Kr.66 Erstes Blatt
189. Jahrgang
Samstag, 18./Sonntag,l9. März 1959
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Des Führers Besuch in Brünn und Wien.
Mährens Landeshauptstadt umjubelt ihren Befreier. - Parade der 2. Panzerdivision vor ihrem obersten Befehlshaber.
Brünn, 17. März. (DNB.) Am Morgen des 17. März traf der Führer auf der Fahrt nach Brünn in Olmütz ein, nachdem er das im Oktober befreite Altvatergebiet passiert hatte. Von Olmütz aus geht dann die Fahrt hinab in die Hanna, das reiche mährische Hügelland, das mit feinen weithin sich dehnenden, schon für die Frühjahrsbestellung hergerichteten Feldern eine Ahnung feiner großen i Fruchtbarkeit vermittelt. Die Deutschen wohnen hier in gemischten Siedlungen Von zahlreichen Bauern- - Häusern leuchten Hakenkreuzfahnen. Gegen 11 Uhr wird das Gebiet der großen deutschen Volks- | insel Brünn erreicht. Im Augenblick, als der Führerzug im Bahnhof Brünn einläuft, brausen deutsche Bomberftaffeln über die Stadt dahin. Au ; dem Bahnhof in Brünn sind zur Meldung beim : Führer angetreten: der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 5, General der Infanterie List, der Kommandierende General des XVIII. Armeekorps, Ge- 1 neral der Infanterie Beyer, ferner Gauleiter '■ Reichskommifsar Bürckel und Reichsstatthalter Dr. I Seyß-Jnquart. Vor dem Bahnhof schritt der [ Führer unter den Klängen des Präfentiermarfches und der Nationalhymnen die Front der Ehrenkompanie des Heeres, gestellt vom Inf.-Regt. 133 (Linz), i ab. Ungeheurer Jubel der befreiten Brünner Be- I wölkerung grüßte den Führer auf dem Bahnhofs- worvlatz. :
Der Führer fuhr sodann, immer wieder umtost »on der unbeschreiblichen Begeisterung der Deut- sschen, die aus ganz Mähren nach Brünn zusam- inengeströmt waren, die Paradeaufstellung der gesamten 2. Panzer-Division ab. Die Fahrt führt an dem über und über mit Haken- ' kreuzfahnen und frischem Grün geschmückten D e u t- , sichen Haus vorbei, um das vor noch nicht allzu I Hanger Zeit heftig gerungen wurde. Dann fährt der f Führer am Landesmuseum vorbei, das in einen Sälen so viele Zeugnisse der tausendjährigen deutschen Kultur Brünns bietet. Kein Haus auf der langen Fahrtstrecke, das nicht im Schmuck der , Hakenkreuzfahne prangt, dellen Fenster dicht über- üllt wären^von jubelnden Menschen. Immer wieder | bilden sich Sprechchöre, die den Dank an den Füh- Iker zum Ausdruck bringen. Die brausenden Ovatio- । men schwellen zum Orkan, als der Führer den Platz K mor dem Rathaus, den Adolf-Hitler-Platz erreicht. I Hier stehen die Studentenformationen der Deutschen I technischen Hochschule von Brünn, die Männer vom I ssreiwilligen-Schutzkorps und die alten Kämpfer der
SDP.
Oer Führer im Rathaus.
Am Eingang des Rathauses, das in feinem fest- !,cheri Barockstil so wunderbar in die Freude dieses tages hineinpaßt. wird der Führer vom Kreisleiter i jf o i t a begrüßt. Im Hof des Rathauses haben sich i'ie Hinterbliebenen der ini Kampf für ihr tsutfches Volkstum gefallenen sudetendeutschen j ämpfer versammelt. Langsam geht der Führer iurd) ihre Reihen und drückt jedem von ihnen die Hand. Dann steigt er die Stufen zum Wappensaal empor. Hier haben sich der deutsche Bürgermeister i»r Stadt, der deutsche Generalkonsul und der Se- ttior der Deutschen Evangelischen Kirche in Brünn l wie die Truppenkommandeure des Brünner Saumes versammelt. Der Führer wird in den Sitzungssaal geleitet. Dort haben sich die derstschen Lttadtverordneten und Abgeordneten der SdP. aus gomz Mähren eingefunden. In bewegten Worten h- ißt der Kreislester den Führer in der feit Jahrhunderten deutschen Stadt willkommen. Der Führer d nkt den Versammelten für ihre bisherige Treue uiad begrüßt sie als die neuen Bürger des Groß- diutschen Reiches.
Dann gibt Bürgermeister Iudex noch einmal ban Gefühl der Dankbarkeit für die endliche Be- h^tung Ausdruck. In kurzen Worten beschwört er b:-e Geschichte eines ganzen Jahrtausends herauf, in Brünn immer durch den Kampf seiner Bür- zrr für ihr Deutschtum gekennzeichnet war. Er i nnert dara«, daß schon um die Jahrtausendwende lutsche Bürger in dieser Stadt, die von deutschen E-edlern erbaut wurde, regierten. Er spricht von >km „Schöffengericht", diesem neben dem „Sachsen- psegel" grundlegenden Werk germanischer Rechts- ieoung, das hier in Brünn im Jahre 1315 gefchrie- en wurde. Er schildert, wie sich in dem entschlossenen Einsatz des Brünner Deutschtums die Hussiten- siiirme brachen und wie von Brünn aus dem Wü- ler des SOjährigen Krieges Einhalt geboten wurde. 1848, als um die Aufrichtung des Großdeutschen Bilches gerungen wurde, waren es Bürger und Indenten dieser deutschen Stadt Brünn, die hier WD in Wien auf den Barrikaden für diese Idee ihr leien einsetzten. So waren die Bürger dieser Stadt ; i ch die Jahrhunderte hindurch immer Schützer n» Schirmer deutschen Geistes und deutschen Rechts Der Bürgermeister schließt mit der Versicherung -hi Treue: „Mein Führer, wir waren die Letzten, |ie Sie ins Reich heimgeholt haben. Aber wenn Sie «ima! die Nation aufrufen, dann werden wir die j rien sein, die diesem Rufe folgen!"
sjum Dank für die Befreiung und als Zeichen überströmenden Freude überreicht Bürger- teffter Judex dem Führer das älteste Exem- [n r des „Schöffengerichts". Es ist der .fbarste Besitz der Stadt, der sechs Jahrhunderte rnurd) treu gehütet wurde. Der Führer nimmt r hefigen Schweinslederband entgegen schlägt r auf und betrachtet die in herrlichen gotischen i::ern gedruckten Seiten. Er schließt dann das
Buch wieder und gibt es der Stadt zurück. Was sechs Jahrhunderte in ihren Mauern bewahrt wurde, das soll auch fernerhin in ihnen bleiben. Er tritt nun auf den Balkon des Rathauses hinaus In diesem Augenblick wird der Jubelsturm zum Orkan, die Hände fliegen empor, und wieder wechseln minutenlang die brausenden Sieg-Heil- Rufe ab mit dem Freihettsruf der Volksdeutschen: „Em Volk — Ein Refch - Ein Führer!" Immer wieder dankt der Führer den Tausenden. Dann trägt er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. ßangfam fährt er zum Bahnhof zurück. Abermals schlägt ihm die Begeisterung der Bevölkerung entgegen. Kurz nach 14 Uhr verläßt der Führer die glückliche Stadt.
Triumphaler Einzug in Wien.
Wien, 17. März. (DNB.) Von Brünn kommend traf der Führer am Freitag um 17 Uhr in Wien ein. Die Bevölkerung der Stadt Wien bereitete dem Führer, dessen Kommen erst wenige Stunden vorher bekanntgegeben worden war, einen begeisterten, triumphalen Empfang. Kaum hatte der Führer mit seiner Begleitung, in der sich auch der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Reichsminister Dr. Lammers, Reichsführer ff Himmler und Reichspressechef Dr. Dietrich befanden, sowie mit Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e l, Reichs- statthalter Dr. Seyß-Jnquarst und Bürgermeister Dr. Neubacher den Nordbahnhof ver
lassen, als ihm unendlicher Begeisterungssturm entgegentoste, der sich auf der ganzen Fahrt zum Hotel Imperial immer mehr steigerte Die Straßen Wiens prangten in festlichem Hakenkreuzschmuck Unübersehbar dichte Menschenreihen drängten sich hinter der Absperrkette, die nur mit Mühe die Fahrbahn für den Führer freihalten konnte.
Vor dem Hotel Imperial schritt der Führer unter den Klängen des Präsentiermarsches und der Hymnen der Nation die Front der Ehrenkompanie des Heeres ab. Der Begeisterungssturm der Wiener nahm hier unvorstellbare Ausmaße an. Aber alles das wurde noch übertroffen, als wenige Minuten später der Führer auf dem Balkon des Hotels Imperial erschien. Da brauste ihm wieder wie an jenem denkwürdigen unvergeßlichen 14.März des vorigen Jahres, da der Führer zum ersten Male in Wien einzog, der Begeisterungsorkan der unübersehbaren Tausende entgegen, die dicht gedrängt den Schwarzenbergplatz bis in den letzten Winkel füllten. Minutenlang reckten sich die Hände zum Führer empor, minutenlang erklangen die ohrenbetäubenden Heilrufe. Und immer wieder grüßte der Führer dankend nach allen Seiten. — Jetzt ist schon tiefe Dunkelheit, und das brausende Sieg-Heil! hat nicht eine Minute ausgesetzt... Wien spricht für Deutschland, Wien ist Deutschlands Herz und Mund. — Hier ist das ganze Volk versammelt, zusammengeströmt zu einer einzigen unermeßlichen Kundgebung der Freude, der Liebe und der Treue, vor dem Manne, der in einem Jahre das Heilige Reich deutscher Nation vollendete.
Oie neue Ordnung.
Es war wohl nicht zu erwarten, daß das deutsche Eingreifen zur Wiederherstellung der naturgegebenen, den geschichtlichen Erfahrungen eines Jahrtausends entsprechenden Ordnung im böhmisch-mährischen Raum in England und Frankreich sofort das Verständnis finden würde, das es auch vom Standpunkt des Auslandes aus verdient, dem es, wenn es ihm mit feinem Wunsch nach Erhaltung des Weltfriedens ernst ist, daran gelegen fein müßte, einen gefährlichen Unruheherd der internationalen Politik beseitigt zu sehen und neue und festere Grundlagen für das friedliche Zusammenleben verschiedener Völker in einem so viel umkämpften Raum zu erkennen. Aber vorerst ist man in Paris und London noch weit entfernt von solchen Gedankengängen. Man spürt zwar die Unabwendbarkeit der Ereignisse und wünscht auch nicht, sich in irgendeiner Form einzumischen in eine Entwicklung, die mit logischer Folgerichtigkeit abläuft, aber eine gewisse Verärgerung kommt doch auch in den Darlegungen des britischen Premierministers und des Außenministers Lord Halifax vor dem Parlament zum Ausdruck, von den Äußerungen der britischen und französischen Presse ganz zu schweigen. Beide Minister betonten, daß für Großbritannien keine Garantieverpflichtung für die Unversehrtheit der Grenzen des ehemaligen tschecho-slowakischen Staatsgebietes bestehe und daß es absurd sei, wie es die Opposition tue, der Regierung aus ihrer Reserve den Vorwurf des Dertrauensbruchs gegenüber dem tschechischen Volke zu machen, zumal die Unterstellung Böhmens und Mährens unter den Schutz des Reiches auf Grund eines Abkommens mit dem tschechischen Staatspräsidenten auf dessen Ersuchen erfolgt sei. Trotzdem meinen sie wieder einmal, an den „Methoden" der deutschen Politik etwas aussetzen zu müssen. Sie berufen sich dabei auf den Geist des Münchener Abkommens und beklagen es, daß wir gehandelt haben, statt zu verhandeln, daß wir die direkte Verständigung mit dem tschechischen Staatsoberhaupt einer langwierigen Erörterung mit dritten Mächten vorgezogen haben, deren Interesse an dem böhmisch-mährischen Raum sich bislang nur gezeigt hat, wenn es darum ging, hier eine Bastion des Unfriedens, ein Bollwerk der Bedrohung im Rücken des Reiches zu errichten und zu stärken.
So entsprang unsere „Methode", die man so leb haft beklagt, den traurigen Erfahrungen, die wir in früheren Jahren immer aufs neue mit anderen Methoden haben machen müssen, und sie entsprach den Lebensinterellen, die wir zu sichern hatten, sobald sich in diesem tief in das Reichsgebiet ein- gefprengten Raum, auf altem deutschen Kulturboden mit auch heute noch vielen Tausenden Bewohnern deutschen Volkstums, die Bande staatlicher Ordnung sich zu lösen drohten und ein politisches Chaos nach der ordnenden Hand rief. Im übrigen darf man die Engländer daran erinnern, daß es die Prager Regierung des nun von der Bildfläche verschwundenen tschecho-slowakischen Staates war, die sich gegen Sinn und Geist des Münchener Abkommens vergangen hat, als sie die der „zweiten" Tschecho- Slowakei noch einmal gegebene Chance nicht nutzte, vielmehr die autonome Entwicklung der in ihrem Staatsoerband verbliebenen Völker ebenso sabotierte wie Leben und Eigentum der Volksdeutschen auf jede Weise aefährdete. Der Staatsstreich, den man mit der Absetzung der verfassungsmäßig zu Recht bestehenden slowakischen Landesregierung Tiso unternahm, zeigte deutlich den Weg, den man in Prag, unbelehrt durch die Ereignisse des vergangenen Herbstes, zu gehen sich anschickte. Hier liegt die Versündigung wider den Geist des Münchener Abkommens, den man in England uns ganz zu Unrecht vorwirft. Die Wahrscheinlichkeit, daß aus dem erneuten Entfachen des Nationalitätenkampfes in der Tfchecho-Slowakei ein neuer Brandherd entstehen werde, der die Sicherheit des Reiches sowie Ruhe und Frieden in Mitteleuropa von neuem gefährden müßte, zwang den Führer zum sofortigen Handeln und zu einer endgültigen Lösung, die den böhmisch- mährischen Raum als Gefahrenherd aus der internationalen Politik ein für allemal ausschaltet.
Ader nicht nur die „Methode" findet die Kritik des Auslandes, man wendet auch ein, Deutschland habe mit seinem Eingreifen im böhmisch-mährischen Raum die rassische Grundlage verlassen, von der bisher seine Politik ausgegangen sei. So erklärte Chamberlein im Unterhaus, bisher habe das Deutsche Reich seine militärischen Maßnahmen zur Ausdehnung seines Gebiets damit begründet, daß es dem geschlossenen deutschen Siedlungsraum benachbarte Gebiete deutschen Volkstums dem Reich angliedere, diesmal fei jedoch zum erstenmal ein Gebiet besetzt worden, das von einem Volk bewohnt sei, mit dem die Deutschen keine rassische Verbindung hätten. Sieht man davon ab, daß unsere ausländischen Krittler das Argument der rassischen Zusammengehörigkeit und der nationalen Älbstbestim- mung, das sie jetzt gegen uns ins Feld führen, in früheren Jahrzehnten verleugnet haben, als Deutschland in seiner Schwäche es dulden mußte, daß überall deutsches Land vom deutschen Staatskörper losgerissen und das Selbstbestimmungsrecht deutscher Volksgruppen mit Füßen getreten wurde — sieht man also von der doppelten Moral solcher Beweisführung ab, so ist der Prager Erlaß des Führers über das Reichsprotektorat in Böhmen und Mähren die treffenbfte Widerlegung der im Ausland erhobenen Behauptung, die Errichtung der deutschen Schutzherrschast im böhmisch- mährischen Raum bedeute eine Unterdrückung des tschechischen Volkes. Schon in dem Berliner Abkom men mit dem tschechischen Staatspräsidenten Dr. Hacha hatte der Führer ertlärt, daß er das tschechische Volk unter den Schutz des Deutschen Reiches nehmen und ihm eine seiner Eigenart gemäße autonome Entwicklung seines völkischen Lebens gewährleisten werde. Der Prager Erlaß' des Führers über
Der Führer begrüßt verwiinbete Studenten in Prag.
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Im Vorhof der Prager Burg waren die Studenten der deutschen Hochschulen aus Prag angetreten, um den Führer zu begrüßen. Eine Anzahl unter ihnen mit verbundenen Köpfen waren Studenten, die in den letzten Tagen überfallen worden waren. — (Scherl-M.)
Die neue Ordnung lebt sich ein
Deutsche Soldaten im Stadtbild Prags.
, Prag, 17. März. (DNB.) In den Mittagstunden tauchten in den Prager Straßen die er st en deutschen Soldaten auf, die dienstfrei waren und die Stadt kennenlernen wollten. Die Stadtpläne waren kurz nachher nahezu vollkommen ausverkaust, ein Zeichen, daß unsere Soldaten bei ihren Entdeckungsreisen methodisch vorgingen. In der inneren Stadt gestaltete sich das Lerkehrsproblem manchmal schwierig. Die Straßen um den Wenzelsplatz, die Nationalstraße. die Obstgasse und zeitweise auch der Graben waren, obwohl diesmal die schweren Kraftwagen der Wehrmacht nahezu fehlten, auf halbe Stunden hinaus vollständig verstopft. In dieser Zeit kam man am schnellsten zu Fuß weiter
Sofort nach der Verlautbarung des neuen staatsrechtlichen Status Böhmens und Mährens als Protektorat des Deutschen Reiches wurden die ersten blauweißroten Fahnen aufge- hängt, und bald waren nur wenige Häuser ohne Flaggenschmuck Auch die Zahl der Hakenkreuzfahnen hatte feit dem Vortage zugenommen. Bis Mitternacht herrschte in den Gaststätten, besonders in den deutschen Lokalen, ein außerordentlich reger Betrieb. Hier hatten die deuttchen Soldaten Gelegenheit, mit den Tschechen z u - fammeiHufommen Bei einem Glas Bier tonnte man unsere jungen Soldaten in Gesprächen
mit tschechischen Arbeitern und Angestellten sehen. Nach 24 Uhr herrschte dann wieder Ruhe in der Stadt, in der sich die deutschen Soldaten bereits vollkommen eingelebt haben.
General Geyer von Schweppenburg nahm Freitagmittag auf dem Wenzelsplatz als ersten Vorbeimarsch deutscher Truppen in Prag den der deutschen Panzerwagen ab. Eine halbe Stunde lang rollten die deutschen Panzer aller Klassen in schneller Fahrt und schnurgerade ausgerichtet den Wenzelsplatz hinunter. Begünstigt durch das herrliche Wetter, säumte eine zahlreiche Menschenmenge beide Seiten des Platzes. In den Häusern waren alle Fenster und Balkone dicht besetzt. Das Publikum, das zum überwiegenden Teil aus Tschechen bestand, war durch das Schauspiel stark beeindruckt. Nach dem Vorbeimarsch konnte man beobachten, wie sich Tschechen an in der Menge zerstreute deutsche Soldaten wandten und sich bei ihnen nach Einzelheiten erkundigten. Während des Vorbeimarsches brausten ununterbrochen deutsche Kampfflugzeuge niedrig über den Wenzelsplatz dahin.
General Girovy in Prag vom Führer empfangen.
Prag, 17. März. (DNB.) Jrn Gegensatz zu gewissen Zeitungsmeldungen aus London erfahren wir, daß sich General Sirovy in Prag befindet wo er sich am Donnerstag beim F ü h- rer zu einer freundschaftlich verlaufenen Audienz meldete.


