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5reitag,1Y.MaNYZY

3 o p p o f und Gdingen gesperrt. Der deutsche Durchgangsverkehr auf der Strecke Königsberg Stettin wird von der Danziger Station Hohenstein aus über Berent nach Gdingen geleitet. Der Vorortverkehr Danzig 3 o p p o t wird vom Güterbahnhof Danzig, ober­halb der Unfallstelle aus, aufrechterhalten.

3rod folgenschwere Explosionen in einem englischen Vaffenarsenal.

In dem englischen Waffen- und Munitions-Arse- nal Woolwich ereignete sich in der Ueberprüfungs- anstalt für schwere Geschütze eine heftige Explo­sion. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden sieben Kanoniere getötet. Der Unfall er-

m. US Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Die mechanischen Apparate für die Erdbebenmes-

Kleine politische Nachrichten

für die Regelung der

Aus aller Welt

die dem Führer in den Eltern des Füh-

noch vor Pfingsten nach Kiel zurückzukehren. In Libau erwartete eine große Volksmenge, darunter viele dort heimische Deutsche, den seltenen Besuch auf dem Reiche, das zuletzt im Jahre 1932 den KreuzerKönigsberg" mit vier Zerstörern nach die­sem lettischen Hafen entsandt hatte.

Herrlich erfrischend

gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend.

Stoße Tube 40 TI., kleine Tube 25 TL

viel z u große G es ch windig keil des Zu­ges anzusehen ist. Der D-3ug fuhr durch den Bahn­hof und über die zahlreichen in das Gebiet des Gülerbahnhofs führenden Weichen mit einer Stun- dengeschwindigkeil von 80 bis 90 Kilometer. Das ist eine Geschwindigkeit, mit der kein großer Bahn- Hof, geschweige denn der sehr stark mit Weichen und Gleiskreuzungen versehene hauptbahphof in Danzig durchfahren werden kann. Augenzeugen bemerkten, wie die Waschine in wilden Stößen über die Gleise sprang, ins Schwanken geriet und schließlich ent­gleiste. Line Erklärung dafür, warum der Zug mit so großer Geschwindigkeit über Weichen und Kreuzungen hinwegjagte, läßt sich noch nicht geben. Es sind dem Zuge an sich 20 Kilometer Stunden- geschwindigkeit für diese Durchfahrt vorgeschrieben! Durch den Unfall sind sämtliche Gleise nach

!'dveutschland, und durch ähnliche Institute drau- s.en in der Welt unterstützt, mit denen wir ständig unsere Messungen und andere Aufzeichnungen aus- ckuschen. Unsere 6röbebentarten erfassen alle Ge­riete, in denen überhaupt einmal Erdbeben aufge­beten sind. Nicht einmal in den betreffenden Länd­lern selbst gibt es Karten, 'die sich mit den unseren Hessen können."

Bei einem Rundgang durch das Gebäude der ?ueichsanstalt lernen wir zuerst das sorgsam - tütete Kleinod, den Seismometerraum, irnnen. Vier Seismometer (Erdbebenmesser) glitzern b ihren Glasschränken. Alle sind verschieden kon- fruiert. Da sehen wir einen Seismometer, der be- Inders empfindlich für Nahbeben ist. In einem ! mderen Schrank steht ein Seismometer, der beson- A ters gut auf langsame Bodenbewegungen reagiert. Ä ls'in Seismometer besteht aus einem schweren frei- H schwingenden Pendel, das durch die ankommenden

D-3ug WarschauGdingen in Danzig entgleist.

Auf dem Gelände des Danziger Haupt- b a h n h o f s , dicht neben der Straßenüberführung am Olivaer Tor, entgleiste am Donnerstag- morgen der D-Zug Warschau Gdingen, der den Danziger Bahnhof ohne zu halten etwa um 7 Uhr früh durchfährt. Die Entgleisung erfolgte bei sehr hoher Geschwindigkeit. Die Lokomotive drehte sich fast 180 Grad um ihre Achse. Die nach- folgenden wagen stürzten um und schoben sich in- und übereinander. Trohdem wurden lediglich der Lokomotivführer und der Heizer des Zuges schwer verletzt.

Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, daß als Ursache des Unglücks mit Sicherheit die

er nach Italien und arbeitete in Rom in der Werk­statt des Alemannen Alexander Trippel, ferner in den Museen des Kapitols und des Vatikans, hier lernte er die einfache Schönheit der Antike kennen in ihrem ursprünglichen Sinn, den er das ist charakteristisch für sein Schaffen mit naturwah- rer Wiedergabe zu verbinden wußte. Im Jahre 1788 gewann er für seine PlastikBefreiung der Andromeda" einen Preis und erhielt daraufhin den Auftrag zu einem Entwurf für ein Denkmal Friedrichs des Großen. Der Entwurf wurde angekauft und gefiel so, daß man den Vierundzwanzigjährigen als Hofbildhauer nach Berlin berief. Seine erste Berliner Arbeit war das Grabmal für den mit neun Jahren gestorbenen Grafen von der Mark. Dann modellierte er die schöne Gruppe der damaligen Kronprinzessin Luise von Preußen und ihrer Schwester Friederike, die, eigentlich für Porzellan gedacht, bann doch in Mar­mor ausgeführt wurde. Zwischendurch unternahm er Reifen nach Kopenhagen, Stockholm und Peters­burg, um Studien über die Technik des Bronze­gusses zu machen.

In den Jahren 17891794 schuf er fein bekann­testes Werk, die Quadriga auf dem Branden- burger Tor-, der in Kupfer getriebenen Siegesgöt­tin mit dem Viergespann blieb ja bekanntlich eine besondere Rolle in der preußisch-deutschen Geschichte vorbehalten. Voller Leben sind die vielen Bildnis- statuen und Büsten Schadows; er war der erste, der viele bedeutende Zeitgenossen naturgetreu im Ko­stüm ihrer Zeit barstellte; zu nennen wären Fried- r i ch der Große für Stettin, Leopold von Dessau und Zielen für Berlin, ein Kant- Denkmal und ein Luther-Monument für Wit­tenberg. Eine Ausnahme bildet die Blücher-Statue für Rostock: hier stellte er den alten Haudegen im antiken Gewände des Herkules mit der Löwenhaut dar, und zwar auf den Wunsch Goethes, der den Spruch zu diesem Denkmal geschrieben hatte. In späteren Jahren widmete sich Schadow ausschließ­lich der Lehrtätigkeit und der Abfassung von Schrif­ten; seine Erinnerungen gab er unter dem Titel Kunstwerke und Kunstansichten" heraus. Unter sei­nen Zeichnungen sind viele, um die ihn ein Me n - z e l beneidet hat. Er starb in Berlin, hochgeehrt, hn Jahre 1850, als Direktor der Akademie der Künste.

Hans Sturm.

enn die Erde bebt...

Ein Besuch in der Reichsanstalt für Erdbebenforschung.

Don unserem W.-K.-Mitarbeiter.

Erdbebenwellen für menschliche Augen allerdings unsichtbar in Bewegung gesetzt wird, und das diese Bewegung durch einen Hebelmechanismus mit mehrhundert- oder mehrtausendfacher Vergrößerung auf einen Papierstreifen überträgt. Dieser Streifen rollt auf einem Zylinder gleichmäßig und ununter­brochen in der Minute 60 Millimeter vorwärts, so daß je ein Millimeter auf dem Papier einer Zeit- fefunbe entspricht. Mit einer Normaluhr wird zu jeder Minute ein Zeitzeichen gegeben, das sich auf das Papier überträgt. So ist es möglich, auf die Zehntelsekunde genau festzustellen, wann die Wel­len eines Erdbebens Jena erreicht haben. Die Erd- bebenforscher können auch feststellen, aus w e l -

Hochschulnachrichten.

Professor Dr.-Jng. Otto F u ch s, seit 1935 Ordi­narius für chemische Technologie an der Technischen Hochschule D a r m st o d t, ist aus feinen Antrag ent­lassen worden.

Kranz des NS.-Reichskriegerbundes nieder in Gegenwart von in Leonding ansässigen Kameraden des NS.-Reichskriegerbundes, seiner frühesten Kindheit und rers nahegestanden haben.

Der Generalbevollmächtigte

Illen Deutschlands Erdbeben nicht gerade selten t). Erst im Jahre 1935 hat in Obevschwaben ein >ßes Erdbeben schwere Schäden angerichtet." » deutsche Erdbebenzone umfaßt das ganze Nie- rheingebiet von Aachen bis zum Ruhrgebiet (der uptbrennpunkt liegt am Nordrand des hohen nn), die Gegend zwischen Köln und Bonn, das amte Oberrheingebiet zwischen Mainz und Basel» i 14. Jahrhundert forderte in Basel ein Beben nberte von Toten), die Schwäbische Alb, bann iefonbers bas Vogtland, den Südabfall des Erz­gebirges, das Alpenvorland der Ostmark und schlietz- : Ich die Alpenlängstäler bis ins Donaubecken hin- tin. Don den zwei großen Erdbebenzonen, die den Erdball überziehen, geht die eine durch die Mittel- ! neere (Mittelmeer, Persien, Südindien, Nieder- j lindisch-Jndien, Neuguinea, australische Inselwelt, quer durch den Pazifischen'-Ozean, Mittelamerika), »ährend die andere den Großen Ozean umrandet.

Am Mittwoch sind die Flotten st reitkräfte nach Beendigung der Auslandsausbildungsreise, die sie in die spanischen Gewässer führte, wieder in ihre Heimathäfen zurück gekehrt.

Der Erste Seelord und Chef des britischen Ma­rinestabes, Admiral Sir Roger Bakhouse, ist aus gesundheitlichen Gründen von feinem Posten zurückgetreten. Zu feinem Nachfolger wurde Admi­ral Sir Dudley P o u n d ernannt, bisher Oberkom­mandierender der britischen Mittelmeerflotte. Vize­admiral Cunnin.gham wurde Nachfolger Pounds, Admiral Phillips an Stelle Cunning­hams stellvertretender Chef des Marineftabes.

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DieLiberte, das Blatt Doriots und der fran­zösischen Volkspartei, kündigt an, daß sie ihr Er­scheinen aus finanziellen Gründen einstellt. In einem offenen Brief an die Leserschaft läßt die her­ausgebende Gesellschaft durchblicken, daßeinfluß­reiche Gegner" der Zeitung in letzter Zeit alle Ein­künfte mit Beschlag belegt hätten.

sung, so genau und so wertvoll sie sind, haben doch einen Nachteil: sie sind zu unhandlich, um trans­portiert werden zu können. Deshalb wurde jetzt auch eine optische Registrierung erfunden, die mit Filmen und Spiegeln arbeitet und den Vorteil hat, daß die Apparate klein, leicht und gut zu transportieren sind. Alle in der Reichsanstalt für Erdbebenfor­schung in Jena verwendeten Meßgeräte werden in einer eigenen mechanischen Werkstätte hergestellt. Zu Versuchszwecken werben (5rbbeben hervvrgerufen. Diese Modellversuche auf dem Schütteltisch (denn bas sind Jenas künstliche Erdbeben) hoben über das wissenschaftliche Interesse hinaus volks­wirtschaftlichen Wert. Sie geben wertvolle Auf­schlüsse über die für Erdbebengebiete günstigste Bauweise von Häusern, Fabriken usw. Oft holen sich deutsche Firmen, die Bauaufträge in Erdbeben­ländern erhalten, vorher bei der Jenaer Reichs­anstalt Rat. Auch eine Art künstlicher Erdbeben wird von den Wissenschaftlern des Jenaer Instituts

Die Rede des Reichsminister Dr. Goebbels auf der kulturpolitischen Tagung anläßlich der Reichsmusikfesttage in Düsseldorf am 21. Mai 1939, um 16 Uhr, wird von allen deutschen Sendern mit Ausnahme des Deutschlandsenders übertragen.

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Bei der Besichtigungsreise durch die Ostmark legte der Reichskriegerführer, ^-Gruppenführer General der Infanterie Reinhardt, am Grade der Eltern des Führers in Leonding einen

unb wenn man anfangs in den Szenen dis etwa zur Mitte des Buches den Eindruck geromnt, sie habe die schroffen, realistisch harten Konturen in de Costers Charakterzeichnung ein wenig gemildert unb sogar stellenweise durch leisen Humor versöhnt, so wird man finden, daß ihre Gestaltung gegen Ende eine unheimliche Steigerung erfährt und der Figur der Schwiegermutter (die bei uns fast aus­schließlich in den Niederungen plattester und billig­ster Komik angesiedelt ist) einen Schein echter tra­gischer Größe verleiht. Angela Salloker ist die vom Tode zum Leben, zur Liebe, zum Gluck er- weckte Grietje, eine zarte, zärtliche, lieblich anzu- sehende Braut und junge Frau, Mathias W i e - man sehr ruhig, gütig und geduldig der Dr. Goethals. Unter den Nebenfiguren heben sich EU- sabeth Wendt (Gräfin Amelie), Carsta Lock (Siskä) und Paul Dahlke (Bouffart) lebendig heraus. (Ufa.)

Im Vorprogramm: die Wochenschau (Tobis), ein Vorspann zu dem LustspielIch bin gleich mieber da" unb ein KulturfilmRäuber unter Wasser , hier sieht man seltene, mit großer Geduld und Sach­kenntnis gewonnene Bilder aus dem Leben des Hechtes. Hans Thyriot

Schlüter und Schadow.

Zwei deutsche Bildhauer.

Am 20. Mai jährt sich der Geburtstag Schlüters zum 275. Male und der Geburts­tag Schadows zum 175. Ttcrle. . ' Andreas Schlüter wurde am 20. Mai 1664 m Hamburg als Sohn des kaum bekannten Bildhauers Gerhard Schlüter geboren Die erfte kunstleri che Ausbildung dürfte er m der väterlichen Werkstatt erhalten haben. Noch in den Knabenjahren des an­gehenden Künstters fiedelte fein Vater mit der Fa­milie nach Danzig über; ein genaueres Datum steht nicht fest. Bei dem Danziger Bildhauer David «a- vovius soll sich Andreas Schlüter wettergebildet Hoden, aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nur im rCISone?689^bi5 1693 wirkte Schlüter in Warschau mit an dem Schlosse Willanow und an dem Palais Krosinski, und zwar als Bildhauer und Architekt, diese mit französischen und italienischen Meistern verbrachten Jahre bedeuteten für ben deutschen Bildhauer noch Lehrzeit. 1694 wurde er als hof- bi[Mauer nach Berlin berufen, mo er bald eine reiche Tätigkeit entfaltete; feine Erfolgs brachten ihm ein Jahr später das Amt eines Mitdirektors de7 Akademie ein. Im Jahre 1695 unternahm

Schlüter eine längere Reife nach Italien, wo er sich, wie ein Biograph sagt,eine letzte Reife holte".

heimgekehrt, schuf Schlüter das Bronzestandbild des Kurfürsten Friedrich III., bas heute den Platz vor dem Schloß in Königsberg ziert; diese Arbeit zeigt als erste des jungen Meisters eigenwilliges Künstlertum, das wohl französische und vor allem italienische Plastiken kannte und schätzte, jedoch sei­nen Arbeiten die aus deutschem Denken und Emp­finden gewonnene Eigenart gab. Um btefe Zeit um 1698 begann er bas Denkpial des Großen Kurfürsten zu modellieren; früher hat man dem Künstler vorgeworfen, er habe dieses Monument bem Reiterstandbilbe Ludwigs X\V. nachgebildet, heute wissen wir, baß Andreas Schlü­ter in seiner meisterlichen Schöpfung bem verweich­lichtengrand Dauphin bie wiedererwachte poli­tische Willenskraft bes damaligen nördlichen Mittel­europas (Brandenburg-Preußen) markant gegen­überstellen wollte. Dieses Reiterstandbild blieb das bedeutungsvollste unter allen neueren deutschen Monumenten dieser Art. Seit 1698 leitete Schlüter ben Ausbau des Berliner Zeughauses, für das er neben kleineren plastischen Zierstücken bie zweiundzwanzig Masken sterbender Krieger model­lierte. Gleichzeitig arbeitete er als Bildhauer am Berliner Schloß und wurde 1699 zum Schloßbau- bireftor ernannt. Bis 1705 vollendete er den Bau der östlichen Schloßhälfte und war auch an der Ausschmückung der Jnnenräume entscheidend betei­ligt. Außer mehreren Privatbauten errichtete er im Lustgarten Berlins einen Münzturm, der bald Risse und Bruchstellen zeigte; ttotz seiner Gegen­maßnahmen mußte das Bauwerk abgebrochen wer­den; er selbst mußte Eosander, seinem heftig­sten Gegner, weichen. Sechs Jahre hörte man nichts mehr von ihm. 1713 ging er nach Petersburg, um für Peter den Großen tätig zu fein. Was er dort geschaffen, wissen wir nicht, er soll sich dort mit der Erfindung des Perpetuum mobile besaßt haben. Arn 30. Mai 1714, vor 225 Jahren, starb er, fünf­zig Jahre alt.

Genau hundert Jahre nach Schlüters Geburt wurde der zweite große Plastiker geboren (20. Mai 1764), Johann Gottfried Schadow, dessen Ar­beiten einen neuen Markstein in der Geschichte der deutschen Bildhauerkunst bedeuten. Nach kurzer Lehrzeit bei einem Steinmetzen arbeitete er in der Werkstatt des Meisters Taf fae r.t. Als er hier nichts mehr lernen zu können glaubte, dazu wegen seiner Verlobten allerlei Unzuträglichkeiten erdulden mußte, verließ er eines Tages plötzlich mit ihr seine Vaterstadt, zog nach Triest und gründete dort, einundzwanzigjährig, den eigenen Herd. Dann ging

Die Hochzeitsreise."

Lichtspielhaus.

Dor 60 Jahren starb Charles d e C o st e r. Er ge- chrte zu denen, bie, wie er selber sagte, zu warten H wissen: er gehörte auch zu den Dichtern, bie bet Leb- I?iten nicht gekannt und nicht gelesen werden. Erst Mirage nach Costers Tode und erst in Deutschland wur- icn seine Bücher, in denen sich die Dichtung Belgiens ' Zar Weltliteratur erhebt, wirklich verbreitet und ! brem Range entsprechend gewürdigt: vor allem der I .Menspiegel", den man die nationale Bibel des beb . cischen Volkes genannt hat. Drei Jahre nach dem i! ,Uilenfpiegel" war 1870, mitten im Kriege,Die

Hochzeitsreise" erschienen, nach de Costers eigenen 'Sortender Roman zweier junger verheirateter

I Liebender ... Alles sind Szenen der Liebe, alles ist

1 ter Natur entnommen ..." Und als das eigentliche : ri)ema, welches das Idyll zum Charakterdrama

(roßen Stiles erhebt: .. Die es süße Gluck , diese iihönen Torheiten werden durchkreuzt von der Elfe lieht einer geizigen Mutter." In den knappen Tatzen de Colters ist der ganze Inhalt, bie ganze Icbensfülle dieses Romans enthalten, eine echte Volksdichtung und ein Stück Weltliteratur und es it gewiß eines der schönsten Verdienste M ; flmung, wenn das bewegte Bild den Beschauer zum Buche hin oder womöglich zuruckführt und ihn Ms neue zum Leser macht. Der Spielleiter Karl Sitter (der auch mit Felix ß u tz k e n ö or f fle- itGinfam das Drehbuch geschrieben hat) st ohne Zweifel einer der begabtesten und künstlerisch fei

i fen Regisseure, die wir heute besitzen. Er ist m der Liedergabe, wovon man sich beim Lesen ube

Mgen kann, dem Buche mit großer Treue und Ge- ivuigkeit gefolgt; er hat mit ganz geringen und ge- I i ngfiigigen Ausnahmen Szene um Szene besD - I nans ins Bild übertragen, und man fpurt. m jebem | Liner Bilder die Ehrfurcht und das Verantwor- J t^ngsgefühl, mit dem er sich der Drchtung genähert I hat: die Szenen bes Films, von Gunther A n d e r s J nu tergültig photographiert, sind von großer Scho - I W in ihnen P in der Tat etwas von der eigen- ff bm'lichen Atmosphäre des Romans gefangen. ! unb manche von ihnen wirken wie Au sch , I a ten Niederländern ober aus sranzosrschen Jmv - I sdnisten. Die Witwe Roosfe van SteelandtMpielt I ?ranCoife Rosay, die wir aus den .Klugen | flauen" und aus demFahrenden Volke

I fie ist eine große, überlegene Schauspie enn, sth^ II scher unb sehr kultiviert in ihren Mitteln, -

f-embe Akzent ist kaum noch zu Horen Sre füllt de H Losters Gestalt wirklich aus als eine Tragödin der f| Beirrten Mutterliebe, des Gerzes und bes Dayes,

Bauwirtschaft, Generalinspektor Dr.-Jng. Tobt, hat in einem Merkblatt Nummer 3 bas aus den Baustoffkontingenten zu deckendesEisen für Bauvorhaben" nach der Zweckbestimmung und den Sorten abgegrenzt. Gleichzeitig ist der Umfang der Kontinaentspflicht der Kontingents­träger für dieses Eisen festgelegt worden.

Das deutsche ArtillerieschulschiffBrummer" ist nach zweitägigem Aufenthalt in Memel in Libau eingelaufen, von wo es am Sonntag nach dem finnländifchen Hafen H a n g ö weiterfährt, um

erzeugt. Nämlich Sprengungen (geophysikalisches che r Richtung die Wellen kommen, und sie föm I

neh bie Entfernung bes Herbes errechnen. Lagerstätten nutzbarer Mineralien fei stellt.

eignete sich, als. sich eine Reihe von Akademieschülern mit der Prüfung eines schweren Geschosses beschäf­tigte. Der Schaden dürfte erheblich sein. Auch rech­net man mit einer größeren Anzahl von Schwer- und Leichtverletzten. Bereits am Tage vorher hatte sich in'her Patronenfüllabteilung des Arsenals eine Ex­plosion ereignet, bei der zwei Arbeiter getötet und zwei weitere schwer verletzt worden waren.

Feuer in einer Drogen Handlung.

In Hannover brach im Keller einer Drogenhand- fung ein Feuer aus. Durch bie sich entwickelnden Gase erfolgte eine Explosion mit einer 20 Me­ter hohen Stichflamme, wodurch größte Gefahr für die umliegenden Häuser entstand, die aber vorsorg­lich von der Polizei geräumt worden waren. Zur Adlöschung des Brandes wurden insgesamt 700 000 Liter Schaum in den brennenden Keller geschleudert. Schließlich wurde auch bas Kohlensäurespezialver- fahren eingesetzt, um bie letzten Brandherde zu be­seitigen. Ein Brandmeister und ein Feuerwehr­mann erlitten schwere Brandverletzungen, während, andere Wehrmänner leicht verletzt wurden. Lin Toter unb sechs Verletzte bei einem Fußballspiel in Argentinien.

Während eines Fußballspiels in einem Vorort von Buenos Aires, Lanus, ereigneten sich schwere Tumulte mit blutigen Zwischenfällen. Die mit einem Schiedsrichterfpruch unzufriedenen Zu- schauer durchschnitten die Drahtgitter und strömten auf ben Platz. Ein Polizeibeamter feuerte einen Warnungsschuß ab. Aus ber Menae wurde mit mehreren Schüssen geantwortet. Die Lage spitzte sich zu, als der größte Teil des Publikums daraufhin panikartig den Ausgängen zudrängte unb fie ver­schlossen fand. Nur mühsam konnte bie Ruhe wieder- hergestellt werben. Bisher wurden ein Toter und sechs Verletzte festgestellt.

Der Tob in ber Babewanne.

Als ber Sahn bes Gießereidbermeisters Paul Schneider in seine elterliche Wohnung in Saar­brücken zurückkehrte, fand er seinen 61 Jahre alten Vater tot in ber Badewanne sitzend auf. Man nimmt an, daß in dem Badeofen eine Explosion erfolgt ist, und daß ber alte Mann ein Opfer des ausftrömerrben Gases geworden ist.

versuche mit einem Ultrarapib-Llektrozug in Italien.

Auf der Eisenbahnlinie MailandFlorenz-^Rom werden Versuchsfahrten mit einem Ultrarap id- Elektrozug durchgeführt, der bei einer Höchst­geschwindigkeit von etwa 200 Stundenkilometer die Strecke RomMailand in nur vier Stunden sech­zehn Minuten zurücklegen wird. Wenn die Probe­fahrten günstige Ergebnisse liefern, soll diese neue Schnellverbindung am 15. Mai aufgenommen wer­den. Die Schnellzüge zwischen ben beiben italie­nischen Großstäbten brauchten bisher sechs Stunden. Die normale Fahrt beträgt sieben bis acht Stunden.

Jena, im Mai.

Erdbeben pflegen nicht so liebenswürdig zu sein, hre Besuche vorher anzumelden. Urgewaltig aus >unflen Erdtiefen rasen sie über ben Erbball. Furchtbar ist ber Tribut, ben sie Jahr um Jahr 'i b-er Menschheit abfordern, aber erst spät hckben sich yie Gelehrten mit diesen Naturereignissen befaßt. Die Erdbebenforschung ist gewissermaßen i'as Küken ber modernen Wissenschaften. Dieses Küken wurde am 17. April 1889 in Potsdam ge­boren. Damals registrierte der deutsche Forscher ernft von Rebour-Paschwitz zum erstenmal iin Fernbeben. Dem Göttinger Geheimrat W i <he r t aber verdanken wir die grundlegenden Ar­beiten über dieses Gebiet. Dann gründeten deutsche i gelehrte 1899 in Straßburg bas erste Institut für ! Lrdbebenforschuna. Als ber Krieg zu Ende war, v. legte Frankreich seine Hand auf dieses Institut unb beschlagnahmte alle Einrichtungen unb Instrumente. Dhne ein einziges Gerät retten zu können, mußten !'ie Leiter bes Instituts, Geheimrat Hecker und Lrofefsor Dr. Sie berg, bie Stätte ihrer Fvr- Idjungsarbeit verlassen. In Jena fanden sie eine xeue Heimat. Aus kärglichsten Verhältnissen heraus i lchufen sie hier die R e i ch s a n st a 11 für Erdbeben- orschung, bie heute als führend in ber Welt litt.

Wir hören oft die Frage", so 'erzählt uns der Leiter der Anstalt, Professor Dr. Sieb er g, □arum bie Zentralstelle der Erdbebenforschung aus- :erechnet gerade in Deutschland errichtet worden sei, □o es doch gar keine Erdbeben gebe. Wir sehen -leift ungläubige Gesichter, wenn wir bann erklä­ren, daß in den westlichen, südlichen und südöstlichen

Unsere Hauptaufgabe ist es", erzählt Professor I Sie berg weiter,die gesamte Erdbebentätig- Isit auf ber Welt wissenschaftlich zu erforschen. Wir werben in unserer Arveit burch mehrere Erd­lebenwarten in Deutschland, vor allem in