Wann bleibt die Steuerermäßigung für Hausgehilfinnen?
tor a. D. Orth (Deutschland) für die gastliche Aufnahme. Gleichzeitig gedachte der Redner der Opfer des letzten Erdbebens in Chile. Die Arbeitstagungen des Kongresses dauerte mehrere Wochen.
Größte Deinbaugemeinde Deutschlands."
Wie der Bad Dürkheimer Bürgermeister in der letzten Sitzung der Ratsherren mitteilte, wird die pfälzische Badestadt den stolzen Titel „größte Weinbaug em e i n d e Deutschlands" nicht mehr führen, weil dieser Titel nun der Stadt Wien zufällt, die nach der Eingemeindung vieler weinbautreibender Vororte mit 2500 Hektar Weinbergen und 2800 Winzerbetrieben nun die größte Weinbaugemeinde des Reiches ist.
15 Jahre Zuchthaus für bestialische Ettern.
Rach zweitägiger Verhandlung verkündete der Vorsitzende des Neuruppiner Schwurgerichts das Urteil in dem Prozeß gegen die Eheleute Hennig wegen gemeinschaftlicher Kindesmißhandlung mit Todesfolge auf die Höchststrafe von je fünfzehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Die Zuhörer bei dieser Verhandlung erlebten den erschütternden Leidensweg der kleinen dreiein- halbjghrigsn Lieselotte, die am 30. Januar dieses Jahres durch die Schuld der Angeklagten ums Leben gekommen ist. Die unnatürlichen Eltern hatten das arme Geschöpf nicht nur zur Strafe, weil es angeblich unsauber war, hungern, dursten und frieren lassen, sie hatten es auch außerdem schwer mißhandelt. Am Abend des 29.Januar wurde das Kind wieder heftig geschlagen, nachdem es vorher von der Angeklagten Hennig in eine Wanne mit eiskaltem Wasser — diese „Kur" sollte das Kind zur Sauberkeit erziehen — gesteckt worden war. Am anderen Morgen lag das kleine Wesen in seiner Eierkiste tot, die ihm, wiederum zur Strafe, als Lagerstatt diente. Nach der Bekundung des Arztes muß Lieselotte mit dem Kopf gegen eine Wand oder Tür geschlagen worden sein, und zwar mit ungeheurer Gewalt, denn durch einen Fall hätte das Kind keineswegs derart schwere Schädelverletzungen davontragen können.
Todesstrafe für einen niederträchtigen Schützen.
München, 28. März. (DNB.) Das Sondergericht München verurteilte den 38jährigen Jakob Hüb le r aus Kolbermoor, der im Sommer 1938 im Münchener Osten drei Schüsse auf einen Polizeibeamten abgefeuert hatte, wegen Totschlagsversuchs und Verbrechens gegen das Rechtsfriedensgesetz zum Tode und zum dauernden Ehrverlust. Hübler hatte nach ausgiebiger Zecherei mit seiner Frau, seinem Neffen und dessen Braut zu Rad die Heimfahrt an-
Der Wegfall der Steuerermäßigung für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen kann bei kinderreichen und bäuerlichen Familien, bei kriegsbeschädigten, körperbehinderten und altersschwachen Personen zu Härten führen. In diesen Fällen kann statt der bisherigen Vergünstigung Steuerermäßigung auf Grund der Bestimmungen über außergewöhnliche Bela st ungen gewährt werden. Der Reichsfinanzminister hot in einem Runderlaß jetzt die Einzelheiten geregelt. Danach können Aufwendungen für eine Hausgehilfin zur Gewährung einer Steuerermäßigung nur dann berücksichtigt werden, wenn erstens die Besänftigung einer Hausgehilfin zwangsläufig ist, 2. die Aufwendung für die Hausgehilfin eine außergewöhnliche Belastung darstellt und 3. die Belastung die steuerliche Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt.
Die beiden erstgenannten Voraussetzungen sind als erfüllt anzusehen, wenn eine Hausgehilfin beschäftigt wird von einem Steuerpflichtigen mit mehr als drei minderjährigen Kindern oder anderen minderjährigen Angehörigen, die zu seinem Haushalt gehören und in seinem Haushalt leben, erner wenn sie beschäftigt wird von Land - und For st wirten, zu deren Haushalt mindestens ein minderjähriges Kind oder ein anderer minderjähriger Angehöriger gehört und im Haushalt lebt, ofern die Ehefrau überwiegend im Betrieb mitarbeitet. Die Voraussetzungen sind weiter gegeben bei Kriegsbeschädigten und ihnen.gleichgestellten Personen, deren Beschädigung eine wesentliche körperliche Behinderung zur Folge hat, schließlich bei einem Steuerpflichtigen, der das 7 0. L e- bensjahr vollendet hat oder hilflos ist.
getreten. Als ein Polizeihauptwachtmeifter den Nef- en anhalten wollte, weil dieser seine Braut auf der Lenkstange des Fahrrades mitführte, ließ sich Hübler von seiner Frau eine Aktentasche, die seinen Revolver enthielt, geben, und schoß dreimal auf den Polizeibeamten, ohne ihn jedoch zu treffen. Nach der Verhaftung des niederträchtigen Schützen stellte es sich heraus, daß man es mit einem ausgespro-
Bei Ehegatten genügt es, wenn einer ooy ihnen das 70. Lebensjahr vollendet hat oder hilflos ist.
Die dritte Voraussetzung der wesentlichen Beeinträchtigung der steuerlichen Leistungsfähigkeit gilt als erfüllt, wenn die tatsächlichen Aufwendungen des Steuerpflichtigen für die Hausgehilfin allein oder zusammen mit anderen außergewöhnlichen Belastungen die Sonderbelastungsmindest- grenze erreichen. Diese beträgt bei Steuerpflichtigen mit einem Einkommen bis zu 5000 Mark ohne Angehörige 10 v. H., mit eins bis zwei Angehörigen 8 v. H., mit drei bis vier Angehörigen 6 v. H. und mit fünf und mehr Angehörigen 4 v' H. Bei einem Einkommen von 5000 bis 10 000 Mark erhöhen sich die Prozentsätze um 2 v. H. und entsprechend steigen sie weiter. Bei der Berechnung sind Sachbezüge, insbesondere freie Station, mit den für die Lohnsteuer festgesetzten Beträgen zu bewerten. Als Aufwendungen für eine Hausgehilfin sind mindestens 40 Mark monatlich anzuerkennen.
lieber den Umfang der Steuerermäßigung bestimmt der Erlaß, daß die Aufwendungen für die Hausgehilfin mit ihrem tatsächlichen Betrag, und zwar mindestens mit 40 und höchstens mit 50 Mk. im Monat zu berücksichtigen sind. Steuerermäßigung wird nur für eine Hausgehilfin gewährt. Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung kann von der angeordneten Berichtigung der Steuerkarte bezüglich der Ermäßigung für die Hausgehilfin für das Jahr 1939 abgesehen werden, wenn dem Steuerpflichtigen Kindermäßigung für mehr als drei minderjährige Kinder zusteht oder wegen einer Minderung der Erwerbstätigkeit um mindestens 45 d. H. ein steuerfreier Betrag gewährt worden ist. Diese Regelung gilt nur für das Lohnsteuerabzugsverfahren.
chenen Verbrecher zu tun hatte, der auch an diesem Tage ursprünglich mit feiner Frau zu Einbrüchen wegfahren wollte.
Aus Trauerfällen Kapital geschlagen.
Ein pietätloser Betrüger, der 47jährige Wilhelm Geburtzky aus Friedrichslohra, hatte sich vor dem Schöffengericht in Nordhausen zu verantworten. Der Gauner hatte zahlreiche Leute ausgesucht, die, einen
Angehörigen durch den Tod verloren hatten. Geburtzky trat dann stets unter dem Namen eines am Orte wohnenden Photographen auf, in dessen Auftrag er Bestellungen auf Vergrößerungen von Bildern der Verstorbenen annahm. Er-stellte dabei falsche Auftragsscheine aus und ließ sich zwölf Mark a n z a h l e n. Der Betrüger ließ sich danach niemals wieder blicken. Kennzeichnend für die Frechheit des Angeklagten ist die Tatsache, daß er, wenn man ihm keinen Auftrag erteilen wollte, auf die „Pietätlosigkeit" der Angehörigen laut zu schimpfen begann. Geburtzky, der wegen ähnlicher Fälle schon eine längere Freiheitsstrafe verbüßt hatte, wurde jetzt wegen fortgesetzten Rückfallbetruges in Tateinheit mit schwerer gewinnsüchtiger Urkundenfälschung zudreiJahrenZuchthaus verurteilt
Wetterbericht
Die Störungstätigkeit im Nordwesten des Festlandes hat lebhafte Formen angenommen. Unter ihrem Einfluß wird Westdeutschland von milden Meeresluftmassen überflutet, die bei meist stärkerer Bewölkung und bei verhältnismäßig Hochliegenden Temperaturen zu wiederholten Niederschlägen führen.
Vorhersage für Mittwoch: Ueberwie- genb bewölkt, zeitweise Regen, mild, südwestliche Winde.
Vorhersage für Donnerstag: Unbeständig mit Niederschlägen, mild.
Lufttemperaturen am 3. April: mittags 11,5 Grad Celsius, abends 8,7 Grad: am 4. April: morgens 8,4 Grad. Maximum 14,4 Grad, Minimum heute nacht 7,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. April: abends 9,4 Grad; am 4. April: morgens 8,4 Grad. — Niederschläge 9,6 mm. — Sonnenscheindauer 6,4 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr Friedrich Wilhelm Länge. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Or. Fr. W. Lange; für Feuilleton: l)r. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumfchein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter.- Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis-
liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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...ich Hebe ihr volles Aroma/’'
Schwung und Rhythmus!
Wer die Berliner Scala kennt,der kennt auch Lerrn Otto Stenzel.Der ^^eala'Orchesters »st ein überzeugter„Astta".
-Ä:! !! ^.".ete-Orchester verlangt Rhythmus und Schwung ^UrTrrÄa™ und Anpassungsfähigkeit, damit jede dermusikallschen Begleitung zu ihrem Recht kommt".Das ^^tpr-n^!»»<m?^^^^^r^^»?,^lssingzeile16, am 10.März 1939. Ä nÄ?0)?r'naud) belmRauchemAber nach den anstren- b J16 gönne ich mir ein«' Astra". Sie hat
die richtige Mischung, die ich brauche. Ich liebe ihr volles Aroma"
Sier findet der Wunsch des modernen Rauchers Erfüllung: Reiches Aroma und natürlich gewachsene Leichtigkeit in einer Cigarette vereint Darum greifen täglich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra". Besondere Kenntnis der Mischkunst und der Provenienzen ist das ganze Geheimnis. Im Lause Kyriazi lebt sie nun, vom Großvater auf den Enkel vererbt, in
dritter Geschlechterfolge als die erste und vornehmste Pflicht des Inhabers. - Rauchen Sie „Astra" eine Woche lang. Dann werden Sie bestätigt finden, daß sie aromatisch und leicht ist. Kaufen Sie noch heute eineSchachtel„Astra".
»Ich rauche die „Astra"- viele meiner Freunde rauchen die „Aftra"— das muß doch seinen Grund haben ... I"
öeta? Deyer, kaufmännischer Angestellter, Oortnmnö, Lloftertzratze 11. Ä 1.1939.
AuS dem Vesten das Richtige auSwählen. Aedes Jahr bringt andere klimatische Verhältnisse, unddamit wechseln auch die besonderen Eigenarten des Tabaks. Von 100 oder 150 erprobten Provenienzen stnd ost nur 5 oder 10 für die „Astra" geeignet. Auswahl und Mischkunst machen es möglich, der Grund- Forderung für die „Astra" zu entsprechen: Reiches Äroma vereint mit natürlich gewachsener Leichtigkeit. Am Lause Kyriazi tritt zu der Technik der Organi- tatron das familiengebundene Wissen um Tabak durch Ersetzung von Kindesbeinen an. Beides gibt die Sicherheit, unabhängig vom wechselnden Klima, aus dem Besten immer das Nichtige auszuwählen.
Mit Maß genießen, ist Feinschmeckerart.
„Ein leichtes Gericht, würzig ohne alles Zuviel zubereitet und dann mitMaß genossen, das ift wahre Feinschmeckerart. So halte ich es auch beim Rauchen und deswegen bleibe ich bei der.Astra", sagte uns Lerr Lelmut Eberhard, Koch des großen Lotel Monopol in Breslau am 2L 1. 1939. -Die „Astra" ist würzig und aromatisch dabei leicht und frisch. Eine richtig« Feinschmecker - Cigarette le
Leicht und aromatisch rauchen
»Vei uns wird die „Astra" nicht alt!
»Ich kann mich ganz kurz fassen", meinte am 17. März 1939Lerr Larry Güldner, Cigaretten- Händler im Lause Louis Krafft, Filiale Columbushaus, Berlin W 9, Potsdamer Platz 1." Die „Astra"wird bei uns besonders viel verlangt,weil sie so aromatisch und leicht ift WeU sie so viel verlangt wird ist sie natur« Nch auch stets frisch, lind die Tatsache, daß sie frisch ist, bedeutet für den Raucher wieder einen weiteren Grund, die „Astra" zu bevorzugen."
- mehr Freude für Siek.


