Nr. 214 Zweites Blatt
Mittwoch, 13. September 1939
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
Aus dem Reiche der Krau
Aichtige Behandlung der Seife
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gestellt
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Gesunde Mütter — gesundes Volk!
Im letzten Jahre ist die Säuglings st erb- l i ch k e i t in . Deutschland gesunken. Die relative Säuglingssterblichkeit ist im Jahre 1937 von 6,4. je 100 Lebendgeborenen auf 6 je 100 im Jahre 1938 gesunken. Falls der Prozentsatz der gleiche geblieben wäre, so hätte die Säuglingssterblichkeit 1938 um 4 600 höher liegen müssen als 1937, da ja die Geburtenzahl stark angestiegen ist. In der Tat aber wurden im Jahre 1938 im Altreich rund 2000 Sterbefälle von unter 1 Jahr alten Kindern weniger gezählt als 1937. Insgesamt also konnte die Säuglingssterblichkeit im verflossenen Jahr um 6600 g e - senkt werden. Unsere Mütter sind gesünder geworden und somit auch die Kinder, die unsere Zukunft bedeuten.
und hat zu den Stoffknöpfen Knopflöchern einen schmalen, W i l d l e d e r g ü r t e l.
und paspelierten olivgrünen
Beide Formen haben rückwärts eine durchgehende Mittelnaht, die Weite springt rückwärts jedesmal in Schritthöhe auf, während sie bei der Form rechts vorne durch die Knöpfe verstellt werden kann. H.
sioer mechanisch bearbeitet werden, so daß die Fasern mehr leiden. Wir lassen daher die Wäsche nicht zu schmutzig werden und sparen auf diese Weise richtig Wenn man die Wäsche zusam- menfommen lassen will um zu gleicher Zeit eine größere Menge zu woichen so tun wir gut daran, sie doch gleich nach dem Gebrauche erst einzuwei-- chen, möglichst mit einem Einweichmittel und in leichtem Sodawasser durchzustauchen, damit durch dieses Verfahren die Schmutzteilchen schon entfernt werden und was ausschlaggebend wichtig ist, die sauer wirkenden Stoffe beseitigt werden. Stets ist darauf zu achten, daß schmutzige Wäsche trocken und luftig aufbewahrt wird. W.
Jetzt ist es Zeit, das leckerste und billigste Kartof- felgericht zu bereiten — Kartoffeln in der Asche gebacken, in der Asche, welche das verbrannte Kraut auf dem Felde zurückläßt. Trocken und mehlig leuchtet das weiße Innere aus dem geplatzten Pellchen, stimmungsvoll zieht der blaue Rauch über das weite kahle Feld, inten Sträuchern glänzen bunt die Beeren, und der Waldrand zeigt in ftiüem grünen Laub erste gelbliche und rötliche Töne ... Diese Art „Kartoffeln in der Schale" zu essen, bleibt leider vorzugsweise Kindern und Feldarbeitern vorbehalten. Wir kochen die Pellkartoffeln leider in Wasser, und wenn es hoch kommt, fügen wir als Gewürz etwas Salz und Kümmel zu. Aber es gibt noch zahlreiche andere Arten, der Kartoffel Reize abzugewinnen. Das wissen wir nicht erst seit heute, sondern schon unsere Urgroßmütter kannten ausgezeichnete Kartoffelgerichte. Ein umfangreiches und sehr leckeres Kochbuch aus dem Jahre 1860, von Charlotte Böttcher herausgegeben, beschäftigt sich auf mehreren Seiten damit.
Gestovte Kartoffeln bereitet man, indem man geschälte Kartoffeln kocht, inzwischen gehackte Petersilie in Fett schmort und das Fett zu den abgedämpften Kartoffeln gibt. Sind die Kartoffeln sehr mehlig, dann schwenkt man sie zum Schluß noch mit etwas heißer Brühe, tut sie auf eine flache Schüssel und überstreut sie leicht mit gewiegtem Schinken.
Kartoffeln in Kräutersoße sind ebenfalls ein selbständiges Gemüsegericht. Die abgedämpften Salzkartoffeln werden dazu in einer Tunke geschwenkt, die man folgendermaßen herstellt: Petersilie, Estragon, Basilikum, Liebstöckel, Schnittlauch, Boretsch, Pfefferminzspitzen und die Herzen des Selleriekrautes werden fein gewiegt, einige Minuten in Fett gar gemacht, mit Rosenpaprika bestäubt, mit
Sauermilch oder Zitronensaft, feingeschnittene Kräuter.
Gebackene Tomatenscheiben: Einen ungesüßten Eierkuchenteig Herstellen. Reife aber noch feste Tomaten in dicke Scheiben schneiden und salzen. Die Tomatenscheiben in den Eierkuchenteig tauchen und von beiden Seiten auf der Bratpfanne in heißem Fett hellbraun braten. Beigabe Kartoffelbrei.
Vielseitige Kartoffel.
Das ist unser Dienst...
Von Berta Geißelbrecht.
Viele von uns Frauen beneiden die Männer, die jetzt an die Front ziehen. Ihnen ist eine harte, aber klare Aufgabe gestellt. Sie sind ausersehen, das zu leisten, was dem Mann ureigenstes Bedürfnis ist: Haus und Hof zu schützen, mit der Waffe in der Hand dem Friedensstörer entgegenzutreten.
Und wir Frauen? Wir seihen Hunderte von Soldaten singend wegfahren, — uns zu Hause aber erstirbt jedes Lied auf den Lippen. Sie dürfen hinausziehen als geschlossene Gemeinschaft, — wir bleiben zurück — allein mit den Kindern, allein bei allem Tun, und die Bangigkeit, die Dual steckt wie ein Schwert in unserem Herzen.
Und doch: Ist nicht auch uns eine Aufgabe zugeteilt, die uns stark machen kann, die unsere Mitarbeit so nötig macht wie eine Frontleistung? Auch unsere Aufgabe, so vielfältig sie ist, ist heute D i e n st. Denn sie gilt nicht mehr für uns allein, für unsere Familie, Haus und Hof, sondern sie gilt dem ganzen Volk, sie gilt der Heimat. Wir müssen die Arbeit der Männer aufgreisen und durchführen, so gut wir nur irgend können; wir haben die ganze Wirtschaft in der Hand, wir allein müssen über die zweckmäßigste Verwendung des uns anvertrauten Geldes verfügen, auf uns allein ruht nun die ganze Führung und Erziehung unserer Kinder. Alle diese Arbeit muß von uns gelastet wenden, damit unser Volk bestehen kann. Keine von uns ist entbehrlich jeder Einsatz ist höchste Pflicht, ist Dienst.
Aber unser Herz? Unser Kummer? Unsere Angst? Wir müssen unser Her zfe st halt en! Äie Feinde rechnen damit, daß wir Frauen hier versagen. Sie warten darauf, daß unsere Klage uns gegenseitig mutlos und kraftlos mache; und daß sie hinausdringe bis an die Front und dort die Widerstandskraft der Männer zermürbe. Der Führer hat uns in seinem „Kampf" darüber belehrt, wie sehr die unglücklichen Briefe der Frauen im Weltkrieg die Männer draußen beeindruckt haben, ja, er sagt sogar, daß sie Hunderttausenden von ihnen das Leben gekostet hätten. Diese Klagen nämlich vereinigten sich damals mit der Wirkung der Flugschriften, die der Feind abwarf; und durch diesen gemeinsamen heimtückischen Angriff auf das Gemüt des einzelnen wurde schließlich der Frontgeist angegriffen und zermürbt.
Wir hören jetzt oft das Wort „Nervenkrieg": Unsere Feinde möchten den Versuch von damals wiederholen und hoffen wieder auf die „Mithilfe" der deutschen Frau, sie hoffen auf die Wirkung ihrer Klage zu Hause und draußen an der Front. Mitnichten: uns hat der Führer gewarnt! Und darum wollen wir unser Herz festhalten! Jeden Morgen erneuern wir den Vorsatz, in unseren Gesprächen mit anderen uns starkmütig und vertrauensvoll zu zeigen. Und wenn wir uns von einem Volksgenossen verabschiedet haben, wollen wir uns die Frage vorlegen: Geht der andere kleinmütiger oder zuversichtlicher von mir weg? Ich trage die Verantwortung: er muß zuversichtlicher von mir weggehen können!
Und jeder Brief, der von uns hinaus an die Front geht, muß starkmütig und per trauensvoll sein! So bang es uns auch mal ums Herz sein mag — der Brief soll vor allem Nachrichten enthalten, die guter Dinge machen können. Vielleicht legen wir auch eine Zeichnung von unserem Jüngsten bei, einen Zeitungsausschnitt, em Bild — wir werden erfinderisch in der Wahl von Dingen, die das Gewicht von 250 Gramm nicht übersteigen und unseren Männern Freude machen. Was uns zu Hause vielleicht Schwierigkeiten macht, was uns bedrückt — das alles wollen und müssen wir ihnen jetzt ersparen, weil wir uns heute der Tragweite solchen Tuns bewußt sind. Das ist unser Kampf gegen die Feinde, das ist unser, der Frauen Dien st im Heer.
Was sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Empfehlenswerte Rezepte.
Gefüllte Tomaten: 10 gleichmäßig große, feste Tomaten, 375—500 Gramm Pfifferlinge, 1 Zwiebel Salz, Fett zum Schmoren, gehackte Petersilie. Von den Tomaten den Deckel abschneiden, ste dann etwas aushöhlen und. salzen. In Fett die feinwurf- liq geschnittene Zwiebel goldgelb dunsten, die gehackten Pilze und das Tomatenfleisch dazu geben, etwa 15 Minuten schmoren lassen. Die Pilzmasse mit Salz und gehackter Petersilie abschmecken und d-e Tomaten damit füllen. Die Tomaten werden tn einem Schmortopf mit Fett und etwas Wasser oder Buttermilch gar geschmort. Statt der Pilzsullung können die Tomaten mit Kartoffelbrei (evtl. Reste), der mit geriebenem Käse abgeschmeckt und dem To- matenfleisch verrührt wurde — oder mit einer Hackfleischmasse gefüllt werden. Beigabe Pell- oder Salz- kartofteln.
Aepfeltomaten: 8 bis 10 große Tomaten, 8 große Aepfel, 4 große Zwiebeln, Salz, 1 bis 2 Eßlöffel Zucker, Fett zum Schmoren. Die Zwiebeln in kleine Würfeln schneiden und in dem Fett aoldgelb anbraten. Darauf die in Scheiben geschnittenen Tomaten geben, wenn diese kochen, die geschälten, geschnittenen Aepfel, etwas Salz und den Zucker dazu tun. In geschlossenem Topf muß das Gericht auf der Seite des Herdes aber bei kleiner mamme etwa 30 bis 40 Minuten schmoren. (Vorsichtig umrühren!) Beigabe Salz- oder Pellkartof- ^Apfel in Süßmostgelee. 1 Suppenteller dicker Apfelscheiben im Gemüsedämpfer garaedampft, 150 Gramm feste Marmelade Liter Apftlsuß- most 8 Blatt weiße Gelatine. Die erkalteten Apftl- scheiben mit der Marmelade bestreichen und den Boden einer Schale dachzieyelartig damit be egen und mit wenig Süßmost übergießen, der mit der aufgelösten Gelatine gut vermischt wurde und be- reit« zu dicken beginnt, das muß vorsichtig geschehen, damit die Aepfel nicht Wommen- Er wenn die Schicht völlig erstarrt ist, wird der Rest des inzwischen im Wasserbad schwach warmgeha - tenen Süßmostes d^übprgegeben und sofort kalt
Der Apfel des Paradieses.
Von M. A v Lüigendorff
Man möchte es nicht glauben, daß die rotleuchten- den, saftigen Tomaten , die wir uns heute gar nicht mehr aus dem deutschen Wirtschaftsleben weg- denken können, noch vor zweihundert Jahren ein Ziergewächs waren, das nur wenige Gartenfreunde als ganz besondere Rarität pflanzten, und zwar deshalb, weil der Preis dieser Pflänzchen fast unerschwinglich war. Bekannt waren die „Peruani- chön Aepfel", wie sie nach ihrem Heimatland Peru damals noch hießen, allerdings schon zwei Jahrhunderte früher, denn Konrad Gesner, der deutsche Botaniker — er war der erste, der die Pflanzen in Klassen und Arten unterschied — beschrieb die Tomate bereits in einem im Jahre 1561 erschienenen Werk. Aber daß die feurig-rote Frucht einst zur nahezu unentbehrlichen Volksnahrung werden könnte, daran dachte damals noch kein Mensch.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es aber allmählich anders. Im Jahr 1855 unternahm der „Gartenbau-Verein^ in Frankfurt a. O. das Wagnis, ein „T o m a t e n - F e st" abzuhalten. Man verabreichte den Besuchern aus Tomaten her- gestellte Gerichte, und der Erfolg war so groß, daß das Fest schon im nächsten Jahr wiederholt werden konnte und dabei mehr als 22 000 Portionen Tomatenspeisen verzehrt wurden. Ehe die Tomate zum Volksnahrungsmittel wurde, dauerte es freilich noch Jahrzehnte, allein der Anfang war gemacht und war gelungen. Der „P a r a d e i s - a p f e l", wie ihn die Desterreicher nannten, fügte ich langsam, aber sicher dem Bestand der deutschen Gemüsefrüchte ein und dabei blieb es.
Der Nutzwert der Tomate liegt nicht nur in ihrem erfrischenden, angenehmen Geschmack, sondern, abgesehen von ihren Mineralsalzen, vor allem in ihrem Gehalt an den drei wichtigsten Ergänzungsstoffen: öen A=, B= und C-Vitaminen, eine Eigenschaft, die in Hinsicht auf.das Vitamin A — wie es zum Beispiel in der frischen Butter vorkommt — schon sehr bedeutungsvoll ist, weil die Tomaten fast gar kein Fett enthalten. Der Vita- mingehalt einer Tomate soll auch mit der Färbung ihrer Schale Zusammenhängen, insofern nämlich, als Tomaten mit kräftigroter Schale vitaminreicher fein sollen, als blaßgefärbte Sorten. Daß sich das R o h e f f e n der Tomaten fo allgemein eingebürgert hat,hat übrigens feine triftigen Gründe. Freilich schmecken sie roh, wie etwa als pikant gewürzter Brei, als Salat ober mit Zwiebeln und Salz als Brotbelag, besonders köstlich, doch die Hauptsache dabei ist, daß die wertvollen Vitamine gerade in der rohen Frucht am wirksamsten sind. Was nicht zuletzt auch der Grund ist, daß diö Amerikanerinnen massenhaft Tomatensaft trinken, um jung zu bleiben, und die kalifornischen Frauen ihre vielgerühmte Schönheit ausschließlich auf den Genuß von Tomatensaft zurückführen.
Im allgemeinen ist der Nährwert der Tomate etwa doppelt fo hoch als der der Gurke und kommt damit dem Spargel gleich. Die prallen, saftreichen und vollfleischigen Tomaten, die jetzt auf den Märkten und Straßen die Körbe füllen, erinnern freilich nicht mehr, an die kleinen „peruanischen Aepfel" van einst. Dabei sind die Züch- tungserfolge der deutschen Gartenbau-Wissenschaft aber noch lange nicht auf ihrem Höhepünkt angelangt. Maßgebend ist bei diesen Versuchen natürlich zum großen Teil der Geschmackswert der Tomaten, daher man denn auch Geschmacksgruppen von faden, süßen, saueren und würzigaromatischen Tomaten unterscheidet, unter denen die süßen beispielsweise den Zuckergehalt einer mittel- süßen Birne erreichen können. Ist eine Tomate sauer, so schadet es dem Körper aber auch nicht im mindesten, weil die wichtigste, in ihr enthaltene Säure, die Apfelsäure, im Körper in Kohlensäure und Wasser verwandelt wird und dahex überhaupt keine säuernde Wirkung mehr ausüben kann.
Die Tomate verhalf der gärtnerischen Wissenschaft aber auch noch zu einem anderen Erfolg. In der Pflanzenzuchtanstalt Müncheberg wachsen Tomaten- pflanzen, pon denen man gleichzeitig Tomaten und -Kartoffeln ernten kann, auf denen die Kartoffeln an der Luft wachsen ober Tomate am Stengel hängen, während bie gleiche Pflanze im Boben Kartoffeln bilbet. Es sind Kreu- zungsversuche, die jedoch hochwichtig sind und dazu dienen, gewisse wertvolle Kartoffelsorten, bte< normalerweise keine Blüten ansetzen, dadurch, daß man sie mit Tomatenstauden „verheiratet", dazu anregt, Blüten zu erzeugen, was auch so verblüffend gut gelang, daß sich die blütenlose Kartoffel dem Willen des Züchters fügte und nun tatsächlich zum Blühen gebracht werden kann.
Unter den Tomaten gibt es Riesen, die fast bis zu einem Kilogramm schwer werden, scharlachrote Prachtexemplare, und Zwerge, die kaum so groß werden wie eine Kirsche ebenso wie auch ausgesprochene Ziertomaten, bei denen die Früchte nur die Größe von Johannisbeeren erreichen und deshalb nur zum Verzieren von Salaten verwendet werden. Was ihre Farbe anbelangt, so wechseln sie vom herrlichsten satten Rot in allen Tönungen bis in ein* reines Gelb hinüber, denn es gibt auch gelbe Tomaten, ja sogar weißlichgelbe Sorten, die jedoch nicht weniger schmackhaft finir als ihre hochroten Schwestern. Eine mit reifen Tomaten über» 1 säte Staude ist in jedem Fall ein ebenso erfreulicher . wie schöner Anblick. Und die Früchte, die zwischen : den kräftiggrünen Blättern hervorglühen, verdienen ihre Namen „Aepfel des Paradieses" mit vollem ■ Recht. Denn ein Garten, tp dem diese „Aepfel" , wachsen, ist wirklich ein kleines Paradies.
ober besser noch mit einem erprobten Einweichmittel. Nun aber nicht einfach bie Stücke aus dem Einweichwasser nur auswinden und mit Seife weiter behandeln, sondern erst so lange in warmem, leichtem Sodawasser stauchen und bewegen, bis der Schmutz weitgehend entfernt ist. Eine ausgezeichnete Hilfe sind hie Wäschestampfer oder -staucher, die das Wasser immer durch bie Gewebe hindurch'- pressen, ohne sie zu beschäbigen ober anzugreifen.
Es ist burchaus nicht sparsam, wenn wir Wäschestücke jetzt länger tragen als sonst! Schweiß und Hautausscheibungen haben u. a. auch Stosse in sich, dft sauer wirken und dadurch die Faser schädigen und dies um so mehr, je länger sie einwirken können. Auch müssen stärker beschmutzte Stoffe inten»
Wir Hausfrauen geben unseren Teil zum volkswirtschaftlichen Durchhalten in Zeiten, die uns vor große Aufgaben stellen, indem wir jede, aber auch sede kleinste Arbeit im Haushalt so durchdacht wie nur möglich ausführen! So gilt es u.a., die Seife fachgemäß zu behandeln! Das im Gebrauch befindliche Stück Toilettefeife muß stets so trocken w i e m ö glich gehalten werden, weil sich feuchte Seife unnötig schnell verbraucht. Wir legen es daher nicht in Seifenschalen, in denen es feucht liegt, wie z. B. in die eigentlich zu diesem Zwecke angebrachten Vertiefungen tn eingebauten Wafchgelegenheiten, sondern in H a Her, wo es lustig und stets trocken aufbewahrt werden kann. Wenn man keinen hat und sich auch einen solchen Halter zur Zeit nicht anschaffen will (obwohl die geringen Kosten sehr schnell wieder eingebracht sind), überklebe man eine Seite des Seisen- stückes mit etwas Stanniol und lege es mit dieser Seite in die Seifenschale. So bleibt das Stuck trocken und nutzt sich nicht so schnell ab.
Das W a s s e r zum Waschen der Hande oder des Körpers soll man vorher auch e n t hart en I Der Kalk im Wasser frißt Seife! Wir enthärten nicht mit Soda, sondern mit Borax, den mir in der Drogerie am besten pfundweise kaufen. Aus eine Waschschüssel voll Wasser nehmen wir ungefähr 1 Teelöffel Borax, lassen ihn unter Umruhren auf den Kalk des Wassers einwirken und waschen uns dann erst wie üblich. Borax pflegt nebenbei bie Haut gut. Wir merken die Enthärtung bes Wassers daran, daß bie Seife schneller auf der Hand schäumt^ Also können wir weniger davon nehmen Aacy einer schmutzigen Arbeit waschen wir die ^nbe - auch Kinderhände — zuerst in enthärtetem Wasser, aber nur unter Verwendung von Vim, Ata oder ganz fein gesiebtem Sande, um die groben Schmutzteile mehr mechanisch zu entfernen. Dann erst, zur letzten Säuberung, waschen wir die Hande in ent härtetem Wasser mit Seife^
Beim Waschen der Wasche laßt sich ebenfalls leicht an Seife sparen. Wir überlegen. uns, daß die Seife die Aufgabe hat, die Schmutzteilchen in sich aufzunehmen und damit aus bem ® zu entfernen. Wir wissen auch, daß weniger schmutzige Stücke weniger Seift brauchen, al o 9 wir vor dem eigentlichen Waschen dafür das s ) möglichst viel Schmutz entfernt m. Wir weichen sehr gründlich ern,
Zwei praktische Hosenrockkleiber zeigt heute unsere Modeskizze. Und zwar links ein Modell mit langen Aermeln und aufgesetzten Taschen aus blaugrauem Wollstoff mit Steppereiverzierung und einem Gürtel aus dunkelblauem Lackleder.
Das Kleid rechts in durchgeknöpfter Manie lform ist aus hellbraunem Wollstoff
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