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5ta heute um 20 11 Her", Lustspiel 'n. Spielleitung: . Wer. Außer Mit i-llung verabschied Ziehener Publikur ui das hessische ßi st wurde.
Oie ersten Luffschifferinnen.
Als im Juni 1783 die erste Montgolfiere ausge- stiegen war, wurde die neue technische Errungenschaft auch von den Frauen mit schwärmerischen Gefühlseraüssen begrüßt, und die Mode bemächtigte sich ihrer sofort, um einen „aeronautischen Stil" zu schaffen, bei dem die Damen gleich „wandelnden Montgolfieren" einhergingen. Aber sehr bald stieg auch die erste tapfere Frau in das noch unerforschte Luftmeer auf. Es war, wie Heinz Lue- dicke in der im>Bibl'iographischen Institut in Leip»
(von 150 und mehr kg Lebendgewicht) 56 bis
bzw. 55 bis 56, bl) (135 bis 149,5 kg) 55 bis
bzw. 54 bis 55, b2) (120 bis 134,5 kg) 54 bis
bzw. 53 bis 54, c) (100 bis 119,5 kg) 52 bis
Das Ende der Maria Siuart
Nach einem unbekannten zeitgenössischen Bericht.
und in K u r h e s s e p auf den Märkten Fulda, Kassel und Marburg für die Schlachtwertklasse
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Der Verfasser der folgenden Schilderung ist d e B o u r d e v i l l e , ein französischer Geschichtsschreiber, der Maria Stuart nach Schottland begleitete.
Der jammervolle Tod Marias, der berühmten, Königin von Schottland, kann nicht ohne das größte Mitgefühl geschildert werden. Ich erhielt den Bericht persönlich von ihren beiden vertrauenswürdigen Kammerfrauen, die getreulich dem ihrer Herrin gegebenen Versprechen nachkamen, von ihrer Stand- -hastigkeit zu zeugen.
Am 17. Februar 1587 erreichten die Stellvertreter der englischen Königin Schloß Fotheringay, woselbst die Königin von Schottland eingekerkert war, und sie lasen ihr den Auftrag Elisabeths vor, wonach die Königin von Schottland am nächsten Morgen hingerichtet werden sollte. Die Königin dankte ihnen, ohne ein Anzeichen von Erstaunen an den Tag zu legen, für ihre gute Neuigkeit, indem sie sagte, nichts könne ihr lieber sein, denn nach zwanzig Jahren der Gefangenschaft sehnte sie sich nach einem Ende ihrer Leiden.
Sodann schrieb sie zur Erleichterung ihrer Seele ihre Beichte nieder (da ihr ein Beichtvater versagt wurde): des weiteren schrieb sie ans Herz greifende Abschiedsbriefe an unseren König, die Königin- Mutter und gewisse andere. Dann rief sie ihre Dienerschaft vom hochgestellten bis zum geringsten zusammen, ließ ihre Truhen öffnen und verteilte unter sie den Rest ihres Geldes. Ihren Frauen gab sie, was sie noch an Schmuck besaß unD sagte, es tue ihr leid, daß sie so wenig anderes zu geben habe. Sie ließ durch ihren Majordomus ihrem Sohne sagen, er solle nicht auf Rache für ihren Tod sinnen. Dann, ohne eine Träne zu vergießen, nahm sie von ihnen allen Abschied, wobei sie ihnen sagte, sie sollten nicht meinen, denn sie sei nun glücklich nach so vielen Leiden.
Danach zog sie sich, da die Nacht angebrochen war, in ihre Kapelle zurück und betete dort zwei Stunden. Bei der Rückkehr in chr Zimmer sagte sie zu ihren Frauen: „Ich glaube, ich täte gut daran, meine Lieben, etwas zu essen und mich bann zurückzuziehen, damit ich morgen nichts Unwürdiges tun oder des Mutes ermangeln möge."
Aber sie schlief wenig, und sich vor Morgengrauen erhebend, zog sie ein schweres Sammetkleid an, einen Mantel aus karmesinfarbenem Atlas und einen schwarzen Schleier. Sie gab einer ihrer Frauen ein .Taschentuch, wobei sie sagte: „Wenn ich herantrete, erweist mir diese letzte Gunst, mir die Augen zu verbinden." Nachdem sie alle geküßt hatte, zog sie sich noch einmal in ihre Kapelle zum Gebet zurück. Die Sonne war bereits aufgegangen, als sie in ihr Zimmer zurückkehrte, wo sie sich vor den Kamin setzte und mit ihren Frauen unterhielt, sie tröstete, und sie bat, bei. ihrem Tode dabei zu sein, um später das Geschehene berichten zu können.
Wie sie mit ihren Worten zu Ende war, erscholl ein lautes Klopfen an die Türe und die Abgesandten traten ein. Die Königin sagte: „Ihr seid meinetwegen gekommen, meine Herrn, ich bin zu : sterben bereit. Ich fühlte, daß die Königin, meine Schwester, wie auch ihr mir eine große Gunst da- : mit erweist, daß ihr so zu mir kommt. Gehen wir." Als sie Maria so standhaft und dabei fo schön und : sanftmütig sahen, waren die Gesandten tief gerührt und bemitleideten sie.
zig erscheinenden Monatsschrift „Atlantis" aus» führt, Madame lible, die Gattin eines südfranzösischen Industriellen, die schon im Juni 1784 in Blanchards Gondel mitzureisen wagte. Im nächsten Jahre fblgte ihr eine Engländerin, Mrs. Sage; es gibt einen Kupferstich, auf dem man die schöne Frau in eleganter Toilette mit großem Federhut bequem in der Gondel wie in jjiner Loge mit dem berühmten Luftschiffer Lunard: und einem zweiten Begleiter sieht. Die erste Deutsche, die geflogen ist, war das adelige Fräulein Chas- l o t aus Lübeck, die Tochter eines Jugendfreundes Friedrichs des Großen, die im Jahre 1792 das große Wagnis unternahm.
Es dauerte auch nicht lange, bis tüchtige Berufsluftschifferinnen mit den Männern in Wettbewerb traten und ihre Künste zur Volksbelustigung zeigten. Als erste Frau unternahm Sophie A r m a y d- Blanchard um 1810 den mutigen Versuch, „von dör Luft zu leben", indem.sie nach dem Tode chtes Gatten dessen gewinnbringende Luftschifferei erfolgreich fortsetzte. Sie führte wirkungsvolle Schauflüge aus, die überall Aufsehen erregten, bis sie bei ihrer 67. Auffahrt in Paris, nachdem der Ballon sich entzündet hatte, zu Tode verwundet auf ein Dach stürzte. In Deutschland und in Oesterreich befriedigte feit 1811 Frau Wilhelmine Reichard, geborene Schmidt, aus Braunschweig die Sensationslust des großen Publikums, eine hübsche und tapfere Dame von tadellosem Ruf, der in Berlin ein Zeitungsbericht bestätigte, daß ihre „Heiterkeit nicht die geringste Furcht verspüren ließ".
Als der einfache Aufstieg der „fliegenden Da- - men" nichts Besonderes mehr war, verfielen ein- . deine Frauen und Mädchen auf immer gewagtere Kunststücke. So erwarb sich Elisa Römerin durch beherzte Fallschirmabsprünge die Gunst der Menge, zwei Jahrzehnte später, im Sommer 1836, bezwang die englische Luftschifferin Margaret G r <r Ham als erste den stürmischen Aermelkanal, und in Paris sah man leicht gejchürzte Balletteusen der Lüfte, die sich, an Fesselballonen hangend, im gefährlichen Wolkenreigen schwangen. Um die Jahrhundertwende, von 1893 bis 1909, erregte Käthchen Paulus durch ihre Fallschirmabsprünge Sensationen: sie führte 516 Ballonreifen und 147 Absprünge , durch. Im Weltkriege leitete die unerschrockene Frankfurterin eine Fabrik von Heeresfallschirmen und schuf ein neuartiges „Fallschirmpaket", das manchem deutschen Frontflieger das Leben gerettet hat. Wie sehr die deutsche Frau Anteil an der Eroberung der Luft nahm, zeigt die Tatsache, daß schon um 1905 der „Deutsche Luftschifferoerband" über 400 weibliche Mitglieder zählte. B.
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bzw. 51 bis 52, d) 80 bis 99,5 kg), e) (60 bis 79,5 kg), f) (über 60 kg) je 50 bzw. 49, gl) (fette Specksauen) und i) .(Altschneider) je 54 bzw. 53 und g2) (andere Sauen) und h) (Eber) je 52 bzw. 51 Mark je 50 kg Lebendgewicht. Die Preise für Großvieh, Kälber und Schafe bleiben unverändert. .
Aus aller Wett.
Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt."
In Bremen wurde die Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt" durch Gauleiter Reichsstatthalter R o e v e r eröffnet Der Präsident des Instituts für deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda, Hugo Fischer, erklärte, die Ausstellung fei ein stolzes Lejstungswerk nationalsozialistischer Aufbauarbeit.'Der Beauftragte Mussolinis für Kolonialfragen, Generalleutnant Melchior! hielt eine Ansprache, in der er u. a. sagte: Wir wollen mit unserer Beteiligung die aufrichtige Solidarität des faschistischen Italiens an der durch das na» tionalsozialistische Deutschland unternommenen Kampagne zur Rückgabe seiner Kolonien bezeugen. Zweitens wollen wir zeigen, was Italien in Afrika zu realisieren verstanden hat, indem wir unsere Kolonisationsfähigkeiten und unseren Willen, jene koloniale Expansion' weiterzuführen, die wir mit dem Siege in Abessinien erreicht haben, dokumentieren. Unsere Solidarität mit Deutschland ist, was die koloniale Seite anbelangt, vom Duce in seiner historischen Rede in Rom 1937 in Gegenwart des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Heß, fest- S worden. Wir denken, daß Deutschland das hat, Kolonien zu besitzen. Seine ganze Vergangenheit als kolonisierende Nation bezeugt es, und seine heutigen wirtschaftlichen Notwendigkeiten verlangen es.
Apothekertagung in Bad Weinberg.
In Bad Meinberg im Lipper Land findet unter der Leitung des Reichsapothekerführers SA.- Brigadeführer Schmierer eine Arbeitstagung statt. Der Reichsapothekerführer teilte als Beschluß des Kongresses des Internationalen Apothekerbundes in Spa mit, daß die nächste Internationale Apothekertagung im Jahre 1939 in Berlin abgehalten. wird.
Schachturnier in Bad Elster.
Nach dem Zonenturnier des Großdeutscken Schach- bundeS in Heilbronn, bei dem sich Kohler (München) und E i s i n g e r (Karlsruhe) die Teilnahmeberechtigung für Oeynhausen erkämpften, findet als nächstes großes Ereignis im deutschen Schachleben in Bad Elster ein Meisterturnier statt. Dieser vom 26. Mai bis.2. Juni dauernde Kampf hat eine hervorragende Besetzung erfahren. Es nehmen u. a.
Musikfest — ganz anders.
Zu den Neichsrnusiktagen in Düsseldorf.
Dor „moderner Musik" bekreuzigen sich sogar unter musikalischen Menschen von hundert peunzig. Beethoven, Brahms, Wagner? Da sind die Häuser voll. Aber Zeitgenossen? Dafür begeistern sich nur die Kunstbetrachter und schreiben in ihren Zeitungen Spalten voll. Wenn Sie, verehrter Leser, beim Frühstück oder vorm Schlafengehen in Ihrem Blatt lesen, daß der zweiunddreihigjähribe Herr Müller im letzten Sinfoniekonzert mit feiner Musik für Orchester in weitgespannter Polyphonie und herbem Klanggewand dem scharf skandierten Rhythmus unserer Zeit wieder einmal überzeugend Ausdruck verliehen und Herr Schulze mit feinem Ostinato für Bläser bewiesen habe, welch ungewöhnlich begabter Kontrapunktiker er mit feinen zwanzigein- yalb Jahren bereits fei, dann sagen Sie doch: „Verstehe ich nicht!" und meinen, die „moderne Musik" sei ein greuliches Gewächs.
Aber bleiben wir bei der Ehrlichkeit. Wissen Sie denn viel mit Mozart oder Händel anzufangen? Gewiß, vor denen haben Sie Ehrfurcht, denn das sind ja „Meister", und alt sind sie auch, und „Ehret eure deutschen Meister..." und so weiter. Doch wenn z. B. der Leiter der Berliper Philharmoniker, die doch bestimmt ein gutes Orchester sind, auf das Programm ein weniger bekanntes Werk von Mozart oder Händel fetzt, dann kommen so viel weniger Leute an die Kasse, daß der besorgte Mann sich seine Gedanken macht und dabei auf die ketzerische, aber richtige Meinung verfällt, Sie, verehrter Leser, „verstehen" Mozart und Händel auch nicht so recht, sondern nehmen chn nur als eine Art Vorspeise hin, zu der Sie dann sageq „entzückend" oder „bezaubernd". Aber bann muß etwas Herzhaftes kommen, das ans Gefühl greift und gewaltig ist und wo man Im langsamen Satz „so schön träumen" kann. Dafür ist dann Beethovens Dritte oder Fünfte gerade das Paffende. Verzeihung, haben Sie noch nicht fo empfunden? Dann sind ©iex die Ausnahme... Aber Ihre Bekannten,... na, Sie wissen doch, warum die ins Konzert gehen...
Dabei gibt es sogar zeitgenössische Musikfeste, wo man eine ganze Woche lang nur moderne Musik macht. In Karlsruhe ist eben ein internationales zu Ende gegangen, vor kurzem haben Sie von Stuttgart und Baden-Baden gelesen, und jetzt wollen wir Ihnen aus Düsseldorf berichten, was es auf den „Reichsmusiktagen" zu hören gibt. Aber wenn Sie die Zeitung aufmerksam lesen, dann
oder eingelagerte Waren* und „Sonstige Schuldner" kundtat, hat sich diesmal nicht fortgesetzt, was wohl auch ein Zeichen dafür ist, daß die Wirtschaft die vordringlichen Ansprüche des Staates anerkennt und berücksichtigt. Die Anspannung, die zum Quartalsultimo zu verzeichnen war, ist wieder behoben: die Jndossamentsverpflichtungen, die sich zu diesem Termin um 300 Millionen erhöht hatten, sind um 245 Millionen zurückgegangen.
Neue Echwemepreise.
Fwd. Mit Wirkung vom Montag, 30. Mai 1938, treten im gesamten Reichsgebiet neue Schweinepreise in Kraft. Nachdem seit Beginn des Jahres 1938 zur Sicherung einer vollständigen Verwertung der letztjährigen Rekordkartoffelernte und zur Erhöhung des Schweinebestandes und des Schweinefleischanfalls auf die in der Anordnung 96 vom 20. Dezember 1937 der Hauptversammlung der deutschen Viehwirtschaft zur Ordnung der Schlachtviehwirtschaft in 1938 festgelegten Grundpreise vom 4. Januar bis 28. Mai 1938 ein Abschlag von 0,50 Mark eingetreten war, gelten nunmehr bis zum 16. Juli 1938 auf D'en Schlachtoiehmärkten die Grundpreise. Diese betragen im Rhein- Main-Gebiet auf den Märkten Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Worms
zu erhalten. Die Wagenbauer und Weber haben eine so große Bedeutung erlangt, daß große Fabrik- betriebe in den Städten Bessarabiens auf diese Siedlergründungen zurückzuführen sind. So' wurde .aus der Schmiedewerkstätte Höhn die berühmte Höhnsche Pflugfabrik, welche den ganzen Süden Rußlands mit Pflügen versorgte. Heute gibt es in den deutschen Gemeinden Bessarabiens nahezu dreitausend Handwerker, und der Handwerker schickt seine Söhne zwecks besonderer Ausbildung nach Siebenbürgen zu tüchtigen Meistern in die Lehre. Das Fortbildungs-Leyrinstitut in Arzis veranstaltet
Das Schaffott war in der Mitte eines großen Zimmers aufgerichtet und von einem groben Leintuch bedeckt. Die Königin betrat den Raum voll Grazie und Majestät; sie sah aus, wie sie auszu- sehen pflegte, wenn sie einen Ballsaal betrat. Aber eine ihrer Frauen konnte nicht umhin, laut zu meinen und zu klagen, als sie ihre Herrin inmitten ihrer Henker sah; die Königin gab ihr ein Zeichen, indem sie einen Finger auf ihre Sippen legte, und die junge Frau war still.
Wie sie auf das Schaffott zuschritt, ergriff sie der Henker roh am Arm, streifte ihr das Kleid bis zum Gürtel herunter, riß ihr das Wams ab und entblößte ihren weißen Nacken und Hals. Aber sie verbarg beide so gut sie konnte, indem sie sagte, sie fei nicht gewöhnt, sich in der Oeffentlichkeit auszuziehen, besonders nicht vor einer so großen Versammlung (es waren an die vier- bis fünfhundert Menschen anwesend). An eine Magd gewandt, bat sie, ihr mit dem Taschentuch die Augen zu verbinden; dann, ohne ein Anzeichen des Bebens, ckniete die Königin nieder. So groß war ihre Tapferkeit, daß die Anwesenden ihre Tränen nicht zurückzuhalten vermochten.
Der Henker unterbrach aufs' neue ihre Gebete; aber die Königin wiederholte auf lateinisch einen Psalm und legte dann ihren Kopf auf den Block, Wie sie sagte: „In manus tuas, Domine, com- mendo spiritum meum“ (In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist,) führte der Henker einen schweren Streich nach ihrem Nacken, der aber trotzdem erst völlig abgetrennt wurde, als er zwei weitere Male zugeschlagen hatte. Dann sagte er, indem er das abgeschlagene Haupt hochhielt: „Gott erhalte Königin Elisabeth. Mögen alle Feinde des wahren Evangeliums fo zugrunde gehen." Mit diesen Worten streifte er der toten Königin den Haarputz ab und zeigte ihr Haar, das einst jo blond und hell, jetzt aber weiß war. Es war nicht das Alter, was es hatte bleich werden lassen (sie war kaum vierzig Jahre alt, als man sie aus diesem Leben verstieß), sondern ihr Unglück und Jammer.
Ihre armen Frauen, die Angst hatten, ihr Leichnam könnte unwürdig behandelt werden, baten, der Henker möge ihn nicht berühren, und ihnen selbst möge verstelltet sein, ihn später zu entkleiden Aber sie wurden aus dem Saale gewiesen. Der Henker plünderte den Leichnam nach Gutdünken, und als er damit fertig war, verschloß er ihn in einem Zimmer neben dem seiner Knechte. Duvh das Schlüsselloch konnten die Frauen der Königin den qrmen Leichnam nur halb bedeckt von einem groben Tuch, das von einem Billard tisch herad- geriffen worden war, liegen sehen. Er lag so da, bis er Anzeichen der Verwesung zu verraten begann, worauf er zur Beisetzung, einbalsamiert wurde — aber in aller Eile, um die Kosten zu sparen. Er wurde in einen bleiernen Sarg gelegt, sieben Monate so belassen und dann im Boden der Peterborough-Kathedrale begraben. Das über das Schaffott gebreitete Tuch, die Fliesen des Steinbodens oder was sonst immer von Blut befleckt war, wurde verbrannt oder gewaschen aus Furcht, sie könnten zu Gegenständen des Aberglaubens werden.
Dennoch wird die Erinnerung an jene Königin trotz alledem für immer roeiterleben in Triumph und unvergänglichem Ruhm.
(Aus dem Französischen von H. B. W a g e n s e i l.)
t u r e n, die eingesandt worden sind, haben diese als einzige Gnade gefunden vor den Ohren der Musikfachmänner des Ministeriums für Volksaufklärung.
Inzwischen wollen wir verraten, wer diesmal alles mitmacht, denn soviel „feindliche Brüder" von Anno dazumal sind noch nie auf einem Fleck beisammen gewesen. Also, Da sind die Arbeiter in den Werkkonzerten mitten im Betrieb, da sind die Gesangvereine mit ihren sonoren Männerkehlen, die Hitler-Jugend, die ein Musiklager aufgetan hat, der Studentenbund, der gewichtig mitreden und mitfingen wird, dann die Wissenschaftler mit ihrem Salz des Geistes, die Herren von den Gemeindeverwaltungen, die dafür sorgen müssen, daß,'in ihren Städten überall das Richtige und das Beste gespielt wird, und schließlich die Leute, die über das dazu notwendige Geld zu entscheiden, haben. Das sind so viele und vielerlei Musikmenschen, daß ich beinahe, die richtigen Musiker, die früher immer unter sich waren, vergessen hätte, an der Spitze natürlich Karl Balzer mit seinem Düsseldorfer Orchester, das stramme Tage vor sich hat. Wer es aber trotzdem in Düsseldorf noch nicht begriffen hat, daß Reichsmusiktage angebrochen sind, dem bringen es die Musikzüge der Wehrmacht, des Arbeitsdienstes und der Partei bei, die auf den Plätzen konzertieren, damit es keiner überhören kann, daß in Düsseldorf Musik gemacht wird: neue Musik — nicht immer von neuen Männern, aber auf eine neue Art.
Dem Himmel kommt das alles ein bißchen komisch vor. Ader ab und zu blinzelt neugierig die Sonne durch die dicke Wolkendecke, und dann sind die vielen Fahnen nochmal so rot. Aber wir kommen auch ohne die launische Frau Sonne aus. Die Kastanien an der schönen breiten Königsallee haben auf alle Fälle ihre Lichter noch nicht weggesteckt, und irgend woher schnuppert's schon fo betörend süß in dieser Stadt der Weite und des Grüns, daß einem ganz meistersingerlich zu Mute wird: „Wie duftet doch der Flieder ..." Johannes Jacobi.
Vortröge und Hebungen, um dem deutschen Handwerker in Bessarabien auch die besondere fachliche Ausbildung zukommen zu lassen.
Verheerendes Hochwasser in Iran.
Als Folge eines Wolkenbruches trat in der Ge
gend von Kvupayeh bei Isfahan (Iran) das seit Jahren schwerste Hochwasser ein. Acht Dörfer wurden völlig verwüstet. Die Saat ist vollkommen vernichtet und das Vieh umgekommen. Bisher wurden neben vielen Verletzten 12 Tote gemeldet. Zahllose Bäume, auf die sich die Einwohner der bedrohten Gebiete geflüchtet hatten, wurden entwurzelt. Der Gouverneur von Isfahan hat ein umfassendes Hilfswerk eingeleitet.
3500 Todesopfer der Cholera in Indien.
Die Cholera-Epidemie 'in Indien hat in. den letzten sechs Wochen 3500 Todesopfer gefordert. Insgesamt waren 7000 Personen erkrankt. Während des Kumdh-Mela-Festes, das alle 12 Jahre mit großen Wallfahrten und rituellen Waschungen in den heiligen Strömen begangen wird, brannten Tag und Nacht Scheiterhaufen, auf _ denen die Leichen verbrannt wurden.
Schweres Unwetter über Venedig.
Ein 'heftiger W i r b e l ft u r m hat in der Stadt Und Provinz Venedig große Verheerungen angerichtet. In der Ortschaft Peseggia wurde durch den Sturm ein Teil der Fassade und eine Wand der Pfarrkirche zerstört. In der Lagune kenterte ein Fischerboot, doch konnte die fünf Mann starke Besatzung gerettet werden. Auf dem Lido wurden Bäume entwurzelt und Schornsteine zertrümmert. Todesopfer sind bisher nicht zu beklagen.
Autobus vom Zuge erfaßt.
Der Fahrer eines mit etwa 25 Werksangehörigen besetzten Autobusses versuchte auf der Fährt nach Stendal den Ue'berweg über die Brandenburgische Städte bahn bei Rathenow vorschriftswidrig noch kurz vor einem Trjebwagenzug zu kreuzen. Der Autobus wurde vom Triebwagen erfaßt. Dabei wurden von den Insassen des Autobusses drei leicht und sechs schwer verletzt. Hilfe war sofort aur Stelle. Im Krankenhaus Rathenow sind zwei der Verunglückten ihren Verletzungen erlegen.
Beim Betriebsausflug mit dem Autobus verunglückt..
Auf der Heimfahrt von einem Betriebsausflug verlor der Fahrer eines Omnibusses an einer ab» schüssiaen Stelle zwischen Nimmersatt und Bolten- Hain (Schlesien) die Gewalt über den Wagen. Der Wagen überschlug sich, wobei die Insassen teils schwer, teils leichter verletzt wurden. E l f <5 d) ro e r • verletzte haben im Bolkenhainer Krankenhaus Aufnahme gefunden.
Zwei Todesopfer eines Autounglücks.
Ein Unglück ereignete sich an einem schrankenlosen Bahnübergang der Linie Braunschweig—Gifhorn. Ein mit Mei Personen besetzter Kraftwagen versuchte, obwohl der Zug bereits zu sehen war und ein Passant den Fahrer darauf aufmerksam machte, die Geleise zu überqueren, wurde von der Lokomotive erfaßt und etwa 150 Meter weit mitgeschleift. Die beiden Insassen, zwei Braunschweiger, wurden tödlich verletzt. Die Schuld trifft den Kraftwagenfahrer, der es an der notwendigen Vorsicht fehlen ließ.
Deutsche Reisegesellschaft in Bosnien von Wölfen verfolgt.
Während eines Schneesturmes wurden zwei Autobusse, die-aus Dalmatien über Bosnien fuhren, im Jwangebirge in der Nähe von Mostar von Wölfen angegriffen. In den Autobussen reifte eine Gruppe von Touristen aus Berlin. Mit wütendem Geheul liefen die hungrigen Wölfe hinter den Autobussen her und sprangen gegen die Karosserie der Wagen. Unter den Reisenden entstand eine Panik. Die Wagenlenker erhöhten die Geschwindigkeit, und die Tiere gaben schließlich die Jagd auf. Nur der grüßte Wolf wollte die Verfolgung nicht aufgeben. Der Wagenlenker blendete das Tier, so daß es von einem Rad erfaßt und mit gebrochenen Rippen in den Straßengraben geschleudert wurde. Das Tier wurde nach Anhalten der Wagen erschossen und bann in Sonja Luka ausgestellt.
teil: der internationale Meister Bogoljubow (Triberg), der Meister von Oesterreich Eliskases, der Meister von Deutschland Kieninger, der sudetendeutsche Meister Gilg, der Meister von Berlin Re list ab sowie der österreichische Meister Dr. Weil.
Deutscher Handwerkergeist in Bessarabien.
Als vor mehr als hundert Jahren deutsche Siedler Gemeinden in Bessarabien gründeten, war unter ihnen eine große Anzahl Handwerker. Dieser Umstand hat sicher mitgeholfen, die deutschen Siedlungen in Bessarabien bis auf den heutigen Tag
werden Sie auch gemerkt haben, daß die vermaledeiten Kunstbetrachter, die immer nach zeitgenössischer Musik schreien, der Musikfeste selten recht froh geworden sind. lieber die Werke kann man überall verschiedener Meinung sein, und auch Kunstbetrachter haben ihren Geschmack. Aber mit wem war man denn auf den Tonkünstlerversammlungen, und wie die Veranstaltungen alle hießen, immer wieder zusammen? Mit Musikalienverlegern, Dirigenten, Komponisten und Leuten, die irgenoniie berufsmäßig mit Musik zu tun haben. Das war meist sehr anregend, aber nicht ganz in Ordnung. Es war so, als ob der Kaufmann zur Leipziger Messe fährt und sieht, was es Neues gibt, das er dann kauft und weiter vertreibt. Musik-Messen waren meistens auch die zeitgenössischen Musik- „Feste".
Das soll jetzt anders werden, wenigstens auf den Reichsmusiktagen. Dafür wird das Propagandaministerium sorgen. Dem hat es schon lange nicht gepaßt, daß die Dramatiker und ihre Freunde die Reichstheaterfestwoche haben, und die Maler, die Architekten, Die Zeichner und die bildenden Künstler ihren „Tag der Deutschen Kunst", an dem der Führer spricht — aber die Musiker haben eine Messe, wo Privatleute ausstellen, was sie zu verkaufen haben. Doch jetzt ist es aus mit dem Aschenbrödel Musik, jetzt Haden die Musiker dasselbe wie die Theaterleute und die bildenden Künstler, und auch 3u den Musikern nach Düsseldorf wird Dr. Goebbels kommen und ihnen sagen, wie sehr dem Reiche das zeitgenössische Schaffen am Herzen liegt.
Das zeitgenössische? Jawohl, das zeitgenösische! Wenn damals, als Mozart und Beethoven noch lebten, ein vermögender Mann Gäste geladen hatte, holte er auch nicht Bach aus der Schublade, sondern ging zum Meister und bestellte etwas Neues. Und wenn die Bürger in Die Oper ober ins Konzert gingen, Dann wollten sie auch etwas Neues hören. Haben Sie schon Umschau gehalten, ob es nicht vielleicht auch Musiker gibt, Die heute fo komponieren, Daß Sie, empfinDfamer Freund, sich nicht unbedingt die Ohren zuzuhalten brauchen? Wie steht's z. B. mit der „Arabella" von Richard Strauß oder mit „Don Juans letztem Abenteuer" von Paul Graener oder mit der Kantate von der deutschen Seele des Meisters Hans Pfitzner? Ist das nicht auch „zeitgenössische" Musik? Die Düsseldorfer haben für diese Aufführungen Karten gekauft, so daß ebenso viele noch zu haben sind wie für Beethovens Neunte Sinfonie — nämlich keine. Din anderen, Den jüngeren und unbekannteren Komponisten, sehen wir diesmal auch recht vertrauensvoll entgegen, Denn von 600 Parti-
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