Einzelbild herunterladen

stelle eher eine Warnung als einen Friedensappell dar. Ein Bericht dieses Blat­tes aus Washington wird noch deutlicher und zeigt den angeblichenFriedensschritt" als üble in­nenpolitische Wahlmache des nach einer dritten Amtsperiode begierigen Präsidenten. Hier heißt es, sofort nach Bekanntgabe der Botschaft sei in Regierungskrelsen erklärt worden, selbst wenn die Antwort negativ sei, habe Roosevelt die Be­schuldigung der Isolationisten wider­legt, er sei ein Kriegstreiber. DieNew Port Times" fühlt sich aufgrund dessen berechtigt, dem politischen Scharlatan Roosevelt bereits Dorschuß- lobbeeren darzureichen, indem sie ihn alseinen der größten Friedensapostel" (!) in die Geschichte eingehen läßt. Er habe sich durch seine Botschaft erneut zum Nationalhelden ge­macht und den letzten Rest der Opposition weg­gefegt. Nach diesen widerlichen Lobhudeleien kommt das Blatt dann allerdings zu der erstaunlich rich­tigen Erkenntnis, heute könne Amerika nicht mehr im Zweifel darüber sein, wo Roosevelt es hin­führe. Und einige Sätze später gibt es sogar die ganze Scheinheiligkeit des eben erst als Weltbe­glücker Angepriesenen ungeschminkt zu und schreibt: Roosevelt war nur an der Oberfläche freundlich, u n - sere Aufrüstung und die unserer Freunde geht weiter!

Ein abgekartetes Spiel.

London, 16. April. (DNB.) Mit zynischer Offenheit interpretieren die Londoner Zeitungen den Schritt des amerikanischen Präsidenten als einen taktischen Schachzugzur Kalt­stellung der Diktaturen". Die Blätter ver­suchen nicht einmal die Tatsache zu verbergen, daß es sich bei dem plumpen Vorgehen Roosevelts um ein abgekartetes Spiel der demokratischen Einkreisungspolitiker handelt. Sie tun ganz so, als ob sie die ablehnende Stellungnahme der deutschen Presse von vornherein erwartet hätten und weisen nun mit um so größerer Lautstärke auf dieFried­losigkeit und aggressiven Absichten" Deutschlands hin. Die Berichte, die deutlich auf eine sehr eifrige Regis schließen lassen, bewegen sich durchweg auf einem ungewöhnlich niedrigen, rein agitatorischen Niveau.

Wenn sich auch die Pariser Meinungsfabri­kanten nicht ganz so wild gebärden wie ihre eng­lischen Kollegen, so kommt doch auch in der Pariser Presse zum Ausdruck, daß es sich um ein Manöver zur Fortsetzung der demokratischen Einkreisungs­versuche mit anderen Mitteln handelt.

Bemerkenswerterweise findet man auch kritische Stimmen, die zwar den Schritt Roosevelts als eine ArtEntlastungsoffensive" begrüßen, sich aber doch über die Gefährlichkeit der sich unter Um­ständen aus der Demagogie Roosevelts gerade für Frankreich ergebenden Situationen im klaren sind. Dor allem lassen diese Kreise durchblicken, daß die innerpolitische Stellung Roosevelts sehr schwach sei.

Moskau gratuliert.

Ein bezeichnendes Telegramm Kalinins an Roosevelt.

Moskau, 16. April. (DNB.) Der Präsident der Sowsetunion Kalinin hat nach einer TASS« Meldung am Sonntag an den amerikanischen Prä­sidenten Roosevelt ein Telegramm -gesandt. Un­ter Bezugnahme auf die Botschaft Roosevelts an den Führer und an den Duce spricht der Präsident der Sowjets darinvon der angenehmen Pflicht", die es ihm sei, daß er Roosevelt dietiefe Sympathie u n d d i e h e r z l i ch st e n G^ü ck- wünsche" übermitteln könne. Er erklärt darin weiter, daß dieser Schrittin den Herzen der Völ­ker der Sowjetunion den b e g e i st e r t e n W i d e r- h a l l" gefunden habe.

*

Dieses Telegramm spricht Bände. Die Bolsche­wisten im Kreml überschlagen sich vor Begeisterung. Litwinow wird vor Neid erblaßt sein, als er das RooseveltscheMeisterstück" einer heuchlerischen Friedensbotschaft" sah.. Oder war auch Moskau schon über diesenspontanen" Schritt des USA.: Präsidenten unterrichtet, wie bi es' bei Paris und London der Fall gewesen sein muß?

Das Echo in Japan.

Tokio, 17. April. (DNB.-Funkspruch.) Die ja­panische Presse bringt Roosevelts merkwürdige Bot­schaft in größter Aufmachung. Kokumin Schimbun berichtet, daß die Botschaft in amtlichen Kreisen Ja­pans vollkommen ruhig ausgenommen worden sei. Sie sei lediglich als eindiploma­tisches Zirkular-Telegramm" anzusehen und werde infolgedessen keine Aenderung der Weltlage hereiführen. Die Botschaft sei sicherlich auf Betreiben Englands abge­sandt worden und' darauf berechnet, den Status quo in der Welt aufrechtzuerhalten, bei gleichzei­tiger Betonung, daß Amerika vorbereitet sei, in europäischen Fragen zu intervenieren. Ihre Wir­kung werde aber eine weitere Stärkung der Stellung Deutschlands und Italiens im Gegensatz zu den Erwartungen Amerikas und Englands. Japan selbst sieht keine Möglichkeit, seine einmal festgelegte Politik infolge der Botschaft Roosevelts zu ändern. Das Blatt bedauert, daß Amerikas Außenpolitik sich nicht die Mühe gäbe, den eigentlichen Ursachen für die gegen­wärtige Lage in Europa nachzugehen. Tokio Asahi Schimbun unterstreicht, daß die Botschaft inner- politische Zwecke verfolgt.

Amerikas Hauptflotte wieder im (Stillen Ozean.

zur Wiederherstellung des Flottengleichgewichtes."

W a s h bn g t o n , 16. April. (DNB ) Marine­minister S w a n s o n teilte mit, daß die ä m e - ri konische Hauptflotte die Rückreise nach ihremnormalen Operationsgebiet im Stillen Ozean" antreten werde, sobald Brennstoff ein­genommen sei. Im Atlantik würden lediglich fünf Kreuzer, sechs U-Boote, ein Flugzeugmutterschiff, ein Flugzeugtender sowie das im vorigen Jahre gebil­dete Atlantische Geschwader.verbleiben, das aus vier älteren Schlachtschiffen sowie einigen neuen Kreu­zern besieht. Die amerikanische Hauptflotte hatte Anfang des Jahres für die inzwischen abgeschlosse­nen Manöver im Karibischen Meer ihre Stützpunkte an der Küsie des Stillen Ozeans verlassen und sollte ursprünglich erst Ende Mai zu­rückkehren. Die für den 27. April geplante Flot­ten schau sowie ein anschließender Besuch

Neuyorks werden nach dieser Dispositionsände­rung vermutlich nicht durchgeführt. Das Flottengleichgewicht im Pazifik, wo fünf Monate lang nur unbedeutende Einheiten die Westküste ge­schützt hätten, soll wiederhergestellt werden.

*

Die Entsendung der amerikanischen Flotte in den Pazifik gibt der Londoner Presse neue Gelegenheit zu kriegerischen Phantasien. Die Times" erklärt, wenn es zum Kriege käme, bliebe das Schwergewicht für die amerikanische Flotte i m pariser Zedenten gegen

E. F. Paris, 17. April.

Die französisch-englischen Verhandlungen mit Sowjetrußland über eine sowjetrussische Hilfe für Polen und Rumänien im ÄriegsfaUc sind, wie an zuständigen französischen Stellen erklärt wird, noch nicht zum Abschluß gekommen, da über gewisse Modalitäten des Abkommens anscheinend noch feine endgültige Einigung erzielt werden konnte. Ueberdies müßten die beiden hauptinter­essierten Mächte, nämlich Rumänien und Polen, erst ihre Zustimmung zu dem Abkommen geben. Die Auslegung, die in der Umgebung des Quai d'Orsay den sowjetrussischen Verpflichtungen gegenüber Polen und Rumänien gegeben .wird, läßt die problematische Natur dieses Beistands­systems erkennen. Man bezeichnet in Paris die sowjetrussischen Verpflichtungen alsbedingt, fakultativ und indirek t". Unterbedingt" versteht man, daß sie nurim Falle eines Angriffs gegen eines der beiden Länder" in Kraft treten würden: unterfakultativ" versteht man, daß das angegriffene Land Rumänien ober Polen erst eine Beihilfeforderung for­mulieren müsse, e-I)e die sowjetrussische Hilfe kommen würde,- undindirekt" würbe biese Hilfe' iitzsofern sein, als es sich nur um die Lieferung von Kriegsmaterial, Lebensmitteln und R o h ft o f f e n handeln würbe, also nicht um bie Entsenbung von Truppen. Anderseits mürbe bie von Sowjetruhland an Polen und Rumänien ge­gebene Garantie für die Unabhängigkeit und Integrität dieser Staaten einseitig fein, d. h. Polen und Rumänien würden sich nicht verpflichten müssen, die Unabhängigkeit und Integrität Sowjet- rüßlands zu garantieren.

Aus einem Kommentar desJournal" geht her-

Pazifischen Ozean.Daily Expreß" meldet aus Washington, amerikanische Marinekreise feien überzeugt, baß bie USA.-Flotte in den Pazifik be- orbert worben sei, um im Kriegsfälle bie Zurück­ziehung ber britischen Flotte aus b c n Fernöstlichen Gewässern zu ermög­lichen.Daily Telegraph" fügt hinzu, wenn die amerikanische Flotte im Atlantik liege, könnten die Japaner versucht sein, gegen bie Pazifischen Inseln ober sogar gegen bie Philippinen vorzugehen.

einen Ni mit Aloslan.

vor, daß die Verhandlungen mit Sowjetrußland selbst den Franzosen sehr heikel er­scheinen und wie bad Blatt sich ausbrückt die Verpflichtungen Sowjetrußlanbs gegenüber Po­len und Rumänien mit besonderer Vor­sicht festgesetzt werden müßten, um bie Fiktion der sowjetrussischen Neutralität aufrechtzuerhalten. Denn wenn bie Sowjets aufhören würben, neutral zu sein, bann würden sie, wie basJournal" wei­ter schreibt, kriegführende Macht werden, unb in diesem Falle sehe man nicht recht, wie Polen und Rumänien die Eventualität einer aktiven militärischen Intervention der sowjet- russischen Truppen in ihren Gebieten vermeiden könnten, was aber gerade diese beiden Staaten zu befürchten schienen. Man warte nur noch, so schreibt bas immer sehr gut unterrichteteJournal" weiter, auf bie Annahme der letzten englisch-französischen Vorschläge burch Moskau. Das Blatt behauptet schließlich, diese letzten Abänderungsvorschläge wür­ben entgegen englischen Blättermeldungen keinen L u f t p a k t vorsehen.

Frankreich sagt das Länderspiel ab.

Der Innenminister von Frankreich hat den fran­zösischen Fußballverbanb ersucht, bas Länder- spielgegenDeutschlandin Paris unb zu­gleich bie Begegnung einer Ostmarkaus- wahl mit Frankreichs 6-Mannschaft in Borbeaux,bie beide für ben 23. April vorgesehen waren, a b 3 u f a g e n. Der französische Verband war bis' zuletzt bemüht, bie beiben Treffen durchzuführen, hatte auch bereits alle Vorbereitungen bazu getrof­fen, mußte sich aber ber Anordnung ber Regierung fügen. Der Länberkampf soll an einem später noch festzusetzenben Zeitpunkt nachgeholt werben.

Londoner Wochenende.

UmWehrpflichtundMunitionsministerium

London, 16. April. (Europapreß.) König Georg hatte am Sonntagabend auf Schloß Wind­sor eine längere Unterredung mit Ministerpräsiden­ten Chamberlain sowie mit dem amerikanischen Botschafter Kennedy. Dem Vernehmen nach galt die Unterhaltung ber Reise des englischen Königs- paares nach Amerika unter Berücksichtigung ber Lage in Europa. Ferner würbe bie internationale Lage im Lichte der Botschaft des Präsidenten Roose­velt besprochen. Die Sonntagspresse beschäftigt jid) wieder mit bevorstehenden Veränderungepi^ englischen Kabinett. Es wird damit gerech­net, daß Lord Runciman in Kürze aus der Re­gierung ausscheiden wird. Eine weitere Frage ist die Errichtung eines Munitions- M i n i st e r i u m s, doch nehmen die meisten Blät­ter an, baß dieses lediglich eine größere Abteilung bes unter ber Leitung von Lord Chatfield stehenden Verteidigungs-Ministeriums werden wird. Zum Munitionsminister mürbe bann ein inbustriel- ler Fachmann ohne Kabinettsrang bestellt werden. Sunbay Dispatch" glaubt, baß Winston Chur­chill als Nachfolger Lord Stanhopes, mit des­sen längerem Verbleib im Kabinett nicht mehr ge­rechnet wirb, mietier bie Admiralität über­nehmen könnte, die er bereits von 1911 bis 1915 geleitet hat. Die Presse berichtet weiter über einen Antrag von drei konservativen Unterhausabgeord- neten, bie allgemeine Wehrpflicht in Eng- lanb einzuführen. Amery, der frühere-Erste Lorb ber Admiralität, E. Grigg und Lord Wolmer beabsich­tigen, eine entsprechende Entschließung dem Unter­haus am Dienstag vorzulegen. Sir Oswald Mos­ley forderte auf einer Versammlung der briti­schen Faschisten eine sofortige V 0 lksab - ! stimmung, damit das Volk in einem Volksent- s scheid feine Meinung über bie neue britische Außenpolitik zum Ausdruck bringen könne.

Oie (Saraniieseuche im Nordosten

London, 17. April (DNB. Funkspruch).Daily , > Expreß" schreibt, vergangene Nacht sei von einem polnischen Pakt berichtet worden, der die Anti-Aggression-Front" durch bie Gewährung einer polnischen Garantie auf bie baltischen Staa­ten Litauen, Estland unb Lettland ausbehnen wolle. Die Reise bes estnischen Oberkommanbierenden ßaiboner nach Warschau ; erhärte" diese Annahme.

M »aIi nnf «tc® (eine ® j-che«. ° -arische stoßen. 9 tragen» Bezieh BaM1 inb

mit «*?» $ie

L-rS-ch-- Mnmg.ub" tto'ien'L Vertin- W5 i-inf Aendernv M ins Mrd *w Ö gliche» ® llrffn« S' »rSiaufeto, ijftiniibcrlam 1 $r Legior Ml bestätigen I en so kostbc Mutes für die II eistet haben, 1 eückkehri Wck Auszeich Mrids vor E oa en.

ZlN inlenu gehens hol < Mes und l Nie von sei und länglich

Albanien mit Italien für immer verbunden.

auf offizieller fimmung fei Derk feiner ims in Albc

Oie große Rede Eianos in der historischen Gitzung der Faschistischen Kammer. Antwort an Chamberlain. Dank für diegroßzügige und bedingungslose Zustimmung" Deutschlands.

R. G. Rom, 16. April.

Die Kammer ber Fasci und Korporationen bot am Samstag mehr als sonst ein Spiegelbild des ganzen Italiens in allen seinen Volksschichtem Aus ben Tribünen waren biesmal auch Abordnungen ber faschistischen Jugenborganisationen, Jungen unb Mädchen, vertreten. Punkt 16 Uhr die National- räte unb bie Minister waren vollzählig anwesend hielt bie albanische Delegation, bie am Vormittag im Palazzo Venezia vorn Duce empfangen worben war, ihren Einzug in ben Saal, von ben Nationalräten unb ben Besuchern auf den Tribünen lebhaft begrüßt. Kammerpräsident Consianzo Ciano eröffnete bie Sitzung unb rich­tete einen Gruß an die albanische Delegation, die jetzt abermals unb noch stürmischer gefeiert wurde. Der Kammerpräsibent verlas barauf die Tages- orbnung, deren beide Artikel von ber Über­tragung ber albanischen Krone an den König unb Kaiser Viktor Emanuel von ber

murf unterbreitet worben sei, ber die souveränen Rechte des albanischen Staates in jeder Weise ge­achtet habe. Zogu habe versucht, Zeit zu gewinnen und sei zugleich zur Mobilisierung geschritten, wäh­rend bie Banden Zogus eine drohende Haltung ge­gen die Italiener eingenommen hätten. Trotz dieser herausfordernden Haltung habe Mussolini' Zogu eine letzte Verständigungsbotschaft zustellen lassen. Zogu habe jedoch aus eine widersinnige unb unzu­lässige Hilfe gehofft und Italien hintergehen wollen.

Graf Ciano schilderte sodann den Verlauf ber italienischen Besetzung unb manbte sich in schärfster Weise gegen die von einem Teil ber Aus- landspresse verbreiteten falschen Nachrichten über bie militärischen Ereignisse. Die albanischen Hafen- ftäbte seien vollkommen unversehrt ge­blieben. In Albanien sei keine Schlacht ge­schlagen worben. Graf Ciano erklärte:Seit bem Morgen bes 7. April ist in Albanien fein G e -

w e h r s ch u ß mehr gefallen. Der Friebe unb bie Orbnung würben automatisch im ganzen Lande wieder hergestellt. Unsere Truppen, die die ent­legensten Orte erreicht haben, wurden überall mit Begeisterung unb Ehren emp­fangen. Niemand darf über den spontanen Cha­rakter dieser Aufnahme Zweifel hegen, ohne das albanische Volk zu beleidigen. Freiwillig sind bie Volksvertreter aus allen Provinzen unb aller Reli­gionen unb Berufe nach Tirana gekommen, um zu einer oerfaffunggebenben Versammlung zusammen­zutreten, in der frei diskutiert unb ab gestimmt wurde. Sie haben den feierlichen und glückver­heißenden Beschluß gefaßt, ihr Volk durch un­lösbare Bande mit dem italienischen Volk zu verbinden, indem sie als höchstes Zeichen bie albanische Krone dem König unb Kaiser Viktor Emanuel III. an boten. Diesen Beschluß des albanischen Volkswillens hat

es grotzzö Jujfimnu \\ oyale Hal j Deutschlands ( Achse ein , Ausamm , siändnis j in Rom roi | Beweis ist !. zu gestatter italienischen

Auch das

1 $11 über durch nulle FreiM Wuchte über i IWs Zogu lvo//a/nmun 1 uchuteilen, daß chn als Fran Mlität wir un- ue r t haben, J M jeden Fall

ser Trikoli

Versammlung lebhaft akklamiert wurden. Nach faschistischem Brauch klang die Aussprache in einen Hulbigungsruf an ben König unb an ben Duce aus. Die Rufe an ben Duce steigerten sich, als sich bie Ankunft Mussolinis anfünbigte. Bei seinem Eintreffen mürbe ber Regierungschef von lang- anhaltenden stürmischen Beifallsrufen empfangen. Gleich darauf begann Außenminister Graf Ciano seine Rede.

Graf Ciano griff auf bie ersten Banbe zwischen Albanien und Rom im britten Jahrhundert vor Christus zurück. Besonders hob er auch die Unter­stützung des Kampfes der Albaner gegen die Tür­kenherrschaft durch die Republik Venedig hervor, bie auch im Freiheitskampf Skanderbegs' gegen bie Türken mitwirkte. In ber Neuzeit fei ber abso­lute Vorrang ber italienischen Inter­essen in Albanien immer von allen Mäch - ten anerkannt worben, so in in ben Beschlüs­sen ber Friebenskonferenz unb ber Botschafterkon­ferenz. Das Recht Italiens in Albanien entspreche jeboch vor allem einer spontanen E i n st e l - lung bes albanischen Volkes, das auf Grund ber ihm befonbers von Mussolini geliehenen umfassenden Hilfe immer mehr begriffen habe, daß bie engfte Zusammenarbeit mit Ita­lien in seinem Interesse liege.

Graf Ciano schilberte sodann ausführlich, in welch umfassender Weise sich Italien in ben letzten fünf­zehn Jahren an ber albanischen Wirt­schaft beteiligt habe, burch bie ausgebehnten Ent­sumpfungen und Urbarmachungen, bie Erschließung ber Petroleumgruben, ben Bau bes Hafens von Durazzo und zahlreicher Brücken, Straßen und Ge­bäude. Die italienischen Kapitalanlagen in Albanien, belaufen sich auf insgesamt 1835 Millio­nen. Es sei daher nicht verwunderlich, daß die öffentliche Meinung in Albanien sich immer mehr Zugunsten Italiens orientiert habe, was die herz­liche Aufnahme der italienischen Truppen hinläng­lich beweise.

Indessen habe Zogu in der letzten Zeit e i n gefährliches Spiel getrieben und eine im- mer zweideutigere Haltung eingenommen. Anfangs März hätten sich bedeutungsvolle Ereignisse in Eu­ropa vollzogen, die Aufmerksamkeit 'Italiens sei anderen Zentren zugewandt gewesen. Sie hätten rch n'cht nach Albanien gerichtet, wenn nicht Zogu am 8. März einen neuen Bündnisvertrag verlangt hätte, ein Vorschlag, der grundsätzlich angenommen worden sei. Arn 20. März habe er ledoch die sofortige Entsendung italieni- ' G E rTruppen nach Albanien gefordert. Zogu habe einen widersinnigen und gefährlichen Plan für Öen Frieden am Balkan und in Europa gehegt Die italienische Regierung habe daher diese Zumutung ohne weiteres ab gelehnt unb von biesern Augenblick an habe in ben Beziehungen zwischen Italien und Albanien eine offene Spannung begon­nen, obwohl Zogu ein neuer Dertragsent-

Görings Aufenthalt in Rom.

Oer Generalfeldmarschall überbringt dem Herrscher Italiens die Glückwünsche des Führers. Meb.ere Unterredungen mit Mussolini und Graf Ciano.

Rom, 15. April (DNB.) Am Tag nach feiner Ankunft in Rom fuhr Generalfelbmarschall ©Öring zum Pantheon, wo er zwei Lorbeerkränze nie- berlegte, anschließend zum Grabmal des un­bekannten Soldaten, wo er unter den Klängen des Liebes vom guten Kameraden einen Lorbeerkranz nieberlegte, unb zum Ehrenmal der gefallenen Faschisten im Palazzo Lit- torio, wo er nach der Kranzniederlegung in der Gedächtnishalle von Parteisekretär Minister Starace in den Festsaal geleitet wurde, wo sämtliche Gau­leiter Italiens versammelt waren. Der Generalfeld­marschall wurde mit den herzlichsten Beifallskund­gebungen empfangen. Er richtete an die faschistischen Gauleiter seinen herzlichen Kameradschaftsgruß, wo­bei er betonte, daß bas italienische unb bas deutsche Volk, geeint in ber Solidarität ber beiben Revo­lutionen, und geleitet von ihren beiden großen Führern, zusammen den Weg gemeinsamen Kamp­fes gehen werden. Das freundschaftliche Verhältnis ber Mächte ber Achse sei. zutiefst bedingt burch bie bie beiben Nationen tragenbe Idee ber faschistischen und ber nationalsozialistischen^ Weltanschauung. Die unerschütterliche Festigkeit ber Achse, die burch ge­meinsame Gegner nur immer fester unb stärker werbe, werbe gerade durch diese Tatsache bedingt.

Unter begeisterten Kundgebungen der Bevölke­rung fuhr Generalfeldmarschall Göring dann i n s königliche Schloß. Hier wurde cf vom König und Kaiser Viktor Emanuel 111. empfangen. Der Besuch dauerte gegen dreiviertel Stunden. Der Generalfeldmarschall überbrachte dem König und Kaiser die Glückwünsche des Führers zu ber erfolg­reichen Lösung der albanischen Frage. Frau Goring stattete gleichzeitig ber Königin unb Kaiserin einen Besuch ab. Das italienische Herrscherpaar gab an- schließenb zu Ehren bes Generalfelbmarschalls unb seiner Gattin ein Frühstück, zu bem 66 Gäste ge­laden waren, darunter ber italienische Regierungs­chef Mussolini.

Die Presse hebt in ihren Berichten die Teilnahme des Generalfelbmarschalls an ber Sitzung ber Kammer hervor unb unterstreicht ben herzlichen Beifall, mit bem der Generalfelbmarschall bei seinem Erscheinen in ber Diplomatenloge begrüßt worben ist. Während ber Rebe bes italienischen Außenmini­sters kam es bann bei ber Erwähnung ber ver- ftänbnisvollen Haltung ber Reichsregierung mehr­mals zu minutenlangen Ovationen an die Adresse bes Generalfelbmarschalls. Die Kammer unterbrach ben Außenminister mit stürmischem Beifall, an bem sich auch Mussolini lebhaft be! iligte, indem er ben Blick zur Diplomatenloge erhob und den Ge­

neralfelbmarschall mit erhobener Rechten grüßte, Besonders bemerkt wird, daß der Generalfelbmar­schall bei ber Erwähnung ber freundschaftlichen Haltung Deutschlands in der albanischen Frage die Worte des italienischen Außenministers durch leb­haftes Händeklatschen unterstrichen hat. Nach der Sitzung wiederholten sich die Kundgebungen bei der Vorfahrt des Generalfelbmarschalls vor bem Pa­lazzo Venezia. Während der eineinhalbstündi­gen Unterredung zwischen dem Generalfeld' marschall unb dem Duce, in der alle die beiden Länder betreffenden Probleme eingehend besprochen wurden, versammelte sich auf ber Piazza Venezia eine unübersehbare Menge. Als sich bie beiden Staatsmänner auf dem Balkon zeigten, erbrausten stürmische Heilrufe auf den Führer, den Duce und den Generalfelbmarschall. Erneute Beifallsstürme empfingen schließlich ben Generalfelbmarschall, als er mit feiner Gemahlin zu dem vom Duce ihm ZU Ehren veranstalteten G a l a b i n e r wieder am Palazzo Venezia vorfuhr. Es ist aufgefallen, daß bei dem anschließenben Empfang ber Duce sich fast ausschließlich mit bem Generalfelbmarschall unter­halten unb so den Nachmittag begonnenen Gedan­kenaustausch fortgesetzt hat.

Generalfelbmarschall Göring unternahm am Sonntagoormittag zusammen mit seiner Gemahlin eine Rundfahrt durch die italienische Haupt­stadt zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Mittdgs gab Außenminister Graf Ciano ZU Ehren des Generalfeldmarfchalls ein Essen im Klub , her Wehrmacht, an bem mehrere Minister unb an­dere Würbenträger bes Staates, sowie bie Spitzen ber Wehrmacht, des Marine- unb Luftfahrtministe­riums teilnahmen. Am Nachmittag empfing Außen­minister Graf Ciano ben Generalfelbmarschall Go­ring zu einer längeren Unterrebung im Pa­lazzo Chigi. Um 17 Uhr fanb im Palazzo V c - nezia eine zweite Besprechung zwischen bem Generalfelbmarschall unb Mussolini statt. Im Laufe des Nachmittags besuchte Göring in Be­gleitung des Sekretärs der Faschistischen Partei, Minister Starace, bie Autarkie-Messe.

Am Sonntagabend hat im Palazzo Venezia im Beisein bes italienischen Außennunisters Gras Ciano eine weitere anderthalbstündige Unter­redung zwischen Generalfelbmarschall Göring unb dem Duce stattgefunden, mit der ber offizielle Teil bes römischen Aufenthalts bes Generalfeld­marschalls abgeschlossen ist. Auf feinen Wunsch wirb sich ber Generalfelbmarschall bis zu seiner Abreise am Montagnachmittag rein privatn Rom aushaUen.

ü

ustoslawis W Freundsc jllm ist die e

Waber Regi W 'n Belgrad ö in Alban 10 r für 31 pn Nachbars Men vielmek Aen Zusa leiste toirl Bf* $wu Wer (Eincar Arische 3 »Wn Ken |ST Fühlung! ;5en noch be, «mcnarbeii

Manin , Sf Scheiter Snien * J"M Uni Weif Ju ''hm fjeit 1,5 W oetffi WWen 1 ^°ninienarb S wiede. ?Manikne ^eoenswiliei £*?.?! tos «Aches ft? fc^ftan ti|C On und I tzÄK W Wt L'eln C

Zu