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Oiierregierungsrat Dr. Grünewald vom. ^ihsarbeitsministerium erläutert in der Zeitschrift •2er Sozialversicherungs-Beamte" den Erlaß des
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Oie Krankenversicherung bei Einberufungen.
Sterbegeld der Krankenkasse auch bei Gefallenen.
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S| ji-Smppenschrer Hildebrand« nach Danzig berufen.
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beiden und ab Januar 1937 Führer des //-Ober- atzchnitts Rhein, Wiesbaden. //-Gi-uppenführer IHSdebrandt ist Träger des Goldenen
Ehrenzeichens der NSDAP., Mitglied des Reichstages, LandeSbauernrat urtb Mitglied des Wchsbauernthinas.
Wir sehen //-Gruppenführer Hildebrandt mit mßem Bedauern scheiden. Als Führer ein Vor- 6$) an Haltung und Leistung, als Mensch groß- züstg und hilfsbereit, so haben wir ihn in den j Begangenen vier Jahren kennen und achten ge- stemt. Auf Grund seiner Fähigkeiten und Erfah- jltwgen ist //-Gruppenführer Hildebrandt jetzt mit lieimr neuen Aufgabe rm Osten des Reiches betraut worden. Wir wünschen ihm von Herzen für seinen jidockgen Wirkungskreis Glück und vollen Erfolg!
„Seid Trager
einer heroischen Haltung!"
Neichsappell für die schaffende Jugend.
8erHn, 9. Okt. (DNB.) Die Deutsche Ar- bei ts f r o n t führte am Montagfrüh den dritten jMeichsappell für die schaffende Jugend durch. Don ben Ausbildungs- und Lehrwerkstätten der AEG. in Keinickendorf-Ost sprach der Leiter des Jugendamtes N DAF, Oberbannführer Schröder, zu allen berufstätigen Jugendlichen Großdeutschlands. Im Zesensatz zum Weltkrieg, wo sich mit zunehmender . dauer des Krieges eine durch Juden und Vater- l »sverräter geschürte Stimmung breit machte, !ltehe heute das deutsche Volk unter einer Führung, neint inder Jdee des Nationalsozialismus. Die Front am Feinde und die Front m ber Heimat seien eine Front. Sie finde ihren Wbaren Ausdruck in der Person des Führers, der als Feldherr und Soldat bei
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Me ber natwnalsozialistische Gaudienst Hessen- Mssau mitteilt, hat der Reichsführer // und Chef ixr Deutschen Polizei im Einvernehmen mit dem Herkommando des Heeres den Höheren //» und Palizeiführer Rhein, //-Gruppenführer Hilde- brandt als Höheren //- und Polizei- ,ihrer Danzig und Westpreußen nach Ianzig berufen.
Richard Hildebrandt wurde 1897 in Worms gekoren, besuchte die Gymnasien Worms, Frankfurt ah Main und Dorsten i. W. bis zur Reifeprüfung Jtt Jahne 1915. Dann meldete sich HiDebrandt als
9°. bif i Kriegsfreiwilliger. Vom November 1915 bis No- 1 «ml pentber 1918 war er ununterbrochen an der Front roch dem Kriegsende studierte er an der Unioer- Mt Köln und München Volkswirtschaft, Sprachen *, Geschichte und Kunstgeschichte. Ab 1921 war er im Wim Mnkfach und in der Industrie tätig, von 1928 bis '»eM jW in Nordamerika. Seit 1922 ist er Mitglied der 'Miij'I WDAP. und war aktiv tätig als Ortsgruppen- H:‘ jfübrer und Bezirksführer. Von 1931 bis 1933 war er Gabsführer und Adjutant des //-Oberaruppen- fiitrers Sepp Dietrich in München, 1933 bis 1935 Führer des //-Abschnittes XXI in Görlitz: 1935 bii 1936 Führer des //-Abschnitts XI in Wies-
Jeinen Truppen im Felde steht, der aber auch als Führer des deutschen Volkes den Teil her Front führt, der in der Heimat die Doraus- ^jetzungen schuf für den Kampf mit den Waffen.
: „Ihr Jungen und Mädel", so fuhr Oberbannfüh- rcr Schröder fort, „sollt die Träger der national- losialistischen Weltanschauung, der Volksgemeinschaft unb des nationalsozialistischen Staates in der Zu- Lflji. lunft sein. Es gilt, durch berufliches Kön- V;L aen nach beruflicher Höch st lei st ung zu X 5 heben. Der schnelle und glänzende Sieg unserer
Wehrmacht im Feldzug gegen die Polen wurde m 3 * ni^t zuletzt errungen durch die ausgezeichnete Be- ? Menheit unseres Kriegsmaterials. Mehr noch als in Friedenszeiten brauchen Kriegswirtschaft und Wehrmacht hochqualifizierten Facharbeiternachwuchs." In diesem Zusammenhang tief der Redner die Jugendlichen zu verstärkter Fiartbildungsarbeit auf. Diese Arbeit werde iud) im Kriege im Vordergrund der Bestrebungen ber DAF. stehen. Dazu trete als weiteres d i e yfli ch t, gesund zu sein, denn für eine hohe berufliche Leistung und für eine ebenso hohe Wehr- Sauflichkeit sei ein körperlich und geistig gesunder Mensch Voraussetzung.
Noch dem Apvell an den Geist der Gemeinschaft, btr im gleichen Maße bei jung und alt zum Gelin- zn erforderlich sei, schloß Oberbannführer Schröder:
Härte und Opfer muß jeder Deutsche in hr Heimat genau so bereit sein wie der Soldat an btr Front. Seid stets und überall Träger mb Verfechter einer heroischen Hal- hr g, die nur den Willen zum Sieg und zur ftrifteften Befolgung aller vom Führer erlassenen mordnungen und Befehle kennt."
Hichsarbeitsministers über die Sicherstellung hr Krankenversicherung bei Ernbe- rusungen. Da der heute zur Wehrmacht Em- brnfene freie Heilfürsorge erhält, habe ein Bedurs- lis für Dersichertenkrankenhilfe nicht bestanden, üie kurte daher für die Zeit des Einsatzes bei der Mrhrmacht ruhen. Anderseits sei es selbstverständlich, daß solchen Versicherten alle übrigen dichte aus ihrer Kassenmitgliedschaft erhallten blei b e n müssen, daß also vor alttm den fr a 5 nUienmit gliedern all die Leistungen aus kr Krankenversicherung ebenso m e 11 e r n e =
□ r t werden wie bei Nichteinberufung des -<>er= Werten. Zu diesem Zweck habe der Erlaß des ^.chsarbeitsministers die sinngemäße Anwendung M 209 b der Reichsversicherungsordnung ange- °^et. Daher ist z. B. kein Zweifel darüber, dan ^lsichertensterbegeld zu zahlen i|t daß es sich nach dem letzten © r u n b = !«hn vor der Einberufung richtet. ötn£> KAttungskosten nicht entstanden, so gilt das ge- Wrle Sterbegell» als „Usberschuß", der in erster cinh den Angehörigen gebührt. Cbenio Bescheid des Reichsversicherungsamts zu be- »chtm, daß für die Ausstellung des Kran- Anscheins für die Familienhilfe way- [Eib der Zeit des Einsatzes keine Kranken- Wkin gebühr zu zahlen ist. Es ?l selbstverblich, daß die Ausdehnung des § 209 b Der ^chsversicherungsordnung auch für dre schon
ie -er britische Flugzeugträger
bombardiert wurde.
Der erfolgreiche Flieger zum Leutnant befördert.
DNB. ..., 10. Oft (P. K.) Wie bereits berichtet, gelang es einem deutschen Kampfflugzeug, einen britischen Flugzeugträger zu dombar- meren und zu zerstören, so daß er im Karnpfoer- band der britischen Flotte aus fiel. Wie unsere See-Fernaufklärer festgestellt haben, ist der Flugzeugträger in dem britischen Flottenverband, der das Ziel unseres Angriffes war, nicht mehr gesichtet worden.
Generalfeldmarschall Göring richtete an den erfolgreichen Kampfflieger, Gefreiten Stande, nachstehendes persönliches Schreiben: „Ich beglückwünsche Sie zu Ihrem mit Schneid geführten, von bestem Erfolg gekrönten Bombenangriff auf den britischen Flugzeugträger. Als Ihr Oberbefehlshaber der Luftwaffe befördere ich Sie aus Anlaß dieser großartigen Waffentat mit sofortiger Wirkung zum Leutnant. Wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feind verleihe ich Ihnen namens des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse."
Leutnant Francke gibt über den erfolgreichen Bombenangriff folgende Schilderung: „Wir befanden uns einsatzbereit auf einem Fliegerhorst an dem Tage, an dem es mir in der dritten Nachmittagsstunde gelang, mit einer 500-Kilogramm-Bombe einen schweren Tre ffer auf einem britischen Flugzeugträger anzubringen. Gegen 12 Uhr erhielten wir Nachricht, daß ein Gros der englischen Flotte ausgelaufen sei. Diese Nachricht wurde uns von unseren See-Fernaufklärern vermittelt. Unser Einsatzbefchl lautete: „Schwere englische Seestreitkräste in der Nordsee. Schwerpunkt des Angriffes der Flugzeugträge r."
Kurz vor 13 Uhr startete ich mit meiner Maschine. Als alter erfahrener SeeMeger flog ich in 500 m Höhe, da sich über uns eine dichte Wolkendecke aus
breitete. In dieser Höhe konnte ich die Flotte besser sichten. Nach einer Flugzeit von anderthalb Stunden sichtete ich den Gegner. Um eine richtige Angriffsbasis zu haben, ging ich sofort auf 3000 m Höhe. Beim Durchbrechen durch die Wolkendecke bemerkte ich, daß der Angriff nicht den gewünschten Erfolg haben würde. Ich brach chn daraufhin ab und stieg wieder in die Wolkendecke hinein. Die begleitenden englischen Kriegsschiffe deckten mich mit ihrer Flakwasfe ein, doch konnte ich ohne nennenswerten Schaden die geeignete Höhe für den zweiten Angriff erreichen. Diesen Angriff setzte ich aus einer Höhe von 2700 m Höhe an. Auch hier konnte ich durch die Wolkendecke das Ziel nicht schen.
Beim Durchfloßen der Wolkendecke s a h i ch den Flugzeugträger vor mir. Die erste Bombe fiel 20 m neben ihn, aber die zweite traf ihn steuerbord. Ein rasendes Flakfeuer empfing meinen Angriff. Ich selbst habe den Treffer nicht bemerkt, nur meine Besatzung erzählte mir, daß sie steuerbord des Flugzeugträgers eine dichte schlvarze Rauchwolke und Feuerschein gesehen hätten. Die Flotte wurde am anderen Tage wieder gesichtet, doch der Flugzeugträger war nicht mehr darunter. Einen Hafen kann er auch nicht erreicht haben. Es besteht nur die Möglichkeit, daß der Treffer so schwer war, daß der Flugzeugträger mit den Maschinen u n - tergegangen ist."
Soweit die einfache soldatische Schllderung des erfolgreichen Kampffliegers, der durch die Ernennung 3um Leutnant und die Verleihung des Eisernen Kreuzes beiher Klassen den wohlverdienten Lohn seiner Tapferkeit erhalten hat. Der tapferen Besatzung, Unteroffizier Hansen, Unteroffizier B e- wermeyer und Flieger Blumen st ein, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.
Trennungszuschläge und Sonderunterstützung für Dienstverpflichtete.
Don dem Mttel der Dienstverpffichtung schaffender Volksgenossen an Arbeitsplätze, die jetzt vordringlich zu besetzen sind, wird während des Kriegszustandes stärker Gebrauch gemacht werden. Nachdem der Reichsarbeitsminister hierzu schon grundlegend angeordnet hatte, daß hn allgemeinen der Lohn voll zr».r Deckung der Bedürfnisse des Verpflichteten und seiner Familie einzusetzen ist und daß gegebenenfalls auch ein Ausgleich bis zur Höhe des früheren durchschniMchen Arbeitsverdienstes nicht mehr gewährt werden kann, regelt nunmehr ein Erlaß des Ministers, wie B e - sonderheiten der Lage von Dienstverpflichteten dennoch Rechnung zu tragen ist. So ist insbesondere der Trennungszuschlag weiterhin möglich, der Mehraufwendungen abgelten soll, die dem Dienstverpffichteten entstchen, wenn er infolge der Dienstleistung von seinen Angehörigen getrennt leben muß. Das Arbeitsamt kann einen Trennungszuschlag bis zu 19 RM. wöchentlich gewähren. Etwaiges höheres Ar- beitseinikommen bei der Dienstleistung ist auf den Trennungszuschlag anzurechnen. Neu eingeführt ist ferner die Sonderunter st ützung, die in Einzelfällen, z. B. bei kinderreichen Familien, gewährt werden kann, wenn sich ergibt, daß der Unterhaltsbedarf des Dienstverpflichteten und seiner unterhaltsberechti^gten Angehörigen nicht mehr ausreichend gesichert ist. Jedoch darf die Summe des neuen Arbeitseinkommens (brutto) und der Sonderunterstützung (ohne Trennungszuschlag) niemals höher fein, als das Arbeitseinkommen (brutto) des Dienstverpflichteten vor der
Dienstteistung. Im übrigen muß in solchen Fällen in erster Linie geprüft werden, ob die Dienstverpflichtung vom Arbeitsamt noch aufrecht zu erhalten ist. Als Verpflichtungen, die neben dem Unterhaltsbedarf zu berücksichttgen sind, kommen insbesondere in Frage die Wohnungsmiete und sonstige gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen.
In einem Kommentar bemerkt Ministerialrat Dr. Zschucke vom Reichsarbeitsministerium im „Reichs- arbeitsblatt" hierzu, daß Derpfkichtungen der erwähnten Art nur berücksichtigt werden, wenn sie der bisherigen wirtschaftlichen Lage des Dienstverpflichteten angemessen waren und aus der Zeit vor der Dienstverpflichtung stammen. Gesetzliche Verpflichtungen, die erst nachttäglich eintreten, z. B. Geburt eines Kindes, sind selbstverständlich mit zu berücksichtigen. Da alle unnötigen Härten ausgeschlossen werden sollen, darf die SonderbeHilfe im übrigen weder vom Verbrauch noch von der Verwertung eines Vermögens abhän- gig gemacht werden. Andererseits ist davon auszugehen, daß die Angehörigen zur Abdeckung der Verpflichtungen, die mit der Sonderbeihilfe abgegolten werden können, mindestens im selben Umfang beizutragen haben, wie sie das bisher taten, z. B. durch Zuschuß zur Miete oder zu Abzahlungsraten. Auch andere Verpflichtungen, z. B. Aufwendungen für den Besuch einer höheren Schule durch ein Kind des Dienstverpflichteten können im Einzelfall solche Gemeinschaftsver- pftichtungen einer ganzen Hausgemeinschaft sein.
bisher danach behandelten Personengruppen gilt, wenn diese Personen in einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden anderen Form zum Einsatz kommen. Anderseits sei es irrig, den Einsatz aller Personengruppen, die den Einberufungen zur Wehrmacht nach der Verordnung über Familienunterstützung gleichstehen, auch für die Krankenversicherung gleichzusetzen und deshalb nach § 209 b du behandeln. Bei diesen Personen- aruvpen lägen vielfach ganz andere Verhältnisse, namentlich auch im Hinblick auf die bei ihnen nicht sichergestellte freie Heilfürsorge ganz andere Bedürfnisse vor. Es sei anzunehmen, daß m Kürze alle mit dem Einsatz von Luftschutz- d i e n st p f l i ch t i g e n und der H e r a n z i e h u n g zum Notdienst nach der Notdienstverordnung zusammenhängenden Fragen der Sozialversicherung gesetzlich geordnet würden.
Kleine politische Nachrichten.
Der deutsche und der dänische Regie- runasausschuß haben die Konttngente für d-e (Einfuhr dänischer Waren nach Deutschland im vier- ten Vierteljahr 1939, in Uebereinftimmung mit dem bei den Wirtschaftsverhandlungen Ende 1938 vorgesehenen Programm fest^setzt. Jhre Gesamtsumme macht nach dem jetzigen Kurs ungefähr ^5 Millionen Kronen aus. Der Gefamtweri des dänischen Ervortes nach Deutschland wird sich also für das 3äbr 1939 auf etwas über 360 Millionen Kronen stellen. *
Der norwegische Gesandte .und Doyen des diplomatischen Korps in Warschau Hot in seinem Schrechen der R -1 ch - r - g i - r u n g den Dank des diplomatischen Korps und der anderen Ausländer für die durch V-rmittlun« des Oberkommandos des deutschen tz--r-s -rmlZte B e° freiuna aus Warschau und chre B-Keuung durch die deutschen Behörden ausgesprochen Auße^ dem haben die Mssionen den Dank persönlich noch einmal zum Ausdruck pebracht.
tlwei Mitglieder der nach Moskau entsandten l i - tauilchen Deleaation, Vizemmisterprasident Dr Bizauskas und Ärmeechef Rastikis, kehrten am Montag n a ch K ° w n o z u r ü ck , um der Regierung über den Verlauf der russisch-litauischen Verhandlun
gen Bericht zu erstatten. Am Dienstag fahren sie wieder nach Moskau.
Staatsrat ^P a a s i k i v i reifte in der Nacht zum Dienstag als Sonderbeauftragter der finnischen Regierung mit einem kleinen Stab nach Moskau zu den Verhandlungen mit der Sowjetregierung ab.
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Der Ducehat die deutsche Schriftstellerin Luise Diehl empfangen, die ihm über ihre letzte Reife durch Italienisch-Afrika berichtete. Luise Diehl überreichte dabei dem Duce ihr Buch über Abessinien.
Der neue italienische Botschafter in Spanien und frühere Kommandant des italienischen Expedittonskorps, General G a m b a r a , hat in Burgos in feierlicher Weise dem spanischen Staatschef Generalissimus Franco sein Beglaubigungsschreiben über» reicht. *
Der neue fünfjährige Dalai-Lama, das geistliche und weltliche Staatsoberhaupt Tibets, wurde in Lhasa im Beisein des tibetanischen Regenten sowie obn Vertretern Großbritanniens und Nepals in sein Amt eingesetzt.
Keine Ein^chreibefrist für Hochschüler
Berlin, 9. Ott. (DNB.) Der Reichserziehunas- Minister gibt bekannt, daß mit Rücksicht auf Die besonderen Verhältnisse in diesem Trimester feine besondere Einschreibefrist fest- ^gesetzt worden ist, so daß auch nach der Auf- ! nähme des Unterrichtsbetriebes laufend Einschreibungen vorgenommen werden. Jedoch wird erwartet, daß die Einschreibungen für das laufende Trimester tunlich st bis zum 2 5. Oftober vorgenommen werden. In den Fällen, in denen Studierende zunächst an einer der bereits am 11. 9.1939 wiedereröffneten Hochschulen sich einschreiben ließen, nunmehr aber den Wunsch haben, nochmals einen Wechsel der Hochschule vorzunehmen und an einer für sie günstiger liegenden Hochschule, die nach dem 1. Oftober den Unterrichtsbetrieb ausgenommen hat, ihr Studium fortzusetzen, wird von der Erhebung von Exmatrikulationsgebühren und
Einschreibegebühren A b st a n d genommen. Sind die gesamten Studiengebühren bereits entrichtet, so sind diese im Falle des Nachweises der Einschreibung an einer anderen Hochschule für dieses Trimester zurückzuzahlen.
Aus aller Wett.
Drei Landesverräter hinaericbtet.
Berlin, 10. Oft (DRV. Funkspruch). Die Iusiizpresseslelle beim volksgerichls- h o f teilt mit: Der 38jährige Franz R u t k i e w I c z und der 36jährige Johann R u ch a l s k i aus Danzig sowie der 56jährige Viktor S a m e r s k i aus Insterburg, die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrates zum Tode verurteilt worden sind, sind heute morgen hingerichtet worden. Rutkiewicz und Ruchalski haben sich als Beamte ter polnischen Staatseisenbahn in Danzig znr Spionage gegen Deutschland hergegeben. Samerski, ein deutscher Beamter, hat sich durch seinen Schwager Rutkiewicz für den fremden Rachrichtendien st anwerben lassen und diesem gegen Entgelt deutfcheStaatsgeheim- n i f f e verraten.
Tür Geld fe n Vaterland verraten.
Berlin, 9.Okt. (DRB.) Die I uftiz presse- st eile beim Volksgerichtshof teilt mit:
Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte Hermann Krüger aus Kreuz ist heute h I n gerichtet worden. Krüger hat, obwohl er als deutscher Beamter dem Reich zu besonderer Treue verpflichtet war, im Jahre 1938 Beziehungen zum ausländischen Rachrichtendien st ausgenommen, weit er durch liederlichen Lebenswandel in Schulden geraten war und hoffte, durch Verrat an feinem Vaterland auf bequeme Weise zu Geld zu kommen. Durch die Preisgabe deutscher Staatsgeheimnisse hat er das Wohl des Reiches schwer gefährdet.
Plünderer zum Tode verurteilt.
Kaiserslautern, 9. Oft. Das Sondergericht verurteilte den aus Miltenberg gebürtigen 34jähri- gen Hubert Heinrich wegen Plünderns z u m Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. H. hatte in Luisenthal aus einer Wohnung Wäsche und einen Damenmantel gestohlen.
10 Jahre Zuchthaus für Handtaschenraub während der Verdunkelung.
In München hatte ein 26jähriger Mann einer abends von ihrem Geschäft heimgehenden Verkäuferin das Handtäschchen entrissen. Auf die Hilferufe wurde der Täter von Straßenpassanten gestellt und der Pvlizei übergeben. Das Sondergericht verurteilte ihn wegen Diebstahls und Verbrechens gegen die Verordnung gegen Dolfs- schädlinge vom 6. September 1939 (Begehung von Straftaten unter Ausnützung der Verdunkelung) x u 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
300 000 RR1. Ordnungsstrafe gegen Berliner Hotelbesitzer.
Berlin, 9. Oft. (DNB.) Der Reichsfommissar für die Preisbildung hat gegen den Hotelbesitzer Elsch ner in Berlin eine Ordnungsstrafe von 300 000 RM. verhängt, weil in seinem ^Betriebe in erheblicher Weise gegen Preis- und Kriegswirt- schaftsvovschriften verstoßen worden ist. Gegen zwei weitere in das Verfahren verwickelte Personen wurden Strafen von je 15 000 RM. festgesetzt.
1000 belgische Bergarbeiter im Schacht eingeschlossen.
In einem Kohlenbergwerf in Eysden in Belgisch- Limburg brannten infolge eines Kurzschlussesdie Eleftrizitätskabel durch, so daß die Auszüge für die Beförderung Der Bergarbeiter stillge - legt wurden. Gegen 1000 Bergarbeiter wurden dadurch in den Schächten eingeschlossen. An der Wiederherstellung der Kabel wird fieberhaft gearbeitet. Ein ähnlicher Unfall hatte sich vor vier Monaten ereignet, als 300 Bergleute infolge Zerstörung der Kabel eingeschlossen roaren. Die elektrischen Leitungen konnten damals rechtzettig wiederhergestellt werden.
Beisetzung des Gesandten Dr. Sahrn.
Am Montagmittag fand auf dem neuen Waldfriedhof in Berlin-Dahlem die Beisetzung des deutschen Gesandten in Oslo, Dr, Sahm, des früheren Oberbürgermeisters der Stadt Berlin und Senatspräsidenten der Stadt Danzig statt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete die Witwe des Verstorbenen zur Trauerfeier, an der Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht, offizielle Abordnungen der Reichshauptstadt, der Stadt Danzig sowie zahlreicher Organisationen und Hochschulen teilnahmen. Die Kapelle des Waldfriedhofs war eindrucksvoll geschmückt. Beamte des Auswärtigen Amtes hielten die Totenwache. Nach der Trauerfeier bewegte sich der Trauerzug unter Borantritt der Musik des Regiments „Großdeutschland" zur letzten Ruhestätte. Vor dem Sarg trug die Ehrenwache die Kränze des Führers, des Reichsministers des Auswärtigen, des Generalfeldmarschalls Göring und der Familie. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurde der Sarg der Erde übergeben.
hochwasserkataslrophe in Griechenland.
Gewaltige Niederschläge haben in der griechischen Stadt Patras alle Straßen überschwemmt. Der- schiedene Häuser hielten dem Druck der Wassermassen nicht stand und brachen. Viele Bewohner flüchteten auf die Kirchtürme. Der Umfang der Katastrophe läßt sich noch nicht übersehen.
Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 ßiUtiSL


