Einzelbild herunterladen

Tataren über ein Heer der deutschen Ordensritter den Sieg davonzutragen. Die Kriegsschüler werden sich hierüber Gedanken machen, sie werden Ver­gleiche ziehen zwischen den beiden Schlachten, sie werden nach den Ursachen jeri# Niederlage vor 529 Jahren fragen und feststellen, daß es damals nicht so sehr die riesige Uebermacht der verbündeten Feinde, sondern vielmehr noch die Zersplitte­rung der Kräfte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist, welche den unglück­lichen Ausgang der ersten Tannenbergschlacht, die die Polen Schlacht bei Grunwald nennen, hervor- rief. Es liegt für die Kriegsschüler auf der Hand, auch an diesem negativen Beispiel den ungeheuren Wert eines einheitlich geführten Volks- reiches zu ermessen, wie es unter Adolf Hitler, deutsche Wirklichkeit wurde. Die krampfhafte Begei­sterung der Polen für das erste Tannenberg kann daher nur als ein lächerlicher Anachronismus, be­trachtet werden. ~

Und wenn die jungen Fähnriche dann am 20. Juli im R e i ch s e h r e n m a l angetreten find, in feier» licher Stille vor dem steinernen Sarkophag Hin­denburgs verharrend, wenn sie dem Mythos dieser Statte gehorchend, ihren ganzen Sinn auf das ewige Deutschland richten, wenn sie aus dem Munde ihres Oberbefehlshabers, des Generalober­sten von B r a u ch i t s ch , die Parole empfangen, die der Führer des Großdeutschen Reiches seinen Soldaten gibt, dann mag sich ihnen der hohe Sinn ihres Berufes ganz enthüllen: Unerbittlich gegen persönliche Wünsche und Schwächen das Leven allein dem Dienste am Volk zu weihen und des Führers Taten mit der eigenen Tat zu ver­gelten! H. Ev.

Hinter Polstertüren.

Von unserer Berliner Schrifileiiung.

Die mysteriöse Existenz des Herrn Stephen King-Hall, der als bezahlter Schreiber der Re­klameabteilung des Foreign Office sog. Prioatdriefe an deutsche Adressen verschickt, ist so plötzlich ans Licht der Sonne gezogen worden, daß ob dieser unver­muteten Entlarvung nun große Verwirrung im britischen Propagandaamt herrscht. In seiner Ver­zweiflung darüber, daß seine hinterhältige Wühl­arbeit im Tageslicht der Weltöffentlichkeit erscheint, hat Herr Stephen King-Hall bzw. sein Brotgeber Lord Halifax keinen besseren Ausweg aus dieser blamablen Situation finden können als den Vor­schlag, sich mit Dr. Goebbels zu einer verschwiegenen Diskussion hinter die Polstertüren eines Beratungszimmers im Berliner Reichspro- pagandaminifterium zurückzuziehen. Wir wissen nicht, worüber wir uns mehr wundern sollen: über die Arroganz, die in dieser Aufforderung liegt, oder über den Irrglauben der Engländer, eine verpfuschte Angelegenheit so einfach bereinigen zu können. Das könnte diesen Hebern, die das deutsche Volk gegen seinen Führer aufwiegeln wollen, so passen, daß wir sie noch großartig empfangen und ihre Niederträch­tigkeiten vor der Öffentlichkeit verbergen. Zum mindesten müßte doch erst einmal das englische Volk über die schmutzige Affäre und über die öffent­liche Antwort, die Dr. Goebbels dem Briefschreiber hat zuteil werden lassen, aufgeklärt werden. Dies ist bisher noch immer nicht geschehen. Wir können uns kaum vorstellen, daß die britische Regierung, die auf das Recht der freien Meinungsäußerung und der objektiven Berichterstattung in ihrem Lande so stolz ist, mit deutschen Regierungsstellen in einer Streitfrage diskutieren will, die dem deutschen Volk zwar bekannt ist, dem englischen Volk jedoch ver­schwiegen wird. Oder sollten jene kritischen Beobach­ter doch recht haben, die von einer Maulkorb-Demo­kratie in England und Frankreich sprechen? Wie dem auch sei, mir haben jedenfalls keine Veranlas­sung, die öffentliche Diskussion über die King-Hall- Briefe abzubrechen, zumal es sich hier um die Machenschaften einer Stelle handelt, die auch in England zu den öffentlichen Institutionen zählt. Und die Geheimdiplomatie, nicht wahr, hat man doch in Versailles für abgeschafft erklärt? H. Ev.

Die Nutznießer der englischen Kriegspsychose.

Scharfe Kritik au den Profiten der englischen Rnstungsindnstrie.

London, 18. Juli. (Europapreß.) Eine scharfe Kritik an der Haltung der Regierung gegenüber den Rüstungsgewinnen wurde von Lord Samuel, dem Führer der Oppositionsliberalen, in Folkestone voraebracht. Die Marinewerft Cammell Laird in Birkenhead habe z. B. im Jahre 1935 eine Divi­dende von 3,3 v. H. und im Jahre 1938 auf das verdoppelte Aktienkapital eine Dividende von zehn vom Hundert ausgeschüttet, die Marinebauwerft von Parrom 1935 eine Dividende von 10 vom Hun­dert, im Geschäftsjahr 1937/38 von 23,5 v. H. und im Geschäftsjahr 1938/39 eine solche von 34,6 v. H.: bei der Flugzeugfabrik Farce Aviation Company seien 1935 5 v. H. bei einem Stammkapital von einer halben Million ausgeschüttet worden. Im ver­gangenen Jahre habe das Kapital eine Million Pfund betragen und die Gesellschaft, die 25 v. H. steuerfreie Gewinne erzielt hätte, habe ihren Aktio­nären 15 v. H. Dividende ausgeschüttet, die nach geltendem Recht einkommensteuerfrei seien. Lord samuel erklärte, die Regierung habe die von ihr übernommene Verpflichtung, die Rüstungsgewinne genau zu überwachen, nicht eingelöst.

Der Terror in Palästina.

Engländer richten Blutbad in einem arabischen Stcrbezimmer an.

Haifa, 17. Juli. (DNB.) Am 13. Juni hatte eine Freischar unter Führung Abu Mohameds einen jüdischen bewaffneten Lastwagen bei Wadi Esh Shumer an der Straße von Tiberias nach Lubya a n gegriffen und einen jüdischen Begleitpoli» giften getötet. Am 16. Juni griff dieselbe Gruppe am gleichen Platz wieder einen jüdischen bewaffne ten Lastwagen an und tötete abermals einen jüdi schcn Hilfspolizisten. Am 20. Juni traf daraufhin eine Abteiulng b r i t i s ch e r T r u p p e n in Lubya ein. Vor einem Haus am Südabhang des Dorfes, das voller Menschen war, weil ein Dorfältester dort in feinen letzten Zügen lag und alle Familienange- hörigen und Freunde dem Sterbenden in seiner letzten Stunde beistanden, marschierte eine Abtei­lung Soldaten auf und schoß ohne irgendeine Ankündigung oder Untersuchung durch die F e n ft er in die in den Räumen versammelten Männer Frauen und Kinder. Während der Scheik in dem unbeschreiblichen Wirrwarr seinen letzten Atemuig tat, wurden sein neben ihm stehender Sobn, der ihm gerade die Augen zudrückte, erschossen seine Schwiegertochter, die im achten Monat schwank

i

ff

Chamberlain w den Verhandlungen in Tokio

ta

! Sie

D

it

6c tii ik cb

re lei gc

. i erl R i trat

a a* 2l

6 dc Ö(

W icjfl6 W

Erfassung aller Bewohner Groß- Deutschlands in einem umfassenden Röntgen­kataster folgen Träger dieser Untersuchungen sind die Partei und die NSV. Stärkster Einsatz gegen die Dolksseuche Tuberkulose ist notwendig, wenn

!pl

f 5

0 in ft b?

fler HJ.-Lager auf ihre Erholung untersucht wurden. Alle vier Tage wurde systematisch eine

tter I Se" i lvci UM sivkl 5erlo

Preßburg, 17. Juli. (DNB.) Unter großen Feierlichkeiten übernahm Ministerpräsident Dr. T i s o den neuen Sommersitz des slowakischen Staatsoberhauptes in Topolcianky. In das Schloß, das vordem Habsburger und em ^cyecyi,cher Staatspräsident bewohnten, zieht nun erstmals em Slowake als Oberhaupt eines selbständigen slowa­kischen Staates ein. Dr. Tiso erinnerte an die mehr als tausendjährige Tradition des slowakischen Volkes. Das im Zeichen des Nationalsozialismus zu gewal­tiger Stärke geeinte deutsche D o lk habe nun jene Fesseln gesprengt, unter denen auch das slowolische Volk Unterdrückung und Mißachtung erlebte Die Slowakei habe dankbar die hilf­reiche Hand des Führers ergriffen und werde nun mit aller Einsatzbereitschaft den Weg zu einer neuen glücklichen Epoche der slo­wakischen Geschichte beschreiten. Die plötzlich auf« tauchende Besorgnis der westlichen Demokratien um die Lebensfähigkeit des slowakischen Staates, die übrigens von jenen Mächten ausgesprochen werde.

war, so schwer verwundet, daß sie ebenfalls bald darauf st a r b , einem zweijährigen Kind ein Bein zerschmettert und eine zehnjährige Enkelin verwundet. Dieheldenhaften" Engländer zogen ab, ohne sich um das von ihnen angerichtete Blutbad zu kümmern.

Oer Führer ehrt Mussolini.

Bahnhof, Stratzcnzug und Platz in der Rcichshanptstadt nach dem Duce benannt.

München. 17. Iuli. (DJIB.) Der Führer gab heule zu Ehren des italienischen Ministers für Volkskullur, Dino A l f i e r i, zum Abschluß seines Besuches zum lag der Deutschen Kunst in Mün­chen in seiner privalwohnung ein F r ü h st ü ck , an dem neben dem italienischen Ge­neralkonsul in München Minister pittalis, Reichsminister Dr. Goebbels, die Reichsleiler Dr. Ley. Bouhler.Dr. Dielrich, Vor­mann und Reichsstalthalter General Kitter von Epp sowie Gauleiter Staatsminister Mag­ner. Staatssekretär Hanke und Obergruppen- führer Brückner teilnahmen. 3m Anschluß daran hatte der Führer eine längere Aussprache mil Minister Alfieri. Dabei Hal der Führer dem ita- lienischcn Minister mitgeteilt, daß in der Rähe des bisherigen Bahnhofes ..Heer­straße'" in Berlin, auf dem auch der Duce zu seinem Berliner Besuch eintraf, ein neuer repräsen­tativer Ankunft», und Abfahrtsbahn­hof der Reichshauplstadt für alle hohen Slaalsbesuche erstehen soll. Dieser neue Bahnhof soll den Hamen .,M u s s o l i n i - V a h n - h o f fragen, der Slraßenzug zwischen ihm und dem bisherigen Adolf-hitler-Plah in Mussolini- Straße" und der Abolf-hitler-Vlah inMus­solini-Platz" umbenannt werden. Mil der ge­samten baulichen Neugestaltung hat der Führer den Architekten Albert Speer beauftragt

Starker Besuch im Haus der Deutschen Kunst.

J ö Dai 'Zn i inc l ml

U' o

G

S tr DO OU h p i r ö > 11 in I ! Tt

i ir.r

I b:

I ' °d | de tu d!

1 u

Oie Kunst vor neuen Ausgaben

Auf demTag der deutschen Kunst" in München hat der Führer die deutschen Künstler gemahnt, aus ihren Werken d i e Großartigkeit unserer Zeit sprechen zu lassen,die sich den erhabensten Epochen unserer deutschen Geschichte wohl als eben­bürtig zur Seite stellen kann". Er verwies auf die Architektur des neuen Reiches, die als Zeuge unserer Kraft durch die Leitung von oben und die Einord­nung der einzelnen Künstler mehr und mehr zum Symbol unseres Zeitalters wird. Da im großdeut- fchen Staat auch der Künstler, ganz gleich ob er Dichter und Musiker oder Schauspieler, Architekt, Maler oder Bildhauer ist, nicht mehr seine Indivi­dualität oder das Ringen um die Ausdrucksform mit der Form selbst verwechseln kann, wie es in ver­gangenen Zeiten geschah, sondern in dem kulturellen Ideengut Der ganzen Nation wurzelt, ist zum ersten Male in der neueren germanischen Geschichte eine künstlerische Kultur aus einem Guß im Entstehen. Der Führer hat die schärfsten Prüfungen für Die Werke der Künstler in Aussicht gestellt. Das ist not­wendig, damit die kulturelle Mission dieser Zeiten nicht durch Konjunkturritter und .cichtstoNt e ver­derbt werde. Solche Härte aber bedeutet, wie der Führer sagte, eine Verpflichtungfür die- jenigen, denen die Vorsehung die Gnade gab, in vollendeterer Form das ausdrücken zu können, was alle fühlenden und denkenden Menschen in unserer heutigen Zeit bewegt".

Die deutsche Volksindividualität, in der alle sinn­lichen und geistigen Kräfte der Menschennatur mehr als bei irgend einem anderen Volk der Erde zur harmonischen Entwicklung Drängen, hat in ver­gangenen Epochen ihrer Geschichte hohe Zeiten ihrer Kunst gehabt, die gleichmäßig das ganze geistige und kulturelle Leben, von den Kirchenbauten, Bur- gen und Bürgerhäusern bis in den kleinsten Zierat durchdrang. Weder derdeutsche" Stil, den man fälschlich Den romanischen nennt, noch Die Gotik, die deutsche Renaissance und das Barock wurden von einzelnen Genies geschaffen, sondern der Zeit­geist rief diese Genies zum Schaffen auf. Einen letzten Abglanz erlebte Deutschland in der Bieder­meierkultur vor hundert Jahren, die gleichzeitig auf geistigem und technischem Gebiete von einer unge­heuren Gestaltungskraft war. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gingen die ver­schiedenen Strömungen auseinander, statt zusam­menzufließen. Gefchichtsbildner wie Bismarck waren in erster Linie Staatsmänner, undDie Kunst" trieb eigentlich, obwohl auch in ihr Die Großen nicht yefehlt haben, abseits vom Leben ihr Spiel. Die künstlerischen Individualitäten, alle zusammen eine wärmende Sonne, zersprangen in unzählige Sternensplitter. Damals entstand Der Gegensatz von Wirklichkeit und Kunst, Der sich heute, nach Aus­merzung Der Parasiten Der Kunst, wieder in eine echte Lebensharmonie wandelt. Die Ausdrucksfor­men unserer Zeit und der hinter ihr stehenden Kräfte des,deutschen Volkstums zu finden, ist das allgemeine Bestreben. Wir sagten schon, daß die Architektur, soweit sie Stein wurde, diesen neuen Dolksgeist auf geniale Weise verkörpert. Alle ande­ren Künste aber müssen und werden sich in her gleichen Richtung bewegen, Damit die große Gegen­wart ihren ebenbürtigen kulturellen Ausdruck finde.

E. S.

die früher dem slowakischen Volke jedes Cebensrerfjt absprachen, sei unbegründet. Dafür wolle sich die gesamte Nation in einmütiger Geschlossenheit und opferwilliger Arbeit vereinen. Der Kommandant Der Hlinka-Garde und Chef der Propaganda, Sano Mach, wies auf die Bedeutung der autoritä­ren Staatsführung am Beispiel des deut­schen Volkes hin; diesem Beispiel werde das slowa­kische Volk unter allen Umständen folgen.

Abschließend vereinte eine Tafel die führenden Männer der slowakischen Regierung, der Slowaki­schen Dolkspartei der Hlinka-Garde joroie der deut­schen Volksgruppe. In den Tischreden kamen erneut die Gefühle. der Dankbarkeit zum Ausdruck, von denen das slowakische Volk gegenüber Adolf Hitler erfüllt ist. Ebenso wurde von |mroafi]rh-r Seite der Wille ausgesprochen, in dem Verhältnis zur deutschen Volksgruppe «n Vorbild für das Zusammenleben verschiedener Völker in einem Staate zu geben.

nische Regierung eine Ausdehnung der Besprechun­gen über den Tientsin-Zwischenfall hinaus gefor­dert habe. Die Besprechungen zwischen Sir Robert Craigie und Außenminister Anta hätten allgemein ein Gebiet berührt, welches nach Ansicht der japa­nischen Regierung als Hintergrund für die Be­sprechungen des Tientsin-Zwischenfalls dienen sollte. Die japanische Regierung habe aber nicht zum Aus­druck gebracht, daß die Diskussion dieser allgemeinen Fragen die Bedingung für eine Verhandlung sein sollte.

Heue Instruktionen für Craigie

Die Lage in China verschärft sich.

London, 18. Juli. (Europapreß.) An den bri- tischen Botschafter in Tokio sind am Montagabend neue I n st r u k ti o n e n" zur Wiederaufnahme seinerVorbesprechungen" mit der japanischen Re­gierung abgegangen. Man rechnet, daß in Bälde eine neue Unterredung zwischen ihm und Außen­minister 21 r i ta stattfinden wird. Die Londoner Presse betont noch einmal mit Nachdruck, man sei in England gern bereit, wegen der Tientsinfrage zu verhandeln. Sollte aber Japan umfassen­dere Fragen anschneiden, Dann seien allerdings DieAussichten schwar z".

Die große Streikbewegung in Nord­china, bei her Zehn tausende von chinesischen An­gestellten englischer Unternehmen in den Ausstand getreten sind, wird in London sehr ernst genom­men. Die Presse verzeichnet, daß zu dem in Tsing­tau eingelaufenen Flaggschiff des fünften Kreuzer- geschwadersCornwall" noch das 1060 Tonnen große GeleitschiffFalmouth" gestoßen ist. Die Streikbewegung hat am Montag auch auf Die ge­samten chinesischen Angestellten des englischen Kon­sulats in Tsingtau übergegriffen. In Hongkong traf an Bord der<5aga'r der japanische General­konsul in Kanton, Okasaki, ein, fast zugleich mit dem englischen Generalkonsul in Kanton. Man spricht von der Möglichkeit einer Ausdehnung her japanischen Blockade auf die englische Kronkolonie Hongkong.

London, 17. Juli. (Europapreß.) Ministerpräsi­dent Chamberlain nahm im Unterhaus aus­führlich zu der Lage im Fernen Osten Stellung. Sowohl in der englischen als auch in der japanischen Presse sei verschiedentlich erklärt worden, die japa­nische Regierung würde eine grundlegende Aenderung d e r englischen Fernost- Politik als Voraussetzung für Verhandlungen über den Tientsin-Zwischenfall fordern. Die englische Regierung habe von der japanischen Regierung eine solche Forderung nicht erhalten. Nach Ansicht des englischen Botschafters in Tokio habe Japan Den Wunsch, EnglanD solle sich bemühen, die chine- sisch-japanischen Feindseligkeiten m i t mehr 23 er- ft ä n b n i s für den japanischen Stand­punkt zu behandeln. Chamberlain suchte bann einer oerbinblichen Erklärung über Die englische Haltung bei ben Tokioter Verhanblungen auszu­weichen. Er erklärte, baß es ben Erfolg her Ver­hanblungen gefährben würbe, wenn man her japa­nischen Regierung Absichten zuschiebe, von Denen sich vielleicht Herausstellen würbe, baß sie unbegrün- bet seien.

In Der Lage in Tientsin sei eine Besse­rung eingetreten. Es gelangten genügenbe Vorräte an Nahrungsmitteln unb Milch in Die Konzession. In verschiebenen Stäbten Norbchinas hätten anti­englische Demonstrationen ftattgefunben, unb in Der Provinz Schonst sei englischen Missionen verschiedentlich Schaden zugefügt worden. Die japa­nischen Behörden in China hätten mitgeteilt, daß unter gewissen Umständen und soweit die militä­rischen Operationen es erlaubten, ausländische Schiffe in Den Hafen von Swatau hineingelassen würden, voraussichtlich eines in Der Woche. Hierüber fänden gegenwärtig Verhandlungen statt.

Auf eine Anfrage des arbeiterparteilichen Abge­ordneten Arthur Henderson sagte Chamberlain, daß Die englische Regierung einer Diskussion über den Neun-Mächtevertrag ober einer Abänbe- rung dieses Vertrages hinter hem Rücken her Ver­einigten Staaten ober anderen Unterzeichnermächten nicht beistimmen würbe. Auf eine Anfrage des früheren Außenministers Eden sagte Chamberlain, es wäre nicht richtig, zu behaupten, daß die japa-

Eine Milliarde Fnvestitions- bedarf der Gemeinden.

In der Zeitschrift für öffentliche Wirtschaft ver­öffentlicht der Beigeordnete des Deutschen ©emeinbe« tages Tapolski Ausführungen zur Lockerung des Kommunalkreditverbots. Wichtiger als die Aufhebung des Verbots der Aufnahme von K a f f e n f r e b i t e n fei die Möglichkeit der Auf­nahme langfristiger Darlehen, ins­besondere in der Form von Neuemissionen kommu­naler Anleihen. Die Kredite der Spar­kassen an die Selbstverwaltungskärperschaften betrügen heute etwa 1,2 Milliarden RM., nur 6 Prozent des Einlagenbestandes, während satzungsgemäß 25 Prozent zulässig seien, Hierzu kämen noch etwa 1,5 Milliarden von Girozentralen unb Lanbesbanken. Durch Ausgabe einer kommunalen Sammel- anleihe der Deutschen Girozentrale werde ein geringfügiger Darlehnsbedarf einzelner Bezirke zentral befriedigt werben. Anderseits würden auch die großen Girozenirulen und Landesbanken eigene Emissionen durchfühceii. Die Kredite für die gemeindlichen Versorgungsbetriebe seien vorwiegend für Maßnahmen des Vier- jahresplans bestimmt. Zwar sei eine Erhöhung des Höchstbetrages von 50 auf 100 Millionen RM. zu erwarten, aber auch diese Summe sei im Ver­hältnis zum Jnvestitionsbedarf her Gemeinden äußerst niedrig. Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages hatte diesen Bedarf auf min­destens eine Milliarde R M. geschätzt.

Oer Kamps gegen die Tuberkulose.

Ein Röntgenkataster des ganzen Bottes.

Seit einiger Zeit sind in Mecklenburg mit Hilfe des neuen R ö n t g e n s ch i r rn b i l do er­fahrens Untersuchungen im Gange, die die Be­völkerung des ganzen Gaues umfassen. Dem soll, wie Hans Bernsee vom Hauptamt für Volks- roohl|al)rt im Aerzteblatt für Berlin mittcilt, die

680 000 Menschen können nun wertvolle Aufschlüsse über versteckte Krankheiten liefern. Rechtzeitige Kenntnis aber bedeutet meist leichte unb schnelle Heilung. Bei Derartigen Untersuchungen roerben auch sonstige recht interessante Dinge erkundet. «So zum Beispiel, daß es in der mecklenburgischen Bevölkerung rund 100 Menschen gibt, die das Herz nicht auf demrechten Fleck" tragen, die also als Rechtsbeherzte anzusprechen sind.

Gchienensrei.

Immer wieder kommt es vor, daß verlustreiche Verkehrsunfälle dadurch entstehen, daß Lastkraft­wagen oder Personenautos an Den Bahn­übergängen von oorbeifahrenden Eisenbahn- zügen erfaßt und zerstört werden. Zwar ist in den letzten Jahren schon viel getan worden, um durch verbesserte Warnsignale und durch An­bringung von Schranken solche Unfälle zu ver­hüten, aber eine hundertprozentige Sicherheit läßt sich wegen der immer wieder auftauchenden mensch­lichen und ^technischen Fehlerquellen natürlich nicht erreichen. Sie könnte nur dadurch erzielt werden, daß grundsätzlich alle Kreuzungen von Schiene und Straße nicht mehr auf der gleichen Ebene erfolgen, wie es beispielsweise schon b e i den Reichsautobahnen her Fall ist. Das deutsche Volk, das ja in seiner Gesamtheit irgendwie am Verkehr beteiligt ist, wird es deshalb besonders begrüßen, daß nunmehr ein R e i ch s g e s e tz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen in Kraft getreten ist, dessen Ziel die Schienen­freiheit her Straße ist. Natürlich darf nicht erwartet werden, daß nun in kurzer Frist alle bis­herigen Kreuzungen auf gleicher Ebene beseitigt werden. Angesichts der Riesenzahl der in Frage kommenden Fälle kann es sich hier nur um einen Plan auf sehr lange Sicht handeln. Man wird also zunächst nur die besonders gefährlichen unb besonders wichtigen schienengleichen Kreuzungen ändern, so beispielsweise zwischen Eisenbahnen unb Reichsstraßen, vielleicht auch zwischen Eisenbahnen unb Landstraßen erster und zweiter Ordnung. Die fefyr hohen Kosten, die bei solchen Umbauten ent» siehen unb die nach dem neuen Gesetz grundsätzlich non den beteiligten Verkehrsträgern zu gleichen Teilen getragen werben sollen, können es in ge­wissen Härtefällen auch erwünscht erscheinen lassen, ' daß bie Schienenfreiheit einmal nicht durchgeführt wird. Aber bas große Ziel, eine möglichst absolute Sicherheit an ben Kreuzungen von Straße unb schiene zu gewährleisten, wird dadurch nicht beein­trächtigt.

HI. im Sommerlager.

jer aber als bie Gewichts­zunahmen war bas Ergebnis einer Untersuchung über hie Zunahme der Körperkrälte. 23or unb am ©nbe her Lagerzeit wurde bie Muskelkraft her Arme gemessen, und zwar mit Hilfe her sog.

Am Anfang einer neuen Epoche.

Nie Slowakei hat dankbar die hilfreiche Hand des Führers ergriffen."

Der Chef Des Amtes für Gesundheitsführung tn

, . - r - ---------i- -----------....., der Reichsjugenbführung, Reichsarzt HI. Dr. Hör-

man bedenkt, daß nach Den Feststellungen Der NSV. Idemann, gibt bekannt, daß in den vergangenen öic un erwerbsfähigen Alter stehenden etwa -50 000 Sommerlagern zum ersten Male Die Teilnehmer Tuberkulosen . einen Ausfall von einiaer HJ.-Lager auf ihre Erholung untersucht \ e^^jbeitsftunbcn im Jahre darstellen. s wurden. Alle vier Tage wurde systematisch eine ®eitere 500 000 Juberfulofe sind nicht voll leistungs- Gewichtsprüsung irn Lager vorgenommen, fahia Der lahrliche materielle Verlust durch diese'Sie ergab bei den Normal, und Untergewichtigen '^rk ^schätzt, durchweg Gewichtszunahmen', in der 6-e l^l^onkhelt beseitigt kleinen Gruppe her verfetteten Lagertellnehmer

werden. -Lie Krankheitshaufigkeit soll auf den alei- Durchaus erwünschte Gewichtsabnahmen die Durch chen Siand herabgedruckt werden, den heute Pest, die kräftige Bewegung in her frischen Lust hervor- ®(°Iero' blc A°lk-I-uchcn des Mittel- gerufen wurden. Wesentticher aber als die Snvichts-

München, 16. Juli. (DNB.) Am Manag, dem ersten offiziellen Besuchstag, herrschte bereits ein ungeheurer Andrang zu Der Kunstausstel- Umg. Der Zustrom war zeitweise so stark, baß Die Aorten vorübergehend geschlossen werben mußten. Richt weniger als 2000 Menschen besichtigten am ersten Tag bie Ausstellung. Diese Ziffer über- fteigt jene bes ersten Besuchstages im Vorjahre um n Ä den Besuchern zählte auch der ita- licniiche Minister für Volkskultur Dino Alfier, ber bereits am Eröffnungstag« an her Seite bes Führers einen Runbgcmg burch bie Ausstellung gemacht hatte. Neben Volksgenossen aus allen Schics ten und Berufen besichtigten auch zahlreiche sich kn gUnVou ?De '8cfud>cr sprachen I alter-, einnehmen

t?nimn nuc h Crj2Jncr[cnnunfl "der die Aus- ! Von insgefaml 750 000 Menschen wurden durch hgr* Wette das j das Mn.genichirmb-.'ihren 680 OOT, bas finb affo

^.-yanen °cr deutschen Künstler vor Augen suhre, j rund 95 o. erjatzt. Die Röntgendilder dieser