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SJL-'fpoti

Kamps der Freundschafi in München.

Deutschlands Leichtathleten schlugen Frankreich mit 106:45 Punkten. Harbig stellte seinen 800-Meter-liekord ein.

400 Meter- f. Helm (D), 49,0; 2. Eamonn (£), 49,1; 3. Marcillac (F), 49,5; 4. Joye (5), 49,7 Sekunden. .

800 Meter: 1. Harbig (D), 1:50,5; 2. Leoecgue (Z), 1:52,3; 3. Giesen (D), 1:52,8; 4. Joye (F), 1,57,2 Minuten.

150 Meter. 1. Kaindl (D), 3:57,8; 2. Eichberger (D), 3:58,0; 3. Meßner (F), 3:58,8; 4. Hanscnne (f?), 4:01,4 Minuten.

5000 Meter: 1. Eberlein (D), 14:52,0; 2. Eber­hardt (D), 14:53,6; 3. Lalanne (F), 15:10,4; 4. El Ghazy (F), 15:16,0 Minuten.

110 Meter Hürden: 1. Brisson (F), 14,9; 2. Wegner CD), 15,1; 3. Pollmanns (D.), 15,2; 4. Mathiotte (F), 15,4 Sekunden.

4 X 100 Meter: 1. Deutschland (Kersch, Lorn- berger, Neckermann, Köster), 41,5 Sek.; 2. Frank­reich (Goldowski, Ducourt, Dollöans, Dalmy), 42,5 Sekunden.

4 X 400 Meter: 1. Deutschland (Höllmg, Helm, Scheuring, Harbig), 3:15,0 Minuten; 2. Frankreich (Joye, Marcillac,' Cerutti, Peyre), 3:19,8 Minuten.

Kugel: 1. Stück (D), 16.14 Meter; 2. Trippe (D), 16,12 Meter; 3. Noel (F), 13,45 Meter; 4. Du- bruqu (F), 13,28 Meter.

Diskus: 1. Trippe (D), 47,12 Meter; 2. Lampert (D), 46,74 Meter; 3. Winter (F), 46,31 Meter; 4. Noel (F), 45,86 Meter.

Speer: 1. Busse (D), 68,64 Meter? 2. Gerdes (D), 62,98 Meter. 3. Frinot (F), 60,45 Meter; 4. Ducher (F), 57,88 Meter. _ ~ m it

Weitsprung: 1. Long (D), 7,28 Meter; 2. Gott­schalk (D), 6,96 Meter; 3. Balozo (F), 6,92 Meter; 4. Baudry (F), 6,81 Meter.

Hochsprung: 1. Weinkötz (D), 1.93 Meter;

2. Gehmert (D), 1.90 Meter; 3. Manent (F), 1,80 Meter; 4. Mnntran (F), 1,80 Meter.

Stabhochsprung: 1. Sutter (D), 3,90 Meteor;

2. Haunzwickel (D), 3,90 Meter; 3. Ramadier (tf), 3,80 Meter; 4. Vintousky (F), 3,80 Meter.

Gesamt: DeutschlandFrankreich 106 : 15 Punkte.

Symgsgreßer ZvOO-Meler-Laus Deutschland schlügt Luxemburg 95:41.

deutschen Rekord erreichte. Der junge Giesen mutzte seinen Schlußangriff auf Harbig mit dem zweiten Platz bezahlen, der in 1:52,3 an den Franzosen Leoeccjue siel. Hatte eingangs der Mannheimer Neckermann die 100 Meter in 10,6 Sekunden vor Hornberger (Frankfurt) gewonnen, fo bewies dann über 200 Meter Scheuring (Ottenau) feine beständige Form durch eine Zeit von 21,1 Sekunden. Unerwartet kam der deutsche Doppel- erfolg über 5000 Meter. Eberlein (München) und Eberhardt (Neustadt) liefen den Franzosen in der letzten Runde aus und davon und belegten in dieser Reihenfolge die ersten Plätze; stark ent­täuschte hier der oielgerühmte Franzose El Ghazy. Von den beiden deutschen Staffelsiegen ist besonders die Zeit über 4X400 Meter mit 3:15,0 Minuten heroorzuheben. In den technischen Wettbewerben waren vor allem unsere Kugelstoher in Hochform. Gerhard Stück (Berlin) verwies mit 16,14 Meter den aus Westdeutschland stammenden Trippe (16,12 Meter) knapp auf den zweiten Platz.

Oie Ergebnisse:

100 Meter: 1. Neckermann (D), 10,6; 2. Horn­berger (D), 10,7; 3. Valmy (F), 10,8; 4. Goldowski (F), 10,9 Sekunden.

200 Meter: 1. Scheuring (D), 21,1; 2. Necker­mann (D), 21,3; 3. Bucourt (F), 21,8; 4. DollL- ans (F), 22,0 Sekunden.

Er hatte sogar einige Fragen Margits nur knapp beantwortet. Obwohl sonst alles, was seinen Be­ruf anging, ihn sofort anspringen lieh wie ein jun- Nes Pferd, dem man die Sporen gab.

Er ging in dem großen Zimmer herum, und seine Schritte hätten recht vernehmbar geklungen, wenn der schwere Teppich nicht jeden Laut verschluckt hätte.Du kannst darüber lächeln, Margit: Dirs kleine, merkwürdige Erlebnis hat mich erregt. Du kennst mich doch. Es ist so, als schnappe irgendeine Feder ein und dann beginnt ein Uhrwerk zu chnurren."' Er hielt inne, sah Margit an und lachte. ,Du kennst doch Römer. Er behandelt dich ja. Also: Römer scheint ein außerordentliches Interepe an dem Mädchen 3U nehmen. Merkwürdig, wie? Gerade Römer! Uebrigens, weißt du, wenn ich mir ihr Gesicht vorstelle so im Profilsie hat eine gewisse Aehnlickkeit mit dir, bestimmt. Aller­dings eine andere Haarfarbe; aber immerhin. . Er 'schwieg. Aergerte sich über sich selbst. Was redete er denn da immer herum? Aber es brannte in ihm. Er mußte über das Mädchen reden.

Margit hatte die Deine Übereinandergeichlagen und die Hände über dem Knie verschlungen. Ihr silberblondes Haar glitzerte im Schein der Seiden- lampe, die auf dem Tisch neben der Couch stand. Ihre großen, blauen Deilchenaugen blickten Vallen­dar ernst an. Um ihren feingezeichneten Mund lag ein Lächeln stiller Wehmut. Glaubte denn der gute Junge, er könne sie täuschen?Was war es denn nun mit diesem Burd, Werner? Du bist davon

Der Dreifrontenkampf der deutschen Leichtathleten, mit dem unsere internationale Kampfzeit des vor­olympischen Jahres eröffnet wurde, brachte am Sonntag erwartungsgemäß drei Siege, lieber- rafchend kam allerdings die Höhe der deutschen Erfolge. Dänemark wurde in Kopenhagen von einer rein norddeutschen Vertretung mit 101:79 Punkten geschlagen, eine westdeutsche Mannschaft bezwang in Esch Luxemburg mit 95 :41 Punkten, und der 13. Länderkampf gegen Frankreich in München brachte den 13. deutschen Sieg mit dem Rekord- ergebnis von 106 :45 Punkten. Damit wurde der bisher eindrucksvollste deutsche Erfolg vom Vorjahre mit 105:46 noch übertroffen. Nur in einer einzigen Hebung, dem HO-Meter-chürdenlauf, gab es einen französischen Sieg durch Brisson, der in 14,9 Sek, die beiden Deutschen Wegner und Pollmanns hinter sich ließ.

Die rund 15 000 Zuschauer, die das Dante- Stadion bis auf den letzten Platz füllten, begrüßten beide Mannschaften mit herzlichem Beifall. Der Kampf wurde bei leicht bewölktem Himmel durch- geführt, aus dem nur hin und wieder die Sonne durchbrach. Auf der von dem Regen am Vormittag noch feuchten und daher etwas schweren Bahn wurden ausgezeichnete Leistungen vollbracht. Die beste Zeit erzielte unser Europameister und Rekord- mann Rudolf Harbig, der über 800 Meter mit 1:50,5 Minuten feinen erst vor kurzem aufgestellten

Zu schön war das!

Behutsam hob Tönnchen die Platte hoch, auf der die dunkelrote Gänsebrust lag. Die gnädige Frau muhte, wie gern der junge Herr Spickgans. Jetzt schlachteten sie auf Bärenbruch ja schon die ersten Gänse für den Königsberger Markt... Es nxir dock ein Segen, daß sie den Herrn Werner nach Berlin begleitet hatte! Wie hätte er sonst wohl was Ordentliches zu essen bekommen?

Unwillkürlich warf Tönnchen einen Blick auf die stark vergrößerte Liebhaberphotographie, die an der Wand des Eßzimmers hing. Das Gutshaus und davor ein Teich, in dem die Enten schwammen. Und an der Seite der junge Herr, einen Fuß im Steig- bügel des Fuchses.Ach Jottchen!" seufzte die Haus, hälterin in ihrem echten, breiten Ostpreußisch, das sich in Berlin kein bißchen abgeschliffen hatte.Ach Jottchen unser junger Herr!" Eine Reithose hatte er auf dem Bilde an und ein weißes Hemd, das die Brust freilich. Und er lachte! Lachte, weil das Leben so schön war! r .. _ ,..

Tönnchen strich sich die weihe gestärkte Schurze glatt. Daß er so glücklich war hier, in dem wir­belnden Berlin! Aber deswegen hing er doch an der Heimat. Manchmal kamen Leute, die sagten, das Eßzimmer sei altmodisch und passe nicht für einen Schauspieler. Die wußten freilich nicht, daß die Möbel aus Bürenbruch stammten. Ach, die kann­ten ihn alle nicht!

Wie liebte er dieses Zimmer und die Bilder an den Wanden! Da war Tora, die Zuchtstute, die so großartig einschlug, und dort die Weide, auf der sich die Fohlen tummelten. Dies Zimmer war ein Stück Barenbruch. Wenn man nicht das Klingeln der Elektrischen gehört hätte und das dumpfe Brau- fen des Großstattlärms, man hätte meinen können, man fei auf dem Gute.

Das Mädchen rumorte in der Küche ... Tönnchen schrak auf. Der junge Herr liebte es nicht, daß es laut zuging, wenn er mit Frau Larsen ftumcrte. Rasch 'ging sie aus dem Zimmer, vor sich das Tablett mit all den Köstlichkeiten, die die gnädige Frau zur Heimkehr aus Aegypten geschickt hatte...

Aber das gute Tönnchen hatte sich getäuscht: Wer­ner Vallendar sprach nicht über den neuen Fum.

Auch im Länderkampf gegen Luxemburg kamen Deutschlands Leichtathleten zu dem erwarteten Sieg, mit 95:41 Punkten fiel das Endergebnis sogar recht deutlich aus. In allen Wettbewerben gab cs deut­sche Siege, ja die Gastgeber konnten nur zweimal deutsche Doppelsiege verhindern. Die bernor: stechendste Leistung vollbrachte der alte Kämpe Max Syring (KTV. Wltenberg), der im 5000- Me ter-Lauf mit einer Zeit von 14:40,0 Minuten unter seinem anerkannten deutschen Rekord von 14:41,4 blieb,"aber bekanntlich wurde Syring m Kopenhagen von dem jungen Hamburger Fe Hermann zur gleichen Stunde übertroffen. Don den übrigen Leistungen wären noch die 1:53,8 Minuten von Br and sch eit über 800 Meter, der Weitsprung über 7 20 Meter des Frankfurters Witte und der Dis­kuswurf über 48,19 Meter des Wiener Polizisten Wotapek zu erwähnen. Der Kampf hatte in dem kleinen Städtchen Esch nur gegen 1000 Besucher angelockt, unter denen man auch den deutschen Landesgrupepnleiter Dr. Diehl sah.

Deutscher Sieg in Kopenhagen.

Klar und eindrucksvoll war der deutsche Erfolg in Kopenhagen beim 5. Leichtathletiktreffen mit Dänemark. Der Schluhstand mit 101 :79 Punkten war höhor als die Dänen erwartet hatten. Bedauer­licherweise ließ der Langstreckenmeister Harry Sie- f ert seinen Verband und seine Kameraden in letz­ter Minute im Stich und wird sich für sein unsport­liches Verhalten noch verantworten müssen.

Bei sonnigem, aber etwas windigem Wetter wohnten im fahnengeschmückten Oesterbro-Stadwn der dänischen Hauptstadt dem Kampf rund 9000 Zuschauer bei. Don den insgesamt 12 Wettbewerben gewannen die Deutschen neun und die Dänen drei. Perloren gingen für uns der 100-Meter-Lauf, der Stabhochsprung und die Schwedenstasfel. Die Glanz-

Das Tönnchen, wie Vallendar sie nannte, war unzufrieden. Da hatte die Mutter aus Bärenbruch das grohe Paket geschickt, und sie hatte alles mit so . .

Diel Liebe gedeckt, und nun war kaum etwas ge- sges Pferd, dem man die gehen worden. Na ja, die Frau Larsen, die ah rc- flW nrnn,t1 überhaupt jar urscht! Aber mit dem Appetit des jungen Herrn war es sonst doch besser bestellt?

Tönnchen hielt einen Augenblick ganz stille und lauschte nach dem Nebenzimmer hinüber. Da drin­nen saß nun der junge Herr mit Frau Larsen. Sie schienen über den neuen Film zu sprechen, den sie zusammen drehen sollten. Manchmal hob der junge Herr die Stimme, und bann antwortete Frau Lar­sen. Es klang wie Musik, wenn die beiden sprachen.

Schwarzwald zur Ostsee führte. Am 18. Juni waren 22 Teilnehmer in Freiburg i. B. gestartet. Sie leg­ten in 13 Etappen 840 Flugkilometer bis zum Ziel­flughafen Stettin-Attdamm zurück, wo 14 rechtzeitig eintrafen. Die anderen blieben infolge des schlech­ten Wetters in Berlin-Rangsdorf und Finowfurt liegen.

Als Sieger des Wettbewerbs erhielt der NSFK.- Obersturmführer Schmidt von der NSFK.- Gruppe Südwest die Goldene Hermann-Göring- Plakette, NSFK. Hauptsturmführer Bräutigam (Gruppe Elbe/Saale) und Segelflugzeuaführer Flinsch (DDL.) Darmstadt) wurden als Zweiter und Dritter mit der Plakette in Silber ausgezeichnet. Obersturmführer Huth (Gruppe Nord) und Ober­truppführer R e u f a u f, Gruppe Weser/Ems beleg­ten die nächsten Plätze und erhielten die Bronze- plakette. Flugkapitän Hanna Reitsch (DFS. Darmstadt) wurde Sechste; sie erhielt die Bronze­plakette des Korpsführers des NSFK. Huth hatte den Wettbewerb 1937 gewonnen, Hanna Reitsch war Dorjahressiegerin.

Ergebnis:

1. NSKF.-Obersturmführer S chm i d t (Gruppe Südwest) 560,60 Wertungspunkte, 2. Hauptsturm- führer Bräutigam (Gruppe Elbe/Saale) 531,40 P.; 3. Segelslugzeugführer Flinsch (DVL. Dann- ftadt) 466,10 P.; 4. Obersturmführer Huth (Gruppe Nord) 450,06 P.; 5. Obertruppführer Reukauf (Gruppe Weser/Elbe) 426,0 P.; 6. Flugkapitän Hanna Reitsch (DFS, Darmstadt) 404,14 P.

Marburg HZ-Gebietemeistrr.

In Marburg wurde am Sonntag die Meister­schaft des HI.-Gebietes Kurheffen im Fußball zwi- fchen den Bannen 224 Marburg und 83 Kassel aus­getragen. Die Marburger nutzten ihre Chancen bester aus als der Gegner, der im Felde wohl über­legen war, sich aber vor dem gegnerischen Tor nicht entsprechend durchsetzen kannte. Die Marburger siegten mit 2:0 (2:0).

GROSSGARAGEi Öltet Westen

Roman von Harald Baumgarten

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35

5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Er drehte sich um und erschrak: Der Rückweg war wie ein hoher Berg, den er niemals mehr erklimmen konnte... Die peitschenden Herzschläge trieben ihn wieder voran. Vielleicht fände er L2i seinem Wagen den Fahrer? Das war ein treuer, zuverlässiger Mensch... Taps taps, machten seine Schritte, während es in seinen Ohren wie Meeresbrandung dröhnte. Die Sti'tlampen glitzerten in weiter Ferne, wie verstreute Sttrne.

Furcht würgte ihn. Taumelnd drehte er sich um und sah undeutlich an der Einfahrt, durch die er eben gekommen war, einen Menschen stehen. Aber feine sinne waren schon zu verwirrt, um den Tank­wart der Garage zu erkennen. Trug der Mensch nicht eine Lederjacke? Ein eisiger Schreck ließ ihn erzittern. Blitzhaft überkam ihn die beklemmende Gewißheit, daß dieser Mann am ©arageneinggng der junge James sei James, der- ihn verfolgte... Wenn ich jetzt das Bewußtsein verliere, ist James der erste, der mich findet!, dachte er mit einer letzten Willensanstrengung. Er wird mir den Brief stehlen und ihn vernichten... Mit schreckhaft geweiteten Augen sah er sich um. Verlor schon für Sekunden das Gefühl, wo er sich befand. Er wollte um Hilfe rufen, aber nur ein fast unhörbares Stöhnen löste sich aus seiner Kehle.

Es war die stille Zeit in der Garage, da die Autos eingestellt und die Wagenwäscher noch nicht an der Arbeit waren. *

lieber dem großen, etwas altmodischen Garage- Mietwagen, mit dem Preetz in Hamburg gewesen war, brannte an der Decke eine Birne. Burd er­kannte den Wagen und taumelte auf ihn zu, .als könne er Schutz in ihm finden. Als feine Hand den kühlen Stahl der Karosserie berührte, fühlte er ganz klar: Es geht zu Ende mit mir... Ein letztes Auf­flackern feiner alten Tatkraft überkam ihn. James durfte den Brief nicht bei ihm finden! Jeder andere nur nicht James!

Zwar bebte die Hand, die den Brief aus der Brusttasche zog, und feine Augen sahen fast nichts mehr. Aber er tastete sich an den anderem Wagen entlang, und um feinen Mund lag ein hoffnungs­volles Lächeln*.. Weg mit dem Schriftstück nur weg von mir!

damit 1,5 Mill. RM. erreicht) und wie erwähnt 150 000 RM. an die Unterstützungskasse, so daß 76 719 RM. zum Neuoortrag verbleibt.

Adam Opel AG. Rüsselsheim.

FWD. Am 3. Juli läuft im Brandenburger Opel- werk der 10 000. Export-Lastkraftwagen vom Band. Das Werk Brandenburg wurde im Januar 1936 nach 190tägiger Bauzeit feierlich eingeweiht, und die Produktion setzte sofort mit einer Tageserzeu- ating von 50 Wagen ein. Bis Ende Juni 1939 sind rund 38 300 Opel-Dlitz-Lastwagen auf dem In- landmarkt zugelassen und 10 000 exportiert worden. Die Gefolgschaft des Werkes beträgt zur Zeit 3500 Köpfe.

Rhein-Mainische Börse,

wenig Geschäft.

Frankfurt a. M., 1. Juli. Zum Wochenende erfuhr die Unternehmungslust keine Erhöhung, was fick) in nur geringen Kundschaftsaufträgen äußerte. Teils betrafen sie wieder kleine Abgaben, zum an­dern auch mäßige Kaufe offenbar aus Mitteln Des Juli-Kupontermins. ,

Am Attienmarkt lagen die Kurse bei wenig Geschäft uneinheitlich, größere Abweichungen als 0,25 bis 0,50 o. H. waren nur vereinzelt Erneut rückläufig Verein. Deutsche Metall aus 163 (165). Don anderen heimischen Werten Slblerroerfc 1 v.H. auf 95,50, Metallgesellschaft 0,50 v.H. auf HO, aber JG.-Farben 0,25 oft. fefter nut 142. Sonst wurden u. a. notiert: AEG. 108 (107,50), Cement Heidelberg 138,50 515 138 (138^), Hoesch 104 50 (105), Rheinmetall 113 (113,oO), Demag 134 (134 25) Verein. Stahl 97,50 (97,75), Mannesmann unverändert 102 und Reichsbank unverändert 185.

Am R e n t e n m a r f t wiesen amtlich notierte Werte kaum Veränderungen auf. Reichsaltbesitz 131,55 (131,50), Dekofama ! 137,25 (unverändert). Liquida tionspfandbriefe schwankten bis 0,13 n r- roährend Stadtanleihen uneränbert blieben. Auch Industrie-Anleihen waren im allgemeinen behaup­tet, ebenso Gold Pfandbriefe und Staatsvaviere. Im Freioerkehr hatten Steuergutscheine lebhaften Han­del, Serie I erneut matt mit 102 bis 101,10 nach vorbörslich 102,30 und gestern abend 102,70.

Im Verlaufe m.-chten sich Ansätze zu einer leich- fen Befestigung bemerkbar, doch blieb es habet und auch das Geschäft konnte sich nicht beleben. Verein* gelt nannte man etwa 0,25 bis 0,50 v. H. über dem Anfang liegende Kurse, so u. a. IG. Farben 142,50 nach 142, Vereinigte Stahl 97,75 bis 98 bis 97,40 nach 97,50. Von den später notierten Werten lagen Gesfürel und Moenus Maschinen je 2 v. H. schwä- cher mit 120,50 bzw. 115 und MAN. büßten 1,50 v. H. ein auf 135, dagegen Aschaffenburger Zellstoff 84 (82,65). Ä a

Im Freiverkehr zogen Katz & Klumpp auf 92 bis 94 (87 bis 89) an, man erwartet 6 (5) v. H. Dividende. Dingler 0,50 v. H. niedriger mit 101 bis 103. Tagesgeld nach dem Ultimo ermäßigt auf 2,75 (3,25) v.H. ' '

Zur EierPreisregelung.

Feldbergfest nur teilweise durchgesührt.

Das am Sonntag zum 86. Male auf dem Großen Feldberg i-m Taunus durchgeführte älteste deutsche Bergfest hatte außerordentlich unter der ungünstigen Witterung zu leiden. Schon die Vormittagskämpfe wurden durch den ständig niedergehenden Regen stark beeinträchtigt, doch stand der Großteil der an­getretenen 1000 Teilnehmer den Kampf durch. Die für den Nachmittag vorgesehenen Entscheidungen in den Mannschaftskämpfen und Staffeln mußten eben­so wie die Scyauvorführunaen bei dem aufgeweich­ten Boden ausfällen. Die Wanderpreise in den Staf­feln wurden den vorjährigen Siegern auf ein wei­teres Jahr belassen. Der Stampf um das Völsungen- horn wurde dahingehend entschieden, daß die Punkt- zahlen der Hebungen des Dreikampfes der fünf besten Wettkämpfer jeder Mannschaft gewertet wur­den. Sieger wurde hierdurch die Jahn-gemeinschaft Oberursel vor dem Verteidiger Polizei Frankurt und der ^-Sportgemeinschaft Frankfurt. Oberursel er­rang Damit erstmals den historischen Wanderpreis. Eine Würdigung der Einzelleistungen kann bei den Verhältnissen unterbleiben, es war schon eine beson­dere Leistung der Teilnehmer überhaupt, den Kampf durchzuführen. Vorbereitung und Abwickelung des Festes waren vorzüglich, so daß schon in den frühen Nachmittagsstunden die Teilnehmer die Rückfahrt antreten konnten. >.

3m Segelflug quer durch Deutschland.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste von Par- tei, Wehrmacht und Staat fand am Sonntag in Stettin die Sieaeroerkündung in dem Zielstrecken- Scgelslug des NS.-Fliegerkorps statt, der vom

FWD. Es wird daraus hingewiesen, daß laut einer Verfügung des Reichskommisfars für die Preisbildung der Preis für ungekennzeichnete (Eier 10 Rpf. je Stück beträgt. Sofern in Gebieten, in denen keine Selbstmarktbeschränkung besteht, die Eier außerhalb der Ortsgrenze verkauft werden, barf dieser Preis von 10 Rpf. keinesfalls über» schritten werden, andernfalls Anzeige wegen Höchst" Preisüberschreitung erfolgt. Der festgesetzte Kilo- preis von 1,56 RM. deckt sich bei der UmrechnunK ungefähr mit dem Preis von 10 Rpf. je Stück.

Neue Frühtarwssel-Erzeugerpreise.

FWD. Für die Zeit vom 3. bis 8. Juli 1939 werden für Speisefrüh karto ff ein folgende Erzeuger- festpreise je 50 kg in RM. netto ausschließlich Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt: weiße, rote, blaue Sorten 5,20, runde gelbe Sorten 5,60, lange gelbe Sorten 6, RM.

abgefommen/ , , , x

Nichtig, meine Gedanken machen heute abend Sprünge. Ich glaube, das kommt von der verrückten Wustensonne; die hat mir zu lange auf den Kops geschienen ... Also: Burd soll sich sehr für diese Charly Sander interessiert haben. Dor drei Jahren. Hast du damals mit ihm nicht wegen eines Av- schlufses nach drüben verhandelt?"

Ja. Aber, wie ich las, hat Burd feit zwei Jahren feine Produktion verkauft. Damals lehnte ich ab, Seine Firma erschien mir nicht groß genug"" Sie schwieg in sich hinein. Ich Hütte es nicht tun sollen! warf sie sich vor. Es wäre aermbiitiaer gewesen, Burds Angebot anzunehmen. Ich schlug es aus, weil ich Vallendar kennengelernt hatte. Nun wird es zu spät für mich ... -öie hob den Kopf. wollte mit dir etwas besprechen, Werner! Was meinst du, wenn ich die Rolle ablehnte, die ich spielen soll?" M

Er war ganz verwirrt.Die Rolle m dem neuen Film? Du hast nie eine bessere gehabt, Margit.'

Meinst du? Ich fürchte, es ist nicht das Richtige. Ich möchte die andere Nolle spielen die tfrau des Ingenieurs." Ihr Herz schlug heftig. Was wird er sagen? Zu dieser Andeutung, daß sie sich lang­sam auf den Uebergang vorbereiten wollte? Diesen Uebcrgang, der fo schwerfiel und so schmerzlich «sy tat"Den Uebergang. in ein älteres Fach?

(Fortsetzung folgt.)

Als Burd in die Garage hineingegangen war, gellte in dem Nebel ein Pfiff auf... Jnteresflert i horchte Huckemann. Er konnte jedoch niemand sehen. >

Der junge James, der Burd angesprochen hatte, i war mitten auf der Straße stehengeblieben. Noch- > malß hob er zwei Finger und steckte sie zwischen i die Lippen.

Ein Mann in steifem Hut kam auf ihn zu.

Wie soll man dich denn finden? So was von Wetter!" Der junge Mensch hustete und sprach heiser.Er will zu einem Notar gehen, hat er gesagt. Er will es festmachen. Er sagt, er habe , alles bei sich. Wenn er es tut, bin ^ch verloren."

Ich denke, er will es der Sandner geben?" Nahm ich an. Aber er scheint es sich überlegt zu haben." Der Mann in der Lederjoppe stieß einen Hluch zwischen den Zähnen hervor.Wir müssen ihn treffen, ehe er zum Notar kommt! Ich muß ihn überreden!"

Meinst du, daß das was nutze?

Es ist meine letzte Möglichkeit. Er darf mich doch nicht übergehen! Vielleicht kann ich ihn im Hausflur des Notars noch mal anreben..."

Ob er im Hotel hinterlassen hat, wohin er geht?'

Man muß es darauf ankommen lassen. Geh ins Hotel! Sieh zu, ob du die Adresse erfahren kannst! Der Alte ist in der Garage. Noch ist. er nicht draußen." m .

Die beiden Gestalten trenten sich; der Nebel ver- schluckte^sie kreiste; sie ließ die

Gäste herein und hinaus.

Ein etwas schäbig angezoaener Mann kam her­ein. Tippte an den Hut, als fei er hier gut bekannt. Ohne Zögern ging er auf den Empfangstifch zu Mister Burd aus Los Angeles hat mich bestellt.

Ich sollte mit ihm zum Notar gehen. Es handelt sich um einen Filmoertrag."

Der Empfangschef sah auf.Mister Burd ist aus- gegangen. Er tjat nichts für eie Hinterlagen.

Der' Mann erschrak offensichtlich. Er öffnete den Mulid dabei wie in einem gutgespielten Erstaunen.

Der Empfangschef sah drei Goldzähne blitzen. Es fiel ihm auf. , , .

Aber der Vertrag sollte doch heute abend unter- zeichnet werden! Ich habe mit Mister Burd ge- kabelt, als er noch auf dem Dampfer war.

Der Empfangschef sann nach. Der Mann ch'.en i Bescheid zu wissen. Vielleicht hatte Mister Burd es vergessen? Er schien sich ohnehin nicht gut zu i fühlenMister Burd ist zu Notar Grußendorf > nach der Wilmersdorfsr Straße gefahren , jagte er und wandte sich anderen Gästen zu, die eine Aus- : fünft begehrten. . ... .. .

> Der Mann mit den drei Goldzahnen tippte

t wieder an seine Melone und ging bann rasch - Antonie Enkrbeck, Vallendars Haushälterin,

räumte den Eht'sch ab. Diejjrofie Uhr in »er Diele schlug gerade die neunte -stunde.