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kreisen beim Landrat zur E i n t r a g u n

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(Nachdruck verboten!,

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Entsetzt fährt Irene zurück.Bist du wahnsinnig? du hast Karajan die Mitel gegen dich

sicher wüßte, daß Karajai (Fortsetzung fol

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Bastei gesehen."

Wenn ich nur nungslos ist!"

geführt. Es ist beabsichtigt, Kurse in Alten-Buseck, Großen-Linden, Hausen, Lang-Göns, Grüningen, Heuchelheim, Holtheim abzuhalten.

In Leihgestern beginnt am 22. November ein Kursus für Helferinnen, zu dem noch Anmeldungen bei dem DRK.-Zugführer Gg. Wagner VI. in

Leihgestern abgegeben werden können.

Es ist ferner vorgesehen, an weiteren Orten des Kreises Kurse abzuhalten. Die Kurse sind unentgelt­lich und osten für Frauen und Männer vom 17. Lebensjahr ab. Anmeldungen hierzu werden jetzt schon auf den Bürgermeistereien entgegengenom-

Eharly du hast Karajan die Mitel gegen dich selbst in die Hand gegeben?"

Verdammter Narr, der ich war!"

Aber das ist ja entsetzlich. Wenn Karajans Er­findung nun noch gelingt ..."

Sie ist gelungen."

Auch das noch! Und was roillft du unterneh­

men?"

Meßdorff zuckt die Achseln.

Ich weiß es noch nicht."

Ein Logenschließer nähert sich vorsichtig und rührt an Meßdorffs Arm ganz zart an.Das Rau­chen ist hier verboten, mein Herr! Es ist im ganzen Hause verboten! Sogar im Restaurant!"

Aergerlich zerdrückt Meßdorff die Zigarette.

Irene zieht die Brauen zusammen. ,Zch will dir eins sagen: Daß Karajan dieses Geschäft mit dem Mädchen gemacht hat, das ihm damals die Existenz vernichtet hat, erscheint mir ganz ausgeschlossen. Er hat ... eine ganz ausgesprochene Abneigung gegen Frauen, die etwas vom Geschäft verstehen! Und er

men. Außerdem stehen die Krersstelle Gießen (HU- lerwall 41) und sämtliche Rote-Kreuz-Orgamsationen jederzeit zu Auskünften zur Verfügung.

Gießener Wochenmarktpreise.

28 bis 45 Pf., Birnen 25 bis 35, Nüsse 50 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,20 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis d5, Rettich 5 bis 20 Pf.

** Ein Dreiundfiebzigjähriger. Am heutigen Donnerstag, 24. November, kann der In­valide Florenz Goffelmeyer, Krofdorfer Str. 9, in geistiger und körperlicher Frische seinen 73. Ge­burtstag feiern. Seit 50 Jahren gehört der hoch­betagte Monn zum Stamm der treuen Leser des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen den Ju­bilar herzlich zum Geburtstag.

**ZweiVerkaufssonntage vorWerh- nachten. Für den Bezirk der Stadt Gießen ist die Offenhaltung der Verkaufsgeschäfte an den beiden Sonntagen vor Weihnachten 11. und 18. Dezember zugelassen.

Karol« Westner ,Vereinigten^?"

Wenn sie es auf keinen Fall.

Woher? Ich

ihm nicht gesagt hat ...? Nein, Kanntest du Karola nicht?" habe sie zum erstenmal auf der

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Stimmlisten unter Vorlage von papieren anzumelden. Ohne Eintragung in die Stimmlisten ist die Ausübung des Wahlrechts nicht

gedacht hat Sie lehnt sich zurück, es läuft ihr siedend heiß über den Rücken.

Im gleichen Augenblick bemerkt sie zwei Logen neben der ihren zuerst Dr. Meßdorst und jene Frau ja, das kann nur Irene Meßdorff, seine Frau, sein. Sie müssen gerade gekommen sein, er rückt noch an seinem Sttchl, während sie schon um sich schaut und da, ehe sie sich zurückziehen kann, ist's auch schon geschehen

Dr. Meßdorff grüßt zu ihr herüber, auch seine Frau neigt den Kopf. Willenlos erwidert Karola den Gruß. , ,

Aus! denkt sie. Zu Ende! Wenn Herbert es be- merkt Hal, daß man mich grüßt, wird er ftagen, woher ich den Mann kenne

Aber da fühlt sie auch schon seinen Arm auf dem

Sport der Betriebsgemeinschasten

Oie Gporiappellsreger der Betriebe 1935 im Kreis Wetterau.

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* Gießen, 24. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 8 bis 9 Pf., 50 kg 6 bis 7 Mark, Weißkraut, % kg 5 bis 7 Pf., 50 kg 4 bis 4,50 Mark, Rotkraut Vz kg 8 bis 9 Pf., 50 kg 7 bis 8 Mark, gelbe Rüben 10, rote Rüben 9 bis 10, Spmat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 15 bis 35, Feldsalat, 1/io 8 bis 10, To­maten, % kg 30, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 8 bis 9, Kartoffeln, Vi kg 4 Pf, kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,45 Mark, Acpfel, kg

Lern!"

Mit Liefen Worten hat der Führer in knapper, aber präziser Form Zweck und Bedeutung des Deutschen Roten Kreuzes gekennzeichnet. Alle Deutschen sind aufgerufen, diese Arbeit zu fördern. Und jeder Deutsche ist in der Lage, dies zu tun, und zwar jeder nach seinen Kräften und nach seiner Eignung. Wem es körperlich oder aus sonstigen Gründen nicht möglich ist, aktiv im Roten Kreuz tätig zu sein, schließe sich einer Ortsgemeinschaft an, die ebenfalls verantwortungsvolle und große Auf­gaben im Deutschen Roten Kreuz zu erfüllen hat. Aber jeder Mann und jede Frau, die zur aktiven Mithilfe in der Lage sind, sollten sich dem Roten Kreuz als Helfer oder Helferin zur Verfügung stellen.

Durch die Kreisstelle Gießen des Deutschen Roten Kreuzes werden in nächster Zeit Ausbildungskurse in der ersten Hilfeleistung und Krankenpflege durch-

vergißt nicht! Er trägt Unrecht lange nach. Ich kenne ihn doch!"

Meßdorff sieht seine Frau spöttisch an.Das glaube ich dir ohne jeden Beweis. Wenn irgend jemand ihn kennt, dann mußt du es ja wohl sein!"

Charly ... ich bitte dich! Du weißt doch, daß ich dich allein liebe! Warum quälst du mich mit den vergangenen Dingen?!"

,Aast recht! Halten wir uns nicht damit auf. Du glaubst also, Karajan weiß nicht, wer das Mäd­chen ist?" ,

Anders kann ich mir sein Verhalten nicht erkla- ren. Wüßte er, daß das Mädchen die ehemalige In- haberin der ,Vereinigten* ist, hätte er nie einen Pfennig von ihr genommen."

Mich interessiert vor allem die Frage, woher die Westner überhaupt gewußt hat, daß Karajan eine solche Sache in Arbeit hat. Denn eins ist mir jetzt klar: Karajan hat tatsächlich keine Ahnung, wer das Mädchen da neben ihm in Wirklichkeit ist! Hast du nicht gesehen, wie sie erschrak, als wir hinüber- grüßten? ... Sie hat Angst, daß Karajan erfährt, wer sie ist!" »

Aber sie liebt ihn doch! Sie muß ihm doch ge- sagt haben, wer sie ist ...!"

Meßdorff schüttelt den Kopf.

Nein, das glaube ich nicht!" Und mit der sehe­rischen Gabe, die die Not mitunter verleiht und die gute Menschenkenner und erfolgreiche Geschäftsleute immer haben, durchschaut er beinahe die Fusam»

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Rote-Kreuz-Arbeit ist selbslloser Dienst Volk und Vaterland in ständiger Hilfsbereitschaft. Ich rufe alle Deutschen auf, diese Arbeit zu för-

menhänge.

Ich weiß dock), wie es damals in Radevormwald zuging. Ich wollte Karola heiraten. Die »Vereinig­ten^ verdienten damals gut. Das war zu der Zeit, als Karolas Stiefvater und ihre Mutter noch leb­ten. Die hatte ja einen Professor namens Paar­mann geheiratet. Sein Name war bekannt. Daß Karola nach ihrem eigenen Vater hieß, wußte kaum noch jemand. Die Firma lief immer unter dem Namen des alten Battenfeldt weiter. Alle Verträge haben Hägebarchs und meine Unterschrift. Im Pro- zeß kam Professor Paarmanns Unterschrift dazu. Karola war zu jener Zett überall in der Welt mit ihrer Mutter, nur nicht im Werk."

Du bist also tatsächlich der Meinung, daß Kara­jan die Sache nicht durchschaut? Daß er nicht weiß:

' ' ist die ehemalige Besitzerin der

Stolz und frei hebt sich der schmale Kopf über , einem schlanken Hals. Das Kleid läßt den Nacken 1 frei sah man je so etwas Entzückendes wie das makellose Weiß der Haut neben dem Tiesschwarz des Samts? denkt Karajan.

Er hat ihr nur stumm die Hand geküßt. Er kann ihr nicht sagen, wie schön sie ist, er kann es nicht und wenn er sterben müßte. Scheu und Scham binden ihm die Zunge, aber seine Augen sprechen für ihn.

Das Theater ist wohl eines der schönsten und festlichsten auf der Erde. Hier hat der weite Sinn nnb der Reichtum mächtiger Fürstengeschlechter sich mit erlesenstem Kunstgeschmack gepaart und Bauten geschaffen, zu denen Generationen mit Bewunde­rung aufschauten.

Auf vier Rängen ist Stuhl an Stuhl besetzt, die weichen Sesseln des Parketts weisen kaum noch eine Lücke in ihren Reihen auf. lieber der hohen Oeft- nung der Bühne verschwindet eine Zahl der Uhr und läßt neue auftauchen: Noch fünf Minuten bis zum Beginn der Vorstellung. Aus dem Orchester dringen die Stimmen der Instrumente heraus da dudelt die Klarinette, das Oboe singt ,Hoho" und einen kleinen Lauf dazu, in den ©einen schwirrt's um das A, manchmal brummt auch der Baß dazwischen.

Karola schaut um sich.

Kein Bekannter da?

Um Himmels willen nur das nicht! Mit einem Male fällt es ihr ein, in welche Gefahr sie sich eigentlich begeben hat! Daß sie daran nicht eher

Großzügige Baupläne in Gießen.

Oer L.V.H. besucht die Bauausstellung -.Das alte und neue Gießens

weil sie ihn liebte

Ganz fest hat Meßdorft den Arm feiner Frau gepackt.

Aber um Gottes willen was ist denn, Charly?"

Don den Nachbarsitzen dringt gedämpfte Em­pörung.

Leise! Komm sofort heraus! Ich muß dich etwas fragen!"

Damit verläßt er die Loge, bestürzt und ärgerlich zugleich folgt ihm Irene.

Willst du mir nicht erklären, was dieses sonder­bare Benehmen bedeuten soll?"

Pssft! Komm wetter hier kann man uns hören!"

Mit einem Blick auf die Garderobenfrauen, die verwundert nach dem Paar sehen, zieht er sie einige Schritte beiseite.

War die Dame, die neben Karajan sitzt, dieselbe, die du mal mit ihm getroffen hast? Auf der Bastei?"

Natürlich!" entgegnet Irene verwundert.Aber meinst du, Karajan habe sich inzwischen zum Casa­nova entwickelt?"

Mach keine Witze. Mir ist bitter ernst zumute! Also ist sie das?"

Sicher."

Und du hast dich nicht getäuscht?"

Auf keinen Fall. Ich würde das Mädchen unter Hunderten wiedererkennen. Es ist ein sehr schönes Mädchen. Damals in ihrem billigen Nachmittags­fähnchen bemerkte man das nicht so! Aber heute sieht sie tadellos aus. Das muß man Karajan lassen, Geschmack hat er immer gehabt und hat ihn noch. Aber was ist denn mit dir?"

Erschreckt sieht sie ihren Mann an, der weiß ge­worden ist wie der Kalk an der Wand.

Nun weiß ich, mit welchen Mitteln Karajan seine Fabrik aufgebaut hat. Mit dem Geld der ,Union, mit meinem letzten großen Kredit. Das Mädchen neben ihm ist Karola Westner."

Carola Westner? Etwa jene Karola Westner die vor mir deine Braut war? Die Inhaberin der .Vereinigten'?"

Ja das ist sie. Ich war mit ihr beinahe ein­mal verlobt ehe ich dich kennenlernte. Du kennst ja die Geschichte!"

Das ist dieses Mädchen?"

Ja, die Inhaberin der »Vereinigten Chemischen Werke'. Und ich habe ihr die Fabrik für eine bare

Mit dem Sportappell der Betriebe wurde eine großzügige sportliche Aktivierung aller Schäftenden in den Betrieben errekht Genau wie beim Leistungs­kampf der deutschen Betriebe wurde durch diesen Wettbewerb zwischen den einzelnen Bettieben ein Streben nach Höchstleistung erzielt und damit eine solch große Erfassung von Volksgenossen auf bem Gebiete der Leibesübungen ermöglicht, wie es bis­her durch keine Maßnahme erreicht werden konnte. Mit diesem Sportappell wurde eine vollkommen neue Richtung auf dem Gebiete des sportlichen Wett­kampfes eingefchlagen. Die Betriebssportgemein­schaften haben dadurch ein Arbeitsfeld erhallen, das sie über eine große Strecke des Jahres voll in Anspruch nimmt und sie auf die bisher üblichen Wettkampfformen, die nur einem geringen Teil der Gefolgschaft sportliche Arbeit sicherte, verzichten laßt. Durch diesen Sportappell wird jährlich eine Lei­stungsschau abgehalten, die nicht nur die Massen aktivieren wird, sondern auch von Jahr zu Jahr ein Bild der Entwicklung des körperlichen Zustan­des der Schaftenden verrntttell, wie es weder durch eine Untersuchung, noch durch eine Musterung auf­gezeigt werden kann.

Der Sportappell bestand aus zwei Teilen. Im Tett I, demWettbewerb des guten Willens", kam es nicht darauf an, daß das Gefolgfchaftsmttglied eine große Leistung zu vollbringen hatte, um einen Sieg zu erringen, ausschlaggebend für den Erfolg war, den guten Willen unter Beweis zu stellen, sich einmal an Uebungen zu beteiligen, die ein gesunder Volksgenosse bewältigen kann. Die geforderten Min­destleistungen waren: Medizinballstoßen 6,50 Meter, Weitspringen 2,80 Meter und ein Dauerlauf von 1000 Meter in 6 Minuten. Der sportliche Wert lag darin, daß nach Möglichkeit sich die ganze Bettiebs- gemeinschaft an diesen Leistungen beteiligen sollte, was auch in der zu erreichenden Punktzahl zur Auswertung kam.

Der Teil II,Wettbewerb der Mannschaft", trug der sportlichen Leistung Rechnung. Um auch hier

ihren.

Ist das nicht zum Lachen? Eben grüßt mich Meßdorft da zwei Logen neben uns. Ja, das ist der berüchtigte Meßdorff! Neben ihm seine Frau! Bitte, sieh nicht so auffällig hin, aber betrachte dir beide mal! So sehen meine Gegner aus!"

»Zst das Meßdorff der damals so gegen dich gearbeitet hat?"

Ja, der ist's . Na, wenn der eine, Ahnung hätte, was in meiner Fabrik vor sich geht!"

Da verlöscht das Licht, das Vorspiel beginnt und Karola atmet erlöst und beglückt auf. Es ist noch einmal alles Hut gegangen. Herbert meint, man hat ihn gegrüßt"

Auf der Bühne aber beginnt das Spiel, da singt und klingt es von Liebe und jungem Glück. Das Schicksal der kleinen Frau Schmetterling, die dem fremden Mann blind vertraute, mehr als aller Ver­nunft, als allen Freunden und Verwandten

weg und Bahnhofstraße von der Kaplansgasse zum Horst-Wessel-Wall ziehen soll. Die begonnene Ver­breiterung der Kasierallee soll im nächsten Frühjahr bis zur Stadtgrenze durchgeführt werden. Auch der Schiffendergplatz wird nach Verlegung der ober- hessischen Bahn ein freundliches Gesicht erhalten.

Zahlreiche Zeichnungen von der Hand des Stadt- baudirektors Gravert stellenden jetzigen mittel­alterlich engen Zustand und die geplante weit­räumige Gestaltung von Gassen und Plätzen unserer Stadt einander gegenüber; damit sind diese dem Abbruch geweihten Winkel unserer Stadt für alle Zeiten nn Bilde festgehallen.

Auch das Hessische Hochbauamt hat sich mit vier beachtlichen Modellen nach Entwürfen von Regierungsbaurat Gerl ach an der Aus­gestaltung beteiligt: das Anatomische Institut, das am Bahnhof verschwinden mutz und zwischen Wartweg und Uhlandstraße neu erstehen soll, das Landwirtschaftliche Instttut in der Schub ertsttaße, der Neubau des Physikalischen Instituts und der Erweiterungsbau der Medizinischen Klinik. Diese Neubauten bedeuten sowohl eine wesentliche Be­reicherung für unser Stadtbild, als auch einen erfreulichen Ausbau unserer llniversitätsinstttute.

Kreisringleiter Dr. Michel dankte Stadtbau­direktor Gravert für die lehrreiche Führung durch die Bauausstellung.

Trotz Sturm und Regen hatten sich am gestrigen Mittwochabend über 100 Mitglieder und Freunde des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat im Turm­haus am Brand eingefunden, um in einer Sonder­führung die BauausstellungDas alte und neue Gießen" kennenzulernen. Stadtbaudirektor Gra­vert gab einleitend einen Ueberblick über die großzügigen Baupläne unserer Stadtverwaltung, die sich in dreierlei Hinsicht auswirken sollen: Alt- stadtsanierung, neue Bauvorhaben und Schaffung von Anlagen und Sport- und Erholungsflächen.

Besondere Aufmerksamkeit fand das große Mo­dell der Neugestaltung des Wiesecktals, in dem der um das Vierfache vergrößerte Schlageterteich mit der geplanten Stadthalle, das geräumige Schwimm­bad mit seinen Einrichtungen für Sommer- und Winterbetrieb, die weiträumigen Sportanlagen und Erholungsflächen, sowie die umschließende Ring­allee mit ihren dreigeschossigen Wohnhäusern und das Wochenendhausviertel unserer Stadt zunehmend das Gepräge einer Gartenstadt verleihen.

In absehbarer Zeit sollen in der Stadtmitte bas neue Rathaus und anschließend neue Gebäude für die Kreisleitung, das Kreisamt und die Gliederun­gen der Partei entstehen.

An Hand von Plänen erläuterte der Redner die vordringliche Frage der Allstadtsanierung, der Ver­bretterung des unteren Selterswegs und der Schaf- fung einer breiten Parkstratze, die zwischen Sellers-

sind ab sofort gruppenweise auf ber Ver­waltungsstelle des Bannes, Seltersweg 5$, abzu- holen. Wer zuerst kommt, erhält die besten Karten.

Weihnachtsgratifikationen frühzeitig auszahlen.

NSG. In diesem Jahre wendet sich wieder der Einzelhandel an alle Betriebsführer mit dem Ruf, die Weihnachtsgratifikation so früh wie möglich zur Auszahlung zu bringen. Diese Bitte ist begründet, denn die Erfahrungen der letzten Jahre Haven zur Genüge bewiesen, daß durch die Auszahlung der Gratifikation in letzter Stunde ein Sturm auf die Geschäfte einsetzt, um die Weihnachtseinkäufe zu besorgen. Ganz davon abgesehen, daß der Käufer unter diesen Umständen überhaupt keine Zett sindet, seine Geschenke in Ruhe einzukaufen, kann auch der Einzelhandel Liefen Käuferansturm nur sehr schwer bewältigen. In diesem Jahre wird sich dies noch empfindlicher auswirken, da der Einzelhandel bei dem großen Mangel an Kräften nicht mehr die Möglichkeit hat, auf Hilfsperfonal zurückzugreifen.

Es liegt sowohl im Interesse der Käufer, als auch der Verkäufer, dieser Bitte des Elnzelhandels un­bedingt nachzukommen. Der vielfach gemachte Hin­weis, man könne nicht so früh wissen, welche Gra- tififation für die Gefolgschaft vorgesehen ist, ist in jeder Beziehung unbegründet. Denn in der ersten Woche Les Dezember beispielsweise ist das Geschäfts­ergebnis am Ende des Jahres genau so gut zu über« sehen, wie in der letzten Woche. Wenn man siH nun gar nicht zu einem früheren Auszahlungstermin entschließen kann, dann sollte man zumindest dem Gefolgschaftsmitglied die Höhe seiner Grattfikation angeben, so daß es im voraus disponieren kann.

Note-Kreuz-Arbeit Ehrendienst für alle!

Wegen versuchter preffebestechung verurteilt.

LPD. H a n a u , 23. Nov. Als am 4. Oktober 1938 das Hanauer Schöffengericht vier Personen wegen Abtreibung abzuurteilen hatte, erschien am gleichen Tage ein 68 Jahre alter Einwohner aus Bad Orb, dessen beide Nichten sich ebenfalls unter den An­geklagten befanden, bei dem Hauptschrrftletter einer in Bad Orb vielgelesenen Zeitung mit dem Ansin­nen, über die Hanauer Gerichtsverhandlung nichts zu bringen oder nur unter Weglassung der Namen und des Wohnorts der Angeklagten zu berichten. Dieser Beeinfluffungsoersuch wurde energisch zu- rückgewiesen und der Besucher veranlaßt, das Ar- bettszimmer des Hauptschrifttetters zu verlassen. Nun verftteg sich der Besucher zu der Erklärung dem Hauptschriftleiter gegenüber, daß er es nicht umsonst zu machen brauche, daß er etwas dabei verdienen könne. Zurechtgewiesen und nochmals aufgefordert, das Zimmer zu verlassen, ließ er noch eine Beleidigung fallen. Jetzt hatte er sich vor dem Schöffengericht Hanau unter der Anklage der versuchten Pressebestechung und Beleidigung zu verantworten. Der als Zeuge vernommene 5)aupt« schriftleiter betonte, daß in dem ihm gemachten An- gebot nicht nur eine Beleidigung seiner Person, sondern darüber hinaus auch eine schwere Belei­digung des gesamten Berufsstandes liege. Der Der- treter der Staatsanwallschaft beantragte unter ein­gehender Begründung gegen den Angeklagten zwei Monate und eine Woche Gefängnis. Das Gericht erkannte auf 80 Mark Geldstrafe. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die Straf­tat als schwer und übel anzusehen sei. Don der Verhängung einer Freiheitsstrafe habe man abge­sehen, weil der Angeklagte nicht für sich selbst habe Vorteil erzielen wollen, ferner weil er noch unbe­straft und auch die erkannte Geldstrafe für ihn als fühlbar zu betrachten sei.__

den Gemeinschaftsgedanken durchzusetzen, wurden die Wettkämpfe in Form eines Mannschaftsdrei­kampfes durchgeführt, die die Betriebe, ihrer Größe entsprechend, mit einer bestimmten Anzahl von Mannschaften bestreiten mußten. So hatten die sporttich geschulteren Männer eines Betriebes auch Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen und ihr Teil der Gemeinschaft zu geben.

Der Erfolg konnte nicht ausbleiben, denn nicht nur die Betriebe mit schon bestehenden Betriebs­sportgemeinschaften beteiligten sich, sondern in noch viel größerem Maße auch Betriebe ohne Betriebs­sportgemeinschaften. So wurde der Sportappell nicht nur eine Angelegenheit von kleinen Sportgruppen, sondern eine Angelegenheit der ganzen Betriebsge­meinschaft und weckte den Wunsch, nicht nur ein­mal im Jahre zu diesem gesundheitlichen Leistungs- appell anzutteten, sondern von nun ab regelmäßig dem Körper sportliche Pflege angedeihen zu lassen, um der körpererzieherischen Forderung der natio- nalsozialisttschen Weltanschauung zu entsprechen.

Der Sportappell der Betriebe sindet im Kreise Wetterau am Samstag, 26. November, durch die Überreichung der Urhinben an die Sieger-Betriebe im Rahmen der Feier zum Jahrestag der NSG. ,Lraft durch Freude" im Gießener Stadttheater feinen Abschluß.

In den einzelnen Leistungsklassen gingen durch den vorbildlichen Einsatz von Betriebsführung und Gefolgschaft nachstehende Betriebe als Kreissieger hervor:

Betriebsklasse I: Rudolph Karstadt AG., Karzentra", Gießen.

B e t r i e b s k 1 a s s e II: Arbeitsamt Gießen und Lochanstalt Butzbach Burkard, Mayer & Co.

Betrieb sklasse III: Didier-Werke AG., Werk Mainzlar.

Betriebs klasse IV: Bänninger, G.m. b.H., Gießen.

Betriebsklafse V: Buderus'sche Eisenwerke Lollar.

MeMMMMM

Roman von Äurt Riemann

Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

Immer nimmt Karajan die besten Plätze; sie schilt ihn zwar einen Verschwender, aber er geht so selten aus, daß er davon vollen Genuß haben will.

Die Nachbarn schauen sich nach dem Paar um.

Karola sieht und fühll alles. Sie ist stolz und glücklich darüber und nimmt es als ein gutes Zeichen. Karajan aber schaut nicht rechts und links, er blickt nur das strahlende schöne Mädchen neben sich an. Er trinkt das Bild ihrer Jugend mit allen Sinnen. Noch edler und schlanker läßt sie der weiche fließende Samt erscheinen. Das Älett) mutz ein Meisterstück sein, denn es ist schmucklos und edel wie das Material, aus dem es gefertigt ist.

Eintragung in die Stimmlisten!

Die Teilnahme der im Altreich und im Lande Oesterreich ansässigen Sudetendeutschen an der Reichstagswahl.

Bei den am 4. Dezember stattfindenden sude - tendeutschen Ergänzungswahlen zum Großdeutschen Reichstag sind auch die im Altreich und in Oesterreich ansässigen Sudetendeutschen wahlberechtigt, sofern sie die übrigen Voraussetzun­gen für das Wahlrecht (deutsches oder artverwandtes Blut; Vollendung des 20. Lebensjahres am Wahl­

tage) erfüllen.

Für diese Wahlberechtigten ist eine Abstimmungs- möglichkett in allen größeren Städten des Altreichs und in Oesterreich sowie am Sitze der unteren staat­lichen Verwaltungsbehörden (Landrat, Bezirks- Hauptmann usw.) vorgesehen. Die Wahlberechtigten werden hiermit aufgeforbert, sich in den Stadtkreisen beim Oberbürgermeister, in den Land- ..... ~ ~ in die