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Interessiertes Echo im Ausland

Deutsche Soldaten an der Grenze

mit zur

seiner Regierung. Diese Melodie kennen wir Genüge! Es ist die Melodie von Versailles.

Die letzte Provokation.

Feuerüberfall auf die offeneStadtBeuthen.

Beuthen, 1. Sept. (DRV.) Gegen vier Uhr früh wurden von einem polnischen Flugzeug s e-ch s Bomben in die Volkswohnsiedlung in der Hohenlindener Straße im Kreise Preis­kretscham abgeworfen. Außer geringer Sachbeschädigung hatten die polnischen Bomben keine Wirkung. Menschenleben kamen nicht zu Schaden.

Roch bevor die deutsche Wehrmacht auf Befehl des Führers die polnischen Grenzverletzungen und Uebergriffe mit Gewalt beantwortete, belegte die polnische Armee die offene Stadt Beuthen mit A r t i l l e r i e f e u e r. In Abständen von fünf Minuten schlugen in den verschiedenen Stadtteilen Beuthens Granaten vom Kaliber 7,5 Zentimeter ein und richteten in verschiedenen Straßenzü-gen Sachschaden an. In der Kgttowitzer Straße wurde durch eine einschlagende Granate ein Haus in Brand geschossen. Weitere Einschläge waren in der chohenzollernstroße und in der Nähe des Hauptbahnhofes festzustellen.

Die Beschießung der offenen Stadt Beuchen durch die polnische Artillerie war als Signal für die polnischen Aufständischenban­den gedacht, die nach der Aussage von Gefangenen von der polnischen Armeeleitung den Auftrag er­halten hatten, in der vergangenen Nacht Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg zu überfallen, um den Weg zur. Oder frei zu machen. Daß es sich bei der Beschießung Beuchens um eine plan­mäßige strategische Maßnahme der polnischen A rm e e handelt, ist auch daraus zu erkennen, daß die Eisenbahnstrecke Beuthen Königshütte unter Feuer genommen wurde und daß weiterhin die Hohen zollern-Grube bei Beuthen von der polnischen Artillerie beschossen wurde. Die polnische Artillerie hat hierbei ihr Ziel, durch Zusammenschießen des Förderturmes den Be­trieb stillzulegen, nicht erreicht. Während bei dieser Beschießung kein nennenswerter Sachschaden anqerichtet wurde und auch Personen nicht zu Schaden kamen, hat der Ueberfall auf die offene Stadt Beuthen bisher zwei Tote und 35 Verletzte an Opfern gefordert.

Chamberlain sielli die Dinge auf den Kopf.

Oie Ltnterhaus-Re-e -es britischen Ministerpräsidenten leugnet klare Tatsache

England war von den Vorschlägen des Führers unterrichtet.

Berlin, 1. Sept (DNB.) Der englische Rundfunk behauptet, daß die englische Regie­rung von den Vorschlägen des Führers zur Lösung des Danzig- und Korridor-Problems nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Demgegenüber wird amtlich mitgeteilt, daß die Donners­tag abend veröffentlichten Vorschläge bereits am Mittwochabend dem britischen Bot­schafter in Berlin, Sir Neville Henderson, durch den Reichsaußenminister von Ribben­trop persönlich wortwörtlich zur Kenntnis gebracht wurden. Des weiteren wurden ihm die wichtigsten Punkte dieser Vorschläge durch den Reichsaußenminister, noch eingehend erläu­tert.

in den Weg stellte.

Ministerpräsident Chamberlain erklärt wei­terhin, die englische Regierung habe der deutschen Regierung mitgeteilt, daß sie im gegenwärtigen Konflikt die Notwendigkeitder Eile voll­kommen anerkannt habe und auch die Be­fürchtungen des Kanzlers teile, die sich aus der Tat­sache ergebe, daß zwei mobilisierte Armeen einander gegenüberstehen. Es erhebt sich hier die Frage, warum die britische Regierung, die ja doch der pol­nischen Regierung zu ihrem provokatorischen Han­deln die Blankovollmacht gegeben hatte, nun an­dererseits nicht genügend Ueberredungs- kunst anwandte, um die polnische Regierung zu einem anderen Verhalten und einer weniger aufreizenden Politik zu veranlassen.

Cs ist auch nicht wahr, daß von Deutschland aus aggressive Akte gegen Polen vorgenommen worden sind. Es war die polnische Regierung, die unter dem Druck der Straße und beauftragt von einer wild gewordenen Soldateska jene Aggressionsakte vollzog, die nun zum unver­meidlichen Konflikt geführt haben. Es ist auch nicht wahr, wenn Chamberlain erklärt, daß die Vorschläge des Führers Po­len niemals zur Kenntnis gebracht worden seien. Denn erstens sind sie bereits dem britischen Botschafter Sir Revllle Hender­son am vergangenen Mittwochabend durch den Reichsauhenminister von Ribbentrop mitgeteilt worden. And zweitens hat die pol­nische Regierung noch am Donnerstagabend im Warschauer Rundfunk erklären lassen, daß diese Vorschläge gänzlich u n- diskutabel seien. Es kann also auch nicht die Rede davon sein, daß die polnische Regierung die Vorschläge nicht gekannt haben sollte, von denen sie selbst behauptet, daß sie undiskutabel seien. Darum handelt es sich auch gar nicht, sondern es handelt sich darum, daß die polnische Regierung sich zwei Tage lang geweigert hak, einen bevollmäch­tigten Unterhändler nach Berlin zu schik- ken, in der sicheren Erwartung, daß die deut­sche Reichsregierung tage- und wochenlang hin­gehalten werden könnte und sich damit eine bessere Situation für die vollkommen zerfahrene polnische Politik ergeben könnte. Es erübrigt sich deshalb, näher darauf einzu­gehen, wenn Chamberlain behauptet, daß Deutsch­land in Verhandlungen Über Vorschläge eintreten wollte, welche Polen niemals gehört hätte. Polen kann, wie gesagt, keine Vorschläge ablehnen, die es nicht kennt. Es muß also die Vorschläge gekannt haben, wenn es sie am Donnerstag-

Rechts: Eines der zahlreichen Flakgeschütze, die Deutschlands Luftraum gegen jeden feindlichen Angriff sichern. Links; Alarm in der Stellung! Stahlhelm auf und raus. (Scherl-Bilderdienft-Schlüter-M.)

sich Deutschland zu einer Volksabstimmung bereit nach den von den Westmächten »bisher anerkannten Völkerbundsprinzipien. Man ist ver­wundert darüber, daß die Regierungen der West­mächte nicht den Friedenswillen hatten und die Autorität besaßen, um diesen Vorschlag als Basis für eine Einigung anzunehmen. Sie haben unklug gehandelt, indem sie den Konflikt ausbrechen ließen, und zwar wegen der Forderungen, zu denen das deutsche Volk berechtigt ist.

Guter Eindruck in Holland.

Amsterdam, 2. Sept. (Europapreß.) Die Füh­rer-Rede in der historischen Sitzung des deutschen Reichstages wurde in Holland von großen Teilen der Bevölkerung am Rundfunk mitgehört. Der stärkste Eindruck, den die holländische Regierung empfangen hat, ist, daß die Reichsregierung offen­bar bestrebt ist, auf ihrer Seite alles zu tun, um den aus der Lösung der deutsch-polnischen Streit­fragen entstandenen Konflikt auf einen mög­lich st engen Raum zu beschränken. Diese Feststellung macht in Holland einen beruhigen- den Eindruck. Eine günstige Aufnahme findet auch die vom Führer mitgeteilte Anordnung, daß die deutsche Luftwaffe ihre Aktionen auf militärische Ziele beschränke und das damit verbundene erneute Bekenntnis zu humaner Kriegsführung.

Das Echo in Mskau.

Moskau, 2. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Leitartikel aller Moskauer Blätter find am Sams­tag der Beendigung der Tagung des Obersten Sow­jets gewidmet sowie dem größten Ereignis der außenpolitischen Rede Molotows und der Ratistzie- rung des deutsch-sowjetrussischen Nichtangriffs- und Konsultativpaktes.

DieP r a w d a" spricht von einem geschichtlichen Ereignis, das der Oberste Sowjet und mit ihm das ganze Land mit tiefer Befriedigung aus­genommen habe. Die Rede Molotows nennt das Blatt eine Demonstration der Sowjet- Friedenspolitik und hebt noch einmal her­vor, wie schonungslos der Außenkommissar die Intrigen und Provokationen der Westmächte ent­larvt habe. Das ganze Land habe die Erklärung Molotows, die von Kraft und Wahrheit zeugte, mit unbeschreiblicher Begeisterung ausgenommen. Aber

abend im Warschauer Rundfunk zurückweisen ließ.

Es ist auch nicht anzunehmen, daß der deutsche Reichsaußenminister v. Ribbentrop dem briti­schen Botschafter Sir Neville Henderson das Dokument in größter Schnelligkeit vorgelesen habe. Im Gegenteil! Der Inhalt dieses Dokumentes ist dem englischen Botschafter nicht nur mitgeteilt, son­dern in einzelnen Punkten noch erläu­tert worden. Die deutsche Regierung beabsichtigte keineswegs, daß ein polnischer Unterhändler ein Diktat entgegennehmen sollte. Es ist vielmehr so, daß dieser polnische Unterhändler überhaupt nicht erschien, Polen sich vielmehr erdreistete, den Führer und die deutsche Reichsreaierung zwei Tage lang auf einen bevollmächtiaten Vertreter der polnischen Regierung warten zu lassen.

Der englische Ministerpräsident behauptete weiter, daß am heutigen Morgen offene polnische Städte bombardiert wur­den. Das deutsche Dementi, das bereits im Rundfunk und in der Presse veröffentlicht wor­den ist, straft auch diefe Behauptung Lügen. Nirgendwo find offene Städte bombardiert worden, noch sollen sie nach dem ausdrücklichen Befehl des Führers bombardiert werden. Die deutsche Luftwaffe hat nur befestigte und militärische Anlagen angegriffen. Deutsche Truppen haben erst die polnische Grenze überschritten, als bereits polnische Truppen an mehreren Stellen die deutsche Grenze überschritten und dabei in Gleiwih ein feiges und hinterhältiges Attentat auf den dortigen Sender unternommen hatten.

Die Drohungen, die der englische Ministerpräsi­dent Chamberlain am Schluß seiner Rede gegen Deutschland aussprach, besitzen daher keinerlei sach­liche Grundlagen, am allerwenigsten aber kann die Erklärung bei uns Eindruck machen, England habe keinen Streit mit dem deutschen Volk sondern nur

Warmes Znieresse in 3falien.

Rom, 2. Sept. (Europapreß). Die Ankündigung des außerordentlichen Ministerrates am Freitag­nachmittag hat die fieberhafte Spannung im ita­lienischen Volk nur gesteigert. Erstmals seit Be­ginn des deutsch-polnischen Konflikts sind Ansamm­lungen auf den Plätzen und namentlich vor den Zeitungskiosken zu verzeichnen. Die «Sonderaus­gaben wurden den Zeitungsverkäufern buchstäblich aus den Händen gerissen. Die Menge staute sich besonders vor den Radiogeschäften, wo das amt­liche Kommunique um 4.30 Uhr übertragen wurde. Die Ankündigung der vorläufigen militärischen Neutralität Italiens wurde mit sichlicher Erleich­terung ausgenommen. Nach einer halben Stunde erschienen die ersten Extrablätter mit dem Commu- niqu6 und fanden reisenden Absatz.

In den ersten Nachmittagsstunden sind Extra­blätter mit der Rede des Führers und seiner Proklamation an die Wehrmacht erschienen. Das Extrablatt desPopolo d'Jtalia" veröffentlicht sie unter der SchlagzeileDas Reich nimmt die Herausforderung Polens an. Der Würfel ist ge­fallen." DerCorriere della Sera" nennt die Rede des Führers ergriffen und dramatisch und hebt besonders seinen Dank an Italien hervor, das Deutschland während dieser Zeit unterstützt und verstanden habe.

Gin realistischer und redlicher Vorschlag."

Verständnisvolles Echo in Schweden.

Stockholm, 2. Sept (Europovreß.) In sehr deutlicher Form wendet sich die weit verbreitete Stockholmer AbendzeitungAftonbladet" gegen die ablehnende Haltung der Westmächte gegenüber den deutschen Verhandlungsangeboten an Polen. Das Blatt schreibt, der deutsche Vorschlag über die Re­gelung der Danziger Frage und des Korridor- problems war ein realistischer und red­licher Vorschlag und ein loyaler Appell an die internationalen Friedenskräfte. Die einzige direkte Forderung bezog sich auf Danzig, das nach normalen völkerrechtlichen Prinzi - pien Deutschland zurückgegeben werden sollte. In bezug auf gewisse Gebiete des Korridors erklärte

Führers Stolz, daß er ihn bis heute für fein Volk mit friedlichen Mitteln hatte führen können. Auch den Polen gegenüber hat Deutschland immer wieder versucht, in Gutem zu einer Äsung zu kommen, die Deutschlands berechtigte Revisionsansprüche mit den polnischen Lebensnotwendigkeiten in Einklang brachte. Der Mitte der Woche gemachte Vorschlag des Führers zeugte noch einmal von der Verstän­digungsbereitschaft und dem Friedenswillen Deutsch­lands. Er ist in Warschau anscheinend als Schwäche ausgelegt worden. Die Entscheidungen des gestrigen Tages und die ersten Erfolge unserer bereits weit über die polnische Grenze vorrückenden Truppen werden inzwischen die Polen eines andern belehrt haben. Auch die sprichwörtliche Geduld des Deut­schen hat einmal ein Ende und Polen wird nun erfahren müssen, daß das deutsche Volk in zwanzig Friedensjahren nicht vergessen hat zu kämpfen, wenn es für eine gerechte Sache zu den Waffen greifen muß. Der Führer hat selbst das Ziel ge­steckt: Deutschland wird solange die Waffen nicht niederlegen bis entweder die derzeitige polnische Re­gierung oder eine andere bereit ist, ihr Teil zur Lösung des Danzig-Korridor-Problems und zur Be­seitigung dermazedonischen Zustände an der deutsch-polnischen Grenze" beizutragen und damit den Willen zu friedlichem Zusammenleben mit dem deutschen Nachbarn zu zeigen. Das ist ein eng be­grenztes Ziel des Deutschland frevelhaft aufge­zwungenen Kampfes, das keine Interessen irgend­einer dritten Macht berührt. Der Konflikt ist also rein lokaler Natur und das Deutsche Reich ist ent­schlossen ihn allein zu lösen und die Hilfe des italienischen Bundesgenossen nicht in Anspruch zu nehmen. Jede Einmischung dritter Mächte würde nur davon zeugen, daß ihnen allein an der Erhal­tung und Rührung des ewigen Streits an den Grenzen des deutschen Lebensraums gelegen ist, um das mit großen inneren Aufgaben beschäftigte natio­nalsozialistische Deutschland nicht zur Ruhe kommen zu lassen, daß sie für die Verewigung des Unfrie­dens, nicht aber für die Stabilisierung des Friedens unter den Völkern kämpfen wollen. Deutschland jedenfalls hat durch den Mund feines Führers ein­deutig zum Ausdruck gebracht, daß es von keiner dritten Macht etwas zu fordern hat und keine dritte Macht im deutsch-polnischen Raum für sie lebens­wichtige Interessen zu verteidigen hat. Sollte man in Paris und London anderer Auffassung sein, so würde dies Deutschland, wie der Führer vor dem Reichstag erklärte,auch nicht eine Sekunde in sei­nem Entschluß wankend machen, die schwärende Wunde an seiner Ostgrenze auszuschneiden und hier solche Verhältnisse herzustellen, die den Notwendig­keiten einer wahren europäischen Friedensordnung entsprechen.

Der Führer hat seine unbeugsame Entschlossenheit kundgetan, diesen Kampf um einen wahren Frieden zu Ende zu führen, mag kommen, was wolle. Er wird wie in seinem ganzen Leben auch in dieser ernsten Stunde des Kampfes um Deutschlands hei­ligste Lebensrechte des Reiches erster Soldat sein, der keine Kapitulation kennt. Und mit ihm tritt in unverbrüchlicher Treue und Opferbereitschaft ein Volk an, das mit stolzem Vertrauen auf feine junge Wehrmacht blickt und mit heißen Wünschen seine Söhne im feldgrauen Rock in den Kampf geleitet, das aber auch weiß, daß es in diesem Kampf um das Leben der Nation geht, um das ewige Deutschland, dessen Zukunft den höchsten und letzten Einsatz lohnt, wo und wie auch immer dieser Einsatz von jedem einzelnen gefordert werden mag.

Fr. W. Lange.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Das enalische Unterhaus trat am Freitag um 18 Uhr zu­sammen, um eine Erklärung des englischen Mini­sterpräsidenten Chamberlain entgegenzuneh­men. Dos Haus war voll besetzt, die Galerien über­füllt. Chamberlain erging sich in langen Ausfüh­rungen über die augenblickliche Situation und die daraus von England zu ziehenden Folgerungen. Seine Rede war in allen Punkten außerordentlich angreifbar, und in mancher Hinsicht stellt sie die Dinge auf den Kopf. Wenn er z. B. behaup­tete, die englische Regierung haben kein Mittel un­versucht gelassen, die gegenwärtige Situation zu vermeiden, so muß daran erinnert werden, daß es doch England war, bas Polen eine Blanko­vollmacht zur Verfügung stellte, derzufolge Polen erst in die Lage versetzt wurde, Deutschland gegenüber diese aufreizende und provo­katorische Politik zu führen, die zum gegenwär­tigen Konflikt geführt hat. Es ist also nicht an dem, wie der englische Ministerpräsident Chamber­lain behauptet, daß die Verantwortung bei Deutschland zu suchen sei. England trägt ein gerüttelt Maß von Schuld an diesen Ereignissen.

Nicht Ehrgeiz, wie Chamberlain behauptet, hat den Führer beseelt, sondern die feste Entschlos­senheit, den Versailler Vertrag auch im Osten zu beseitigen, der Deutschland in einen Zustand gezwungen hat, in dem es als Volk und Nation weder leben noch sterben kann. Es ist also nur ein A k t der Notwehr, wenn der Füh­rer jetzt Polen gegenüber Gewalt gegen G e - walt setzt. Der englische Ministerpräsident scheint vergessen zu haben, daß der Führer und die deutsche Reichsregierung unermüdlich seit Monaten auf eine friedliche Lösung des deutsch-polnischen Problemes gedrängt haben, daß es aber gerade England war, das sich dieser Lösung, die in einem loyalen und äußerst fairen Vorschlag ihren Niederschlag fand,

Das Gegenteil ist richtig! Erst durch die Beseitigung des Versailler Vertra­ges kann Deutschland wieder in den Kreis gleich­berechtigter Nationen zurückkehren und damit auch Europa wieder seinen Frieden und seine innere Stabilität zurückgewinnen!

Oie Gesamtmobilmachung in England.

London, 1.,Sept. (DNB.) Wie der englische Rundfunk meldet, wurde in England die Gefamt- fnobilmachung befanntgegeben.

Zahlreiche Untergrundbahnstationen in London sind geschlossen worden; eine Reihe von Strecken der LI-Bahn ist ftillgelegt worden mit Rücksicht auf die Gefahr der (Überflutung im Falle eines Bom­benangriffes, da ein Teil der 0-Bahn-Strecken un­terhalb des Themse-Spiegels liegt, lieber den eng­lischen Rundfunk gingen im Laufe des Freitagvor- und -nachmittags zahlreiche Aufrufe an die Bevöl­kerung. Vor allem richtete der Landwirtschafts­minister einen Appell an die Bevölkerung, freiwillig bei den letzten Ernte ar beiten mitzuwirken. Zwar fei die Ernte im allgemeinen befriedigend hereingebracht worden, doch gebe es noch einzelne Stellen des Landes, an denen die freiwillige Mit- arbeit der Bevölkerung erforderlich märe. Das ge­samte Luftschutz-Warn-System ist in Eng­land am Freitagmittag in Kraft gesetzt worden.

Paris ordnet Mobilmachung an

Paris, 1. Sept. (DNB.) Die französische Re^ gierung hat heute die Mobilmachung für den 2. September angeordnet. In Paris hat die Nachricht von der Eröffnung deutscher Vergel­tungsmaßnahmen gegen Polen wie eine Bombe ein­geschlagen. Heb er all auf den großen Boulevards sieht man Gruppen zusammenstehen, die über die weiteren Folgen diskutieren, die dieses Ereignis so­wohl vom außenpolitischen als besonders vom mili­tärischen Standpunkt aus für Frankreich haben könnte. Man rechnet mit der Einberufung des französischen Parlaments für Samstag.

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WA

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