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Montag, 10. Zull 1959
Ur. 158 Erster Blatt
189. Zahrgang
Das im Original ausgestellte Sturzkarnpf-Ulugzeug Junkers JU 87. (Presse-Bild-Zentrale-M.)
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Erst dann freilich, wenn man tagelang kreuz und quer durch diesen vielgestaltigen Gau gefahren ist, vermag man annähernd zu ermessen, welch einen ungeheuren Auftrieb die Arbeiten an dem W e st w o l l diesem Gebiet brachten. Die Verlegung von Tausenden und aber Tausenden zusätzlicher Konsumenten brachte und bringt naturgemäß eine ganz außerordentliche Belebung für handel und Wirtschaft. Daß dabei die organisatorische Arbeit der Partei, vor allem der Deutschen Arbeitsfront, schon allein durch die Errichtung und Betreuung
Auflegung der glatten Beplankung gepreßte Längs- rippen, die zusammen mit der Außenhaut einen selbsttragenden Verband ergeben. Auf diese Weise ist die Festigkeit sehr groß und die Bruchgrenze kaum zu erreichen. An der Hinteren Flügelkante ist ein Hilfsflügel angebracht, dessen äußerer Teil als Querruder dient, während der übrige Teil als Landeklappe zur Verringerung der Lande- und Startwege Verwendung findet. Zur Abgrenzung der Sturzfluggeschwindigkeit im Interesse eines zicl-
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags
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Den Haag, 6. Juli.
Die innerpolitische Lage in Holland und die Möglichkeiten einer Beilegung der Regierungskrise sind gegenwärtig noch ungeklärt. Der nach dem Rücktritt der Regierung mit der Neubildung eines Kabinetts beauftragte seitherige Ministerpräsident Dr. C o - lijn hat nach ergebnislosen Besprechungen mit den Fraktionsführern der sechs Parteien seinen Auftrag an die Königin zurückgege- b e n, und als aussichtsreichster Mann gilt jetzt der konservative Politiker de Geer, der der Christ-
fel, aus neuen Bücker-Jungmeister-Schulflugzeu- gen unter dem Kommando von Hauptmann T r ü - benbach, vertreten. Ihre Flugfiguren, die mit größter Präzision asgeführt wurden, fanden stärkste Beachtung. — Die belgische Luftwaffe führte ihre verschiedenen Typen an Kampf- und Bombenflugzeugen vor und zeigte Geschwaderslüge. Die Franzosen zeigten Patrouillenflüge und mehrere Jagd- und Bombenflugzeuge. Die Engländer führten neun schwere Vickers-Wal- lington-Bomber vor.
Leider wurde die Veranstaltung durch den tod-
gleichzeitig eine übermäßige Einfuhr ausländischer Weine erfolgte. Es kam schließlich so weit, daß auf der Höhe des Sommers von 1935 den Winzern der größte Teil der ausgezeichneten Ernte von 1934 noch unverkauft in den Kellern lag. Damals schuf Gauleiter Simon die Einrichtung der Paten- meine. Auf dem Wege über die Gauleitungen wurde ganz Deutschland mit einem Schlage zum Absatzgebiet für die schönen Weine von Rhein, Mosel, Saar, Ruwer, Ahr und Nahe, aus der Pfalz und aus Hessen. Seit 1937 sind die Weinwerbewochen überflüssig geworden. Wo einst Absatzstockungen vorherrschten, kann man heute schon von einer Weinknappheit sprechen.
Vor eine besonders schwierige, aber auch sehr lohnende Aufgabe sahen sich hier Partei und Reichsnährstand in der L a n d w i r t s ch a f t gestellt. Unter der Einwirkung des Realteilungsrechtes durch den napoleonischen Code civil, der noch bis zur Jahrhundertwende galt, sank hier der bäuerliche Einzelbesitz in fast drei Vierteln aller Betriebe unter fünf Hektar, betrug also weniger als 20 Morgen. Außerdem aber war felbst dieser Kleinbesitz in den meisten Fällen noch in so zahlreiche auseinanderliegende Kleinparzellen aufgeteilt, daß die Bewirtschaftung nicht nur schwierig und zeitraubend war, sondern auch oft zu an sich.begreiflichen Streitfällen führte. Die Kargheit des von Gebirgen durchzogenen Gebietes und schwierige Witterungsverhält- nifse kamen hinzu, so daß die Kleinwirtschaften die bäuerliche Familie nicht mehr zu ernähren vermochten; starke Abwanderung in die Industriegebiete der nördlichen Rheinprovinz war die Folge, Tausende von Bauernsöhnen haben in den letzten Jahrzehnten die heimatliche Scholle in Eifel, Hunsrück und Westerwald wohl oder übel verlassen müssen. Hier wird die moderne Landesplanung des Nationalsozialismus grundlegend Wandel schaffen. Längst ist an die Stelle der verzweifelten Resignation in der Bauernschaft aus der Systemzeit die zuversichtliche Arbeitsfreude in der Gewißheit gesicherten Absatzes
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liehen Unfall des deutschen Teilnehmers Hauptmann Wille getrübt, eines der Angehörigen der nach Brüssel entsandten deutschen Kunstflugstaffel. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache kippte das Flugzeug von Hauptmann Wille über den linken Flügel ab und schlug außerhalb des Flugplatzes auf den Boden auf. Hauptmann Wille erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er nach wenigen Minuten, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, verstarb. Die Nachricht vom Fliegertod des Hauptmanns Wille hat überall in Belgien warmes Mitgefühl hervorgerufen. Der König hat Hauptmann Wille den Leopoldorden verliehen. In feinem Nomen erschien der Minister für Landesverteidigung, Generalleutnant D e n i s , in Begleitung des Chefs der belgischen Militärluftfahrt und heftete dem* toten Offizier die hohe Auszeich- stung auf die Brust. Generalleutnant Denis und die 'ihn begleitenden Generäle begaben sich dann in die deutsche Botschaft und sprachen dem deutschen Botschafter und Generaloberst Milch das Beileid des Königs und ihre eigene Anteilnahme aus. Die Königinmutter Elisabeth brachte ebenfalls ihre Anteilnahme zum Ausdruck, ferner küe
für den Holländer unangetastet über den Parteien und erinnert ihn auf feiner einsamen Höhe an einen Patriarchen.
Wie die Regierungskrise auch gelöst werden sollte, so bleibt die parlamentarische Lage so oder so die gleiche, da die der Krise zugrunde liegenden Meinungsverschiedenheiten nicht aus der Welt geschafft sind. Es ist dabei sehr bezeichnend, m i t w e l - cher Gleichgültigkeit in der holländischen Oeffentlichkeit die Regierungskrise hingenommen und deren Entwicklung verfolgt wird. In fcharfem Gegensatz zu diesem öffentlichen Gleichmut stehen daher vereinzelte Presseauslassungen, die um „der internationalen politischen Lage willen" in ultimativer Formulierung eine sofortige Beendigung der Krise fordern, und die sich damit von selbst als künstliche Mache charakterisieren. Das holländische Volk ist der P a r t e i p o l i ti k müde geworden. Skandale, wie die der sozialdemokratischen Magistratsmitglieder in Amsterdam, vermochten aus diesem Grund den Sozialdemokraten bei den jüngsten Gemeindewahlen kaum Abbruch zu tun. — Auch die sogenannte Oßsche Affäre, in der sich der römisch-katholische Justizminister empfindlich bloßstellte, hat bezeichnenderweise in der Oeffentlichkeit keine politischen Auswirkungen gehabt. Der Verkebrsminister, der Kultusminister, der Wehrminister, sie alle haben im Verlaufe ihrer jetzt fast zweijährigen Amtsperiode Schlappen hinnehrnrn müssen die das Gros der Wählerschaft im Grunde kaum berührten. Die jetzige Kabinettskrise mit ihren Hintergründen ist der breiten Masse überhaupt kaum verständlich. Keine Partei denkt an Neuwahlen, was angesichts dieser Sachlage weiter nicht verwunderlich ist.
Dr. Koolens mit der Bildunq des holländischen Kabinetts beauftraot.
strie, hatten unter den Einwirkungen teils des Versailler Diktates, teils der verständnislosen Systemzeit in gleicher Weise zu leiden. In allen drei Gebieten ist mit der Energie, aber auch mit der wohldurchdachten Planmäßigkeit, die dem Nationalsozialismus eigen ist, gründlich Wandel geschaffen worden. Das ist vor allem der Verdienst des ebenso einfallsreichen wie tatkräftigen Gauleiters Gustav S i m o n. Es ist nur ein kleines, aber bezeichnendes Beispiel, wie er etwa den Winzern beisprang. Wer jemals Winzer an den überwiegend sehr steilen Hängen der Weinberge hier im Gau hat herumsteigen sehen, der bekommt eine leise Ahnung davon, daß es sich da um einen der körper-
Handgrisf zum Abwurf lösen, so daß die Besatzung ungehindert frei nach außen mit Fallschirmen, die zur Ausrüstung gehören, abspringen kann.
Das Flugzeug ist ausgerüstet mit Junker s - Hochleistungsreihenmotoren mit Leistungen bis zu 1200 PS, die auf Grund ihrer gedrängten Bauform eine sehr gute aerodynamische Verkleidung zulassen, wodurch unbehinderte Sichtmöglichkeiten nach vorn beim Sturzflug bestehen. Der Aufbau des Rumpfes ist in der modernen Schalenbauweise vorgenommen, der Rumpf besteyt aus Ober- und Unterschale, die komplett fertiggestellt und durch Nietung zusammengefügt werden. Der Flügel besteht aus dem Knickstück und den beiden Außenflügeln, die mittels Kugelverschraubung mit einander verbunden werden. Die Konstruktion weist starke Längsträger auf mit Ober- und Untergurt, die mit geschlossenen Profilen zu einem Träger verbunden werden. Die Träger sind durch Querverbände miteinander verbunden und erhalten für die
Der Gturzbomber Zu 81 aus der Brüsseler Lustsahrtausstellung
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Den Haag, 8. Juli. (DNB.) Dr. Colijn hat den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung zurückgegeben. Daraufhin hat die Königin Dr Koolens mit der Regierungsbildung beauftragt. Dr Koolens ist Mitglied des Staatsrates. Er gehört der Römifch-Katholifchen Staatspartei an. Die Königin hatte zu der Besprechung, die sie mit ihren politischen Beratern hatte, auch die Chefs der Land- und Seestreitkräfte hinzugezogen. Daraus schließt man, daß eine der Hauptaufgaben der neuen Regierung in der Durchführung der Aufrüstung bestehen soll.
Die deutsche Lustwaffe beim Militärfliegertreffen in Brüssel. Die zweite internationale Lufifahrtausstellung.
Grenzwirtschast im Ausbau
Von unserem re-Sonderberichterstaiier.
Die Regierungskrise in Holland
Von unserem gr.-Korrespondenten.
Trier, im Juli.
Zweifellos ist der Gau Koblenz-Trier nicht nur eins der landschaftlich schönsten, fondern auch der wirtschaftlich interessanteften und wichtigsten Gebiete der westlichen Grenzmark. Es handelt sich hier ganz ersichtlich um ein ausgesprochenes Kampfgebiet. Denn seit dem Verlust von Elsaß- Lothringen und von Eupen-Malmedy sowie seit dem Ausfcheiden Luxemburgs aus dem Deutschen Zollverein wurde dieser wirtschaftlich sehr vielfältige Gau aus einem Binnengebiet zum Grenzgebiet. Wie in allen diesen Fällen, die auf die Verwüstungen durch das Versailler Diktat zurückgehen, wurden althergebrachte Handelsverbindungen zerrissen, Absatzgebiete gingen verloren, kurz Handel und Wirtschaft mußten sich im wesentlichen auf die Gewinnung neuer Absatzgebiete ostwärts, d. h. nach dem Reichsinnern umstellen, während ihre natürlichen Beziehungen früher aus handelsgeographischen Gründen westwärts gerichtet waren.
Dazu kam aber noch die kaum errechenbare Schädigung durch die langjährige Entürilitari- sierung. Man bedenke beispielsweise nur, was es für die beiden größten Städte des Gaues, Koblenz und Trier, schon rein finanziell ausmachen mußte, wenn sie, früher Sitz starker Garnifonen, von einem auf den andern Tag die ständige starke Umsatzbelebung durch das Militär, vor allem im Handwerk, im Gewerbe, in der Bekleidungsindustrie usw. verloren! All dies zusammenaenommen macht es ohne weiteres erklärlich, wenn selbst 1935 i noch zwei Betriebe zusammenbrachen; die beiden Fälle waren besonders schwierig deshalb, weil es sich um Werke handelte, die für sich allein jedes in einem ländlichen Bezirk lagen und Hunderten von Arbeitern aus den umliegenden kleinen und klein- ! sten Dörfern Arbeit nd Brot gaben.
Die drei Hauptwirtschaftsgebiete der Westmark, Weinbau, Landwirtschaft und Indu -
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lich anstrengendsten Berufe handelt. Die System- zahlreicher Lager eine höchst segensreiche Rolle zeit hatte den Wein zum Luxusgetränk gestempelt, spielt, ist ohne weiteres klar. Darüber wird noch Ungeheure Absatzstockungen waren die Folge, zumal' eingehender zu berichten fern.
Brüssel, 9. Juli. (DNB.) Am Samstagnach- mittag wurde im Großen Ausstellungspalast von Brüssel die Zweite Internationale Luft- fahrtausstellung eröffnet. An der Ausstellung sind neben Belgien die deutsche Luftfahrt, ferner England, Frankreich und das Protektorat Böhmen-Mähren beteiligt. Der Eröffnung wohnten außer führenden belgifdjen Persönlichkeiten auch Staatssekretär Generaloberst Milch, der deutsche Botschafter in Brüssel von Bülow- Schwante, der deutsche Luftattache Generalleutnant Wenninger, der Generalstabschef der französischen Luftwaffe, General Vuillemin und der englische Luftmarfchall Sir Cyril Newoll bei. Die deutsche Beteiligung umfaßt eine Gesamtfläche von rund 2000 Quadratmeter. Außer den Firmen der deutschen Luftfahrtindustrie sind die Deutsche Lufthansa owie das Deutsche Forschungsinstitut für Segelflug vertreten. Im Mittelpunkt des deutschen Standes lenkt ein Sturzkampfflugzeug Junkers Ju 87 die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Außerdem werden" Schul- und Uebungsmoschinen, das Olympia - Segelflugzeug „DFS Meise", ferner Modelle, Flugmotore und Zubehörteile gezeigt. Das Protektorat ist mit drei Maschinen, einem zweimotorigen Kampflugzeug, einem Jagd- und einem Sportflugzeug beteiligt.
Am Sonntag wurde das große internationale Militärfliegertreffen anläßlich des 25jährigen Bestehens der belgischen Luftfahrt auf dem Flugplatz Euere bei Brüssel! vor über 100 000 Zuschauern durchgeführt. Der König wohnte der Veranstaltung bei; ferner waren der belgische Verteidigungsminister Denis, der deutsche Botschafter von B ü - low-Schwante, Staatssekretär der Luftfahrt und Generalinspekteur der Luftwaffe Generaloberst,,— -..........% ■
Milch sowie der französische Luftwaffenchef und in Brüssel anwesenden Chefs ausländischer imst- der britische Luftmarfchall anwesend. An den Vor- streitkräfte und andere hohe militärische Perfanttch- führunqen nahmen der der belgischen die deutsche, Fetten und Behördenoertreter. An der Lahre des die englische und die französische Luftwaffe teil, toten Offiziers hält eine Abordnung der belgischen Deutschland war durch eine K u nst f l u gst a f - Luftwaffe die Ehrenwache.
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lich-Historischen Partei angehört.
Die Ursache der Regierungskrise ist in Meinungsverschiedenheiten der vier römisch-katholischen Minister mit ihren übrigen zehn Ministerkollegen über die Führung der S t a a t s f i n a n z e n zu suchen. Der 70jährige Ministerpräsident Colijn, dem man schon Amtsmüdigkeit nachgesagt hatte, stellte Mitte des Monats diesen vier römisch-katholischen Ministern in der Zweiten Kammer ein Ultimatum bis zum Ende des Monats, wobei er für den Ausgleich der zusätzlichen Kosten der Aufrüstung scharfe Einsparungen in allen anderen Verwaltungs- zweigen forderte. Für Colijn war dabei der Grundsatz maßgebend, keine leichtfertige Finanzpolitik zu- zulassen. Als dann die Römisch-Katholische Partei auf die Forderungen Colijns nicht reagierte und darüber hinaus vor allem der römisch-katholische Sozialminister an seinem kostspieligen Arbeitsbeschaffungsprogramm festhielt, war die Regierungskrise nicht mehr aufzuhalten, und das Kabinett Colijn gab entsprechend der Ankündigung des Ministerpräsidenten feinen Rücktritt.
Die parlamentarische Lage ist nunmehr so, daß die Römisch-Katholische Staatspartei das Zünglein an der Waage bildet, da ohne diese Partei keine parlamentarische Grundlage für eine neue Regierung geschaffen werden kann. Die zurückgetretene Regierung hat bewiesen, daß einerseits eine Rechts- koalition mit den Römisch-Katholischen nicht von Dauer ist; anderseits dürfte ein ratsch w a r z e r Block noch weniger tragfähig fein. Da auch die letzte Möglichkeit, d. h. die Bildung eines überparteilichen Kabinetts offenbar nicht verwirklicht werden konnte, steht der von der Königin mit der Neubildung eines Kabinetts zu betrauende Politiker vor einer schwierigen Aufgabe. In politischen Kreisen ist man sehr skeptisch in der Beantwortung der Frage, ^ angesichts der derzeitigen Lage einem anderen Politiker das gelingen sollte, was einem Mann wie Colijn nicht geglückt ist. Der Siebzigjährige steht heute I
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Auf dem 2. internationalen Luftfahrt-Salon in Brüssel wird als deutsches Kampfflugzeug der Sturzbomber Junkers — J u 87 — gezeigt. Typisch für die Junkers Ju 87 ist die starke Knickstellung der Flügel, um ein möglichst niedriges Fahrwerk zu erhalten, das man nicht einziehbar bestimmen wollte. Dennoch aber mußte der Propellerkreis einen bestimmten Abstand vom Boden haben. Außerdem ist auf diese Weise die Spannweite verringert und eine ausgezeichnete Sicht nach hinten geschaffen worden.
Die Bewaffnung besteht aus fest eingebauten, nach vorn gerichteten Maschinengewehren, deren Zahl vom taktischen Einsatz bestimmt wird. Nach hinten besitzt die Maschine ein bewegliches MG., und zwar sitzt der Beobachter, bzw. der Schutze, mit dem Rücken gegen den Flugzeugführer. Die Besatzung sitzt in einem vollkommen geschloffenen Raum, fo daß für günstige aerodynamische Strömungsverhältnisse gesorgt ist. An der Unterseite des Rumpfes find die Bomben untergebracht, deren Gewicht bis 500 Kilogramm oder mehr fein kann. Den Abwurf nimmt der Flugzeugführer durch die Zielvorrichtung vor. Außerdem besteht die Möglichkeit, an den Flächenenden je zwei weitere kleine Bomben mitzuführen. Selbstverständlich besitzt dieses Flugzeug Sende- und Empfangsgeräte für Telephonie und Telegraphie. Die Instrumentierung weist die neuesten Geräte für Navlga - Gewähr " könnet 'sowohl" der"" Füh^r ^ls auch I sicheren Äbwurfs'besitzt" der Flügel an der Unter- ber MG.-Schütze die Ueberdachung mit einem 1 Fante tm vorderen Drittel eine im Sturz,lug cm»


