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vorgelagerten Inselgruppe. Der Dampfer wird sich also vermutlich auf der englisch-kanadischen Fahrtroute befunden haben. Die deutsche Regierung hat sofort klargestellt, daß es sich keinesfalls um Torpe­dierung durch ein deutsches Kriegsschiff handeln könne,'da ein solches sich überhaupt nicht in diesen Gewässern aufhält und daß die deutsche Kriegs­marine strikte Anweisungen hat, sich an die inter­nationalen Regeln der Seekriegsführung zu halten. Wenn also auch die englischen Lügen kurze Beine haben, so betreiben die englischen Greuelfabrikanten ihr schändliches Gewerbe nach dem Grundsatz, daß irgend etwas doch hängen bleibt. England hat sich durch die Aufdeckung der Hinterhältigkeit, mit der es den deutschen Friedensvorschlag zur Regelung des Dan^ig-Korridor-Problerns verbrecherisch sabo­tiert hat, im unbefangenen Urteil der öffentlichen Mei­nung der ganzen Welt so sehr ins Unrecht gesetzt die nachträglich vom Foreign Office zurückgezogene Veröffentlichung desDaily Telegraph" über die Unterrichtung Hendersons und die Weiterleitung des deutschen Vorschlags nach Warschau ist ja ein erneuter eklatanter und dokumentarischer Beweis für die alleinige Schuld Englands am Scheitern einer friedlichen Revision daß man nun in Lon­don alles daran fetzt, die Stimmung des eigenen Volkes, das gewiß wenig erbaut sein wird von der Zumutung, für eine die britischen Interessen in keiner Weise berührende Frage furchtbare Opfer an Gut und Blut auf sich nehmen zu sollen, gegen Deutschland in Wallung zu bringen.

Aber nicht minder sucht man mit solchen Tataten- nachrichten in den neutralen Ländern Stimmung zu machen, vor ollem natürlich in Nordamerika. Daher deutet ja auch das britische Reuterbüro an, daß auch Amerikaner an Bord destorpedierten" Passagier­dampfers gewesen sein könnten. Wir sehen, England greift bereits in den ersten Tagen kriegerischer Ver­wicklungen zu den gleichen verlogenen und intrigan­ten Methoden politischer Agitation wie im Welt­kriege. Nur daß heute eine nationalsozialistische Staatsführung in Deutschland sich nicht scheut, die britischen Lügen Schlag auf Schlag als solche fest­zustellen und vor aller Welt anzuprangern. So leicht wird es diesmal den Herren Churchill, Vansit- tard und Genossen nicht fallen, Deutschland durch ein Netz von Greuelnachrichten von der Weltöffent­lichkeit abzusperren und es widerspruchslos als schwarzes Schaf zu brandmarken. Deutschland setzt sich auch in diesem Kampf gegen gemeine Verleum­dung zur Wehr und es wird überall in der Welt Bundesgenossen finden bei den anständigen und ehr­lichen Menschen, die noch vom Weltkrieg her in Erinnerung haben, welch frivoles Spiel England damals mit ihrer Gutgläubigkeit getrieben hat. Sie haben oft erst später gemerkt, wie niederträchtig und skrupellos sein Nachrichtenmonopol zur Ver­leumdung des Gegners ausgenützt hat. Diesmal wird diese gleiche Methode in der öffentlichen Mei­nung des neutralen Auslandes, wie wir hoffen möchten, von vornherein auf die gesunde Skepsis stoßen, die erst nach den Motiven fragt, bevor sie auch die haarsträubendsten Schauermärchen auf Treu und Glauben hinnimmt. Wir Deutsche jeden­falls, und das mag man sich in England heute schon gesagt sein lassen, werden nicht ruhen, die abgrund­tiefe Verlogenheit und Heuchelei der britischen Greuelhetze vom ersten Tage an schonungslos zu entlarven. Auch dieser unser Kampf gegen die Lüge dient dem Weltfrieden. Das wird man nach den eindrucksvollen Erfahrungen der Jahre 1914/18 auch im Ausland sehr bald erkennen und zu würdigen wissen. Fr. W. Lange.

Schamlose Greuelhetze.

Polnische Regierung auf den Spuren Northcliffes.

Berlin, 5. Sept. (DNB.) Die wüsten Hetz­methoden Northclisfes haben Schule gemacht. Die polnische Botschaft hat allen Ernstes in Lon­don die Mitteilung gemacht, daß sie aus Warschau die offizielle Bestätigung der Verwendung von Gas durch deutsche Flieger in Polen er­halten habe. Die deutschen Bombenflugzeuge, so heißt es in der offiziellen Erklärung, würfen Bom­ben und kleine Ballons ab, die mit Dperit oder mit einem anderen Gas gefüllt seien.

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Diese neuerliche schamlose Greuelhetze, deren Zweck klar auf der Hand liegt, reiht sich würdig ein in die Fülle der Hetzmeldungen, die Polen seinem Schutz­herrn England unbesehen unterbreiten kann. Groß­britannien ist skrupellos genug, um diesen Lügen ein publizistisches Echo zu verschafien. D i e Greuellügen des Weltkrieges wieder­holen f i ch.Es kann keine Rede davon sein, daß deutsche Bombenflugzeuge mit Gasbomben operieren. Deutschland hält sich streng an die völkerrechtlichen Abmachungen, wäh­rend bis Montagabend erweislich festgestellt werden konnte, daß Großbritannien rücksichtslos die Neu­tralität fremder Staaten bricht. Northcliffe ist einst an Verfolgungswahn gestorben. Von seinen Schand­taten gegen die Zivilisation zeugt heute nur noch ein Denkmal in der Hauptstadt Großbritanniens.

Das englische Kriegskabineti.

London, 4. Sept. (Europapreß.) Auf Vor­schlag des Ministerpräsidenten Chamberlain hat der König, wie schon kurz gemeldet, die Bildung eines Kriegskabinetts genehmigt. Dieses engere Kabinett besteht aus neun Mitgliedern. Davon gehören sieben bereits dem bisherigen Kabinett an, während Winston Churchill und Lord H a n k e y , der frühere Sekretär des Reichsverteidigungsausschus­ses, neu hinzutreten. Die Kabinettsliste lautet fol­gendermaßen: Vorsitz: Ministerpräsident Cham­berlain; Schatzkanzler: Sir John Simon; Außenminister: Lord Halifax; Verteidigungs­minister: Lord C Hatfield; Marineminister: Winston Churchill; Kriegsminister: Höre- B e l i s h a; Luftfahrtminister: Sir Kingsley Wood; Lordsiegelbewahrer: Sir Samuel Hoare (bisher Innenminister); Minister ohne Portefeuille: Lord H a n k e y.

Zum Lordpräsidenten des Geheimen Staatsrates wurde der bisherige Marineminister Lord Stan­hope ernannt. Den Posten des Lordkanzlers er­hielt an Stelle von Lord Maugham der bisherige Dominienminister Sir Thomas I n s k i p. Zum Do- minienminister wurde der frühere Außenminister Eden bestellt. Der Dominienminister wird in Zu­kunft mit Rücksicht auf die Bedeutung der Domi­nien während des Krieges besonderen Zugang zum engeren Kabinett haben. Zum Innenminister und Minister für die Sicherheit des Landes wurde der bisherige Lordsiegelbewahrer Sir John Ander- s o n ernannt Dieser wird auch weiterhin das Luft­schutzwesen unter sich haben. Die beiden Oppo­sitionsparteien haben es vorgezogen, nicht im Ka­binett vertreten zu jein.

In den späten Abendstunden des Montags mür­ben die letzten Neuernennungen für das Kabinett bekanntgegeben. Danach ist Lord Zet- l a n d zum Staatssekretär für Indien ernannt wor­den. Der bisherige Kolonialminister M a c d o n a l d behält sein altes Amt inne. Der Kanzler für die Grafschaft Lancaster, Morrison, Ernährungs­minister Oliver Stanley bleibt wie bisher Han­delsminister, Earl de la Warr Unterrichtsmini-

Berlin, 4. Sept. (DNB.) In der Nacht vom 3. zum 4. September machten englische Flug­zeuge den Versuch, in großer Höhe über die holländische Grenze kommend, auf deut­sches Reichsgebiet vorzustoßen. Die Flugzeuge wur­den durch die deutsche Abwehr zurückgetrie- den, nachdem es einigen gelungen war, etliche Flugblätter abzuwerfen. Hierzu wird von hol­ländischer Seite amtlich gemeldet:

DenHaag. 4. Sept. 1939. Das Pressebüro der Regierung teilt mit, daß in der Nacht zum Montag Flugzeuge ausländischer Nationali- t ä t über Holland gemeldet wurden. Die Nationali­tät der Apparate konnte nicht festgestellt werden, da sie über den Wolken flogen. Es war un­möglich, das Feuer auf sie zu eröffnen. In diesem Zusammenhang macht die niederländische Regie­rung auf den ernften Charakter dieser Neutralitätsverletzung Hollands, dessen Neutralität von beiden Parteien garantiert ist, auf­merksam. Sie wird die beiden Parteien aufforbern, eine Untersuchung einzuleiten, um festzu- stellen, ob es ihre Apparate sind, die diese Ver­letzung begingen. Im Falle einer affirmativen Ant­wort wird die Regierung verlangen, daß Maß­nahmen zur Vermeidung weiterer derartiger Zwi­schenfälle getroffen werden."

Damit hat England die erst vor wenigen Stunden von ihm erneut garantierte Neutralität Hollands gebrochen. Don deutscher Seite wird zu der vom Niederländischen Regierungs-Presse- dienst gemeldeten Neutralitätsverletzung durch bri­tische Flugzeuge amtlich festgestellt, daß zu der vom Niederländischen Regierungspressedienst angegebenen Zeit in dem fraglichen Bereich über­haupt kein deutsches Flugzeug in der Lust war.

Englischer Bombenabwurf über Dänemark.

Der zweite Fall provokatorischer Neutralitätsverletzung.

Berlin, 4. Sept. (DNB.) Der dänische Außen­minister Munch empfing heute abend den deut­schen Gesandten von Renthe-Fink, um ihm mitzuteilen, daß ein Bombenflugzeug gegen 17 Uhr die dänische Stadt E s b j e r g überflogen und dort zwei Bomben habe fallen lassen, die ein Haus zertrümmerten. Eine Erkennung der Nationalität des Flugzeuges sei nicht möglich gewesen. Die Bombensplitter würden erst noch untersucht. Der deutsche Gesandte hat sogleich mit aller Klarheit und mit Bestimmtheit dargelegt, daß es sich um fein deutsches Flugzeug ge­handelt haben kann, da die deutsche Luftwaffe vom Führer den Befehl erhalten hat, die U n verletz-

ster, Walter E l l i o t Gesundheitsminister, Brown Arbeitsminister und Minister für den Nationalen Dienst, Leslie B o r g i n , Verkehrsminister, Dorman Smith Landwirtschaftsminister, Lord Mac - millan ist zum neuen I n f o r m a t i o n s - Minister und Ronald Dubbert Croß zum Mini­ster für Kriegswirtschaft ernannt worden. Auf den übrigen Posten hat sich nichts geändert.

lichkeit der neutralen Länder pein­lichst zu achten.

Wie inzwischen festgestellt roorben ist, hat sich überhaupt fein deutsches Flugzeug über Jütland befunden. Diese Tatsache ist der dänischen Regierung unverzüglich mitgeteilt wor­den. Der Bombenabwurf muß daher mit aller Ein- deutigfeit als englischer Prvvofations- versuch vor der Öffentlichkeit gebranbmarft werden.

England gibt die Beletzung der holländischen Neutralität zu.

Berlin, 4. Sept. (DNB.) Das britische Jnfor- mationsministerium bestätigte am Montag­abend in einer amtlichen Verlautbarung, daß eng­lische Flugzeuge den Versuch unternommen haben, in der Nacht zum Montag auf deutsches Reichsgebiet vorzustoßen, und daß es diesen Flugzeugen gelungen sei, Flugblätter abzu­werfen. Durch diese Mitteilung bestätigt bas Jnfor- mationsministerium, daß englische Flieger unter Verletzung der holländischen Neutralität in der Nacht zum Montag Holland überflogen haben.

Holländischer Dampfer von britischem Kriegsschiff angehalten.

London, 4. Sept. (DNB.) Wie basAllgemeen Handelsblad" meldet, ist von einem britischen Kriegsschiff der holländische Dampfer G r o e n I o" an geh alt en und gezwungen worden, Ramsgate anzulaufen, um dort untersucht zu werden. Das Schiff hatte Erze geladen, die möglicherweise für Deutsch­land bestimmt waren. Es handelt sich hier um den ersten Fall der Anwendung der Blockade, der bisher bekannt geworden ist.

Holland will Neutralität mit allen Mitteln wahren.

Amsterdam, 4. Sept. (DNB.) In einer Son- dersitzung der Zweiten niederländischen Kammer verkündete Ministerpräsident de Geer in einer Ansprache abermals den Willen Hollands, in dem gegenwärtigen Konflikt neutral zu bleiben und diese Neutralität mit allen Mitteln wahren zu wollen.

Deutschland respektiert die irische Neutralität.

Berlin, 4. Sept. (DRV.) Der deutsche Ge­sandte in Dublin hat am 31. August der irischen Regierung namens der Reichsregie­rung unter Hinweis auf die freundschaftlichen dcuksch-irischen Beziehungen zugesagt, daß Deutsch-

Gewaltiger Andrang von Freiwilligen für die Wehrmacht.

Annahme von Meldungen vorübergehend eingestellt.

Berlin, 4. Sept (DNB.) wie wir vom Ober­kommando der Wehrmacht erfahren, haben die Meldungen zum freiwilligen Eintritt in die Wehrmacht bei den wehrersahstellen einen der­artigen Umfang angenommen, daß eine rechtzeitige Abfertigung nicht mög­lich war und die Dienststellen vorübergehend keine Meldungen mehr annehmen kön­nen. Die Freiwilligen werden gebeten, sich zu gedul­den und weitere Richtlinien des Oberkomman­dos der Wehrmacht über freiwillige Meldungen abzuwarlen.

land unter Boraussehung einer entsprechenden iri­schen Haltung die irische Neutralität re­spektieren werde, worauf der irische Minister­präsident de B aler a seinerseits dem Wunsch nach Aufrechterhaltung freundschaft. licher Beziehungen zu Deutschland wie zu anderen Ländern Ausdruck gab und auf die Er­klärung der irischen Regierung vom 17. Februar dieses Jahres hinwies, derzufolge die irische Politik auf Neutralität gerichtet fei.

Roosevelt verkündet Amerikas Neutralität.

Berlin, 4. Sept. (DNB.) Präsident Roose- nett hielt eine Rundfunkansprache, in der er die Proklamation der Neutralität ankündigte. Er habe, so führte Präsident Rosevelt aus, bis zum letzten Augenblick auf ein Wunder gehofft. Nun­mehr müsse alles getan werden, um die nationale Sicherheit im Einklang mit dem internationalen Recht und den Grundsätzen der amerikanischen Poli­tik zu bewahren. Die Pflicht der Nation sei es, jeden Krieg von Amerika fern zu hal­ten. Es sei von größter Wichtigkeit, daß Presse und Rundfunk Vorsicht walten ließen und den Unterschied zwischen Tatsachen und Gerüchten erkennten. Die Vereinigten Staaten seien neu­tral. Er hasse den Krieg und Hoffe, daß die Ver­einigten Sataten sich aus dem Krieg heraus- halten werden; ja er glaube, daß es so sein werde. Alle Anstrengungen würden zur Erreichung dieses Zieles unternommen werden. In Washington wurde der Beschluß bekanntgegeben, den Schiffs- dienst über den Nordatlantik durch die Einstellung mehrerer Dampfer zu verstärken, um die Heimkehr amerikanischer Bür­ger, die sich im Ausland befinden, zu beschleu­nigen.

Briten verwüsten inGchanghai deutsches Eigentum.

Alle deutschen Bankkonten gesperrt.

Schanghai, 5.Sept. (DNB.-Funkspruch.) An­gehörige der englischen Truppenteile in Schanghai beantworteten die Aufforderung der Presse an die Engländer, sich im internationalen Schanghai der Zurückhaltung zu befleißigen, mit einer brutalen Zerstörung deutschen Privateigen­tums. Etwa 25 Engländer drangen in das Haus der Deutschen Arbeitsfront ein, verwüsteten alle Räume und zerschlugen die gesamten Ein» richtungsgegenstände. Ehe die Polizei erschien, konn- ten die britischen Banditen in der Dunkelheit ver­schwinden. Die englischen Banken sperrten alle Konten ihrer deutschen Kunden und ver­weigerten jede Auszahlung. Diese Maßnahmen, die in krassem Widerspruch zu der am Vortage gegebe­nen heuchlerischen Versicherung der englischen Re­gierung stehen, daß sich der Krieg Englands nicht gegen bas deutsche Volk richten werde, riefen in der deutschen Gemeinde starke Erbitterung hervor. In Schanghai haben die Briten wieder ein­mal bewiesen, daß sich ihre Kriegsführung trotz aller scheinheiligen und verlogenen Versprechungen i n nichts von den brutalen Methoden des Weltkrieges unterscheidet und daß es England ganz allein darauf ankommt, einen er- barmungslosenVernichtungskriegge- gen das gesamte Deutschtum zu führen.

Kleine politische Nachrichten.

Schweden hat die Wahrung der deut­schen Interessen in Frankreich, den französischen Kolonien und den französischen Man­datsgebieten übernommen, mit Ausnahme von Marokko und Tanger, wo die deutschen Interessen von dem Königreich der Niederlande gewahrt werden. Die britischen Interessen in Deutschland werden durch die diplomatische Vertre­tung der Vereinigten Staaten wahrge­nommen.

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Der australische Ministerpräsident gab die Er­klärung ab,es sei seine melancholische Pflicht, mit- zuteilen, daß sich mit dem englischen Mutterland auch Australien im Kriege mitDeutsch- land befinde." Dasselbe gilt für das britische Do­minion Neuseeland, während Irland und Südafrika, die gleichfalls als Dominions dem britischen Reich angehören, ihre Neutralität erklärten. Der von England beherrschte ägyp­tische Staat hat mitgeteilt, daß er die diplo­matischen Beziehungen zu Deutschland abgebro­chen habe.

General Franco hat in einem Rundfunkappell alle Staaten ersucht, alles zu tun, um den Kon­flikt zu lokalisieren und um der Welt die Schrecken des Krieges, wie sie Spanien erleiden mußte, zu ersparen.

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Die schweizerische Regierung hat in Verfolg ihrer Neutralitätspolitik den Export von Waffen und den Versand von Propaaandaftug- schriften an die Kriegführenden streng verboten. Die Genfer Liga hat ihre Beamten angewiesen, sie sollten sich jeglicher Handlungen enthalten, die die Schweizer Neutralität kompromittieren könnten. Der Leiter der Presseabteilung im schweizerischen Armee­stab warnt vor der Verbreitung von Falschmeldun­gen und sensationellen Nachrichten und verlangt Zurückhaltung ^namentlich in der Presse",

Daily Telegraph enthüllt die englische Kriegsschuld.

Der deutsche Friedensvorschlag von London an Warschau weitergegeben.

Berlin, 4. Sept (DNB.) DemDaily Tele- graph", dem amtlichen Regierungsorgan des Foreign Office, ist ein für England peinliches Mißgeschick passiert, mit dem er die mühsam aufgebaute Kon­struktion der englischen Regierung über die angeb­liche Kriegsschuld Deutschlands über den Haufen warf.

In seiner Londoner Spätausgabe vom 31. August veröffentlicht er auf der ersten Seite in Großauf­machung einen Bericht über die eng­lischen Kabinettsberatungen. In diesem Bericht stelltDaily Telegraph" fest, daß der eng­lische Botschafter in Berlin, Henderson, vom Reichsaußenmini st er empfangen wurde und daß ihm bei dieser Gelegenheit die deut­schen Vorschläge hinsichtlich einer friedlichen Beilegung des deutsch-polni- schen Konfliktes übermittelt wurden. Das Blatt stellt dann weiter fest, daß das Londoner Ka­binett das deutsche Memorandum nach Mar­schau übermittelt habe und daß die pol­nische Regierung nach Empfang des durch London übermittelten Memorandums d i e Generalmobilmachung angeordnel habe.

Englische Greuellüge.

Berlin, 4. September. (DNB.) Das britische Informationsministerium hat, wie zu erwarten war, bie unselige Tradition der alten bri­tischen Greuel Propaganda wieder a-ufge- nornmen. Es gab an das Reuterbüro die Meldung, baß es erfahren habe, am 4. September fei der englische DampferA t h e n i a" mit 1400 Pas­sagieren, darunter einer großen Zahl von Amerikanern, 200 Meilen wefllich der Hebriden torpediert worden und gesunken.

Hierzu ist festzustellen, baß gemäß dem vom Füh­rer in feiner Reichstagsrede am 1. September aus­gesprochenen Befehl an die gesamte deutsche Wehr-- macht von dieser keinerlei Handlungen begangen werben, die dem Völkerrecht und den vom Deutschen Reich unter­zeichneten Abkommen widersprechen. Die Meldung und die Art ihrer Verbreitung kann nur als verbrecherischer Versuch angesehen werden, die Meinung des amerikanischen Vol­kes gegen sein eigenes Interesse im Sinne jener

England mißachtet die Neutralität Hollands und Dänemarks.

Amtliche deutsche Feststellung: Zn der angegebenen Zeit über dem fraglichen Bereich kein deutsches Flugzeug in der Luft.

Diese Mitteilung, die beweist, daß das deutsche Memorandum tatsächlich London und Marschau bereil.s am 3 0. August zuge­gangen ist, hat dann offenbar größte Be­stürzung beim Foreign Office hervor­gerufen. Gegen alle Gewohnheit mußte derDaily Telegraph" deshalb eine neue Spätausgabe herausbringen, in der diese für die englische Regie­rung peinliche Mitteilung entfernt war. Dem Foreign Office war also daran gelegen, die Tat­sache zu verschleiern, daß Polen 4 8 Stun­den vor den deutschen Maßnahmen über den Inhalt der deutschen Vor­schläge in Form eines Friedensmemorandums unterrichtet war. Es handelt sich um die Lha- raklerisierung der deutschen Münsche, die der Führer 24 Stunden vor Aebermittlung des Wortlautes der 16 Punkte dem britischen Botschafter gab.

Damit ist der dokumentarische Beweis für die Schuld Polens an der Zuspitzung des deutsch-polnischen Verhältnisses und für die Schuld Englands an dieser und der weiteren Entwicklung festgestellt.

Kriegstreiber zu beeinflussen, die eine neue Aus­weitung des Konfliktes an st reden. D a- mit fallen bie von der Nachrichtenagentur Havas verbreiteten Meldungen über eine angeblich bevor­stehende Stellungnahme Amerikas zu dieser Tor­pedierung in sich zusammen. Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt von Weizsäcker empfing heute mittag den amerikanischen G e - schäftsträger in Berlin, um ihm mitzuteilen, baß bie vom britischen Informa tionsministerium über das Reuterbüro gegebene Meldung von der Torpedierung des englischen Passagierdampfers Athenia" 200 Meilen westlich der Hebriden nicht zutreffen Tonne, da 1. der deutschen Marine der Befehl gegeben worden fei, si ch an die in- ternationalen Regeln der Seekriegs­führung und an die von Deutschland unterzeich­neten Abkommen zu halten, und da 2. in diesem Gebiet sich keine deutschen Kriegsfahr­zeuge aufhalten.