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Betriebliche Menschenführung als Voraussetzung der Wirtschaftlichkeit

Ein Vortrag des GauberufSwalterS Stein.

bleme entgegen, vor allem der Frage:21 u t o n o» mie oder Magyarisierung^ die ihnen bis jetzt fremd war und für sie noch kein Problem be­deutete. Der Richter oder Bürgermeister von Pa- lanfa bei Munkacs hat als Baumeister noch einen Auftrag auszuführen. Dann sei aber auch er ar­beitslos, meinte er; es würde nicht mehr gebaut, die Juden hielten tfas Geld fest und vergäben zur Zeit keine neuen Aufträge. Wird sich die Juden- gefetzgebung von Budapest auch in der Karpatho- Ukraine durchsetzen? Die Bauern und Handwerker wollen die Hoffnung nicht aufgeben.

Wunderbar und nach einem längeren Aufenthalt in der ungarischen Tiefebene von einem seltsamen Reiz sind Spaziergänge und kleine Wanderungen durch die Täler und über die Berge des nunmehr Ungarn zugefallenen Karpathen-Raumes, ein wenig beschwerlich und zeitraubend zwar, doch in ganz besonderem Matze lohnend, wenn man in einem ganz von Volksdeutschen bewohnten Dorfe seinen Einzug halten kann. Wer so etwas zum erstenmal erlebt, den, mutet es wie ein Wun­der an. Tage und Wochen hat er vielleicht, der magyprischen Sprache unkundig, wie ein Tauber und Stummer zwischen fremden Leuten gelebt, hörte er Worte, die er nicht verstand, sah er Schrif­ten, Firmenschilder, Reklamen und Zeitungen, die er nicht lesen konnte, und nun kann er sich plötz­lich nach einer langen, langen Bahnfahrt, nach einer einsamen Wanderung in den Bergen hoch im Norden Oberungarns mitten in den Karpathen auf einer breiten Dorfstraße zwischen schmucken, saube­ren Steinhäusern mit kleinen Kindern fließend i n deutscher Sprache unterhalten! Man versteht jedes Wort. Nur die ganz alten Leute, die ihre Muttersprache nur im Elternhause erlernt hatten, dann aber mit andern Mitgliedern der etwa, vor 200 Jahren aus dem Sudetenland in die Karpathen übergesiedelten Familien verkehrten, die noch nicht den Vorzug hatten, eine deutsche Schule zu haben, sprechen einen Dialekt, dem man als Reichsdeutscher aufmerksam zuhören muß. Aber in jedem Fall: Man versteht sich. Und das nicht nur sprach­lich. Man hat auch sofort das Empfinden, auf einer gemeinsamen geistigen und seelischen Ebene zu

Ein kleines volksdeutsches Dorf in den Kar­pathen vermittelt den Reichsdeutschen eigentlich erst wirklich und im gewissen Sinne körperlich ein­drucksvoll das Erlebnis des Deutschtums überhaupt. Was man in der Heimat nur allzu bald als eine Selbstverständlichkeit hinnimmt, was man sogar mitunter vielleicht oft geneigt war, als Phrasen oder abgedroschene Redensarten anzuspre­chen, wenn von deutscher Seele und deutscher Gei­stigkeit, von deutschem Blut und deutscher Wesen- heit die Rede ist, von den Kindern und von den Alten in einem volksdeutschen Karpathendorf lernt man ehrfürchtig die dem deutschen Wesen innewoh­nende Kraft und Stärke kennen, eine seelische Be­sonder heU, die man eben nur mit dem Worte deutsch" richtig bezeichnen kann, ein Wort, das man in der Fremde, imElend", bei volksdeutschen Kameraden ganz besonders lieben und schätzen lernt. Ueberall in der Welt sind Männer, Frauen und Kinder stolz, deutscher Abstammung zu sein. Und sie machen in keiner Weise einen Hehl daraus. Als wir nach unserer Fußwanderung als Gast eines ungarischen Grafen unter Führung eines unga- rischen Oberleutnants der Reserve in einem Auto vier deutsche Dörfer besuchten, dort mit den Lehrern, mit Pfarrern und Dorfrichtern, in Ober- Schönborn. in Mädchendorf und Sophiendorf mit Kindern und erwachsenen Leuten auf der Straße sprachen, da war dies immer wieder der stärkste Eindruck: Mit unerschütterlichem Selbstbewußtsein stellten die Männer und Frauen ihr Deutsch­tum heraus, wobei sie gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck gaben, als Deutsche mit den Ungarn fried­lich zusammenzuleben und ersprießlich zusammen­arbeiten zu tönnen._______________________________

Die von der Abteilung Berufserziehung und Be­triebsführung der Kreiswallung Wetterau der DAF. unter Leitung von Pg. Müller durchgeführte VortragsrecheGegenwarts- und Zukunftsfragen der deutschen Wirtschaft", die imBurghof" statt­findet, fand am gestrigen Freitagabend ihre Fort­setzung mit einem Vortrag des

Gauberufswalters Stein, Frankfurt

der überbetriebliche Menschenführung als Vor­aussetzung der Wirtschaftlichkeit" sprach. Einleitend sprach er von der Nützlichkeit und Notwendigkeit der Rückerinnerung an frühere Zeiten, um dadurch zu einem planvollen Einsatz und einer sinnvollen För­derung zu gelangen. Er zeigte, wie die gleichen Menschen von heute, denen man den guten Willen nicht absprechen konnte, die im gleichen Staate lebten und die Voraussetzungen für die Gemeinschaft in sich trugen, doch nicht dazu kamen, eine Volkswirt­schaft zu führen und eine Wirtschaftlichkeit zu er­zielen. Deutschland war unwirtschaftlich und, wie man damals sagte, unrentabel, wenn auch der ein­zelne Mensch das nicht begreifen konnte.

In großen Linien schilderte er dann, wie damals ein zunächst unbekannter Mann bürd) die Samm­lung der Menschen, die er ohne Unterschied und Einstufung lediglich als Menschen ansprach und denen er einen einzigen Glauben an das Volk ver­mittelte, nicht nur eine Gemeinschaft schuf, sondern auch die Wege für eine sinnvolle Menschenführung aufzeigte. Nachdem dieser Mann der Führer des Volkes geworden war, wurde er auch Führer der sachlichen Einrichtung, des Staates.

Dann legte der Vortragende dar, wie der Führer durch seine Proklamation im März 1933 und durch die Schaffung der Front aller Schaffenden klare Grundsätze aufgeftettt hat, um seiner Führung des Volkes und der Menschen die notwendigen Richt­linien zu geben. Zur Schaffung der Front der Schaffenden führte Oauberufswalter Stein die grundlegenden Gedanken an, die davon ausgingen, daß das, was der Krieger auf dem Schlachtfeld für fein Volk zu leisten imstande war, auch auf dem Kampfplatz der Nation, dem Arbeitsplatz, möglich

Der in verschiedenen Zweigen unserer Wirtschaft bei der Betriebsarbeit anfallende Feinstaub von Quarz, Quarzit, Sand und Sand­stein ist durch seinen Gehalt an freier Kieselsäure besonders gesundheitsgefährlich. Je nach der Widerstandsfähigkeit des Beschäftigten verur­sacht nämlich dieser Feinstaub durch mechanische und chemische Reize in den Lungen früher oder später Verdichtungen und Verschwielungen, die den Um­fang des atmungsfäh'qen Lungengewebes gefähr­lich beeinträchtigen und als Staublunge oder Silikose bezeichnet werden.

Zur Verhütung von schweren Silikoseerkrankun- gen haben die Berufsgenossenschaften zunächst Schutzmaßnahmen in den Betrieben selbst veranlaßt: Verringerung der Staubdichte durch Ab­saugen des Quarzstaubes, verbesserte Entlüftung, Schutzkleidung und Atemschützer für die gefährdeten Arbeiter. Der technischen Vorbeugung sind jedod) Grenzen gesetzt. Deshalb muß durch fachärzt­liche Untersuchung mit Röntgenauf­nahme der Lungen vor der Einstellung und auch

sein müsse. Daraus folgte, daß diese Gedanken auch auf die Wirtschaft, auf die Betriebe übertragen werden mußten, was schließlich durch das Gesetz über die nationale Arbeit erfolgte, durch das be­stimmt wird, daß die gemeinsame Arbeit dem Wohle des Volkes und Vaterlandes zu dienen hat. Es komme nicht darauf an, nur Material zu erzeugen, sondern in erster Linie das Volk frei zu machen, dem Leben einen Sinn zu geben und es auf lange Sicht zu sichern und zu steigern. Daraus entstanden die Spitzenleistungen technischer und kultureller Art, um die die Welt uns beneide, die aber lediglich einer sinnvollen und planvollen Menschenführung zu danken seien. In eingehender Weise erläuterte der Gauberufswalter die Erkenntnisse aus diesem Lebensweg des Volkes, aus denen der Betriebs­führer die Nutz- und Schlußanwendung zu ziehen habe, um das, was sich im großen ereignete, auch auf den Betrieb zu übertragen, damit er eine leben­dige Zelle der Gemeinschaft werbe.

Anschließend befaßte sich der Vortragende mit dem Begriff der Wirtschaftlichkeit. Auch hierbei zeigte er in großen Linien, wie bas Volk durch Adolf Hitler zu einer neuen Lebensauffassung ge­führt wurde, durch bie nicht nur seine Lebenskräfte geweckt, sondern auch durch die Erkenntnis der Lebensaufgabe zu einer nie geahnten Krästean- fpannung tarnen, bie eine Förderung feines Lebens­standards herb ei führte Das Volk müsse durch den planvollen Einsatz seiner Kräfte in seinem Lebens­raum die Möglichkeit zur Sicherstellung des Lebens schaffen, damit Generationen bestehen könnten. Da­zu sei keine Rentabilität, wie man es früher nannte, nötig, sondern nur plan- und sinnvoller Einsatz und Aufbau. Die gleichen Grundsätze hätten für den Be­trieb zu gelten. Gauberufswalter Stein umriß eingehend die Voraussetzungen für den Betrieb, der aufgebaut auf rechter Menschenführung zu der Zu- kunstsaufgabe des Betriebes, der Sorge für den Betriebsführernachwuchs und ein Betriebsführer­korps, eine Keimzelle kraftvoller Lebensentfaltung werden könne, die ein Spiegelbild des gewaltigen Aufbruches der Lebenskräfte fei, die unserem Volke eine ungeahnte Zukunft sichern.

während der Beschäftigung mit staub gefährlichen Arbeiten eine Auswahl der gesundheitlich geeigneten und die Aussonderung solcher Personen erfolgen, die eine besondere Krankheitsbereitschaft erkennen lassen ober schon leicht erkrankt sind.

Die Durchmusterung und regelmäßige Nachprü­fung der staubgefährdeten Gefolgschaften war in­folge der häufig weiten Entfernung ber Betriebe oft schwierig. Als erheblicher Erfolg muß schon gelten, daß z. B. die Ziegelei-Berufsgenossenschaft von 35 000 vordringliche zu untersuchenden Personen in zwei Jahren dem Röntgenfacharzt 13 500 zuführen konnte. In runb 1000 Fällen war ein sofortiger Berufs- ober Arbeitsplatzwechsel erforderlich. Das Endziel, sämtliche gefährdeten Arbeiter der Baustoffindustrie zu untersuchen, wurde durch die Vervollkommnung der Leuchtschirmbildphotographie im Jahre 1938 und durch den Entschluß, einen schnell beweglichen Röntgenwagen für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen, in greifbare Nähe gerückt. Jetzt kann nämlich bas bei der Durchleuch­tung auf dem Röntgenschirm erscheinende licht­

Mlgenwagen im Kamps gegen die Staublunge

schwache Originalbild der Lungen in Sekunden» schnelle mit der Kleinbildkamera photographiert wer» den. Die für die reihenmäßige Schirmbildphoto­graphie erforderlichen Anlagen hat man in einen Spezialkraftwagen einbauen lassen. Mit dieser fahr» baren Röntgenanlage, die auch einen eigenen Strom» erzeuget mit sich führt, können nun Reihen­untersuchungen der Gefolgschaften ohne Störung des Arbeitsganges und ohne Verlust von Arbeitszeit selbst in den entlegensten und klein­sten Betrieben vorgenommen werden.

Der Röntgenwagen lief kürzlich im Rheinland mit 800 Untersuchungen an einem einzigen Tage in 14

naturgemäß.

Steinzeugröhrenfabriken an. Nachdem der Wagen inzwischen auch für 8000 Männer des Arbeits­dienstes tätig war, wird er jetzt auf feiner ersten Reise von Bonn kommend die Betriebe im Dillkreis, in Thale (Harz), Bad Freienwalde, in der Lausitz, Schlesien und Sudetcnland aufsuchen. Auch für diese Fahrt sind 8000 Röntgenbilder vorgesehen. Mit der Schaffung des Röntgenwagens ist Pionierarbeit im Kampf gegen die Staub-Lungen-Erkrankung geleistet worden. Wa.

Der Postdienst auf dem Lande.

Wie Ministerialrat Ramdor vom Reichspostmini- sterium in ber Deutschen Postzeitung ausführt, hat bie wirtschaftliche Belebung Deutschlands ihren Ein­fluß auch auf bie Amtsstellen auf dem Lande aus- geübt. Dadurch ist die Wesensart vieler Postagen- turen, ihren Benutzern nur für wenige Stunden am Tage und in beschränktem Maße zur Verfügung zu stehen, vollkommen verloren­gegangen. Die Verwalter dieser Postagenturen haben meistens nicht mehr die Möglichkeit, noch einem anderen Beruf nachzugehen. Auch bei den übrigen Amtsstellen sind, namentlich in bezug auf die Entlohnung der Inhaber, Verbesserun­gen durchgeführt worben. Sie sinb allerdings da- ourch beeinflußt, daß es sich insgesamt um 40 000 Amtsstellen handelt. Nach der Neuregelung können bie verkehrsstärksten Postaaenturen in Zweig­postämter umgewanoelt werben. Als Ver­walter kommen die bisherigen männlichen und un­verheirateten weiblichen Postagenten in Betracht, denen die Amtsbezeichnung Zweigpostamtsvorsteher beigelegt wird. Die Postagenturen, bie nicht tn Zweigpostämter umgewandelt werben, führen künf­tig die BezeichnungP o st st e l l e", zusammen mit den bereits bestehenden Poststellen. Ihre Inhaber bekommen die gemeinsame AmtsbezeichnungPost- Halter". Die BezeichnungenPostagentur" und Postagent" verschwinden.

Zeitschristen.

Moden,wie einst im Mai", nur kürzer! Dieses Bild vermittelt das letzte Heft derMoben» weit" (Deutscher Verlag, Berlin) von der neuen Mode, die mit gestärkten Pikeewesten, Rüschen und Blenden, Schleifchen, Seidenkordeln und Halskrausen entzückende Modelle schuf, von denen viele auch für Vollschlanke kleidsam sind. Außerdem findet man unter den hundert Modellen des bunten Heftes Kleider mit einfacherer, sportlicher Linie, Dirndl, Strandkleidung und Kindermoden. Wer sich dies oder jenes selber machen will, dem hilft dieModen- welt" mit schneidertechnischen Tips, Handarbeits- Dogen und drei Schnitte-Bogen.

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