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Aus der E>ia di Gießen

heute abendDer Maulkorb".

macht, daß

großen städtischen Orchesters Dem Konzertoerein (Viertes

letzten Mann.

*

Zei demAervenWem" der Wehrmacht

wenn die Ferne ihren Abgrund zwischen zwei

bilden.

mußte woyi Die iworre ans u-rern mutcjien jjku- zensblut heroortreiben, dort wo es am rötesten springt, ein paar Tropfen von ihnen schienen wie

bare Ausgaben.

W

Am Nachmittag weilen wir bei einer Abteilung einer Luftnachrichtentruppe in Bjeb- r i ch. Diese Waffe war bisher noch so etwas wie einVeilchen, das im. Verborgenen blüht", heute ist auch sie ein vollwertiger Bestandteil der Wehr­macht im großen Rahmen der Luftwaffe. Eine Waf­fengattung, die eine Unmenge interessanter techni- scher Aufgaben zu erfüllen hat, die zugleich aber auch eine mit allen Kampfmitteln der Infanterie aus­gebildete fechtende Truppe darstellt, im Ernstfälle nicht etwa in der Etappe sitzt, sondern verantwor­tungsvollste und schwere Aufgaben in der Kampf­front und zugleich von dort aus nach rückwärts zu den Stäben bis hinauf zu den höchsten erfüllen muß.

*

Der Abteilunaskommandeur im Kreise seiner Offi­ziere emvfangt die Männer der Presse mit aufrich­tiger Freude.' denn ihm ist es eine frohe Vernstich- tung. bei dieser Gelegenbeit einmal der Oestentlichkeit einen Einblick in das weitschichtiae Arbeitsfeld seiner Truppe zu geben. Und rons wir hier zu sehen und zu Hören bekommen, ist auf diesem Wasfenqebiet ebenso großartia und bewundernswert, wie das Erlebnis nm Vormittag bei der Schwefterwafse. B-fonders bemerkenswert ist aber hier die Tatsache, bah die inna-n Soldaten im Verlaute ihrer militärischen Ausbilduna bei dieser Spezialtruvue sich eine Menge technischer Kenntnisse und (Erfahrungen aneignen können, die ihnen im fnäferen Leben auch für den Zivilberuf von größtem Nub"n werden können. Vor allem heißt es auch hier: .Kövvchen"! Große gei- stiae Bew-alichkeit. Aufgeschfossenbeit für alles Neue unh Fortschrittliche in d"r Technik des.Nachrichten- w-sens sind die Gr"ndb-dinaungen für feden funqen Mann, der bei dieser Waffe ein guter Soldat wer­den will. Da heißt es auf dem Gebi-te des Fern- sur^chn-'-kehrs. der Funkerei. des Fernschreibers ufro. ein? Fülle von Dingen lernen und immer wieder

, , gen Barons Four­

nier zu der Tänzerin beinah: der dritte Akt führt mit überraschender Wendung aus der höfi­schen Verstrickung zum zärtlichen Idyll unter dem blühenden Flieder von Sievering zurück und erspart uns die Tränen über ein von kalter Politik zer-

zeitgenössische Porträts, gab der Figur einen per­sönlich gefärbten Umriß und löste die musikalisch hier gestellten Aufgaben mit einer kultivierten, leicht schwebenden Gesanglichkeit, die besonders dem lyrisch getönten Sieoeringer Flieder-Lied überaus zustatten kam. Herr Waltz als Baron Fournier wahrte die höfische Haltung und entfaltete sich in

zweite Paar. Herr v. Gschmeidler spielte den Gentz mit der kühlen Ueberlegenheit des intriganten Diplomaten Herr 93 o I cf holte sich mit dem Ab­schiedschanson des alten Elßler einen Sonder­applaus. und Herr Bley gab den Fürsten Ester­hazy als scharmanten Kavalier der alten Schule.

Tau an ihnen zu haften.

Allerdings war es Krieg und in alle Liebe da­mals der bittere Geschmack des Todes gemischt, außerdem aber war das Schicksal dieser Liebe be­sonders ungewiß. Vielleicht aber war es auch nur der Zauber der klangreichen, fremden Sprache, der mir alles entrückter und vibrierender erschei­nen ließ, was, ins Deutsche übersetzt, einfach hieß ,Jch habe Sehnsucht nach dir", oberWann wer­ben wir uns endlich Wiedersehen?"

Celine war mit einem deutschen Soldaten ver­lobt, Gott mochte wisien, wie die Beiden sich darüber verständigt hatten. Sie sprach nicht deutsch,

wäre leichte Mühe gewesen, ihrer Feder diesen Satz geläufig zu machen. Aber hiergegen sträubte sich die Liebende aus Zartgefühl. Sie wollte nicht durch die zwiefache Schrift ihren Liebsten in dem Augenblick, der ihnen beiden von Natur aus ganz allein gehörte, an die Gegenwart eines Dritten erinnern. Nur ihre Unterschrift setzte Celine selbst unter das Schreiben, wobei der untere Bogen des C in langem Schnörkel um das letzte e herum - griff. Wie' das Symbol ihres zärtlich-sehnsüchtigen Herzens schmiegte sich der Namenszug in die Mu­

schel des Buchstabens.

Wie der Empfänger unserer Briefe eigentlich aussah, hatte ich nie vermocht mir vorzustellen. Er war für mich der Mann schlechthin, der Krie­ge^ der Held. Seine Brief« mit der schweren un-

heute abend im Stadttheater letzte Aufführung der SiloesterpremiereDer Maulkorb", ein heiteres Spiel von Heinrich Spoerl. Spielleitung Hannes Razum. Bühnenbilder Karl Löffler. Es wird von der Intendanz nochmals darauf aufmerksam ge­macht, daßDer Maulkorb" nicht durch die Miet- Vorstellungen geht. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr.

Sie machte die Reise möglich, wieviel Listen und Lügen es gekostet haben mochte, wußte nur fie allein. Als sie in den Zug stieg, war sie benom­men vor Erwartungsfreude, die alles andere über­tönte. auch die Tatsache, daß ein Verwundeter, vielleicht ein Krüppel, vielleicht ein Sterbender ve

an sein Lager rief ... . ^ ...

Der Briefwechsel fand damit sein jähes Ende. Ich habe Celine danach nicht wiedergeschen. Ich habe nie erfahren, ob die Braut ihr kleines, be­bendes Glück aus den Krallen des Krieges gj rettet hat, ober ob ihr Leben in bitterlichen Ver' zicht gemündet ist. Und ich habe auch nie de" Mann von Angesicht zu Angesicht gesehen, an den ich die ersten Liebesbriefe meines Lebens schneo. Ich tat es zwar im Namen einer Anderen, abn doch auch zugleich im ersten Erblühen eigenen Ee-

Und wenn ich zuunterst in meinem Schreibtisch gelegentlich zwischen alten Papieren einen kleinen Zettel finde mit verblaßten Schriftzügen, aber un verändert glühenden Liebesworten in französier Svrache, dann sehe ich neben Celine mich das allzu junge Mädchen, dessen Herz von dem Brand eines anderen Herzens Funken fing.

Zwei Mädchey schrieben bem GekMerr«

Spielplan des Sladllhealers vom 22. bis 29. Jan. » Sonntag, 22. Jan, zu kleinen PreisenDie lu­stige Witwe", Operette in drei Akten von Franz i Lebär Musikalische Lütung Heinz Markmardt, Spielleitung Gert Buchheim, Tänze Thea Maaß. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung fin­det außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende gegen

Viel Beifall, mehrere Wiederholungen und Blu­mensträuße zum Schluß. Hans Thyriot.

Strauß. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim. Dienstag-Miete 17. Vorstellung.

Mittwoch, 25. Januar, Anfang 19.30, Ende nach

21.30 Uhr: UraufführungBerenize", Tragödie in fünf Akten von Jean Racine, im Versmaß des

ebenso zu halten wie sie, vorausgesetzt, daß ich je solche Briefe empfangen würde ...

Eines Tages stürzte sie bleich und zitternd in mein Zimmer mit ein paar Zeilen aus dem Laza­rett, ein paar Stunden weit entfernt in der Etap­pe. Ihre Angst bohrte sich in mein Gesicht:Er

Die Flak-Artillerie braucht aber auch für die Nachtzeit Wegweiser, um wirksam schießen zu kön­nen. Zu diesenWegweisern" führt uns nun der Abteilungskommandeur. Wir kommen zu den Scheinwerfern mit ihrem interesianten Gerät. Man zeigt uns die verschiedenen Scheinwerfer und ihre technischen Hilfsmittel, man läßt die Männer an diesen Waffen erst theoretisch, dann praktisch ar­beiten, man macht uns auch bekannt mit dem Porallelstück, dem staunenswerten Horchgerät. Und auch hier sieht man immer wieder mit größter Bewunderung, welche ungeheuren Fortschritte im Waffeneinsatz auch bet dieser Spezialwaffe zu ver­zeichnen sind Auch hier fehlt einfach jede Verxleichs- möglichkeit gegenüber den früheren Einrichtungen. Wir können nur immer wieder bewundern und staunen und zugleich erkennen, mit welcher unver­gleichlichen Hingabe an die große Aufgabe hier alles an bet Arbeit ist, vom Kommandeur bis zum

Zwei Mädchen schreiben dem Geliebten.

13on Anke Eblers.

praktisch erproben, die durch ihre VielseiUgkeit den Männern eine so reiche Abwechslung bieten, daß der Dienst bei dieser Waffe tatsächlich mit zu dem In­teressantesten gehört, das wir in unserer bewun­dernswerten neuen Wehrmacht haben Auf dem Ka­sernenhofe und in einem Lehrraum erhalten die Männer der Presse einen Einblick in diese Dinge, der außerordentlich aufschlußreich ist.

Dann geht's hinaus ins Freie. Auf einem Uebungsplatze wird uns gezeigt, daß diese junge Waffe auch in der Praris in bester Weife ihren Mann steht. Da wird mit einer Schnelligkeit und einer Umsicht gearbeitet, die aller Anerkennung wert sind. Alles, was die moderne Nachrichtenübermitt­lung in der Front und von dort zu den Stäben er­fordert, siebt man ausschnittweise außerordentlich fesselnd dargestellt. Man erhält aber auch einen Ein­druck davon, wie diese Truvve im infanteristischen Fpchten zur Abwehr eines feindlichen Anariffs sich geschickt zu verhalten und mit schneid vorzugehen weiß In beiderlei Hinsicht, als Nachrickl-r und als Infanterist, zeigen di- Offiziere und Männer die Wlrfuna-kraft ihrer Svezialvwffe in bestem Lichte. Und zualeich können wir uns überzeugen, bah dieser Dfanst die für vielfa'tige Aufaaben in^refffarfan Männer voll zu befriedigen vermag. Erst di- heain- nende Dämmerung bringt das Ende der fesselnden Hebung.

Zusammenfassend darf man feststellen: Unsere Luftwaffe steht auch bei diesen Snezfaltrunnen voll­kommen auf der Höhe. Der mfitärfbhe Dienst bei diesen Waffen verdient den freudigen Einfah unf-rer jungen Männer. Sie werd-n bobei vollste Befriedi­gung erfahren Mochten sich viel- unterer heutia-n imb künftigen W"hrnflichtigen b-i diesen Waffen in den Dienst für Führer und Volk und Vater^nb stellen! B

22 Uhr.

Montag, 23. Januar, 20 bis 22 Uhr: Zweites Orchesterkonzert des großen städtischen Orchesters in Verbindung mit oem Konzertoerein (Viertes Platzmiete-Konzert). Solist: Claudio Arrau. Lei­tung: Paul Walter.

Dienstag, 24. Januar, 20 bis 23 Uhr:Die Tänzerin Fannv Elßler", Operette von Johann

Herzog von Reichstadt wieder aufgreift. Die Elßler, vom Hofrat Gentz als dem Dirigenten der Metter- nichschen Hofdiplomatie protegiert, ist dazu auser­sehen, den Sohn Napoleons seine romantischen Kai-

Wir werden nun sehen, wie eine Flak-Batterie bei Fliegeralarm ihre Waffen zur Abwehr des hoch oben daherkommenden Feindes zur Geltung bringt und die Vernichtung desLuftikus" anstrebt

Auf einer kleinen Bodenerhebung nehmen wir Aufstellung. Da braust auch schon in einem Höllen­tempo die Spitze der vollständig motorisierten Flak- Batterie heran. Voraus brummt der Batterieführer in seinem Kübelwagen in einer Art daher, gefolgt von seinem engsten Stad, daß dem Zuschauer schier die haare zu Berge stehen. Mit einer kurzen Wen­dung wird eine scharfe Kurve passiert. Dann ein knapper Ruck, die Kraftwagen stehen. Und schon sind der Batteriechef, feine Unteroffiziere und Man­ner aus ihren Wagen herausgeflitzt und in vollem Lauf zu den ins Auge gefaßten Standplätzen für die Vorbereitung des Schießens gestürmt. Mit ge­radezu überwältigender Schnelligkeit sind die zur Feuerleitung notwendigen Geräte aus den Wagen herausgeholt, vor allem das Kommandogerät und das Kommandohilfsgerät. In einer Minute ist alles aufgestellt, und nun werden auch schon dieNer­venstränge", die Kabel und die Strippen, zu den so­eben mit größter Motorengeschwindigkeit in die Feuerstellung einfahrenden großen Flak-Kanonen gelegt. Man hat sich kaum einigermaßen umge­schaut, also nur sehr wenige Minuten Atempause gehabt, da beginnt schon der .Krieg".

Das Kommandogerät wird von seiner Bedienung nach allen Regeln des zünftigen Könnens bedient, und nach seinen Weisungen vollzieht sich im gleichen Augenblick der Betrieb an den Flak-Kanonen. Da beginnt selbst bei den einstigenschwarzen Kragen" das größte Staunen. Was der Zuschauer hier an artilleristischem Einsatz und Können erlebt, ist ge­radezu ein überwältigendes Wunderwerk. Technik und Menschengeist, Gerät und persönliche Leistun­gen feiern auf der ganzen Linie glänzende Triumphe. Das hat sicherlich keiner von den Be­suchern für möglich gehalten, was er hier bei den Frankfurter Flakartilleristen im Kampfe gegen feindliche Flieger erlebt. Und um den gefechtsmäßi­gen Einsatz der Flaks recht anschaulich zu machen, sind auch noch mehrere Flieger am Himmel aufge« taucht, die von den großen und von den kleinen Kalibern der Batterie mit Uebungsmunition sofort unter Feuer" genommen werden. Und damit kommt eine neue Ueberraschung: diese ungeheure

Gießener Stadttheater.

Die Tänzerin Fanny Eltzler."

Don den drei tanzbegabten Schwestern Nina, Therese und Fanny Elßler war diese (1810 dis 1884) die weitaus erfolgreichste. Schon als Kind im 9Biener Ballett auf der Bühne, in Neapel unter Gioja ausgebildet, hatte sie 1830 in Berlin ihre ersten großen Triumphe, kam ans Kärntnertor- Theater in Wien, entzückte ganz Europa, 1841 sogar Amerika, und wurde die tänzerische Weltberühmt­heit des 19. Jahrhunderts. Als sie 1851 von der Bühne abtrat, hatte sie sich ansehnliche Reichtümer und einen unvergeßlichen Namen erworben.

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Was der Film (mit Lilian Harvey) im ursprüng­lichen Element des Tänzerischen nachzubilden unter­nahm, mußte die Operette ins Musikalische über­setzen. Die Motive stammen aus dem Nachlaß von Johann Strauß und wurden von Oskar S t a l l a bearbeitet. Die Partitur spannt einen liebenswür­digen Melodiebogen von weicher Kantabilität und typisch Strauhscher Prägung über die Handlung. Der Wiener Walzer dominiert und ergibt eine stil­volle Begleitung zum Textbuch von Hans Adler, das die aus dem Fllm bekannte Episode mit dem

Oie Stadt wacht auf

Die Laternen sind gelöscht. Sie könnten erzählen von Begegnungen mit einsamen Menschen, die es weit weniger eilig hatten als am hellichten Tag, von glückshungerigem Suchen und Warten, von bitterem Enttäuscht- und hoffnungslosem Derzwei- feltsein, aber auch von fröhlichen Gruppen, von sattem Genießertum und heimlicher Liebe, von der niemand was ahnt. Sie haben viele Gesichter an­gestrahlt und ihre Züge gelesen. Doch sie hüllen sich wie wissende Philosophen in Schweigen. Es kommt auch ohne sie genug an den Tag, der geräuschvoll beginnt.

Fensterläden werden knarrend aufgestoßen, Jalou- sien rutschend hochgerissen. Mülleimer klappernd

vor die Haustüren getragen. Aus einem offenen > Fenster tönen über ein winterlich ödes Vorgärtchen ' hinweg die Klaoierhymnen einer Sendung Morgen-1 gymnastik und die im Takt zählende und aneifernbe | Stimme eines Gymnastrklehrers. Ein Straßen-' kehrer, der die in der Gosse zusammengefegten: Häufchen aufschippt und polternd in seinen Hand-, wagen tippt, pfeift belustigt mit. Bäckerjungen in weißen Kitteln flitzen auf Fahrrädern in stram­pelnder Eile vorüber. Da und dort fahren Liefer­autos an. Auch Privatwagen sind bereits unter­wegs. Strömung und Gegenströmung der Fahr­straßen wachsen an und steigern ihre Schnelligkeit.

Beamte und Angestellte, mit und ohne Akten­tasche, Arbeiter in Werkkleidung, zum Teil mit ge­schulterten Geräten, schreiten zur Berufsstätte. Vor einer Hausfront beginnen Dachdecker ein Gerüst aufzurichten. Gin junger Mann betritt einen Blu­menladen, um seinem Mädchen ein paar Blüten mitzubringen. Vielleicht sitzt sie bei ihm im Büro oder er begegnet ihr an einer bestimmten Straßen­kreuzung wie jeden Tag. Sie wird ihre Freude haben und er nicht minder über ihren strahlenden Blick und den warmen Händedruck. Die Arbeit wird ihnen leichter von der Hand gehen, und etwas von dem Abglanz ihrer glücklichen Gesichter fällt auch auf die Menschen, die mit chnen Zusammen­treffen.

An einer Litsaßsäuse steht ein Mann mit einem Kleistertopf und klebt neue Plakate an. Einige Neu­gierige, die Zeit haben oder auf die nächste Elek­trische warten, sehen ihm zu. Zwei Frauen, mit Einkaufstaschen am Arm, lesen hingebungsvoll, was sich da anpreist, und sind im stillen dankbar für eine längere Unterhaltung, die der interessante Ge- sprächsstoft sichert.

Plötzlich knirschen die gebremsten Räder der Elek- trifchen und Funken stieben von der Sandstreu auf: Eine ältere Dame, die nur Augen für ihr Hündchen an der Leine und seine Morgenbedürfnisse hatte, ließ sich unvorsichtigerweise auf die Fahrstraße gängeln. Der Geistesgegenwart des Wagenführers war es zu danken, daß es noch einmal gut^cMief.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

schichte dieser Liebe viel zu romantisch, um nicht Brauch, diese Briefe aus der Brust zu tragen, mit Begeisterung auf ihre Bitte einzugehen, und ja allerdings auch der sicherste Platz für fte mar so wurde idi denn für Celine die Brücke zum und ich beschloß, es damit auf leben Fall spater artberen Ufer. Alle paar Tage brachte mir bie """ hnh ick le

kleine Näherin ihre rührenben Zettel, französisch geschrieben, bamit ich sie übersetzte und abschrieb.

Zunächst waren es fchüchterne Sätze, zarte unb zurückhaltenbe Gefühlsausbrücke. Aber mit ber Dauer wuchs ber liebenden Braut bie Trennung FC. ........... ...

über ben Kopf, sie überroanb ihre Scheu vor ber jst nicht schwer verletzt?" Ich konnte sie bei* Vermittlerin und vertraute ihren gekritzelten Kon- gen, wenigstens schrieb er nichts Genaueres, doch zepten das Innigste an Gefühl an, baß sie besaß wünschte er, baß sie ihn besuche. Im Augenblick In allen Variationen schrieb ich an einen fremben . oerwanbelte sich ihre graue Furcht in eine Glone Mann:Ich liebe bich, ich liebe bich!" - des Glücks:O mon cheri, ich werbe ihn wieder-

Es war mir sonderbar bäbei zu Mute. Obwohl! sehen!" ich nicht eigentlich meine Uebersetzerrolle vergaß, konnte ich es boch nicht verhindern, daß ber schwingenbe Ton des Geschriebenen erregend an die Pforte meines Herzens klopfte, und daß mei­ne Schrift sich wie etwas Beteiligtes, fast schon Zugehöriges mit dem Sinn der Worte verband. Innerlich' machte ich verlegen errötend die Augen zu, unb ich wollte Celine in meiner mäbchen- haften Scham veranlassen, wenigstens ihretau-

Feuergeschwindigkeit! Menschen und Geschütze, bie­ten auch hier wieder eine Leistung, bei ber bem Zu­schauer einfachalle Spucke wegbleibt"!

An diesesKonzert" der Flaks werden die Be­sucher wohl noch lange zurückdenken. Denn es ist eben ohne jeden Vergleich, wenn man als alter Sol­dat nicht gerade die Erinnerung an eine ausgespro­chene Materialschlacht sich ins Gedächtnis zurückruft. Mit aufrichtiger Bewunderung scheiden die Männer der Presse von der prächtigen Batterie.

NSD. - Dozentenbund und Reichskolonialbund: 20.15 Uhr, Aula der Universität, Vortrag Dr. hecht ,Kolonialproblem und Rassengedanke". Stadt­theater: 20 bis 22.30 UhrDer Maulkorb". Gloria-Palast (Seltersweg):Lauter Lügen". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Menschen, Tiere, Sensationen". LandschaftsbundVolkstum unb Heimat": 20 Uhr, Cafe Leib, Froher Heimatabend mit Tanz. Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Ver­ein ehern. 116er Gießen: 20 Uhr, im Kamerad­schaftsheimAuerhahn", Kameradschafts - Appell (Jahreshauptversammlung).

Tageskalender für Sonntag.

HMer-Jugend Bann 116: Führer-Appell. Stadttheater: 19 bis gegen 22 UhrDie luftige Witwe". Gloria-Palast (Seltersweg):Lauter Lügen". Lichtspiechaus (Bahnhofttraße):Men­schen, Tiere, Sensationen". Obst- und Garten­bauverein: 15 Uhr Jahreshauptversammlung und Vortrag des Herrn Dr. Hanf. Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turm­haus am Brand.

ffna s-ck-rt in der Titelrolle bewahrte In der! er nicht französisch. Vielleicht hatte das Flämische! beholfenen Schrift und ihren kargen Mtteilun«en

! en traten. Sie kann es aber leider nicht mehr, wiederkehrendeEs' geht nur gut, wie geht es wenn bie Ferne ihren Abgrund zwffchen zwei Dir? fur Mne die Seligkeit des Himmels er Liebenden aufreift, dann müssen Worte bie Brücke schöpften. Aber sie spurte wohl, baß s«nher i biö),en licher Gruß" ebenso im Feuer ber Leidenschaft ge»

I Die hilflose Celine kam, als chr Geliebter wieder brannt war, wie ihre tausend Küsse es waren,

W-ch'elgesang ^dhaMestem Dialog da. obligate' Sippe um Ä'

störtes Glück.

Unter Herrn Popelkas kultivierter Orchester- leituna entfaltete sich die blühende Musikalität der Straußschen Walzerseligkeit. Herrn Buch Heims Regie schuf einen gerechten Ausgleich zwischen den gefühlvollen und ben volksstückmäßig heiteren Ele­menten bes Spiels, bas von Herrn Löffler in einen geschmackvollen Biedermeierrahmen gefaßt war. Auch die Tanzgruppe (Leitung: Thea Maaß) und der Chor unter Herrn M a rkw ardt fanden dank-

Nach etwa fünfstündigem Aufenthalt bei den Flakartilleristen scheiden wir von dem großen Er­lebnis, das uns in dieser Kaserne als unvergäng­liche Erinnerung mit gegeben wird. Wir gehen mit dem Bewußtsein, daß unsere Flakwaffe selbst den höchsten Ansprüchen zum Schutze des Vaterlandes gerecht zu werden vermag, und zugleich in ber Er­kenntnis, daß ber Dienst bei biefer Waffe unseren jungen Männern nicht nur eine Ehrenpflicht, son­dern geradezu eine Freude sein wird, denn das, was sie dort zu bieten befähigt werden, ist groß und zugleich höchsten Dankes wert. Mit dieser Ge­wißheit danken wir zugleich bem Kommanbeur und den Frankfurter Flakartilleristen, die uns diesen er­hebenden Vormittag bereitet haben.

Dem Auge das Beste!

Lassen Sie sich beraten von Optiker JUa&nus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 Kassenlieferant Originals übertragen von Rudolf Alexander Schrveder. Spielleitung: Hermann Schultze-Gries­heim. Mittwoch-Miete, 17. Vorstellung.

Freitag, 27. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende nach 23 Uhr:Aida", Oper von G. Verdi. Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Gert Buch­heim. Freitag-Miete, 17. Vorstellung.

Samstag, 28. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Zum letzten Male:Flachsmann als Er­zieher", Komödie von Otto Ernst. Spielleitung: Hannes Razum. Die Vorstellung findet gleichzeittg für den KbF.-Feierabendring als 7. Vorstellung ^^Sonntag, 29. Januar, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr: 8. Morgenveranstaltung. Zum Tag ber MachtübernahmeUlrich von Hutten", Rezitatto- nen, szenische Darstellungen und Lieder. Leitung: Hannes Razum 19 Uhr bis 22 Uhr:Die Tänzerin Fannv Elßler", Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim, Tänze: Thea Maaß. Außer Miete.

Claudio Arrau im Stadttheater.

Am Montag, 23. Januar, 20 Uhr, findet im Stadtcheater bas zweite Orchesterkonzert bes großen städtischen Orchesters in Verbindung mit bem Kon­zertoerein (Viertes Platzmiete-Konzert) statt. Als Sollst wurde ber bekannte Pianist Claudio Arrau verpflichtet. Das Programm sieht Werke von N. o. Recznicek, M. de Falla, Cesar Franck und M. Moussorgsky-Ravel vor. Leitung Paul Walter. Eitt^e des Konzerts um 22 Uhr.

Dichterlesung Wilhelm Schäfer.

Ein literarisches Ereignis von Bedeutung wirb, wie man uns schreibt, ben Gießener ^er^ur freunden am kommenden Montag ber Goethe-Bund in Verbindung mit dem Kaufmännischen Verein Gießen vermitteln, Es ist gelungen, den Dichter Wilhelm Schäfer zu einer Lesung aus eigenen Werken nach Gießen zu verpflichten. Es ist zu erwarten, daß auch in unserer Stadt bie große ßefergemeinbe bes Dichters biefe Gelegenheit wahr­nehmen wird, den Dichter persönlich am Dorttags- ttfch zu sehen und zu hören.

Wisfenfchaft im Dienst am Volk."

Die vom NSD.-Dozentenbund und ber Volksbil- bungsstätte Gießen in ber NSG.Kraft burch

Ich lernte Celine während des Krieges in Brüs- iv.,v.., «... r , sei kennen, sie war eine kleine belgische Näherin

ferträume vergessen zu machen, und an dem In- Sie war so zart unb schmächtig und hatte einen trigenspiel dieser politischen Mission (die im Mittel- blassen Mund. Ich war sehr jung damals und aft eine theatralisch effektvolle große Szene ergibt) fand es über alle Maßen verwunderlich, wo dieses scheitert beinah die Liebe des jungen Barons Four- schmächtige Mädchen ben gllihenben Atem her- nahm, der über dem Ausbruck ihrer Liebe zitterte T~/v ........... - . _

wie heiße Luft über sommerlichem Felb Sie send Küsse" s^lbst^ unter~ ben Brief Ätzern E» mußte wohl die Worte aus chrem innersten her- "