen der Südostvölker und zum Segen der deutschen Volkswirtschaft weiter seinen Weg mit dem Ziele einer immer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die den Beteiligten nur Nutzen bringt und keinem der Unbeteiligten, auch nicht England, berechtigte Veranlassung gibt, diese nicht gegen sie gerichtete wirtschaftliche Auf-
Eine seltsame Erklärung Chamberlains.
London, 23. März. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain gab im Unterhaus eine Erklärung zu den jüngsten Vorgängen in Europa ab. Darin warf er die Frage auf, ob etwa die öeut« s ch e Regierung danach trachte, Europa zu beherrschen ober sogar noch weiter zu gehen. In einem solchen Falle würde die britische Regierung zu sagen genötigt fein, daß sie auf den
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Artikel I.
Das Deutsche Reich übernimmt denSchutzder politischen Unabhängigkeit des Slowakischen Staates und der Integrität eines Gebietes.
Artikel II.
Zur Durchführung des vom Deutschen Reich Übernommenen Schutzes hat die deutsche Wehrmacht jederzeit das Recht, in einer Zone, die westlich von der Grenze des Slowakischen Staates und östlich von der allgemeinen Linie, Ostrand der Kleinen Karpathen, Ostrand der Weißen Karpathen und Ostrand des Iavornik-Gebirges, begrenzt wird, militärische Anlagen zu errichten und in der von ihr für notwendig gehaltenen Stärke b e - etztzu halten. Die slowakische Regierung wird veranlassen, daß der für diese Anlagen erforderliche Grund und Boden der deutschen Wehrmacht zur Verfügung gestellt wird. Ferner wird die slowakische Regierung einer Regelung zustimmen, die zur zollfreien Versorgung der deutschen Truppen und zollfreien Belieferung der militärischen Anlagen aus dem Reich erforderlich ist.
In der im Absatz 1 beschriebenen Zone werden die militärischen Hoheitsrechte von der deutsches! Wehrmacht ausgeübt.
Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die auf Grund eines privaten Dertragsverhältnisfes mit der Errichtung militärischer Anlagen in der bezeichne- en Zone befaßt sind, unterstehen insoweit der deutschen Gerichtsbarkeit
Artikel III.
Die slowakische Regierung wird ihre eigenen militärischen Kräfte im engen Einvernehmen mit der deutschen Wehrmacht organisieren.


