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Frauen werden fürHilfsdienste vorbereitet

a) für das Straßenverkehrsgewerbe die Fahrbereit­schaftsleiter:

b) für Betriebe, die von Dienststellen der Wehr­macht betreut werden, die Wehrwirtschaftsstelle;

c) für Betriebe der gewerblichen Wirtschaft die Industrie- und Handelskammer;

d) für die Handwerksbetriebe die Handwerks­kammer;

e) für Betriebe der Ernährung und Landwirtschaft die Ernährungsämter;

k) für die Betriebe der Holz- und Forstwirtschaft das Holzwirtschaftsamt;

g) für den übrigen Straßenverkehr die unteren Verwaltungsbehörden.

Gekennzeichnete Kraftfahrzeuge haben, soweit sie keinen Freistellungsbescheid der Wehrmacht besitzen, ohne weiteres etwaigen Beordnungen der Wehrmacht Folge zu leisten.

Freiwillige für die ^-Aerfirgungs- truppe und ^-Totenkopfstandarten. NSG. Dre ---Verfügungstruppe und die ff* * * 4 s Totenkopfstandarten stellen ab sofort wehrfähige Männer ein, die entsprechend den besonderen Aus- lesebestimmungen der fj geistig und körperlich leistungsfähig und von einwandfreiem Charakter find. Melden können sich Männer, die das 17. Le­bensjahr erreicht haben, ohne Alterseinschränkung nach oben. Bei der -/-Vevfügungstruppe ist die Dienstdauer vorerst noch beschränkt. Die abgeleistete Dienstzeit wird auf eine spätere Dienstleistung bei der Wehrmacht angerechnet. Bei den /L-Totenkopf- standarten mässen sich die Freiwilligen für zwölf Jahre verpflichten. Meldungen und Anfragen bei der 2. ^-Standarte in Frankfurt a. M., Reuter­weg 78.

Dank an die Beamten für Erntehilfe.

NSG. Die deutsche Beamtenschaft hat in diesem Jahre bei der Einbringung der Ernte in hervor­ragender Weise freiwillige Hilfe geleistet. Trotz schwierigster Personalverhültnisse in vielen Behör­den und trotz starker Betastung der Berufskamera­den mit anderen ehrenamtlichen Arbeiten ist der Ernteeinsatz der Beamten ftetDig, tatkräftig und so erfolgreich durchgeführt worden, daß der deutsche Beamte auf seinen Beitrag zur Sicherung der Er­nährung unseres Volkes mit Recht stolz sein kann. Der Reichsbeamtensührer Hermann Nees spricht deshalb allen Beamten des Gaues Hessen-Nassau, die unter Verzicht auf Freizeit und Erholung in nationalsozialistischem Pflichtbewußtsein als Helfer an die Seite des deutschen Bauern getreten sind, seinen Dank und seine besondere Anerkennung aus.

Treudienst-Ehrenzeichen

für Angehörige der Universität.

Der Führer hat den nachgenannten Angehörigen der Ludwigs-Universität Gießen das Treudienst- Ehrenzeichen verliehen. Der Rektor überreichte den Beliehenen die Auszeichnung und sprach ihnen gleichzeitig Dank und Anerkennung der Ludwigs- Universität aus:

a) Für 40jährige Dienstzeit: Professor Dr. Bürker, Professor Dr. Eger, Werkmeister Otto Espach, Bürogehilfe Karl Fehn,' Professor Dr. Frö­lich, Professor Dr. Götze, Schwester Minna Heß, Professor Dr. Jakob, Hausmeister Jakob Krantz, Pro­fessor Dr. Küster, Jnstitutsgehilfe Karl Mahnkopp, Oberassistent Otto Franz Purrmann.

b) Für 25jährige Dienstzeit: Kassen­inspektor Heinrich Dechert, Schwester Anna Groth, Heizer Friedrich Jlge, Heizer Ludwig Kräcker, Ober­schwester Anna Lienecke, Oberbibliothekar Dr. Wil­helm Rehmann, Bibliotheks - Hilfsarbeiter Erich Schäfer, Beiköchin Katharine Schmitt, Oberschwester Johanna Stöcker.

Personal-Ausweise für Lebensmittelkarten.

Der Oberbürgermeister hat heute den einzelnen Haushaltungen Formulare zur Beantragung von Personal-Ausweisen für die Zuteilung von Lebens­mittelkarten zugehen lassen. Diese Anträge müssen bis spätestens 16. September bei den zuständigen Bezirks-Geschäftsstellen des Ernährungsamtes ein­gereicht fein. Die Personal-Ausweise werden zu­gleich mit den neuen Lebensmittelkarten ausgegeben. Weitere Einzelheiten enthält die Bekanntmachung.

Schuh gegen Betriebsunfälle in Kriegszeiten.

Der Reichsverband der gewerblichen Berufs- aenofsenschaften hat einen Aufruf an alle Betriebs­führer gerichtet, um einen verstärkten Unfallschutz zu gewährleisten. Dieser Schutz bedeute nicht nur die Erhaltung der Gesundheit und des Lebens der Arbeitskameraden, sondern jetzt mehr als je die Förderung der- Produktion und Stärkung der Wehrkraft. Im Weltkriege habe die Zahl der Be­triebsunfälle außerordentlich zugenommen und zu einem erheblichen Ausfall an Arbeitskräften ge­führt. Das dürfe sich nicht wiederholen. Unfallschutz sei jetzt doppelt nötig. Schutzmaßnahmen käinen besonders in Betracht bei, Betriebsumstellungen. Bei Neueinstellung von Gefolgschaftsmitgliedern, insbesondere weiblichen, seien diese über die Ge­fahren des Arbeitsplatzes vor Beginn ihrer Tätig­keit zu belehren. Die Betriebsführer werden er­sucht, ihren Betriebsleitern, Ingenieuren, Meistern und Unfallvertrauensmännern sowie der gesainten Gefolgschaft die Sorge für die Unfallsicherung noch­mals ausdrücklich zur Pflicht zu machen.

NSG. Zum Dienst in der Heimatfront wird jede Frau gebraucht. Es gibt unzählige Möglichkeiten des Einsatzes. An alle Frauen, die sich der Partei als Helferinnen zur Verfügung stellen wollen, er­ging bereits der Ruf, sich bei den zuständigen Dienststellen der NS. - Frauenschaft Deutsches Frauenwerk zu melden. Da es sich oft um Mit­arbeit aufl pflegerischem und hauswirtschaftlichem Gebiet handelt, richtet der Mütterdienst im Deut­schen Frauenwerk ab sofort Sonderkurse für Helfer­innen ein. Vor allem sollten sich an diesen Kursen unverheiratete Frauen beteiligen, die kein beson­deres Aufgabengebiet haben, oder denen als ver­heiratete Frauen ohne Kinder nur die Versorgung des eigenen Hauses obliegt. Nach Meldung bei der Dienststelle der Ortsfrauenschaftsleitung stellt die Lehrkraft des Mütterdienstes fest, wo der Einsatz der Helferinnen erfolgen könnte und wo die Kennt­nisse in Haushaltsführung, Erziehungsfragen oder Gesundheitsführung zu ergänzen wären.

Ein Lehrgang umfaßt jeweils eine Woche und ist in folgende Geriete eingeteilt:

1. Säuglingspflege: Vermittlung aus­reichender Kenntnisse zur Betreuung von Kindern in Krippen, Familien und Heimen.

2. Gesundheitsführung und häusliche Krankenpflege: Vermittlung ausreichender Kennt-

Der Imker muß jetzt die Versorgung seiner Bie­nen für den Wirker vorbereiten, weil diese Arbei­ten am 1. Oktober abgeschlossen sein sollen. In die­sem Jahr ergeben sich dabei naturgemäß mancherlei Schwierigkeiten. Viele Imker sind ortsabwesend und können infolgedessen nicht selbst für ihre Bie­nen sorgen. Da tritt die Organisation ein. Die Orts- sachgruppen Imker haben Patenschaften eingerich­tet, >die den Frauen der ortsabwesenden Imker zur Seite stehen, oder auch die Stände durch besonders dazu bestimmte Imker betreuen lassen.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Bienen­völker planmäßig erhöht worden, nachdem bis zum Jahre 1925 durch Krieg und Inflation der deut­schen Bienenwirtschaft rund eine Million Völker verloren gegangen war. Heute haben wir rund 3 Mill. Bienenvölker, und eine weitere Erhöhung wird angestrebt, weil sie u. a. schon wegen der starken Ausbreitung des Oelsaatenanbaues notwen­dig ist.

Das ist aber eine spätere Sorge. Heute kommt es vor allem darauf an, die zur Zeit in Groß­deutschland vorhandenen Bienenvölker zu erhalten, und das ist unter den gegebenen Umständen nicht ganz einfach, da sich nicht alle Imker mit dem nötigen Zucker für die Einwinterung versorgen konnten. Eine bestimmte Zuckermenge ist inzwischen auch für die Reichsfachgruppe Imker freigemacht, doch können von diesem Zucker nur diejenigen er­halten, die in den Zuckerverbilligungslisten der Reichsfachgruppe Imker stehen, ihren Zucker aber noch nicht, oder doch nur zu einem kleinen Teil erhalten haben. Wo die Zuckermenge nicht ausreicht und auch die Hausfrau keinen Einmachzucker mehr zur Verfügung stellen kann> muß der im Sommer

Gießener wochenmarktpreise.

* Gießen, 14. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse A 12%, B 12, C 11%, D 10%, Wirsing, % kg 6 bis 7, Weißkraut 5 bis 6, Rot­

kraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 13 bis 20, gelb 13 bis 18, Erbsen 20, Feldsalat, */io 10 bis 15, Tomaten, % kg 10 bis 13, Zwiebeln 8 bis 19, Kürbis 8, Pilze 50, Kartoffeln, % kg

4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 15 bis 30 Rpf., Falläpfel 5 bis 8, Birnen 10 bis 25, Zwetfchen 10 bis 15, Mirabellen 12 bis 20, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat

5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.

*

** Justizpersonalien. Ernannt wurden: der Gerichtsassessor Fritz Bettermann in Mainz zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Schotten; der außerplanmäßige Justizinspektor Franz Josef Bayer in Alsfeld zum Justizinspektor beim Amtsgericht in Butzbach; der außerplan­mäßige Justizassistent Wilhelm Kramer in Gie­ßen zum Justizassistenten beim Amtsgericht in Gie­ßen. Versetzt wurden: Justizinspektor Otto Ger­hard bei dem Landgericht Gießen an das Ober­landesgericht Darmstadt; Justizinspektor Karl Wolf bei dem Amtsgericht Büdingen an das Amtsgericht Bad-Nauheim; Justizinspektor Andreas Merle beim Amtsgericht Gießen an das Landgericht Gie­ßen; Justizinspektor Fritz Prümmer beim Amts­gericht Butzbach an das Amtsgericht Gießen. In den Ruhestand versetzt wurde auf seinen Antrag der Justizoberinspektor Friedrich H ö r r beim Amtsge­richt Alsfeld.

** 8 4 Jahre alt. Am heutigen Donnerstag, 14. September, begeht Frau Charlotte Schäfer, geb. Schwalb, Walltorstraße 30 wahnhaft, in aller Frische ihren 84. Geburtstag. Der Jubilarin auch unfern Glückwunsch.

** Grenzlandbewohner Achtung! Die in Gießen noch weilenden Grenzlandbewahner müs­sen sich sofort im Studentenheim (Einquartierungs­amt) melden. Bei Nichtanmeldung verlieren sie ihren Anspruch auf Betreuung.

nisse in Verbandstechnik, Pflege von Kranken in Familien und Anstalten.

3. Erziehu ngs kur s e: Vermittlung ausreichen­der Kenntnisse für die Beschäftigung und Erziehung von Kindern in Gruppen (Kinderstuben usw.).

4. Haushaltsführung: Vermittlung aus­reichender Kenntnisse für die Verpflegung Erwachse­ner und Kinder in Familien und Heimen nach spar­samen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten.

5. Nähen: Vermittlung ausreichender Kennt­nisse für Herstellung, Umändern und Ausbessern von notwendigen Kleidungsstücken für die Familien.

Nach dem Besuch der Sonderkurse erfolgt der Einsatz der Frauen in den nachstehenden Stellen.:

1. Einsatz in kinderreichen Familien, oder Mit­hilfe in Fürsorgestellen oder Säuglingsheimen oder Flüchtlingslagern, die Mutter und Kind aufnehmen.

2. Kinderbetreuung und damit insbesondere Ent­lastung der in der NSV. beschäftigten pädagogischen Kräfte, auch Einsatz in einer kinderreichen Familie als Mitarbeiterin der Mutter.

3. Helferinnen in Küchen, wo große Speisungen durchgeführt werden.

4. Mithilfe in Nähstuben u. a.

Neben dieser Arbeit des Mütterdienstes laufen die Kurse zur Erlangung des Volldiploms selbstver­ständlich weiter, sie werden von der Durchführung der Sonderkurse nicht berührt.

geschleuderte Honig zurückgefüttert werden, denn es muß unbedingt verhindert werden, daß die Zahl der Binenvökker durch große Winterverluste infolge Verhungerns der Bienen wieder zusammenschrumpft. Reicht auch der Honig nicht aus, so muß eine Ver­einigung der Völker vorgenommen werden, damit wenigstens die übrigbleibenden hinreichend ver­sorgt sind. Die Zuckerbezugsscheine werden von der Reichsfachgruppe Imker um den 15. September herum an die Ortsfachgruppen versandt.

Es handelt sich hier um einen durch die Zeitver­hältnisse gegebenen Sonderfall, dem unter allen Umständen Rechnung getragen werden muß. Der organisierte deutsche Imker hat in den letzten Jah­ren Disziplin bewiesen und mit allen Kräften an dem Ausbau der deutschen Bienenwirtschaft mitge- arbettet. Sonst hätten niemals die Erfolge erreicht werden können, die auf allen Gebieten der deut­schen Bienenzucht tatsächlich erreicht worden sind. Heute geht es um die Erhaltung des Völkerbestan­des und damit um die Bewahrung wertvollen Volksvermögens vor der Derenicktung. Die Bienen­völker müssen über den Winter yinübergerettet und so versorgt werden, daß sie mindestens bis zum 1. März nicht verhungern. Um den 1. März herum werden den Imkern ungefähr 5 Pfd. Zucker je Volk geliefert werden, damit sie die manaelhafte Herbst­auffütterung ergänzen können. Im übrigen aber ist die Zuckerversorgung für das nächste Jahr ge­sichert. Es kommt also nun darauf an, alle im Haushalt noch zur Verfügung stehenden Zuckervor- räte und Honigmengen für die Winterversorgung der Bienen freizumachen, damit kein Volk verloren- geht.

** Zum Beauftragten für Natur­schutz in Hessen wurde der Forstassessor Dr. Richard I m m e l in Babenhausen unter dem Vor­behalt des Widerrufs ernannt.

** Kundenliften fürNähmittel. So löb­lich die Vorliebe unserer Hausfrauen für Handarbei­ten auch ist, so muß doch darauf aufmerksam gemacht werden, daß ihre Verwendung in dieser Zeit einen unnötigen Verbrauch an Garnen und Nähmitteln zur Folge haben würde, der in Anbetracht der zweck­mäßigeren Verwendungsmöglichkeit dieser Spinn­stoffe nicht zu verantworten wäre. Die Wirtschafts- anordnung sieht daher für die Einzelhandelsgeschäfte vor, daß Kundenliften geführt werden. Nähmittel dürfen in Zukunft nur noch an solche Verbraucher ausgegeben werden, die in diesen Kundenlisten ein­getragen find. Jeder Verbraucher darf nur in einer Kunoenliste eingetragen sein! Um .inen Verbrauch an Handarbeitsgarnen überhaupt zu verhindern, ist schon d-ie Herstellung solcher Garne verboten. Und ohne Handarbeiten geht es bestimmt!

Wintergemüse einlagern.

Obwohl das Ziel unserer Gegner, Deutschland einzukreisen und wirtschaftlich zu blockieren, heute schon von diesen als unerreichbar aufgegeben wer­den muß, gilt es dennoch, sich in der eigenen Vor- ratswirtschaft im Haushalt auf die Ansorderunaen einer Kriegswirtschaft umzustellen. Kennzeichen der nationalsozialistischen Vorratswirtschaft ist die Aus­schaltung jeder Möglichkeit des Eintretens einer Mangellage. Deshalb müssen wir auch in diesem Jahre eher als sonst an die Einlagerung von Ge­müse für den Bedarf im Winter denken. Zur Zeit schüttet zwar der Garten noch das Füllhorn seiner Nahrungsgüter über uns aus, doch bald werden sich in der sommerlichen Gemüseplatte die ersten Lücken zeigen. Dann he-ißt es, sich umstellen auf den Verbrauch von Wintergemüse.

Gemüse zu jeder Jahreszeit auch im Winter ist notwendig zur Erhaltung der Gesundheit. Des­halb treffen wir schon jetzt die notwendigen Dorbe- reitunaen zum Einlagern und Ueberwintern des Gemüses. Dazu ist es notwendig, au wissen, was Wintergemüse ist. Einmal gehören dazu alle frost­unempfindlichen Gemüsearten und außerdem die Ge­müsearten, die bei frostfreier Lagerung sich bis in das Frühjahr hinein frischhalten lassen. Frostunemp­findlich und damit zum Ueberwintern im Freien

geeignet sind Grünkohl, Rosenkohl, Rapunzel (Feld­salat und einige winterharte Wirsingkvhlsorten), ebenso Wurzelgemüse, wie Porree, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie, die aber besser aus dem Bo­den genommen und im Freien geschützt eingeschla­gen werden, um das Gemüse auch bei gefrorenem Boden verbrauchen zu können.

Zur frostfreien Einlagerung der anderen Winter« gemüsearten eignet sich oft schon ein genügend tie­fer Frühbeetkasten. Mohrrüben werden lagenweffe eingesetzt. Rot- und Weißkohl wird von den schlech­ten und beschädigten Blättern befreit und mitsamt Strunk und Wurzeln im Kasten eingeschlagen. Eben­so läßt sich Kohlrabi lange frisch halten. Bei Frost erhält der Frühbeetkasten als Schutzschicht eine ziemlich dicke Schicht Laub oder Stroh. Kartoffel­kraut läßt sich dafür ebenfalls verwenden. Statt im Frühbeetkasten können die Wintergemüse auch im Keller aufbewahrt werden. Dort ist jedoch unbe­dingt darauf zu achten, daß die Temperatur nicht zu hoch kommt, da dann das Gemüse zu welken oder gar auszutreiben beginnt. An ftostsreien Ta­gen ist daher zu lüften. Im Keller werden auch Sellerie, Rote Rüben und Kohlrüben eingelagert. Bei größeren Mengen empfiehlt sich dagegen eine Einlagerung in Mieten im Freien in ähnlicher Form, wie Kartoffeln eingemietet werden.

Gefängnis wegen versuchten Bezugsfcheinschwindels.

Lpd. Marburg, 13. September. Dom Schnell­richter wurde ein Mann aus der Gbsdorfer Gegend, der einen Bezugsschein für einen Anzug be­antragt hatte, obgleich er seiner Angabe entgegen reichlich mit Kleidern versehen war, zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt.

Oer Mann mit denFettigkeiten".

* Alsfeld, 13. September. Die Polizei wurde gestern auf einen Mann aufmerksam gemacht, der angeblich im Auftrage eines Metzgers in Hersfeld bei hiesigen Volksgenossen Wurst und Speck zu verkaufen suchte. Das Ungewöhnliche dieses Angebots in unserer Zeit machte die ausgesuchten Leute stutzig, so daß sie dem Mann mit dem Speck und der Wurst nicht ohne weiteres als Abnehmer ge­fällig waren. Es stellte sich dann auch sehr schnell heraus, daß dieFettigkeiten" nicht auf einwand­freie Weise in den Besitz des Verkäufers gekommen waren, sondern daß er die Sachen in einem ein­sam gelegenen Landhaus in der Nähe pon Eifa gestohlen hatte. Er war dort mit Gewaltan­wendung in das Haus eingedrungen, hatte zunächst sich selbst an den Vorräten güttich getan, und dann den Rest der Vorräte mitgenommen, um ihn zu Geld zu machen. Dabei kam er sehr schnell schief an und mußte schließlich den Weg in das Gerichts­gefängnis antreten. Bei dem Spitzbuben handelt es sich um einen Mann namens Camille Schmidt, der zuletzt in Konstanz wohnhaft war.

Nbein-Mainische Börse.

Mttagsbörse Aktien schwächer.

Frankfurt a. M., 13. Sept. An der Börse lag wiederum etwas Angebot am Aktienmarkt vor, das, obwohl es keinen besonderen Umfang hatte, bei der starken Zurückhaltung verhältnis­mäßig stark auf die Kurse drückte. Anlagekäuft der Kundschaft wurden nicht mehr beobachtet. Im Durchschnitt zeigten die vorerst in nur geringer Anzahl notierten Papiere Rückgänge von 0,50 bis 1,50 v. H. Nach ein paar Tagen Pause stärker ge­drückt waren MAN. auf 140 (146). Von den Spitzenwerten setzten JG.-Farben mit 158,50 (159), Verein. Stahl mit 95,25 (96), Mannesmann mit 101,40 (102,90), Hoesch mit 107,50 (108,13) und Siemens mit 194,40 (194,50) ein. AG. für Verkehr verloren 2 v. H. auf 105, Vekula 2 v. H. auf 160 und Scheide cm statt 2,50 v. H. auf 216. Heidelberger Zement unv. 136, ebenso Gesfürel mit 132,50.

Am Rentenmarkt zeigte sich stellenweise ebenfalls leichtes^ Angebot, so daß Liquidations- pfandbrieft vielfach 0,25 v. H. nachgaben, ferner Dekofama I auf 135,50 (135,75), Reichsaltbesitz auf 131,50 (131,75) und Reichsbahn-VA. auf 120,75 bis 120,50 (120,90). Industrie-Obligationen waren meist gut behauptet, vielfach auch 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Pfandbriefe, Staatspapiere und Staddan- leihen blieben weiterhin unverändert, ebenso im Freiverkehr Steuergutscheine I mit 97,50.

In der zweiten Börsenstunde war die Tendenz schwach. Das Angebot verstärkte sich, anderseits wurde die Aufnahmeneigung noch geringer. Im Durchschnitt traten Rückgänge von etwa 1 v. H. ein. Wir erwähnen u. a.: JG.-Farben 157 nach 158,50, Siemens 193,40 nach 194,40.

Im Freiverkehr hörte man Elsäß. Bad. Wolle mit 78 bis 79 und Kupferberg Sekt mit 84,50 Brief. Tagesgeld unv. 2,25 v. H.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Sept. Bei gegen den Montag wenig veränderter Marktlage blieben die Notterungen sämtlich unverändert. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 533 Rinder, 462 Kälber, 12 Hämmel, 6 Schafe und 193 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Schweine 52 bis 61 RM. Marktverkauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe flott.

Schweinemarkt in Butzbach.

Butzbach, 14. September. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 522 Ferkel zum Ver­kauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis 16 RM., 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 18 RM., 8 bis 10 Wochen alte 18 bis 23 RM. pro Stück. Bei schleppendem Handel verblieb Ueberstand.

Wc-

Pflaumonmormclabe: Tomatongolce: M pooeromotm (u-mg-wmum) un»vn um« auf.

(entfleint ge-------- bocken lassen und Durch ein Tudi geben. (Tomatenrüchßänbe für

wogen), 1 Großbeutel Dl Oetker Gelier-fiulfe, 1750 g Zucker, nack Tomaten-Pflaumenmarmelübe oerwenöcnl). Gelee: 1000g (1 l)Tomatenfaft abqec Schal» Belieben Saft non 1-2 Zittonen. Die gewogenen pflaumen werden in von 2 Zitronen. 1 Großbeutel Dr. Oetker 6elier-f)ülfe, 1000 g Zucker Saft von 2 Zitronen hirfdigcoße Stücke gefdmitten. Die weitere Herstellung erfolgt nach der von dem gewonnenen Saft mißt man 1000 g (11) ab und gibt die abgea Zitronenschale auf dem Großbeutel gegebenen Anweifung. hinein. Die weitere Herstellung erfolgt nach der auf dem Großbeutel gegebenen Anweisung.

Tomaten- 425 e Tomatenmark (aus den Durch ein grobes Sieb gestrichenen Tomatenrückständen, siehe Tomatengelee). 150 g pflaumen

Hflrtiimnn mnrmfilnhn. 3u)«tf(hen (entßgwt gewogen und In kiesckgrofle Stücke geschnitten). 1 kleinbeutel DL Oetker kelier-Hülfe. 500 g Zucker,

miaumonmarmolaoo: Saft oon 1 3itrone. - Die Herstellung erfolgt nach der auf dem kleinbeutel (15 Pfg.) gegebenen Anweifw^

mit 3)r. Oetker Qeüer-ffiülfe!

Großbeutel 40 Pfg. für 3 kg Marmelade oder etwa 2 kg Gelee

Die Versorgung der dienen siir den Winter.