Kriegsopfer erleben Führers Geburtstag.
Hochzeit.
Unb alle
wünsche.
kreis Büdingen.
Aus der engeren Heimat
*
einen Eindruck von Organifationsarbeit gewinnen, die für diese Fahrt notwendig war. Nachdem man sich noch einige Zeit im Scheine der Sonne auf den glatten Straßen im Fliegerhorst ergangen hatte, fanden Führungen durch den Horst statt. Die Kameraden von auswärts, die bisher keine Gelegenheit
72 Lebensjahr. Beide nehmen noch regsten Anteil an den Geschehnissen unserer Tage. Karl Ranft diente als Pionier-Unteroffizier beim Pionier-Bataillon 16 in Metz. Während des Weltkrieges verlor das Ehepaar den jüngsten Sohn auf einem Schlacht- feld in Frankreich. Das Jubelpaar zählt seit Jahrzehnten zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen herzlich zur goldenen
„Auf diesem Lack sieht man so leicht keine Kratzer!
Seien Sie ganz beruhigt“» sagt der Malermeister, Jch habe die Kommode mit Ducolux gestrichen. Ducolux ist ein synthetischer Lack, der wird schon nach 12 Stunden hornhart und halt auch was aus. Der Hochglanz bleibt, und man sieht so leicht keine Kratzer.“
Was Sie auch immer anstreichen lassen wollen, ob drinnen oder draußen, verlangen Sie von Ihrem Malermeister stets, daß er Ducolux nimmt. Er wird es gern tun, weil Sie dann mit seiner Arbeit besonders zufrieden sein werden.
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Bezugsquellen weist unsere Bezirksvertretung nach:
Otto Seyfried , Frankfurt / M.-Süd, Burnitzstraße 7 Fernruf 61066
hatte, würbe die Heimfahrt angetreten.
Um die gewiß nicht leichte Organisation und Durchführung der Kriegsbeschädigtens'achrt hatten sich die Borstandsmitglieder Dr. Kempff, Geyer und Köhler in besonderer Weise verdient gemacht.
kreis Alsfeld.
c. Merlau, 21. April. Die NSG. .Kraft durch Freude" veranstaltete im Saale von Hörle das Gastspiel eines oberbayerischen Bauerntheaters. Es gelangte ein lustiges Stück zur Aufführung, das viel Beifall auslöste. Der Verlaus des Abends brachte auch einige gute musikalische Darbietungen.
c. Flensungen, 21. April. Die Ortsgruppe der NSDAP, hielt im Saale von Baift einen Mitglieder-Appell ab. Nach der Begrünung durch den Ortsgruppenleiter hielt der Schulungsleiter einen aufschlußreichen Dorttag über Albanien. Sodann begrüßte der Ortsgruppenletter die durch die Eingemeindung von Kirschgarten neu zur Ortsgruppe gekommenen Parteigenossen. Im weiteren Verlauf des Abends gelangten Mitgliedskarten zur Ausgabe. — Unser Einwohner Karl Peters und Frau Lina, geb. Denhart (Flen- sunger Hof), konnten dieser Tage das Fest der ilbernen Hochzeit feiern.
<£ Deckenbach, 21. April. Am morgigen Samstag, 22. April, kann das Ehepaar Wilhelm F r i e d ri ch und Frau Margarete,' geb. Reuter, das Fest der Goldenen Hochzeit im Kreise von 6 Kindern und 13 Enkelkindern feiern. Der Jubilar steht im 76., seine Lebensgefährtin im 70. Lebensjahr. Dem Jubelpaar unsere herzlichen Glück-
In den vergangenen Jahren hat es der DDAC. (Der Deutsche Automobil Club) stets unternommen, mit den Kriegsbeschädigten in Stadt und Kreis Gießen eine Fahrt zu veranstalten, die den Opfern des Krieges einmal im Jahre Gelegenheit geben oll, ein Stück deutscher Heimat, Städte, Land- chaften usw. kennenzülernen, die zu sehen und zu erleben ihnen sonst nicht so ohne weiteres möglich ist. Die Kriegsbeschädigten haben dadurch chon einige sehr erlebnisreiche Tage im Kreise der Kameraden durch den DDAC. verbringen können. Die Fahrt für das Jahr 1939 wurde in glücklicher Jdeenoerbindung auf den gestrigen Donnerstag, auf Führers Geburtstag verlegt. Auch dieser Tag brachte den Gästen des Automobilklubs viel Freude und vor allem viel Sehenswertes.
Nach dem Treffen auf dem Oswaldsgarten, nach dem Eintreffen auch der auswärtigen Kriegsbeschädigten und der geschlossenen Fahrt zum Trieb, nahmen, die Kriegsbeschädigten auf den für sie bereitgehaltenen Bänken Platz und konnten so ohne Anstrengung den erhebenden und eindrucksvollen Verlauf der Parade verfolgen. Ein besonders herzlicher Gruß wurde ihnen von Oberst Herr-
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 20 bis nach 22 Uhr „Meine. Schwester und ich". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Menschen vom Darietä". — Lichtspielhaus, Bahnhof- straße: „Drei Unteroffiziere". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand.
Sladllhealer Gießen.
Heute um 20 Uhr findet die Erstaufführung des musikalischen Lustspiels „ Meine Schwester und ich" von Berr und Derneuil, Musik von Ralph Benatzky, statt. „Meine Schwester und ich" ist durch seine Melodien bekannt, die einen Siegeszug über alle deutschen Bühnen angetreten haben. Spielleitung Gert Buchheim, am Flügel Joachim Popelka, Tänze Thea Maaß, Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 28. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ende nach 22.30 Uhr.
Keine Mieterhöhung durch den Wegfall der Steuerbefreiungen.
Ndz. Im Hinblick auf den Wegfall von Grundsteuerbefreiungen für den mittleren Neuhausbesitz und die Kleinwohnungen des neuesten Neuhausbesitzes mit Wirkung ab 1. April sind Zweifel entstanden, ob diese Steuererhöhung auf die Miete abgewälzt werden darf. Der Reichskommissar für die Preisbildung stellt in einem Erlaß fest, daß grundsätzlich der Vermieter die Steuerer^höhung tragen muß. Daraus würden sich im allgemeinen auch keine wirtschaftlichen Härten ergeben, da wohl durchweg die Vermieter bei der Festsetzung der Mieten den späteren Wegfall der Steuerbefreiung mit in Rechnung gestellt hätten. Sollte dies im Einzelfall nachweisbar nicht geschehen sein, so kann ausnahmsweise eine Mieterhöhung genehmigt werden, vorausgesetzt, daß die Grundsteuererhöhung nicht durch steuerliche Billigkeitsmaßnahmen, ober durch Senkung der Zinsen der Hauszinssteuerhypotheken ausgeglichen werden kann. Außerdem darf keine höhere Miete festgesetzt werden, als nach dem Mietwert der Räume sachlich angemessen ist.
hatten, den Fliegerhorst Gießen mit allen seinen Einrichtungen kennenzulernen, waren erstaunt und begeistert von dem, was in den vergangenen Jahren im Wiesecktale entstanden ist. Unteroffiziere führten in kleinen Gruppen die alten Soldaten durch die Anlagen und durch die Hallen, führten sie an die Flugzeuge und beantworteten die Fragen der Käme- raben, die dabei immer wieder Vergleiche zogen zur Luftwaffe des Weltkrieges, die sie ja selbst in ihren heroischen Kämpfen über den Fronten erlebt hatten. Und alle gewannen sie stark und überzeugend den Eindruck, daß die neue deutsche Luftwaffe an die Traditionen der Lufthelden des Weltkrieges an» knüpft. In vielen Einzelheiten lernten die kriegsbeschädigten Kameraden die verschiedenen Flugzeug- typen kennen. Mit besonderer Erwartung sah man denn den Kunftflug-Vorführungen entgegen. Dop- peldecker, elegante schnittige Hochdecker, Kampf- maschienen und Bomber stiegen auf und zogen dann in verschiedenen Höhen über dem Platz ihre Kreise. Die leichten Maschinen zeigten komplizierte Kunstflugfiguren, brausten oftmals nur wenige Meter über den Köpfen der begeisterten Zuschauer hinweg, um dann unmittelbar vor den Hallen steil wieder anzusteigen und sich im Blau des Himmels zu verlieren. Sehr interessant war auch die Veranschaulichung der Angriffstechnik eines Jagdflugzeuges. Das herrliche Wetter ließ den Aufenthalt auf dem Rollfeld, den Aufenthalt in den Anlagen des Fliegerhorstes zu einem schönen und sicherlich für alle Teilnehmer unvergeßlichen Erlebnis werden.
Nachdem noch im großen Speisesaal des Horstes Kaffee getrunken worden war, nachdem viele Kameraden auch kurze Zeit in der reizvollen Kanttne verweilt hatten, sand der Tag seinen Abschluß. Ange- regt von der Fülle des Gesehenen, von den reichen Erlebnissen dieses Tages, dankbar für alles was der DDAC. mit dieser Fahrt an Schönem vermittelt
Oberschule Lauterbach wird aufgebaut
Lpd. Lauterbach, 19. April. Einer dem Bürgermeister von Lauterbach zugegangenen Mitteilung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — zufolge ist nunmehr der Aufbau der Oberschule für Jungen in Lauterbach auf Grund mehrfacher Eingaben der Stadt genehmigt worden. Einer weiteren Mitteilung zufolge wird noch für das neue Schuljahr 1939/40 die Klasse 6 eingerichtet, mit Beginn des Schuljahres 1940/41 die 7. Klasse und im Frühjahr 1941 die 8. Klasse. Lauterbach erhält durch den Aufbau der Oberschule für Jungen eine höhere Schule, die die Schüler bis zur Primareife aufnehmen kann.
Ausgrabungen im Vogelsberg.
Lpd. Lauterbach, 20. April. Bei Lauterbach werden gegenwärtig wichtige Ausgrabungen durchgeführt, die sich über drei archäologisch bedeutsame Gebiete erstrecken und die Freilegung einer mittelalterlichen Burg, sowie vor- und früh- geschichtlicher Kulturdokumente zum Ziele haben. In einem Zeitraum von sechs Jahren sollen die Burg Wartenbach, eine Eiszeit st ation in der Gemarkung Maar und das Grabenfeld auf dem Z i e g e n b e r g freigelegt werden. Einzigartig sind die Funde an Eisengeschirren und Gerätschaften; sie zeigen die phantastischen Formen der Fabelwelt, wie sie von Kapitalen und in altem Buchschmuck bekannt sind. Bei dem zweiten Ausgra- bungsfeld, das im kommenden Herbst genauer untersucht wird, handelt es sich um eine etwa 50 000 Jahre alte Eiszeitstation.
Motorradler fährt gegen einen Baum.
Frau Marie, geb. Funk, in geistiger und körperlicher Frische das Fest dergoldenenHochzeit feiern. Der Jubilar steht im 77., feine Lebensgefährtin im ' regsten Anteil . Karl Ranft
Rundfunkprogramm
Freitag, 21. April.
10.30: Aufgepaßt! Etwas überDerkehrsdisziplin. 11.40: Ruf ins Land. 12: Aus den Badischen Saphir- Schleifwerken G. m. b. H., Elzach: Werkskonzert. In Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das Landes-Sinfonie-Orchester Saarpfalz. 14: Nachrichten. 14.10: Auf gut Glück! Improvisiertes auf Schallplatten. 16: Zwei Stunden im Rhythmus der Freude. 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: „Trutz, blanker Hans". Männer auf Küstenwacht. 18.30: Dem Dpernfreunb. (Industne- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndu- sttie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Abendkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Weltwirtschaftlicher Monatsbericht für März 1939. 22.30 bis 24: Unterhaltungskonzert.
Samstag, 22. April.
5.50 Uhr: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt die Kapelle Egon Kaiser. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutschland — Kinderland: „Aber ich kann die Kinder doch nicht allein lassen". Eine kleine Szene. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ausgeführt vom Musikchor der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk der Weg zur Ordensburg. Ein Hörfolge. 11.40: Ru ins Land. 12: Mittagskonzert I. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders Wien. 13: Nach- richten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Am Rande des alltäglichen Geschehens. 15.30: Fröhliche Himmelfahrt ... Eine lustige Sendung unserer Pimpfe. 16: O fuße Lust, den Lenz zu grüßen. (Frühlings-Konzert.) 18: Buhne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik. 19.15: Tagesspiegel. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Bunter Abend. In Verbindung mit der Nv.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" und der Kurverwaltung Bad Hersfeld. 22: Nachrichten. 22.30 bis 24; Wil tanzen in den Sonntag.
Oie blaue Ferne....
Wir alle sind ihrem Zauber irgendwie verfallen. Nich, als ob sie sich prahlerisch ausdrängte ober gebieterisch ihren Tribut forberte. Sie schasst es aus ganz andere Weise und braucht nicht einmal die äßerbetrommci zu rühren oder sich um besondere Fürsprache zu bemühen. Eines Tages wölbt sich herrlicher sonniger Himmel über der Stadt. Das strahlend schöne Wetter entfacht jubelnden Eifer der gefieberten Sänger, die ersten Blüten leuchten in den Anlagen, und aus allen Knospen drängt junges Grün zum Licht. 41nb bei diesem frohen Hymnus auf bas roiebererftanbene Leben regt sich plötzlich unsere Sehnsucht zur blauen Ferne, die verheißungsvoll ben Horizont säumt.
Es braucht nicht immer so zu sein. Schon ein Amselruf in ber Dämmerung vermag basselbe Gefühl auszulösen. Ober ein abenblicher Spaziergang, der an prächtigen Vorgärten vorbeiführt. Mancher verspürt auch ben Lockruf ber Ferne, wenn er bie erste Lerche steigen sieht, ober wenn bie Sonne am frühen Morgen tanzenbe Reflexe auf ben Kaffeetisch wirft. Welcher Anreiz für die verschiedenen Temperamente auch entscheidend sein mag: sicher ist, daß es kaum jemanden gibt, ben der Zauber ber blauen Ferne nicht packt.
Während ber Jugenbliche in seinem Tatendrang am liebsten in alle Fernen hinausstürmen möchte, hat ber Mensch im gesetzteren Alter seine klar gesteckten Ziele, ber im Lebenskampf Ergraute hingegen bescheibet sich häufig schon bamit, bie Tatsache der blauen Ferne allein als ein frohes Ereignis zu werten.
Zweifellos aber lockt bie blaue Ferne zu keiner Zeit im Jahre fö sehr wie gerabe in biefen Wochen. Und beshelb geht es in ben Abenbstunben ober an freien Tagen immer roieber hinaus, wo bas Knospen unb Blühen zu sehen ist, wo ber Erdgeruch wahrgenommen werben kann, wo sich bie Natur strahlenb verjüngt Zu Hause greift man nach Lanbkarten unb Werbeschriften, benn wenn sich auch nicht alle Sehn- sucht nach ber Ferne erfüllt: bie Urlaubsfahrt steht auf alle Fälle bevor. Unb die Gedanken schwelgen bereits in ben Freuden ber Sommerreise, deren Ziel vielleicht noch gar nicht festliegt, deren Vorfreuden aber reichlich genossen werben können. So wirb ber Alltag von einem stillen Glück verklärt, bas seine Reize immer roieber zu entfachen weiß, benn ber Zauvikk ber blauen Ferne hält glücklicherweise ben ganzen Sommer an. H. W. Sch.
lein zuteil. ,
Unmittelbar nach ber Parade fuhren bie Kraftwagen (200 an ber Zahl) an ben Bänken der Kriegsbeschädigten vor, so baß vor allen ben Kameraden, die infolge ihrer Kriegsverletzung nicht gut zu Fuß sind, jeglicher Weg erspart blieb. Vom Trieb aus führte die Fahrt nach ber Bergkaserne, bzw. nach dem Fliegerhorst. Dort würben sie von Offizieren auf bas herzlichste willkommen geheißen. Ein kräftiges Mittagessen harrte bann ber Gäste, das durch ben DDAC., durch bie Opferbereitschaft seiner Mitglieber gefpenbet worben war und den kriegsbeschäbigten Kameraben ausgezeichnet schmeckte. Den Küchen ber Wehrmacht würbe einmütiges Lob zuteil. Junge Kameraden ber neuen Wehrmacht unb ber Luftwaffe ließen es sich sehr angelegen fein, den alten bewährten Kameraben so rasch und geschickt das Essen aufzutragen, so daß jedermann im Nu versehen war. Der Speisesaal im Fliegerhorst löste in seiner auf vielfältige Weise künsüerische Ausstattung viel Bewunderung aus.
Nach der Mittagspause, die so ausgedehnt wurde, daß in aller Ruhe gegessen werden konnte, trafen sich alle Kameraden wieder im Flughafen. Die große Wagenkolonne, die auf einem Rollfeld parkte, bot einen großartigen Anblick und ließ gleichzeitig
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3) Li ch, 20. April. In einer Kurve ber Land- traße bei N i e d e r - B e s s i n g e n ereignete sich heute abend wieder ein schwerer Unfall. Ein aus Richtung Nieder-Bessingen kommender M o - torradfahrer wurde in voller Fahrt mit seiner Maschine aus ber Kurve getragen und stieß gegen einen Baurn. Ein kurz darauf nach Lich fahrendes Personenauto überführte ben Bewußtlosen in bas Licher Krankenhaus, wo man schwere Kopfverletzungen feststellte.
Wertungssingen
im Gängerkreis Wetterau.
Das Wertungssingen bes Sängerkreises Wetterau im Gau 12 Hessen-Darmstabt bes Deutschen Sänger- bunbes finbet in diesem Jahre in zwei Gruppen statt. Die Gruppe I mit 15 Vereinen singt am 23. April in Gambach. Die Gruppe II mit 17 Vereinen singt 8 Tage später, am 30. April, in Steinfurth.
Dom Starkstrom getötet.
Lpd. Büdingen, 20. April. In einer Holz- schneiberei kam der 65jährige Hilfsarbeiter Adam Hübner mit dem elektrischen Maschinen- st r o m in Berührung und wurde getötet. Ein anderer Arbeiter erlitt Verbrennungen. Da Kabel und Maschinen äußerlich in Ordnung waren, konnte die Ursache bes Unfalles noch nicht geklärt werden.
Oer Feldberg im Schnittpunkt des Neichswanderwegs.
Lpd. Der höchste unb meistbesuchte Berg unserer engeren Heimat, ber Feldberg im Taunus, wird eine befonbere Bebeutung erhalten. Wie ber Deutsche Wanderführer, Professor Dr. Werner, auf einer Arbeitstagung des Führerrats der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine berichtete, soll die Anlage großer durchgehender Wander- ro e g e mit einheitlicher Markierung auch weiterhin erfolgen. Neben dem Ost-West-Weg soll der Nord- Süd-Weg ausgebaut werden. Bei der Anlage der durchgehenden Reichswanderwege wird der lau« nusbund, der älteste Wanderverein Deutschlands, dadurch ausgezeichnet, daß sein Gebiet im Kreuzungspunkt des Nord-Süd- und O st - Wejt.WtzndtzrNöLZ liegen und ter Lölds
berg im Taunus seinen Schnittpunkt bilden wird. Der Nord-Süd-Weg führt vom Feldberg nach Frankfurt durch den Staotwald, weiter nach Grafenbruch, Dreieichenhain, bann süblich burch ben Dbenroalb bis Pforzheim mit Anschluß an bie Höhenwege des Schwarzwalbes nach Schaffhausen und Basel. Die Bearbeitung steckt allerdings noch in den Anfängen.
Landkreis Gienen.
s. Lana- Göns, 19. April. Eine unserer ältesten urth breitesten Straßen, die Hund- ft a a t e n ft r a 6 e, durch die noch vor rund dreißig Jahren ber Gönsbach floß, ber aber bann in Röhren gefaßt unb unterirbisch roeitergeleitet wurde, ist mit einer neuen Schutzbecke überzogen worden. Nach einem neuartigen Verfahren wurde diese Decke aus Basaltsplitt unb Asphalt hergestellt. Die Arbeiten nahmen mehrere Wochen in Ansiiruch. Nach ber Amthausstraße ist nun auch bie Hundstaatenstraße mustergültig in Orb nun g gebracht worden. Begrüßt würbe es auch, wenn bie Mohrgasse, bas Schmerzenskind von Lang-Göns, eine neue Decke erhielte.
--- Steinbach, 19.April. Der Landwirt, Kir- chenrechner unb 1. Beigeordnete unserer Gemeinde Karl R e u s ch l i n g IV., dessen Amtszeit abgelaufen war, würbe aufs neue auf sechs Jahre zum ersten Beigeorbneten berufen. In einer Sitzung des Ortsvorstanbes fanb die feierliche Einführung des Beigeorbneten burch ben Kreisleiter Backhaus statt.
* B e u e r n , 21. April. Am kommenben Sonntag, 23. April, können bie Eheleute Karl Ranft unb
O Nidda, 20.April. Der hiesige Gemeinnützige Bauverein, ber seit 35 Jahren durch Errichtung zahlreicher Wohnungsbauten für minder, bemittelte Volksgenossen segensreich zur Behebung der Wohnungsnot beigetragen hat, löst sich nun nach einem Beschluß ber Generalversammlung auf, da demnächst bevorstehende große Aufgaben von Wohnungsbauten feine Kräfte übersteigen. An seine Stelle tritt unter Führung ber Stadt Nidda eine Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft m. b. H., auf bie alle Aktiven und Passiven ber Genossenschaften übergehen. Zunächst wird von ihr ein Neubau mit sechs Wohnungen in ber Bis- marckstraße errichtet, dem später noch mehr größere Bauten folgen sollen. — Gegenwärtig werden hier zahlreiche Hausumbauten, Ladenvergröße- ßerungen unb sonstige Ausbesserungen ausgeführt.
Kreis Wetzlar
* Niederkleen, 21. Aug. Beim Einspannen einer Kuh wurde die 64jährige Witwe Katharina Rühl von dem Tiere zu Boden geworfen und schwer verletzt. Die bedauernswerte Frau erlitt einen Ellenboqenbruch, sowie schwere Weichteilverletzungen im Gesicht.
Mehr weibliche Kellner.
Der Leiter der neuen Reichsgruppe Fremdenver- kehr, Hermann E s s e r, hat festgestellt, baß auch bas Gaststätten gern erbe sich mit dem Problem bes Arbeitseinsatzes beschäftigen müsse. Es könnten eines Tages von ben Männern, die für bie Durchführung bes Dierjahresplanes verantwortlich sind, bie Frage geprüft werben, ob ber Beruf eines Kellners in so schweren Arbeitszeiten der gegebene Beruf für den beutschen Mann überhaupt fei. Man müsse sich mit bem Gebauten vertraut machen, b i e beutsche Frau unb bas deutsche Mädchen mehr als bisher als Arbeitskraft auch auf dem Gebiet ber G a st l i ch k e i t aktiv werben zu lassen. Die Erfüllung gastlicher Tätigkeit, bas Helfen an ber Gastlichkeit sei her beutschen Frau viel eher zugeschrieben als bem Mann.
Sprechstunden derRedaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschlossen.


