Wx - WRII
V 4 .
M
K
s
w
W
MW te
E-
:
.
' Z .
3 .--x-EddW
XsWLW MKW. L^LMDD ZMrM
ks-»d
UK^
MMME
Cz', ' 3,- ; -Z
WMM;. ? Wf • X< -X
WA
M d
WW Mz.
ML
- Z V ^'j.zVz '<-
■
3
D ';"; ••' -z
W- EE f
WMM.KMBEU - *, '/; * v* - '<U :<v<:: ■ , :•■ , .MMMMNZMZI iarESi:
*<£■<»
K". VX' '
UMd -
X •< # *< <
».</■- X'*
*3-
ZE
Die deutsche Wehrmacht vor ihrem Obersten Befehlshaber
t e r s h e i n, des XV. AK., General der Infanterie
Kavallerie
des
XIV. AK., General der Infanterie von W i e -
Tribünen Sie wird
rademarsch ein unter dem Befehl des Kommandierenden Generals des III. AK., General der Artillerie Haase. An der Spitze reitet der Kommandierende General mit dem Chef des Stabes, Generalmajor Gallenkamp, ihm folgen Spielleute.
Gleich 11 Uhr. Die Truppen machen sich fertig. Der Major vor uns überblickt noch einmal prüfend die Seinen: „Achtung? Paradeaufstellung! Still- aestanden! Die Augen links!" Die Batterie erstarrt, an der Spitze die Offiziere mit gezogenen Degen. Die Standarten flattern im Winde. Dann ertönt Motorendonner vom Brandenburger Tor her. Die Flieger kommen. Geschwader nach Geschwader. Det in Hermann seine!", geht es unten durch die Reihen. Und jetzt mutz er gleich kommen. Vorhin sind in chneller Fahrt die prächtigen Autos des Diplorna- t-ischen Korps vorübergeflitzt, ein sehr seitliches, ehr farbenfrohes Sekundenbild. Bunte, fremde Umarmen, Gold und Silber, Zweispitze, Zylinderhute. Und dann ist es 11 Uhr, und nun ertönt wieder von
H o t h , des XVI. AK., General der Hoeppner.
Die Parade beginnt.
Während noch die Heilrufe von den
erklingen, beginnt bereits die Parade. _ eröffnet mit einem Paradeflug der Luft- waffen-Lehrdivision. Dann setzt der Pa-
die ganze Fläche, selbst die wuchtigen Fundamente 1 der Siegessäule, und dann steht man oben und wirft einen langen Blick die breite, vierfach gegliederte Strahe hinunter, die vom Brandenburger Tor unten begrenzt wird: ein wahrhaft imposantes Bild, voller Licht, Bewegung und Farbe inmitten der Rächt, die Fahnen wehen, die goldenen Adler und Hakenkreuze blitzen, die Feuer flammen in den Pylonen, und zwischen den Lichter- und Fahnenreihen zur Rechten und Linken der unübersehbare, .unzählbare, wimmelnde Strom der Menschen. Ganz Berlin . . Und bis tief in die Nacht hinein ... Auch später noch, viel später, in den Untergrundbahnen: alles, was da nach Haufe fährt, kommt von der Achse, und die Gespräche kreisen alle um die Erlebnisse dieses Abends.
Am 20. April, Potsdamer Platz, halb zehn Uhr morgens. Ein endloser, dichter Menschenstrom, rüstig und eilig auf dem Wege zur Parade. Quer durch den Tiergarten, jung und alt, Mann und Weib und Kind. Manche haben sich Periskope mitgebracht, so ein primitives, aber sinnreich gebautes Spiegelsystem, an einem Stiel über die Köpfe der Menge zu heben, wenn man mitten drin steht, drangvoll, blind und hoffnungslos eingekeilt. Andere haben sich Stühle mitgenommen, ganz Vorsichtige sogar eine Stehleiter: die schwitzen schon jefot nicht schlecht, aber sie sind guter Dinge und froher Erwartung voll: sie werden bestimmt etwas zu sehen kriegen, es mag nun gehen, wie es will.
Der Berichterstatter steht gegen 10 Uhr ungefähr auf halbem Wege zwischen Brandenburger Tor und Grohem Stern an der Achse und hat einen großartigen Platz ganz vorn, unmittelbar hinter einem SA.-Mann der Absperrkette. Dahinter stehen die Menschen in dichten Reihen, sechs, acht, zehn und mehr hintereinander. Die hintersten können nicht viel davon haben. Vor uns die Truppen zur Paradsaufitellung, jedes Regiment auf dem zugewiesenen Platz' Uns gegenüber die vierte Batterie
und Musikkorps des IN. „Gr o ß d e ut s ch l a nd" und der Heeres - Unteroffizierschule Potsdam sowie ein Fahnenbataillon mit rund 300 Feldzeichen aller Wehrmachtsteile. Während der Kommandierende General zum Führer ritt, schwenken Musik und Fahnenbataillon em und nehmen dem Führer gegenüber Aufstellung. Der Kommandant von Berlin, Generalleutnant Seifert, führt das JR. „Großdeutschland" und die Heeres-Unteroffizierschule Potsdam vorbei und tritt ebenfalls zum Führer.
Lautes, anhaltendes Händeklatschen begrüßt den Vorbeimarsch des Regiments „Großdeutschland". Der Beifall wiederholt sich verstärkt, als ein ganzes
Unsere Aufnahme zeigt die Führertribüne. Hinter dem Führer (von rechts) der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generaloberst Keitel, der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch, Großadmiral R a e ö e r und Generalseldmarschall Göring. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Die Feldzeichen der Wehrmacht grüßen den Obersten Befehlshaber.
??!hWehrmachtsparade mit der Abholung des Fahnenbataillons, das während des Vorbeimarsches gegenüber der Führer- •g en hatte. Vor dem Abmarsch senkten sich die Feldzeichen, die bis auf je eines in jedem Standort nach Berlin gebracht worden waren, zum Gruß an den Obersten Befehlshaber Adolf Hitler. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
ndjicriiatter mit Ach uno xrad) ein Zimmer umtim Dach. Es ist das letzte. Viele Hotels sind ausoer- tauft, viele Zmmier seit langem belegt und vorbestellt. In den Straßen hört man neben dem reinsten Berlinerisch die verschiedensten deutschen Mundarten und auch manche fremde Sprache. Unter den Linden und in der Wilhelmstraße vor allem find eine Menge auswärtiger Gäste zu sehen. Vor dem hohen Portal der Reichskanzlei drängt sich immer ein Schwarm von Neugierigen und Schaulustigen, und die Leute werfen, ehe sie weitergehen, einen Blick in den Ehrenhos, wo hinten die beiden riesigen Plastiken von Professor Arno Breker, Partei und Wehrmacht darstellend, den Eingang flankieren. Und jeder der Vorübergehenden wirst einen Blick hinaus zum Balkon, auf dem der Führer sich dem Volke zu zeigen pflegt.
Der Mittwoch ist ein richtiger, Heller, blauer Frühlingstag. Es bleibt freundlich bis zum Abend, dem Vorabend des Geburtstages. Um 21 Uhr beginnt die Fahrt des Führers über die Oft-West-
Thermosflaschen ... Man kommt auch jetzt nur langsam, defchwerlich, auf allerlei Um- und Schleichwegen, vorwärts. In den Straßen um den Potsdamer Platz begegnen mir noch immer marschierenden Truppen; schwere Artillerie rollt ^vorüber mit Langrohrgeschützen. „Kiek dir bet an", sagt eine dicke Frau zu ihrem Gemahl und weist auf eines der mächtigen Kaliber: „bet is ne Mordwaffe wa?" So spricht Berlin. In allen Straßen, aus allen Plätzen bie Menge bes festesfrohen Volkes. So wird es weitergehen bis in den Abend und tn die Nacht hinein. Die ganze Neichshauptftabt feiert heute Geburtstag. Am Nachmittag, als der Berichterstatter im Wartefaal dritter Klaffe „für Reifende mit Traglasten" einen Tisch und einen Stuhl gefunden hat, seinen Bericht zu schreiben mit einiger Ruhe und halbwegs ungestört, kommt ein Mann herbei, setzt sich dazu und nickt und spricht: „Die Parade war in Ordnung, kann man wohl jagen. Ich hab an der Technischen Hochschule gestanden seit heute morgen um fünfe ..." Stützt den Kopf in bie Hanb und böst ein bißchen, unb schon ist er eingeschlafen.
Auf dem Wilhelmplatz vor ber Reichskanzlei von halb sieben bis halb acht: ein nahezu ununterbrochenes Geschrei, gut organisierte Sprechchöre — „Wir wollen unseren Führer sehen!" — unb Gesang „Nach Hause, noch Hause, nach Hause gehn mir nicht, bis baß ber Führer spricht". Unb wirklich, er kommt, als viele sich schon roieber auf ben Weg gemocht haben, unb das Geschrei multipliziert sich zur Lautstärke einer großen Hulbigung ...
Noch ein letzter Blick auf bie strahlenden Fronten ber Ost-West-Achse abends gegen 10 Uhr: ein zauberhaftes Bild unb ein gefährliches Gedränge. Auf der Friedrichstraße kommt man streckenweise nur langsam vom .Fleck. Unb roieber sieht unb spurt man: die ganze große Stabt ist unterwegs. Sie begeht ben neuen Nationalfeiertag
eines Dvrsoamer Arnuene-^egimenls; daneben, auf der rechten Straßenseite, ein Panzer-Regiment L5 ist nicht sehr warm, wenig sonne, halb bedecn Soweit man nach rechts unb links zu sehen vermag, zum Brandenburger Tor hinunter und zum Großen Stern hinauf, eine unübersehbare breite Kette von Truppen aller Gattungen, Regiment hinter Regi- ment. geht auf 11 Uhr, die Erwartung steigl Das Gebränge wirb immer dichter, man steht Mann neben Mann. Der berühmte Berliner Lolksmund tut ein Bestes, wie stets an solchen Tagen. „Cer habe jut jefriehstickt, jottseibank, bet kann dauern noch unb noch." - „Wenn er vorbeikommt: ick schrei, sag ick bloß, halt dir feste, .ck muß n doch ratuliern'!" - „Laßt boch ben Jungen ma ^burch vornehin, kann ja jarnischt sehen, ber Kleene Unb lebe, es geht, obwohl jeher benft, ber bekannte Apfel könne nicht mehr zur Erde; ber Kieme roinbet sich wie ein Aal, freunblich geschoben von Hand zu Hand durchs Gewühl, bis ganz nach vorn zwischen zwei SA.-Männer: nun hat er s geschafft, nun i|t er geborgen, nun sieht er alles ganz nah, und er trahlt vor Freude über sein ganzes sommersprossiges Pimpfengesicht. -
Ein Spalier von Millionen umsäumte die Ost-West- Achse während der großen Parade. — (Scherl-M.)
Achse, die damit feierlich dem Verkehr übergeben wird .Der Berichterstatter steht kurz nach 21 Uhr am Großen Stern im Tiergarten, wo sich jetzt inmitten des riesigen Platzes die Siegessäule erhebt. Es ist ein phantastisches Bild: von Scheinwerfern ange- strahlt, schwebt die Viktoria golden im Blickpunkt der Achse. Die Zugangsftraßen vom Tiergarten her sind schwarz von Menschen. Eine Kette von Autobussen aufgereiht hinter einander bis kurz vor den gewaltig gestauten Menschenring hinter der Absperrung rund um den Platz. An diesem Abend muß ganz Berlin auf den Beinen sein. Man bewegt sich, mehr geschoben als gehend, schrittweise vorwärts. An Durchkommen bis nach vorn ist nicht xu denken. Auf der Motorhaube des vordersten Autobusses steht ein kleiner Schwarm von jungen Mädels, lachend unb quictenb unb von allen andern unten, welche vergeblich die Hälse recken, sehr beneidet. Die besten Plätze unb das allerschönste Bild haben natürlich jene, die auf den Galerien der Siegessäule einen Platz gefunden haben. Die Meng'k steht, reckt die Hälse, in großer Erwartung. Jetzt kommt er gleich. Man wird es von weitem hören. Auf einmal erstrahlen die Bäume, Gebüsche unb Rasenflächen des Tiergartenrandes rings um den Großen Stern in einem grünen bengalischen Licht, unb man fühlt sich einen Augenblick lang in den „Sommernachtstraum" versetzt. Nur einen Augenblick lang ... ein paar wilde Enten, aufgestört vom ungewohnten nächtlichen Licht und Lärm, ziehen hoch, langhalsigen, geflügelten Flaschen nicht unähnlich, über ben Platz Unb bann geht eine Bewegung, die sich sekundenschnell fortpslanzt, .durch die wartende Menge. Fanfaren schmettern, Musik setzt ein, Heilrufe steigen brausend auf aus dem zitternden Menschenring —: da flitzen schon die Autos vorüber mit dem Führer an der Spitze. Unb als dann, wenig später, bie Absperrseile gefallen sind, ergießt sich ein aufaestautes Menschenmeer über den Großen Stern, füllt durcheinander quirlend im Nu
fernher unb schnell sich nähernb bas Iubelgeschrei, bie Arme erheben sich zum Gruß, unb fetzt ist ber Wagen bes Führers heran, ber, vorn stehend und grüßend, die Paradeaufftellung abfährt, begleitet vom Sturm der Geburtstagswünsche, die das Volk von Berlin ihm darbringt. Hinter dem Führer bie arv bereu Wagen, so schnell, daß man nicht jeden darin erkennt, aber doch die meisten, Görina mit dem Marschallstab, dann Großadmiral Raeder und manchen anderen erlauchten Nameü des Staates und der Wehrmacht. Nun fetzen sich die Truppen m Bewegung. Kommandorufe über die Batterien hm, das Trömpeterkorps, mit dem Keffelpauker vorneweg jetzt sich an die Spitze, die Geschütze rollen an. Unb bann kommt Regiment nach Regiment in kurzen Abständen nacheinander, oft sehr schnell, bann roieber mit langen Haltepausen, während deren man absitzen und aussteigen darf und den drückenden Stahlhelm mit der leichten Feldmütze vertaufchen kann. Dann geht es wieder weiter, Regiment nach Regiment,- Standarte nach Standarte, die Kette reißt nicht ab, und es ist noch gar kein Ende abzusehen. Die Stunden vergehen, du glaubst es kaum. Es war ungefähr dreiviertel zwei Uhr, als der Bencht- erftattcr" feinen Platz verließ. Die Reihen rechts unb links fingen an, sich zu lockern unb zu lichten. Viele, bie nicht so gut jefriehstickt hatten, begannen hungrig den Heimweg anzutreten. Mittlerweile hatten sich an ben Tiergartenränbern auf ben Rasenflächen bie lockeren Gruppen bes improvisierten Feldlagers unb bes echten Volksfestes gebilbet. Juna unb alt Weib unb Kind, SA. unb Solbaten, ff und Werkfcharmänner, viel Jungvolk bazwifchen, auch Sanitäter unb „fliegenbe Händler", die umher- gingen im großen Menfchenstrom oder flüchtige Stande errichteten, Schokolade und Zigaretten verkauften und, soweit wir sehen konnten, auf ihre Kosten kamen.
Neuer Menfchenstrom quer durch ben Tiergarten, Richtung Potsdamer Platz. Ein jeglicher mit seiner Habe, ntit Kinderwagen, Stehleitern, Klappstuhlen,
Berlin, 20. April. (DNB.) In der großen Reihe ber festlichen Veranstaltungen zum 50. Geburtstag des Führers bildete bie bisher größte Parade ber deutschen Wehrmacht vor ihrem Obersten Befehlshaber den glanzvollen Höhepunkt. Sie lieferte einen tiefen Eindruck von ber miebergeroonnenen nie zuvor erreichten militärischen Kraft ber Nation. Ebenso bleibenb war ein zweiter Eindruck dieses Tages: Die gewaltige Teilnahme ber Bevölkerung, ber unbeschreibliche Jubel, mit dem der Führer unb seine Wehrmacht überschüttet wurden, die grenzenlose Begeisterung, mit der bie Massen dem Schöpfer Groß- deutschlands ihren Dank abstatteten. In ber Mitte ber er ft am Vortag vom Führer eröffneten Ost- West-Achse gegenüber der Technischen Hochschule waren zu beiden Seiten ber Straße gewaltige, 150 Meter lange Tr i b ü n e nb a ut en errichtet worden. Sie waren schon zwei Stunden vor dem Beginn der Parade besetzt. Auf den von SA., ff und NSKK. abgesperrten Straßen drängten sich Hunderttausende von Zuschauern. Um 10.45 Uhr fährt eine lange Wagenkolonne vor. Im ersten Wagen befindet sich der Reichsaußenminister von Ribbentrop, es folgt der R e i ch s p,r o t e k t o r in Böhmen und Mähren, Freiherr von Neurath, mit dem Staatspräsidenten Dr. H a ch a , eine große Reihe von Diplomaten und barm die ausländischen Delegationen. Besonder» begrüßt werden bie Vertreter Italiens unb Spaniens sowie ber beiden weiteren Antikomintern-Mächte, Japan unb Ungarn.
Oer Führer kommt!
Um 11 Uhr hat ber Führer am Schloß die Meldung ber Paradeaufftellung entgegengenommen. Wenige Minuten später hört man aus der Richtung des Brandenburger Tores zunehmende Jubelstürme, bie ben Führer auf feiner Fahrt begleiten, unb bann bereits ben Präsentiermarsch. Gleichzeitig erscheinen die ersten Flugzeuggeschwader. Ein Begeisterungssturm setzt ein, als der .Führer vor den Tribünen eintrifft. Neben dem Führer nehmen Aufstellung der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Gene- ralfeld'marfchall Göring, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c Raeder, der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von B r a u ch i t f ch , mnd der Chef des Oberkommandos ber Wehrmacht, Generaloberst Keitel. Rechts von den Oberbefehlshabern der Wehrmacht stehen der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 1, Generaloberst von Bock und der Chef der Luftflotte 1, General der Flieger von Kesselring, der Chef des Marinekommandoamtes, Konteradmiral Schniewind, links von ihnen ber Chef ber schnellen Truppen, General der Panzertruppen, Guderian, bie Kommandierenden Generale:


