ihigung der Gemüter; außerdem werde den Streik- istzern damit der Vorwand zu ihrer Agitation ent» -'gen. ___________
Arbeitsverweigerung kommt vor dos Kriegsgericht.
Paris, 26. Nov. (DNB.) Da die Regierungs- nordnung über die Requirierung von Arbeitern der Bergwerksgesellschaft und der Ellssn- 2hnarbeiter von Anzin keine Wirkung gezeigt hat — die Arbeiter sind zwar an den befohlenen Arbeitsstellen angetreten, haben aber teilweise die Arbeit nicht ausgenommen —, sind am Freitagabend General Doumanec und die Offiziere, die das .riegsgericht des I. Armeekorps von
Lille bilden, in Valenciennes eingetrof- f en. Jeder Arbeiter, der sich der Requirierungsorder widersetzt, wird sofort verhaftet und vor ,d a s K r i e g s g e r i ch t g e st e l l t werden.
Die Arbeiter der verschiedenen Eisenbahnlinien yaden am Freltaanachmittag eine Versammlung abgebalten. Im Anschluß hieran versuchten sie Kundgebungen gegen die Notverordnungen zu organisieren, und zwar in den Pariser Bahnhofen, wo aerobe in den Abendstunden der größte Verkehr herrschte. Begleitet von verhetzten Arbeitern und Angestellten der Eisenbahngesellschaften veranstalte- len in Bahnhofsvorhallen Umzüge und brachten in Sprechchören Schmährufe auf Daladier aus. Die Polizei zerstreute die Kundgeber. Etwa 60 von ihnen wurden verhaftet.
England und der pariser Ministerbesuch.
London, 26. Nov. (Europapreß.) Die „Times" .'richt am Samstagmorgen das ziemlich einhellige Iiedaktionelle Schweigen der englischen Presse über jlcn englischen Mimsterbesuch in Frankreich. Gut :ie Hälfte der Ausführungen sind den Streiks n Frankreich gewidmet, ein Zeichen dafür, welche Zestürzung hier die wachsende Streikwelle in Frankci ch hervorgerufen hat. Um geschützt zu sein, heißt :S, müsse Frankreich stark nicht nur an Menschen- inaterial, sondern auch in seiner Rüstung und den azu notwendigen finanziellen und wirtschaftlichen Hilfskräften sein. Auch „Daily Mail" weist darauf hin, daß halbe Maßnahmen gegen die Unzufriedenen nutzlos seien, und macht dem französischen Ministerpräsidenten Daladier das Kompliment, daß zr kein Mann der Halbheiten sei und die häuslichen Probleme unter dem Gesichtspunkt des obersten Problems, nämlich der Sicherheit und der bewaff- reten Stärke Frankreichs, sehe.
Unter der Überschrift „Frankreich verlangt zu Ziel!", sagt „Daily Expreß", die französische Regie- ung habe für das britische Expeditwnsheer im Kriegsfälle eine Streitmacht von etwa zwei Divi- ionen des stehenden Heeres und dreizehn Divi- ionen Territorial-Armee gefordert. Dies wäre jedoch ast die gesamte Territorial-Armee Englands, wenn nan die fünf für die Luftabwehr benötigten Dioi- ionen in Abzug bringe. Die nach Frankreich zll ntsendenden Territorml-Truppen würden wohl >,icht mehr als zwei bis drei Divifio- 3 e n ausmachen können. Dagegen sei es möglich, 3aß die reguläre Armee etwas erhöht werde.
„Daily Telegraph" enthüll unter der Überschrift .Wird eine britische Armee von neuem ins Aus- and gehen?" einen Aufsatz von Generalmajor
T e m p erley. Er sagt, daß England in einem europäischen Krieg, in den Frankreich verwickelt werde, anfänglich kein größeres Feldheer aufstellen könnte. Es könnte vielleicht einen Teil des stehenden Heeres und die Territoriale Reserve-Armee, soweit sie genügend ausgerüstet und ausgebildet sei, nach dem Festland entsenden. Dies würde sechs Monate in Anspruch nehmen. Mehr als 14 Divisionen könnten dabei nicht in Betracht kommen. Die englische Waffenhilfe könne gegenüber 1914 nicht die gleiche sein, da England im mittleren Osten starke Bindungen besitze, darunter eine größere Garnison in Aegypten und zwei Divisionen in Palästina. Hinzu kommen, daß u. U. das Mittelmeer und das Rote Meer für Verstärkungen aus Indien nicht in Frage kämen. Auch im Fernen Osten bestünden Besorgnisse, die im Jahre 1914, als Japan Englands Verbündeter gewesen sei, nicht vorhanden gewesen seien. Damals habe ja auch die Gefahr eines Luftangriffes nicht bestanden. Tem- perley polemisiert gegen diejenigen, die der Ansicht finb, ein Krieg werde heutzutage von der Luft aus gewonnen. Der Luftkrieg könne zwar zerstören und Schrecken verbreiten, aber er könne weder Gebiete besetzen, noch Eroberungen vervollständigen. Immerhin könne ein englisches Feldheer kaum nach dem Festland verschickt werden, ehe nicht die erste Phase des Luftkriegs, die sich ja auch gegen die An- kunfts- und Abfahrtshäfen richte, vorüber fei. Die Sicherheit Frankreichs und Belgiens fei die Frontlinie der englischen Luftabwehr. England könne nicht zugeben, daß an der flandrischen Küste Luftstützpunkte des Feindes angelegt würden oder daß die Unantaftbarteit der Niederlande verletzt werde.
polnisch-slowakischer Zwischenfall.
Warschau, 25. Nov. (DNB.) In Warschau wurde folgendes Kommunique des Außen- Amtes veröffentlicht:
„Am 24. November wurde auf die polnische Delegation für den Gemischten polnisch-slowakischen Grenberichtigungsausschuß, die ssich in Kraftwagen zur Begegnung mit der slowaki- chen Delegation durch tschecho-slowaki- sches Gebiet begab, ein U e b e r f a H durch ; eine Bande unter Mitwirkung von tschecho-slowaki- djcn Behörden und aktivem Militär verübt. Dieser Ueberfall trug das Merkmal eines wissentlich organisierten Aktes. Zwei Mitglieder der polnischen Delegation wurden verwundet und die Kraftwagen beschädigt. Der Ueberfall fand bei der Ortschaft Zamki Orawskie statt, weit in slowakischem ' Gebiet, das nichts mit der durchgeführten Grenzberichtigung Gemeinsames hat. Da ein ähnlicher Zwischenfall sich bereits am vergangenen Freitag in der Gegend von Zcaza ereignet hat, war die pob iiche Abordnung gezwungen, nach Feststellung des wis- jsentlich schlechten Willens der slowakischen Behörden die Arbeit abzubrechen. Die polnische Regierung hat Schritte unternommen, um sich G e - inugtuung zu verschaffen und die Polen bei iber Grenzberichtigung zugeteilten Gebiete sicher» z u st e l l e n." — Im Zusammenhang mit dieser Mitteilung verlautet, daß zwecks „Sicherstellung der Territorien, die Polen zugeteilt wurden", die polnische Armee bereits heute mit der Besetzung dieser Gebiete begonnen hat. Diese Gebiete sollten erst am 1. Dezember besetzt werden.
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,Kurjer Warszawski" schreibt, das polnische Entgegenkommen gegenüber den Slowaken, bas seinen Grund in dem Wunsche Polens nach einer möglichst «freundschaftlichen Gestaltung des Zusammenlebens Zwischen dem polnischen und dem slowakischen Volk "bat, habe sich als falsche Maßnahme erwiesen. Der gute Wille und die aufrichtige freundschaftliche Haltung Polens fei von den Slowaken mißverstanden und abgewiesen worden. Was gestern in Zamki Orawskie geschah, beleidigte die gesamte polnische Nation. Die polnische Republik könne nicht gestatten, daß ihre Beamten, die eine offizielle Mission erfüllen, überfallen, geschlagen und beleidigt werden. Die Slowaken müssen Polen Genugtuung geben und -verstehen, daß Polen trotz seiner Freundschaft für die slowakische Nation sich eine solche Behandlung nicht gefallen lassen könne. _______
Eine slowakische Darstellung.
Prag, 25. Nov. (DNB.) Das Propoganda- a m t der slowakischen Regierung teilt mit: „Aus Cadca wird uns gemeldet, daß polnische Truppen in Cierne den Ciernanka-Bach überschritten und die ganze Gemeinde besetzten, obwohl nach dem Abkommen der Grenzfestsetzungskommission die Grenze durch den Cier- nanka-Bach festgesetzt worden war. Die polnischen Truppen ziehen weiter nach Svrcino- v e c. In der Nacht auf den 25. und am Morgen des 25. November kam es zu einem Geplänkel zwischen polnischen und tschecho-slowakischen Truppen. Das Geplänkel eröffneten die Polen. Auf tschechoslowakischer Seite sind keine Verwundeten. Von dieser Handlungsweise der polnischen Truppen wurde der Vorsitzende der Regierung, Dr. T i s o, der soeben in Prag weilt, sofort informiert.
Weiter erfährt das Propagandaamt der slowakischen Regierung, daß in der Orava gestern mit einem Auto die polnische Grenzfestsetzungskommission eingetroffen ist. Die Bevölkerung errichtete auf dem Wege Barrikaden und wollte die Polen nicht einlaffen. Im weiteren zeigte sich die anti- Me Stimmung so stark, daß die Bewohner in itobus sämtliche Fenster zertrümmerten und zwei Polen sogar leicht verletzten. Der polnischen Grenzfestsetzungskommission blieb nichts übrig, als über Orava, Villein Kralovany und Rocomberoc in die Tatra zurückzukehren. Auch in der Zis liefen die Leute, als sie von der Ankunft der polnischen Kommission erfuhren, in großen Gruppen zusammen und wollten die in so unbrüderlicher Weise gegenüber der Slowakei vorgehenden Polen insultieren. Nur mit Mühe gelang es den örtlichen Sicherheitsorganen und den Hlinka-Garden, die Leute diszipliniert zu halten und weitere Zwischenfälle zu verhindern."
In dieser offiziellen slowakischen Erklärung wird dann weiter behauptet, daß aus diesen Vorfällen am besten zu ersehen sei, was an der Schreibweise der polnischen Presse Wahres sei, wenn sie in die Welt hinausposaune, daß die Bewohner der Zis und von Orava den Anschluß an Polen herbeiseyn- tcn. Das gerade Gegenteil sei wahr. Die slowakische nationalbewußte Oravaer und Ziser Bevölkerung verfolge mit Erbitterung die Handlungsweise der Polen und wolle von einem Anschluß an Polen überhaupt nichts hären.
Haupttagunaen de« Reichsbauerntages
Goslar, 25. Nov. (DNB.) In der Stadthalle der Reichsbauernstadt Goslar fand die Eröffnung
der Haupllagungen des 6. Reichsbauerntages statt. Der Sprecher des Reichsbauerntages, Landesbauernführer B l o e d o r n , gab unter dem Jubel der Versammlung seiner Freude über die Teilnahme der Bauern der Ostmark und des Sudetenlandes Ausdruck. Dann begann die Reihe der Vorträge mit einem Referat des kommissarischen Derwclltungs- amtsführers des Reichsnährstandes, Landesbauern' führer Korner, über das Thema „Gesunde Verwaltung". Ein Vortrag des Reichshauptabteilungsleiters I, Matthias Haidn, über „G e - f u n b e s Bauerntum" schloß sich an. Das folgende Referat des Reichßhauptabteilungsleiters III, Wilhelm Küper, über das Thema „Gesunder Markt" wurde vom Vorsitzenden der Hauptver- etnigung der Deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft, Z s ch i r n t, verlesen, da Küper infolge einer Kieferoperation am Erscheinen verhindert war.
Verhör Grünspans in Paris
Der jüdische Mordbube Grünspan sucht sich auf Suggestion herauszureden.
Paris, 26. Nov. (DNB.) lieber das mehrstündige Verhör des jüdischen Mordbuben Grünspan am Freitagnachmittag meldet Havas u. a., daß Grünspan auf die Frage des Untersuchunas- richters, wie er auf den Gedanken gekommen sei, sich in die deutsche Botschaft zu begeben, antwortete, diese Idee sei ihm gekommen, als er das Caf6 verließ, in das er sich nach dem Kauf des Revolvers begeben hatte. Wie er schon auf der Polizei erklärte, habe er den Revolver im Toilettenraum des Caf 6 s geladen. „Don diesem Augenblick an habe ich", so windet sich Grünspan, „in allem, was ich tat, automatisch gehandelt. Schon beim Betreten des Cafes war ich unter dem Einfluß einer 21 rt Sug - g e ft i o n , die mir gewissermaßen meine Handlungen diktiert hat, und ich habe alles, was ich nachher tat, ausgeführt, geradeso, als ob dies t n einem Hypnosezustand geschah."
Der Untersuchungsrichter verlas sodann die Aussagen des Waffenhändlers Grape, bei dem Grünspan den Revolver gekauft hat, die des Polizeibeamten, der die Verhaftung des Mörders vornahm, und die des Angestellten der deutschen Botschaft, der ihn einließ. Alle drei Aussagen erklären, daß der Mörder eine staunenswerte Ruhe an den Tag legte. Herschel Grünspan versuchte das so zu erklären, als habe er große Anstrengungen gemacht, „um den Zustand äußerster Nervosität zu verheimlichen", in dem er sich befunden habe.
Der Untersuchungsrichter wollte sodann wissen, warum Herschel Grünspan den kürzesten Weg zur Botschaft nahm, geradeso, als ob er seine ganze Kaltblütigkeit besäße, worauf er zur Antwort erhielt: „Ich war f d) o n einmal zpr deutschen Botschaft gegangen, indem ich denselben Weg einschlug, der mir in Erinnerung geblieben ist. Ich habe dies alles getan w i e jemand, der schläft, und ich bin erst wieder erwacht, nachdem ich geschossen hatte." — So sagte Herschel Grünspan! Hiermit war das Verhör beendet, und der jüdische Mörder wurde von den Polizeibeamten wieder ins Gefängnis zurückgebracht.
30000 chinesische Flüchtlinge in Hongkong.
Hongkong, 25. Nov. (Europapreß.) Mehr als 30 000 chinesische Flüchtlinge haben in den letzten Tagen die Grenze des englischen Gebiets überschritten. Unter den nach Hongkong geflüchteten Chinesen befinden sich zahlreiche Soldaten. Sie wurden interniert. Ihre Unterbringung ist sehr bürftig. Zahlreiche Flüchtlinge müssen im Freien übernachten. An den Grenzen wurden die englischen Posten verstärkt. Chinesische Meldungen, die in Hongkong eintreffen, besagen, der Wuscheng-Paß an der Hankau—Peking- Bahn sei von den Chinesen eingenommen worden. Weiter wollen die Chinesen zwei Hügel in der Nähe von Wuhu besetzt haben. Bei Kanton ist es zu verlustreichen Kämpfen gekommen. Die Chinesen behaupten, daß es ihnen gelungen sei, vorgeschobene japanische Stellungen einzunehmen.
Attentatsversuch auf den
Oberbürgermeister von Schanghai.
Schanghai, 25. Nov. (Europapreß.) Der kürzlich ernannte Oberbürgermeister Groß-Schanghais, Fusiaoen, entging am Freitagvormittag mit knapper Not einem Attentat, das von einem bisher unbekannt gebliebenen Chinesen auf ihn versucht wurde. Die auf den Oberbürgermeister gerichtete Kuael verfehlte ihr Ziel, während ein japa» nischer Polizist, als er den Beamten zu decken versuchte, von einer Kugel getötet wurde Der Vorfall ereignete sich in dem Augenblick, als der Oberbürgermeister das Gebäude der Stadtverwaltung in Kiangwan betreten wollte. Kiangwan liegt in dem Gebiet, dessen Betreten den Chinesen ohne Sonderpaß nicht erlaubt ist.
Kleine politische Nachrichten.
Am 1. Dezember 1938 wird der Reichsautobahnbau im Sudetenland begonnen. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolfs Heß, wird um 15 Uhr in der nächsten Nähe von Eger den ersten Spatensttch vollziehen. Der Gau
leiter des Sudetengaues Konrad Henkeln und bet Gcneralinfpektor für das deutsche Straßenwesen, Dr Todt, werden anwesend sein. Vor dem Spatenstich findet um 12.30 Uhr auf dem Marktplatz in Eger die Ausgabe der Spaten und Werkzeuge an die Arbeiter der Reichsautobahn durch Generalinspektor Dr. Todt statt.
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P a p st Pius XI. erlitt Freitag während einer Audienz einen heftigen Schwächeanfall, der nach ärztlichem Befund auf eine Herzattacke zurück- zuführen ist. Im Laufe des Nachmittags trat eine leichte Besserung ein.
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Der südafrikanische Derteidigungs- und Handelsminister P i r o w stattete der Luftkriegs- schule und der L u f t k r i e g s a k a d e m i e in Gatow einen Besuch ab. Besonderes Interesse zeigte er für die sportliche Ausbildung mit dem Fieseler „Storch". Pirow machte selbst einen Flug.
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In La P az, der Hauptstadt Boliviens, hat eine Verschwörergruppe versucht, die Macht an sich zu reißen. Man hatte bei dem Umsturzplan irrtümlich auf die Mithilfe des Heeres spekuliert, das sich jedoch geschloffen dem Präsidenten German Busch zur Verfügung stellte. Aus Sicherheitsgründen ist der Belagerungszustand verhängt worden. Der Rädelsführer Maroff flüchtete sich i n d i e rot» spanische „Gesandtschaf t".
Aus aller Wett.
Der Glienicker Frauenmörder hingerichlek.
Berlin, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Heute ist der 1885 । geborene Peter Junker hingerichtet worden, der gestern durch das Sondergericht in Berlin wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Zunker, ein vielfach vorbestrafter Mensch, hat am 3. November die 29jährige Ehefrau Johanna Meyer in brutaler Weise ermordet, als sie sich einem von ihm versuchten Sittlichkeitsverbrechen widersetzte. Durch die vier Tage nach der Uebergabe des Zunker an die Justiz erfolgte Vollstreckung des Todesurteils hat ein besonders verabscheuungswürdiges Verbrechen seine schnelle und gerechte Sühne gefunden.
Kältewelle in Amerika fordert 60 Todesopfer.
Die schweren S ch n e e st ü r m e, die mit Hagelschlag verbunden über die Atlantikhäfen in Amerika hinwegbrausten, forderten nach den bisherigen Feststellungen 6 0 Tote. Auf den vereisten Landstraßen ereigneten sich Hunderte von Kraftwagenunfällen. In vielen Gegenden ist jeglicher Verkehr noch lahmgelegt. Gleichzeitig mit den Schneestürmen fiel die Temperatur stellenweise bis auf 2 0 Grad unter Null.
Zwei Todesopfer eines Autounfalls.
Auf der Straße Chemnitz—Niederwiesa ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, wobei zwei Menschen den Tod fanden. Drei junge Männer, die in mehreren Bierlokalen gezecht hatten, befanden sich mit einem Mietkraftwagen auf der Fahrt nach Oederan. In Flur-Niederwiesa stießen sie mit einem entgegenkommenden Lastkraftwagen zusammen. Durch den Anprall wurde der Mietwagen gegen einen Baum geschleudert und stürzte in den Straßengraben. Dabei wurde der Wagen vollständig zertrümmert und der Fahrer sowie ein Mitfahrer sofort durch Schädelbruch getötet; der andere tarn mit leichteren Verletzungen davon. Nach den polizeilichen Feststellungen trifft die Schuld den Fahrer des Mietkraftwagens, der sich in angetrunkenem Zustand befand.
Wetterbericht
Die Großwetterlage hat noch keine entscheidende Umgestaltung erfahren. Der Vorüberzug östlich entwickelter Teilwirbel bedingt noch immer unruhiges Wetter. Auch im Laufe des Samstags ist noch immer mit stärkerer Wetterverschlechterung bei stürmischer Windauffrischung zu rechnen, da sich zunächst wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit Schauerneigung anschließt.
Vorhersage für Sonntag: Zunächst wieder meist bewölktes Wetter mit Schauerneigung, Abkühlung, westliche Winde, im Ganzen auch wieder unbeständig.
Vorhersage für Montag: Wechselhaftes und unbeständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 25. November: mittags 6,7 Grad Celsius, abends 7,7 Grad; am 26. November: morgens 8,5 Grad. Maximum 8,5 Grad, Minimum heute nacht 7,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. November: abends 6,4 Grad: am 26. November: morgens 7 Grad. — Niederschläge 1,2 mm.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übri^n Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig
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DIE VERSICHERUNGSUNTERNEHMUNGEN


