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Francos Weihnachts offensive

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fühlbaren Anregungen des künstlerischen Schaffens. Die Stillung eines Nationalen Musikprei« | e 5 auf der ersten Reichsmusikfestwoche durch Dr. Goebbels in Düsseldorf, die Gründung einer

nachten gründlich fortgeblasen worden.

Die große Kälte in Spanien fyat nationalspanische Offensiven noch nie verhindert, wenn es uns auch " ' * daß wieder, wie be-

eigentümlich vorkommen mag, daß wieder, reits im Winter 1937/38, Temperaturen

bis 25 Grad unter Null gemessen werden.Fern im Süd das schöne Spanien" ist in Wirklichkeit zum überwiegenden Teil ein rauhes Bergland, das bis zu 2000 Meter aufragt, im Sommer außer« ordentlich heiß, im Winter dementsprechend kalt ist und Lessen Schluchten und Pässe von besonderer Wichtigkeit sind. Der Spanier ist an dieses Klima gewöhnt; er ist bedürfnislos, um auch die Offen« wen mitten im spanischen Winter vorzutragen. Wir erinnern daran, daß im Vorjahre eine ähnliche Offensivbewegung von den Truppen des Generals Franco im Dezember/Januar bei strenger Kälte unternommen wurde. Damals stießen die National-

StaatlichenFilmakademie durch den Füh­rer, der eine entsprechende Akademie für den Nach­wuchs des Theaters folgen soll, die staatliche Ver­mehrung von Literaturpreisen durch die verschieden- ten Trager öffentlicher Verantwortung sind einige Beispiele für eine kulturelle Regsamkeit, die aus eigener Initiative auch von der Jugend ausgenom­men worden ist. Ihre Weimar-Festspiele mit klasst« cher Dichtung und ihre der zeitgenössischen Dra­matik gewidmeten R e i ch s t h e a te r t a ge m Hamburg, die Gründung von Musikschulen für Ju­gend und Volk zur Belebung des Laienmuslzierens

und Gewinnung brauchbarer Muiikführer für die militanten Einheiten sind die hervorstechendsten Maßnahmen dieser Art.

Im Jahre des Großdeutschen Reiches konnte dies alles freilich nur als Symptome einer lebendigen, sich kräftigenden und aus gesundem Boden weiter- wachsenden Kultur des Dritten Reichs angesehen werden. Denn das beherrschende und aufrüttelnde Erlebnis war die Heimholung zweier Länder deut- scher Zunge. Ihnen gilt auch an der Jahreswende noch emmal unser Gruß und unsere kameradschaft- liche Verpflichtung.

Nach längerer Kampfpause brach an der kata- Ionischen Front am Heiligabend die erwartete Winteroffensive General Francos los. Seit den Kämpfen im Ebrobogen hatte es eine Ruhezeit ge­geben, die mit dem diplomatischen Spiel um die Kriegführendenrechte ausgesüllt war, in National- parnen selbst aber benutzt wurde, um die getarnten bolschewistischen Nester inmitten der Zivilbevölke« rung auszunehmen und die Einheitsfront gegen den Bolschewismus lückenlos zu schließen. Daß die Ar­beit der politischen Polizei des Generals Franco ehr gründlich gewesen ist, bewies die Entdeckung von hochverräterischen Plänen im Gepäck des eng­lischen Geschäftsträgers Goodman, der angeblich nicht gewußt hat, wie diese ausgerechnet in die

Paris, ?8. Dez. (DNB.) Im Senat gab Fi­nanzminister Reynaud eine genaue Bilanz über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Landes. Frankreich habe sieben Jahre an einer Wirtschafts-, Finanz- und Währungskrise gelitten. Im übrigen müsse man dem Rechnung tragen, daß d i e Mili­tärausgaben sich 1939 auf 41 Milliar­den fteigern würden, während die Lasten des letzten Krieges noch nicht 15 Milliarden ausmachten. Zehn Milliarden Franken habe man in den Rachen der Landesverteidigung geworfen. Könne man sich aber schon zufrieden erklären, wenn man sehe, daß trotz dieser hohen Ausgabe 18 Monate nötig seien, um ein Unterseeboot zu bauen, während ein anderer Staat dazu nur acht Monate benötige? Man habe zahlreiche Pläne für große öffentliche Ar­beiten ausgestellt, deren Gesamtsumme sich auf 35 Milliarden belaufe. Dos halb ruinierte Frank­reich gebe noch für Straßenbauten auf dem Lande, für Schulbauten usw. viel mehr Geld aus als 1928. Im übrigen unterstütze der Staat finanziell eine große Anzahl von Erzeugungszweigen, wie die Milchwirtschaft, Alkohol-, Flachs-. Gummierzeugung.

Im übrigen fei der Staat ein Bankier und ein Arbeitsvermittlungsbüro geworden. Seit zwei Jahren seien 2 40000 Beamte neu ein­gestellt worden. Habe der Staat wenigstens die Wirtschaft des Landes wieder angekurbelt? Durch­aus nicht! Die Richtzahl der Erzeugung habe um 25 v. H. abgenommen. Die Preis­regelung, die zusammenfiel mit der Verknappung der Erzeugnisse, habe d i e L e i st u n a e n der Fabriken vermindert und zur Schließung vieler Betriebe geführt.

Frankreich vermehre seine öffentliche Schuld um jährlich 18 Milliarden. Es habe 60 v. H. auf seine Währung verloren in der gleichen Zeit, in der es 60 o. H. seiner Goldreserven einbühte. Das Land habe von seinem Kapital ge­

ben Schaffensgeistes. Die Auszeichnung von vier Männern der Technik (Todt, Porsche, Mes­se r s chmid t und Heinkel) mit den deutschen Nationalpreisen für Kunst und Wissenschaft auf dem Reichsparteitag bestätigte diese Gesinnung.

auch die anderen Künste haben aus dieser Richtung schon eine bedeutende Förderung erfahren, wie sie sich in den neuen Theatern in Dessau und Saarbrücken und manchen tiefgreifenden Umgestal­tungen wichtiger alter Häuser zu erkennen gibt. Daneben sind erste Früchte des neuen Geistes au den Gebieten der Malerei und der Graphik geernte worden auf der Großen Deutschen Kunstausstellung, deren Dolksfaßlichkeit und Volksverbundenheit das glänzende Besuchs- und Derkaufsergebnis bestätigte. Der mit dem Nationalen Filmpreis ausgezeichnete Olympiafilm Leni Riefen st ahls ist auch von der kritischen Welt des Auslandes in seinem Werte bekräftigt worden. Ein dichterisch-lyrisches Ge- meinschastswerk nationalsozialistischer Jugend konnte mit dem erhöhten Nationalen Duchpreis am 1. Mai ausgezeichnet werden. Auch der deutsche Film heftete vor einem internationalen Gremium in Venedig eine stattliche Reihe von Siegen an die deutsche Fahne. Daneben fehlte es nicht an neuen

spanier nördlich von Temel am Alfambrafluß in 50 Kilometer Breite vor, die hier und im hohen Palomagebirge errungenen Stellungen ermöglichten erst die Oeffnung der Straße von Temel nach Saragossa und damit den breiten Vormarsch in den Sommermonaten 1938 an das Mittelmeer und durch Aragonien zwischen Ebro und der Pyrenäen­grenze.

Die neue Winterschlacht hat am Fuß der Pyre­näen eingesetzt, sich dann aber mehr und mehr nach dem südlichen Punkt der katalanischen Verteidi­gungsstellung, nach dem Ebro und Segre bei Lerida verschoben. Am zweiten Tag der Offen­sive wurde von hier ein Einbruch in die katalonische Stellung gemeldet, der rund 22 Kilometer tief ist und im Kampfabschnitt, der durch den Segre und den Ebro dreieckförmig gebildet wird, zur Erobe- rung zahlreicher Ortschaften durch die Francotmp- pen führte. 11. a. wurde bereits B o r g a s Bian­cas, ein wichtiger Knotenpunkt £5 Kilometer süd« lich Lerida auf der Straße nach dem bolschewisti« schen Tarragona erreicht. Don dem Hafenort Tarragona erstreckt sich die hohe Sierra de la Llena, die die Roten in hintereinander liegenden Befestigungslinien schwer armiert haben, aber es scheint, als ob dieses Widerstandsnest von den Trup­pen Francos umgangen wird. Auch an der Nord« front, in den Pyrenäen von Sort bis Balaguer nördlich Lerida, sind ganze Reihen von Widerstands­linien trotz der Schneewehen überrannt worden.

Die Winteroffensive kann infolge der verwehten Gebirge und Straßen nicht direkt entscheidende Er­folge größeren Ausmaßes erzielen. Dazu sind die Einwirkungen der Witterung doch zu bedeutend, aber sie schafft die Ausgangsstellungen für weiter gespannte Frühlings- und Sommerangriffe genau so wie im letzten Jahr. Der Gegenstoß der Rot­spanier im Ebrowinkel zwischen Mora de Ebro und Flix ist ja nach anfänglichem Ueberraschungs- erfolg wieder durch die Zurückweisung der Barce­lonatruppen auf das linke Ufer des Ebro wett­gemacht worden. Jetzt werden die Ausgangsstellung gen erkämpft, von denen aus im Frühjahr und Sommer 1939 wahrscheinlich die entscheidenden Offensiven gegen Barcelona und Valenria los­brechen werden. E-

Die rote Front auch bei Valaguer durchbrochen.

Saragossa, 29.Dez. (DNB.) Am Mittwoch durchbrachen nationalspanische Truppenverbände un­ter der Führung Generals Moscardo im mitt­leren Frontabschnitt 6 Kilometer nördlich von Ba- laguer bei Gerp, wo bisher noch keine Kämpfe stattfanden, die rote Front und dringen nunmehr weiter nach Osten vor. Moscardo war auf starken feindlichen Widerstand gestoßen. Erst nach mehr­stündiger Schlacht ergab sich schließlich eine der wichtichten Stellungen bei Gerp mit 400 roten Mi­lizen. Der nationale Heeresbericht meldet wei­ter: Im Abschnitt Tremp wurde die Offensive fort­gesetzt. Die Truppen besetzten die Berge Aubac und Santa Maria de Portas und eroberten den Ort Vallderit. Im Abschnitt Borjas Biancas wurde die Verbindung zwischen Granadella und Soleras abgeschnitten. Halbwegs zwischen den Kampfabschnitten Lerida und Tremp durchbrachen die nationalen Truppen die feindliche Front, lieber dem Flugplatz der Stadt Valls, 20 Kilometer nördlich von Tarragona, sand der bisher größte Luftkampf d e s Krieges statt, an dem von nationaler Seite 24 Jagdmaschinen und bei den Ro­ten 55 Curtis- und 6 Martinbomber beteiligt waren. Es gelang, den Nationalen, 18 Eurtis-Mafchinen abzuschießen und zwei weitere feindliche Maschinen zu zwingen, auf nationalem Boden niederzugehen.

lebt. 1931 besaß Frankreich noch 220 Milliarden an Gold und Devisen in der Bank von Frankreich. Dieser Vorrat sei auf 80 Milliarden im November 1938 gesunken. Die 140 verlorenen Milliarden ver­ringerten den französischen Kriegsschatz. Wieviel Flugzeuge hätte man für 140 Milliarden bauen können?Ich glaube", fuhr Reynaud fort,daß das Problem der Devisenkontrolle mit einem demo­kratischen Parlament nicht gelöst werden kann. Es blieb uns also nur ein Weg übrig, und zwar einer, auf dem man sich mit offenem Visier schlägt. Wir sind darangegangen, zuerst d i e Bedürfnisse des Staates und der Gemeinden z u verringern. Wir haben die großen öffentlichen Arbeiten erheblich kürzen müssen. Dann haben wir für d i e Steig.erung der Einnahmen gesorgt. Wir wollten nicht eine Abgabe auf das Kapital einführen, weil diese Abgabe bereits prak­tisch erfolgt ist, da das Einkommen seinem Goldwerte nach in Frankreich um 7 0 v. H. g e - fünfen ist, was in Wirklichkeit bereits eine harte Steuer /lusmacht. Wir haben es für richtiger be­funden, die Einkommensteuer zu erhöhen."

Frankreichs Ausrüstung.

Die Kolonialtruppe soll auf die Starke der Heimatarmee gebracht werden.

Der Senat beriet dann den Haushalt des Kriegsmini st eriurns. In der Aussprache wies Senator Lemery auf dieaußenpolitischen Gefahren am Horizont" hin und meinte, man müsse sich fragen, ob Frankreich allen Möglichkeiten die Stirn zu bieten vermöge. Der Heeresausfchuß fei der Ansicht, daß eine Verstärkung der m i li t ä r i fxhe n Organisation notwendig sei. Unter keMen Umständen sei eine Rückkehr zur einjährigen Dienstzeit in Anbetracht der rekruten-

auch politisch-staatliche Wirklichkeit geworden ist, war es eine selbstverständliche Ehrenbezeugung vor dem ungebrochen überlieferten Geiste ostmärkisch- deutfcher Kultur, daß die 5. R e i ch s t h e a t e r f e st- woche in Wien veranstaltet wurde und mit der Manifestation der bodenständigen Wiener Theater­pflege der zugleich ehrende und anregende Besuch norddeutscher, preußischer Bühnenkunst im Burg­theater stattfand, Altes und aus neuem Geist be­reits Geprägtes abwägend gegenüberstellend. Die Hebung der in langen Jahren einer irregeleiteten Politik verschütteten Kräfte durch ein künstlerisches, kulturell-wirtschaftliches und organisatorisches Auf« baumerf wird in den kommenden Jahren eine Auf­gabe des erstarkten, aus neuen Impulsen lebenden Altreichs sein. Wie im Bezirk des musikalisch- theatralischen Festspielgeschehens die Begriffswelten von Bayreuth und Salzburg in die- fern Jahre zum erstenmal als Aufdruck der einen, ihre Unterschiede auf einer höheren Ebene vereini­genden gesamtdeutschen Kunst in Erscheinung traten, so gilt es auch auf anderen Teilgebieten der Kultur, die reichswichtigen Leistungen der Ostmark in ihrem Vorpostenkampf an der südöstlichen Grenze zu sehen und in das neue Bild aroßdeutscher Kultur gleich­berechtigt einzugliedern. Auch die Volksgenossen aus den wieder deutsch gewordenen Waldgebieten der Sudeten und ihrer Städte haben uns nicht nur die stillen Reize ihres Landes in wundersamer Sprach­kunst erschlossen, wie Adalbert Stifter oder der ins weite Weltgetriebe ausgreifende Rainer Maria Rilke. Sudetendeutschlands beste Köpfe haben auch nicht nur zum Reich geblickt und ihre starken Kräfte ihm gewidmet, von Balthasar Neumann an, dem aus Eger kommenden Baumeister des deutschen Hochbarocks, über den Dichter Erwin Guido Kol­be nh e y«r bis zum genialen Konstrukteur des KdF.-Wagens, Porsche. Weil es richtig ist, was Friedrich Bodenreuth schon im Titel seines preisgekrönten Romans behauptet:Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland", sind trotz frem­der Bedrückung und Tyrannei die bodenständigen Kräfte des Deutschtums nicht zu ersticken gewesen, sie haben deutsche Art in ihrer Kunst gepflegt und ihr Stammestum vom Reichsgedanken befruchten lassen. Allein im Bezirk der Dichtung sind die zeit­genössischen Namen Karl Hans Strobl, Hans Watzlick, Franz Leppa und Franz Nabl neben den bei uns noch weniger bekannten Friedrich Iacksch, Alfred Görgl, Franz Höller oder Bruno Hans Witteck eine. Auswahl, die die Ur­sprünglichkeit und Lebendigkeit der sudetendeutschen Kultur aufs schönste bezeugen. Die starten Wur­zeln ihrer Kraft liegen im Kampf der Grenzlcntd« menschen um ihr nacktes Dasein und die Behauptung ihrer unlösbaren völkischen Verflechtung, wie er in dem dichterischen Werke Wilhelm P l e y e r s an- klingt. Es mag darum fein Zufall fein, daß dieser neue Reichsgau eine stattliche Anzahl überragender Männer der Wissenschaft dem Gesamtdeutschtum ge­schenkt hat. Als Beispiel seien nur von den Oerma» nisten genannt der wegweisende Josef Nadler, der in seiner Literaturgeschichtedas stammhafte Gefüge des deutschen Volkes" in der Dichtung auf­deckt, ober derMentor der Sudetendeutschen" an der deutschen Universität in Prag, Herbert Cysarz, der das vergessene Gebiet der deutschen Barocklyrik als eigenwilligen Ausdruck deutschen Wesens wieder entdeckte und neben seinen maß­gebenden Arbeiten über die großen deutschen Klas­siker auch dasSchicksal der sudetendeutfchen Dich­tung" scharf Umrissen hat.

Mag es an dieser Stelle auch nicht möglich sein, die Fülle des Geistes und der Geister von neuem aufzuzeigen, die das Jahr 1938 in das Reich der großdeutschen Kultur als Kinder eines Volkes ein­gehen ließ, so dürfen beim flüchtigen Rückblick an der Jahreswende doch wenigstens die prägnantesten Ereignisse des kerndeutschen Kulturgeschehens nicht außer Acht gelassen werden. Das war vielleicht die überzeugendste und auch von der mißgünstigen Ilm» weit nicht zu übersehende Beteuerung des deutschen Friedenswillens, daß selbst in Wochen und Mona­ten stärkster weltpolitischer Spannung der Strom der deutschen Kulturarbeit ruhig und breit dahinfloh. Während ein Festspielsommer ohneglei­chen das Land in feiner ganzen Ausdehnung er­füllte, hallte die Welt von Krieg und Kriegsgeschrei wider. Aus den neu gefaßten Plänen, den giganti­schen Entwürfen und ihrem unbedingten Bedarf an äußerer Ruhe und riesenhaften materiellen Aufwen­dungen ließ sich die auf lange Jahre des Friedens berechnete Arbeit der deutschen Staatsführung am sichersten entnehmen. Allein schon die drei Aus - stellungen, die im Hause der Deutschen Kunst zu München gezeigt wurden, waren eine Demon­stration des Friedens. Zeigte im Januar die erste Architekturausstellung die wichtigsten Pläne und Modelle für den architektonischen Umbau des Rei­ches, der Behausung seiner führenden Stellen, seiner zentralen Arbeitsstätten und Rastplätze für die wan­dernde Jugend, so hat soeben die zweite dieser Archi­tekturausstellungen die atemberaubende Weite und noch nicht erlebte Umfänglichkeit dieser Maßnahmen offenbart. Dazwischen aber liegt der praktische Be­ginn mit der Um gestaltung ganzer Städte. Sie ist in der fundamentalen Erneuerung der Reichs- Hauptstadt schon weit gefördert worden, in München ist man ans Werk gegangen, in Weimar wachsen die Zeugen einer neuert Monumentalität zum Him­mel, und Nürnbergs Parteitaggelände läßt schon in seiner jetzigen Gestalt die säkulare Größe national­sozialistischer Baugesinnung erkennen, die an dieser Stelle wohl ihren Gipfelpunkt erreichen wird.

Baukunst und Technik stehen naturgemäß im Vor­dergrund des ganz dem 20. Jahrhundert verschwore­nen und seinen völkischen Dimensionen entfprechen-

Die Katalonien-Front in Spanien. Die Pfeile zeigen die Marschrichtungen der neuen nationalspanischen

Winteroffensive an. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wäsche eines englischen Diplomaten gelangte. Die englische Presse wußte zu melden, es habe sich um den Verrat der Offensivpläne des Generals Franco gehandelt, die geplante Aktion fei deshalb nicht ein­getreten, die Roten seien informiert, und erst nach Monaten werde sich Franco wieder jo weit um­gestellt haben, um an neue Kampfhandlungen den­ken zu können. Diese englischen Ideen sind mit dem ersten Kanonenschuß am Tage vor Weih-

Wie findet Frankreich den Weg ans der Krisis?

Frankreichs Goldschatz seit 4931 um 140 Milliarden Francs vermindert.

Oeffentliche Schuld steigt jährlich um 18 Milliarden.-Oie Rüstungsausgaben für 1939 auf 41 Milliarden gestiegen.

armen Jahrgänge möglich. Man müsse eine Dienstzeit von 27 Monaten ins Auge assen. Die Zahl der aktiven Offiziere müsse gleich" alls erhöht werden. Auch das Material bedürfe einer Erneuerung. Die Leistung der Rüstungsbe- triebe fei durch die 40-Stunden-Woche beeinträch­tigt worden, und dieses unselige Werk der Volks- ront müsse eine Aenderung erfahren.

Ministerpräsident Daladier erklärte, es fei wünschenswert, die Ko lo n i al tr up p e auf die Stärke ber Heima tarm ee zu bringen. Soweit wie möglich solle auch den besten Einge- borenen-Unteroffizieren die Offizierslauf- bahn geöffnet werden. Die» Teilmobilmachung im Herbst habe gewisse Unvollkommenheiten ge­zeigt. Was die Kopfstärke betreffe, so könne Frank­reich mit den fruchtbaren Völkern nicht Schritt halten. Im Augenblick könne man auf die zwei­jährige Dienstzeit nicht verzichten, selbst wenn die Rekrutenjahrgänge wieder stärker geworden seien. Die Regierung beabsichtige, die Zahl der Offi­ziere beträchtlich zu erhöhen. Die Zahl allein aber mache noch nicht alles aus. Uederlegenheit gründe sich auf Qualität. Es komme darauf an, daß sich die Qualität nicht verschlechtere. Di« Arbeitszeit in den staatlichen Arse­nalen befrage 50 Stunden, zum Teil sogar noch mehr. Es entspreche den Tatsachen, daß durch die kürzere Arbeitszeit in einigen Privatindustrien Schwierigkeiten aufgetaucht seien. Aus diesem Grunde sei in gewissen Fallen für die Angleichung des Gesetzes über die 40-Stunden-Woche gesorgt worden.

Das deutsch-französische Schilager eröffnet.

Hintermoos, 28. Dez. (DNB.) Am Mittwoch wurde im Berggasthof in Hintermoos bei Saalfelden im Salzburger Land das vom Aus- landsamt der Reichsjugendführung organisierte deutsch-französische Schilager eröffnet. In Salzburg wurden die 65 französischen und 35 deutschen Teil­nehmer durch den Landesstatthalter von Salzburg Dr. Reiter empfangen. Sportkameradschaft, so sagte er, gehe über die Grenzen hinweg und fei darum besonders geeignet, die Verständigung zwischen den Volkern zu fordern. Diesem Ziele solle das deutsch- französische Schilager dienen. Im Namen der fran­zösischen Teilnehmer dankte Direktor Sollet. Es sei für seine Kameraden eine große Freude und von besonderem Wert, mit Hitler-Jugendsührern aus allen deutschen Gauen in der schonen Ostmark zu­sammenzukommen. Zur feierlichen Hissung der Hakenkreuzflagge und der Trikolore vor dem Berggasthof Hintermoos richtete der Gau­leiter von Salzburg Dr. Rainer Begrüßungs­worte an die Lagerteilnehmer. Durch Sporttamerad- schaft müsse man zur politischen Verständigung ge­langen. Hitler-Jugend und französische Jugend seien dazu mit in erster Linie berufen. Bannführer Mau- dach eröffnete das Lager mit den Worten:Zwei Flaggen, zwei Nationen eine Idee: 23er» ftänbigung!" Eine Trachtengruppe aus Saal« eldern trug dazu bei, daß sich schon in den ersten Stunden des Zusammentreffens eine lebhafte Hüttenkameradschaft zwischen Deutschen und Fran­zosen entfaltete.

Rückgang

des amerikanischen Außenhandels.

Neuyork, 28. Dez. (Europapreß.) Einer amt­lichen Statistik zufolge ist der amerikanische Außen­handel in den ersten elf Monaten des Jahres 1938 im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres sehr stark zurückgegangen, besonders die Ein­fuhr. Während die Ausfuhr in den ersten elf Mo­naten des Jahres 1937 3,025 Milliarden Dollar be­trug, belief sie sich in der gleichen Zeit des Jahres 1938 auf 2825 Millionen Dollar. Die Einfuhr ist von 2874 Millionen Dollar auf 1789 Millionen zurück- ?egangen. Der Ausfuhrüberschuß beläuft sich auf 036 Millionen Dollar gegenüber 151 Millionen in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Goldein - fuhr betrug in den ersten elf Monaten des Jahres 1938 die ansehnliche Summe von 1 718 915 000 Dol­lar, während sich die G o l d a u s f u h r auf 5 873 000 Dollar belief.

Großzügige Förderung der Kleinsiedlung.

Finanzierung vereinfacht und erleichtert.

Berlin, 28. Dez. (DNB.) Nach den Erfah­rungen des letzten Jahres haben sich die Bestim­mungen über die Förderung der Klein siedlung vom 14. September 1937 im großen und ganzen bewährt. Schwierigkeiten Haden sich nur noch auf dem Gebiet der Finanzierung e, weil die Zinssenkung unter 3 v. H. in den

. edlungsbestimmungen an gewisse Voraus­setzungen geknüpft war und well sich in Anbetracht der gestiegenen Baukosten vielerorts noch immer z u hohe Belastungen ergaben. Daher ist die Finanzierung nun erheblich vereinfacht und erleichtert worden. Die Reichsdarlehen werden künftig für neu zu bewilligende Kleinsied­lungen fo lange unverzinslich gewahrt, bis die im Range vor ihnen sichergestellten, zum Bau der Siedlerstelle aufgenommenen Fremd- darlehen (Vorlasten) zurückgezahlt sind. Das bedeutet völlige Zinsfreiheit für etwa 38 Jahre. Lediglich eine mäßige Til­gung (von 1 v.H. , bei höherem Einkommen 2 v.H.) ist von Anfang an zu entrichten.

Die neuen Erleichterungen geben nun die Mög­lichkeit, Kleinsiedlungen zu errichten, die nach Raum­zahl und Raumgröße den verschiedenartigen Be­dürfnissen und örtlichen Gepflogenheiten angepaßt sind und auch den in bevölkerungspolitischer Hin­sicht zu stellenden Raumansprüchen in jeder Weise Sen. Dabei sind die Lasten doch so niedrig en, daß sie auch für sehr gering bemittelte Volksgenossen und für kinderreiche Fami­lien tragbar sind. Weiter ist durch die Gewäh­rung von Zusatzdarlehen schon bei drei statt bisher vier Kindern sichergestellt, daß das erstrebenswerte Ziel der Vierraumwoh­nung für bie Vollfamilie in allen Füllen erreicht werden kann.

Sobald der vorübergehende, durch staatspolitifch vordringlichere Maßnahmen bedingte Mangel an Baustoffen, Bauarbeitern und Fremd kapital be­seitigt fein wird, sind damit von Reichs wegen alle Voraussetzungen geschaffen, um die Siedlung wei­terhin erheblich zu fordern. Die Zwischenzeit soll tatkräftig dazu benutzt werden, um alle Vor­bereitungen für das nächstjährige Siedlungsprogramm zu treffen, die Sied­ler zu prüfen und vorzuschulen, geeignetes Sied­lungsland auszuwählen und die Planungen so weit vorzubereiten, daß unverzüglich nach Behebung der jetzigen vorübergehenden Hemmnisse mit der Er­richtung der Siedlungen begonnen werden tnnn* .