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Frankreich und England eine Warnung erteilt"

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pariser Kommentare zur Rede des Führers in Kassel.

beendet

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Mussolini!

Der spanische Armeeführer General Q u e i v o de Llano führte u. a. aus: Frontsoldaten! Wir alle, die wir an eine Gerechtigkeit glauben und die wir den Frieden herbeisehnen, werden ihn haben, wenn wir einig sind und Zusammenhalten. Die Gerechte gkeitin der Weltwird wie- derhergestellt werden. Dann wird der w a h r e Frieden kommen, auf den alle Menschen, die gu­ten Willens sind, so sehr hoffen. (Stürmischer lang-

für sein Volk!"

Am Abend veranstaltete der Danziger Arbeits­dienst eine Großkundgebung in der Messehalle. Reichsarbeitsführer Hier! sagte hier in einer An­sprache u. a., daß das deutsche Volk die fried­liche Zusammenarbeit der Völker unter dem Ge­sichtspunktJedem das Seine" erstrebe. Es wolle niemand berauben, es wolle aber auch die

seinem

s ch e Volk im Reich vergelte Treue mit Treue. Heute, so schloß chierl, wisse Danzig, daß

London, 5. Juni. (DRV. - Funkspruch.) Die Rede des Führers in Kassel wird von samt-

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beitsdienstlager in Danzig einaetroffen. Am Sonn­tagvormittag sand auf dem Wiesenwall ein Ap­pell des Danziger Arbeitsdienstes statt, an dem sich ein Vorbeimarsch vor dem Reichs- arbeitsführer anschloß. Reichsarbeitsführer H i e k l richtete an die zum Appell angetretenen Danziger Arbeitsdienstmänner folgende Ansprache:

Kameraden vom Danziger Arbeitsdienst! Ich bringe euch die kameradschaftlichen Grüße von 350 000 Arbeitsmännern im Großdeutschen Reich. Diese Men sich mit euch verbunden durch

Geschwülste-gören das Gleichgewicht.

Röntgenstrahlen sollen die Operation ersehen.

Oie Lungenentzündung, die vom Ohr kommt. Das Hörorgan ist im Wege.

eine Ehenkompanie der Luftwaffe, ein Ehrensturm der ^-VerfügungstruppeGermania" und eine Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei angetreten. Der Führer schritt die Fronten der Formationen ab und verließ nach herzlicher Verabschiedung kurz nach 19 Uhr Kassel.

Das Festspiel

Im Rahmen des Ersten Großdeutschen Reichs- kriegertages fand am Samstag auf der großen Karls- wiese die Erstaufführung des großen Festspiels Ewiges Soldatentum" in Anwesenheit von über 30 000 Tribünenbesuchern statt. In vier großen Bil­dern, angefangen von dem Landsknecht des Mittel­alters über den Berufssoldaten des Soldatenkönigs und den Volkssoldaten des Weltkrieges zeigte die Aufführung die entscheidende Entwicklung auf, die das deutsche Soldatentum bis zu seiner heutigen in­neren und äußeren Geschlossenheit durchmachen mußte. Mehr als 10 000 Mitwirkende waren an dem Festspiel beteiligt. Eindrucksvoll verkörperte der Aus­klang mit dem gemeinsamen Aufmarsch der Forma­tionen der Partei und der Wehrmacht den Sinn der Idee des soldatischen Volkes.

London, 5. Juni (Europapreß). Emenvol° 11 q neuen Vertragsentwurf" nennt der diplomatische Mitarbeiter derTime s" am Man­ag die sowjetrussische Antwort auf die Oreierpakt-Dorschläge. Reu an der Darstellung des genannten Blattes über den Inhalt der Moskauer Blote ist allerdings lediglich die Mitteilung, das lowjetrussische Außenkommissariat habe den sran- ».ösisch-englischen Entwurf Punkt für Punkt durchge- irbc-itct. Dabei bezeichnet das Blatt Diejenigen Klauseln als bereits von der Sowjetunion ange­nommen, die keinerlei Abänderung erfahren haben. DieTimes" zählt auf: Den Vorschlag der sofor- liqcn Hilfeleistung bei einem Angriff auf einen der d>rei vertragsschließenden Mächte; die Anregung »fertiger militärischer Besprechungen und die vor- qeschlagene Vertragsdauer von fünf Jahren mit (incr Erneuerungsmöglichkeit bei Ablauf.

Obschon amtlicherseits über den Inhalt der »wjetrussischen Antwort nichts bekanntgegeben wor­ben ist, sind sich die Londoner Morgenblatter doch )iarin einig, daß in der Rote verschiedene Junkie der letzten brittschen Vorschläge bean° landet werden. Aus einem Bericht desD a i l Y Telegraph" geht eindeutig hervor, wie tief die Kluft zwischen dem englischen und dem sowjet- - ussischen Standpunkt ist. Wenn eine Kompro - -lißformel, die man französischerseits iwischen London und Moskau auszuarbeiten ver­buche, keinen Erfolg haben sollte, dann könnte, meint I äs Blatt, alles zusammenbrechen. Frankreich und I Lngland hätten Verpflichtungen auf sich genommen gegenüber Polen, Rumänien und Griechenland, von Menen man nicht sicher wisse, ob sie eingehalten werden könnten. Auch der diplomatische Korre- yonbent derTimes" warnt vor allzu . roßern Optimismus. Dagegen hält es Bar­att imNews Chronicle" für nahezu sicher, daß i man es zu einem Kompromiß zwischen London nd Moskau bringen werde.

Woroschilow kommt nicht.

London, 4. Juni. (Europapreß.) Der sowjet- -j russische Kriegskommissar Voroschilow hat der nglischen Regierung Mitteilen lassen, er könne der I Einladung zur Teilnahme an den englis a) e n i Herbstmanövern nicht Folge leisten. Als Jrund wurde angeführt« daß Woroschilow den sow-

Haüptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: vr. Fr. W. Lange (verreist), i. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Umoersttats- druckerei, R. Lange, K.-G, sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

verhindern und überall dort, wo sich auch eine so leichte Operation, wie die Herausnahme der Man­deln verbietet, wird die Bestrahlung zu empfehlen sein. Aber größere Aussicht auf Erfolg bietet nach wie vor die Herausnahme der Mandeln. Ja, in der Aussprache hob der Rektor der Universität Leipzig, Professor Krick, hervor, daß bei Kindern die Be­strahlung der Mandeln noch bedenklich erscheine, denn es werden immerhin erhebliche Mengen der starken Strahlen in nächster Nähe empfindlicher Hirnteile angewendet, und man weiß noch nicht ge­nügend, wie das in der Entwicklung befindliche Ge­webe des Kindes auf diese harten Angriffe reagiert.

Dis Säuglingslunge als Filter.

Wenn schon ein Säugling an Lungenentzün­dung erkrankt, so fragt sich der Arzt oft, wie das bei dem wohlbehüteten kleinen Lebewesen möglich war. Nicht selten ist aber das Ohr der ursprüngliche Herd dieses Leidens, erklärte Dozent Dr. Hofer (Men). Dort kann sich ein Eiterherd bilden, der den Körper vergiftet. Gerade in diesem Entwick- lungsstadium wirke aber die Lunge wie ein Filter, der alle Eiterpfröpfchen auffange. In Fällen von Lungenentzündungen beim Säugling empfiehlt es sich daher stets, die Ohren zu untersuchen und einen möglicherweise vorhandenen Eiterherd sogleich ope- ratio zu entfernen. Es gibt auch noch eine zweite Art von Blutvergiftungen, die gerade bei Kindern oft vom Ohr ausgeht, und die sich nicht in Lun­genentzündung, sondern in allgemeiner Erregtheit des Kindes, in Krämpfen ober auch in Darmftörun« gen, ja in Gelbsucht äußern kann. Hier wird vor allem die bakteriologische Untersuchung des Blutes Aufschluß geben und die Ohrenuntersuchung eben­falls zu rascher Operation zwingen. Daneben kön­nen die ausgezeichneten, von deutschen Chemikern und Aerzten in den letzten Jahren gefundenen Arz­neien gegen Eitererreger gute Dienste leisten.

Das Ohr infiziert die Hirnhaut.

Die äußerste Spitze des Ohrknochens sitzt in näch­ster Nähe der Hirnhaut. Dort hinten aber vereitert das Ohr verhältnismäßig oft und bringt damit die Hirnhaut in die Gefahr einer fast immer tödlich verlaufenden Entzündung. Nun könnte man wohl diesePyramidenspitze" wegoperieren, wenn sie eitert, ohne daß das Gehör des Kranken darunter zu leiden brauchte. Aber der Weg zu ihr wird dem Messer des Chirurgen gerade durch das wichtige innere Ohr verlegt. 'Professor S ch l a n d e r (Wien) und Dr. Zöllner (Jena) aber haben auf zwei verschiedenen Umwegen um das Innenohr herum' zur Pyramidenspitze vorstoßen können und dort den Eiterherd abtragen können. Auch zahlreiche andere Aerzte berichteten in der Aussprache von ähnlichen Erfolgen, und Professor Zange (Jena) mahnte nur, nicht zu lange mit den an sich technisch sehr komplizierten Eingriffen zu warten, damit nicht die Hirrchaut doch schon angegriffen wird. A.

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Herz und tpit Hand. Danziger Kameraden! Wir im Reich glauben an euch. Wir wissen, daß ihr in jeder Lage euere Pflicht erfüllen werdet, ge­treu der nationalsozialistischen Forderuna, die da lautet: Jeder Deutsche ist Arbetter und kämpft

Paris, 5. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Rede des Führers in Kassel wird von den meisten Pariser Frühblättern am Montag in ziemlich aus­führlicher Fassung wiedergegeben. Eine Ausnahme macht dabei lediglich der dem Quai d'Orsay nahe­stehendePetit Parisi en", der sich bemüßigt fühlt, die Ausführungen Adolf Hitlers mit ganzen 25 Zeilen abzutun. Alle übrigen Zeitungen lassen deutlich den starken Eindruck erkennen, den die erneute scharfe Abrechnung des Führers mit Den Cinkreisungshetzern in Paris gemacht hat. In mehrspaltigen Ueberschriften werben besonders mar­kante Stellen aus der Rede hervorgehoben, so die Feststellung Adolf Hitlers, daß England genau wie vor 1914 eine Einkreisungspolitik gegenüber Deutsch­land verfolgt.

An den Kommentaren der Blätter kann man all­gemein feststellen, daß die klare Argumentation des Führers der französischen Presse sichtlich un­angenehm ist, denn man versucht krampfhaft, die geschichtlich fundierten Feststellungen des Füh­rers mit verständnislosen Phrasen und bösartigen Entstellungen zu widerlegen. So wärmt der Außen- oolitiker der chauvinistischenEpoque", der aller­dings zugeben muß, daß die Rede eine mächtige Abrechnung darstelle und eine ernste Warnung ent­halte, die alten Kriegsschuldmärchen wieder auf und behauptet, daß auch das Dritte Reichneue Länder verlange". In diesem Zusammenhang entschlüpft Dem Schreiber dann die bemerkenswerte Feststel- ung, daß sichzur Stunde eine Ko alitivn gegen Deutschland und Jtalienforme". Diese friedensgefährdenden Bestrebungen werden Dabei mit dem üblichen Vorwand entschuldigt, daß -nangewisse Mächte an der Vorherrschaft hindern müsse". (!) Adolf Hitler habe jedoch in seiner Rede Frankreich und England eine War­tung erteilt, Deutschland werde sich diesmal nicht eintreifen lassen, denn die Zeiten Bethmann- Hollwegs seien vorüber.

DasO e u v r e" greift die Rede, wie nicht anbers gu erwarten war, in völlig unsachlicher Weise an und versucht, den Ausführungen des Führers rgenb eilte geheimnisvolle innenpolitische Bedeutung lieizulegen. Das sowjethörigeOrdre" zieht aus »er Rede eine negative Bilanz. Dagegen muß der Berliner Vertreter des gleichen Blattes zugeben, naß die Frontkämpfertagung in Kassel einegroße Kundgebung der deutsch-italienifch-sPanischen Union" »eroefen sei. Dor allem ist der Berichterstatter von Ben Erklärungen des italienischen Frontkampfer- ührers Rossi und des spanischen Generals O u e i p o de Llano stark beeindruckt, denen er tn nejug auf dieMentalität und Absichten der Achsen­mächte" große Bedeutung beilegt.

London sühll sich getroffen.

denen vor allem hervorgehoben wird, daß Adolf Hitler England angriff, den Raub der deutschen Kolonien verurteilt und die Ein­kreisungsversuche an den Pranger gestellt habe.

DieTime s" bringt einen ausführlichen Berliner Bericht über die Rede unter der Ueberfdjrift:Hitler über die Einkreisler Vergleich zwischen 1914 und heute". Das Blatt enthält sich jedoch jeder Stellung­nahme.

DerDaily Telegraph" widmet der Rede einen Leitartikel, der ohne jedes Verständnis unter Zuhilfenahme der dreistesten Geschichtslügen die vom Führer angeschnittene Kriegsschuldlüge be­handelt.Daily Expreß" schreibt, Hitler habe scharfe Worte gegenüber Frankreich und England gefunden, vor allem was die Einkreisung angehe. Das britische Volk wünsche aber nicht, Deutschland den Handel oder die deutsche Handelsflotte zu zer­stören, denn es glaube, daß genug Platz für die beiden Völker in der Welt sei.

Die Achse bringt den wahren Frieden.

Kassel, 4. Juni. (DNB.) Auf einem Kamerad­schaftsabend, der die Veranstaltungen des Samstag abschloß und zu dem auch Vertreter der Partei mit Gauleiter Staatsrat Weinrich an der Spitze, der Wehrmacht und der Behörden erschienen waren, er­griffen auch die ausländischen Gäste das Wort.

Der Präsident des italienischen Frontkämpferver­bandes Rossi überbrachte neben dem kameradschaft­lichen Gruß der italienischen Frontkämpfer den herz­lichen Gruß der italienischen Kriegsbeschädigten. Er erklärte, dergemeinsameKampfgegendie feindlichen Mächte, die sich gegen Deutsch­land und Italien verbunden hätten, sei aus dem Not­stand und aus dem Willen, diesen zu überwinden, entstanden. Diesem militärischen und politischen Bünd­nis stimmten die Frontkämpfer im Verein mit allen Italienern in voller Begeisterung zu.W i r h a b e n gemeinsam den Kampf in Spanien ge­wonnen, wir werden auch alle großen zukünftigen Entscheidungen gewin- n e n." Präsident Rossi schloß seine Rede, die häufig durch stürmische Beifallskundgebungen-unterbrochen wurde, mit dem Ruf:Es lebe Hitler! Es lebe

hinter seinem Bekenntnis zum Deutschtum ein ftar» kes, geeintes deutsches Volk und ein mächtiges Deutsches Reich stehe.

Oie 5. Reichsnahrstands- ausstettung in Leipzig eröffnet.

Leipzig, 4. Juni (DNB.) In der fefttich ge­schmückten Chrenhalle des Reichsnährstandes fand am Sonntagvormittag die feierliche Eröffnung der 5. Reichsnährstandsausstellung statt.

Bürgermeister H a a k e entbot der 5. Reichsnähr­standsausstellung, die zugleich die erste Großdeutsch- lands ist, den herzlichsten Willkommensgruß der Reichsmessestadt. Gauleiter Reichsstatthalter M u t s ch m a n n sprach seine Freude darüber aus, daß die größte Ausstellung dieses Jahres in der Reichsmesiestadt und im Sachsengau stattfinde. Der deutsche Bauer, der deutsche Landarbeiter und nicht zuletzt die Landsrau. sollten wissen, daß die ganze deutsche Natton hinter ihnen stehe. Sodann nahm der Reichsbauernführer R. Walter Darrs zu feiner Eröffnungsrede das Wort. Das Bekenntnis des Reichsbauernführers zu den gewaltigen Auf­gaben, die das deutsche Bauertum für die aanze Nation zu erfüllen hat, wurde wiederholt von stärk­stem Beifall unterbrochen.

15 Todesopfer eines Derkehrsunglücks

wie die Pressestelle der Reichsbahndirektion Ham­burg mitteilt, fuhr am Sonntag ein mit 34 Per­sonen besetzter Privat Omnibus in der Rahe des Bahnhofs Wulfsen an der Strecke BuchholzLüne- bürg auf dem unbeschrankten Ikberroeg der Land­straße GarstedtWinsen gegen einen Triebwagen der Reichsbahn. Durch den Zusammenstoß wurde der Omnibus 15 Meter mitgeschleift und vollständig zertrümmert. Der Triebwagen entgleiste mit einer Achse. Von den Insassen des Autobusses wurden fünfzehn getötet, vier schwer und die übrigen fünfzehn leicht verletzt. Der Fahrer und ein Reisen­der des Triebwagens trugen leichte Verletzungen

Es ist beinahe ein Glück, daß eine Geschwulst, die sich im Inneren des Kleinhirns am Hörnerv bil­det, nicht allein das Gehör beeinträchtigt, sondern auch das Gleichgewichtsgefühl des Menschen stört. Denn ob man nach der chiruraischen Methode zur Herausnahme einer solchen Geschwulst, die auf der Tagungder Hals-, Nasen-, Ohrenärzte in Wien Professor Schönbauer schilderte, oder nach d^r Weise der Ohrenärzte, die gleich hinter dem Oyt eindringen, den Schädel öffnet, immer muß vorher versucht werden, genau festzustellen, wo denn der Tumor sitzt und wie groß er ist. Ge­rade die Größe kann, wie Professor Güttich (Köln) zeigte, für die Methode maßgebend fein, denn der Ohrenarzt sucht sich mit einer möglichst kleinen Operationsöffnung zu begnügen, und da kann unter Umständen ein sehr großer Tumor besondere Schwierigkeiten bereiten. Um nun schon vor der Operation die Lage des Tumors zu erfahren, gibt die Störung des Gleichgewichtes Anhaltspunkte: Professor Unterberger (Wien) hat ein ganzes System solcher Störungen zu einem genauen Krank­heitsbild vereinigt. Er beachtet die Kopfhaltung, ob er zwangsweise gesenkt oder gedreht ist. Er läßt auch den Patienten sich aufrecht hinstellen, die Augen schließen und dann auf der Stelle treten. Der Patient verliert dabei die ursprüngliche Front­stellung und wendet sich nach rechts oder links, im­mer zu der Seite, auf welcher der Tumor im Kopf fitzt. Auch der Gang des Kranken ift aufschlußreich, o daß schließlich die verschiedenen Symptome gleich- am die Hand des Operateurs bei dem Eingriff führen.

Müssen die Mandeln heraus?

DieFokalinfektion" ist feit einigen Jahren etwas, worauf jeder Arzt achtet: Klagt ein Patient über Rheuma, so wird immer auch nach einer Ursache des Leidens in kranken Zahnwurzeln oder in entzündeten Mandeln gesucht. Von dort verbreiten sich vor allem die Eitererreger gern über den Körper und rufen sogar in der Tiefe des Un- teleibes Nierenentzündungen hervor. Ebenso wie man kranke Zahnwurzeln beseitigt, kann man auch die Mandeln herausschneiden, und man hat das lange Zeit regelmäßig getan. Aber die Röntgen­ärzte haben herausgefunden, daß es genügen kann, die chronisch entzündeten Mandeln zu destrah - len: Die Röntgenstrahlen rufen dann eine beson­dere Entzündung hervor, welche die Mandeln ent­lastet und beim Abklingen auch mit abschwellen läßt. Wird damit die Mandeloperation grundsätzlich überflüssia? Das war die Frage, die sich Professor Vogel (Berlin) stellte, nachdem er eine Reihe be­strahlter Mandelpatienten nachuntersucht und we- entlich gebessert gesungen hatte. Er hat, wie er der Tagung berichtete, nunmehr selbst eine große Zahl solcher Kranker bestrahlt und ihre Erfolge nachge­prüft. Zweifellos kann danach auch die Röntgen- bestrahlung das Wiederkommen von Anginen und anderen Folgen chronischer Mandelentzündungen

Danzig, 4. Juni. (DNB.) Reichsarbeitsführer Hier! ist zu einer Besichtigung der Danziger Ar- Danzig eingetroffen. Am Sonn- auf dem Wiesenwall ein A p -

ihm zukommenden Arbeits- und Lebensmöglichkeiten sich nicht durch Neid und Habgier dauernd vorent­halten lassen. Immer sei Danzig eine echt deutsche Stadt geblieben und.sei es auch heute. Danzig habe Zeit deutscher Schmach deutsch gefühlt und Volkstum die Treue gehalten. Das d e u t«

jetrussischen Manöoern beiwohnen müsse die zur gleichen Zeit abgehalten werden sollen. An Stelle Woroschilows wird eine sowjetrussische Mi- litärab ordnung den englischen Herbstmanö- oern beiwohnen.

Frankreichsleere Wiegen".

Paris, 4. Juni. (Europapreß.) Der französische Ministerpräsident Dalabier hielt am Sonntag vor dem Vollzugs-Apsschuß der Radikalsozialisttschen Partei, deren Vorsitzender er ist, eine Rede, die in der Hauptsache als Auftakt zu dem Wahlkampf des Jahres 1940 aufzufassen ist.

Der innerpolitische Teil der Rede war eine heftige Zurückweisung der von den Sozialisten und Kom­munisten gegen die Regierung erhobenen Vorwürfe. Seine Regierung, so erklärte Dalabier, habe vor allem der sozialen Agitation ein Ende gemacht.

Bemerkenswert war eine Ankündigung Daladiers, derzufolge die französische Regierung in der nächsten Zeit eine Reihe von Maßnahmen auf bevölke­rungspolitischem Gebiet zu ergreifen be­absichtigt. Besondere Maßnahmen würden zur Unter st ützung der kinderreichen Fa­milien ergriffen werden. Ein entvölkertes Land könne niemals ein freies Land fein.

Auf die schwebenden außenpolitischen Probleme, wie die französisch-englischen Paktverhandlungen mit der Sowjetunion und die Verhandlungen mit der Türkei, vermied es Dalabier, einzugehen.

Treue um Treue.

Hinter Danzig steht das starke deutsche Volk

Nach dem Abschluß des Vorbeimarsches begrüßt der Führe die Leiter der ausländischen Delegationen, die zum Reichskriegertag nach Kassel gekommen sind.

Der Führer begibt sich nun unter den Jubelstür­men der Bevölkerung mit seiner engsten Begleitung zum Haus des G a u I e i t e r s und stattete diesem einen Besuch ab. Anschließend weilte der Führer noch einige Zeit im Hause des Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen.

Herzliche Verabschiedung auf dem Flugplatz.

Kurz nach 19 Uhr hat der Führer die Stadt des Reichskriegertages wieder verlassen. Auf dem Wege durch die Stadt bis hinaus zum Flugplatz brachte die Bevölkerung dem Führer tosende Freu- denkundgebungen dar. Auf dem Flugplatz hatten sich u. a. zur Verabschiedung eingefunden der Kom- manbierenbe General des IX. AK., General der Artillerie D o l l m a n n, und der Kommandant von Kassel, Generalmajor Schäfer. Wie schon bei der Ankunft, so waren auch zum Abflug des Führers

die gleiche Einstellung zur deutschen!davon. Die Verletzten wurden den Krankenhäusern Volksgemeinschaft, durch die gleiche hohe Auf-1 zugesührl. Die Insassen des Omnibusses, die sich auf fassung vom Adel der Arbeit. Wir sind verbunden ..... - - -

durch die gleichen großen Lebensgesetze des Arbeits­dienstes, der uns verpflichtet auf Treue, Gehorsam und Kameradschaft. 2Bi r alle gehören z u großen Mutter, unserem beut» Volk, ihm haben wir uns ergeben mit

einem Ausflug befanden, stammen sämtlich aus dem Dorf Garstedt. Die Untersuchung über die Schutb- frage ist eingeleitet. Der Fahrer des Wagens hat anscheinend erst im letzten Augenblick den heran- kommenden Triebwagen gesehen. Seine Versuche, den Omnibus zum halten zu bringen, endigten da- mit, daß er mitten auf den Schienen stehen blieb und im gleichen Augenblick vom Triebwagen erfaßt und quer über die Straße gegen einen eisernen Signalmast gedrückt wurde. Es muß damit gerechnet werden, daß noch weitere Personen ihren Verletzun­gen erliegen werden.

52 Todesopfer einer Brandkatastrophe in Mexiko.

Mexiko, 5. Juni. (DRV. Funkspruch.) In der Ortschaft Zacatepec im Staate Morelo südlich von Mexiko-Stadt brach ein Brand aus, der schließ­lich die ganze Ortschaft vernichtete. Das Feuer ent­stand in der Vorsührkabine eines Kinos während einer ausverkauften Vorstellung. Unter dem Publi­kum brach eine Panik aus. Als merkwürdiger Umstand wird berichtet, daß der Brand in dem Augenblick bemerkt wurde, als auf der Leinwand Szenen von einer Brandstiftung abrollten. Die Flammen ergriffen mit rasender Geschwindigkeit die benachbarten Gebäude und schließlich die ganze Ortschaft. Bisher wurden 5 2 Tote festgestellt, während zahlreiche Personen Verletzungen da­vontrugen. Aus Mexiko-Stadt sind zahlreiche Am­bulanzen unterwegs, um den Verwundeten Hilfe zu bringen.

Wetterbericht

Die Gesamtlage ist noch wenig verändert. Die über Skandinavien südostwärts vorstoßenden Tief- druckwirbel machen sich im deutschen Ostseegebiet zeitweise durch Unbeständigkeit bemerkbar, brachten aber im übrigen Deutschland noch keine weitere Störung des Schönwettercharakters. Die Tages­temperaturen überstiegen bei uns auch am Sonntaa vielerorts über 25 Grad im Schatten. Wenn auch eine durchgreifende Aenderung für die Folge noch nicht zu erwarten ift, so kann doch mit Aufkommen zunächst schwacher Gewitterneigung gerechnet wer­den.

Vorhersage für Dienstag: Zeitweise wolkig, doch im allgemeinen noch heiter und schwache Neigung zu örtlicher Gewitterbildung, Mit­tagstemperaturen um etwa 25 Grad, Winde meist aus Nord bis Ost.

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