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iffenschastliche Woche in Frankfurt

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Oachgeschoß-Wohnungen.

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Als damit

Vermehrung von ausschlaggebender lieber Leben und Lebensäußerung bei tischen Lebewesen sprach Professor Dr. (Budapest). Professor Dr. Rippe!

Bedeutung, den parasi- Darant)t (Göttingen) Zusammen-

zum engen körperlichen Zusammenleben mit gegen­seitiger Unterstützung durch gegenseitige Nährstoff­belieferung. Dr. Prigge (Frankfurt) behandelte die Abwehrmaßnahmen gegen Mikroorganismen. Zum Abschluß beschäftigte sich Professor Dr. Klein­schmidt (Köln) mit der Abwehr des menschlichen Organismus gegen Mikroorganismen. Die Wider­standsfähigkeit des Menschen bleibt die beste Ab­wehr gegen Mikroorganismen. Diese Resistenz ist abhängig von Erbmasse, Geschlecht, Lebensalter und atmosphärischer Umwelt. Der wichtigste Umwelts­faktor für die Widerstandsfähigkeit des Kindes ist die Ernährung. Bei der Behandlung muß das Ziel die Leistungssteigerung der mit der Ab­wehr der Mikroorganismen betrauten Körperzellen jein. Bei schweren akuten Krankheitszuständen er­weist sich die Hebertragung art- und grupp en gleichen Blutes als wirksamste Maßnahme.

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen trägen!

Mehr Ziegen hätten!

alleinige Grundlage für unsere Milch- und Butteroersorgung wird vielfach zu Unrecht

zeigte in seinem Vortrag überDas .

leben von Mikroorganismen untereinander und mit höheren Pflanzen" die Entwicklungsstufen des Zu­sammenlebens vom einfachsten Nebeneinander bis

vorhanden ist. Bei drei- und zweigeschossiger Bau­weise sei jeder Dachausbau int Dreispännertyp un­erwünscht, ebenso bei sämtlichen zwei- und drei- pännigen Mietshausbauten mit mehr als drei Doll­geschossen. Die Herstellung von Wohnungen im Kellergeschoß wird grundsätzlich als uner­wünscht bezeichnet. Auch der Ausbau von Dach­geschossen soll nach Möglichkeit beschränkt bleiben.

Im Interesse ausreichender Fristen für die forderlichen Vorbereitungen hat der Reichsarbeits­minister bereits jetzt die Derkaufssonntage vor Weihnachten 1939 geregelt. Es ist bei dem Verfahren geblieben, die zwischen dem 8. und 2 4. De­zember liegenden. Sonntage freizugeben. Danach kommen in diesem Jahre der 10., 17. und 24. Dezember als Derkaufssonntage in Betracht. Lage und Dauer der Verkaufs st und en sind in oen benachbarten Bezirken einheitlich festzulegen. Für den 24. Dezember darf nach 17. Uhr kein Ber­kaus mehr stattfinden. Gegebenenfalls können die Derkaufsstunden an diesem Tage auf den Vor­mittag gelegt werden.

Volk tue. .

Freitagfrüh flog General Halder nach W11 -- puri. Dort wurde er vom Kommandierenden General des finnischen II. Armeekorps, General Oehquoist, und einer Ehrenkompanie des Kare­lischen Panzerregiments empfangen. Dom Flugplatz begab sich General Halder im Kraftwagen nach dem Artillerieschießplatz Perkjärvi, wo er Schießübungen beiwohnte. Zum Frühstück war General Halder Gast des Inspekteurs der finnischen Artillerie. Abends erfolgte die Rückfahrt nach Wn- puri, wo General Oehquist ein Abendessen gab.

Lugend im Feuerlöschdienst.

Zwischen dem Reichs führ er H und Chef der deutschen Polizei und dem Reichsjugend- f üh r e r ist eine Vereinbarung über die Aufstellung, Ausbildung und Ausrüstung von 3 0 0 Jugend­feuerwehren getroffen worden. Der Reichs- jugendführer stellt dem Reichsführer ff Hilfskräfte aus den Einheiten der HI. zur Verfügung, die im Feuerlöschdienst ausgebildet werden. Das Mindestalter der Jungen wird auf 15 Jahre festgefetzt. Die zum Feuerlöschdienst Kommandierten bilden keine Sondereinheiten. Die Jungen werden jedoch für die feu erwehr technische Ausbil­dung in besonderen Einheiten unter HI.-Führern, die selbst feuerwehrtechnisch ausgebildet sind, zu­sammengefaßt. Bei jedem feuerwehrtechnischen Uebüngsbienft ober bei jedem Einsatz gelten die Jungen als durch polizeiliche Verfügung heran­gezogen und treten damit unter den Befehl des ausbildenden oder leitenden Führers der Feuerschutzpolizei bzw. Feuerwehr. Eine diszipli­näre Unterstellung ist damit nicht verbunden. Der technische Dienst der HI. erstreckt sich auf alle rm Feuerlöschdienst vorkommenden Hebungen und Ar­beiten mit dem Endziel der Verwendung der Jungen an allen zum Einsatz geeigneten Geräten m Ge­meinschaft mit ausgebildeten Feuerwehrmännern. Die in feuerwehrtechnischen Einheiten tätigen An­gehörigen der HI. genießen den Schutz der Reichs- unfallversicherung. Die Leitung der feuerwehrtech­nischen Ausbildung liegt in den Händen des Kom­mandeurs der örtlichen Feuerschutzpolizei bzw. des örtlichen Feuerwehrführers. Alle Einrichtungen sind von der Gemeinde, in der die Einheit aufgestellt mirb, zur Verfügung zu stellen.

Drei Derkaufssonntage vor dem Weihnachtsfest.

Bestimmungsort eintreffen.

Zigeuner bände schleppt für 2 Millionen Lei Goldmünzen bei sich.

Aus eine Anzeige hin nahm der rumänische Gen­darmerieposten von Ehitilia bei Wanderzigeunern! eine unerwartete Durchsuchung vor und sand dabei in ihrem Zeilt nicht weniger als für zwei Millio­nen Lei (50 000 RM.) Goldmünzen. Das Geld wurde beschlagnahmt und eine Untersuchung einge­leitet um festzustellen, wie die Zigeuner in den Besitz dieser großen Menge Goldes gekommen sind.

Explosion in einer Petroleum-Raffinerie.

In den großen Petroleum-Raffinerien von Berre bei Marseille waren Arbeiter gerade dabei, einen Ofen zu reparieren, als plötzlich ein großer Ofen in die Luft flog. Drei Arbeiter waren

Frontkämpfern, die bereits auf ihrer Fahrt durch den Gau herzlich begrüßt worden waren, bereitete die Bevölkerung einen herzlichen Empfang. Auf dem Hauptbahnhof hatte sich als Vertreter des Gau­leiters, SA.-Brigadeführer, Gauamtsleiter D i p - p e l eingefunden. Ferner waren Vertreter der Par­tei, der Wehrmacht und des Staates erschienen und als Vertreter der italienischen Kolonie der italienische Generalkonsul in Frankfurt a. M. Auf der Südseite des Hauptbahnhofes hatten Ehrenformationen der SA., ff, der NSKOD., des NS.-Reichskriegerbun- des und des Reichstreubundes Aufstellung genom­men. Am Abend fand im Römer ein Empfang statt. Währenddessen trafen sich Angehörige der NSKOV. und des NS.-Reichskriegerbundes mit den italieni­schen Kameraden im Palmengarten, um einige frohe Stunden zu verlehen. Ein unvergeßliches Erlebnis wird den italienischen Frontkämpfern die Fahrt mit dem DampferOstmark" von Koblenz nach Rüdes- heim bleiben. An den Ufern des Rheines standen auf der gesamten Strecke die Schuljugend und die Bevölkerung und jubelten den italienischen Kamera­den zu. An den einzelnen Orten empfingen Böller­schüsse die italienischen Frontsoldaten.

General Halder in Helsinki.

Deutsch-finnische Wasfenkameradschaft.

Helsinki, 30. Juni. (DNB.) Nach Abstattung der ossiziellen Besuche legte Generalstabschef Gene­ral Halder am finnischen und deutschen Hel­dengrab Kränze nieder. -Anschließend an em Frühstück, das der finnische Generalstabschef, Gene­ral Oe sch, gab, besichtigte General Halder die alte historische ©eefeffung von Helsinki, Suomen- linna, die finnischen olympischen Bauten und die Kasernen des Autobataillons. Abends gab der Außenminister als stellvertretender Kriegs­minister gemeinsam mit dem finnischen Armee­befehlshaber den deutschen Gästen ein Festessen.

Minister Erkko begrüßte den deutschen Gast und gedachte der deutschen Waffenhilfe in den schwersten Schicksalsstunden Finnlands und gab dem Willen seines Landes Ausdruck, die Neutrali­tät um jeden Preis zu erhalten. In seiner Antwort führte General Halder aus, daß er sich freue, daß seine erste Auslandsfahrt ihn nach Finn­land geführt habe, mit dessen Armee die deutschen Soldaten durch besondere Bande der Kameradschaft und Tradition verbunden seien. Diese Kameradschaft zu vertiefen und diese Tradition zu pflegen sei ein wesentlicher Zweck seines Besuches. Seine steber- . zeugung sei bestärkt worden, daß Finnland, auf den starken Willen seiner Staatsführung und auf die hohe Wehrbereitschaft gestützt, der Zukunft eben­so ruhig entgegensehen könne, wie es das deutsche

grundlegenden Ackerbauprobleme und -Institute der beiden verbündeten Länder vom wirtschaftlichen und ; rechtlichen Gesichtspunkt aus. lieber das erste Thema:Natürliche und wirtschaftliche Voraus­setzungen" werden der Staatssekretär im Reichs­ernährungsministerium, Backe, und der italienische Staatssekretär des Ackerbaues, T a f f i n a r t,

sprechen.

Kunst und Wissenschaft.

Oie Reichsausstettung »Entartete Kunst" in Frankfurt a.M. eröffnet.

In Gegenwart von Vertretern der Partei, des Staates und des kulturellen Ledens wurde die Reichsausstellung ^Entartete Kunst", die 1937 in München zusammengestellt wurde und damals im G. 21." ausführlich gewürdigt wurde, in Frankfurt am Main eröffnet. Im Auftrag der Gaupropa­gandaleitung der NSDAP. Hessen-Nassau ging da­bei Gauhauptstellenleiter Weinheimer auf den Sinn und Zweck der Ausstellung ein und betonte die Notwendigkeit, auch auf kulturellem Gebiet den Volksgenossen immer wieder vor Augen zu halten, vor welchem Zusammenbruch Deutschland stand. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Heb erblick über den vom Weltbols chewi smus herbeigeführten Zerfall auf dem Gebiet der Kunst im Deutschland der Nach- kriegsjahre. Eine erste Gruppe will ganz allgemein die Zersetzung des Form- und Farbempfindens dar- tun. Die zweite Gruppe hat die Absicht, die Ver­höhnung religiöser Vorstellungen zu erweisen. Den politischen Hintergrund der Kunstentartung will die dritte Gruppe vor Augen fuhren. Als besondere Abteilung schließt sich eine Gruppe an, die die Malerei im Dienste der Wehrpflichtoerweiaerung zeigen soll. Das ThemaDirnen und Zuhälter" biUbete die nächste Gruppe. Die sechste Gruppe hat das ThemaAbtötung des Rassebewußtseins". Wäh­rend hier der Neger als das damalige Rasseideal hingestellt wird, werden in der nächsten Gruppe Idiot, Kretin und Paralytiker als geistiges Ideal deutlich. Nach dem Führungskatalog kann man schließlich der letzten Gruppe nur noch den Namen Vollendeter Wahnsinn" geben. Was hier gezeigt wird, beweißt die abgrundtiefe Gedankenwelt der damals sich als Künstler bezeichnenden Kultur- bolschewisten. Diese Ausstellung, die den Abgrund zeigt, vor dem die von den Juden beherrschte deut­sche Kunst gestanden hat, stellt die beste Recht­fertigung der nationalsozialistischen Kunstpolitik dar.

Aus aller Wett.

Das Münchener Iagdmufeum.

In der Mitglieder - Versammlung des Vereins Deutsches Jagdmuseum in München, die von dem Schöpfer des Museums, Präsident Weber, er­öffnet wurde, schilderte Staatsrat Mantel in seinem Geschäftsbericht den Stand der Sammlungen und den Fortgang der baulichen Ausgestaltung des Museums. Im besonderen konnte die Sammlung afrikanischer und amerikanischer Jagdtrophäen er­freulich bereichert werden, so daß das Museum heute wohl über die reichhaltigste Trophäensammlung ver­fügen dürfte. Auch die AbteilungenWildhege und Widkrankheiten",Jagdwaffen und Jagdgerate" so­wie dieKunstabteilung" hatten starke Zugänge zu verzeichnen. Präsident Weber dankte allen Mit­arbeitern, die am Aufbau des Museums mitwirkten, besonders auch der Stadt München. Mit der Er­öffnung des dritten und vierten Bauteiles am 1. Oktober und mit der Schaffung des ersten geschlos­senen Hofes sei das erste Stadium in der baulichen Entwicklung des Museums abgeschlossen. Mit den , Plänen für die Ausgestaltung der Lehrschauen sei ; bereits Professor Bieber befaßt.

I Zum Tode General Snochenhauers.

die Milchkuhhaltung betrachtet. Ein guter Milch­lieferant ist nämlich auch die Ziege. Allerdings ist bis vor kurzem die Ziegen Haltung nicht planmäßig gefördert worden. Im Weltkriege nahm die Ziegenhaltung einen gewissen Aufschwung. Es gab damals 4,6 Millionen, 1938 dagegen nur noch 2,51 Millionen Ziegen. Eine Ziege liefert durchschnittlich immerhin 561 Kilogramm Milch. Durch planvolle Zucht und durch die Anwendung der Milchleistungs- prüfungen konnten jährliche Ergebnisse von 1400 Kilogramm und mehr erzielt werden. Bei einem Fettgehalt von 3,6 v. H. erzeugt eine Ziege jährlich rund 20 Kilogramm Butterfett. Jede Ziege liefert damit einen beachtlichen Anteil für die Butter­versorgung. 1938 betrug die Gesamtmilcherzeugung der Ziegen rund 1,2 Milliarden Liter im Altreich, von denen 300 Millionen Liter als Trinkmilch und die übrige Menge zur Butterherstellung verwandt wurde, was 27,5 Millionen Kilogramm Ziegenbutter ergab. Angesichts dieser Leistungen muß eine Ver­mehrung der Ziegenhaltung in den landwirtschaftlichen Kleinbetrieben erfolgen. Von Vorteil ist außerdem, daß die Ziege ein sehr genügsames Tier ist, für das sich verhältnis­mäßig leicht eine betriebseigene Futter­grundlage schaffen läßt. Es kommt allerdings nicht auf eine planlose Vermehrung des Bestandes, sondern auf die Züchtung guter, ! eistungs. fähiger Tiere an. Im Rahmen der not­wendigen Steigerung unserer Milch- und Fettver­sorgung ist jedenfalls die Ziegenhaltung ein recht beachtlicher Faktor.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem Präsidenten der Preußi­schen Akademie der Wissenschaften in Borlin, Mi­nisterialdirektor a. D. Professor Dr. Theodor Vah­le n aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebens­jahres die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. *

Der Führer hat auf Vorschlag des Reichs­ministers der Justiz den Generalstaatsanwalt ßa uh in Karlsruhe zum Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof in Berlin ernannt.

Der Führer hat dem Reichsarbeitsminifter Seldte zu feinem gestrigen 57. Geburtstage tele­graphisch Glückwünsche übersandt.

Der Gesundheitsminister des australischen Bun­desstaates Neu-Süd-Wales, Fitz Simon, traf in Deutschland ein, um die Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens kennenzulernen. Zu Ehren des neuseeländischen Ministers für Forst Siedlung, Reiseverkehr und Propaganda, Lan'gstone, der sich auf der Durchreise in Ber­lin aufhält, gab Staatssekretär von Weizsäcker ein Frühstück, an dem der britische Botschafter in Ber­lin, Henderson, teilnahm.

Da Finanzminister Bergsvik und Handelsminister Madseen den Wunsch ausgesprochen hatten, sich aus der Regierung zurückzuziehen, fand eine Hm - bÜbung der norwegischen ^Regierung statt. Arbeitsminister Torpp übernimmt bje Fi­nanzen und Justizminister Sie den Handel. Der Vorsitzende des Unterlaufes St o e stad wurde zam Handelsminister und der Richter Wold zum Justizminister ernannt.

setzende und heute hoch entwickelte Seuchenbekämp­fung hat das Polk vor unermeßlichem Schaden bewahrt.

Professor Dr. Stellwaag vom Vorstand des Forschungsinstitutes in Geisenheim behandelte das Massenauftreten von pflanzenschädigenden Insekten. Die Witterung ist für die Massen-

Freitag wurden die sterblichen Heberreste des Ge­nerals der Kavallerie Knochenhauer vom Sterbehaus zum Dienstaebäude des Generalkommandos des X.Armeekorps in Hamburg übergeführt. In feierlichem Zuge tru­gen Unteroffiziere des Stabes den mit der Reichs- kriegsflagge geschmückten Sarg den Weg, den der General täglich zu seinem Dienstzimmer ging. Das gesamte Offizierkorps des Generalkommandos und die Beamten der Wehrkreisverwaltung geleiteten ihren Kommandierenden General auf diesem letzten Wege.

Dänisches IHotorboof von Fähre gerammt

In dem Fahrwasser zwischen dem dänischen Hafen Esbjerg an der Westküste Jütlands und der In- sei Fanöe geriet ein mit vier Personen besetztes Motorboot vor die Fähre, obwohl deren Kapitan Warnungssignale gegeben hatte. Das Motorboot wurde gerammt und sank sofort. Einern von der Fähre ausgesetztes Rettungsboot gelang es, den 12 Jahre alten Sohn des Motorbootfahrers zu ret­ten Der Vater konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Mutter und Tochter waren in der kleinen Kajüte. Es gelang ihnen nicht, sich zu befreien, so

Mit Rücksicht auf den Wohnungsmangel und die Baustoffknappheit sind Bestrebungen im Gange, durch Ausweitung der baupolizeilichen Bestimmun­gen einen härteren Ausbau von Dach­geschossen zu erreichen. Das Reichsheimstätten- amt der Deutschen Arbeitsfront hat dazu dahin Stellung genommen, daß dann eine größere Wärmeisolierung und eine genauere Fest­legung der Bestimmungen gefordert werden müsse. Dachgeschoßwohnungen müßten den Wohnungen in Vollgeschossen hinsichtlich der Belüftung, Belich­tung, Hygiene und Wohnlichkeit gleichwertig sein. Bei Einzelhäusern könne das Dachgeschoß voll zu Wohnräumen ausgebaut werden. Bei Gebäuden mit zwei und drei Dollgeschossen im Zweispänner­typ müsse der notwendige Trockenboden und Ab­stellraum gesichert sein. Bei eingebautem Reihen­haus dürfe das Dachgeschoß nur ausgebaut wer­den, wenn in jedem Geschoß nur eine Wohnung

Der englische FlugzeugträgerGlorious" und vier Zerstörer werden am 7. Juli in der gr t e d) i = sche n Bucht von Phalero n emtreffen. Wei­tere Einheiten der englischen Mittelmeer flotte sollen mehrere griechische Inseln und Häsen, darunter Na- varino und Mythilene, im Juli anlaufen.

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Der Nationalsynod der rumänischen orthodoxen Kirche hat mit 406 von 432 abgegebenen Stimmen den Metropoliten von Jassy, Nikodem, zum neuen rumänischen $ a t r i a r d) e n gewählt. 2lls ältester Metropolit hatte Modem bisher den vor einigen Monaten verstorbenen Patriarchen Miron Cristea vertreten.

Der erste deutsch-italienische S t u d i e n k o n - ar über die Organisation der Land­wirt s cha f t wurde in B o l o g n a eröffnet. Er bezweckt die Prüfung sowie den Vergleich der

auf der Stelle tot, ein vierter mußte in lebens­gefährlichem Zustand in ein Krankenhaus gebracht werden.

Keine öffentlichen Hinrichtungen mehr in Frankreich.

Die ftanzösische Regierung hat sich erst jetzt ver­anlaßt gesehen, die O e f f e n t l i ch k e i t bei Hinrichtungen auszuschließen. Den un­mittelbaren Anstoß gaben peinliche Begleitumstände bei der Hinrichtung eines 'Raubmörders irr Versail­les. Die dortigen Behörden hatten versucht, einen Massenandrang an dem öffentlichen Hinrichtungs­platze zu vermeiden und darauf kam es nicht nur zu einem lebhaften Murren, sondern auch zu recht unliebsamen Szenen des Publikums. Pariser Blät­ter brachten dann Aufnahmen von der Hinrichtung, die mit photographischer Treue alle Einzelheiten darstellen. Die Regierung hat jetzt ihr Notverord­nungsgesetz benutzt, um solche kulturschänderische Hn- liebfamteiten zu unterdrücken. Schon vor 41 Jahren hatte der Senat einen entsprechenden Gesetzentwurf angenommen, aber die französische Kammer hat diese Anregung nie aufgenommen die Herren deputes (Abgeordneten) wollten ihre Wähler nicht um das ausgesuchte Vergnügen der Teilnahme an Hinrichtungen bringen. Vorwand für diese Rücksicht auf die Sensationsgier der lieben Wähler war die Behauptung, daß öffentliche Hinrichtungen besonders abschreckend wirkten.

Die Oeftentlichkeit der Hinrichtungen in Frank­reich hat in der französischen Sprache eine ganz merkwürdige Spur hinterlassen.S t r e i k" oder Ausstand" heißt im Französischengreve. Wo­her kommt nun dieses Wort? Hrsprünglich bedeutet es ganz etwas anderes, nämlichS t r a n d". Ge­meint war der Strand an der Seine vor dem Pariser Stadthaus. Dieser Platz vor dem Pariser Stadthaus hieß seit undenklichen Zeiten: La place de greve, was nichts anderes heißt als Strandplatz". Dort aber fanden feit dem Mittel­alter die Hinrichtungen statt; auch war die- jer Strandplatz, der zugleich der Platz vor dem Rat­haus war, ein Lieblingsaufenthalt für Müßiggän­ger, und nun kann man sich alles weitere schon denken: Don dem Hinrichtungsplatz, auf dem die Müßiggänger der Vollziehung des Todesurteils gern zusahen, bekam im übertragenen Sinne der ge­wollte Müßiggang, nämlich der Streik oder der Ausstand, seinen Namen. So kommt es, daß in der französischen Sprache der Streik seinen Namen nach demStrand" führt, nämlich nach jenem Strand vor dem Pariser Rathaus, auf dem die Hinrichtun­gen jtattfanben.

Wetterbericht

Im Nordseegebiet hat sich ein neuer Teilwirbel entwickelt, der die über Großbritannien südwest­wärts strömende kältere Meeresluft weiter auf das Festland verfrachtet. Ihr in einzelnen, immer kälte­ren Staffeln erfolgender Einbruch gibt auch in un­serem Gebiet am Samstag Anlaß zu wiederholten teilweisen gewittrigen Niederschlägen und .zeitweise böig auffrischenden Winden. Das Wetter bleibt auch weiterhin unbeständig, doch kann mindestens für vorübergehend wieder mit Niederschlagsberuhigung gerechnet werden. .. v

Vorhersage für Sonntag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung und nur vereinzelten Schauern. Bei lebhaften Winden aus West bis Nord

Lufttemperaturen am 30. Juni: mittags 19,4 Grad Celsius, abends 17,3 Grad; am 1. Juli: morgens 17,3 Grad. Maximum 21,6 Grad, Minimum heute nacht 16,4 Grad. Lufttemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Juni: abends 21,2 Grad; am l.Juli: morgens 18,4 Grad. Sonnenscheindauer 4,8 . Stunden. _________________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: HL. Neuner.

Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot (beurlaubt), t. D.: Dr. Fr. W. Sange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst : Blumschein (beurlaubt); i. D. Heinrich Ludwig . Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. ; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den ; Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21.V 1939: 9133 Druck und Verlag: Brühlsche Hnwersitats» i druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen- i Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. . Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps- mehr, t Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., i mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- > liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

daß sie ertranken. Dem schweren Unglück wohnten! Hunderte von Augenzeugen bei, ohne eine Möglich­keit zur Hilfe zu haben.

Bienenoafer starb mit feinen Bienen.

In Kaltenberg in der Mark ist der Friseur Dreyer auf tragische Weise ums Leben gekommen^ Er hatte seine Bienenstöcke geräuchert, und als er wieder zurückkehrte, hatte sich eine offene Flamme entwickelt. In kurzer Zeit brannte das Bienenhaus lichterloh. Er eilte hinzu, um zu löschen, war jedoch der Aufregung nicht gewachsen. Inmitten seiner jterbenben zwölf Bienenvölker sank er, vom Herzschlag getroffen, zu Boben.

Brieftauben überfliegen die Alpen.

Zum erstenmal wird am 1. Juli 1939 ein offiziel­ler StaffettenfluH Deutschlan dI t a « lien mit Brieftauben über die AlpSn ftattfinberu DieFederazivne Colombiere b'Jtalia" und der Deutsche Reichsverband für Brieftaubenwesen E. 2L wollen hiermit der Verbundenheit ihrer beiden Län­der symbolijch Ausdruck verleihen. Die Tauben wer- den am 1. Juli gleichzeitig in Rom und in Berlin morgens 5 Hhr aufgelassen. Es ist zu erwarten, daß sie bereits am Nachmittag des 2. Juli an ihrem

Der letzte Tag der Wissenschaftlichen Woche in Frankfurt a. M. wandte sich den praktischen Fragen der Seuchen- und Schädlingsbekämp­fung zu. Geheimrat K kalt (München) gab einen Heberblick über die Seuchen im Schicksal des deutschen Volkes. Die statistischen Zahlen beweisen eindeutig den großen Erfolg der Seuchenbekämp- jimg im 19. Jahrhundert. Ihr Verdienst ist es, daß wir auch im Krieg von jeglichen Seuchen verschont geblieben sind. Was Seuchen <m Leben eines Volkes bedeuten, erkennt man am deutlichsten an dem früh­zeitigen Tod großer Männer. So starben Schubert mit 31, Büchner mit 24, Hauff mit 25 Jahren a n Typhus, Dürer mit 57 Jahren an Malaria, Clausewitz und Hegel an Cholera, Fichte a n Fleckfieber, Simon Bach, Gellert, Bürger, Novalis, Schiller, Runge, Matthias Claudius, Carl Maria von Weber, Rilke, Morgenstern an Tuber­kulose. All diese Männer müßten heute durch diese Krankheiten nicht mehr so früh sterben. Die Feldzüge der deutschen Kaiser im Mittelalter wurden durch Seuchen vielfach zu Mißerfolgen. Auch das Wachstum und die Ausbreitung des deutschen Vol­kes wurden stark durch Seuchen behindert. Die Völkerwanderung ist im ganzen um 550 beendet, die Landnahme durch die Deutschen schreitet nicht weiter fort. Das ist die Zeit, wo eine gewal­tige Pest Europa heimsuchte. Die Gräberfunde beweisen es, daß sie auch Deutschland heimsuchte. Den größten Volksverlust erlitt Deutschland im Dreißigjährigen Krieg. Die Zahl der Toten wird auf 12 Millionen geschätzt. Man hat nachweisen können, daß der weitaus größte Teil Seuchen zum Opfer gefallen ist. Die in späterer Zeit ein-