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Feldmarschall Göring im Ruhrgebiet
ft, dabei fast ausschließlich um F l u g z e u g e.
hier die 'om Kom, ebergelegt
Washington, 21.Juli. (DNB.) Nach einer Mitteilung der Munitions-Kontrollbehörde erteilte ts Staatsdepartement in der ersten Hälfte des «Zhres 1939 Ausfuhrlizenzen für Waffen Md Munition in einer Gejamthöhe von 7 112 319 Dollar. Davon entfallen auf Frank- i ich allein 36 und auf England 14 Millionen lidar. Die Lieferungen blieben jedoch größtenteils
Unser Bild zeigt die Begrüßung der über 1200 Männer und Frauen starken deutschen Mannschaft an Bord des „Wilhelm Gustloff" durch den Präsi- denten des Organisationskomitees der „Lingiade", Edgardh. — (Schirner-M.)
König Gustaf eröffnete die Lingiade
Die deutsche Sportabordnung herzlich begrüßt.
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Englands Doppelzüngigkeit in Palästina
Interessante Eingeständnisse des englischen Kolonialministers.
gab dann zunächst die englische O h n m a ch t ZU, wenn er feststellte, daß keine Politik m Palästina den sofortigen Frieden schaffen könnte. Macdonald verwahrte sich weiter gegen den Vorwurf, daß die Regierung das den I u d e n gegebene Versp r e - eb e n gebrochen habe. Mit der Feststellung, daß diesem Versprechen von Anfang an em Versprechen an die Araber gegenubergestanden habe, gestand er dabei freiwillig die englische Doppelzüngigkeit ein. Daß aber England gar kein Interesse an einer schnellen Lösung des Palästina - Problems hat, ging aus der weiteren Feststellung Macdonalds hervor, daß die britische Regierung „zu gegebener Zeit" der Genfer Liga ihre Argumente vortragen werde. Natürlich wurde das Hauv, sollte die Liga wirklich eine Aenderung des Mandats für notwendig erachten Ge dheit haben die Lage zu prüfen. Macdonald erklärte weiter, daß |eit dem 1. April 1939 8 0 0 0 Iuden, zum größten Teil aus Polen und Rumänien, auf illegalem Wege nach Palästina gekommen seien. Diese Einwanderer wurden vorher dahin instruiert, bei der Hinfahrt ih" Papiere über Bord zu werfen, so daß i)ie britischen Behörden sie Inicbt mehr zurückschlcken konnten. Es handele sich hier also um eine regelrechte Organisation mit dem Ziel, die Weißbuch-Politik Zu tzmtertrei-
i. Durch dieses Verfahren wurde Die Lage für
Mussolini an Franco.
politische und geistige Solidarität".
Rom, 20. Juli. (Europapreß.) Mussolini starte an den spanischen Staatschef Franco fol- aede Botschaft:
Während Sie und das spanische Volk im Jahre de Sieges den dritten Jahrestag des Beginns der inanonalen Revolution feiern, möchte ich erneut aus- Ur tfen, daß die Regierung und das Volk Italiens brüderlich die Festlichkeiten miterleben. Ich möchte ach hinzufügen, daß das italienische Volk mi dem größten Interesse und der g r ö ß °! Ihlen Begeisterung den Kundgebungen gefolgt ist die Sie und das spanische Volk dem Grafen Timo bereitet haben, Kundaebungen, die in schlage der Weise die politische und geistige Solidarität bestätigt haben, welche unsere beide Völker verbindet.
ffch möchte noch meine freundschaftlichsten persön- [itien Grüße uno besten Wünsche hinzufügen.
Mussolini.
Bauerndörfer statt Latifundien
M?ues großartiges Aufbauwerk Mussolinis auf Sizilien.
=tom, 20. Juli. (Europapreß.) M u s s o lini enpfing im Palazzo Venezia die Amtswalter Der Fsichistischen Partei in Sizilien. Er richtete an tii Amtswalter eine kurze Ansprache, in der er ur:er Bezugnahme auf feine vor 23 Monaten in PLermo gehaltene Rede betonte, daß die ! lzi - lmnischen Latifundien durch Bauern- d rfer abgelöst werden mußten. Die sizilia- nche Erde könne das Doppelte der gegenwärtigen Mölkerung ernähren, weil Sizilien eine der frucht- basten Landschaften sei.
Anschließend entwickelte Staatssekretär T a s s i - r i im einzelnen den Plan zum wirtschaftlichen Ässbau Siziliens. Er kündigte an, daß auf etwa £>■0 0 0 0 Hektar Boden 20000 Kolo- iisst e n h ä u s e r erstehen würden. Dieses Problem di wirtschaftlichen Aufbaus der Insel würde im Surmschritt in Angriff genommen. Die Kosten »irden sich auf mehr als zwei Milliarden Lire binufen. Als Grundprobleme des bürgerlichen Loens auf Sizilien bezeichnete der Staatssekretär: dvi Haus, das Wasser und die Straße. Diese Pvbleme, deren Vernachlässigung Jahrhunderte büdurch die physische und moralische Notlage der! Stoölferung verursacht hätte, würden nun durch er zivilisatorisches Werk gelöst, das zu den größte der Geschichte der Menschheit gehöre.
Zum Schluß des Empfanges kündigte Musso- l-ni noch an, daß die ersten 2000 Siedlungs- hriser am 28. Oktober nächsten Jahres eingeweiht airben würden.
Amerikas Waffenlieferungen.
Ate Zeiten für die Rüstungskapitalisten.
weil, Schlehdorf und Urfeld unterbrochen.
Ehrung eines hundertjährigen.
Der Führer hat dem Volksgenossen Heinrich Krome in Lüchow aus Anlaß der Vollendung seines 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassem
Italienische Frauendelegation in Deutschland.
Am Donnerstagmorgen traf die italienische Frauen- delegation unter Führung der Leiterin der Fasci Feminile, Marchesa Olga Medici del Vascello, in Deutschland ein. Die Reichsfrauenführerin und Bauleiter Hofer begrüßten die italienischen Frauen am Brenner. Nach einem Frühstück fuhr die Reichs» j frauenführerin mit ihren Gästen nach München weiter, wo sie vorn Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, im Braunen Haus empfangen wurden. Am Frei- tag wird die Reichsfrauenführerin mit ihren Gästen über Nürnberg, wo Gauleiter Streicher der italie- nifchen Abordnung das Reichsparteitagsgelände zeigen wird, nach Berlin fahren.
„Polnische wirtschaft- auf der Anklagebank.
Der Hauptangeklagte bei der Katastrophe bei der polnischen Eisenbahn auf dem Danziger Haupt- bahnhof am Himmelfahrtstage, der Lokomotivführer Paul Luszaj, ist nunmehr aus dem Krankenhaus entlassen unfr in Danzig in Untersuchungshaft I genommen worden. Luszaj hat bei dem Unfall den rechten Arm verloren. Dor dem Untersuchungs« richter gab der 49jähribe Lokomotivführer an, er habe bisher nur Güterzüge geführt und fei an dem Tage der Eisenbahnkataftrophe zum ersten Male mit der Führung eines v-Zuges beauftragt worden. Man habe ihm keine Informationen gegeben, wie er die Geschwindigkeit des Zuges, insbesondere bei dev Durchfahrt auf dem Danziger Hauptbahnhof, ein- richten sollte. Er habe zwar von sich aus die Geschwindigkeit vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof ermäßigt, jedoch könne er nicht angeben, wie weit er die Geschwindigkeit gemindert habe. Kurz vor dem Bahnhof Danzig ist der Zug mit einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Kilometer in Der I Stunde gefahren und noch mit 75 Stundenkilometer fuhr der D-Zug in das Gleisgewirr des Hauptbahnhofes ein. Die Geschwindigkeit stieg sogar bis kurz vor der Katastrophe erneut auf 78 Stundenkilo- Imeter, obwohl eine starke Kurve den Lokomotive
S t o ck h o l m, 20. Juli. (DNB.) König G u st a f V. eröffnete am Donnerstagnachmittag im hiesigen Olympischen Stadion die zum 100jährigen Andenken an den Schöpfer der schwedischen Gymnastik Heinrich Ling veranstaltete Lingiade. Zirka 37 Nationen mit über 6000 Aktiven nehmen an dieser Gymnastik- Olympiade teil.
Die Begrüßungsansprache hielt in schwedischer, englischer und deutscher Sprache der Vorsitzende des schwedischen Organisationsausschusses für die Olympiade Edgarth. Der schwedische Staatsminister H a n s s o n würdigte in einer politisch stark betonten Ansprache Persönlichkeit und historische Tat Lings, die nicht nur im schwedischen Land Anklang und Ver° I breitung, sondern auch in der ganzen Welt Nachahmung gefunden habe.
Im Anschluß daran ließ K ö n i g G u st a s V. die von der Schwedischen Gymnastik-Lehrgesellschaft im Stadion gestiftete Ling-Büste enthüllen.
Bereits um 16 Uhr standen die deutschen Teilnehmer auf dem KdF.-Dampfer „Wilhelm Gustloff" zum Appell bereit. Nach einer letzten Musterung durch den Reichssportführer setzten sich 1000 deutsche Männer und Frauen durch die Straßen von Stockholm zum Stadion in Bewegung. Eine unübersehbare Menschenmenge umsäumte die Straßen, durch die unsere Teilnehmer in tadelloser Haltung und kleidsamer Sporttracht, deutsche Lieder singend, marschierten. Im Stadion zog die deutsche Mannschaft zuerst ein, vom brausenden Beifall der Zehntausende begrüßt. Dann folgten rund 50 Belgier, rund 800 Dänen, dabei eine Veteranengruppe, 25 Estländer, 100 Finnen, 300 Engländer, je 30 Ungarn und Isländer, 500 Norweger, 50 Polen, 20 Rumänen und zum Schluß über 2000 Männer und Frauen des Schwedischen Gymnastik-Verbandes.
werk Scholven in Buer. Hermann Göring besichtigte das gewaltige Werk, in dem Kohle verflüssigt wird, umgewandelt zu Benzin, eingehend und ließ sich von den technischen Direktoren alle Einzelheiten erklären. Auch hier empfing die Belegschaft den Feldmarschall und Beauftragten für den Vierjahresplan mit brausendem Jubel. Es war den Männern anzusehen, daß es für sie ein Festtag war, ihren „Hermann" unter sich zu haben, von dem sie wissen, wie er um ihr aller Wohl besorgt ist. Am späten Nachmittag setzte der Feldmarschall seine Fahrt auf seinem Motorschiff fort. Die Anteilnahme des Volkes, die Begeisterung und die vielen rührenden Szenen, die sich dabei abspielten, sind nicht zu beschreiben. Vom Rhein-Herne-Kanal über den Dortmund-Ems- Kanal erreichte der Generalfeldmarschall an Bord seines Motorschiffes „Karin II" gegen Abend Münster.
Aus aller Wett.
Schweres Unwetter in Güdbayern.
Kempten (Allgäu), 21.Juli. (DNB.-Funk- spruch.) Ein schweres Unwetter mit Hagel sch lag von selten erlebter Heftigkeit ging in den Nachmittagsstimdeu des Donnerstag über Kempten nieder. Die Eiskörner hagelten fast eine Viertelstunde lang auf die Häuser und Straßen nieder und zertrümmerten viele Fensterscheiben. Die Abzugskanäle konnten die Was. sermassen nicht mehr aufnehmen, so daß an vielen Stellen der Stadt das Wasser in die Häufe r e i nd ra n g. Die Feuerwehr mußte zur Hilfeleistung eingesetzt werden, um das Wasser aus den Kellern zu pumpen. In den Gärten und Anlagen ist durch das Unwetter außerordentlich großer Scha- den angerichtet worden.
lieber dem Kochelsee-Gebiet entlud sich am Donnerstagabend ein Unwetter, das schlimme Auswirkungen hatte. Ein außerordentlich heftiger W o l- kenbruch ging einem Hagelschlag voraus, der etwa 25 Minuten dauerte und in solcher Gewalt in dieser Gegend noch nicht erlebt wurde. Am stärksten wütete das Unwetter in der Gegend von Großweil, Schlehdorf und Kochel. Hier wurde die Ernte auf den Feldern zu einem großen Teil verrnchtet. Hunderte starke Alleebäume sind von der Gewalt des Sturmes entwurzelt worden. In den Dörfern wurden sämtliche Obstbäume entlaubt. Der Telephonverkehr ist in Groß-
'r ,s. „L outt-.iirP QtofpninrtPn nn I London, 21.Juli. (DNB.) Im Unterhaus Ater den Lizenzen'Zurücks Die gerungen an Kolonialminister Macdonald am Don-
Kiankreich, betrugen,? MiMonen^Dollar. Es handelte mieber einmal seine schon oft kritisierte
Palästina-Politik verteidigen. Don liberaler Seite wurde dem Kolonialminister vorgeworfen, daß er in seinem Weißbuch, das in der ständigen Mandatskommission der Genfer Liga keinerlei Anklang gefunden habe, die Juden benachteilige. Selbst von konservativer Seite mußte sich Macdonald sagen lassen, daß seine Politik fehl geschlagen
Örttie Unterredung in Tokio.
„Einige Fortschritte hinsichtlich eines Uebereinkommens."
-Tokio, 21. Juli. (DNB. Ostasiendienst.) Die bitte Unterredung zwischen dem japanischen Außen- iriirisier Arita und dem englischen Botschafter Qnraigie begann Freitag um 11 Uhr japanischerI >;:it und wurde 12.45 Uhr beendet. Das Kommu- ijqu6 des japanischen Auswärtigen Amtes besagt, isß in Der UnterreDung einige Fortschritte hinsicht- 1.1) eines Uebereinkommens gemacht würben. Die I vichste Besprechung ist auf Den morgigen Samstag gesetzt morDen.
Englisches Einlenken?
Ißonbon, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) An den lüritifdjen Botschafter in Tokio sind am Ixmnerstag neue Instruktionen abgegangen. Man o wartet, daß er binnen 24 Stunden eine weitere imterredung mit dem japanischen Außenminister haben wird.
! Trotz der japanischen Pressekommentare glauben he Blätter den Stand der Verhandlungen etwas rgp t i m i st i s ch e r beurteilen zu können, ohne jedoch 1 herfür Gründe anzuführen. In diesem Sinne schreibt Di r diplomatische Korrespondent der „T i m e s", der m übrigen betont, daß Großbritannien sich weder ron Der japanischen Regierung noch von Den japa- issschen Generalen in Japan „diktieren" lasse. In xzeichem Atemzuge meint der Berichterstatter aber, dse englische Regierung könne ihre Augen nicht ein- süch vor den nackten Tatsachen in Nord- ä i n a verschließen. Die britische Regierung fei bereit, Versicherungen dahingehend zu glben, daß die b r i t i f chen Niederlassungen rseutral bleiben. Darüber hinaus könne England mer nicht gehen.
Angriffe gegen
das englische Lustfahrlminifferinm.
London, 21. Juli. (Europapreß.) Die „Daily T'.ail" setzt auch am Freitag ihre Angriffe oregen das englische Luftfahrtrnini- fiserium wegen der ungenügenden Ausbildung englischer Flatabteilungen fort. Dies ist der dritte Umgriff, den das Blatt hintereinander gegen die verantwortlichen Stellen führt. Anscheinend auf innen Wink von oben, daß die Veröffentlichung der lnnthüllungen unangenehm auffallen könnte, unter: drückt das Blatt bestimmte Einzelheiten, da ihre Veröffentlichung nicht im „nationalen Interesse" «ge. Dagegen wird u. a. aus den Erfahrungen eines Stimmten Fla-kverbandes mitgeteilt, daß bei der' bifeften Andeutung von schlechtem Wetter Ise i n e Schieß - und Scheinwerser- ilbungen stattgefunden hätten. Die Ausbildung tsi Bombenabwurfübungen fei rein theoretisch gewesen. Zu den Horchübungen sei ein Summer auf liner Stange befestigt worden. Das sei ein unsinniges Vorgehen, Da Flugzeuge nicht stationär seien. 2oas Blatt jagt ferner, Die zweieinhalbmonatigen bedungen für Die Milizmänner bei Der Flugzeug- erwehr seien kein genügender Ausbildungszeitraum. \ ben.
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Der liberale Abgeordnete Sir Tom Williams eröffnete die Debatte mit Der Feststellung, daß Der Palästina-Plan Der Regierung v vllig zus am me n g eb r o chen sei und weder gesetzlich, noch moralisch gerechtfertigt werden könne.
Der konservative Abgeordnete Arnold Wilson meinte, man müsse sich völlig darüber klar sein, daß Die heutige Lage in Palästina eine ständige Quelle der Beunruhiguna für Die arabische Welt > Darstelle. Die zionistische Organisation habe „kriminelle und wahnsinnige Rundschreiben" ausgestreut, in denen die Juden geradezu aufgefordert wurden, das ganze Mandatssystem zu vernichten.
Der oppositionsliberale Mander nahm natürlich seine jüdischen Freunde in Schutz. Die Weißbuchpolitik sei bereits zusammengebrochen und befriedige niemand in Palästina.
Duff Cooper mußte eingestehen, daß das britische Prestige in Palästina bet Den Juden und Arabern noch nie so schlecht gewesen sei wie heute. Vieldeutig meinte er schließlich, England habe heute den Juden gegenüber größere Verpflichtungen denn je. ,
Der Labour-Abgeordnete Stokes erklärte schließlich, England habe doppelt geschwindelt Erst habe es Den Arabern Palästina versprochen und sich dieses Versprechen mit Blut bezahlen lassen. Dann habe es auch den Juden Pa- Ilästina versprochen, Die Dafür mit Geld bezahlt hätten.
Kolonialmmister Macdonald
England sehr erschwert und die Unruhe unter der arabischen Bevölkerung geschürt.
Macdonald versuchte hi diesem Zusammenhang den Anschein zu erwecken, als schenke Die englische Regierung gerade Der illegalen Einwanderung ihr besonderes Augenmerk, Denn durch sie „wachse das Mißtrauen in das Wort und Den! guten Willen Englands nicht nur bei ben; Arabern Palästinas, sondern auch in Den anderen Ländern". Jedenfalls würde, wenn Die illegale Einwanderung so weitergehe, jede Aussicht aus Frieden in Palästina verschwinden. Man müsse aber unbedingt wieder zur legalen Einwanderung zurückkehren, weshalb Die Regierung bereits ent- sprechende Maßnahmen erwäge, um beispielsweise Schiffsführer, Die illegale Einwanderer beförderten, zu bestrafen.
Daß man aber in London sehr wohl weiß, an welch richtige Adresse man sich eigentlich wenden sollte,, zeigte Macdonalds zaghafter Appell an die JuDenschaft. Man wolle zwar nicht so weit gehen, zu behaupten, Daß Die Jewish Agency für die illegale Einwanderung verantwortlich sei, aber jeder wisse doch, daß es „andere" jüdische Stellen gebe. Die Jewish Agency habe zudem Die illegale Einwanderung durch mehrere Erklärungen ermutigt.
Englands „Humanität-'.
Essen, 20. Juli. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring setzte am Donnerstag seine Fahrt von Duisburg-Ruhrort aus auf dem Rhein-Herne-Kanal fort. Er kam hierbei mitten durch Deutschlands Waffenschmiede und gewaltigstes Industriegebiet, das Ruhrgebiet. Der Feldmarschall unterzog den Rhein-Herne-Kanal gleich den in den Vortagen befahrenen Wasserstraßen einer eingehenden Besichtigung. In den Häfen ließ er anlegen und sich genau berichten über Deren Bedeutung und Die Umschlagsziffern Der letzten Jahre. In Herne unterbrach der Generalfeldmarschall Göring seine Kanalfahrt, um der Bergwerksgesellfchaft „H i - bernia" einen Besuch abzustatten. Die Belegschaft I brachte Hermann Göring einen begeisterten Empfang dar. Der Feldmarschall besichtigte die Zechenanlagen, die er sich eingehend erläutern ließ. Unter brausendem Jubel der Arbeiterschaft und der Bevölkerung begab sich daraufhin der Feldmarschall zum Hydrier-
Kattowitz, 20. Juli. (DNB.) Der berüchtigte polnische Bandenführer Korfanty ist am Donnerstagmittag aus dem Warschauer Gerichtsgefängnis entlassen worden. Korfanty hat seit 1936 in Der Tschecho-Slowakei und später in Frankreich als politischer Emigrant gelebt. Am 26. April d. I. kehrte er reumütig nach Polen zurück. Hier wurde er verhaftet, weil er seinerzeit wegen politischer und steuerlicher Vergehen von den polnischen Behörden steckbrieflich gesucht worden war. Die polnischen Behörden haben es jetzt für an- gezeigt gehalten, diesen gefährlichen Bandenführer nach fast Dreimonatiger Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß zu setzen.
Haifa, 21.Juli. (DNB.) Bekanntlich sandten die englischen Militärbehörden vor einiger Zeit Die Führerin Der arabischen Frauenbewegung in Haifa wegen ihrer nationalen Gesinnung und ihren Bemühungen, das furchtbare Los Der unzähligen arabischen Insassen der Konzentrationslager wenigstens etwas zu mildern, selber für Drei Monate in ein Konzentrationslager. Die Frist, Die nunmehr abgelaufen war, murDe jetzt ohne Angabe von Gründen um weitere sechs Monate verlängert. Die Führung Der arabischen Frauenorgamsation Palästinas richtete daher jetzt ein Schreiben an Den englischen Kommissar, worin um Freilassung Der Frauenführerin gebeten wird, da ihre Inhaftierung I jeder Berechtigung entbehre.
Die arabische Frauenorganisation in Akko sandte an die zuständigen britischen Behör- den ein Telegramm, worin Die Frauen Akkos Die wiederholte Bitte aussprechen, doch wenigstens aus Gründen der Menschlichkeit die Lage der Konzentrationshäftlinge zu prüfen und ihnen die Freiheit zu geben! Alle bisherigen Bitten seien erfolglos gewesen. Nunmehr "ersuche man, doch mindestens die Verhältnisse in dem Lager Mazraa bei Akko zu überprüfen, wo unter Den in kümmerlichen, Baracken untergebrachten Arabern schwere unb lebensgefährliche Krankheiten aus- gebrochen feien.
Der Kaufpreis.
London , 20. Juli. (DNB.) Me der Korrespondent des „Evening Standard" meldet, hat Großbritannien sich in dem englisch-türkischen Abkommen dazu verpflichtet, der T ü r k e i bei ber Be - f e ft i g u ng der Dardanellen zu helfen. Der Korrespondent will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß England der Türkei eine neue An- leihe von 2 0 Mi11ionen Pfund zum Kauf der für die Befestigung notwendigen Kriegsmaterialien gewähren werde.
Aegypten witt mit Einkreisung nichts zu tun haben.
Kairo, 21. Juli. (Europapreß.) Die Zeitung „El Mokkattam" veröffentlicht eine Erklärung des ägyptischen Außenministers Yehia Pascha. Darin wird festgestellt, Aegypten wünsche mit allen Völkern in Frieden zu leben, lieber eine an ihn gerichtete Anfrage, ob Aegypten gegenwärtig Verhandlungen mit der Türkei zum Abschluß eines Militärvertrages führe, äußerte sich der Minister verneinend. Weiter bemerkt das Blatt, zur Einkreisungsfraae habe sich Pehia Pascha dahingehend geäußert, daß Aegypten niemand einzukreisen wünsche.
„Wir sind gegen die polenanleihe."
London, 21. Juli. (Europapreß.) Mit dem Krisenzustand der englisch-polnischen Anleihe-undKreditverhandlungen befaßt sich Der „Daily Expreß". Das Blatt stellt ohne Umschweife fest: „Wir sind gegen Die P c>- l e n - A n l e i h e". Es sei vorgesehen, daß Polen für Die gewährten Gelder Waffen in England kaufen solle. Dies fei schlimm genug. England solle die Waffen für seine eigene Verteidigung behalten. Nach [Den neuesten Forderungen der Polen wollten sie mit englischem Bargeld Waffen kaufen, wo es ihn-en passe. „Es ist englische Kasse, die sie wünschen, nicht Waffen", schreibt das Blatt. Dadurch würde England nicht nur sein Geld, sondern die englische Rüstungsindu- ftrie auch ihre Aufträge verlieren. Es wäre besser gewesen, Den Neuseeländern über die fünf Millionen Pfunp hinaus eine größere Anleihe zu ge- I währen.
Die anderen Morgenzeituntzen des Freitags gehen über die reine Feststellung, ine Kreditverhandlungen mit Polen stünden nicht günstig, nicht wesent- I lich hinaus.
Die polnischen Anleiheunterhändler werden am Freitagmorgen eine weitere Sitzung mit den eng- I lischen Sachverständigen abhalten. Noch am Don« I nerstag abend sandten die Polen weitere Informationen über Den englischen Standpunkt nach I Warschau.
Bandenführer Korfanty in Freiheit.


